"Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
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Seraph
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Seraph » Dienstag 9. Juni 2009, 12:32

Staubkorn hat geschrieben: Ich erlaube es mir einmal in der "wir" Form zu sprechen, weil Du Dich offentsichtlich bei meinem Statement persönlich angesprochen gefühlt hast, obwohl ich diejenige meinte, die ich zitiert habe.
Ich teile Yetis Auffassungen in hohem Maße, vor allem die Einschätzung "Ganz grundsätzlich ist mir aufgefallen, wie wenig die Autorin in sich ruht.", nur, daß das Buch - in Unterscheidung zu Yeti - bei mir eben nicht auf Sympathie stößt.
Jetzt zu einem anderen Thema: Welche kannst Du denn empfehlen? Und welche hast Du gelesen?
Wie sich herausgestellt hat, scheint es ja dasselbe Thema zu sein, weshalb ich auch für eine Umbenennung des Threads in "Bücher über das Klosterleben" (oder so) bin. WiMRE hatte ich im Laufe des Threads noch andere Bücher erwähnt (solche, die ich nicht gelesen habe, würde ich nicht empfehlen). Anyway, zu den beiden genannten zum Beispiel

Das Zeichen des Jona (Thomas Merton)
Contemplation in a world of action (Thomas Merton)
Das Recht, fröhlich zu sein (Mother Mary Francis/Mary Francis Aschmann)
Die innere Burg (Teresa von Avila)
Das Buch der Klostergründungen (Teresa von Avila)
Edith Stein: Schwester Teresia Benedicta a cruce, Philosophin und Karmelitin; ein Lebensbild, gewonnen aus Erinnerungen und Briefen, Freiburg (Teresia Renata de Spiritu Sancto OCD)
und sogar noch, als leckeren Bissen
Geschichte einer Nonne (Katherine Hulme)
Zuletzt geändert von Seraph am Dienstag 9. Juni 2009, 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
Ein düsterer Seraph möchte wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken.
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Staubkorn
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Re:

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 9. Juni 2009, 12:57

Liebe Seraph und alle anderen
Mir hat das Statement von P. Fabian am meisten zugesagt. Denn ich habe hier keinerlei "Verurteilung" oder "Mutmaßungen" erkennen können. Ganz im Gegenteil. Es hat mir geholfen Sr. Veronika Weg nachzuvollziehen und Verständnis zu erhalten, warum sie diesen Weg wieder verlassen hat. Obwohl ich davor auch schon dieses Verständnis mitgebracht habe. Hier spricht ein "Insider" über sie, so wie ich es erkennen kann und es hat mir gut getan, seine Meinung zu erfahren. Schön, so etwas hier lesen zu dürfen.

Ich denke, es ist aber immer schwierig als Außenstehender und Außenstehende das Leben in einem Kloster gänzlich nachzuvollziehen. Soviel "dringt" auch nicht nach außen vor. Aber deshalb fällt es wohl auch leicht, sich ein "Idealbild" auszumalen, was vielleicht nicht so oft der wirklichen Realität entspricht. Aber wenn man dieses "Idealbild" welches man gerne von anderen erwartet, selber einmal auf das eigene "kleine" Leben überträgt, denke ich, dass das schon die "halbe Miete" auf dem Weg "zu Gott ist". :)
P. Fabian hat geschrieben:
Nueva hat geschrieben:Nun gut, diese Leichtfertigkeit und Oberflächlichkeit scheint ja ein Merkmal ihrer Persönlichkeit zu sein. Tiefgang hat dieses Buch nicht wirklich. Es leist sich sehr schön plätschernd dahin.
Man mag darüber geteilter Meinung sein. Ich glaube nicht, daß Sr. Veronika eine leichtfertige und oberflächliche Person ist. Eher im Gegenteil. Ihr Buch empfand ich als sehr aufrichtig und schon daher gelungen.

In ihrem Buch sagt sie in der Tat wenig zu den geistlichen Motiven ihres Eintritts. Dennoch müssen solche vorhanden gewesen oder zumindest in den entsprechenen Gesprächen mit Äbtissin und Magistra glaubhaft gemacht worden sein. Gerade in Anbetracht ihres vorherigen Lebensweges und insbesondere der Tatsache, daß Sr. Veronika Konvertitin ist, wird man hier sehr genau nachgefragt haben. Die Konversion als solche stellt übrigens entgegen der Behauptung in einigen Vorpostings keinerlei Eintrittshindernis dar, wenn nicht gerade ein dem Kloster bislang völlig unbekannter Kandidat eine Woche nach der Konversion an der Pforte auftaucht. Im Falle von Sr. Veronika lag die Konversion aber bereits rund zwei Jahre zurück, außerdem war sie zuvor mehrfach als Gast im Kloster gewesen und hat somit den üblichen Weg des gegenseitigen Kennenlernens durchlaufen.

Es ist richtig, daß Profeßabstimmungen normalerweise unproblematischer als im Falle von Sr. Veronika verlaufen. Dies mag wohl auf ihrem teilweise etwas schwierigen Verhältnis gegenüber mancher Mitschwester beruhen. Solche menschlichen Differenzen spielen gerade in Schwesternkonventen oft einer größere Rolle, als sie das eigentlich tun sollten.

Ausschließlich eine im Ergebnis nicht vorhanden gewesene Berufung hat hier zu dem geführt, was geschehen ist. Daran irgendwem die Schuld geben zu wollen, ihren "schwierigen Charakter", ein mißlungenes Noviziat wegen Unerfahrenheit der gerade neu eingesetzten Magistra oder gar das "Versagen von Kontrollmechanismen" zu beschwören, ist eine völlig absurde Herangehensweise, die dem Wesen von Berufung nicht gerecht wird.

Berufung kommt vom Herrn.
Es ist nicht immer möglich, den Willen des Herrn sofort zweifelsfrei zu erkennen.
Deswegen wurden in der Vergangenheit und werden auch in Zukunft immer wieder nicht berufene Kandidaten zunächst ins Kloster aufgenommen.
Meist schafft die lange Probezeit Klarheit. Aber nicht immer.
Und deswegen wird es auch immer Austritte nach der ewigen Profeß geben.

Sr. Veronika hat schließlich ihren Weg gefunden, auf dem ich sie als frühere Mitschwester ganz besonders mit meinem Gebet begleiten werde.
Ach ja, im Buch wird auch von Ferien bei Mönchen berichtet, mit denen Sr. V. am Lagerfeuer sitzt , Gitarre spielt und Bier trinkt :ikb_cheers:
Ich sehe nicht, was daran so bemerkenswert sein soll. Männliche Benediktiner sind, abhängig vom konkreten Konvent, meist sehr viel weniger kontemplativ als weibliche und haben entsprechend auch weniger "Beschränkungen", was bestimmte "weltliche Vergnügungen" anbetrifft. Beispielsweise kann ich über das strenge Rauchverbot in Sr. Veronikas Kloster nur müde schmunzeln (obwohl es zumindest nach Ansicht unseres Cellerars gar keine schlechte Idee wäre ...).
Wo liegt das Problem, wenn eine Mitschwester in ihrem wohlverdienten (und von der Äbtissin genehmigten) Urlaub daran teilhat?

Die Unterstellungen, es handele sich bei der Geschichte um eine Erfindung, sind im übrigen unzutreffend. Sie hat sich tatsächlich so abgespielt, auch wenn durch die vielfältigen Versuche, die Identität des Klosters zu verschleiern, ein anderer Eindruck entstehen könnte. Durch die bewußte Verfälschung bestimmter Tatsachen entstehen nun einmal recht leicht Widersprüche...

Wer sich in der benediktinischen Landschaft ein wenig auskennt, wird wohl keine großen Schwierigkeiten haben, das Kloster zu "enttarnen". Ich werde hierzu allerdings im Interesse der betroffenen Mitschwestern keinerlei Hilfestellung leisten und bitte - nach sehr negativen Erfahrungen in anderen Foren - dringend (!), von entsprechenden Nachfragen abzusehen.
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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Staubkorn
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Re:

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 9. Juni 2009, 12:59

Auch hier finde ich das Statement bemerkenswert, vor allem der letzte Satz.
P. Fabian hat geschrieben:
Nueva hat geschrieben: Nirgendwo. Deshalb hab ich diese :ikb_cheers: smiles genommen.
Weshalb denn gleich so aggressiv? :hmm:
Das war keineswegs aggressiv gemeint, ich bitte vielmals um Verzeihung! Allerdings kam Ihre Aussage bei mir so an, als ob Sie sich darüber empören, daß auch Ordensleute mal abends bei Bier und Gitarrenmusik zusammensitzen. Hier habe ich Sie wohl mißverstanden, da ich mit den Smileys (und übrigens auch mit Internetforen im allgemeinen) noch nicht so vertraut bin.
sofaklecks hat geschrieben: Ich vestehe den Vorwurf durchaus, denn in der Tat wird jemand, der auf Gott hin lebt, diese Beschreibung der Klosterjahre als oberflächlich empfinden, weil die Autorin sich sehr bedeckt hält, was ihr persönliches Verhältnis zu Gott angeht und da, wo sie über ihn spricht, doch einige Dinge, wie etwa das Abhängen des Kreuzes in der Zelle oder ihre Haltug zum Bußsakrament, für eine Ordenfrau sehr merkwürdig sind.
Ich verstehe Ihre Auffassung insofern sehr gut. Lassen Sie sich aber von einem Benediktinerpater, der seit bald 25 Jahren im Kloster lebt, gesagt sein, daß man dies gar nicht so selten findet! :)

Sr. Veronika hatte eine sehr "geerdete" Einstellung zum Glauben und zum Ordensleben, was sie für mich und viele meiner Mitbrüder auf Anhieb ausgesprochen sympathisch gemacht hat.
Man denke nur an die Stelle, wo sie die neu eingetroffene "Sr. Dorothea" erstmals durch das Kloster führt: wenn ein Postulant bei solcher Gelegenheit den Hausmeister mit "Benedicite" begrüßen, mich über die korrekte Haltung der Hände unterm Skapulier belehren, sich gleich darauf noch über das Fehlen einer Gebetbank unter einer Marienikone beschweren und mich dann für eine belustigte Bemerkung darauf kritisieren würde, so würden ich und geschätzte 85 % der Mitbrüder unseres Konvents denken, daß er wohl nicht alle Tassen im Schrank hat.

Glauben Sie mir, ich habe schon manchen jungen Mann erlebt, der sich gleich beim ersten Probeaufenthalt in der Klausur vor dem Erzabt prosterniert, dessen Hand geküßt oder ähnliche Heldentaten vollbracht hat, und glauben Sie mir auch dies: keiner von ihnen hat in unserem Konvent jemals Profeß abgelegt.

Ich selber habe in den ersten Klosterjahren ganz ähnliche Erfahrungen gemacht wie Sr. Veronika. Auch ich habe mein Noviziat in den "wilden Achtzigern" absolviert. Manches Mal stibitzte ich mir nach der Komplet ein Viertele Wein aus dem Gästespeisesaal und begab mich damit und mit meinem - allerdings vom Novizenmeister stillschweigend geduldeten - Walkman an irgendeinen geeigneten Ort außerhalb der Klausur, wo ich mich mit dem Spätburgunder, ein oder zwei Zigaretten und unfrommer Musik entspannen konnte. Mit den Vigilien am folgenden Morgen wurde es dann freilich oft etwas schwierig...
Hätte ich das damals nicht getan, wäre ich vielleicht (oder vielleicht sogar wahrscheinlich) nicht geblieben.

Dennoch würde ich mich nicht als oberflächlich bezeichnen. Oberflächlich mögen eher diejenigen sein, die ihr Ordensleben über die perfekte Anpassung an Vorschriften definieren und Hingabe an Christus mit der Aufgabe ihrer Persönlichkeit verwechseln.

Ein Kloster braucht keine ultrafrommen Fanatiker, die es als spirituellen Ausstiegsort mißverstehen, und man sollte Sr. Veronika dafür danken, daß sie möglicherweise manche davon verschreckt haben mag...
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 9. Juni 2009, 13:05

Liebe Seraph
Danke für die Tipps. Das letzte Buch versuche ich irgendwo "aufzutreiben".
Dir einen schönen Tag.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Aletheia » Dienstag 9. Juni 2009, 15:28

Bernardin Schellenberger, Die Stille atmen. Leben als Zisterzienser. 25.

http://www.bernardin-schellenberger.de/
Zuletzt geändert von Aletheia am Dienstag 9. Juni 2009, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 15:29

Aletheia hat geschrieben:Bernardin Schellenberger, Die Stille atmen. Leben als Zisterzienser. 2005.
Oh ja! :ja:
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Aletheia » Dienstag 9. Juni 2009, 15:30

cantus planus hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:Bernardin Schellenberger, Die Stille atmen. Leben als Zisterzienser. 2005.
Oh ja! :ja:
Kennst du das?
Ich habe ihn mal im Radio WDR 5 gehört, als er das Buch vorgestellt hatte und fand seine Aussagen doch bemerkenswert.

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 15:39

Ja. Ein äußerst empfehlenswertes Buch. Es liefert einerseits eine sehr intime Beschreibung des Lebens in einer Gemeinschaft mit ihren Regeln und Bräuchen, andererseits ist es ein großartiges Dokument der Veränderungen in der Konzilsära. Es beschreibt - wenn ich mich recht erinnere, genau den Zeitraum der sechziger und siebziger Jahre, ohne nostalgische Verklärung und sehr authentisch. Ich kann es nur empfehlen.

Hier übrigens seine Homepage: http://www.bernardin-schellenberger.de/
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Aletheia » Dienstag 9. Juni 2009, 16:11

cantus planus hat geschrieben:Ja. Ein äußerst empfehlenswertes Buch. Es liefert einerseits eine sehr intime Beschreibung des Lebens in einer Gemeinschaft mit ihren Regeln und Bräuchen, andererseits ist es ein großartiges Dokument der Veränderungen in der Konzilsära. Es beschreibt - wenn ich mich recht erinnere, genau den Zeitraum der sechziger und siebziger Jahre, ohne nostalgische Verklärung und sehr authentisch. Ich kann es nur empfehlen.

Hier übrigens seine Homepage: http://www.bernardin-schellenberger.de/
Die hatte ich oben noch nachgetragen.

Ich bin ehrlich froh, dass du das empfiehlst, denn als ich ihn hörte, da klang eben sehr viel Wehmut mit und auch seine Biographie ist ja eher ein Beispiel für die Schwierigkeiten eines Menschen seine spirituellen Seiten mit dem Alltag zu verbinden.
Ich werde es jetzt auf meine Wunschliste setzen und bei nächster Gelegenheit schon mal kaufen.

Danke.

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Seraph » Dienstag 9. Juni 2009, 16:13

cantus planus hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:Bernardin Schellenberger, Die Stille atmen. Leben als Zisterzienser. 2005.
Oh ja! :ja:
Ich war ebenfalls versucht, ihn zu "listen", da ich eines seiner früheren Bücher gelesen habe, ich weiß aber nicht mehr, welches. :traurigtaps:
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 16:15

Aletheia hat geschrieben:Ich bin ehrlich froh, dass du das empfiehlst, denn als ich ihn hörte, da klang eben sehr viel Wehmut mit und auch seine Biographie ist ja eher ein Beispiel für die Schwierigkeiten eines Menschen seine spirituellen Seiten mit dem Alltag zu verbinden.
Diese Suche kommt auch in dem Buch gut zum Tragen. Es hat eine sehr dichte Atmosphäre. Schellenbergers Sprache ist schlicht, aber plastisch. Man fühlt sich sofort in den Kreuzgang des Klosters hineinversetzt.

Ich hoffe, es gefällt dir.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 9. Juni 2009, 16:27

Er hat:

Die Stille atmen: Mein Leben als Zisterzienser
Krypten. Ursprung der Hoffnung
Auf den Wegen der Sehnsucht: Zum spirituellen Leben heute
Spirituelle Wendezeit. Grundlinien einer neuen Lebenskultur
Ich bin es, der mit dir redet: Die Botschaft des Johannesevangeliums
Advent - Abenteuer der Seele
Ein anderes Leben. Was ein Mönch erfährt
Ein Lied, das nur die Liebe lehrt. Texte der frühen Zisterziensermönche.
Lieber Hausmann als Kirchenmann
Franz von Assisi und seine Welt
Ein Tor zum Himmel ist überall. Zeiten der Stille.
Die Anthropologie Bernhards von Clairvaux
Nomad of the Spirit: Reflections of a Young Monastic
Die christliche Welt im Mittelalter
Augustinus und seine Welt
Jesus und seine Welt
Gehimmelt und geerdet. Atemlesungen für spirituell Suchende
In allem ist Weisheit: Wege zum spirituellen Wissen der Menschheit
Treppen. Stufen des Lebens
Der Zauber des Alltäglichen
Im Acker Gottes. Erfahrungen einer Suche
Radikaler Optimismus: Praktische Spiritualität in einer unsicheren Welt
Religion - gefährlich oder nützlich?
Gib deiner Seele Flügel
Wider den geistlichen Notstand. Erfahrungen mit der Seelsorge.
Hinduismus
Worte aus der Wüste
Lebe jetzt! Der Weg der Befreiung
Pocket Guide - Bibel
nacht leuchtet wie der tag. glaubenserfahrungen.

und noch einges mehr. Da müsste für jeden Geschmack etwas dabei sein! :emil:
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 16:31

Ja, er hat mittlerweile leider auch esoterisches Gedöns im Programm. Deshalb gilt meine Empfehlung nur für das oben diskutierte Buch. :breitgrins:
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 9. Juni 2009, 16:33

Hast Du denn alle anderen Bücher bereits gelesen? :glubsch:
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 16:36

Nein. Aber eines davon war mir sehr esoterisch angehaucht. In ein anderes habe ich mal in der Stadtbibliothek geschaut. Hat mir auch nicht gefallen.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 9. Juni 2009, 16:47

Hm...und somit, weil es Dir nicht zugesagt hat, sind die ganzen Bücher außer das besagte- Eine- gleich esoterisch? Soso...
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Aletheia » Dienstag 9. Juni 2009, 16:52

cantus planus hat geschrieben:Nein. Aber eines davon war mir sehr esoterisch angehaucht. In ein anderes habe ich mal in der Stadtbibliothek geschaut. Hat mir auch nicht gefallen.
Das war es ja auch, was mich davon abgehalten hat, überhaupt was von ihm zu kaufen.
Er hat irgendwie keinen Boden unter die Füße gekriegt.

Da er von seiner Schriftstellerei leben will und von Vorträgen - liegt wohl genau darin das Problem.

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 16:54

Das ist das gleiche Problem wie mit Anselm Grün: der ersten Bücher sind nicht schlecht. Er hat früher sehr Intelligentes über Engel geschrieben. Je höher die Auflagen stiegen, desto ... merkwürdiger wurde es. Schade.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Dienstag 9. Juni 2009, 17:05

Sowas ist doch ganz wunderbar. Wenn kaum noch ein Buch "gescheit" ist, :umkuck: hat man mehr Zeit praktisch das Evangelium zu leben! ;D Bis man selbst zum Engel wird! :engel:
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 17:09

Und überhaupt ist das Abendland im Untergang begriffen. Nur, bevor hier jemand übermütig wird. :breitgrins:
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Leguan » Dienstag 9. Juni 2009, 21:21

Staubkorn hat geschrieben:Ich versuche mich stets daran zu erinnern, wenn ich in die Gefahr komme, einen mir fremden Menschen zu verurteilen: "Habe ich das Recht einen Stein zu werfen?" Und wenn ich in meinem "Selbst", in Gott ruhe, lasse ich ihn liegen. Ich hebe ihn nur dann auf und werfe auch, wenn etwas in mir und mit mir nicht stimmig ist.
cantus planus hat geschrieben:Ja, er hat mittlerweile leider auch esoterisches Gedöns im Programm. Deshalb gilt meine Empfehlung nur für das oben diskutierte Buch.
Staubkorn hat geschrieben:Hm...und somit, weil es Dir nicht zugesagt hat, sind die ganzen Bücher außer das besagte- Eine- gleich esoterisch? Soso...
If any stupid priest or bishop in Nigeria feels he wants to copy the American model, then there is something wrong with his head. --Olubunmi Anthony Kardinal Okogie

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Dienstag 9. Juni 2009, 21:24

Staubkorn hat geschrieben:Hm...und somit, weil es Dir nicht zugesagt hat, sind die ganzen Bücher außer das besagte- Eine- gleich esoterisch? Soso...
Das habe ich an keinem Punkt behauptet. Ich hatte aus der ganzen Sammlung zwei Bücher in der Hand, die eindeutig esoterisch sind. Da ich mich nicht an die genauen Titel erinnere, werde ich dazu nichts sagen, um keine falschen Informationen zu streuen. Die anderen Bücher kenne ich gar nicht, und deshalb empfehle ich nur das, was ich kenne.

Ich weiss nicht, was daran falsch sein soll.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von overkott » Mittwoch 10. Juni 2009, 07:13

Wer ernsthaft ins Kloster gehen will, den werden kritische Texte davon nicht abhalten.

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 10. Juni 2009, 08:54

overkott hat geschrieben:Wer ernsthaft ins Kloster gehen will, den werden kritische Texte davon nicht abhalten.
Richtig. Das sollten sie auch nicht. Ein richtiges Urteil kann man sich nur persönlich vor Ort bilden. Wo sich jemand sehr unwohl fühlte, kann der andere möglicherweise Heimat finden. Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall...
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Raimund J.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Raimund J. » Donnerstag 25. Juni 2009, 22:57

Die Frau dingelt mit ihrer Geschichte immer noch durch die Medien.
Veronika Peters, ehemalige Ordensschwester & Autorin - 24.06.2009
„Wahrscheinlich ist die Frage, warum man in ein Kloster eintritt, genauso schwer zu beantworten, wie die Frage, warum man sich in einen bestimmten Menschen verliebt.“ Mit 21 Jahren entschied sich Veronika Peters ihr altes Leben hinter sich zu lassen und in ein Benediktiner-Kloster einzutreten. Für sie war es ein Experiment, ein Abenteuer, eine Herausforderung. Anfangs fiel es "Schwester Veronika" schwer sich in die hierarchische Gemeinschaft der Frauen einzugliedern und die strengen Regeln des Zusammenlebens zu akzeptieren, aber bei den Ordensschwestern fand sie Geborgenheit. Als Veronika Peters jedoch ihren heutigen Ehemann kennenlernte, entschied sie sich nach 12 Jahren das Kloster für ihre große Liebe zu verlassen. Bei Brigitte Theile erzählt die Autorin von ihrem Leben hinter Klostermauer und sie spricht darüber, warum das Leben einfach nicht planbar ist.
Gestern im Radio (BR 3):

http://www.br-online.de/imperia/md/audi ... apet_a.mp3
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Yeti
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Yeti » Mittwoch 1. Juli 2009, 01:59

Raimund Josef H. hat geschrieben:Die Frau dingelt mit ihrer Geschichte immer noch durch die Medien.
Veronika Peters, ehemalige Ordensschwester & Autorin - 24.06.2009
„Wahrscheinlich ist die Frage, warum man in ein Kloster eintritt, genauso schwer zu beantworten, wie die Frage, warum man sich in einen bestimmten Menschen verliebt.“ Mit 21 Jahren entschied sich Veronika Peters ihr altes Leben hinter sich zu lassen und in ein Benediktiner-Kloster einzutreten. Für sie war es ein Experiment, ein Abenteuer, eine Herausforderung. Anfangs fiel es "Schwester Veronika" schwer sich in die hierarchische Gemeinschaft der Frauen einzugliedern und die strengen Regeln des Zusammenlebens zu akzeptieren, aber bei den Ordensschwestern fand sie Geborgenheit. Als Veronika Peters jedoch ihren heutigen Ehemann kennenlernte, entschied sie sich nach 12 Jahren das Kloster für ihre große Liebe zu verlassen. Bei Brigitte Theile erzählt die Autorin von ihrem Leben hinter Klostermauer und sie spricht darüber, warum das Leben einfach nicht planbar ist.
Gestern im Radio (BR 3):

http://www.br-online.de/imperia/md/audi ... apet_a.mp3
Zitate aus dem Interview: "Ich hab mich eigentlich nie als Mängelwesen gesehen", "ich bin gläubig, aber mehr fragend als wissend", "das Kloster war vielleicht der Teil meines Lebens, den ich gebraucht habe, um bei mir selber anzukommen" "ich wollte eigentlich nie bei mir selber ankommen, sondern über meine eigenen Grenzen hinaus", "find ich immer ganz schwierig, wenn religiöse Leute behaupten, sie hätten's gefunden", "man kommt schon sehr rasch an seine Grenzen, wenn einem andere Leute sagen, was zu tun ist", "ich find Klosterleben schon ziemlich krass", "wohl kaum einer ist im Besitz der allein seligmachenden Wahrheit".

Ich fand es hochinteressant, auch einmal die Stimme der Autorin zu hören. Ich konnte feststellen, dass sie bestimmt sehr ehrlich geschrieben hat - ihr Ton, der Stil ihrer Sprache ist nahezu identisch mit der Sprache ihres Buches. Was ihr Aussehen betrifft, konnte ich auch hier gewisse Kongruenzen mit meinen Eindrücken feststellen. Ich bin zwar kein ausgeprägter Verehrer der Physiognomie, aber gewisse Ähnlichkeiten mit Stil, Sprache und Gestus sind sicherlich kein Zufall: "Das Umschlagbild zeigt eine sehr eigenwillige Frau mit einem Blick wie ein Schraubstock." (http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2 ... ntent.html). Ich musste spontan an eine Krähe denken. Das ist gar nicht bös gemeint, ich vergleiche oft die Gesichter von Menschen spontan mit Tieren und ordne sie ihnen intuitiv zu. Zwei Dinge konnte ich auf jeden Fall festhalten: 1. Sie scheint definitiv eine Person zu sein, die überhaupt nicht in sich ruht, daher vermutlich das Genöle, das mir wirklich oft auf den Geist geht und vermutlich eine Frucht ihrer "Hausbesetzerzeit" ist. 2. Sie ist hart im Austeilen gegen andere, beim Einstecken klappt das aber nicht so gut. Das zeigt auch die extreme Distanz zur Kirche, die sie seit ihrem Austritt an den Tag legt - da ist jemand nicht mit sich im reinen. Laut dem Interview soll sie an einem zweiten Buch arbeiten, einem Roman, autobiographisch Kindheit und Jugend verarbeitend. Meiner Meinung nach eignet sich weder Stil noch Sprachgefühl dafür, Talent für das bloße Erzählen ist da, wo es aber um Feinheiten geht, hakt es. Anna Wimschneiders "Herbstmilch" dürfte dafür ein Beispiel sein. Man sollte die Papierpreise erhöhen.

Gruß, Yeti
#gottmensch statt #gutmensch

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Staubkorn
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Donnerstag 2. Juli 2009, 21:15

Was für ein ehrliches und humorvolles [Punkt] [Punkt]
Eine Frau "aus dem Leben"!. Das beste, was ich je in diesem Forum "gehört" habe!
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Freitag 3. Juli 2009, 15:45

Seraph hat geschrieben:
Staubkorn hat geschrieben: Ich erlaube es mir einmal in der "wir" Form zu sprechen, weil Du Dich offentsichtlich bei meinem Statement persönlich angesprochen gefühlt hast, obwohl ich diejenige meinte, die ich zitiert habe.
Ich teile Yetis Auffassungen in hohem Maße, vor allem die Einschätzung "Ganz grundsätzlich ist mir aufgefallen, wie wenig die Autorin in sich ruht.", nur, daß das Buch - in Unterscheidung zu Yeti - bei mir eben nicht auf Sympathie stößt.
Jetzt zu einem anderen Thema: Welche kannst Du denn empfehlen? Und welche hast Du gelesen?
Wie sich herausgestellt hat, scheint es ja dasselbe Thema zu sein, weshalb ich auch für eine Umbenennung des Threads in "Bücher über das Klosterleben" (oder so) bin. WiMRE hatte ich im Laufe des Threads noch andere Bücher erwähnt (solche, die ich nicht gelesen habe, würde ich nicht empfehlen). Anyway, zu den beiden genannten zum Beispiel

Das Zeichen des Jona (Thomas Merton)
Contemplation in a world of action (Thomas Merton)
Das Recht, fröhlich zu sein (Mother Mary Francis/Mary Francis Aschmann)
Die innere Burg (Teresa von Avila)
Das Buch der Klostergründungen (Teresa von Avila)
Edith Stein: Schwester Teresia Benedicta a cruce, Philosophin und Karmelitin; ein Lebensbild, gewonnen aus Erinnerungen und Briefen, Freiburg (Teresia Renata de Spiritu Sancto OCD)
und sogar noch, als leckeren Bissen
Geschichte einer Nonne (Katherine Hulme)

Ich würde die Diskussion gerne nochmals aufgreifen. Ich habe mir das Interview mehrmals angehört und habe eine "starke" Frau vor mir gesehen. Die wusste was sie wollte, die nicht aus einer "Not" heraus ins Kloster gegangen ist und die auch Humor besitzt und interessante Dinge aus dem Kloster berichtet. Das alles nicht idylisch aufgemacht ist, wird sicherlich den einen oder der anderen stören. Aber ich persönlich habe keinen verträumten und verklärten Blick bezüglich des Klosterlebens.
Und habe ihre Geschichte auch geglaubt.
Was lässt es in Menschen nur zu, so manches "schlechtes" über sie zu schreiben? Ist das eigene Leben so umfangreich "religiös"- "positiv"? War es ein "in sich selbst ruhen", als man über die ehemalige Nonne abwertendes geschrieben hat?
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Freitag 3. Juli 2009, 15:53

Ich habe das Interview nicht gehört, kann aber aus meiner Erfahrung nur eines sagen: Menschen mit einem sehr selbstbewussten Auftreten, einer kräftigen Stimme etc., die eine starke Sicherheit ausstrahlen, sind oft im Inneren sehr schwach und unsicher. Man sollte sich nicht von der Äußerlichkeit blenden lassen.

Übrigens lese ich genau das auch aus dem Buch heraus: ein starkes Auftreten, um die innere Unsicherheit zu überwinden.

Willst du wirklich behaupten, ihr Eintritt sei eine sichere Entscheidung gewesen? Ihre Motivation klar? Das sagt sie doch nicht einmal selber.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Freitag 3. Juli 2009, 19:10

Höre Dir das Interview an. Aber ich denke, Du wirst bei der gleichen Meinung bleiben.
Denn Du urteilst bereits vorab, obwohl Du ihre Stimme nicht gehört hast. Ich finde das furchtbar!
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Freitag 3. Juli 2009, 19:13

Als professioneller Chorleiter kann ich dir sagen, dass eine Stimme viel sagen kann - und wenig. Ich werde mir das Interview anhören. Aber machst du die Stärke einer Persönlichkeit wirklich nur an der Stimme fest?
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Freitag 3. Juli 2009, 19:31

Was schreibst Du da für einen Unsinn?
Natürlich nicht oder glaubst Du ich habe den Inhalt nicht gehört weil es chinesisch war? :vogel:
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