Ralf hat geschrieben:Man sollte in Einheit mit seinem bischof bleiben, welbst wenn man mit manch einer Meinung nicht einverstanden ist (wie er sie gemeint hat, läßt sich eh nur im persönlichen Gespräch herausfinden!)
Du meinst, unsere Bischöfe sind geistig so minderbemittelt, daß sie gar nicht in der Lage sind, ihre Meinung in Predigt und Aktion verständlich zum Ausdruck zu bringen?
Daß sie also nicht wissen, wie sehr sie das Lehramt unterminieren, wenn sie z.B. in Sachen Frauenordination erklären, daß es da ein großes Problem gibt, das leider zur Zeit noch nicht gelöst werden könne? Oder wenn sie die glasklaren Vorgaben von Redemptionis Sacramentum einfach nicht umzusetzen vermögen? Wenn sie in ihrer Mehrheit die Umsetzung des Gesetzes "Summorum Pontificum" einfach verweigern?
Die Meinung, die mir ein Bischof zu diesen Dingen privatim vermitteln könnte, ist völlig irrelevant. Was zählt iszt, daß er sich in wichtigen Gegenständen aus der Gemeinschaft mit dem Papst gelöst hat und mir z.B. bei Untersagung der alten Liturgie praktisch unmöglich macht, den Glauben in einer Weise auszuüben, die der Papst mir ausdrücklich zugesteht. Dieses Verhalten zahlreicher Bischöfe ist ebenso schismatisch wie die verbotene Priesterweihe von Erzbischof Lefebrve - vielleicht sogar noch mehr, weil sie sich nicht wirklich auf einen wahrgenommenen Notstand berufen können; sie handeln willkürlich gegen das Recht.
Wahr ist allerdings auch, daß der Bischof von Rom daraus nicht die Konsequen zieht, die Gemeinschaft mit diesen schismatischen Tendenzen verfallenen Bischöfen zu beenden. Das hat natürlich auch für mich Konsequenzen: Um in Übereinstimmung mit dem Papst zu bleiben, kann ich nicht dazu aufrufen, formell die gemeinschaft mit solchen Bischöfen zu beenden. Aber ich kann und darf um der Wahrheit willen auf ihr schismatisches Verhalten hinweisen und darauf, daß daraus die Gefahr eines vollen Schismas entsteht.