Die Ausführungen von Sascha geben die katholische Position absolut korrekt wieder. Wenn du eine abweichende Ansicht vertrittst, bist du der Wanderer auf nichtkatholischen Pfaden.
Selbstverständlich gäbe es sie auch dann. Was soll denn das eine mit dem anderen zu tun haben? Die Kirche wurde am Kreuz gestiftet und trat an Pfingsten erstmals öffentlich in Erscheinung. Von diesen Fakten hängt die Kirche ab, nicht von nachträglichen Berichten über diese Fakten.
Es würde vermutlich ganz allgemein helfen, wenn du erklären könntest, was du (hier) unter Kirche verstehst (blaue Markierung). Mir scheint, daß im Begriffsinhalt eines der Probleme/Mißverständnisse liegt.nomads hat geschrieben: ↑Samstag 20. Juni 2026, 08:29Die Evangelien, die Apostelgeschichte, die apostolischen Briefe und die Apokalypse wurden nicht verfasst und zusätzlich in die bereits fertige Bibel aufgenommen, sondern die durch die Kirche zusammengesetzte Bibel besteht aus den Texten aus der Vergangenheit - also trugen diese Texte zur Formung der Kirche bei, bevor sie in das Buch, das wir Bibel nennen, aufgenommen worden sind.
Die Kirche wurde am Pfingstfest durch den Heiligen Geistes in ihrer vollen apostolischen Struktur öffentlich manifestiert. Zu diesem Zeitpunkt existierte kein einziges Wort des Neuen Testaments.
Ich weiß nicht, was du mit "eng gesehen" (blau) meinst.nomads hat geschrieben: ↑Samstag 20. Juni 2026, 08:29Gamaliel, Du glaubst, ich sehe die Dinge etwas zu eng? Soll ich etwa die Dinge so weitgefächert sehen, wie die Protestanten in ihrem "sola scriptura" Prinzip, mit ehebrecherischer Wiederheirat und mit schwulen Pastoren/innen? Manchmal frage ich mich, ob den Protestanten die Bibel und das "sola scriptura" Prinzip zu Grunde liegt, oder "Der kleine Prinz" ? Letztendlich muss man feststellen, die heutige evangelisch "Kirche" hat mit der Bibel kaum noch etwas zu tun.
Eng gesehen, hat die Geschichte der Kirche Christi nach Christi Himmelfahrt und Pfingsten angefangen, und nicht vor dem Kommen Christi oder erst mit dem Tridentinum.
Es gibt auch eine "Ecclesia ab Abel".
Mögliche Unklarheiten in der Ekklesiologie können eventuel mithilfe von Pius XII. "Mystici Corporis" beseitigt werden.
Und was der Verweis auf Trient hier soll entzieht sich mir völlig. Ich kenne niemanden, der Derartiges auch nur ansatzweise behauptet hätte.
-------
@nomad
Vielleicht komme ich die nächsten Tage nochmals auf das Thema zurück.
Für den Moment sehe ich einerseits deine Zurückweisung von Protestantismus & Modernismus (Einheitsübersetzung) in exegetischen Belangen, habe aber andererseits den Eindruck, daß du den gleichen methodische Fehler begehst, wie die Protestanten: Du machst die Kirche vom Text abhängig.
Die Annahme einer Kirche, die auf einem literarischen Fundament ruht, ist historisch und dogmatisch falsch.
In diesem Sinn zum Schluß noch ein berühmtes Zitat vom hl. Augustinus:
Augustinus - Contra epistulam fundamenti Manichaeorum, 5, 6 hat geschrieben:Ich würde dem Evangelium nicht glauben, wenn mich nicht die Autorität der katholischen Kirche dazu bewegen würde.