2 Fragen zum Priestertum

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
philipp
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2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von philipp »

Liebe Forumsgemeinschaft,

ich habe 2 Fragen zum Priestertum und freue mich über jegliche Antworten.

1. Interessiert mich welche Ausformungen des Priestertums es überhaupt gibt. Gibt es gewisse Vorgaben der KK die unbedingt zu erfüllen sind, um ein guter Priester zu sein? Wie frei ist man in der Auslebung seiner Berufung? Ich habe hier kein Gefühl dafür, was ein Priester tun darf und was nicht seiner Aufgabe entspricht.

2. Es kommt mir leider oft vor, dass vielen Priestern etwas in ihrem Leben fehlt. Sie wirken oft so, als hätten sie keine Energie und wären irgendwie ganz ausgelaugt. Das Gegenstück, also einen Priester, der wirklich Lebensenergie und Freude ausstrahlt sehe ich eher selten. Liegt das an der Schwierigkeit der Aufgabe (also den Pflichten der Priester)? Es beängstigt mich wirklich, dass ich so selten glücklich-wirkende Priester sehe :traurigtaps:.

Da ich selbst unter Umständen eine Priesterberufung ins Auge fasse sind mir diese Fragen doch sehr wichtig, so unausgegoren meine Gedanken dazu auch sind. Alles Liebe und Gottes Segen!


LGP

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Protasius
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Protasius »

philipp hat geschrieben:
Dienstag 6. Oktober 2020, 16:40
Liebe Forumsgemeinschaft,

ich habe 2 Fragen zum Priestertum und freue mich über jegliche Antworten.

1. Interessiert mich welche Ausformungen des Priestertums es überhaupt gibt. Gibt es gewisse Vorgaben der KK die unbedingt zu erfüllen sind, um ein guter Priester zu sein? Wie frei ist man in der Auslebung seiner Berufung? Ich habe hier kein Gefühl dafür, was ein Priester tun darf und was nicht seiner Aufgabe entspricht.

2. Es kommt mir leider oft vor, dass vielen Priestern etwas in ihrem Leben fehlt. Sie wirken oft so, als hätten sie keine Energie und wären irgendwie ganz ausgelaugt. Das Gegenstück, also einen Priester, der wirklich Lebensenergie und Freude ausstrahlt sehe ich eher selten. Liegt das an der Schwierigkeit der Aufgabe (also den Pflichten der Priester)? Es beängstigt mich wirklich, dass ich so selten glücklich-wirkende Priester sehe :traurigtaps:.

Da ich selbst unter Umständen eine Priesterberufung ins Auge fasse sind mir diese Fragen doch sehr wichtig, so unausgegoren meine Gedanken dazu auch sind. Alles Liebe und Gottes Segen!


LGP
Wir haben einen Strang, der möglicherweise einige deiner Fragen beantworten kann: Fragen zu Priesterbild/-seminar/-nachwuchs Ich werde mich auf deine erste Frage beschränken, für die zweite Frage gibt es hier berufenere Nutzer.

Zunächst mal gibt es die Ordenspriester und die Weltpriester. Ordenspriester leben üblicherweise in Gemeinschaft mit ihren Mitbrüdern in einem Kloster unter einem Oberen. Bei Weltpriestern hängt es bis zu einem gewissen Grade von ihrer Aufgabe ab, ob sie allein oder in Gemeinschaft leben. Die meisten Weltpriester sind in der Pfarrseelsorge eingesetzt, aber einige sind – manchmal auch nur mit einer bspw. halben Stelle – in der sogenannten Kategorialseelsorge eingesetzt, bspw. in der Hochschulseelsorge, Krankenhausseelsorge, Sterbebegleitung, Gefängnisseelsorge … Und es gibt natürlich die Priester, die hauptberuflich nicht seelsorglich eingesetzt sind, sondern bspw. als Hochschuldozenten wirken. Was davon man tut, entscheidet sich letztlich aufgrund der eigenen Fähigkeiten sowie den Erfordernissen und Entscheidungen des Bischofs bzw. des Ordensobern und ggf. des Personalchefs.

Ähnlich wie ein Arzt stets seine ärztlichen Fähigkeiten einsetzen muß, wenn ein Notfall vorliegt, sollte ein Priester grundsätzlich immer bereit sein, seelsorglich tätig zu werden, wo die Lage es erfordert (es gibt natürlich Ausnahmen, bspw. sollte ein Dozent nicht die Beichte seiner Studenten hören, falls die nicht gerade im Sterben liegen).

Der Codex des Kanonischen Rechts enthält einige Anordnungen bzgl. des Lebens der Kleriker; nicht alles ist verpflichtend, manches ist auch Empfehlung. Als Beispiel hier Can. 276:
CIC/1983 276 hat geschrieben:Can. 276 — § 1. In ihrer Lebensführung sind die Kleriker in besonderer Weise zum Streben nach Heiligkeit verpflichtet, da sie, durch den Empfang der Weihe in neuer Weise Gott geweiht, Verwalter der Geheimnisse Gottes zum Dienst an seinem Volke sind.

§ 2. Damit sie diese Vollkommenheit erreichen können:

1° haben sie vor allem die Pflichten ihres seelsorglichen Dienstes treu und unermüdlich zu erfüllen,

2° haben sie von dem zweifachen Tisch der Heiligen Schrift und der Eucharistie ihr geistliches Leben zu nähren; die Priester sind daher nachhaltig eingeladen, täglich das eucharistische Opfer darzubringen, die Diakone aber, täglich an seiner Darbringung teilzunehmen;

3° sind alle Priester wie auch die Diakone, die Anwärter auf den Presbyterat sind, zum täglichen Stundengebet gemäß den eigenen und gebilligten liturgischen Büchern verpflichtet; die ständigen Diakone haben es in dem von der Bischofskonferenz bestimmten Umfang zu verrichten,

4° sind sie ebenso zu geistlichen Einkehrtagen gemäß den Vorschriften des Partikularrechts verpflichtet;

5° wird ihnen nahegelegt, regelmäßig dem betrachtenden Gebet zu obliegen, häufig das Sakrament der Buße zu empfangen, die besondere Verehrung der jungfräulichen Gottesmutter zu pflegen und andere allgemeine und besondere Mittel der Heiligung zu benutzen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Vinzenz Ferrer
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

philipp hat geschrieben:
Dienstag 6. Oktober 2020, 16:40
Es kommt mir leider oft vor, dass vielen Priestern etwas in ihrem Leben fehlt. Sie wirken oft so, als hätten sie keine Energie und wären irgendwie ganz ausgelaugt.
Die Pastoralereferentinnen mit Doppelnamen, Kurzhaarfrisur und Tücherwirrwarr um den Hals rauben ihnen die Lebensenergie. :breitgrins: :D :breitgrins:

Im Ernst:
Die sichtbare Kirche, also die „Organisationsform“, sprich die Institution Kirche, ist natürlich betrachtet ein Haifischbecken, ein Schlangennest voller Niedertracht und Intrigen. Sich dauernd in so einem Milieu zu bewegen, ist Stress pur und birgt die Gefahr der Erschöpfungsdepression („burn out“).

Es gibt aber auch übernatürliche Aspekte: Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis. Der Priester kämpft an vorderster Front und ist vermehrt Attacken ausgesetzt. Auch das raubt Kraft.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Lycobates
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Lycobates »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
philipp hat geschrieben:
Dienstag 6. Oktober 2020, 16:40
Es kommt mir leider oft vor, dass vielen Priestern etwas in ihrem Leben fehlt. Sie wirken oft so, als hätten sie keine Energie und wären irgendwie ganz ausgelaugt.
Die Pastoralereferentinnen mit Doppelnamen, Kurzhaarfrisur und Tücherwirrwarr um den Hals rauben ihnen die Lebensenergie. :breitgrins: :D :breitgrins:

Im Ernst:
Die sichtbare Kirche, also die „Organisationsform“, sprich die Institution Kirche, ist natürlich betrachtet ein Haifischbecken, ein Schlangennest voller Niedertracht und Intrigen. Sich dauernd in so einem Milieu zu bewegen, ist Stress pur und birgt die Gefahr der Erschöpfungsdepression („burn out“).

Es gibt aber auch übernatürliche Aspekte: Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis. Der Priester kämpft an vorderster Front und ist vermehrt Attacken ausgesetzt. Auch das raubt Kraft.
Und wenn keine sakramentale Gnade (mehr) vorhanden ist, aus verschiedenen Gründen, woraus sich das geistliche Leben der Seele nährt, unter Gebet und Fasten, da bleibt einem nur die rein-menschliche Kraft, die schnell ausgeschöpft ist.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Trisagion
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Trisagion »

philipp hat geschrieben:
Dienstag 6. Oktober 2020, 16:40
2. Es kommt mir leider oft vor, dass vielen Priestern etwas in ihrem Leben fehlt. Sie wirken oft so, als hätten sie keine Energie und wären irgendwie ganz ausgelaugt. Das Gegenstück, also einen Priester, der wirklich Lebensenergie und Freude ausstrahlt sehe ich eher selten. Liegt das an der Schwierigkeit der Aufgabe (also den Pflichten der Priester)? Es beängstigt mich wirklich, dass ich so selten glücklich-wirkende Priester sehe :traurigtaps:.
Welchen Beruf darf ich denn da statt "Priester" einsetzen, so daß der Absatz nicht mehr stimmt? In welchem Beruf sind also die meisten Leute voller Freude und Lebensenergie, erfüllt und glücklich? (Frontpersonal bitte nur erwähnen, wenn man die nicht nur als Kunde erlebt hat, sondern auch hinter die Kulissen geschaut hat. Das in manchen Berufen besser professionell geschauspielert wird, glaube ich gerne.) Hinzu kommt, daß im Westen viele Priester im mittleren bis hohen Alter stehen. Die Abnutzungserscheinungen durch Leben und Beruf treten in dem Lebensabschnitt auch deutlicher zutage, vom Selbstzweifel angesichts des Sinkflugs des Lebens ("midlife crisis") mal zu schweigen...

Petrus
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Petrus »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis.

weißt du dazu Näheres?

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Vinzenz Ferrer
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:37
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis.

weißt du dazu Näheres?
Ja. Padre Pio hat von Attacken berichtet.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Lycobates
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Lycobates »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:43
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:37
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis.

weißt du dazu Näheres?
Ja. Padre Pio hat von Attacken berichtet.
Genügt nicht der 1. Petrusbrief des NT, woraus alltäglich ein Abschnitt in der Komplet verlesen wird?
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Vinzenz Ferrer
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:52
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:43
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:37



weißt du dazu Näheres?
Ja. Padre Pio hat von Attacken berichtet.
Genügt nicht der 1. Petrusbrief des NT, woraus alltäglich ein Abschnitt in der Komplet verlesen wird?
Du, das habe ich nicht ganz verstanden: Warum 1.Petrusbrief? :hmm:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Vinzenz Ferrer
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:37
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis.

weißt du dazu Näheres?
Ich hätte z.B. noch Papst Leo XIII. im Angebot.
Das Gebet zum Heiligen Erzengel Michael. Die Langversion gibt Aufschluss.
Heiliger Erzengel Michael
Langversion von Papst Leo XIII. (1810 - 1903)

Heiliger Erzengel Michael,
Du ruhmreicher Prinz der himmlischen Heerscharen,
verteidige uns in diesem schlimmen Krieg, den wir gegen Mächte und Gewalten,
gegen die Beherrscher der Welt der Finsternis
und gegen die bösen Geister in den Himmelshöhen führen müssen.
Komme den Menschen zu Hilfe,
die Gott nach seinem Bild und Gleichnis gemacht, unsterblich erschaffen,
und aus der Tyrannei des Teufels um einen teuren Preis erkauft hat.

Kämpfe - vereint mit dem Heer der seligen Engel – heute wieder so die Schlachten des Herrn,
wie Du einst gegen Luzifer, den Anführer des teuflischen Stolzes und seine abtrünnigen Engel gekämpft hast!
Denn sie siegten nicht! Ihre Stätte ward nicht mehr gefunden im Himmel.
Hinab gestürzt wurde stattdessen der grausame Drache, die alte Schlange,
die Teufel und Satan genannt wird und der die ganze Welt verführt.
Er wurde vom Himmel hinabgeworfen auf die Erde, und mit ihm all seine Engel.

Doch sieh! Der Urfeind hat sich wieder erhoben.
Der Menschenmörder hat wieder Mut gefasst.
Als Engel des Lichts verwandelt und getarnt schweift er mit einer Vielzahl böser Geister
in Raubzügen auf der Erde umher,
um hier den Namen Gottes und seines Gesalbten auszumerzen und sich der Seelen zu bemächtigen, die für die Krone ewigen Ruhms bestimmt waren,
um sie umzubringen und dem ewigen Untergang zu weihen.
Wie Abwasser gießt der feindselige Drache
das Gift seiner Bosheit auf Menschen, deren Geist und Herzen er verführt verdorben hat:
Den Geist der Lüge, der Ehrfurchtslosigkeit und Gotteslästerung;
den todbringenden Hauch der Ausschweifung und aller Laster und Gemeinheit.

Die überaus durchtriebenen Feinde erfüllen die Kirche,
die Braut des unbefleckten Lammes,
mit Galle und Bitterkeit und berauschen sie mit Wermut.
Ihre frevlerischen Hände haben sie an die heiligsten Schätze gelegt.
Selbst am heiligen Ort, wo der Sitz des heiligen Petrus und der Lehrstuhl der Wahrheit
zur Erleuchtung der Völker errichtet ist,
haben sie den Thron ihrer abscheulichen Gottlosigkeit aufgestellt,
voller Heimtücke, damit, nachdem der Hirt geschlagen ist,
sie auch die Herde zerstreuen können.

Erhebe Dich also, unbesiegbarer Prinz,
und stehe dem Gottesvolk gegen den Ansturm der bösen Geister bei! Gib Du ihm den Sieg!
Die heilige Kirche verehrt Dich als ihren Hüter und Beschützer.
Du bist ihr Ruhm, weil Du sie gegen die bösen Mächte der Erde und Unterwelt verteidigst.
Dir hat der Herr die Seelen der Menschen anvertraut,
um sie in die himmlische Glückseligkeit zu geleiten.

Bitte inständig den Gott des Friedens,
Er möge den Satan unter unseren Füßen zermalmen,
damit er die Menschen nicht länger gefangen halten und der Kirche schaden könne!
Bringe Du unsere Bitten vor das Angesicht des Allerhöchsten,
lass sie zur Aussöhnung mit der Gnade und dem Erbarmen des Herrn kommen,
während Du den Drachen ergreifst,
die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist,
und ihn gefesselt in den Abgrund stürzt und bindest,
damit er die Völker nicht mehr verführe.
Amen.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Vinzenz Ferrer
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:37
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis.
weißt du dazu Näheres?
Eph 6,12
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Lycobates
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Lycobates »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 12:12
Lycobates hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:52
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:43

Ja. Padre Pio hat von Attacken berichtet.
Genügt nicht der 1. Petrusbrief des NT, woraus alltäglich ein Abschnitt in der Komplet verlesen wird?
Du, das habe ich nicht ganz verstanden: Warum 1.Petrusbrief? :hmm:
1. Petri 5 hat geschrieben:8 Sobrii estote, et vigilate: quia adversarius vester diabolus tamquam leo rugiens circuit, quærens quem devoret: 9 cui resistite fortes in fide: scientes eamdem passionem ei quæ in mundo est vestræ fraternitati fieri. 10 Deus autem omnis gratiæ, qui vocavit nos in æternam suam gloriam in Christo Jesu, modicum passos ipse perficiet, confirmabit, solidabitque. 11 Ipsi gloria, et imperium in sæcula sæculorum. Amen.
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philipp
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von philipp »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:34
Welchen Beruf darf ich denn da statt "Priester" einsetzen, so daß der Absatz nicht mehr stimmt? In welchem Beruf sind also die meisten Leute voller Freude und Lebensenergie, erfüllt und glücklich? (Frontpersonal bitte nur erwähnen, wenn man die nicht nur als Kunde erlebt hat, sondern auch hinter die Kulissen geschaut hat. Das in manchen Berufen besser professionell geschauspielert wird, glaube ich gerne.) Hinzu kommt, daß im Westen viele Priester im mittleren bis hohen Alter stehen. Die Abnutzungserscheinungen durch Leben und Beruf treten in dem Lebensabschnitt auch deutlicher zutage, vom Selbstzweifel angesichts des Sinkflugs des Lebens ("midlife crisis") mal zu schweigen...
ich weiss nicht ob ich da eine verzerrte wahrnehmung habe, aber mir kommt es schon vor dass viele priester über das durchschnittsmaß hinaus ausgelaugt wirken. ich habe selten einen strahlenden priester erlebt. um ehrlich zu sein fast keinen. also falls ihr einzelfälle kennt reicht das ja schon aus um zu zeigen, dass es nicht direkt mit dem priesteramt zu tun hat, sondern mehr mit der person selbst ...

RomanesEuntDomus
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von RomanesEuntDomus »

philipp hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 13:34
ich weiss nicht ob ich da eine verzerrte wahrnehmung habe, aber mir kommt es schon vor dass viele priester über das durchschnittsmaß hinaus ausgelaugt wirken. ich habe selten einen strahlenden priester erlebt. um ehrlich zu sein fast keinen. also falls ihr einzelfälle kennt reicht das ja schon aus um zu zeigen, dass es nicht direkt mit dem priesteramt zu tun hat, sondern mehr mit der person selbst ...
Willkommen im Club!
Allerdings muss ich sagen: Nachdem ich schon nicht mehr zu hoffen gewagt hatte, lernte ich vor ungefähr 10 Jahren (in einem winzigen Dorf unmittelbar an der Grenze zur Niederlande) zu meiner großen Überraschung doch noch einen Priester kennen, der tatsächlich Lebensenergie
und Freude ausstrahlte. Er ist inzwischen allerdings auch seit ungefähr fünf Jahren im (sehr aktiven Un-)Ruhestand.

philipp
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von philipp »

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 13:51
philipp hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 13:34
ich weiss nicht ob ich da eine verzerrte wahrnehmung habe, aber mir kommt es schon vor dass viele priester über das durchschnittsmaß hinaus ausgelaugt wirken. ich habe selten einen strahlenden priester erlebt. um ehrlich zu sein fast keinen. also falls ihr einzelfälle kennt reicht das ja schon aus um zu zeigen, dass es nicht direkt mit dem priesteramt zu tun hat, sondern mehr mit der person selbst ...
Willkommen im Club!
Allerdings muss ich sagen: Nachdem ich schon nicht mehr zu hoffen gewagt hatte, lernte ich vor ungefähr 10 Jahren (in einem winzigen Dorf unmittelbar an der Grenze zur Niederlande) zu meiner großen Überraschung doch noch einen Priester kennen, der tatsächlich Lebensenergie
und Freude ausstrahlte. Er ist inzwischen allerdings auch seit ungefähr fünf Jahren im (sehr aktiven Un-)Ruhestand.
wichtig ist aber auch, dass der Priester dennoch im großen und ganzen sich an die Gesetze der KK hält. vielleicht habt ihr ja vorschläge von priestern, die im internet videos posten oder so...

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Martina
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Martina »

Warum gehst du nicht jeweils eine zeitlang als Gast in verschiedene Klöster, wo du mitlebst, und da kannst du dann auch Priester beobachten und in der Regel kann man dann auch Gespräche mit ihnen führen. Das ist doch viel ergiebiger als Internet-Videos.
Zum Vergleich kannst du ja in ein orthodoxes Kloster gehen und dir das da mitnehmen, was dort noch lebendig ist und bei uns leider tot, und dann kannst du versuchen, das in der katholischen Kirche wiederzubeleben. Das wäre sowieso eine angebrachte Therapie für die gesamte römisch-katholische Kirche.
Toleranz ist die Duldung des Übels

philipp
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von philipp »

Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 14:02
Warum gehst du nicht jeweils eine zeitlang als Gast in verschiedene Klöster, wo du mitlebst, und da kannst du dann auch Priester beobachten und in der Regel kann man dann auch Gespräche mit ihnen führen. Das ist doch viel ergiebiger als Internet-Videos.
Zum Vergleich kannst du ja in ein orthodoxes Kloster gehen und dir das da mitnehmen, was dort noch lebendig ist und bei uns leider tot, und dann kannst du versuchen, das in der katholischen Kirche wiederzubeleben. Das wäre sowieso eine angebrachte Therapie für die gesamte römisch-katholische Kirche.
da hast du wohl recht. danke für deinen vorschlag.

was konkret meinst du hat die orthodoxe kirche, was wir leider verloren hätten?

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Martina
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Martina »

Die Gottzentriertheit, die rechte Ehre für Gott. Es gibt noch einige vereinzelte Priester, die wirklich deshalb Priester geworden sind. In meiner Heimatpfarrei gibt es so einen. Ein Spätberufener. Der leuchtet von innen heraus. Der hat die Augen auf Gott gerichtet, und das sieht man auch im Gottesdienst.
Aber solche Leute haben einen elend schweren Stand und sie sind auch kaum noch zu finden. Deshalb am besten dort suchen, wo sie in "hoher Konzentration" zu finden sind. Und genau hinschauen.
Toleranz ist die Duldung des Übels

Petrus
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Petrus »

Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 14:02
Warum gehst du nicht jeweils eine zeitlang als Gast in verschiedene Klöster, wo du mitlebst
ist derzeit wohl schwierig, wg. Corona.

hier übrigens noch ein "Filmchen" von dem Kloster, wo ich mal mitgelebt habe, übrigens:

https://youtu.be/VEm70qfjvrE

die kenne ich, und die mag ich.

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Martina
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Martina »

Kommt auf einen Versuch an.
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philipp
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von philipp »

Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 14:09
Die Gottzentriertheit, die rechte Ehre für Gott. Es gibt noch einige vereinzelte Priester, die wirklich deshalb Priester geworden sind. In meiner Heimatpfarrei gibt es so einen. Ein Spätberufener. Der leuchtet von innen heraus. Der hat die Augen auf Gott gerichtet, und das sieht man auch im Gottesdienst.
Aber solche Leute haben einen elend schweren Stand und sie sind auch kaum noch zu finden. Deshalb am besten dort suchen, wo sie in "hoher Konzentration" zu finden sind. Und genau hinschauen.
was meinst du mit "haben einen schweren Stand?

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Martina
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Martina »

Pfarrgemeindebeirat, jeder fühlt sich berufen, sich einzumischen usw. usw. Viele müssen ständig gegen das Abgedrängtwerden in die Sozialarbeiterecke ankämpfen und haben keinerlei Rückendeckung, weil die Leute das mit Seelsorge verwechseln usw. Es gibt keinen Respekt mehr gegenüber den Priestern. Und vieles mehr. Aber das guckst du dir am besten mal selbst an.
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Martina
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Martina »

Ich war z.B. als Gast in Münsterschwarzach und da waren viele Priester u.a. auch wegen Burnout im Recollectio-Haus. Die waren sehr offen.
Sieht auch so aus, als wäre da trotz Corona etwas zu machen:
Kloster auf Zeit für 18 - 40 Jährige
Teilnehmen
Kloster auf Zeit für 18 - 40 Jährige
Von 25. November 2021 17:30 bis 28. November 2021
gh@abtei-muensterschwarzach.de

Wer im Rhythmus von Gebet und Arbeit ganz abschalten, zu sich finden und seine Gott-Beziehung wiederentdecken möchte, ist herzlich willkommen. Benediktinische Gastfreundschaft, gute Gespräche, wertvolle Erfahrungen sowie Zeit für dich werden dir neue Perspektiven eröffnen.

Während der Kurse lebst du bei uns Mönchen mit. Deine Mahlzeiten nimmst du mit uns im Klausurbereich im sogenannten Refektorium, dem Speisesaal im Kloster, ein. Mit den Mönchen beten, arbeiten und essen, das alltägliche Leben eines Mönches führen, zusammen mit anderen, die Gott suchen. Zu den Kursen bitte Arbeitskleidung mitbringen.

Kosten: 80 Euro für Mahlzeiten und Unterkunft

Kursleitung: Prior Pascal Herold, Br. Thaddäus Beez

Anmeldung

Gästehaus Abtei Münsterschwarzach
Schweinfurter Straße 40
97359 Münsterschwarzach

E-Mail: gh@abtei-muensterschwarzach.de
Telefon: 09324-20203
Fax: 09324-20205

Allerdings ist so ein Wochenende viel zu kurz, um wirklich einen Eindruck zu bekommen. Aber als Einstieg, auch um weitere Möglichkeiten zu eruieren, ist das bestimmt gut.
Toleranz ist die Duldung des Übels

Petrus
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Petrus »

Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 14:48

Wer im Rhythmus von Gebet und Arbeit ganz abschalten, zu sich finden und seine Gott-Beziehung wiederentdecken möchte, ist herzlich willkommen. Benediktinische Gastfreundschaft, gute Gespräche, wertvolle Erfahrungen sowie Zeit für dich werden dir neue Perspektiven eröffnen.

klingt gut, Martina.

Vielleicht könnte ich dann auch noch Anselm Grün persönlich kennenlernen, und ihn fragen:

oh - das ist schlimm - hat dieses Kloster keinen Friseur?






.

Petrus
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Petrus »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 12:22
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:37
Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
Die Kirche kämpft gegen die (unsichtbaren) Mächte der Finsternis.
weißt du dazu Näheres?
Eph 6,12
hallo Vinzenz Ferrer,

danke für diesen Bibel-Spruch.

was ist Deine persönliche Meinung zu Eph 6,12?

danke im Voraus,

Petrus.

übrigens: Jer 1,8 finde ich auch nicht schlecht.

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Martina
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Martina »

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 15:23
Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 14:48

Wer im Rhythmus von Gebet und Arbeit ganz abschalten, zu sich finden und seine Gott-Beziehung wiederentdecken möchte, ist herzlich willkommen. Benediktinische Gastfreundschaft, gute Gespräche, wertvolle Erfahrungen sowie Zeit für dich werden dir neue Perspektiven eröffnen.

klingt gut, Martina.

Vielleicht könnte ich dann auch noch Anselm Grün persönlich kennenlernen, und ihn fragen:

oh - das ist schlimm - hat dieses Kloster keinen Friseur?






.
Anselm Grün kann man dort gut aus dem Weg gehen. Es gibt auch andere Mönche, mit einer anderen Frisur. Außerdem ist A. Grün so klein, dass man ihn leicht übersieht.
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Trisagion
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Trisagion »

Ist doch ein klein wenig merkwürdig, jemandem der Interesse am Priesteramt hat zu empfehlen ins Kloster zu gehen? Er hat ja nun nicht gesagt, daß er Mönch werden will... Und ob es ein faires Bild vermittelt mit Priestern zu sprechen, die wegen "burnout" gerade auch im Kloster sind, möchte ich mal bezweifeln. :hae?:

Mir scheint das ein schöner Beruf zu sein, wenn man denn die Menschen liebt, Gott noch mehr, geduldig und nicht ehrgeizig ist, und kein Problem mit dem früh aufstehen hat. Ich erfülle eins dieser Kriterien, und bin inzwischen auch zu alt und zu verheiratet, darum wird das wohl nichts mehr für mich. Aber mal ganz von der Belohnung im Himmel abgesehen, gibt es nun wirklich jede Menge Jobs die ich persönlich weniger gerne machen würde als Priester...

Wenn alle Laien so tun, als ob man einen Dachschaden haben muß um Priester zu werden, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir nur noch ganz wenige Priester mit ganz viel Dachschaden kriegen... :/

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Lycobates
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Lycobates »

Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 15:34
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 15:23
Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 14:48

Wer im Rhythmus von Gebet und Arbeit ganz abschalten, zu sich finden und seine Gott-Beziehung wiederentdecken möchte, ist herzlich willkommen. Benediktinische Gastfreundschaft, gute Gespräche, wertvolle Erfahrungen sowie Zeit für dich werden dir neue Perspektiven eröffnen.

klingt gut, Martina.

Vielleicht könnte ich dann auch noch Anselm Grün persönlich kennenlernen, und ihn fragen:

oh - das ist schlimm - hat dieses Kloster keinen Friseur?






.
Anselm Grün kann man dort gut aus dem Weg gehen. Es gibt auch andere Mönche, mit einer anderen Frisur. Außerdem ist A. Grün so klein, dass man ihn leicht übersieht.
Ich wußte gar nicht, daß Mönche eine "Frisur" hatten. Ich kannte bisher nur die mönchische Tonsur.
Man kommt aus dem konziliaren Staunen nicht mehr heraus.
:breitgrins:
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Petrus
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Petrus »

Martina hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 15:34

Außerdem ist A. Grün so klein, dass man ihn leicht übersieht.
danke, Martina, für diese Information.

(vielleicht sind die alle so klein?)

seine ältere Schwester, die Marie-Luise Grün, leider schon verstorben, kannte ich gut.

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Vinzenz Ferrer
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

philipp hat geschrieben:
Dienstag 6. Oktober 2020, 16:40
Da ich selbst unter Umständen eine Priesterberufung ins Auge fasse
So ist die Formulierung schräg. :dudu: :regel: :dudu:
Was DU machen musst, ist, zu prüfen, ob Gott dir eine Berufung geschenkt(!) hat, ob das, was du empfindest, eine Berufung ist oder nicht.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Martina
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von Martina »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 15:52
Ist doch ein klein wenig merkwürdig, jemandem der Interesse am Priesteramt hat zu empfehlen ins Kloster zu gehen? Er hat ja nun nicht gesagt, daß er Mönch werden will... Und ob es ein faires Bild vermittelt mit Priestern zu sprechen, die wegen "burnout" gerade auch im Kloster sind, möchte ich mal bezweifeln. :hae?:
:daumen-runter:

Vielleicht liest du dir meine Posts noch einmal genauer durch. ALLE!
Toleranz ist die Duldung des Übels

RomanesEuntDomus
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Re: 2 Fragen zum Priestertum

Beitrag von RomanesEuntDomus »

Vinzenz Ferrer hat geschrieben:
Mittwoch 7. Oktober 2020, 11:14
Im Ernst:
Die sichtbare Kirche, also die „Organisationsform“, sprich die Institution Kirche, ist natürlich betrachtet ein Haifischbecken, ein Schlangennest voller Niedertracht und Intrigen. Sich dauernd in so einem Milieu zu bewegen, ist Stress pur und birgt die Gefahr der Erschöpfungsdepression („burn out“).
Burn out? Sieh es mal positiv:

Das ist doch schon mal ein echter Fortschritt für das "Schlangennest voller Niedertracht", dass selbst "in so einem Milieu" andere beliebte und jahrhundertelang praktizierte Varianten des "Burn out" inzwischen nicht mehr praktiziert werden dürfen, weil der Gesetzgeber diese Methoden nach §211 StGB (Mord) inzwischen ausdrücklich untersagt und unter Strafe stellt.

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