Abtötungen - warum?

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Pit
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Abtötungen - warum?

Beitrag von Pit » Dienstag 28. Juli 2009, 22:50

Hallo,

ich lese gerade im "Weg" von Escriva und habe eine Frage:
Welchen Sinn sollen körperliche Abtötungen (Stichwort:Bußband/Geißel usw.) haben?

LG
Pit
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incarnata
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von incarnata » Mittwoch 29. Juli 2009, 00:32

Es ist eine uralte Übung durch die Beherrschung des Körpers sich mehr und mehr von dessen Forderungen,die uns ja oft zur Sünde verführen-sei es durch übermässiges Essen und Trinken,Trägheit,Eitelkeit oder sexuelle Ausschweigungen frei zu machen und so geistig-geistlich weiterzukommen.Hinter dem sich-Zufügen von Schmerzen mittels Bußgürtel,Geisselung etc steht vor allem der Gedanke sich als Busse für eigene oder fremde Verfehlungen mit Christus auf dem Kreuzweg zu vereinen.Der Pfarrer von Ars hat ja auf diese Weise mit dem Teufel um die Seelen seiner Pfarrkinder gerungen.Aus heutiger,psychologisch geschulter Sicht ist dazu allerdings zu sagen,dass man dabei aufpassen muss,ob man nicht damit pathologischen Selbstbestrafungstendenzen der Psyche frönt-oder aber gar einer geheimen masochistischen Ader.
Die Übung insbesondere zu bestimmten Zeiten z.B. vor Ostern,im Rahmen einer Novene wegen eines bestimmten Anliegens und zur Unterstützung der Kraft des Gebetes zu fasten ist dagegen unproblematischer und für uns Menschen einer Überflussgesellschaft auch auf rein körperlicher Ebene oft ein heilsames Erlebnis.Beim ganz strengen Fasten,bei dem nicht gegessen und nur Tee oder Gemüsebrühe getrunken wird,sollte allerdings auch vorher klar sein,dass man körperlich und psychisch gesund ist.Und man muss sich davor hüten den Stolz darauf zu züchten,was für ein toller Hecht man ist,dass man so lange fasten kann:es geht darum aus Liebe zum Herrn auf durchaus Schönes und Erlaubtes zu verzichten und nicht darum,sich selbst was zu beweisen !In dieser Hinsicht sind die kleinen Schritte,die die kleine Therese lehrt und die keiner sieht eine sicher nicht gesundheitsschädliche Variante Christus seine Liebe zu zeigen:das Ertragen von Widrigkeiten,ohne zu brummen,sich mal nicht bequem setzen,wenn man könnte,auf ein zusätzliches Brötchen beim Frühstück verzichten oder das letzte Stück Schinken zu Gunsten eines anderen Familienmitglieds,trotz Müdigkeit noch eine ungeliebte Arbeit verrichten und Ähnliches.Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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lifestylekatholik
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 29. Juli 2009, 08:10

Pit hat geschrieben:ich lese gerade im "Weg" von Escriva und habe eine Frage:
Welchen Sinn sollen körperliche Abtötungen (Stichwort:Bußband/Geißel usw.) haben?
Welchen Sinn soll überhaupt dieses ständige In-die-Kirche-rennen und Esspapierschlucken haben? Liebt Gott dich sonst etwa nicht?

Mann, Mann, es gibt schon seltsame Fragen!
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von HeGe » Mittwoch 29. Juli 2009, 13:39

Pit hat geschrieben:Hallo,

ich lese gerade im "Weg" von Escriva und habe eine Frage:
Welchen Sinn sollen körperliche Abtötungen (Stichwort:Bußband/Geißel usw.) haben?

LG
Pit
Welchen Sinn hat das Fasten?

Letztlich ist jede Form der Askese auch eine Form der "körperlichen Abtötung". Wo ziehst du die Grenze zwischen ehrfürchtigem Verhalten, religiösen Geboten und körperlicher Abtötung?

Ist es Abtötung, in der Kirche zu knien? Wohl nicht. Wenn du aber 2 Stunden ununterbrochen kniest? Möglicherweise sogar noch ohne Polster unten den Knien? Möglicherweise sogar noch auf einem kleinen Säckchen voll Erbsen?

Ich habe vor einigen Jahren mal die Heilige Stiege in Rom auf den Knien erstiegen und kann sagen, dass das eine sehr schmerzhafte Erfahrung war. Um den damit verbundenen Ablass zu erhalten, habe ich es aber gerne gemacht.

Welchen Sinn hat es, dass Gott für uns gelitten hat?

Ich denke nicht, dass es heilsnotwendig ist, sich für Gott Schmerzen zuzufügen und im Gegenteil mag es da auch Extremformen geben, die eher schlecht sind, aber niemand ist ja dazu gezwungen. Und wie gesagt, was manche als relgiösen Wahn sehen mögen, ist für andere ehrfürchtige Anbetung und Nachempfinden der Leiden Christi.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Linus
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Linus » Mittwoch 29. Juli 2009, 14:09

Ich geißle den Körper
"Wir empfinden es als normal, uns selbst Härte abzuverlangen, um körperliche Vollkommenheit zu erlangen. Warum aber wird es als merkwürdig empfunden, den Körper abzutöten, um geistige Vollkommenheit
zu erlangen?" - fragt sich Brian Pessaro. Er ist ein Familienvater aus Florida, nicht Mitglied im Opus Dei, und erklärt im US-Internetmagazin "Godspy", wieso er körperliche Buße für sinnvoll hält.
12.4.27
von Brian Pessaro
weiter:
http://www.opusdei.de/art.php?p=22336
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Pit
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Pit » Mittwoch 29. Juli 2009, 16:40

Hallo incarnata,

danke für die Infos, da ist mir einiges verständlicher geworden.
Übrigens sehe ich auch die Gefahr, es aus purer Geltungslust zu übertreiben, weshalb Franz von Sales auch dazu riet, Bussübungen - auch welche, die in Form von verzicht bestehen- nur (!) in Absprache mit dem Beichtvater oder geistlichem Begleiter vorzunehmen.

LG
Pit
incarnata hat geschrieben:Es ist eine uralte Übung durch die Beherrschung des Körpers sich mehr und mehr von dessen Forderungen,die uns ja oft zur Sünde verführen-sei es durch übermässiges Essen und Trinken,Trägheit,Eitelkeit oder sexuelle Ausschweigungen frei zu machen und so geistig-geistlich weiterzukommen.Hinter dem sich-Zufügen von Schmerzen mittels Bußgürtel,Geisselung etc steht vor allem der Gedanke sich als Busse für eigene oder fremde Verfehlungen mit Christus auf dem Kreuzweg zu vereinen....Aus heutiger,psychologisch geschulter Sicht ist dazu allerdings zu sagen,dass man dabei aufpassen muss,ob man nicht damit pathologischen Selbstbestrafungstendenzen der Psyche frönt-oder aber gar einer geheimen masochistischen Ader.
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 29. Juli 2009, 16:49

Es gibt auf diesem Gebiet, dessen Tradition wohl so alt ist wie Kirche selbst, viele Gefahren, wie incarnata auch aufgezeigt hat. Ich selbst besaß auch einmal so einen Gürtel…bis meine Oma ihn auf den Müll geworfen hat. ;)
Ich glaube, meine Intention war damals: Ännchen, Du kannst beruhigt sein, Du bist eine Superkatholikin, Du machst sogar etwas, was aus Deiner Klasse niemand macht. Und das ist nicht gut.
Ein anderes Mal hatte die "Disziplin" mich so weit gebracht, daß ich mich erregt fühlte. Ich dachte, das müßte so sein, das ist Mystik. Wie man sich irren kann. :vogel:
???

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Pit » Mittwoch 29. Juli 2009, 16:52

Meine Frage war und ist ernst gemeint, da ich noch Verständnisprobleme habe- also bitte keinen Zynismus. ;)
Was das In-die-Kirche-rennen betrifft:
Wenn nicht die Glaubensüberzeugung dahintersteckt, bringt es wenig- oder um beim Thema Abtötungen zu bleiben:
Wenn ich am Sonntag Morgen in die Messe gehe, obwohl ich statt dessen auch bei 29 Grad im Schatten am Kanal liegen bzw. im selbigen baden könnte, dann macht es Sinn und ist das auch eine Form der Abtötung im Sinne Escrivas (Kampf gegen egoistische Neigungen).
lifestylekatholik hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:ich lese gerade im "Weg" von Escriva und habe eine Frage:
Welchen Sinn sollen körperliche Abtötungen (Stichwort:Bußband/Geißel usw.) haben?
Welchen Sinn soll überhaupt dieses ständige In-die-Kirche-rennen und Esspapierschlucken haben? Liebt Gott dich sonst etwa nicht?

Mann, Mann, es gibt schon seltsame Fragen!
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Florianklaus » Mittwoch 29. Juli 2009, 17:09

@Pit: Deine Frage ist keineswegs seltsam, sondern absolut nachvollziehbar. Im übrigen halte ich geistlichen Hochmut für ein sehr gefährliches Laster. Deshalb mein Motto: Man muß auch mal auf ein Opfer/eine Bußübung verzichten können! :)

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 29. Juli 2009, 19:07

Florianklaus hat geschrieben:@Pit: Deine Frage ist keineswegs seltsam, sondern absolut nachvollziehbar.
Klar, wenn’s ein Neuling wäre. Aber jemand, der hier schon weit über 4000 Posts hat? :hae?:
Florianklaus hat geschrieben:Im übrigen halte ich geistlichen Hochmut für ein sehr gefährliches Laster. Deshalb mein Motto: Man muß auch mal auf ein Opfer/eine Bußübung verzichten können! :)
Solcherart selbstgefällig-augenzwinkernden Spießertums finde ich allerdings körperlich widerlich.
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Pit » Mittwoch 29. Juli 2009, 19:23

Und weil ich seit 2004 4000 beiträge geschrieben habe, alos nicht neu im Forum bin, muß ich über alle möglichen Themen bescheid wissen und darf nicht mehr fragen?
Das ist mir unverständlich!
lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:@Pit: Deine Frage ist keineswegs seltsam, sondern absolut nachvollziehbar.
Klar, wenn’s ein Neuling wäre. Aber jemand, der hier schon weit über 4000 Posts hat? :hae?:

...
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 29. Juli 2009, 19:40

Pit hat geschrieben:Und weil ich seit 2004 4000 beiträge geschrieben habe, alos nicht neu im Forum bin, muß ich über alle möglichen Themen bescheid wissen und darf nicht mehr fragen?
Schon wieder so ne seltsame Frage. Wie kommst du zu der Auffassung, du dürfest »nicht mehr fragen«?
Pit hat geschrieben:Das ist mir unverständlich!
Da sind wir schon zwei.
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Pit » Mittwoch 29. Juli 2009, 20:02

Was hat denn meine Frage bzgl. Abtötungen mit meiner Zeit im Forum zu tun?
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Chrysostomus » Mittwoch 29. Juli 2009, 21:34

Himmeldonnerwetterkreuzarschundwolkenbruch.

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Pit » Mittwoch 29. Juli 2009, 22:15

Chrysostomus hat geschrieben:Himmeldonnerwetterkreuzarschundwolkenbruch.
Nana, als Christ soll man nicht solche Worte benutzen, verdammtnochmal. :pfeif: :unbeteiligttu:
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Florianklaus » Donnerstag 30. Juli 2009, 10:44

lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:@Pit: Deine Frage ist keineswegs seltsam, sondern absolut nachvollziehbar.
Klar, wenn’s ein Neuling wäre. Aber jemand, der hier schon weit über 4000 Posts hat? :hae?:
Florianklaus hat geschrieben:Im übrigen halte ich geistlichen Hochmut für ein sehr gefährliches Laster. Deshalb mein Motto: Man muß auch mal auf ein Opfer/eine Bußübung verzichten können! :)
Solcherart selbstgefällig-augenzwinkernden Spießertums finde ich allerdings körperlich widerlich.

Daß Du psychosomatische Ausfallerscheinungen hast, glaube ich Dir gerne. Nebenbei gefragt: Wieso steht das Objekt Deines letzten Satzes eigentlich im Genitiv? :)

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von lifestylekatholik » Donnerstag 30. Juli 2009, 14:50

Florianklaus hat geschrieben:Nebenbei gefragt: Wieso steht das Objekt Deines letzten Satzes eigentlich im Genitiv? :)
Verb des Empfindens, was denn sonst? :narr:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von Marion » Donnerstag 30. Juli 2009, 15:10

Pit hat geschrieben:Hallo,

ich lese gerade im "Weg" von Escriva und habe eine Frage:
Welchen Sinn sollen körperliche Abtötungen (Stichwort:Bußband/Geißel usw.) haben?

LG
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Mich interessiert das auch.
Es gibt einige Heilige die das getan haben.
Nicht nur fasten, oder sich überwinden auch bei Müdigkeit Dinge zutun etc. sondern Dinge tun die heute zumindest unter pervers laufen. Sich peitschen, sich stundenlang ans Kreuz hängen lassen und was es da alles noch gibt.
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von holzi » Donnerstag 30. Juli 2009, 15:16

Ist nicht auch das Kreuzganglesen manchmal so gut wie eine Abtötung?

Duckundschnellwegrenn! :P
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von HeGe » Freitag 31. Juli 2009, 13:50

holzi hat geschrieben:Ist nicht auch das Kreuzganglesen manchmal so gut wie eine Abtötung?
Vielleicht sind die ganzen liturgischen Missbräuche der letzten Jahrzehnte ja in Wirklichkeit auch insgeheim nur eine Bußübung, die den Gläubigen abverlangt werden soll! :D

Der NOM, das moderne Flagellantentum! :freude:
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von anneke6 » Freitag 31. Juli 2009, 13:52

lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Nebenbei gefragt: Wieso steht das Objekt Deines letzten Satzes eigentlich im Genitiv? :)
Verb des Empfindens, was denn sonst? :narr:
Mit dem Genitiv stehe ich des öfteren auf Kriegsfuß. Mein Standardfehler, der erst an der Uni korrigiert wurde war mein Spruch: "Gesetzt des Falles…"wie man sieht, manchmal ist auch der Genitiv des Akkusativs Tod.
???

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von civilisation » Freitag 31. Juli 2009, 13:59

HeGe hat geschrieben:
holzi hat geschrieben:Ist nicht auch das Kreuzganglesen manchmal so gut wie eine Abtötung?
Vielleicht sind die ganzen liturgischen Missbräuche der letzten Jahrzehnte ja in Wirklichkeit auch insgeheim nur eine Bußübung, die den Gläubigen abverlangt werden soll! :D

Der NOM, das moderne Flagellantentum! :freude:
Da magst Du im Recht sein, HeGe. - Eine "modernste Form des Flagellantentums" ist jedoch der kurzzeitige Aufenthalt in der Klausnerei und den momentan grassierenden Übergriffen auf die anderen Bereiche des Forums.

Da ich selbst dieser Form des Flagellantentums nicht gewachsen bin, und einfach nur römisch-katholisch bleiben will, halte ich es mit dem althergebrachten und überlieferten Sinnspruch: "In Allem das rechte (= richtige) Maß bewahren".

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von civilisation » Freitag 31. Juli 2009, 14:06

anneke6 hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben:Nebenbei gefragt: Wieso steht das Objekt Deines letzten Satzes eigentlich im Genitiv? :)
Verb des Empfindens, was denn sonst? :narr:
Mit dem Genitiv stehe ich des öfteren auf Kriegsfuß. Mein Standardfehler, der erst an der Uni korrigiert wurde war mein Spruch: "Gesetzt des Falles…"wie man sieht, manchmal ist auch der Genitiv des Akkusativs Tod.

Anmerkung der allgemeinen Art:


Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ... :ikb_wallbash: :motz:

Sind wir jetzt schon in einem Abtötungsbereich, der die Kritik an Rechtschreib- und sprachlichen Fehlern umfaßt?

N.B.: Ich bemühe mich zwar immer ein weitestgehend fehlerfreies Deutsch zu schreiben, aber es gelingt mir nicht immer. Auch nicht immer öfter. Und zudem bin ich auch noch recht resistent gegenüber Belehrungen dieser Art.

Kriegsfuß ist gut - aber wer lediglich auf die Form schaut, als auf den Inhalt ... das ist halt sein Ding.

Ich kann damit leben. Auch eine Art der Abtötung. Meine Art eben. :breitgrins:

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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von incarnata » Dienstag 4. August 2009, 13:08

So albern ist das gar nicht. Als die Liturgiereformwelle über Deutschland schwappte und meine Mutter im Beichtstuhl klagte sie könne aus lauter Ärger über die Dauerberieselung und Missbräuche keine rechte Andacht in der Hl. Messe mehr finden riet ihr der Beichtvater wahrhaftig,sie solle den Besuch dieser Messen doch als Akt der Busse wahrnehmen.
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Re: Abtötungen - warum?

Beitrag von anneke6 » Dienstag 4. August 2009, 13:25

Im Einzelfall mag das sogar zutreffen…auf Länger sollte man sich überlegen, wo man stattdessen zur Messe gehn könnte.
???

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