Pfarrer Hans Milch

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
civilisation
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von civilisation » Samstag 21. November 2009, 08:15

@ lifestylekatholik

Hätte ich nicht besser "faschistisch" schreiben sollen? Gut, das "angehaucht" hätte ich dann auch getrost weglassen können.
Die Verbindung von Musik, Ästhetik, Stil und ideologischer Nähe zum europäischen Faschismus rückt die aus der Gothic-Kultur stammende Band 'Von Thronstahl' in den Mittelpunkt. Auf ihrer Homepage wirbt sie für Kleidungsstücke mit dem provokanten Schriftzug "FASCI-NATION". Das Wortspiel trifft sich mit der Hinwendung zum Faschismus-Begriff, die aus Äußerungen des Kopfs der Band, Josef Klumb, spricht. In einem Interview bekannte er sich dazu, ein "Individualfaschist" zu sein. Als Faschist verstehe er sich insofern, als er Positionen der Konservativen Revolution – einer Strömung antidemokratischer Intellektueller der Weimarer Republik – unterstütze, aber auch solche Mussolinis. Zur Begründung bezog sich Klumb ausdrücklich auf den Anführer der 'British Union of Fascists' in den 193er Jahren, Oswald Mosley. Später hat 'Von Thronstahl' in schwarzen Uniformen am Nürnberger Reichsparteitagsgelände für eine Fotosession posiert. Stil, so heißt es auf der Band-Homepage, müsse einer "inneren Haltung oder eigenstem Geschmack entwachsen". Die Seite feiert einen Stil, den sie "Terrorist-Chic" nennt und der an NS-belasteten Vorbildern oder solchen des italienischen Faschismus anknüpfen soll ("Es lebe die Rückkehr der verbotenen Ästhetik").
Aus: Menschenverachtung mit Unterhaltungswert
http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/erlebniswelt.pdf

(Verfassungsschutz NRW, März 25)

crucisalus
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von crucisalus » Samstag 21. November 2009, 14:45

Was Thronstahl da verwendet ist übrigens gar nicht »genau jenes, welches man in der Wewelsburg vorfindet«.
Doch sicher ist es dieses Sonnenrad der Wewelsburg

http://www.hippeuropeantours.com/wewelsburg_dungeon.JPG

Aber das nur nebenbei, weil es ja wahrscheinlich jetzt immer mehr Off-Topic wird.

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lifestylekatholik
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von lifestylekatholik » Samstag 21. November 2009, 15:03

civilisation hat geschrieben:Hätte ich nicht besser "faschistisch" schreiben sollen?
Ja, »faschistisch«, etwa im Sinne Mohlers, passt sehr gut.
civilisation hat geschrieben:Gut, das "angehaucht" hätte ich dann auch getrost weglassen können.
Ja.
crucisalus hat geschrieben:
lsk hat geschrieben:Was Thronstahl da verwendet ist übrigens gar nicht »genau jenes, welches man in der Wewelsburg vorfindet«.
Doch sicher ist es dieses Sonnenrad der Wewelsburg
Vielleicht willst du mal deine Brille putzen? Selbstverständlich ist es eben nicht dieses. :hae?:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von crucisalus » Sonntag 22. November 2009, 00:30

Sicher ist es das. Wenn du diese kleine Abwandlung an den Enden der Strahlen bzw. der Sig-Runen meinst, dann ist das nur all zu auffällig eine Täuschung. Genauso wie das leicht verschoben dargestellte Hakenkreuz eine Swastika bleibt die ebenfalls von Nazis verwendet wird, bleibt dieses nun mal das Sonnenrad, die schwarze Sonne aus der Wewelsburg. Dies ist die einzige ahistorische Darstellung eines Sonnenrades mit 12 Strahlen seit eben dieser Tage.

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Peregrin
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Peregrin » Sonntag 22. November 2009, 00:52

crucisalus hat geschrieben: ist das nur all zu auffällig eine Täuschung.
Merkst Du eigentlich noch, was Du schreibst?
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von crucisalus » Sonntag 22. November 2009, 20:44

Was willst du denn jetzt eigentlich damit sagen?
Wo genau liegt dein Problem?

Bist du ein Fan von "von Thronstahl"?

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 22. November 2009, 22:44

Worüber redet ihr hier eigentlich? Thronstahl? Was soll das sein, was
hat das mit dem Thema zu tun? Kommt demnächst noch Zahngold,
Alteisen, Kupferkabel und Alufolie?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Peregrin » Sonntag 22. November 2009, 23:28

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Worüber redet ihr hier eigentlich? Thronstahl? Was soll das sein, was
hat das mit dem Thema zu tun? Kommt demnächst noch Zahngold,
Alteisen, Kupferkabel und Alufolie?

Von Thronstahl ist diese Spielmannstruppe, die gelegentlich Pfarrer Milchs Predigten in ihren Stücken verwurstet hat. Hier geht es gerade um die Bewertung eines Beweises für die angebliche Rechtsextremität derselben, den Nutzer crucialsis in der Darstellung eines wewelsburgartigen Sonnenrades auf dem Cover zum Musikstück "Imperium Internum" gefunden zu haben meint.
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 2. Dezember 2009, 22:52





:daumen-rauf:
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Marion » Donnerstag 3. Dezember 2009, 12:15

Wenn der letzte Satz beim ersten Filmchen fehlen würde, könnte man sich nicht sicher sein, daß es zynisch gemeint ist. Die Leute reden heute wirklich schon so überzogen.
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Marion » Samstag 6. November 2010, 18:44

Pfarrer Milch: Fragen an die Bischöfe



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Raimund J.
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Raimund J. » Sonntag 23. Januar 2011, 11:05

Ich habe mich mal mit dem Thema "Pfarrer Hans Milch" etwas befasst und einige von seinen Briefen und Predigten gelesen.

Dazu habe ich zunächst folgende Frage:

Pfarrer Milch hat ja wohl nie nach dem NOM zelebriert. In einem seiner - für seine Einstellung und Denkweise sehr aufschlussreichen Rundbrief - schreibt er:
Den neuen Ordo hatte ich niemals mit der Zange angefaßt, bin stets gegen den Strom geschwommen und habe so Spreu vom Weizen geschieden. Der Erzbischof hat mein Verhalten stets gebilligt.
Gleichzeitig sind bei seinen veröffentlichten Predigten z.B. folgende dabei:

Vorabendmesse zum Sonntag Septuagesima 1980 und
Vorabendmesse zum 1. Advent 1984

Hat es dann doch Vorabendmessen im "alten Ritus" gegeben?

Oder habe ich obige Passage "Den neuen Ordo hatte ich niemals mit der Zange angefaßt" völlig falsch gedeutet, so daß er eben keine Probleme seinerseits damit hatte? Welcher Bischof ist hier mit "Erzbischof" gemeint?

Die zweite Frage wäre, hat jemand weiterführende Infos zu den im Rundbrief http://www.spes-unica.de/milch/sonntags ... tum=810322 genannten Geistlichen "Kaplan Riedl" und "Pfarrer Ph.-Jos. Molitor"?

Danke im Voraus.
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Gamaliel » Sonntag 23. Januar 2011, 11:52

Raimund Josef H. hat geschrieben:Gleichzeitig sind bei seinen veröffentlichten Predigten z.B. folgende dabei:

Vorabendmesse zum Sonntag Septuagesima 1980 und
Vorabendmesse zum 1. Advent 1984

Hat es dann doch Vorabendmessen im "alten Ritus" gegeben?
Abgesehen davon, daß Pfr. Milch nicht der Maßstab für "den" alten Ritus wäre (d.h. im schlimmsten Fall könnte es sich hier um einen individuellen Mißbrauch handeln), glaube ich nicht, daß man aus Predigtüberschriften große Schlüsse ziehen kann. (Stammen die Überschriften von Pfr. Milch selbst? Stellen sie eine liturgische Qualifizierung der Messe dar, oder eine Formulierung ähnlich "am Vorabend des Advents"? :achselzuck: )


Raimund Josef H. hat geschrieben:Die zweite Frage wäre, hat jemand weiterführende Infos zu den im Rundbrief http://www.spes-unica.de/milch/sonntags ... tum=810322 genannten Geistlichen "Kaplan Riedl" und "Pfarrer Ph.-Jos. Molitor"?
Pfarrer Molitor ist im Jahr 2000 verstorben. Näheres da (Achtung: Nachruf in sedisvakantistischer Zeitschrift)


Bei Kaplan Riedl könnte/dürfte es sich um H.H. Spiritual Michael Riedl handeln, der im Kloster Marienberg in Häusern wirkt.

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von ottaviani » Sonntag 23. Januar 2011, 12:48

Gamaliel hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Gleichzeitig sind bei seinen veröffentlichten Predigten z.B. folgende dabei:

Vorabendmesse zum Sonntag Septuagesima 1980 und
Vorabendmesse zum 1. Advent 1984

Hat es dann doch Vorabendmessen im "alten Ritus" gegeben?
Abgesehen davon, daß Pfr. Milch nicht der Maßstab für "den" alten Ritus wäre (d.h. im schlimmsten Fall könnte es sich hier um einen individuellen Mißbrauch handeln), glaube ich nicht, daß man aus Predigtüberschriften große Schlüsse ziehen kann. (Stammen die Überschriften von Pfr. Milch selbst? Stellen sie eine liturgische Qualifizierung der Messe dar, oder eine Formulierung ähnlich "am Vorabend des Advents"? :achselzuck: )


Raimund Josef H. hat geschrieben:Die zweite Frage wäre, hat jemand weiterführende Infos zu den im Rundbrief http://www.spes-unica.de/milch/sonntags ... tum=810322 genannten Geistlichen "Kaplan Riedl" und "Pfarrer Ph.-Jos. Molitor"?
Pfarrer Molitor ist im Jahr 2000 verstorben. Näheres da (Achtung: Nachruf in sedisvakantistischer Zeitschrift)


Bei Kaplan Riedl könnte/dürfte es sich um H.H. Spiritual Michael Riedl handeln, der im Kloster Marienberg in Häusern wirkt.
sehr gute Priester wie Pfr Leutenegger oder Pfr Molitor oder Hw Prof Majènyi machten keinen _Unterschied on Sedisvakantisten oder nicht sie haben geholfen wo es notwedig war das Andenken dieser Priester wird leider kaum gepflegt
ein Pfarrer Leutenegger war mit dem ZZug fast jedes Wochenende in der Schweiz unterwegs hat oft 3 gesungene Ämter an einem Sonntag gefeiert und das mit über 85 Jahren

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Marion » Sonntag 23. Januar 2011, 13:18

Raimund Josef H. hat geschrieben:Vorabendmesse zum 1. Advent 1984
die Predigt ist interessant, vor allem dieser Vorschlag:
[...] Wer behauptet, die katholische Kirche sei eine Modellgemeinschaft für zwischenmenschliches Verhalten nach dem Beispiel des Jesus von Nazareth, um einen Beitrag für den allgemeinen Fortschritt der Menschheit zu leisten und gemeinsam mit anderen humanen Gruppen auf die Suche nach der Wahrheit zu gehen, der ist im Banne, der ist ausgeschlossen." Wenn dieser Satz gesagt wird, dann ist auch das ganze Konzil hinfällig und dann ist das das Datum der Wende. Damit sind auch alle sogenannten Neuerungen automatisch hinfällig, weil die sich alle aus diesem so verurteilten Satz ableiten.[...]
und auch diese Festellungen:
Die Wende besteht in der Statuierung, der offiziellen Statuierung des Katholischen als solchen. Aber, was man hört, sind immer Teilwahrheiten. Da sagt der mal was Richtiges, und da sagt dort der Papst mal moralisch was Richtiges, was auch einer vom Arbeitersamariterbund sagen könnte, und da sagt dieser mal was Wahres, da sagt der andere Bischof jenes Wahre. Und überall freuen sich dann die Leute und sagen: "Haha, Lichtblicke." Gar keine Lichtblicke. Das sind alles Teile und damit vollkommen unbrauchbar. Es bedarf der Statuierung des Ganzen.
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Clementine » Sonntag 23. Januar 2011, 13:20

Gamaliel hat geschrieben:Abgesehen davon, daß Pfr. Milch nicht der Maßstab für "den" alten Ritus wäre
Gut, das ist natürlich zutreffend... Aber das hier
Gamaliel hat geschrieben:(d.h. im schlimmsten Fall könnte es sich hier um einen individuellen Mißbrauch handeln), ...
dachte ich, hätten wir schon geklärt:
viewtopic.php?p=475834#p475834

Und nur, weil Dir der Inhalt nicht passt, brauchst Du Priestern nicht unterstellen, dass es sich um (liturgischen) Mißbrauchs handeln könnte, oder Gamaliel?
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Gamaliel » Sonntag 23. Januar 2011, 13:43

Clementine hat geschrieben:
Gamaliel hat geschrieben:(d.h. im schlimmsten Fall könnte es sich hier um einen individuellen Mißbrauch handeln), ...
dachte ich, hätten wir schon geklärt:
viewtopic.php?p=475834#p475834
Ja, da ist die Rede von einem Brief Kardinal Larraonas. Ob der Ordinarius von Pfr. Milch (welcher war denn das für ihn?) auch ein solches Reskript erbeten hat, geht daraus nicht hervor.
Abgesehen davon wäre es eine eigene Diskussion, inwiefern angesichts der zahlreichen Eingriffe in die Liturgie der (Nach-)Konzilszeit noch von "der" alten Messe die Rede sein kann. (Auch gemäß "Summorum pontificum" ist ausschließlich das Missale von 1962 mit seinen Rubriken Grundlage der alten Messe und nicht eine der konzilsbeeinflußten Mutationsstufen der späteren 6er Jahre.)

Clementine hat geschrieben:Und nur, weil Dir der Inhalt nicht passt, brauchst Du Priester wohl nicht des (liturgischen) Mißbrauchs zu bezichtigen, oder Gamaliel?
Natürlich nicht. :achselzuck:

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von HeGe » Sonntag 23. Januar 2011, 14:25

Gamaliel hat geschrieben:Ob der Ordinarius von Pfr. Milch (welcher war denn das für ihn?) auch ein solches Reskript erbeten hat, geht daraus nicht hervor.
Das war doch der Bischof von Limburg, oder nicht?
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Niels » Sonntag 23. Januar 2011, 15:40

HeGe hat geschrieben: Das war doch der Bischof von Limburg
:ja:
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Gamaliel » Sonntag 23. Januar 2011, 15:44

Möchte zwischendurch jemand etwas zu den Fragen von Raimund beitragen? http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=482886#p482886

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Raimund J. » Sonntag 30. Januar 2011, 18:35

Gamaliel hat geschrieben:Möchte zwischendurch jemand etwas zu den Fragen von Raimund beitragen? http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=482886#p482886
Erst mal danke, Gamaliel für Deine Hinweise.

Ich habe inzwischen etliches von den veröffentlichten Dokumenten, insbesondere den "Rundbriefen" gelesen und darin viel gefunden, die meine erste Frage beantwortet. Pfr. Milch hat, aus seinem Verständnis heraus, ja grundsätzlich den NOM abgelehnt, er schreibt z. B. folgendes:
Niemals zelebriere ich nach dem neuen Meßordo. Von der Opferbereitung bis zur heiligen
Kommunion einschließlich gebrauche ich nicht nur die alten Texte, sondern auch, was von
entscheidender Wichtigkeit ist, die alten vorgeschriebenen Gebärden (alle Kniebeugen, alle
Kreuzzeichen).
Insgesamt war ja Pfr. Milch ja wohl überaus von seiner "Mission" eingenommen und er hat wohl den Weg, den er für richtig gehalten hat und für sich, aus seiner Überzeugung heraus, dann auch für richtig halten musste (?), in aller Konsequenz gelebt. Ein Urteil möchte ich mir da nicht anmassen, aber ich kann mir vorstellen, daß er auch viele Gläubige in grosse Gewissensnöte gebracht hat.

Dem Satz von Robert auf Seite drei dieses Threads möchte ich zustimmen:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich denke, man kann Pfarrer Milch und seine Lehren nicht guten Gewissens
empfehlen. Es mischt sich Richtiges mit sehr Bedenklichem. Lassen wir ihn
ruhen.
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Clementine » Sonntag 30. Januar 2011, 18:42

Raimund Josef H. hat geschrieben:... aber ich kann mir vorstellen, daß er auch viele Gläubige in grosse Gewissensnöte gebracht hat.
:hae?: Warum und wie sollte er Gläubige in Gewissensnöte gebracht haben - und dann auch noch in große? :detektiv:
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von cantus planus » Sonntag 30. Januar 2011, 18:43

Raimund Josef H. hat geschrieben:Dem Satz von Robert auf Seite drei dieses Threads möchte ich zustimmen:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich denke, man kann Pfarrer Milch und seine Lehren nicht guten Gewissens
empfehlen. Es mischt sich Richtiges mit sehr Bedenklichem. Lassen wir ihn
ruhen.
Ich stimme dem nicht zu. Pfarrer Milch war nicht unfehlbar, und hat solches auch nie behauptet. Wer in einer solchen Stunde der Not seinen eigenen Weg suchen muss, schießt zwangsläufig mal einen Bock. Das gilt für die FSSPX-Bischöfe, wie für DDr. Hesse, Pfarrer Milch und viele andere. Sie deshalb einfach dem Vergessen anheimfallen zu lassen, ist nicht gerecht, denn sie sagen bei allen Fehlern in wenigen Sätzen noch mehr richtige Dinge, als die modernistischen Bischöfe unserer Tage in den Predigten und Hirtenbriefen eines ganzen Jahres.
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Clementine » Sonntag 30. Januar 2011, 18:45

cantus planus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Dem Satz von Robert auf Seite drei dieses Threads möchte ich zustimmen:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich denke, man kann Pfarrer Milch und seine Lehren nicht guten Gewissens
empfehlen. Es mischt sich Richtiges mit sehr Bedenklichem. Lassen wir ihn
ruhen.
Ich stimme dem nicht zu. Pfarrer Milch war nicht unfehlbar, und hat solches auch nie behauptet. Wer in einer solchen Stunde der Not seinen eigenen Weg suchen muss, schießt zwangsläufig mal einen Bock. Das gilt für die FSSPX-Bischöfe, wie für DDr. Hesse, Pfarrer Milch und viele andere. Sie deshalb einfach dem Vergessen anheimfallen zu lassen, ist nicht gerecht, denn sie sagen bei allen Fehlern in wenigen Sätzen noch mehr richtige Dinge, als die modernistischen Bischöfe unserer Tage in den Predigten und Hirtenbriefen eines ganzen Jahres.
:klatsch:
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Sascha B. » Sonntag 30. Januar 2011, 18:49

cantus planus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Dem Satz von Robert auf Seite drei dieses Threads möchte ich zustimmen:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich denke, man kann Pfarrer Milch und seine Lehren nicht guten Gewissens
empfehlen. Es mischt sich Richtiges mit sehr Bedenklichem. Lassen wir ihn
ruhen.
Ich stimme dem nicht zu. Pfarrer Milch war nicht unfehlbar, und hat solches auch nie behauptet. Wer in einer solchen Stunde der Not seinen eigenen Weg suchen muss, schießt zwangsläufig mal einen Bock. Das gilt für die FSSPX-Bischöfe, wie für DDr. Hesse, Pfarrer Milch und viele andere. Sie deshalb einfach dem Vergessen anheimfallen zu lassen, ist nicht gerecht, denn sie sagen bei allen Fehlern in wenigen Sätzen noch mehr richtige Dinge, als die modernistischen Bischöfe unserer Tage in den Predigten und Hirtenbriefen eines ganzen Jahres.
:daumen-rauf:
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Raimund J. » Sonntag 30. Januar 2011, 18:51

cantus planus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Dem Satz von Robert auf Seite drei dieses Threads möchte ich zustimmen:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich denke, man kann Pfarrer Milch und seine Lehren nicht guten Gewissens
empfehlen. Es mischt sich Richtiges mit sehr Bedenklichem. Lassen wir ihn
ruhen.
Ich stimme dem nicht zu. Pfarrer Milch war nicht unfehlbar, und hat solches auch nie behauptet. Wer in einer solchen Stunde der Not seinen eigenen Weg suchen muss, schießt zwangsläufig mal einen Bock. Das gilt für die FSSPX-Bischöfe, wie für DDr. Hesse, Pfarrer Milch und viele andere. Sie deshalb einfach dem Vergessen anheimfallen zu lassen, ist nicht gerecht, denn sie sagen bei allen Fehlern in wenigen Sätzen noch mehr richtige Dinge, als die modernistischen Bischöfe unserer Tage in den Predigten und Hirtenbriefen eines ganzen Jahres.
Ich befürchte ich werde schon wieder missverstanden. :bedrippelt:

Ich versuche bis nächsten Sonntag noch eine ausführlichere Begründung .
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von ottaviani » Montag 31. Januar 2011, 10:10

Raimund Josef H. hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Dem Satz von Robert auf Seite drei dieses Threads möchte ich zustimmen:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich denke, man kann Pfarrer Milch und seine Lehren nicht guten Gewissens
empfehlen. Es mischt sich Richtiges mit sehr Bedenklichem. Lassen wir ihn
ruhen.
Ich stimme dem nicht zu. Pfarrer Milch war nicht unfehlbar, und hat solches auch nie behauptet. Wer in einer solchen Stunde der Not seinen eigenen Weg suchen muss, schießt zwangsläufig mal einen Bock. Das gilt für die FSSPX-Bischöfe, wie für DDr. Hesse, Pfarrer Milch und viele andere. Sie deshalb einfach dem Vergessen anheimfallen zu lassen, ist nicht gerecht, denn sie sagen bei allen Fehlern in wenigen Sätzen noch mehr richtige Dinge, als die modernistischen Bischöfe unserer Tage in den Predigten und Hirtenbriefen eines ganzen Jahres.
Ich befürchte ich werde schon wieder missverstanden. :bedrippelt:

Ich versuche bis nächsten Sonntag noch eine ausführlichere Begründung .
nicht weinen ;D

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Lupus » Montag 31. Januar 2011, 10:42

Zum Thema "Vorabendmessen im gregorianischen Ritus":
Ich habe in guter Erinnerung, dass Papst Pius XII. "Abendmessen" erlaubt hat (wohl unter dem Eindruck der vermehrten Bombenangriffe der allierten Bomberverbände auf deutsches Reichsgebiet, auch tagsüber!), es war aber wohl nicht geplant, diese "Ausnahmeregelung" für alle Zeiten festzuschreiben!
Erst als sich die Kirche angeblich dazu bereitfand, - nach dem Konzil -, "den Menschen nachzugehen", was aber zumeist heute so verstanden wird, "um es den Leuten bequemer zu machen", haben sich die Vor-Abendmessen allgemein eingeführt.
Wo, wie in meinen drei Gemeinden, nicht drei Messen am Sonntagvormittag gefeiert werden können, sind sie klar vonnöten, was aber nicht heißt, dass sie auch von den Gläubigen angenommen werden. Zumeist sind sie, was den Besuch angeht, etwas "bessere" Werktagsmessen, so daß ich gelegentlich versucht bin, sie ausfallen zu lassen und die Gläubigen auf eine der anderen Gemeinden zu verweisen.
Bei der heutigen Mobilität wäre das durchaus denkbar!
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Marion
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Marion » Montag 31. Januar 2011, 15:00

cantus planus hat geschrieben:Pfarrer Milch war nicht unfehlbar, und hat solches auch nie behauptet.
:daumen-rauf:
Wie jeder andere andere Hirte auch, wenn er nicht gerade Papst ist und gerade ex cathedra spricht.

Pfarrer Milch hat auffallend gut und unermüdlich seine Schafe gehütet und auch der Nachwelt aufbauendes hinterlassen. Seine Predigten erwecken und stärken die Hoffnung, den Glauben und die Liebe und warnen vor Schädlichem. Dann hat er auch noch die Gnade, das mit einer Art rüberzubringen, daß es eine Freude ist ihm zuzuhören. Also nicht nur wegen dem Inhalt Spaß macht seine Predigten zu hören. (Ich finde sie aber viel zu kurz, wegen mir könnte er stundenlang reden :D )
Schön, daß er hier seinen eigenen Strang hat. Das hat nicht jeder verstorbene Pfarrer :)

Herr schick uns mehr von seiner Sorte und sei ihm gnädig, falls er noch nicht bei dir im Himmel ist.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 2. Februar 2011, 20:27

cantus planus hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Dem Satz von Robert auf Seite drei dieses Threads möchte ich zustimmen:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich denke, man kann Pfarrer Milch und seine Lehren nicht guten Gewissens
empfehlen. Es mischt sich Richtiges mit sehr Bedenklichem. Lassen wir ihn
ruhen.
Ich stimme dem nicht zu. Pfarrer Milch war nicht unfehlbar, und hat solches auch nie behauptet. Wer in einer solchen Stunde der Not seinen eigenen Weg suchen muss, schießt zwangsläufig mal einen Bock. Das gilt für die FSSPX-Bischöfe, wie für DDr. Hesse, Pfarrer Milch und viele andere. Sie deshalb einfach dem Vergessen anheimfallen zu lassen, ist nicht gerecht, denn sie sagen bei allen Fehlern in wenigen Sätzen noch mehr richtige Dinge, als die modernistischen Bischöfe unserer Tage in den Predigten und Hirtenbriefen eines ganzen Jahres.
Vorab möchte ich anmerken, daß sich meine Meinung im Wesentlichen nur auf die von Pfr. Milch in seiner
Eigenschaft als spes-unica Vorsitzender herausgegebenen Rundbriefe begründen kann. Das sind zwar rund
180 Seiten, die ich auch gelesen habe, aber es ist trotzdem nur ein Teilbereich seines Wirkens. Es liegt mir fern, mir
ein Urteil über den Priester und Menschen Hans Milch anzumassen, zumal ich ihn ja gar nicht kannte
(es gibt mehrere Mitforanten, die ihn persönlich erlebt haben). Daher kann ich cantus planus' Replik eigentlich
nur zustimmen, diese steht überhaupt nicht im Widerspruch zu meiner Meinung.

Das man ihn "in Frieden ruhen" lassen sollte, meinte ich auch nicht in dem Sinne, daß man sich nicht mit Leben und
Werk beschäftigen und darüber diskutieren solle - ganz im Gegenteil, ich finde das höchst spannend - sondern wirklich
im wörtlichen Sinn des Gebetes "Herr, lass ihn ruhen in Frieden" und auch des Gedenkens
("In ewigem Andenken werden die Gerechten ruhen, vor übler Nachrede haben sie sich nicht zu fürchten").

Wenn ich anmerke, daß ich seinen Lehren nicht folgen kann, dann möchte ich beispielsweise seine Ansichten zum novus ordo
herausgreifen. Er forderte ja unerbittlich den NOM zu meiden:
Daß Du zur heiligen Messe aller Zeiten gehst, ist unabdingbar. Und ich wiederhole, daß es im Falle einer Unmöglichkeit, diese gottgewollte tridentinische Form des heiligen Opfers für sich in Anspruch zu nehmen, Gottes Wille ist, am Sonntag vom Kirchgang abzustehen und statt dessen zu Hause sich im Geiste eine angemessene Zeit lang mit dem Opfer des Gottmenschen zu vereinen.
Clementine hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:... aber ich kann mir vorstellen, daß er auch viele Gläubige in grosse Gewissensnöte gebracht hat.
:hae?: Warum und wie sollte er Gläubige in Gewissensnöte gebracht haben - und dann auch noch in große? :detektiv:
Zu den Gewissenskonflikten der Gläubigen, die gewiss auch große Gewissensnöte sein können, wenn jemand seinen Pfarrer im Widerspruch
zu Bischof und Papst sieht, sei bspw. folgendes von Pfr. Milch zitiert:
UND WER ANGESICHTS ALL MEINER WIEDERHOLTEN ÖFFENTLICHEN UND
PERSÖNLICHEN MÜNDLICHEN UND SCHRIFTLICHEN DARLEGUNGEN IMMER NOCH
HARTNÄCKIG SCHWEIGT UND NICHT BEKENNT, DASS SICH NACH KATHOLISCHER
LOGIK DIE WENDE NICHT IN STUFEN VOLLZIEHEN KANN; WER SICH IMMER NOCH
WEIGERT, ANZUERKENNEN, DASS DIE WENDE EIN AKT SEIN MUSS:
DER SOLL WISSEN, DASS ER IM GLAUBEN SCHIFFBRUCH ERLITTEN HAT UND VON DER GANZEN KATHOLISCHEN WAHRHEIT ABGEFALLEN IST!
Aber von mir abgesehen, ist der Besuch der spes-unica-Sonntage in sich für den, der kommen kann, eine von Gott auferlegte Bekenntnispflicht!
Ich denke schon, bzw. ich meine, wenn ich mir vorstelle selber in der damaligen Zeit einen solchen Gemeindepfarrer angehört hätte, daß das überhaupt nicht einfach war. Wenn Erzbischof Lefebvre in seinem Manifest schreibt, dass jeder Katholik sein Seelenheil riskiere, der die Messe nach Maßgabe der Liturgiereform feiere, außerdem sagt, es sei für gewissenhafte, gläubige Katholiken unmöglich, sich der Liturgiereform auch nur im geringsten zu unterwerfen und Pfarrer Milch wiederum sagt "Wir bekennen uns bedingungslos zu Weg und Wort des Hochwürdigsten Herrn Erzbischof Marcel Lefebvre!", dann führte das mit Sicherheit auch zu großen Gewissenskonflikten.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Marion
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von Marion » Mittwoch 2. Februar 2011, 20:59

Und das war zu Zeiten als die alte Messe verboten schien. Da hatte Erzbischof Marcel Lefebvre mit allen die ihn unterstützten vollkommen Recht, das das in der Kirche nicht möglich ist.
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cantus planus
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Re: Pfarrer Hans Milch

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 2. Februar 2011, 21:02

Marion hat geschrieben:Und das war zu Zeiten als die alte Messe verboten schien.
Nicht "schien", sondern faktisch "war". Und zwar für alle Zeiten. Das kann man gar nicht deutlich genug betonen, um die damalige Situation zu beurteilen. Und noch vor wenigen Jahren sah es so aus, als würde sich das nicht ändern.

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