"Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

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anneke6
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von anneke6 » Freitag 3. Juli 2009, 19:39

cantus planus hat geschrieben:… Menschen mit einem sehr selbstbewussten Auftreten, einer kräftigen Stimme etc., die eine starke Sicherheit ausstrahlen, sind oft im Inneren sehr schwach und unsicher. […]
Stimmt wahrscheinlich. Ich habe eine tiefe Donnerstimme, aber hinter der versteckt sich ein kleines Mädchen…
???

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cantus planus
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Freitag 3. Juli 2009, 19:53

Ich habe es dreimal nacheinander gehört, und meine Meinung hat sich 100% bestätigt. Gute Formulierungen, aber keine konkreten Aussagen. Die Stimme fällt aus ihrer Normallage, als sie gefragt wird, was nach dem Ausbruch aus ihrem Elternhaus kam. Diese Frage blockt sie auch rasch ab. Ist allerdings auch ihr gutes Recht.

Ferner spricht sie sehr klar in der Ich-Form, was mir zunächst gefällt. Wenn es konkret um sie geht, fällt sie oft in die Man-Form. Es überwiegen Formulierungen wie "wahrscheinlich", "sicherlich", "vermutlich"... Der Humor - den ich übrigens gar nicht bemerke -, eine gewisse schützende Heiterkeit kommt genau an den Punkten, wo es um Gott geht, an den (wenigen) Punkten, wo es konkret wird.

Mir fällt übrigens befremdlich auf, dass sie offenbar nicht weiß, was in ihrem Buch steht. Die Zitate der Moderatorin hat sie offenbar nicht erkannt. Außerdem widerspricht sie mehrfach den Aussagen ihres Buches. Der Prozeß des Eintritts ist im Buch vollkommen anders dargestellt. Hochinteressant auch die Aussagen über Autorität, die ich hier am liebsten Satz für Satz zitierte und analysierte. Aber das führt zu weit. Der nächste Absatz sofort wieder mit versteckter Unsicherheit.

Sie wirkt sympatisch und ist das sicherlich auch. Aber meine Auffassung oben hat sich voll bestätigt. Sie kann sich einfach nicht festlegen.
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Raimund J.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Raimund J. » Freitag 3. Juli 2009, 21:41

Staubkorn hat geschrieben:
Ich würde die Diskussion gerne nochmals aufgreifen. Ich habe mir das Interview mehrmals angehört und habe eine "starke" Frau vor mir gesehen. Die wusste was sie wollte, die nicht aus einer "Not" heraus ins Kloster gegangen ist und die auch Humor besitzt und interessante Dinge aus dem Kloster berichtet. Das alles nicht idylisch aufgemacht ist, wird sicherlich den einen oder der anderen stören. Aber ich persönlich habe keinen verträumten und verklärten Blick bezüglich des Klosterlebens.
Und habe ihre Geschichte auch geglaubt.
Was lässt es in Menschen nur zu, so manches "schlechtes" über sie zu schreiben? Ist das eigene Leben so umfangreich "religiös"- "positiv"? War es ein "in sich selbst ruhen", als man über die ehemalige Nonne abwertendes geschrieben hat?
Ich kann weder mit dem Buch noch mit dem teilw. gehörten Interview viel anfangen. Genauer gesagt, fand ich das Buch sogar noch interessanter als die im Radio gehörte Person. Ich bin eigentlich sehr aufgeschlossen gegenüber "interessanten" Leuten, aber zu den Aussagen der Frau Peters finde ich überhaupt keinen Bezug aus meinen eigenen Lebenserfahrungen. Das was die Autorin da erzählt erscheint alles so oberflächlich und vage. Man hat ständig den Eindruck sie projeziert lediglich die interssante Roman-Story zurück auf ihre eigene Person und versucht alles wirklich eigene private zu verschweigen (wozu sie ja auch das Recht hat) oder zu überspielen. Kurz und bündig gesagt, ich habe das Gefühl irgend etwas stimmt da nicht.
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Raphaela
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Raphaela » Sonntag 26. Juli 2009, 10:02

Veronika Peters hat inzwischen ein zweites Buch geschrieben. Hat das jemand von euch gelesen? - Es geht anscheinend um etwas, was sie auch in ihrer Kindheit erlebt hat, nämlich Gewalt.
Sie selbst behauptet, sie konnte das Buch erst schreiben, nachdem sie ihre Kindheit verarbeitet hatte. Einige Aussagen hier im Tread geben mir das Gefühl, dass sie eben einiges noch nicht verarbeitet hat. Wie wird das von euch gesehen?

Maja
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Maja » Sonntag 26. Juli 2009, 20:40

"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

BrunoBerlin
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von BrunoBerlin » Montag 27. Juli 2009, 01:37

Es gibt ein Buch über den umgekehrten Weg: "Und plötzlich Nonne" von Sr.Katharina Schridde.

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Maria Walburga
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Maria Walburga » Samstag 1. August 2009, 22:18

Wobei die Bezeichnung "Nonne" bei einer evangelischen Schwester doch eigentlich gar nicht üblich ist... :hmm:

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Solange er das nicht ist, ist sein Friede nicht voll.“
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BrunoBerlin
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von BrunoBerlin » Sonntag 2. August 2009, 01:05

oder doch, denn am Augustinerkloster in Erfurt - wo Sr.Katharina inzwischen ordinierete Superiorin ist- steht: "Wir sind eine Gemeinschaft ev.luth.Benediktinerinnen". So leben also dort, wo Luther Mönch war nun lutherische "Nonnen" - so schließt sich der Kreis der Kirchengeschichte.

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Peti
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Peti » Mittwoch 19. August 2009, 16:29

Viel interssannter als Veronika Peters: Das Interview mit Sr.Maximiliana auf Bayern 2:
http://www.br-online.de/bayern2/eins-zu ... 55427.xml
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Staubkorn
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Mittwoch 19. August 2009, 20:00

Peti hat geschrieben:Viel interssannter als Veronika Peters: Das Interview mit Sr.Maximiliana auf Bayern 2:
http://www.br-online.de/bayern2/eins-zu ... 55427.xml
Na dann hör ich da aber mal rein! ;D

Fängt ja schon mal gut an...!"I hab en schwarzen Schleier an..." :maske: Sorry, es gibt leider keinen Smilies mit schwarzen Schleier. Sollte mal eingeführt werden für ein christliches Forum! :motz:
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

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cantus planus
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 19. August 2009, 20:04

Wenn ich das Interview anklicke, kriege ich die Mediaplayerleiste. Bei mir steht zwar "bereit", aber es tut sich nix. :achselzuck:
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cantus planus
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 19. August 2009, 20:07

cantus planus hat geschrieben:Wenn ich das Interview anklicke, kriege ich die Mediaplayerleiste. Bei mir steht zwar "bereit", aber es tut sich nix. :achselzuck:
Nachtrag: Bei mir klappt's hier: http://www.podcast.de/episode/1114656/S ... 11.2.29
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Staubkorn
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Mittwoch 19. August 2009, 20:09

Bei mir tut sich was...allerdings sind die Interviews extrem kurz...Also I weiß net... :traurigtaps:
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cantus planus
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 19. August 2009, 20:10

Klick mal auf meinen Link. Der bringt - glaube ich - das komplette Interview.
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Staubkorn
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Staubkorn » Mittwoch 19. August 2009, 20:25

Danke, ich bin jetzt aber mal gespannt... 8)
Ein Altvater wurde gefragt: "Was ist Demut?"
Er antwortete: "Demut ist, wenn du einem Bruder vergibst, der gegen dich gesündigt hat, noch bevor er selbst zu dir kommt und dich um Vergebung bittet."

Raimund J.
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 19. August 2009, 22:58

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Joergten
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Joergten » Mittwoch 18. Mai 2011, 13:20

Ich bin eigentlich sehr enttäuscht von der Diskussion über dieses tolle Buch. Ich selber habe durch den Kontakt zu einem Benediktinerinnenkloster, in dem eine Schwägerin von mir lebt, eigene Einblicke in das Klosterleben erhalten.

Veronika Fischer schreibt sehr treffend und nahe gehend, wie sie die ersten Jahre im Kloster erlebt. Wer mit dem Klosterleben zu tun hat, wird spüren, wie echt ihre Gefühle sind, die sie beschreibt.

Eine Benediktinerin, die mir dieses Buch empfahl, sagte: "Ich kann gar nicht aufhören in diesem Buch zu lesen!!" Ob sie das gesagt hätte, wenn sie damit nicht einverstanden war?

Dass sie die Namen geändert hat, ist doch klar...es ist kein Tatsachenbericht, sondern ein Roman

Ecce Homo
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 18. Mai 2011, 15:31

Herzlich willkommen hier im Kreuzgang...
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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Seraph
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Seraph » Donnerstag 19. Mai 2011, 14:01

Joergten hat geschrieben: Veronika Fischer schreibt sehr treffend und nahe gehend, wie sie die ersten Jahre im Kloster erlebt. Wer mit dem Klosterleben zu tun hat, wird spüren, wie echt ihre Gefühle sind, die sie beschreibt.
Du gestattest, daß zumindest ich eine andere Meinung habe. Wer in ein Kloster eintritt und als so ziemlich erstes (WiMRE) das Kruzifix abhängt, ist am falschen Ort. Da hätte sie mal auf die Echtheit ihrer Gefühle achten sollen…
Ein düsterer Seraph möchte wohl selbst den dreieinigen Gott erschrecken.
(Mother Mary Francis)

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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Raphaela » Sonntag 6. November 2011, 16:44

Veronika Peters war in einer Sendung eingeladen.
Hier der Link:
http://tvthek.orf.at/programs/1651-Stoeckl-am-Samstag
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Senensis
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Senensis » Sonntag 6. November 2011, 21:50

Wenn man Frau Peters so reden hört, hat man den Eindruck, daß sie von Anfang an sich selbst gesucht hat... was dem Sinn des Klosterlebens diametral entgegen steht.
et nos credidimus caritati

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Yeti
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Yeti » Montag 7. November 2011, 23:48

Joergten hat geschrieben:Eine Benediktinerin, die mir dieses Buch empfahl, sagte: "Ich kann gar nicht aufhören in diesem Buch zu lesen!!"
Das sind eindeutige Anzeichen von Besessenheit, zumindest ganz offenbar eine Zwangshandlung. Soll's ja auch bei Benediktinern geben. Deswegen "blüht" der Orden auch so. :pfeif:
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Raimund J.
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Re: Schutz

Beitrag von Raimund J. » Dienstag 8. November 2011, 21:40

Hab mir eben den Strang nochmal durchgelesen und komm nicht drum rum dieses nette Zitat von unserem lieben sofaklecks nochmal zu würdigen! :)
sofaklecks hat geschrieben: Ich komme langsam zu dem Schluss, dass man sich auf keinen Wegen so sehr verirren kann wie auf denen, auf denen man die Liebe oder Gott sucht.
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Lucilla
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Lucilla » Dienstag 8. November 2011, 22:30

Ich habe am Samstag Frau Veronika Peters gesehen in der ORF Sendung"Stöckl am Samstag" und war jetzt überrascht über den Inhalt des Buches hier gleich informiert zu werden. Jetzt weiss ich, daß ich mir dieses Buch nicht kaufen werde. Es ging um den kath. Glauben und ich finde, dass es nicht klug war Frau Peters einzuladen. Ich habe ihre Aussagen schon nicht so gut gefunden. Wie es wohl P.Karl Wallner gegangen ist?
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Yeti
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Re: Schutz

Beitrag von Yeti » Mittwoch 9. November 2011, 22:24

Raimund Josef H. hat geschrieben:Hab mir eben den Strang nochmal durchgelesen und komm nicht drum rum dieses nette Zitat von unserem lieben sofaklecks nochmal zu würdigen! :)
sofaklecks hat geschrieben: Ich komme langsam zu dem Schluss, dass man sich auf keinen Wegen so sehr verirren kann wie auf denen, auf denen man die Liebe oder Gott sucht.
Das ist richtig; aber außerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. Gefühle können irren und dauern oft nur fünf Minuten. Da lohnt es sich abzuwarten.
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overkott
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Re: Schutz

Beitrag von overkott » Montag 14. November 2011, 15:10

Yeti hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Hab mir eben den Strang nochmal durchgelesen und komm nicht drum rum dieses nette Zitat von unserem lieben sofaklecks nochmal zu würdigen! :)
sofaklecks hat geschrieben: Ich komme langsam zu dem Schluss, dass man sich auf keinen Wegen so sehr verirren kann wie auf denen, auf denen man die Liebe oder Gott sucht.
Das ist richtig; aber außerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. Gefühle können irren und dauern oft nur fünf Minuten. Da lohnt es sich abzuwarten.
Da ist irgendwo was dran. Aber nicht unbedingt.

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Eremitin
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Re: "Was in zwei Koffer passt" von Veronika Peters

Beitrag von Eremitin » Donnerstag 7. März 2019, 08:18

Habe in diesen Tagen erneut das Buch von Veronika Peters gelesen und habe es diesmal mit mehr Wohlwollen gelesen, für eine junge Frau, die eigentlich Wärme und Zugehörigkeit sucht, da sie ungeborgen aufgewachsen ist, eine Rebellin geworden ....jedenfalls stellt sie sich so da. Ich habe sie einmal persönlich getroffen, sie war damals gerade 18 und es war der Sterbetag meiner Großmutter. Sie fuhr eine Franziskanerin, die sich um die tote Oma liebevoll in diesen schweren Stunden gekümmert hat. Später erfuhr ich von dem Klostereintritt in der hessischen! Abtei, der sie zum Erstaunen der Franziskanerinnen, bei denen sie einige Zeit vorher gelebt hatte( wird im Buch nicht erwähnt) fast 13 Jahre angehörte. Niemand hätte ihr diese lange Zeit zugetraut, da es ihr an spirituellem Wissen und Glauben fehlte. Sie erschien mir in diesen wenigen Stunden, da wir uns trafen, sehr schüchtern, aber auch irgendwie schwierig und auf der Suche. Eine Freundin wurde sie mir nicht, bin ich ja auch 12 Jahre älter und damals selbst eine Suchende. Nun zum Buch: fast alles verfremdet, auch ihr Vorname, der eigentlich ihr Klostername ist( kommt im Buch nicht vor, dass man als Nonne einen neuen Namen erhält). Ihr schwieriger Aufenthalt dort, ihr Trotz und das wenige Katholische, das sie benennt, bleiben an der Oberfläche. kein Buch, wenn man tiefer in die benediktinische Spiritualität einsteigen will. Was mich aber immer noch wundert, ist, dass sie so lange bleiben konnte. Sie ging z.B. nie beichten. Blieb eigentlich immer eine sperrige Zuschauerin, auch im Nonnenkleid, das für sie eher eine nette Verkleidung darstellte. Am Ende ging sie einfach so mit einem Mann, der allerdings gut zu ihr passt und mit dem sie glücklich wurde. Schicksal oder Fügung? Ich denke das zweite.

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