Bis zu welchem Grad an Absdurdität dieses Denkens gesteigert werden kann, ist in einem Interview nachzulesen, das der Sekretär des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Bischof Brian Farell jetzt Zenitgegeben hat.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das ist absurd.Berolinensis hat geschrieben:Das hab ich doch schon mehrfach versucht zu sagen: solange der auch irrlehrende Bischof nichts Unrechtes von mir will, kann ich doch seinen gerechten Anordnungen trotzdem nachkommencantus planus hat geschrieben:Ralf hat geschrieben:Nein. Ich rufe nicht dazu auf, den Irrlehren zu folgen, sondern die Einheit mit möglichen Irrlehrern - solange sie von Rom anerkannt sind - nicht zu beenden.
Hintergrund ist die soeben getroffene Entscheidung der Anglikaner, Gemeinden, die "Bischöfinnen" nicht anerkennen, nicht länger die Möglichkeit zu ghewähren, sich der Jurisdiktion eines männlichen Bischofs (also eines weißen statt eines schwarzen Schimmels) zu unterstellen.
Der dem Vernehmen nach katholische Bischof Farell sgt dazu:
Nach dieser Argumentation wäre also die Einheit mit einem Bischof, die kein Bischof ist, das höhere Gut als die Bewahrung von Glaubensgrundsätzen, die nach Ordinatio Sacerdotalis für die Kirche nichtDie Situation ist sehr komplex und sogar paradox. Wenn der Kompromiss akzeptiert worden wäre, hätte man sich vor einer Situation gesehen, in der eine Gemeinde oder eine Gruppe die Autorität eines weiblichen Bischofs hätte ablehnen können um sich einem männlichen Bischof zu unterstellen. Damit würde diese Pfarrei nicht mehr in Gemeinschaft mit den anderen Pfarreien der Diözese stehen. Das wäre in gewisser Weise ein strukturelles Schisma, auch wenn man es so nicht bezeichnen würde.
Nach der gegenwärtigen Regelung ist dieses Verfahren ausgeschlossen, und die Pfarrei hat nur die Möglichkeit, in Gemeinschaft mit ihrem eigenen Bischof (!) zu verbleiben oder die CEO zu verlassen. Im konkreten Fall würde das zwar einen Verlust von Mitgliedern bedeuten, wäre aber kein Schisma innerhalb der COE.
verfügbar sind. "Schisma" wird hier zu einem rein formalen Begriff - und genau das passiert auch in einigen Beiträgen dieser Diskussion.
Bei den Anglikanern (und auch deren U-Booten im päpstlichen Rat und vor allem in der englischen Bischofskonferenz) geht es dabei ganz unverholen um dier Zementierung von Machtpositionen, die mit Einheit der Kirche und Wahrtung des Glaubens nicht das Geringste zu tun haben.