Diagnostik in Münsterschwarzach

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Maja
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Diagnostik in Münsterschwarzach

Beitrag von Maja » Freitag 10. März 2017, 19:53

"Ist für mich der Weg ins Kloster oder zum Priesteramt der richtige? Für Menschen, die sich diese Frage stellen, hat das Team des Recollectiohauses ein neues Angebot."

Siehe: http://www.recollectio.abtei-muenstersc ... ode=detail
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

SIMONBLN
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Re: Diagnostik in Münsterschwarzach

Beitrag von SIMONBLN » Sonnabend 11. März 2017, 00:20

Einerseits finde ich das Angebot sehr sinnvoll und hilft sicherlich bei der Auswahl der möglichen Kandidaten, sowie zur Selbstreflexion.
Andererseits: Ich verstehe das nicht ganz. Heutzutage sollen alle hochgebildete, gut bürgerliche, management- orientierte Akademiker sein ohne Makel? Dabei bestand doch grade wenn man sich das NT anschaut die Jüngerschaft ganz besonders aus in der Mehrheitsgesellschaft eher gescheiterten Menschen.
Da frage ich mich wirklich wo die Reise mit der Kirche hingehen soll...

Maja
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Re: Diagnostik in Münsterschwarzach

Beitrag von Maja » Mittwoch 16. Mai 2018, 17:24

Auch vergleichsweise passend zum Thema:

"Warum nicht jede ins Kloster darf
Die Priorin und Novizenmeisterin Eva-Maria Kreimeyer glaubt fest an die Zukunft ihres Ordens: Seit 30 Jahren lebt sie im Kloster – und erkennt schnell, wer es mit dem Ordensleben ernst meint und wer nicht."
Quelle: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... oster-darf
SIMONBLN hat geschrieben:
Sonnabend 11. März 2017, 00:20
Einerseits finde ich das Angebot sehr sinnvoll und hilft sicherlich bei der Auswahl der möglichen Kandidaten, sowie zur Selbstreflexion.
Andererseits: Ich verstehe das nicht ganz. Heutzutage sollen alle hochgebildete, gut bürgerliche, management- orientierte Akademiker sein ohne Makel? Dabei bestand doch grade wenn man sich das NT anschaut die Jüngerschaft ganz besonders aus in der Mehrheitsgesellschaft eher gescheiterten Menschen.
Da frage ich mich wirklich wo die Reise mit der Kirche hingehen soll...
Grundsätzlich glaube ich, dass es Gemeinschaften gibt, die auch Menschen aufnehmen, die nach den "klassischen" Kriterien weniger leistungsfähig sind.
Doch auch mit Blick auf die Altersstruktur von Ordensgemeinschaften und dass ein Eintritt in eine Gemeinschaft auch heißen kann, dass man unter Umständen zehn Jahre später im Prinzip ein Altenheim leiten muss, erklärt, warum Managementfähigkeiten durchaus gefragt sind.

Und zur Frage von SIMONBLN passt auch eine Passage aus dem oben genannten Interview:

"Manche wollen eintreten, weil sie denken, das Leben im Kloster sei wie ein langer Urlaub. Aber ohne Arbeit und Mühen geht es nicht. Andere denken auch, das Kloster sei eine gute Altersvorsoge. Aber wir sind kein Altenheim. Manche wollen sich auch aus ihrem Leben stehlen und flüchten vor der Verantwortung da draußen. Sie verstehen das Kloster als behüteten Ort, der ihnen Sicherheit und Schutz gibt. Aber das ist keine gesunde Motivation für einen Eintritt ins Kloster. Einmal war eine junge Frau bei uns, die eindeutig einen Familienersatz in der Klosterfamilie suchte. Sie hatte schlechte Erfahrungen mit ihrer Familie gemacht und ging total bei uns auf. Die geistlichen Dinge interessierten sie wenig. Wenn aber die Freude am Gebet fehlt, kann man nicht in ein kontemplatives Kloster eintreten."

Manchmal träume ich davon, dass es geistliche Gemeinschaften gibt, wo sich Leute anschließen können, die Heimat, Ersatzfamilie oder ähnliches suchen. Damit sie so "aufgehen" können, wie in dem Interview geschildert. Und das wäre für mich ein durchaus zeitgemäßes Postulat einer aktiven Gemeinschaft.

Am Rande bemerkt: Habe nur ich Rechenprobleme?
"Obwohl immer mehr Klöster schließen, glaubt Eva-Maria Kreimeyer (48) fest an die Zukunft ihres Ordens. [...] Bereits mit 19 Jahren ist sie ins Kloster eingetreten und lebt dort seit 30 Jahren."
19 + 30 = 48 :hmm:
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Re: Diagnostik in Münsterschwarzach

Beitrag von Niels » Donnerstag 17. Mai 2018, 10:08

Maja hat geschrieben:
Mittwoch 16. Mai 2018, 17:24


Am Rande bemerkt: Habe nur ich Rechenprobleme?
"Obwohl immer mehr Klöster schließen, glaubt Eva-Maria Kreimeyer (48) fest an die Zukunft ihres Ordens. [...] Bereits mit 19 Jahren ist sie ins Kloster eingetreten und lebt dort seit 30 Jahren."
19 + 30 = 48 :hmm:
Vielleicht hat sie erst in der zweiten Jahreshälfte Geburtstag? :achselzuck:
Resurrexit, sicut dixit, alleluia

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Re: Diagnostik in Münsterschwarzach

Beitrag von Raphael » Donnerstag 17. Mai 2018, 10:59

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 17. Mai 2018, 10:08
Maja hat geschrieben:
Mittwoch 16. Mai 2018, 17:24


Am Rande bemerkt: Habe nur ich Rechenprobleme?
"Obwohl immer mehr Klöster schließen, glaubt Eva-Maria Kreimeyer (48) fest an die Zukunft ihres Ordens. [...] Bereits mit 19 Jahren ist sie ins Kloster eingetreten und lebt dort seit 30 Jahren."
19 + 30 = 48 :hmm:
Vielleicht hat sie erst in der zweiten Jahreshälfte Geburtstag? :achselzuck:
Es kann sich auch schlicht um Rundungsdifferenzen handeln. :hmm:
29 Jahre und 4 Monate sind dann eben schnell mal 30 Jahre ............
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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