Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
Juergen
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Juergen » Montag 24. Dezember 2018, 05:27

Lycobates hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 23:27
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 17:46
Sehe ich das richtig, daß in 2019 das Fest „Taufe des Herrn“ ausfällt?
Der 13. ist der Sonntag nach Erscheinung und damit „Fest der Hl. Familie“.
Nein, das Fest der hl. Familie wird am Sonntag innerhalb der Oktav von Erscheinung gefeiert, einen solchen gibt es 2019 nicht. Das Fest wird somit auf den Samstag, 12.1. vorverlegt, mit Gedächtnis des Sonntags und der Oktav. Am 13. ist Oktavtag von Erscheinung und der verhinderte Sonntag innerhalb der Oktav von Erscheinung wird am 19. nachgefeiert, mit Gloria aber ohne Credo.
Ich meinte im 62er Ritus. ;)
Gruß
Jürgen
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Protasius
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Protasius » Montag 24. Dezember 2018, 10:25

Lycobates hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 21:40
Hubertus hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 21:16
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 20:00
:umkuck:
Na gut ... :tuete:
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 20:00
Das „in“ ist zwar in dem Fall ein Anglizismus, aber ein uralter…
Im Gegensatz zum Gedächtnis der Taufe des Herrn, das wurde erst in 1960 als eigenes Fest eingeführt. :breitgrins:
Dachte ich mir, ich kenne es nicht ...
Das Gedächtnis der Taufe des Herrn ist der Name für den Oktavtag der Erscheinung, seit die Epiphanieoktav 1955 abgeschafft wurde. Am Proprium in Messe und Stundengebet hat sich durch diese Umbenennung nichts geändert (wenn man vom Wegfall der ersten Vesper absieht). Nach den „vereinfachten“ Rubriken, die für den 1962er Ritus gelten, hat das Fest der hl. Familie Vorrang vor der Taufe des Herrn; wenn man bedenkt, daß das Fest der hl. Familie 1921 dem Generalkalender hinzugefügt wurde, während die Taufe des Herrn und die Oktav von Erscheinung bis mindestens in die Karolingerzeit zurückgehen (wahrscheinlich weiter), ist das schwer nachzuvollziehen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Lycobates
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Lycobates » Montag 24. Dezember 2018, 20:17

Protasius hat geschrieben:
Montag 24. Dezember 2018, 10:25
Lycobates hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 21:40
Hubertus hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 21:16
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 20:00
:umkuck:
Na gut ... :tuete:
Juergen hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 20:00
Das „in“ ist zwar in dem Fall ein Anglizismus, aber ein uralter…
Im Gegensatz zum Gedächtnis der Taufe des Herrn, das wurde erst in 1960 als eigenes Fest eingeführt. :breitgrins:
Dachte ich mir, ich kenne es nicht ...
Das Gedächtnis der Taufe des Herrn ist der Name für den Oktavtag der Erscheinung, seit die Epiphanieoktav 1955 abgeschafft wurde. Am Proprium in Messe und Stundengebet hat sich durch diese Umbenennung nichts geändert (wenn man vom Wegfall der ersten Vesper absieht). Nach den „vereinfachten“ Rubriken, die für den 1962er Ritus gelten, hat das Fest der hl. Familie Vorrang vor der Taufe des Herrn; wenn man bedenkt, daß das Fest der hl. Familie 1921 dem Generalkalender hinzugefügt wurde, während die Taufe des Herrn und die Oktav von Erscheinung bis mindestens in die Karolingerzeit zurückgehen (wahrscheinlich weiter), ist das schwer nachzuvollziehen.
Richtig.
Deswegen vollziehen wir es ja auch nicht nach ...
:breitgrins:
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Lycobates » Montag 24. Dezember 2018, 22:25

Protasius hat geschrieben:
Montag 24. Dezember 2018, 10:25
Nach den „vereinfachten“ Rubriken, die für den 1962er Ritus gelten, hat das Fest der hl. Familie Vorrang vor der Taufe des Herrn
Ich habe heute abend Jolly John‘s 62er einmal aus den Remota hervorgezogen.
Da stünde ja in gewünschter Klarheit die Antwort auf Jürgens Frage ganz einfach in der Rubrik zum Fest der Hl. Familie:
Si festum S. Familiae occurrerit die 13 ianuarii, Missa dicitur de festo S. Familiae, sine commemoratione Baptismatis Domini nostri Iesu Christi et sine commemoratione dominicae.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Hubertus » Dienstag 25. Dezember 2018, 11:30

Wir hatten heute als Schlußevangelium Cum natus esset Jesus (zumindest nehme ich das doch stark an, da es ja nach vor-1962er Ritus gelesen wird, eine Kniebeuge enthielt und länger als der Johannesprolog war). An sich ist aber schon lt. 1962er-Rubriken kein Schlußevangelium vorgesehen, oder? :hmm: Oder ist das im lev. Hochamt anders?
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Juergen » Dienstag 25. Dezember 2018, 14:26

Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 11:30
Wir hatten heute als Schlußevangelium Cum natus esset Jesus (zumindest nehme ich das doch stark an, da es ja nach vor-1962er Ritus gelesen wird, eine Kniebeuge enthielt und länger als der Johannesprolog war). An sich ist aber schon lt. 1962er-Rubriken kein Schlußevangelium vorgesehen, oder? :hmm: Oder ist das im lev. Hochamt anders?
Bei uns gab es in der Messe vom Tage keins. Das ist bei allen Messformen nach dem 62er-Ritus so.

Aus dem 62er-Meßbuch:
In fine huius Missæ non dicitur ultimum Evangelium.
Gruß
Jürgen
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 25. Dezember 2018, 15:05

also nur in der 3 Messe habe ich das richtig verstanden

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Hubertus
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Hubertus » Dienstag 25. Dezember 2018, 15:49

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 15:05
also nur in der 3 Messe habe ich das richtig verstanden
Ja, genau, ich hatte mich aufs Hochamt bezogen.
Juergen hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 14:26
Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 11:30
Wir hatten heute als Schlußevangelium Cum natus esset Jesus (zumindest nehme ich das doch stark an, da es ja nach vor-1962er Ritus gelesen wird, eine Kniebeuge enthielt und länger als der Johannesprolog war). An sich ist aber schon lt. 1962er-Rubriken kein Schlußevangelium vorgesehen, oder? :hmm: Oder ist das im lev. Hochamt anders?
Bei uns gab es in der Messe vom Tage keins. Das ist bei allen Messformen nach dem 62er-Ritus so.

Aus dem 62er-Meßbuch:
In fine huius Missæ non dicitur ultimum Evangelium.
Ja eben, ich habe ins FSSP-Missale geschaut und ebendiese Rubrik gefunden, von daher war ich so überrascht. :hmm:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Juergen » Dienstag 25. Dezember 2018, 16:13

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 15:05
also nur in der 3 Messe habe ich das richtig verstanden
Der Grund liegt auf der Hand: Das Evangelium der Messe ist ja schon der Johannesprolog.
Gruß
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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 25. Dezember 2018, 16:18

Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 15:49
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 15:05
also nur in der 3 Messe habe ich das richtig verstanden
Ja, genau, ich hatte mich aufs Hochamt bezogen.
Juergen hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 14:26
Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 11:30
Wir hatten heute als Schlußevangelium Cum natus esset Jesus (zumindest nehme ich das doch stark an, da es ja nach vor-1962er Ritus gelesen wird, eine Kniebeuge enthielt und länger als der Johannesprolog war). An sich ist aber schon lt. 1962er-Rubriken kein Schlußevangelium vorgesehen, oder? :hmm: Oder ist das im lev. Hochamt anders?
Bei uns gab es in der Messe vom Tage keins. Das ist bei allen Messformen nach dem 62er-Ritus so.

Aus dem 62er-Meßbuch:
In fine huius Missæ non dicitur ultimum Evangelium.
Ja eben, ich habe ins FSSP-Missale geschaut und ebendiese Rubrik gefunden, von daher war ich so überrascht. :hmm:
das kann einen ganz trivialen Grund haben der Priester zelebriert mit einem alten Meßbuch und hält sich einfach an die dortigen Angaben

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Re: Detailfragen zu Kalender und Rubrizistik

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonntag 24. Februar 2019, 12:07

Hier finden sich einige Zitate, Hinweise und Erläuterungen zur Frage, ob, wann und wie die hl. Messe in der überlieferten Form ohne Ministranten gefeiert werden darf:

„Zelebration ohne Ministranten?“
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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