Nachwuchsmangel im Kloster - warum?

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
Anastasis

Beitrag von Anastasis »

Corvus hat geschrieben:Also meine Theorie:
Es scheitert durch die massigen sexuellen Reize heutzutage am Keuschheitsgelübde...
Aber eine Frage dazu, ist das denn wirklich immernoch so bindend?
Nachdem Letzteres geklärt ist - nun mal zu Ersterem: das spielt wohl auch eine Rolle, ist aber sicher nicht der einzige Grund. Aus eigener Erfahrung muß ich sagen, daß es da noch viele andere das Klosterleben erschwerende gesellschaftliche Faktoren gibt: für einen heutigen jungen Menschen, der z.B. zu kritischem Denken erzogen ist, ist es sicher schwerer, die Formen von Gehorsam zu akzeptieren und zu leben, die in vielen Klöstern noch selbstverständlich ist, als es das für Menschen in einer Zeit war, in der Gehorsam auch gesellschaftlich ein hoher Wert war.
Verzicht auf Konsum ist für eine "verwöhnte" unde materiell anspruchsvolle Generation schwerer als für eine, die nicht im Überfluß aufgewachsen ist.
Für jemand, der sich an den Gedanken gewöhnt hat, nach Belieben die Welt zu bereisen, ist Klausur unter Umständen eine schwerere Einschränkung als für jemand, der vielleicht sein Leben lang kaum aus seinem Dorf herausgekommen ist.
Sich in eine Gemeinschaft einzufügen ist für ein Einzelkind wahrscheinlich schwerer als für eines von zwölf Geschwistern. Und so weiter...

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Corvus
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Beitrag von Corvus »

Da könntest Du recht haben, wobei ich das mit dem Einzelkind mal in Frage stelle.
Aber dieses asketische Leben, ja das wird heute kaum noch einer in Kauf nehmen wollen.
Ich habe mal darüber nachgedacht, vielleicht für einige Zeit (nicht für immer) in ein kath. Kloster zu gehen (wobei mir, da ich ja noch evangelisch bin nur ein ökumenisches bliebe), jedoch hält mich im Grunde nur der Gedanke an den Gehorsam (und an eine gewisse Dame) davon ab.
Was meint ihr, wenn die Tendenz weiterhin so negativ bleibt, ob die Orden Kompromisse eingehen und ihre Regeln lockern würden?
(Ob das allerdings gut ist, die Frage will ich hier mal ausklammern)
~Carpe Noctem~

Anastasis

Beitrag von Anastasis »

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Corvus
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Beitrag von Corvus »

Warum grade das? Bist Du eins?
Nein :)
Ich habe (bzw. hatte...) 3 Geschwister.
Jedoch kenne ich so einige Einzelkinder, die sich besser in Gemeinschaften einfügen können, als ich.
Das ist ein weiteres Problem: man will heutzutage alles mal antesten, aber sich auf nichts festlegen...
Man will ja nicht blind uns (eventuelle) Unglück rennen!
Das Problem mit der gewissen Dame (Du meinst sicher die aus Nazareth?) kenne ich (als ehemalige "Evangelin") übrigens auch, aber das gibt sich...
Haha, nein, mit der habe ich so gar kein Problem...
Ich meinte schon eine lebendige, von mir verehrte Dame (die mich wiederum auch verehrt ;) )

Ich habe dich übrigens bis eben für einen Mann gehalten, Anastasis. ;D

Meines Erachtens müßte man viel mehr Gewicht darauf legen, Interessierte bzw. Eingetretene wirklich an diese Dinge heranzuführen, den inneren Sinn der Askese nicht nur intellektuell, sondern existenziell nachvollziehbar zu machen.
Ja, das sehe ich auch so...
~Carpe Noctem~

Anastasis

Beitrag von Anastasis »

Corvus hat geschrieben:
Das Problem mit der gewissen Dame (Du meinst sicher die aus Nazareth?) kenne ich (als ehemalige "Evangelin") übrigens auch, aber das gibt sich...
Haha, nein, mit der habe ich so gar kein Problem...
Ich meinte schon eine lebendige, von mir verehrte Dame (die mich wiederum auch verehrt ;) )
Haha, klasse... :D
Na gut, das ist ein gerechter Grund! ;)

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Corvus
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Beitrag von Corvus »

Also ich will ja wirklich kein Kloster entweihen... :D
~Carpe Noctem~

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Brunetti
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Beitrag von Brunetti »

Corvus hat geschrieben: Man will ja nicht blind uns (eventuelle) Unglück rennen!
Deshalb gibt es ja Vorbereitungszeiten:
- Zuerst das Postulat (Status des Kandidaten)
- dann das Noviziat
- dann das Juniorat mit zeitlich befristeten Gelübden
- dann erst die ewige Profess mit den Gelübden auf Lebenszeit

Die einzelnen Zeiten sind je nach Orden bzw. Kloster unterschiedlich. Wenn man für das Noviziat 2 und für das Juniorat 3 Jahre ansetzt, beträgt die Zeit der Vergewisserung nach dem Ordenseintritt 5 Jahre. Zumindest einige Orden bieten die Möglichkeit, nach den drei Jahren der zeitlichen Gelübde das Juniorat noch einmal um drei Jahre zu verlängern (oder sogar zweimal um drei Jahre zu verlängern). Diese Zeiten sollen verhindern, dass sich jemand "blindlings" ins Unglück (oder Glück? :mrgreen:) stürzt.
Die einen fallen durch ihre Taten auf -
die anderen durch ihr Getue...

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Brunetti
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Beitrag von Brunetti »

Edith hat geschrieben:
Brunetti hat geschrieben:
Deshalb gibt es ja Vorbereitungszeiten:
- Zuerst das Postulat (Status des Kandidaten)
- dann das Noviziat
- dann das Juniorat mit zeitlich befristeten Gelübden
- dann erst die ewige Profess mit den Gelübden auf Lebenszeit
manche Häuser bringen es fertig, davor noch ein
Vorpostulat und noch davor eine
Kandidatur
zu hängen.... :D
Echt?! :shock: :shock: :shock:
Wer macht denn so was?!
Die einen fallen durch ihre Taten auf -
die anderen durch ihr Getue...

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Alberic-Maria
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Kein Nachwuchsmangel in America

Beitrag von Alberic-Maria »

Weiter oben konnten wir schon nachlesen, dass es in Amerika auch positive Beispiele gibt, die nicht unter Nachwuchsmangel leiden.
Auch in dem Kloster von "Mutter Angelica" (der Gründerin von EWTN) sieht es recht gut aus (http://www.olamshrine.com/olam/highligh ... monies.htm).
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Amerikaner mit Religion anders umgehen, wie wir Europäer und speziell wie wir hier in Deutschland.
Ob es in Amerika tatsächlich mehr Nachwuchs gibt oder ob dies ein subjektiver Eindruck ist (Anzahl der Bevölkerung/Katholiken in Bezug auf Klosternachwuchs) ließe sich ja leicht nachvollziehen.
Aber wer fragt mich hier in Deutschland, wenn ich vorgestellt werde, schon nach meiner Konfession.
Ist es nicht eher so, dass man sich entschuldigen muss, wenn man regelmäßig die Heilige Messe besucht. Verrückt ist man dann, wenn dies häufiger als Sonntags geschieht, ganz zu schweigen davon, als Laie die Stundengebete zu beten.
Aber ich will nicht lamentieren. Kennt jemand positive Beispiele in Deutschland?

Micha

Beitrag von Micha »

Kennt jemand positive Beispiele in Deutschland?
Wenn damit gemeint ist: möglichst viele Eintritte:
http://www.klostersiessen.de/
http://www.kloster-reute.de/
beide in erst raten, dann gucken :mrgreen:

Laura

Beitrag von Laura »

Wobei die Zahl der Eintritte allein ja auch nicht alles sagt ...

Fest steht, dass die beiden Gemeinschaften eine hohe Anziehungskraft auf junge Leute ausüben ... hier in der Gegend haben sie einen sehr guten Ruf ...

Laura

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Brunetti
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Beitrag von Brunetti »

Wenn wir schon mal im Südwesten sind, setze ich gleich noch diesen Link dazu:
Barmherzige Schwestern vom heiligen Kreuz in Allensbach-Hegne

Aber die Benediktinerinnen der Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim scheinen auch keinen Nachwuchsmangel zu haben.
Die einen fallen durch ihre Taten auf -
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Anastasis

Beitrag von Anastasis »

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Corvus
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Beitrag von Corvus »

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Amerikaner mit Religion anders umgehen, wie wir Europäer und speziell wie wir hier in Deutschland.
Kleine Anmerkung von mir dazu:
In Deutschland glauben gerade mal 12% an die Existenz eines Gottes, in den Staaten 83%.
Mir behagt allerdings die Art nicht, wie die Amerikaner mit Religion umgehen. Es verhält sich so, dass nichtgläubige und auch alle die, die nicht oder nicht regelmäßig zur Kirche gehen, sozial ausgegrenz werden.
Außerdem mag ich diesen "spirituellen Wahnsinn" nicht, der - besonders in "schwarzen" Gemeinden- häufig auftritt, also mit schreien, weinen etc. Ich finde, die Religion wird dort teilweise schon ins Lächerliche gezogen...
~Carpe Noctem~

Micha

Beitrag von Micha »

leer
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Brunetti
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Beitrag von Brunetti »

Corvus hat geschrieben:Außerdem mag ich diesen "spirituellen Wahnsinn" nicht, der - besonders in "schwarzen" Gemeinden- häufig auftritt, also mit schreien, weinen etc.
Aber der Gottesdienst im Film "Blues Brothers" ist doch cool, oder? :D
Doch das gehört wohl nicht in diesen Thread.
Die einen fallen durch ihre Taten auf -
die anderen durch ihr Getue...

Anastasis

Beitrag von Anastasis »

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Corvus
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Beitrag von Corvus »

Aber der Gottesdienst im Film "Blues Brothers" ist doch cool, oder?
Den Film hab ich nicht gesehen :)
~Carpe Noctem~

Anastasis

Beitrag von Anastasis »

Die Schwestern sollen aufgelöst werden? :shock: ...in Salzsäure???
(Tschuldigung. Konnte ich mir nicht verkneifen.)

Dr. Dirk
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Beitrag von Dr. Dirk »

Anastasis hat geschrieben:Die Schwestern sollen aufgelöst werden? :shock: ...in Salzsäure???
(Tschuldigung. Konnte ich mir nicht verkneifen.)
Ich empfehle Piranhawasser (konz. Schwefelsäure und einen kräftigen Schluck Wasserstoffperoxid). Da bleibt dann nur noch Wasser und Kohlendioxid übrig. :P

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Edi
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Beitrag von Edi »

Dirk hat geschrieben:
Anastasis hat geschrieben:Die Schwestern sollen aufgelöst werden? :shock: ...in Salzsäure???
(Tschuldigung. Konnte ich mir nicht verkneifen.)
Ich empfehle Piranhawasser (konz. Schwefelsäure und einen kräftigen Schluck Wasserstoffperoxid). Da bleibt dann nur noch Wasser und Kohlendioxid übrig. :P
Und Calciumsulfat zum Düngen....

Anastasis

Beitrag von Anastasis »

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Corvus
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Beitrag von Corvus »

Die Schwestern sollen aufgelöst werden? ...in Salzsäure???
Man nennt das dann ein gelöstes Problem, wie? :D
~Carpe Noctem~

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn »

In der Erde … (Salz, du weißt …) …
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Guten Tag,
ich bin neu im Forum, bin erst vor kurzem darüber gestolpert, finde diese Idee des Austausches aber gut.

Als "gestresster" Banker habe ich es mir seit längerem angewöhnt einmal im Jahr für 1 Woche in ein Kloster zum mitleben zugehen.
So gut und wichtig diese Zeiten für mich auch sind, könnte ich mir nicht vorstellen, diese Lebensform anzunehmen, weil ich den Eindruck habe, daß das Zusammenleben im realen Alltag in Klöstern doch relativ schwer und stressig ist. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis 2 Fälle, die diesen Schritt gewagt haben, und beide nach c.a 1 Jahr wieder ausgetreten sind, weil das Miteinander in den jeweiligen Gemeinschaften nicht gestimmt hat. Unabhängig von einander haben beide geäußert, daß die Freundlichkeit und Herzlichkeit, die sie vor dem Eintritt bei Mitlebenswochen erfahren haben, ziemlich schnell nach dem Eintritt sich ins Gegenteil gewandelt haben. Und das stimmt mich doch etwas nachdenklich.( Freundlichkeit nur zum "Kundenfang" ? )
Obwohl ich die Grundidee des Miteinander-Lebens und Miteinander Glaubens von Gleichgesinnten gut finde, frage ich mich halt, ob das alles wirklich alltagstauglich ist.

Gruß
Wolfgang :mrgreen: :mrgreen:

Petra
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Beitrag von Petra »

Weisste, Wolfgang, zur allgemeinen Überraschung sind Ordensleute meist nur Menschen und doch (noch) keine Heiligen.

Waren deine beiden Bekannten auch Banker? Ist ja interessant, wo es manchen Berufsstand so hinzieht. ;)

Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

-Nein Banker waren sie nicht, aber gerade in diesem Berufsstand fängt man irgendwann mal an über den ( vielleicht ) höheren Sinn des Lebens nachzudenken.

Das Ordensleute auch nur Menschen sind, ist mir schon bewußt. Ich habe nur den Eindruck, daß das menschliche Miteinander in Klöstern schwieriger ist als außerhalb.

Wenn man so das öffentliche Bild anschaut was der Durchschnittsmensch von Orden ( oder auch vom Priesterberuf) hat, darf man sich nicht wundern, wenn es eben immer weniger werden.
Obwohl in der heutigen Zeit sich viele wieder nach einem höheren Lebenssinn umschauen ( da muß doch noch mehr dahinter sein ).
Ich könnte mir vorstellen, wenn die Orden es ricntig anstellen würden, gäbe es einige, die sich auf diesen Weg einlassen würden. :ja:

Petra
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Beitrag von Petra »

Wolfgang hat geschrieben: Ich könnte mir vorstellen, wenn die Orden es richtig anstellen würden, gäbe es einige, die sich auf diesen Weg einlassen würden. :ja:
Was sollten sie denn ändern, damit sie es "richtig anstellen"? :hmm:

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spectator
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Beitrag von spectator »

Petra hat geschrieben:
Wolfgang hat geschrieben: Ich könnte mir vorstellen, wenn die Orden es richtig anstellen würden, gäbe es einige, die sich auf diesen Weg einlassen würden. :ja:
Was sollten sie denn ändern, damit sie es "richtig anstellen"? :hmm:
Weniger von dem was menschlich ist faseln und mehr von dem was göttlich ist reden.

Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Naja, so nach außenhin auftreten, daß man sie vom gängigen Klischeebild unterscheiden kann.
Die Zeiten haben sich halt geändert, und mit frommen Heiligenbildchen und Rosenkranz ist es halt auch nicht mehr getan.

Schließlich ist Jesus auch offen auf die unterschiedlichsten Menschentypen zugegangen, weil es Ihm in erster Linie um die Sache ging ( das Reich Gottes, das bereits mitten unter uns ist )
und weniger um verstaubte Traditionen.

Ich vermisse irgendwie die Begeisterung für die Sache. :freude:

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spectator
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Beitrag von spectator »

Wolfgang hat geschrieben:Schließlich ist Jesus auch offen auf die unterschiedlichsten Menschentypen zugegangen, weil es Ihm in erster Linie um die Sache ging ( das Reich Gottes, das bereits mitten unter uns ist )
und weniger um verstaubte Traditionen.

Ich vermisse irgendwie die Begeisterung für die Sache. :freude:
Wenn es dir um die Menschen geht, was suchst du dann in einem Orden? Geh doch auf die Strassen, in die Kneipe oder sonst wohin.

Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Sollte es den aktiven Christen nicht um die Menschen gehen ?

(" Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan / wie könnt ihr sagen, ihr liebt Gott, den ihr nicht seht, wenn ihr euren Bruder hasst, den ihr seht " )

Offenbart sich Gott nicht gerade in den Mitmenschen ?

Schließlich soll man doch Salz der Erde und Licht der Welt sein.

Und vielen großen Ordensgründern ( Franziskus, Dominikus, Ignatius, etc.) lagen die Menschen und die Mitmenschlichkeit am Herzen. Und genau das hat große Kreise gezogen und Begeisterung geweckt.

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