Legionäre Christi

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Abendsonne
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Abendsonne » Mittwoch 31. August 2011, 19:56

oh mann jetzt mach ich mir aber echt Sorgen um meinen Ex!
Wenn ich richtig gelesen habe dann ist die LC so eine Art Sekte??????
Habe in einem Bericht in einem anderen Forum gelesen wo jemand schrieb das man sich mit denen nicht einlassen solle, denn es könne sein das die einen von Ihren Ideen überzeugen wollen und quasi Gehirnwäsche mit einem [Punkt]
Kann mir da mal gerade jemand weiter helfen????
In wie fern ist das wahr????

iustus
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von iustus » Mittwoch 31. August 2011, 21:58

Die Legionäre Christi sind keineswegs eine Sekte. Wer das behauptet, für den sind auch Katholiken, die den Rosenkranz beten, fanatische Anhänger einer Sekte.

Bei den Legionären Christi handelt es sich um eine anerkannte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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holzi
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von holzi » Mittwoch 31. August 2011, 22:14

iustus hat geschrieben:Die Legionäre Christi sind keineswegs eine Sekte. Wer das behauptet, für den sind auch Katholiken, die den Rosenkranz beten, fanatische Anhänger einer Sekte.

Bei den Legionären Christi handelt es sich um eine anerkannte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche.
Sie hatten aber zeitweise sektenhafte Tendenzen. (Absoluter Gehorsam gegenüber dem Gründer, Feier der Gründerfeste, Verehrung des Gründers, etc.) Das sollte aber nach der Visitation und ihren Folgen mittlerweile Vergangenheit sein.
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Abendsonne » Mittwoch 31. August 2011, 23:21

dachte halt nur weil wenn man die bei Google eingibt da liesst man nur sowas!Aber gut - ich glaube euch;)

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von ChrisCross » Mittwoch 31. August 2011, 23:27

Abendsonne hat geschrieben:dachte halt nur weil wenn man die bei Google eingibt da liesst man nur sowas!Aber gut - ich glaube euch;)
Ja, und wenn man Tageszeitung liest, hört man nur von Missbrauchsfällen. Bei die katholische Kirche betreffenden Texten sollte man immer Vorsicht walten lassen. Alles andere ist bei unserem heutigen Journalismus grob fahrlässig.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Abendsonne » Mittwoch 31. August 2011, 23:55

ja da hast du Recht;)

iustus
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von iustus » Donnerstag 1. September 2011, 07:51

Hast Du diesen Thread schon ab Seite 1 gelesen? Ich glaube, da bekommst Du auch einen kleinen Eindruck.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Senensis » Donnerstag 1. September 2011, 10:53

Was ich mitbekomme von Tätigkeiten einiger LC-Priester hier in der Gegend, ist auch durchwegs gut und katholisch, sehr erfreulich. Abendsonne :) das Internet ist wirklich keine gute Quelle für sowas :)
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Abendsonne » Donnerstag 1. September 2011, 12:43

danke;) ich glaube euch;)

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von HeGe » Montag 5. September 2011, 12:00

Seriöser Journalismus: :kotz:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/legio ... -1.1138594

Ich habe gehört, die Legionäre Christi vergiften auch Brunnen und fressen kleine Kinder. :roll:
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Melody » Montag 5. September 2011, 12:08

Die Ordensschwester der Gemeinschaft "Verbum Dei" hat bei der katholischen Nachrichtenagentur Zenit mitgearbeitet, ein Projekt von Legionären, wie auch das Internetportal kath.net.
:hae?:
Seit wann ist kath.net ein Projekt der Legionäre Christi?! :achselzuck:
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von HeGe » Montag 5. September 2011, 12:24

Melody hat geschrieben:Seit wann ist kath.net ein Projekt der Legionäre Christi?! :achselzuck:
Vielleicht ist das nur falsch formuliert und es soll nur heißen, dass diese Ordensschwester auch bei kath.net mitgearbeitet hat. :hmm: Also statt des "das" müsste dort ein "beim" stehen.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Niels » Montag 5. September 2011, 14:43

Oh Mann, "Süddeutsche " halt... :patsch: - Da nimmt man's mit der Wahrheit meistens nicht so genau. Hauptsache: eine reißerische Überschrift...
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von cantus planus » Montag 5. September 2011, 14:52

Melody hat geschrieben:
Die Ordensschwester der Gemeinschaft "Verbum Dei" hat bei der katholischen Nachrichtenagentur Zenit mitgearbeitet, ein Projekt von Legionären, wie auch das Internetportal kath.net.
:hae?:
Seit wann ist kath.net ein Projekt der Legionäre Christi?! :achselzuck:
Kath.net ist kein Projekt der Legionäre, und die Gemeinschaft "Verbum Dei" hat auch nichts mit den Legionären zu tun. Was dort über Bischof Schraml und Papst Benedikt XVI. phantasiert wird, ist auch ziemlich lachhaft. :vogel:
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von ChrisCross » Montag 5. September 2011, 21:31

HeGe hat geschrieben:Seriöser Journalismus: :kotz:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/legio ... -1.1138594

Ich habe gehört, die Legionäre Christi vergiften auch Brunnen und fressen kleine Kinder. :roll:
Dann wird das wohl stimmen. Im Zweifel immer gegen den Angeklagten.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Hubertus » Montag 5. September 2011, 22:39

Traurig ist ja, daß sich Zeitungen solche Artikel leisten können und dennoch als "Qualitätspresse" wahrgenommen werden. Für mich, der ich doch ein wenig Einblick in kirchliche und auch theologische Fragen zu haben glaube, war das jedenfalls vor wievielen Jahren der Auslöser, das Abonnement dieses Druckerzeugnisses zu beenden. Wenn man sich solche Klöpse auf diesem Gebiet leistet, wie kann man dann in anderen Bereichen noch als seriös wahrgenommen werden?
Aber ich weiß schon: Große Teile der Öffentlichkeit wollen ja gar nicht informiert, sondern lediglich in den eigenen Vorurteilen bestätigt werden. :würg:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von cantus planus » Dienstag 6. September 2011, 10:51

Hubertus hat geschrieben:Traurig ist ja, daß sich Zeitungen solche Artikel leisten können und dennoch als "Qualitätspresse" wahrgenommen werden. Für mich, der ich doch ein wenig Einblick in kirchliche und auch theologische Fragen zu haben glaube, war das jedenfalls vor wievielen Jahren der Auslöser, das Abonnement dieses Druckerzeugnisses zu beenden.
:daumen-rauf:
Hubertus hat geschrieben:Wenn man sich solche Klöpse auf diesem Gebiet leistet, wie kann man dann in anderen Bereichen noch als seriös wahrgenommen werden?
Ich habe in meiner Verwandtschaft Leute, die im Bankbereich tätig sind und einige Naturwissenschaftler. Die bestätigen mir einhellig, dass die Artikel zu diesem Themen ebenso ein einziger Murks sind und man die groteskesten Fehler schon vermeiden könnte, wenn man einmal - nur einmal! - googlen würde...
Hubertus hat geschrieben:Aber ich weiß schon: Große Teile der Öffentlichkeit wollen ja gar nicht informiert, sondern lediglich in den eigenen Vorurteilen bestätigt werden. :würg:
Das ist womöglich ein Grund: geliefert wird, was der Markt erwartet. Journalistischer Berufsethos existiert nicht mehr, was von den Großen der Zunft ja ziemlich einhellig beklagt wird. Darüberhinaus mangelt es schlicht am Handwerkszeug: saubere Recherche, Quellenprüfung und -bewertung, Rechtschreibung, Grammatik, Allgemeinbildung...
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von iustus » Dienstag 6. September 2011, 11:45

cantus planus hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Aber ich weiß schon: Große Teile der Öffentlichkeit wollen ja gar nicht informiert, sondern lediglich in den eigenen Vorurteilen bestätigt werden. :würg:
Das ist womöglich ein Grund: geliefert wird, was der Markt erwartet. Journalistischer Berufsethos existiert nicht mehr, was von den Großen der Zunft ja ziemlich einhellig beklagt wird. Darüberhinaus mangelt es schlicht am Handwerkszeug: saubere Recherche, Quellenprüfung und -bewertung, Rechtschreibung, Grammatik, Allgemeinbildung...
Und bedenkt: Das alles nimmt Zeit in Anspruch - Zeit von Arbeitskräften und damit kostet es Personalkosten. Das wirkt sich auf den Zeitungspreis aus.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von cantus planus » Dienstag 6. September 2011, 12:33

iustus hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Aber ich weiß schon: Große Teile der Öffentlichkeit wollen ja gar nicht informiert, sondern lediglich in den eigenen Vorurteilen bestätigt werden. :würg:
Das ist womöglich ein Grund: geliefert wird, was der Markt erwartet. Journalistischer Berufsethos existiert nicht mehr, was von den Großen der Zunft ja ziemlich einhellig beklagt wird. Darüberhinaus mangelt es schlicht am Handwerkszeug: saubere Recherche, Quellenprüfung und -bewertung, Rechtschreibung, Grammatik, Allgemeinbildung...
Und bedenkt: Das alles nimmt Zeit in Anspruch - Zeit von Arbeitskräften und damit kostet es Personalkosten. Das wirkt sich auf den Zeitungspreis aus.
Nach dieser Logik hätten die Zeitungen in den vergangenen 20 Jahren ja deutlich billiger werden müssen. Sind sie aber nicht. Sie sind sukzessive teurer geworden, während immer mehr Redaktionen aufgelöst und Journalistenstellen gestrichen wurden. Heute schreiben viele nur noch Agenturmeldungen ab und blähen sie mit Wissen auf, welches sie zu haben meinen, aber in Wirklichkeit oft genug blanker Unsinn ist. Abgesehen davon, dass es kaum noch einen Unterschied zwischen Tatsachen und Meinungen gibt.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von iustus » Dienstag 6. September 2011, 12:38

cantus planus hat geschrieben:
iustus hat geschrieben: Und bedenkt: Das alles nimmt Zeit in Anspruch - Zeit von Arbeitskräften und damit kostet es Personalkosten. Das wirkt sich auf den Zeitungspreis aus.
Nach dieser Logik hätten die Zeitungen in den vergangenen 20 Jahren ja deutlich billiger werden müssen. Sind sie aber nicht.
Du hast ja oben schon darauf hingewiesen, dass es selten nur einen Grund gibt. Die Zeitungen sind auch wegen der zurückgehenden Werbeeinnahmen nicht billiger geworden. Es gibt immer mehrere Gründe.

Aber sicher ist, dass eine sorgfältige Recherche und Rechtschreibprüfung Zeit in Anspruch nimmt und damit Personalkosten entstehen. Dass diese auch aus anderen Einnahmen als dem Zeitungspreis gedeckt werden könnten, mag sein.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von cantus planus » Dienstag 6. September 2011, 12:43

Ja, aber deshalb abonniert man ja eine Zeitung. Wenn ich knappe Meldungen ohne Hintergrund will, lese ich direkt den DPA-Ticker. Wenn ich Meinungen mit Rechtschreibfehlern will, lese ich Blogs. Für allgemeine Informationen gibt es Lexika.

Diese Informationen zu verbinden und zu verarbeiten ist eben die Aufgabe der Redaktionen. Dazu haben sie die Möglichkeiten und auch die Zeit. Mit dem Tempo von Internet und Fernsehen kann die Tageszeitung ohnehin nicht mithalten, also muss sie Qualität und Hintergrund liefern. Wenn die Redaktionen diese Arbeit nicht mehr leisten können und wollen, gibt es keinen Grund mehr, die entsprechende Zeitung zu abonnieren. Und wenn die Abozahlen sinken, wird eben auch das Inseratengeschäft uninteressant.

Mir scheint die Krise ziemlich hausgemacht.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von iustus » Dienstag 6. September 2011, 12:53

cantus planus hat geschrieben:Ja, aber deshalb abonniert man ja eine Zeitung. Wenn ich knappe Meldungen ohne Hintergrund will, lese ich direkt den DPA-Ticker. Wenn ich Meinungen mit Rechtschreibfehlern will, lese ich Blogs. Für allgemeine Informationen gibt es Lexika.
Das mögen viele so sehen. Oben schriebst Du aber - wie ich meine nicht zu Unrecht - dass vielleicht einfach nur geliefert wird, was der Markt erwartet. Andere haben eventuell andere Erwartungen als Du.

Ich sehe das letztlich genauso wie Du. Auch ich erwarte seriösen Journalismus und meine, ihn - in der Regel zumindest (Deckers bestätigt als Ausnahme die Regel) - bei der FAZ zu finden.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von HeGe » Dienstag 6. September 2011, 14:57

Melody hat geschrieben:
Die Ordensschwester der Gemeinschaft "Verbum Dei" hat bei der katholischen Nachrichtenagentur Zenit mitgearbeitet, ein Projekt von Legionären, wie auch das Internetportal kath.net.
:hae?:
Seit wann ist kath.net ein Projekt der Legionäre Christi?! :achselzuck:
kath.net schreibt zu dem Thema: http://www.kath.net/detail.php?id=32952
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Yeti » Dienstag 6. September 2011, 19:30

cantus planus hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Traurig ist ja, daß sich Zeitungen solche Artikel leisten können und dennoch als "Qualitätspresse" wahrgenommen werden. Für mich, der ich doch ein wenig Einblick in kirchliche und auch theologische Fragen zu haben glaube, war das jedenfalls vor wievielen Jahren der Auslöser, das Abonnement dieses Druckerzeugnisses zu beenden.
:daumen-rauf:
Hubertus hat geschrieben:Wenn man sich solche Klöpse auf diesem Gebiet leistet, wie kann man dann in anderen Bereichen noch als seriös wahrgenommen werden?
Ich habe in meiner Verwandtschaft Leute, die im Bankbereich tätig sind und einige Naturwissenschaftler. Die bestätigen mir einhellig, dass die Artikel zu diesem Themen ebenso ein einziger Murks sind und man die groteskesten Fehler schon vermeiden könnte, wenn man einmal - nur einmal! - googlen würde...
Hubertus hat geschrieben:Aber ich weiß schon: Große Teile der Öffentlichkeit wollen ja gar nicht informiert, sondern lediglich in den eigenen Vorurteilen bestätigt werden. :würg:
Das ist womöglich ein Grund: geliefert wird, was der Markt erwartet. Journalistischer Berufsethos existiert nicht mehr, was von den Großen der Zunft ja ziemlich einhellig beklagt wird. Darüberhinaus mangelt es schlicht am Handwerkszeug: saubere Recherche, Quellenprüfung und -bewertung, Rechtschreibung, Grammatik, Allgemeinbildung...
Ich empfehle die "Neue Zürcher Zeitung". Die war schon seit ein paar Jahren besser als die FAZ, ihr Feuilleton ist es seit dem Weggang von Marcel Reich-Ranicki sowieso. Was bundesdeutsche Zeitungen aus politischer Korrektheit nicht berichten, findet man dort. Und über die Kirche wird sehr ausgewogen informiert.
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von incarnata » Dienstag 6. September 2011, 20:08

Was ist jetzt wirklich dran an den Geldschwierigkeiten der Legionäre ? Ich habe denen früher immer wieder mal etwas für ihre Seminaristenausbildung gespendet,da ich die Art,wie sie die hl. Messe feiern sehr würdig finde und die adeligen Namen oft schlesischer Herkunft mir eher ein Gütesigel schienen.Dann war ich entsetzt darüber,dass an den schon lange kolportierten Missbrauchsgerüchten über ihren Gründer doch so viel Wahres dran war und auch an denen über den Reichtum des Ordens.
Da habe ich das Spenden eingestellt. Jetzt freue ich mich aber doch darüber,dass sie auch in Deutschland so viel Zulauf haben,dass sie ihr Seminar erweitern wollen und deshalb umziehen.Deutschland bräuchte so dringend konsequent katholische junge Priester.Problematisch ist allerdings,dass viele,kaum dass sie geweiht sind gar nicht mehr in Deutschland eingesetzt werden.
Also was tun ? Wieder spenden oder lieber doch nicht?An die Petrusbrüder zu spenden ist auch eine gute Adresse-nur die werden leider auch nicht in der allgemeinen Gemeindearbeit eingesetzt-tragen aber wenigstens das Netz der Messorte der tradierten Form. Schön wäre es aber wenn diese statt in so entstehenden Sondergemeinden regelmässig auch in den "normalen" Pfarren angeboten würden.Wie stehen denn die Legionäre zur tradierten Messform ? Wird diese an deren Seminaren auch gelehrt ?
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Maurus » Dienstag 6. September 2011, 21:59

incarnata hat geschrieben:Was ist jetzt wirklich dran an den Geldschwierigkeiten der Legionäre ? Ich habe denen früher immer wieder mal etwas für ihre Seminaristenausbildung gespendet,da ich die Art,wie sie die hl. Messe feiern sehr würdig finde und die adeligen Namen oft schlesischer Herkunft mir eher ein Gütesigel schienen.Dann war ich entsetzt darüber,dass an den schon lange kolportierten Missbrauchsgerüchten über ihren Gründer doch so viel Wahres dran war und auch an denen über den Reichtum des Ordens.
Da habe ich das Spenden eingestellt. Jetzt freue ich mich aber doch darüber,dass sie auch in Deutschland so viel Zulauf haben,dass sie ihr Seminar erweitern wollen und deshalb umziehen.Deutschland bräuchte so dringend konsequent katholische junge Priester.Problematisch ist allerdings,dass viele,kaum dass sie geweiht sind gar nicht mehr in Deutschland eingesetzt werden.
Also was tun ? Wieder spenden oder lieber doch nicht?An die Petrusbrüder zu spenden ist auch eine gute Adresse-nur die werden leider auch nicht in der allgemeinen Gemeindearbeit eingesetzt-tragen aber wenigstens das Netz der Messorte der tradierten Form. Schön wäre es aber wenn diese statt in so entstehenden Sondergemeinden regelmässig auch in den "normalen" Pfarren angeboten würden.Wie stehen denn die Legionäre zur tradierten Messform ? Wird diese an deren Seminaren auch gelehrt ?
Wären die Legionäre überhaupt grundsätzlich zu einem Einsatz in Pfarreien (als Pfarrer oder Vikar) bereit?

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Sempre » Freitag 30. September 2011, 22:30

Das mexikanische Fernsehn berichtete am 22/09/2011: Die letzten Tage der Herrschaft von Marcial Maciel

Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Niels » Donnerstag 13. Oktober 2011, 15:39

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Sperling » Donnerstag 20. Oktober 2011, 11:54

Und woher haben die Legionäre Christi plötzlich meine Adresse, frage ich mich momentan?

Ich habe noch nie von denen Post bekommen, auch noch nie dort gespendet - und vorige Woche eine Bettelbrief mit Zahlschein, heute ein anderer, wieder mit Zahlschein, und zwar namentlich adressiert :aergerlich:

Also, wenn ich alleine bedenke, wieviel der Druck und Versand solcher Briefe an "Unbekannte" kostet, wäre das für mich ein Grund, nicht zu spenden... :dudu:

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von iustus » Freitag 17. Februar 2012, 17:43

P. Sylvester Heereman LC wird Generalvikar der Kongregation und der Apostolatsbewegung Regnum Christi

http://www.regnumchristi.org/deutsch/ar ... d=3629%2F
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von Benedikt » Montag 27. Februar 2012, 11:25

Iniitiert durch Malen Oriol, ein spanisches "konsekriertes" Mitglied, haben rund 20 Frauen das Regnum Christi verlassen und in Chile eine Öffentliche Vereinigung von Gläubigen gegründet. Diese Vereinigung wurde jüngst durch den Erzbischof von Chile unter dem Namen Totus Tuus kanonisch errichtet. Mehr
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Re: Legionäre Christi

Beitrag von HeGe » Freitag 12. Oktober 2012, 13:03

gloria.tv hat geschrieben:Leiter der «Legionäre Christi» nimmt Auszeit

(gloria.tv/ KNA) Der Generalobere der «Legionäre Christi», Alvaro Corcuera (55), hat sich von der Leitung des Ordens und der Laienvereinigung «Regnum Christi» für ein Jahr beurlauben lassen. Er habe einsehen müssen, dass er nicht über die notwendige Gesundheit und Kraft verfüge, um «in diesem historischen Augenblick» die Anforderungen der Gesamtleitung zu erfüllen, schrieb der mexikanische Geistliche in einem am Donnerstag vom Orden veröffentlichten Brief an seine Gemeinschaft. Die Leitung übernehme übergangsweise der Generalvikar der Legionäre, der Deutsche Sylvester Heereman (38). [...]
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