Verschiedene Fragen zur alten Messe

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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Siard
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Siard » Mittwoch 6. November 2019, 12:21

Ich kenne es nur so, wie Hanspeter gesagt hat. :achselzuck:

Dubitans
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Dubitans » Donnerstag 7. November 2019, 07:46

Vielen Dank für die zahlreichen erhellenden Antworten! Ich wusste zB nicht, dass es auch den Neuen Ritus auf Latein gibt. Ich werde also losziehen, und herausfinden, was unter den besagten Bezeichnungen gefeiert wird.
Noch ein Nachtrag: Die Alte Messe wird mancherorts auch werktags gefeiert; inwiefern unterscheidet sie sich von der Alten Messe, wie sie an Sonn- und Feiertagen gefeiert wird? (gerne auch mit Link / Verweis)
Danke :huhu:

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Hubertus
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 7. November 2019, 07:57

Dubitans hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 07:46
Noch ein Nachtrag: Die Alte Messe wird mancherorts auch werktags gefeiert; inwiefern unterscheidet sie sich von der Alten Messe, wie sie an Sonn- und Feiertagen gefeiert wird?
Werktags ist die Missa lecta die Regel, entweder als "Stillmesse", in der der Priester "still", d.h. nur assistiert durch den Meßdiener, die Messe liest, oder als "dialogisierte Messe", in der das gesamte Meßvolk respondiert bzw. das Ordinarium mitspricht. Je nach Festklasse entfallen Credo bzw. Gloria und Credo, ansonsten ist der Ablauf gleich.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Protasius
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Protasius » Donnerstag 7. November 2019, 08:32

An Sonntagen wird in der Regel vor der Messe das Volk mit Weihwasser besprengt (nach dem Anfang der dazu gesungenen Antiphon auch Asperges genannt).
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Herr v. Liliencron
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Herr v. Liliencron » Donnerstag 7. November 2019, 13:22

Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 07:57
Dubitans hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 07:46
Noch ein Nachtrag: Die Alte Messe wird mancherorts auch werktags gefeiert; inwiefern unterscheidet sie sich von der Alten Messe, wie sie an Sonn- und Feiertagen gefeiert wird?
Werktags ist die Missa lecta die Regel, entweder als "Stillmesse", in der der Priester "still", d.h. nur assistiert durch den Meßdiener, die Messe liest, oder als "dialogisierte Messe", in der das gesamte Meßvolk respondiert bzw. das Ordinarium mitspricht. Je nach Festklasse entfallen Credo bzw. Gloria und Credo, ansonsten ist der Ablauf gleich.
"Meßvolk" erinnert mich an eine Volkszählung. :freude: Ist dieses Wort eine Eigenheit Ihres individuellen Vokabulars oder Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs der Gegend, aus der Sie stammen?

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Hubertus
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 7. November 2019, 15:37

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 08:32
An Sonntagen wird in der Regel vor der Messe das Volk mit Weihwasser besprengt (nach dem Anfang der dazu gesungenen Antiphon auch Asperges genannt).
Allerdings nur im Hochamt.
Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 13:22
Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 07:57
Dubitans hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 07:46
Noch ein Nachtrag: Die Alte Messe wird mancherorts auch werktags gefeiert; inwiefern unterscheidet sie sich von der Alten Messe, wie sie an Sonn- und Feiertagen gefeiert wird?
Werktags ist die Missa lecta die Regel, entweder als "Stillmesse", in der der Priester "still", d.h. nur assistiert durch den Meßdiener, die Messe liest, oder als "dialogisierte Messe", in der das gesamte Meßvolk respondiert bzw. das Ordinarium mitspricht. Je nach Festklasse entfallen Credo bzw. Gloria und Credo, ansonsten ist der Ablauf gleich.
"Meßvolk" erinnert mich an eine Volkszählung. :freude: Ist dieses Wort eine Eigenheit Ihres individuellen Vokabulars oder Teil des allgemeinen Sprachgebrauchs der Gegend, aus der Sie stammen?
:achselzuck: Ich weiß es nicht. Ich verwende es von Zeit zu Zeit, aber bisher war mir nie bewußt, sprachlich damit aufzufallen. Ich bin mir eigentlich sicher, es auch von anderen gehört zu haben.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Lycobates
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 7. November 2019, 15:41

Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 15:37
Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 08:32
An Sonntagen wird in der Regel vor der Messe das Volk mit Weihwasser besprengt (nach dem Anfang der dazu gesungenen Antiphon auch Asperges genannt).
Allerdings nur im Hochamt.
Und nur in Pfarr-, Kollegial- und Klosterkirchen.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 7. November 2019, 16:16

Dubitans hat geschrieben:
Mittwoch 6. November 2019, 08:55
Liebe Forenmitglieder,
in meinem ersten Beitrag eine lausige Anfängerfrage zur Alten Messe! ;D
Da ich noch nie den alten Ritus mitgefeiert habe, sehe ich mich gerade nach Gelegenheiten um. Mir kommen dabei verschiedene Bezeichnungen in den Gottesdienstordnungen unter, zB. "Lateinisches Amt" und "außerordentliche Form des Römischen Ritus". Gibt es verschiedene Formen der alten Messe? Oder sind das alles Bezeichnungen für die eine Alte Messe? Meint die Bezeichnung "tridentinische Messe" noch etwas anderes?
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Eine erste Orientierung (mit weiterführenden Links) für „Neulinge“ in der „Alten Messe“ findet sich hier:

Die „Tridentinische Messe“ für Neulinge

Neu in der „Alten Messe“?
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Hubertus
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 7. November 2019, 21:38

Dubitans hat geschrieben:
Mittwoch 6. November 2019, 08:55
Liebe Forenmitglieder,
in meinem ersten Beitrag eine lausige Anfängerfrage zur Alten Messe! ;D
Da ich noch nie den alten Ritus mitgefeiert habe, sehe ich mich gerade nach Gelegenheiten um. Mir kommen dabei verschiedene Bezeichnungen in den Gottesdienstordnungen unter, zB. "Lateinisches Amt"
Kann, wie schon gesagt, theoretisch auch auf die Neue Messe bezogen sein. Dagegen spricht, daß - wie Du bereits selber bemerktest - der NO praktisch nie auf Latein gefeiert wird. Auch die Bezeichnung 'Amt' wird eher für die alte Messe verwendet. Ich würde schätzen, bei der Formulierung gibt es eine 70% Wahrscheinlichkeit, daß es sich dabei um eine traditionelle hl. Messe handelt, aber sicher sein kann man sich tatsächlich nicht.
Dubitans hat geschrieben:
Mittwoch 6. November 2019, 08:55
"außerordentliche Form des Römischen Ritus"
Die geht auf Benedikt XVI. und sein Verständnis von einem römischen Ritus in zwei Formen. Bei dieser Formulierung dürfte es sich um eine gem. Summorum Pontificum gelesene Messe handeln, auch die FSSP und die anderen ehem. "Ecclesia-Dei"-Gemeinschaften verwenden diese Bezeichnung.
Dubitans hat geschrieben:
Mittwoch 6. November 2019, 08:55
Gibt es verschiedene Formen der alten Messe? Oder sind das alles Bezeichnungen für die eine Alte Messe?
Es gibt Gemeinschaften, die eine ältere Ausgabe des Missale Romanum als jene von 1962 verwenden, welche bei FSSP und FSSPX die Grundlage der Meßliturgie bildet. Die 1962er-Ausgabe hatte bereits betrübliche "Vereinfachungen" erfahren, der Ritus als solcher war jedoch im Wesentlichen intakt geblieben. Einem Neuling dürften die geringen Unterschiede eigentlich nicht auffallen. Insofern sage ich vorsichtig, ja, im Wesentlichen sind dies alles Bezeichnungen für die eine "Messe aller Zeiten", wie die FSSPX formuliert.
Dubitans hat geschrieben:
Mittwoch 6. November 2019, 08:55
Meint die Bezeichnung "tridentinische Messe" noch etwas anderes?
Diese Bezeichnung ist grundsätzlich insofern richtig, da die Verwendung dieses Meßbuchs nach dem Tridentinum für jene Gebiete verbindlich wurde, die nicht nachweislich über alte eigene Traditionen verfügten. Sie ist insofern irreführend, als der Ritus mitnichten - im Unterschied zum NO - nach dem Konzil erfunden worden wäre. Es handelte sich vielmehr um den Ritus der römischen Kurie, wie er dort seit ehedem gefeiert wurde.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Juergen
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Juergen » Donnerstag 7. November 2019, 21:53

Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 21:38
Kann, wie schon gesagt, theoretisch auch auf die Neue Messe bezogen sein. Dagegen spricht, daß - wie Du bereits selber bemerktest - der NO praktisch nie auf Latein gefeiert wird. Auch die Bezeichnung 'Amt' wird eher für die alte Messe verwendet.
Achwas‽

Regelmäßig im Hohen Dom:
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Naja, was sich der jeweilige Zelebrant dann unter „Latein“ halt so vorstellt. :pfeif:
Gruß
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Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Hubertus
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 7. November 2019, 22:14

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 21:53
Hubertus hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 21:38
Kann, wie schon gesagt, theoretisch auch auf die Neue Messe bezogen sein. Dagegen spricht, daß - wie Du bereits selber bemerktest - der NO praktisch nie auf Latein gefeiert wird. Auch die Bezeichnung 'Amt' wird eher für die alte Messe verwendet.
Achwas‽

Regelmäßig im Hohen Dom:
Bild
Naja, was sich der jeweilige Zelebrant dann unter „Latein“ halt so vorstellt. :pfeif:
:D
Ich korrigiere. In Paderborn liegt die Wahrscheinlichkeit bei <5%.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Juergen » Donnerstag 7. November 2019, 23:39

Für Mittwoche wird es für den Hohen Dom so verlautbart ;)
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Gruß
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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Herr v. Liliencron » Freitag 8. November 2019, 12:34

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 7. November 2019, 23:39
Für Mittwoche wird es für den Hohen Dom so verlautbart ;)
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Muss man Frau Kappen kennen?

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Re: Verschiedene Fragen zur alten Messe

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Dienstag 12. November 2019, 10:05

Über drei Gebirge
Es sind dies die Gebirge:
der Vorurteile,
der Verfügbarkeit und schließlich
der Fremdheit.
Hindernisse beim Kennenlernen der Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus. Dann: jenseits der Hindernisse – Schönheit und Tiefe des über Jahrzehnte vorenthaltenen Schatzes, die ergreifen und nicht mehr loslassen.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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