Gebetshaus Augsburg

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Debora
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Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Debora » Sonnabend 8. Januar 2011, 11:23

Ich wurde in den letzten Wochen immer wieder auf das Gebetshaus in Augsburg und den Leiter Johannes Hartl hingewiesen. Nun habe ich mir die HP angesehen und auch den Lifestream, da sie gerade eine Konferenz hatten und ich muss sagen, ich bin nicht sehr begeistert von dem was ich da gesehen und gehört habe. Sie sagen ja das sie eine katholische Prägung haben.

Kennt jemand diesen Ort näher?
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cantus planus
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 8. Januar 2011, 11:34

Jetzt, wo du's sagst erinnere ich mich, dass ich im letzten Jahr mal diese Seiten näher angeschaut habe. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Gute Idee, allzu charismatische Umsetzung.

Nicht mein Fall. :neinfreu:
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Debora » Sonnabend 8. Januar 2011, 17:26

Jetzt, wo du's sagst erinnere ich mich, dass ich im letzten Jahr mal diese Seiten näher angeschaut habe. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Gute Idee, allzu charismatische Umsetzung.
Wenn es nur das wäre, ich habe mir einige Lifestreams angesehen, da gibt es auch einige ordentliche liturgische Mißbräuche.

Und jedes zweite Wort ist das man Geld spenden soll, irgendwie ist das Ganze dubios. Ich habe auch noch nicht eruieren können, wo sie beten. Ist das eine Kapelle mit Allerheiligstem? Nirgendwo findet man etwas dazu, auch findet man nirgends Hinweise das eine hl. Messe gefeiert wird, irgendwie merkwürdig. Mir kommt das Ganze sehr pfingstlerisch und freikirchlich vor.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 8. Januar 2011, 17:36

Debora hat geschrieben: Mir kommt das Ganze sehr pfingstlerisch und freikirchlich vor.
Daran fühlte ich mich auch sofort erinnert.
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Gamaliel
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Gamaliel » Sonnabend 8. Januar 2011, 17:45

Ein Blick auf die Homepage verrät, daß das ganze Unternehmen von Subjektivismus und Sentimentalität nur so strotzt.

Was sie in Augsburg tun/wollen, beschreiben sie so:
Ein Gebetshaus ist ein Zimmer, ein Raum oder ein ganzes Zentrum. Was es zu einem Gebetshaus macht ist das Gebet: unsere Vision ist, Tag und Nacht, 24 Stunden und 365 Tage Fürbitte und Lobpreis nicht verstummen zu lassen. Stundenweise wechseln sich hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter ab, Gebetszeiten zu gestalten. Dabei kommen unterschiedliche Gebetsformen zum Einsatz, Musik spielt jedoch eine zentrale Rolle, außerdem ist unsere charismatische Spiritualität deutlich spürbar.
Ihre a-katholische Vision beschreiben sie so:
Unser Anliegen ist es, Menschen (egal ob schon Christen, oder nicht) zu helfen, einem Gott zu begegnen, der sie leidenschaftlich liebt. Wir tun dies, indem wir Häuser des Gebets aufbauen, in denen rund um die Uhr Fürbitte und Lobpreis geschieht. Unsere aus der charismatischen Erneuerung in der Kath. Kirche entstandene Initiative lebt ökumenische Offenheit und brennt dafür, Menschen für Jesus und für Gebet um einen Durchbruch in unserem Land zu begeistern.

Das Gebetshaus ist offiziell ein Werk innerhalb der CE (Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche) Deutschland und ist als solches auch im gesamtdeutschen Rat der CE vertreten. Als Realität in der Diözese Augsburg arbeiten wir eng mit dem vom Bischof für die CE Beauftragten (P. Wolfgang Held SAC) zusammen. Darüber hinaus gibt es viele gute ökumenische Kontakte zu verschiedenen ortsansässigen Freikirchen, sowie der evangelischen Kirche.
Das Projekt lebt von Spenden:
Jeder Gebetshaus-Missionar hat einen eigenen Spenderkreis, bei dessen Aufbau er auch Unterstützung von der Initiative erhält. Diese Spender spenden für einen bestimmten GebetshausMisisonar auf das e.V.-Konto. Der Missionar wird angestellt in der Höhe des Betrags, der für ihn gespendet wird. Dies ist also ein ganz normales Anstellungsverhältnis, das den Mitarbeiter jedoch in Mitverantwortlichkeit für das Fundraising nimmt.
Fazit: :/
Zuletzt geändert von Gamaliel am Sonnabend 8. Januar 2011, 22:12, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Pit » Sonnabend 8. Januar 2011, 18:29

Debora hat geschrieben: ...
Wenn es nur das wäre, ich habe mir einige Lifestreams angesehen, da gibt es auch einige ordentliche liturgische Mißbräuche.
....
Mißstände in Bezug auf die kirchliche Mess-Liturgie oder worin?
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Pit » Sonnabend 8. Januar 2011, 18:34

@ Gamaliel

Was kritisierst Du im Wesentlichen,
_ die Tatsache, daß dort idealerweise ununterbrochen Gebet stattfindet?
- die ökumenische Haltung, also,daß dort nicht nur Katholiken beten?
oder vieleicht,daß dort freies (nicht vorformuliertes) Beten usus ist?
Oder etwas ganz Anderes?
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Debora » Sonnabend 8. Januar 2011, 20:56

Bild

Hier nur ein Bild von der Hl. Messe, der Altar = Couchtisch stand auf der Bühne, das Hochgebet wurde eingenmächtiog verändert, konsekreiert wurden kleine Weißbrotwürfel, ein Kreuz liegt auch nicht auf dem Altar, aber das ist nur ein kleiner Teil der Dinge welche nicht in Ordnung waren.

Das war am nächsten Tag die Predigt wurde von dem evangelischen Pastor gehalten und dann sprach noch der Zelebrant vom vorigen Tag.

Bild

Tanzveranstaltung der Kinder während der hl. Messe

Bild
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 8. Januar 2011, 21:42

Sobald ich im April bei meinen Eltern zur Goldenen Hochzeit bin, werde ich JH mal fragen, was so alles läuft und wie.
Angefangen hat es unter dem vorletztem Pfarrer, der Leiter der CE im Bistum Augsburg ist und damals noch Pfarrer der Pfarrei Zwölf-Apostel (Beim Bild mit den Kindern, der Priester in der Mitte)
Als das Gebetshaus anfing hatte Johannes Hartl einfach eine Vision, dass seine Berufung dass Gebet ist. Er zieht sehr viele junge Leute an, nicht nur aus der katholischen Umgebung.
Als er damals nach einem Raum suchte, schloss gerade ein Elektrogeschäft in dem Stadtteil. - Viele Geräte waren noch da und zu verschenken. In diesem Raum fing das Ganze an soviel ich weiß. Wenn ich mir die Homepage ansehe, dann wohnen die Mitglieder in verschiedenen Straßen, bis zu 2 km entfernt. - Und ich glaube, es gehört auch die Anbetung dazu.
Und was ich so mitbekomme, wird auch viel in der Kirche gebetet.

Übrigens: In diesem Stadtteil/zu dieser Pfarrei gehört ein Haus, das einmal ein Altenheim war und privat gebaut wurde. - Als es entstand hatte die Gründerin anscheinend auch einiges zu hören... - Heutezutage läuft ihr Seligsrechungsprozess. (Habe ich als Kindergartenkind noch persönlich gekannt)

Ansonsten werde ich Johannes Hartl mal auf diesen Thread aufmerksam machen, dann kann er gerne selber zu Wort kommen.
Er ist übrigens - soviel ich weiß - Dr. theol.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von cantus planus » Sonntag 9. Januar 2011, 10:01

Raphaela hat geschrieben:Er ist übrigens - soviel ich weiß - Dr. theol.
Das ist ja wahrlich heute auch kein Qualitätsnachweis mehr.

(Das meine ich jetzt nicht auf die konkrete Person Dr. Hartls bezogen, den ich gar nicht kenne, sondern allgemein!)
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von cantus planus » Sonntag 9. Januar 2011, 10:06



Bei Youtube findet man auch noch mehr Sachen, wo die Beteiligten selber zu Worte kommen.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Raphaela » Sonntag 9. Januar 2011, 10:50

Lassen wir ihn doch hier einfach selbst zu Wort kommen
-> Siehe neuestes Mitglied.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Gamaliel » Sonntag 9. Januar 2011, 11:33

cantus planus hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Er ist übrigens - soviel ich weiß - Dr. theol.
Das ist ja wahrlich heute auch kein Qualitätsnachweis mehr.
Tja, das sehen die Leute vom Gebetshaus ganz anders: :pfeif:
FAQ hat geschrieben:Soll es im Gebetshaus auch Schulungen geben?

Wir glauben, dass die katholische Kirche insgesamt an einem Mangel an solider biblischer Lehre leidet. Zwar ist das Level wissenschaftlicher Ausbildung an den theologischen Fakultäten sehr hoch, doch das persönliche Bibelwissen und die persönliche Spiritualität des Wortes Gottes ist besonders bei katholischen Laien meist sehr schwach ausgebildet.
:roll:

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von cantus planus » Sonntag 9. Januar 2011, 11:37

Es ist hier off topic: aber die wissenschaftliche Ausbildung ist teilweise in der Tat sehr gut, z. B. gerade in Münster. Das Problem ist freilich, dass das nicht dem Glauben dient, sondern Wissenschaft zum Selbstzweck ist. Mit allen unerfreulichen Konsequenzen.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Gamaliel » Sonntag 9. Januar 2011, 11:40

cantus planus hat geschrieben:Es ist hier off topic: aber die wissenschaftliche Ausbildung ist teilweise in der Tat sehr gut, z. B. gerade in Münster. Das Problem ist freilich, dass das nicht dem Glauben dient, sondern Wissenschaft zum Selbstzweck ist. Mit allen unerfreulichen Konsequenzen.
Theologie (die diesen Namen verdient) ohne Glauben gibt es nicht: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=4756#p4756

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von cantus planus » Sonntag 9. Januar 2011, 11:41

Gamaliel hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Es ist hier off topic: aber die wissenschaftliche Ausbildung ist teilweise in der Tat sehr gut, z. B. gerade in Münster. Das Problem ist freilich, dass das nicht dem Glauben dient, sondern Wissenschaft zum Selbstzweck ist. Mit allen unerfreulichen Konsequenzen.
Theologie (die diesen Namen verdient) ohne Glauben gibt es nicht: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=4756#p4756
Das ist das Problem der heutigen Fakultäten.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Debora » Sonntag 9. Januar 2011, 12:12

Lassen wir ihn doch hier einfach selbst zu Wort kommen
-> Siehe neuestes Mitglied.
Herzlich Willkommen!

Das heißt aber nicht, dass man jetzt nicht auf die Mißstände aufmerksam machen darf!
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Pit » Sonntag 9. Januar 2011, 14:54

cantus planus hat geschrieben: ...
die wissenschaftliche Ausbildung ist teilweise in der Tat sehr gut, z. B. gerade in Münster. Das Problem ist freilich, dass das nicht dem Glauben dient, sondern Wissenschaft zum Selbstzweck ist. Mit allen unerfreulichen Konsequenzen.
Im negativen Fall, aber ich kenne einige Priester persönlich, die in den späten 80er bzw. in den 90er Jahren in Münster Theologie studierten und die eine sehr vernünftige, im besten Sinne katholische Überzeugung vertreten.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von johanneshartl » Sonntag 9. Januar 2011, 20:38

Also nachdem es um das Gebetshaus und meine Person ging, meldet sich hier der in Frage Stehende selbst. Zunächst: das Gebetshaus ist Teil der Charismatischen Erneuerung in der Kath. Kirche. Es gibt einen dafür verantwortlichen Priester in der Diözese, die zuständigen Domkapitulare sind rege informiert und haben uns auch schon besucht. Das bedeutet: das Gebetshaus ist eine katholische Realität, die ökumenisch arbeitet (wie viele andere kath. Verbände und Bewegungen auch).
Tatsächlich gehört eucharistische Anbetung zu dem festen Bestandteil unseres wöchentlichen Ablaufs.
Auf der MEHR gab es insgesamt 3 katholische Eucharistiefeiern und einen Raum mit eucharistischer Anbetung. Es waren mindestens 10 Priester anwesend, die Beichte hörten. Soviel also mal zur Katholizität. Einer der drei Gottesdienste wurde als ökumenische Wort-Gottes-Feier begonnen, bevor die beiden konfessionsverschiedenen Gruppen sich in evangelisches Abendmahl und kath. Eucharistie aufteilten. Dieses Procedere hat absolut nichts Abnormes, war so mit der Diözesanleitung besprochen und gebilligt worden.
Von schwerwiegenden liturgischen Missbräuchen kann nicht die Rede sein. Es wurden reguläre Hostien konsekriert, und dass kein Kreuz auf dem Altar lag, ist eine reine Behauptung. Die Kamera stand auf gleicher Höhe mit dem Altar, sie konnte ihn also garnicht von oben zeigen. Also bitte im Zweifelsfall schweigen, wenn man eine Sache nicht exakt wissen kann ;-)
Es handelte sich auch nicht um einen Sofatisch, sondern einen Konferenztisch, der absolut ritusgetreu als Altar hergerichtet war. Bei einer Veranstaltung mit fast 1000 Leuten liegt es nahe, die Messe in der Konferenzhalle zu halten. Und wenn jemand eine Idee hat, wie wir einen barocken Marmoraltar auf die Bühne bekommen, dann bin ich dafür dankbar - bis dahin verwenden wir aber weiterhin einen dafür geeigneten Tisch mit Altartuch.
Was gibt es sonst noch zu sagen? Die Konferenzhalle war von einem kath. Priester eingesegnet worden, und wer an einem Kinderchor in der Messe Anstoß nimmt... - - - der hat dann tatsächlich von uns abweichende liturgische Auffassungen. Welche meine sind? Ich versuche mich an "Die Messfeier - Dokumentensammlung" (=Arbeitshilfen der Deutschen Bischofskonferenz Nr.77) in der 7. Auflage von 1998 zu halten - und das scheint mir nicht gerade unter den Verdikt charismatischen Subjektivismus' zu fallen.
Ansonsten: für wen "charismatisch" ein Schimpfwort ist, der wird sicherlich am Gebetshaus wenig Gefallen finden. Ich behaupte auch nicht, dass unsere Form von Spiritualität die geeignete für jeden ist. Suum cuique, würde ich sagen. Doch dem Vorwurf der Akatholizität auf Grund ökumenischer Arbeitsweise möchte ich gerne mit einer Lektüreempfehlung entgegentreten: "Ut unum sint" (bes. Nr. 19, 21 und 48 - viel Spaß!).
Ansonsten: ich bin tatsächlich Dr theol und habe in kath. Dogmatik promoviert. Dass das allerdings noch kein Garant für irgendwas ist, räume ich gerne ein. Ich würde mich gerne weder an meinem Titel noch am Musikstil unserer Veranstaltungen beurteilen lassen, sondern am theologischen Gehalt dessen, was ich lehre. Wer mir Heterodoxien nachweisen kann, möge vortreten. Wer dies nicht kann, begnüge sich mit dem Hinweis, dass das "Gebetshaus" nicht seinem Geschmack entspricht, möge für tiefer schürfende Bewertungen jedoch auf tiefer gegründete Argumentationen zurückgreifen! Liebe Grüße, Euer johannes

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von cantus planus » Sonntag 9. Januar 2011, 20:40

johanneshartl hat geschrieben:Also nachdem es um das Gebetshaus und meine Person ging, meldet sich hier der in Frage Stehende selbst.
Herzlich Willkommen hier im Forum und Danke für diesen Beitrag! :huhu:
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Debora » Sonntag 9. Januar 2011, 21:04

Lieber Johannes, danke für die Worte,

nun ich habe mir die Livestreams angesehen und da sind mir mehrere Dinge aufgefallen, welche nicht in Ordnung waren, bei der einen Messe, waren es keine normalen Hostien welche konsekriert wurden, es sah aus wie Weißbrotstücke, das konnte ich nicht richtig sehen. Bei der anderen Messe waren es Hostien. Diese wurden bereits während der Wandlung gebrochen, was so nicht erlaubt ist, außerdem wurde dazu aufgefordert den letzten Teil des Hochgebetes von allen Teilnehmern sprechen zu lassen. Der Embolismus wurde ebenfalls weggelassen, als Zugeständnis für die Protestanten? Dann wurden den Laien schon der Leib Christi gereicht und danach gab es erst: Seht das Lamm Gottes und dann kommunizierten Priester und Laien gemeinsam.

Das mit dieser Doppelpredigt ist mir auch nicht geheuer, normalerweise ist es nur dem Priester oder dem Diakon erlaubt in der hl. Messe zu predigen, dazu trug der ev. Pfarrer eine Stola die sehr nach katholischer Stola aussah, meiner Meinung nach sehr irreführend.

Das es bei charismatischen Veranstaltungen sehr katholisch zugehen kann ohne diese meiner Meinung nach liturgischen Mißstände, zeigt zum Beispiel das Jugendtreffen Pöllau, dieses Treffen ist charismatisch aber 100% katholisch und zieht sehr viele Jugendliche an. Nur zu empfehlen.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von johanneshartl » Montag 10. Januar 2011, 13:37

Liebe Debora,
noch einmal muss ich wiederholen, dass ganz normale Hostien konsekriert wurden. Dass wir bei irgendetwas "Zugeständnisse an die Protestanten" gemacht hätten, finde ich etwas unverhältnismäßig. Ein großer Teil der Nichtkatholiken hat zum ersten Mal in seinem Leben überhaupt eine Kath. Messe erlebt und findet das alles erstmal TOTAL STRANGE. Diesen unseren Teilnehmern drei (!!) Heilige Messen zuzumuten ist garantiert schon eine gediegene Ladung Katholizismus. Ich betone noch einmal, dass die Messfeiern wirklich ritusgetreu waren. Allerdings gestehe ich zu, dass der Zelebrant der ersten beiden Messen, P. Ernst Sievers, tatsächlich die fractio panis vorgezogen hat und die Schlussdoxologie des Hochgebets alle Teilnehmer mitsprechen ließ (ich hab übrigens nicht mitgesprochen). Warum er das gemacht hat, weiß ich auch nicht, ich sehe auch nicht wirklich ein, was das "bringen" soll. Jedenfalls war es nicht mit dem Gebetshaus abgesprochen (P. Ernst ist nur zu Gast gewesen) und deshalb im Zweifelsfall im Verantwortungsbereich des Zelebranten.
Den bischöflich beauftragten Kommunionhelfern (Vorsicht: nicht irgendwelchen Laien!!) die Heilige Kommunion vor dem Agnus Dei zu reichen, ist ein durchaus gebräuchlicher Usus, der in Hunderten von Gemeinden so praktiziert wird.
Dass der evangelische Pfarrer eine Stola trug - - - nun, liebe Debora: warst Du schonmal in einem lutherischen Abendmahlsgottesdienst? Denn dann ist Dir sicher aufgefallen, dass die liturgische Gewänder und liturgische Farben haben ;-)
Dass ein ordinierter evangelischer Pfarrer in einer ökumenischen Wort-Gottes-Feier predigt, hab absolut nichts Eigenartiges. Vielmehr war dieser Gottesdienst mit dem für Ökumene zuständigen Domkapitular abgesprochen und gutgeheißen worden. Also auch hier keine Spur von dubiosen Machenschaften.
Zum Abschluss möchte ich der höchsten kirchlichen Autorität noch durch ein Zitat Raum geben: "Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. (...) Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele." (Mt 23,23f.) - möge das auf uns alle nie zutreffen! Darum bete ich mit Euch, geschwisterliche, herzliche Grüße, Euer johannes

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von lifestylekatholik » Montag 10. Januar 2011, 15:39

johanneshartl hat geschrieben:Ich betone noch einmal, dass die Messfeiern wirklich ritusgetreu waren.

[...]

die fractio panis vorgezogen

die Schlussdoxologie des Hochgebets alle Teilnehmer mitsprechen ließ

Kommunionhelfern ... die Heilige Kommunion vor dem Agnus Dei zu reichen

ein ordinierter evangelischer Pfarrer ... predigt
:unbeteiligttu:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von songul » Montag 10. Januar 2011, 18:39

:breitgrins:

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Lupus » Montag 10. Januar 2011, 18:54

lifestylekatholik hat geschrieben:
johanneshartl hat geschrieben:Ich betone noch einmal, dass die Messfeiern wirklich ritusgetreu waren.

[...]

die fractio panis vorgezogen

die Schlussdoxologie des Hochgebets alle Teilnehmer mitsprechen ließ

Kommunionhelfern ... die Heilige Kommunion vor dem Agnus Dei zu reichen

ein ordinierter evangelischer Pfarrer ... predigt
:unbeteiligttu:
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Dann sage ich aber als katholischer Pfarrer in drei Gemeinden, dass Ihr solche Eigenheiten zumindest kritisieren, wenn nicht abstellen solltet; denn sie vermitteln, - wie man sieht-, ein schiefes Bild von einer Initiative, die durchaus Respekt verdient und vielleicht sogar beispielhaft sein könnte!

+L.
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Raphaela » Montag 10. Januar 2011, 23:32

@ Lupus:
Meiner Meinung wird kein schiefes Bild dargestellt. Es ist eben etwas, was sich in vielen Gemeinden (und auch Klöstern!) "eingebürgert" hat.

@ Deborah:
Das Weglassen des Embolismus ist meines Erachtens kein Zugeständnis an die Prostestanten, sondern weil die konkrete Pfarrei, zu der das Gebetshaus gehört, dies nach dem Konzil so gut wie nie gemacht hat und erst langsam wieder lernen muss. - Ich muss das wissen, ich bin in dieser Gemeinde aufgewachsen.




Und ich finde es schon verwunderlich, über welche Kleinigkeiten sich hier aufgeregt wird. - Eines hat mit mein geistlicher Begleiter begebracht, als ich wieder als Gemeindereferentin begonnen habe: Bamherzigkeit und Nachsichtigkeit mit den anderen!
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Raphaela » Montag 10. Januar 2011, 23:41

johanneshartl hat geschrieben: Zum Abschluss möchte ich der höchsten kirchlichen Autorität noch durch ein Zitat Raum geben: "Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. (...) Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele." (Mt 23,23f.) - möge das auf uns alle nie zutreffen! Darum bete ich mit Euch, geschwisterliche, herzliche Grüße, Euer johannes
:daumen-rauf:

Ich hatte mir auch schon überlegt, ob ich dies schreiben soll...
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 11. Januar 2011, 00:30

Raphaela hat geschrieben:Und ich finde es schon verwunderlich, über welche Kleinigkeiten sich hier aufgeregt wird.
Und ich finde es schon verwunderlich, wie die heilige Liturgie hier als »Kleinigkeit« abgetan wird.


»Du bist nicht mein Bruder! Du bist nicht meine Schwester!«
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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von incarnata » Dienstag 11. Januar 2011, 01:34

Zusammenfassend kann man sagen: schön ist,dass sich Menschen rückhaltslos darauf einlassen,dem Ruf Gottes zu folgen und Orte des 24-Stündigen Gebets zu schaffen.
Der Segen des Dreieinigen möge über diesen Häusern liegen !
Wer als katholischer Geistlicher oder Theologe dort wirkt, möge darauf achten,dass Suchende auch wirklich unverkürzt Katholisches,insbesondere bei der Feier der Hl. Messen erleben können; d.h. es sollten keine Messen der "unordentlichen" Form zelebriert werden,wie sie leider auch in vielen katholischen Gemeinden usus sind.
Denn die Weise des Betens hängt eng mit dem konkreten Glauben zusammen;
Schlamperei beim Zelebrieren hat Zeichencharakter: was will denn der Priester der die Hostie zum falschen Zeitpunkt bricht und das Volk die Doxologie mitsprechen lässt damit sagen ??
Ganz unabhängig davon kann natürlich ausserhalb der Messen von Christen verschiedenster Konfessionen gemeinsam miteinander gebetet werden.Habt Ihr eientlich auch regelmässige stille-oder auch gestaltete Anbetungsstunden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten ?Mit Ein-und Aussetzungsfeier ?Wer als Nicht-katholik damit nichts anfangen kann braucht dazu ja nicht hinzugehen-oder er tutś versuchsweise doch und lässt sich vieleicht in Sein Licht hineinziehen ! Ich denke immer noch an diesen bewegenden Moment beim Weltjugendtag in Köln,als das ganze Feld in stiller Anbetung in dem Augenblick versank,als die Monstranz ins Blickfeld kam und der Papst vor IHM in die Knie ging.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Debora » Dienstag 11. Januar 2011, 09:25

@ Deborah:
Das Weglassen des Embolismus ist meines Erachtens kein Zugeständnis an die Prostestanten, sondern weil die konkrete Pfarrei, zu der das Gebetshaus gehört, dies nach dem Konzil so gut wie nie gemacht hat und erst langsam wieder lernen muss. - Ich muss das wissen, ich bin in dieser Gemeinde aufgewachsen.
Und das ist ein Grund dies auch weiterhin zu tun? Außerdem möchte ich Dich darauf hinweisen, dass die hl. Messen ja nicht in der Pfarrkirche stattfanden und auch nicht vom Ortspfarrer zelebriert wurden. Und wie soll die Pfarre es lernen, wenn man es nicht tut, da ist ein Widerspruch in Deiner Antwort.
Und ich finde es schon verwunderlich, über welche Kleinigkeiten sich hier aufgeregt wird. - Eines hat mit mein geistlicher Begleiter begebracht, als ich wieder als Gemeindereferentin begonnen habe: Bamherzigkeit und Nachsichtigkeit mit den anderen!
Dies sind keine Kleinigkeiten, sondern hier geht es um die ordentliche Feier der hl. Messe, um sein Kreuzesopfer, welches in jeder hl. Messe neue vergegenwärtigt wird.

Barmherzigkeit und Nachsicht heißt also immer schön den Mund halten und den anderen das tun lassen was er will? Nein das ist einfach nur Bequemlichkeit, sonst nichts. Man darf schon auf Mißstände aufmerksam machen, auch wenn es Dir hier nicht passt.
Zum Abschluss möchte ich der höchsten kirchlichen Autorität noch durch ein Zitat Raum geben: "Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer Acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. (...) Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele." (Mt 23,23f.) - möge das auf uns alle nie zutreffen! Darum bete ich mit Euch, geschwisterliche, herzliche Grüße, Euer johannes
Willst Du jetzt uns vorwerfen, dass wir Heuchler sind? Nur weil wir es wagen die Dinge im Gebetshaus zu kritisieren? Ist schon ein starkes Stück. Jeder Mensch macht Fehler, auch wenn er es noch so gut meint, vielleicht solltest auch mal darüber nachdenken.

Einen schönen Tag heute
Die Eucharistie ist das tägliche Brot, das wir als Heilmittel gegen die tägliche Schwachheit brauchen. Hl. Augustinus

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von Nueva » Dienstag 11. Januar 2011, 13:01

Kann die Aufregung hier im Forum über so Kleinigkeiten wirklich nicht verstehen. :daumen-runter:
Das Gebetshaus in Augsburg ist Zeichen eines lebendigen Glaubens junger Menschen. Dort erlebt man noch gelebten GLauben, Bekenntnis und Anbetung, was ja in heutigen Pfarreien ziemlich selten vorkommt.
Ich würde mich freuen, wenn es so ein Gebetshaus in meiner näheren Umgebung gäbe.

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Re: Gebetshaus Augsburg

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 11. Januar 2011, 13:09

Nueva hat geschrieben:Das Gebetshaus in Augsburg ist Zeichen eines lebendigen Glaubens junger Menschen. Dort erlebt man noch gelebten GLauben, Bekenntnis und Anbetung, was ja in heutigen Pfarreien ziemlich selten vorkommt.
Wenn das so ist, dann ist es um so wichtiger, dass die Liturgie stimmt und der Liturgie die größte Ehrfurcht entegegengebracht wird. Denn die Liturgie ist der Brunnen, aus dem der Glaube gespeist wird, zu dem ich immer wieder zurückkehre, die Liturgie der Kirche richtet den Glauben aus, weist ihm den Weg, verhindert das Abirren ins Dornengestrüpp, unterstützt die Entwicklung des Glauben. Geht die Ehrfurcht vor der Heiligkeit der Liturgie verloren, ist das immer Ausdruck von zumindest wankendem und unsicherem Glauben.

Die tiefe Erkenntnis, dass die lex orandi die legem credendi bestimmt, ist nicht überholt, ganz und gar nicht.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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