Heilige

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
Tatiana
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Drei Hierarchen

Beitrag von Tatiana »


Am 12. Februar (30. Januar) feiert die orthodoxe Kirche das Gedächtnis der HL. DREI HIERARCHEN UND LEHRER der ÖKUMENE:
BASILIOS des GROSSEN, GREGOR des THEOLOGEN und JOHANNES CHRYSOSTOMOS.

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ave_maria
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Beitrag von ave_maria »

Am 13.02. den Gedenktag der Hl. Irmengild von Pfullingen (Klostergründerin)!

http://www.heiligenlexikon.de/start.htm ... lingen.htm

Am 5. 6. feiern die Katholiken den gedenktag des Hl. Bonifatius (Wynfreth, Winfried)! Namenspatron von unserm Pastor!

http://www.heiligenlexikon.de/start.htm ... nfried.htm

Tatiana
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Hl. Gregor Palamas

Beitrag von Tatiana »


Am 2. Sonntag der Großen Fastenzeit gedenkt die orthodoxe Kirche des hl. Gregor Palamas


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Tatiana
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Selige Matrona von Moskau

Beitrag von Tatiana »


Die Selige Matrona von Moskau (*1885 – †1952)


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Die selige Matrona (Matrona Dmitrievna Nikonova) wurde am 9. (22.) November 1885 im Dorf Sebino bei Tula in einer frommen, gottesfürchtigen Familie geboren. Von Geburt an war sie blind, sie hatte sogar gar keine Augen, aber Gott schenkte ihr geistiges Sehvermögen. Schon als Kind konnte sie nicht nur Sünden, Fehler oder sogar Gedanken von Menschen sehen, sondern sie hatte auch die Gabe, die Zukunft vorauszusehen. Die selige Matrona verzichtete auf die Ehe und widmete sich ihr ganzes Leben lang dem Dienste an Gott und den Menschen nach der Weise des heiligen Evangeliums. 1925 zog die Selige nach Moskau, wo sie allen Leidenden – den Kranken, Armen, Ratlosen und Verlassenen durch ihre Fürbitte bei Gott half. Aber vor allem half die Heilige den Menschen ein frommes, christliches Leben zu führen. Ihr fast drei Jahrzehnte langes Leben in Moskau war ein beständigen Kampf gegen das Böse; sie lebte in absoluter Askese und in steter Bereitschaft, jedem Bedürftigen zu Hilfe zu kommen. Die Heilige Matrona entschlief am 19. April (2. Mai) 1952. Aus Dankbarkeit für das Gute, das die Selige den Menschen erwiesen hatte, kamen viele Gläubige zu ihrem Grab, um die Ruhe ihrer Seele zu beten. Auch heute kommen viele Menschen zu "Mütterchen Matrona" ins Pokrovskij-Frauenkloster in Moskau, wo jetzt ihre heiligen Reliquien ruhen. Und die Selige antwortet darauf mit Gegenliebe: Die Betenden erhalten sofort Hilfe und Trost, die Kranken werden geheilt, die schweren Alltags- und Lebensprobleme werden auf wunderbare Weise gelöst – auf die Fürbitten der heiligen seligen Mutter Matrona.

Heilige Selige Mutter Matrona, lege für uns Fürbitte bei Gott ein!


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HeGe
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Beitrag von HeGe »

Die katholische Kirche gedenkt heute des Heiligen Kirchenlehrers Athanasius.

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Tatiana
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Allerheiligensonntag

Beitrag von Tatiana »


Am ersten Sonntag nach Pfingsten feiert die Orthodoxe Kirche das Fest "Allerheiligen"


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Hebr. 11,33 – 12,2

11,32 Und was soll ich noch aufzählen? Die Zeit würde mir nicht reichen, wollte ich von Gideon reden, von Barak, Simson, Jiftach, David und von Samuel und den Propheten; 33 sie haben aufgrund des Glaubens Königreiche besiegt, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft, 34 Feuersglut gelöscht; sie sind scharfen Schwertern entgangen; sie sind stark geworden, als sie schwach waren; sie sind im Krieg zu Helden geworden und haben feindliche Heere in die Flucht geschlagen. 35 Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung zurückerhalten. Einige nahmen die Freilassung nicht an und ließen sich foltern, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. 36 Andere haben Spott und Schläge erduldet, ja sogar Ketten und Kerker. 37 Gesteinigt wurden sie, verbrannt, zersägt, mit dem Schwert umgebracht; sie zogen in Schafspelzen und Ziegenfellen umher, Not leidend, bedrängt, misshandelt. 38 Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in den Höhlen und Schluchten des Landes.
39 Doch sie alle, die aufgrund des Glaubens (von Gott) besonders anerkannt wurden, haben das Verheißene nicht erlangt, 40 weil Gott erst für uns etwas Besseres vorgesehen hatte; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden.

12,01 Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, 02 und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.

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Tatiana
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Sunday of All Saints

Beitrag von Tatiana »

Metropolit Anthony (Bloom) von Sourosh hat geschrieben:SUNDAY OF ALL SAINTS
June 9, 1996

To-day we are keeping the Day of All Saints, of all those who have heard Christ speak, whose hearts and minds have been set afire, and went out into the world to bring to the whole world the good news. The news that God has so loved the world, that He has entered into it never to leave it, and that in His Resurrection He has taken all that is the world - in His Flesh the whole visible world, in His soul all the human world - and has established it on the right hand of the Father.

This is not only the glory of the Church, it is a call addressed to each of us. To-day we are called by the Gospel, we are encouraged by the Epistle, so to love God as to become truly His disciples, and that means that our faith in Him must be and become, day after day, more truly faithful, so that seeing us, seeing how we live, seeing who we are, people could believe that Christ has come to save the world and is worth following as a Master and as a Friend.

St James, speaking to people of his time said: If you want to show me your faith without your works, I will show you my faith by my works… Let us then go into the world to bring to a world which is in great misery now, in distress that it has lost its way, the good news. Not only the news that God has come and is in our midst, that He has shown us the way, that He is the way and He has given an example for everyone to follow, not in a slavish way, not as a hireling, but with the joy that following this way means that we are fulfilled and that life is deep in us and it can flow on to others.

This is the message of to-day's feast. In the next two weeks we will keep more particularly the feast of the Saints of Russia, and the feast of the Orthodox Saints of these islands, - people of our blood, our flesh, our kin. Let us think of them and let us try to live in such a way that they may rejoice that they have a following worthy of Christ and worthy of their lives. Amen.


Tatiana
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Hl. Hiob von Potschajew

Beitrag von Tatiana »

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Am 10. September (28. August) gedenkt die Orthodoxe Kirche des hl. Hiob von Potschajew

Der hl. Hiob (Iwan Sheleso) wurde um 1550 in Galizien geboren. Schon als kleines Kind war er beseelt von einem großen Eifer für das geistige Leben. Im Alter von 9 Jahren verließ er das elterliche Heim und trat ins Ugornicki-Kloster (Karpaten) ein. Dort wurde er mit 12 Jahren Mönch. Er bewies große Demut, gänzliche Absage an den Eigenwillen und widmete seine ganze freie Zeit dem Gebet und dem Studium geistiger Literatur, so daß er bald in ganz Westrußland bekannt wurde. Als deshalb Fürst Konstantin Konstantinowitsch von Ostrog, der namhafte Verteidiger der Orthodoxie, in Dubno ein Kloster gründete zur Unterstützung des Volkes gegen den Proselytismus der Jesuiten und Polen, wandte er sich an den hl. Hiob, der eben zum Priester geweiht worden war, und übertrug ihm die Leitung dieser Klostergemeinschaft. 22 Jahre stand der Heilige dem Kloster der Kreuzerhöhung von Dubno vor, wo die Mönche streng nach der orthodoxen Tradition lebten. Doch da er sich innigst sehnte, wie ein einfacher Mönch zu leben, floh er eines Tages insgeheim und ging in die wenig bekannte Lawra von Potschajew. Das Licht kann indessen nicht unter dem Scheffel bleiben, und so wurde er auch bald zum Abt erhoben. Er führte ein richtiges Gemeinschaftsleben ein, erbaute eine Steinkirche und führte das Kloster zu hoher geistiger und materieller Blüte. Er nahm auch aktiven Anteil am Kampf gegen das Uniatentum und zeigte mit aller Deutlichkeit, daß sich die Fülle der Heiligkeit im Schoß der Orthodoxen Kirche befindet. Nachdem er das Große Schima empfangen hatte, ernannte er einen Nachfolger als Abt und zog sich zurück in eine völlig lichtlose unterirdische Höhle, wo er als Einsiedler lebte bis zu seiner Entschlafung im Alter von fast 100 Jahren am 28. Oktober 1651. Seine Reliquien wurden 8 Jahre später unverwest gefunden und wirken seither zahllose Wunder.

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Linus
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Re: Hl. Hiob von Potschajew

Beitrag von Linus »

Tatiana hat geschrieben:Große Schima
Hab doch tatsächlich beim ersten Lesen großes Schisma gelesen :roll: aber was ist ein(e) Schima?
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Tatiana
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Re: Hl. Hiob von Potschajew

Beitrag von Tatiana »

Linus hat geschrieben:
Tatiana hat geschrieben:Große Schima
Hab doch tatsächlich beim ersten Lesen großes Schisma gelesen :roll: aber was ist ein(e) Schima?

Über das (kleine, große) Schima hier :)

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Irenaeus
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Heilige Maurische Märtyrer - wer waren die?

Beitrag von Irenaeus »

Hallo,

Ich suche Informationen zu den Heiligen Maurischen Märtyrern, bin im Internet nicht sehr weit gekommen. Kann einer von Euch mir Näheres dazu sagen?

Dankbar für Eure Mühen grüßt Euch Irenaeus
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holzi
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Re: Heilige Maurische Märtyrer - wer waren die?

Beitrag von holzi »

Irenaeus hat geschrieben:Hallo,

Ich suche Informationen zu den Heiligen Maurischen Märtyrern, bin im Internet nicht sehr weit gekommen. Kann einer von Euch mir Näheres dazu sagen?

Dankbar für Eure Mühen grüßt Euch Irenaeus
Gib mal in Google "Thebaische Legion" ein! -> http://de.wikipedia.org/wiki/Thebaische_Legion
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sofaklecks
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Moritz

Beitrag von sofaklecks »

Auf die Legende vom Heiligen Mauritius bin ich im Zusammenhang mit der Geschichte der Heiligen Lanze(n) gestossen, die zu den Reichskleinodien gehört und früher in der Pfalz auf dem Trifels aufbewahrt wurde. Da ist natürlich einiges durcheinandergeraten, denn Mauritius stand nicht unter Kreuz und die Lanze ist ohnehin fränkischen Ursprungs.

Dargestellt wird er (nicht nur die Zwickauer Biertrinker kennen ihn so) als kriegerischer Mohr. Deshalb erhielt auch der kleine rabenschwarze Kater, der uns vor etwas mehr als einem Jahr zulief und der gerne rauft, den Namen Moritz.

In der Schweiz ist er bekannter als bei uns. Nicht umsonst trägt der mondänste Skiort der Welt seinen Namen.

sofaklecks

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Irenaeus
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Beitrag von Irenaeus »

Danke! Hat weitergeholfen!

:-)

- wie, ist das in Zwickau Bierbrauerschutzpatron?
Sag mal mehr davon!

Ok, ich bin mal durch St, Moritz durchgeradelt,... da hatte ich aber nur Augen für Radsportgeschäfte, weil mein Reifen zu platzen drohte. Habs dann doch noch bis bis zum Lago di Mezzola geschafft. :-)
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sofaklecks
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Zwickau, Bier und Freimaurer

Beitrag von sofaklecks »

Ich hatte 2002 in Zwickau einen grossen Prozess, bei dem ich den Termin selbst wahrgenommen habe, genau einen Tag vor der Flutkatastrophe. Dabei ist mir im Hotel das örtliche Bier aufgefallen.

Guckst du:

http://www.mauritius-brauerei.de/index_02.htm

Mauritius ist der Patron der Stadt. Im Osten ist seine Verehrung verbreitet; Magdeburg hat eine Reliquie von ihm.

Zwickau hat übrigens einen sehr sehenwerten Dom, der allerdings 2002 noch sehr revovationsbedürftig war. Durch den früheren Bergbau unter der Stadt sackt er regelreicht ab. Guckst du:

http://www.ferienland-erzgebirge.de/pag ... au/dom.htm

Ein Schlußstein mit der Darstellung der Dreifaltigkeit in Form eines dreiköpfigen Mannes ist mir erinnerlich. Dieser Schlußstein ist nicht nur mir aufgefallen. Guckst du:

http://www.freimaurer.org/cgi-bin/faq-d ... bol-Fragen

(Ziemlich in der Mitte; der Verweis ist eine kleine Rache von mir an Robert, über dessen Beitrag im Scientologie-Strang ich mich etwas innerlich mokiert habe. Aber was tut Gott? Spielt mir diesen hübschen Ball zu.)

sofaklecks

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Irenaeus
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Re: Zwickau, Bier und Freimaurer

Beitrag von Irenaeus »

sofaklecks hat geschrieben:Ich hatte 2002 in Zwickau einen grossen Prozess, bei dem ich den Termin selbst wahrgenommen habe, genau einen Tag vor der Flutkatastrophe. Dabei ist mir im Hotel das örtliche Bier aufgefallen.

Guckst du:

http://www.mauritius-brauerei.de/index_02.htm

Mauritius ist der Patron der Stadt. Im Osten ist seine Verehrung verbreitet; Magdeburg hat eine Reliquie von ihm.

Zwickau hat übrigens einen sehr sehenwerten Dom, der allerdings 2002 noch sehr revovationsbedürftig war. Durch den früheren Bergbau unter der Stadt sackt er regelreicht ab. Guckst du:

http://www.ferienland-erzgebirge.de/pag ... au/dom.htm

Ein Schlußstein mit der Darstellung der Dreifaltigkeit in Form eines dreiköpfigen Mannes ist mir erinnerlich. Dieser Schlußstein ist nicht nur mir aufgefallen. Guckst du:

http://www.freimaurer.org/cgi-bin/faq-d ... bol-Fragen

(Ziemlich in der Mitte; der Verweis ist eine kleine Rache von mir an Robert, über dessen Beitrag im Scientologie-Strang ich mich etwas innerlich mokiert habe. Aber was tut Gott? Spielt mir diesen hübschen Ball zu.)

sofaklecks
Das Bier muss ich mal probieren :-)
Deine Links sind alle sehr interessant. Vielen Dank!
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Irenaeus
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Beitrag von Irenaeus »

:ikb_bash:

Na klar.. St. Maurice et Maur in Clervaux in Luxemburg.......

Ich Trottel hätte da mal besser nachdenken sollen, aber Ihr habt mich drauf gebracht.

Merci vielmal!
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Walter
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Re: Hl. Tatiana

Beitrag von Walter »

HeGe hat geschrieben:
Tatiana hat geschrieben:25. (12.) Januar Gedächtnis der heiligen Märtyrerin Tatiana von Rom
Kann man dir dann zum Namenstag gratulieren?
Heute ist es wieder mal soweit. Alles Gute also, liebe Tatiana! :freude:
γενηθήτω το θέλημά σου·

HeGe
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Beitrag von HeGe »

Dann auch von mir mit einem Tag Verspätung erneut einen Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen zum Namenstag!
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Mauritius
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Beitrag von Mauritius »

Ich will hier kurz ergänzen, daß es sich lohnt mal den "Mauritius" im Magdeburger Dom zu besuchen.

Er ist nicht nur ein früher Heiliger der thebäischen Legion, sondern auch eine wunderschöne gotische Bildplastik aus dem 13. Jahrhundert, übrigens die erste realistische Darstellung eines Afrikaners auf deutschem Boden.

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Irenaeus
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Beitrag von Irenaeus »

Mauritius hat geschrieben:Ich will hier kurz ergänzen, daß es sich lohnt mal den "Mauritius" im Magdeburger Dom zu besuchen.

Er ist nicht nur ein früher Heiliger der thebäischen Legion, sondern auch eine wunderschöne gotische Bildplastik aus dem 13. Jahrhundert, übrigens die erste realistische Darstellung eines Afrikaners auf deutschem Boden.
Besuch ist vorgemerkt :-)
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overkott
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Brasiliens neuer Heiliger

Beitrag von overkott »

Der selige Franziskaner Antonio de Sant'Anna Galvao wird der erste Heilige sein, der 1739 in Brasilien geboren wurde. Er stammt aus einer frommen Familie der Oberschicht. Mit 13 Jahren sandte ihn sein Vater zu den Jesuiten in Belém, empfahl ihm jedoch später, zu den Franziskanern zu gehen.

Mit 21 Jahren trat er ins Noviziat im Bonaventura-Kloster in Macacu, Rio de Janeiro, ein. Nach seiner feierlichen Profess ein Jahr später, wurde er ein weiteres Jahr später am 11. Juni zum Priester geweiht und zu den Franziskanern nach Sao Paulo geschickt. Dort wurde er 1768 zum Prediger, Beichtvater und Pförtner eingeteilt.

Bruder Antonio betreute vor allem fromme Frauen einer teresianischen Gemeinschaft, die sehr viele Berufungen anzog. 28 Jahre lang setzte er sich ein für den Bau des Konvents und der Kirche, die am 15. August 1802 geweiht wurde. Sein Hauptwerk bestand in einer hervorragenden Regel für die Frauen, die seine klare Persönlichkeit offenbart. 1929 wurde das Konvent ein Kloster des Ordens der Unbefleckten Empfängnis.

1781 wurde Bruder Antonio zum Novizenmeister im Bonaventura-Konvent in Macacu ernannt und 1798 Guardian bei den Franziskanern in Sao Paulo. Drei Jahre später wurde er wieder gewählt. Doch seine Frauenkongregation und der Bischof wandten sich an den Provinzial mit der Bemerkung: "Kein Einwohner dieser Stadt kann das Fehlen dieses Priesters auch nur einen Augenblick ertragen..." So kehrte er zurück. 1802 wurde er Definitor, sechs Jahre später Generalvisitor und Kapitelpräsident. Aus gesundheitlichen Gründen musste er diese Aufgaben jedoch aufgeben.

Drei weitere Jahre später gründete er das Sankt-Klara-Kloster in Sao Paulo. Nach elf Monaten kehrte er ins Franziskus-Kloster zurück. Im Alter durfte er bei seinen frommen Frauen wohnen. Er starb einen Tag vor Heiligabend 1822. In der Kirche der teresianischen Gemeinschaft wurde er begraben. Noch heute ist sein Grab eine Pilgerstätte.

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elvira
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Beitrag von elvira »

Bin über die Zeitschrift "Feuer und Licht" auf die Hl. Elisabeth Feodorowna gestoßen:

Hll. Märtyrerinnen Grossherzogin Elisabeth Feodorowna und ehrw. Barbara († 1918).
http://tbn0.google.com/images?q=tbn:DHx ... eth-04.JPG

http://tbn0.google.com/images?q=tbn:t-a ... orovna.jpg


Großherzogin Elisabeth (russ. Elisaweta) Feodorowna kam 1864 zur Welt, als Tochter von Großherzog Ludwig IV. von Hessen-Darmstadt und Prinzessin Alice, Tochter der Königin Victoria von England. Sie war die Schwester von Zarin Alexandra. Auch sie bekehrte sich vom Protestantismus zur Orthodoxie, als sie den russischen Großherzog Sergij Alexandrowitsch heiratete, und widmete sich mit Hingabe der Armenhilfe. Während dem russisch-japanischen Krieg organisierte sie Ambulanzdienste und Notspitäler, um die Verwundeten aufzunehmen.

Am 18.2.1905 wurde ihr Gemahl von einem Terroristen ermordet. Elisabeth nahm ihre Witwenschaft mit Resignation auf und besuchte den Mörder zwei Tage nach der Tat im Gefängnis, um ihn zur Umkehr zu Gott zu bewegen. Dann bat sie ihren Schwager, den Zaren, den Mann zu begnadigen. Sie sollte bis an ihr Lebensende für seine Seele beten. Nachdem sie sich entschlossen hatte, ihr ganzes weiteres Leben Gott zu weihen, verkaufte die hl. Elisabeth ihre kostbaren Kunstsammlungen und gründete in Moskau das Kloster der Hll. Martha und Maria, das sie den Werken der Barmherzigkeit widmete.

Im Frühjahr 1918 wurde sie zusammen mit zwei Mönchinnen dieses Klosters, Katharina und Barbara, von den Bolschewiken festgenommen. Katharina wurde bald freigelassen, doch Barbara gelang es, bei Elisabeth zu bleiben und ihr Martyrium zu teilen. In der Nacht auf den 18. Juli 1918, am Tag nach der Hinrichtung der Zarenfamilie, wurde die Heilige zusammen mit anderen überlebenden Mitgliedern der Romanow - Dynastie lebendig in einen 80 m tiefen Stollen des Bergwerks Alapajewski gestürzt. Man warf ihnen einige Handgranaten nach, die explodierten.
Ihre Reste wurden im folgenden Oktober geborgen, nachdem man an dem Ort Hymnengesang und Gebete vernommen hatte. Der Leib der hl. Elisabeth war von einem Felsvorsprung in etwa 20 m Tiefe aufgefangen worden und unversehrt. Die kostbare Reliquie wurde zusammen mit den Gebeinen der Mönchin Barbara via Sibirien und Peking nach Jerusalem verbracht, wo sie in der Kirche des von Zar Alexander III. erbauten Klosters Maria Magdalena am Ölberg beigesetzt wurden. (© Das Synaxarion, S. 662)

Bitte um Entschuldigung, dass ich die Fotos nicht direkt abbilden konnte; weiss leider nicht, wie das geht.
E.
Und hätte ich auch alle begehbaren Sünden auf dem Gewissen, ich ginge hin, das Herz von Reue gebrochen, mich in die Arme von Jesus zu werfen, denn ich weiss, wie sehr Er das verlorene Kind liebt, das zu Ihm zurückkehrt (Thérèse von Lisieux).

Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

Um mehr über Heilige zu erfahren, lohnt es sich einen Blick in das ökumenische Heiligenlexikon zu werfen. - Ein paar Heilige sind auf diesen Seiten hier (= Kreuzgang) dadurch schon vorgestellt worden. - Was ich selbst interessant finde: Ein evangelischer Pfarrer hat dieses Internet-Heiligenlexikon angefangen und es zeigt immer/täglich die jeweiligen Heiligen der katholischen, evangelischen und orthoxen Kirche. Manchmal kommen auch noch andere christlichen Gemeinschaften dazu. Jeder kann übrigens an diesem Heiligenlexikon mitarbeiten, falls er Informationen zu den Heiligen hat, die noch nicht im Heiligenlexikon stehen.

www.heiligenlexikon.de

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