Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

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Siard
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Siard » Donnerstag 23. Dezember 2010, 17:27

Da oben schon ›G. K. Chesterton: Orthodoxie‹ genannt würde, würde ich diesem gerne ›G. K. Chesterton: Ketzer (Heretics)‹ an die Seite stellen. Schon der wunderbaren Passage über die Orthodoxie und das so beliebte ›ketzerisch sein‹ wegen.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

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Pit
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Pit » Donnerstag 23. Dezember 2010, 17:35

Keine Antwort, denn die Bibel sollte jeder Christ immer wieder zur Hand nehmen, was bei Katholiken- zumindest den älteren Semestern - sehr,sehr selten der Fall ist, leider.
Ansonsten kann ich die Frage nicht beantworten, denn einer hat einen Draht zur Mystik und findet Johannes vom Kreuz klasse, ein anderer hat Bezug zur franziskanischen Literatur usw.
max72 hat geschrieben:Hallo Leute,

ich will hier auch eigentlich keine Diskussion. Aber mich wuerde mal interessieren, von welchen Buechern ihr meint, dass sie ein Katholik gelesen haben muss. Ich meine jetzt nicht kontemporaere Literatur, sondern definitive Klassiker. Wenn alle anderen Buecher verschwaenden, welche muessten bleiben? Buecher, bei denen sich absolut alle einig sind, dass sie essentiell sind?

Gut, die Bibel ist das erste.

Ich nehme an, dass die "Bekenntnisse" des Augustinus so ein absoluter Klassiker sind.

Aber was noch?

Gruesse

Max
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Pit
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von Pit » Donnerstag 23. Dezember 2010, 17:39

Florianklaus hat geschrieben: ...
Einen Pastoralkurs habe ich noch nie besucht (sollte ich?), mir ging es nur um einen Vergleich mit vorher genannten Werken von z.B. von Augustinus, die doch schon theologisch und philosophisch recht anspruchsvoll sind.
Nichts gegen Augustinus und per se gegen die Kirchenväter, aber ich denke, wer unbefangen die Werke der Kirchenväter liesst, ohne über die Zeit und die politisch-religiösen Hintergründe bescheid zu wissen, wird so bei Seite 30 aufhören.
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cantus planus
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 25. Dezember 2010, 16:10

Pit hat geschrieben:Nichts gegen Augustinus und per se gegen die Kirchenväter, aber ich denke, wer unbefangen die Werke der Kirchenväter liesst, ohne über die Zeit und die politisch-religiösen Hintergründe bescheid zu wissen, wird so bei Seite 30 aufhören.
Das bestreite ich gerade im Hinblick auf Augustinus ganz entschieden. Im Gegenteil: die Aussagen viele Kirchenväter sind so klar und eindeutig, dass man nicht lange heruminterpretieren muss.
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Peti
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von Peti » Sonnabend 25. Dezember 2010, 17:55

cantus planus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Nichts gegen Augustinus und per se gegen die Kirchenväter, aber ich denke, wer unbefangen die Werke der Kirchenväter liesst, ohne über die Zeit und die politisch-religiösen Hintergründe bescheid zu wissen, wird so bei Seite 3 aufhören.
Das bestreite ich gerade im Hinblick auf Augustinus ganz entschieden. Im Gegenteil: die Aussagen viele Kirchenväter sind so klar und eindeutig, dass man nicht lange heruminterpretieren muss.
Zu Augustinus: Heute abend auf BR 3 . 19.45 Uhr:
Augustinus (Teil 1)
"Tatsächlich scheint mir der Film eine spirituelle Reise in einen weit von uns entfernten und doch so nahen spirituellen Kontinent zu sein"
Papst Benedikt XVI. am Ende der "Augustinus"-Präsentation in Castel Gandolfo im September 29)
http://www.br-online.de/bayerisches-fer ... 419566.xml
Zuletzt geändert von Peti am Sonnabend 25. Dezember 2010, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von Miserere Nobis Domine » Sonnabend 25. Dezember 2010, 17:57

cantus planus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Nichts gegen Augustinus und per se gegen die Kirchenväter, aber ich denke, wer unbefangen die Werke der Kirchenväter liesst, ohne über die Zeit und die politisch-religiösen Hintergründe bescheid zu wissen, wird so bei Seite 30 aufhören.
Das bestreite ich gerade im Hinblick auf Augustinus ganz entschieden. Im Gegenteil: die Aussagen viele Kirchenväter sind so klar und eindeutig, dass man nicht lange heruminterpretieren muss.
Wie erklärst du dann, dass die Protestanten auf Augustinus neue Lehren aufbauen konnten?

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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 25. Dezember 2010, 19:28

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Nichts gegen Augustinus und per se gegen die Kirchenväter, aber ich denke, wer unbefangen die Werke der Kirchenväter liesst, ohne über die Zeit und die politisch-religiösen Hintergründe bescheid zu wissen, wird so bei Seite 30 aufhören.
Das bestreite ich gerade im Hinblick auf Augustinus ganz entschieden. Im Gegenteil: die Aussagen viele Kirchenväter sind so klar und eindeutig, dass man nicht lange heruminterpretieren muss.
Wie erklärst du dann, dass die Protestanten auf Augustinus neue Lehren aufbauen konnten?
Die Protestanten können aus allem möglichen eine neue Lehre kreieren. Ich suche die Schuld dafür nicht bei Augustinus.
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 25. Dezember 2010, 20:41

Pit hat geschrieben:Nichts gegen Augustinus und per se gegen die Kirchenväter, aber ...
Der Beitrag erinnert mich an eine hübsche Fabel von La Fontaine:
La Fontaine hat geschrieben:Ein Frosch sah einen Ochsen gehen.
Wie stattlich war der anzusehen!
Er, der nicht größer als ein Ei, war neidisch drauf,
Er spreizt sich, bläht mit Macht sich auf,
Um gleich zu sein dem großen Tier,
Und rief: »Ihr Brüder achtet und vergleicht!
Wie, bin ich nun so weit? Ach, sagt es mir!« –
»Nein!« – »Aber jetzt?« – »Was denkst du dir!« –
»Und jetzt?« – »Noch lange nicht erreicht!« –
Das Fröschlein hat sich furchtbar aufgeblasen,
Es platzte und verschied im grünen Rasen.

Die Welt bevölkern viele solcher dummen Leute:
Jedweder Bürger möchte baun wie große Herrn,
Der kleine Fürst – er hält Gesandte heute,
Das kleinste Gräflein prunkt mit Pagen gern.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von Miserere Nobis Domine » Sonnabend 25. Dezember 2010, 22:38

cantus planus hat geschrieben: Die Protestanten können aus allem möglichen eine neue Lehre kreieren. Ich suche die Schuld dafür nicht bei Augustinus.
Es ging nicht um Schuld, sondern um Eindeutigkeit.

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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von holzi » Sonnabend 25. Dezember 2010, 22:53

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben: Die Protestanten können aus allem möglichen eine neue Lehre kreieren. Ich suche die Schuld dafür nicht bei Augustinus.
Es ging nicht um Schuld, sondern um Eindeutigkeit.
Hier vergassen offenbar die Reformatoren (oder unterschlugen), daß etliche Schriften des Augustinus als pointierte Streitschriften gegen Häretiker geschrieben wurden. Lässt man das außer Acht, so ergibt das in der Tat eine theologische Schlagseite.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Pit » Sonntag 26. Dezember 2010, 00:01

@holzi

Das meinte ich, denn jemand, der Augustinus oder andere Kirchenväter liest und z.B. deren Schriften gegen Häretiker unbefangen und ohne entsprechendes Wissen über die Häretiker und die Haltung der Kirche zu ihnen liest, wird scheitern, ebenso wie jemand,der ohne Hintergrundwissen Marx Kapital liest (ich meine Karl Marx!)
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von cantus planus » Sonntag 26. Dezember 2010, 11:18

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben: Die Protestanten können aus allem möglichen eine neue Lehre kreieren. Ich suche die Schuld dafür nicht bei Augustinus.
Es ging nicht um Schuld, sondern um Eindeutigkeit.
Es geht darum, dass die Protestanten sich seit jeher jede Quelle so zurechtbiegen, dass es zu ihrem Weltbild passt. Unabhängig davon, wie klar oder unklar ein Dokument auch sei.
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 26. Dezember 2010, 11:37

cantus planus hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Wie erklärst du dann, dass die Protestanten auf Augustinus neue Lehren aufbauen konnten?
Die Protestanten können aus allem möglichen eine neue Lehre kreieren. Ich suche die Schuld dafür nicht bei Augustinus.
Misereres Behauptung ist ja auch Blödsinn. Nichts am Prottitum baut auf Augustin auf.
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Re: Essentielle Literatur - was "muß" ein Katholik gel

Beitrag von cantus planus » Sonntag 26. Dezember 2010, 11:39

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Wie erklärst du dann, dass die Protestanten auf Augustinus neue Lehren aufbauen konnten?
Die Protestanten können aus allem möglichen eine neue Lehre kreieren. Ich suche die Schuld dafür nicht bei Augustinus.
Misereres Behauptung ist ja auch Blödsinn. Nichts am Prottitum baut auf Augustin auf.
Naja. Immerhin war Luther Augustiner. ;D
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Lioba » Montag 27. Dezember 2010, 10:52

Viele Evangelen haben Augustinus gar nicht gelesen. Ich persönlich finde seinen Stil vorsichtig ausgedrückt mühsam. Allerdings habe ich mich auch nur online lesend durch englische Übersetzungen gequält.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von azs » Montag 27. Dezember 2010, 16:23

Also wenn es um das Seelenleben geht, würde ich "Ich will Gott schauen" von Maria-Eugen Grialou empfehlen. Das ist eines der grandiosesten Bücher, die ich je in der Richtung gelesen habe. Wird auch von vielen Beichtvätern und Seelenführern immer wieder als Rat zur Hand genommen :).
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Pit » Montag 27. Dezember 2010, 17:12

Lioba hat geschrieben:Viele Evangelen haben Augustinus gar nicht gelesen. ....
Ich behaupte einmal, daß der Grossteil der früher gelebten wie auch heute lebenden Katholiken auch noch nicht die Werke von Augustinus gelesen hat- unf ich sehe auch keine Notwendigkeit darin.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Lioba » Montag 27. Dezember 2010, 18:15

Die Frage danach, was essentiell notwendig ist kann halt nicht eindeutig beantwortet werden.
Erst mal ist gar keine Lektüre zwingend notwendig. Das Grundwissen, das zum schlichten Glauben nötig ist lässt sich notfalls auch mündlich vermitteln.
Danach kommt es auf die Lebensumstände und die Person an.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Pit » Montag 27. Dezember 2010, 18:55

Lioba hat geschrieben:Die Frage danach, was essentiell notwendig ist kann halt nicht eindeutig beantwortet werden.
Erst mal ist gar keine Lektüre zwingend notwendig. Das Grundwissen, das zum schlichten Glauben nötig ist lässt sich notfalls auch mündlich vermitteln.
Danach kommt es auf die Lebensumstände und die Person an.
Ich würde auf die Frage, was ein Katholik (bezogen auf seinen Glauben) gelesen haben sollte (nicht muss) eine Antwort geben:
die Bibel!
Aber leider sieht zumindest bei älteren Katholiken (vorkonziliare Generation) die Sache oft anders aus, denn Wissen in Sachen Bibel tendiert oft, sseehhhrr oft gegen Null.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Melody » Montag 27. Dezember 2010, 19:03

@Pit
Das hast Du doch eine Seite zuvor vor vier Tagen schon mal gesagt. Meinst Du, hier sind die Leute so vergesslich?! ;-)


"Muss" ist, so denke ich, eh die falsche Fragestellung.
Die Bibel ist sicherlich lesenswert, ich persönlich finde es aber ohne Hilfestellung zum Teil verwirrend, und Bibellexika helfen auch nicht immer weiter.
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Pit » Montag 27. Dezember 2010, 19:06

Melody hat geschrieben:@Pit
Das hast Du doch eine Seite zuvor vor vier Tagen schon mal gesagt. Meinst Du, hier sind die Leute so vergesslich?! ;-)
...
Nö, aber ich fürchte, ich werde es langsam,peinlich! :traurigtaps:
Aber Du hast recht, nicht alles in der Bibel ist ohne Hintergrundinfos verständlich, vieles aber schon
- die Bergpredigt,
- die Zehn Gebote usw.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 27. Dezember 2010, 20:48

Melody hat geschrieben:Die Bibel ist sicherlich lesenswert, ich persönlich finde es aber ohne Hilfestellung zum Teil verwirrend, und Bibellexika helfen auch nicht immer weiter.
Ja. Deshalb soll man ja auch nur gut kommentierte Bibelausgaben lesen. Sonst gerät man leicht auf Abwege und findet sich dann bei den Adventisten oder sonstwo wieder. :blinker:
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Pit » Montag 27. Dezember 2010, 22:17

lifestylekatholik hat geschrieben: ...
Deshalb soll man ja auch nur gut kommentierte Bibelausgaben lesen. Sonst gerät man leicht auf Abwege und findet sich dann bei den Adventisten oder sonstwo wieder. :blinker:
Kannst Du vieleicht eine empfehlen?
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 27. Dezember 2010, 22:23

Pit hat geschrieben:Kannst Du vieleicht eine empfehlen?
Ja.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Melody » Montag 27. Dezember 2010, 22:26

Zweihundertneunundvierzig [Punkt] *schluck* :glubsch:

Nee, mir muss momentan meine "Einheitsübersetzung" genügen...
Und dazu im Vergleich manchmal meine Lutherbibel aus evangelischen Zeiten...
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Pit » Montag 27. Dezember 2010, 22:34

lifestylekatholik hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Kannst Du vieleicht eine empfehlen?
Ja.
Schön, aber es sprechen für mich zwei Punkte dagegen:
1) Ich kann kein Latein.
2) Sie ist zu teuer für mein Budget.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Miserere Nobis Domine » Montag 27. Dezember 2010, 23:37

Für alle, die die Einheizübersetzung leid sind: Die Herder-Bibel / Benedikt-Bibel gibts für 4,95 Euro. http://www.arvelle.de/product_info.php/ ... Bibel.html

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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Jacinta » Dienstag 28. Dezember 2010, 06:09

Pit hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Viele Evangelen haben Augustinus gar nicht gelesen. ....
Ich behaupte einmal, daß der Grossteil der früher gelebten wie auch heute lebenden Katholiken auch noch nicht die Werke von Augustinus gelesen hat- unf ich sehe auch keine Notwendigkeit darin.
Lies mal die "Bekenntnisse".
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.

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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Jacinta » Dienstag 28. Dezember 2010, 06:11

Melody hat geschrieben:Zweihundertneunundvierzig [Punkt] *schluck* :glubsch:

Nee, mir muss momentan meine "Einheitsübersetzung" genügen...
Und dazu im Vergleich manchmal meine Lutherbibel aus evangelischen Zeiten...
Bei ebay gibts die Light-Version der Allioli-Übersetzung schon für wenige Euronen.
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.

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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von holzi » Dienstag 28. Dezember 2010, 08:22

Pit hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Kannst Du vieleicht eine empfehlen?
Ja.
Schön, aber es sprechen für mich zwei Punkte dagegen:
1) Ich kann kein Latein.
2) Sie ist zu teuer für mein Budget.
Wieso Latein? :hae?: Die Allioli-Bibel ist auf Deutsch! Der Preis ist allerdings in der Tat recht deftig. Du kriegst aber für viel weniger Geld mit der Pattlochübersetzung (Hamp/Stenzel/Kürzinger) auch eine recht gute Überstzung.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von Peti » Dienstag 28. Dezember 2010, 08:25

Neben Bibel und Katechismus
vor allem gute Heiligenbiographien.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Essentielle Litteratur: Was muß ein Katholik gelesen haben?

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 28. Dezember 2010, 10:13

Pit hat geschrieben:1) Ich kann kein Latein.
So what?
Pit hat geschrieben:2) Sie ist zu teuer für mein Budget.
Ausrede. Spar halt mal sechs Monate drauf. Das sind pro Monat 42 Euro; das sollte machbar sein. Außerdem gibt es, wenn ich recht informiert bin, von der Ausgabe beim Verlag Mängelexemplare, die für einen reduzierten Preis erhältlich sind. Und schließlich gibt’s die auch antiquarisch. Ich sehe es allerdings nicht für meine Aufgabe an, dir wie einem Kleinkind alle Suche und Mühe abzunehmen, sondern nur dich auf die rechte Spur zu setzen. Verfolgen musst du sie schon selber.
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