Ordens- und Klosternachrichten II

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
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Siard
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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von Siard » Freitag 19. April 2019, 20:15

Senensis hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 18:19
Im übrigen meine ich gehört zu haben, daß ein Priester nicht zuerst für seine eigene Heiligung, sondern für den berühmten Dienst am Volk Gottes geweiht wird. Dann ist es schon nicht allein seine Sache, wenn er Kokolores treibt. Natürlich muss das Volk Gottes nicht alles darüber wissen, aber eine Privatsache ist das nicht.
Und welchen Kokolores soll P. Gereon getrieben haben?
Ich kann nur Gutes über ihn sagen.

CIC_Fan
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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 20. April 2019, 11:26

wenn die kirchenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt wurden wird es zu seiner Privatsache und das ist hier der Fall es stand im Amtsblatt der Diözese mehr ist nicht notwendig

Maja
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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von Maja » Montag 22. April 2019, 16:04

Baerenbude hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 17:19
CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 12:31
Baerenbude hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 23:32
CIC_Fan hat geschrieben:
Samstag 13. April 2019, 07:49
Baerenbude hat geschrieben:
Freitag 12. April 2019, 00:43
Maja hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 13:23
Warum ist dir, Baerenbude, das mit diesem Ex-Pater Gereon eigentlich so wichtig? Ich meine das mutet ja so an, als ob da irgendwas gewesen sei - und wenn dem so ist, dann will und braucht der Mann jetzt vielleicht einfach seine Ruhe und nicht, dass detektivisch Indizien in der Internet-Öffentlichkeit zusammengetragen werden. Irgendwie checke ich gerade nicht ganz, was hier abgeht.
Hallo? - Vielleicht könnte man es so zusammenfassen: die Priester fragen mich neugierig aus und da wir alle nur sterbliche, aufgeklärte Menschen des 21. Jahrhunderts sind, sollte es erlaubt sein, genau so neugierig zurück zu fragen! :hmm:
Warum? bietest du etwas gleichwertiges zur Absolution :pfeif:
Ja, kann man tatsächlich so ausdrücken! :dudu: :daumen-runter:
und das wäre?
Ich würde das wirklich sehr gerne in diesem Forum thematisieren - es wäre aber ein bisschen zu viel an offenbarter Intimsphäre, sorry daher. Nur soviel, den Frust würde ich sehr gerne dort entsorgen, wo ich ihn mir geholt habe - beim Priester. Scheint nur praktisch irgendwie nicht umsetzbar - ist wie ein glitschiges Stück Seife, nicht zu packen.

Ein wenig befremdet mich allerdings der Rat eines Forummitgliedes: "Solltest du das zugelassen haben und nun merken, dass du dich missbraucht fühlst, so wäre es möglicherweise sinnvoll psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen."

Also wenn's der Priester versemmelt, dann muss man eben zum Psychiater - oder wie jetzt?
Hallo Baerenbude,

ich habe das Gefühl, dass dich mein Hinweis auf Psychotherapie gekränkt hat? Ich weiß, dass es Personen, Generationen und Regionen gibt, wo ein Hinweis auf Hilfe durch einen Therapeuten gleichgesetzt wird mit der Ansage, dass der Andere irgendwie einen an der Klatsche hätte oder so.
Geradezu plakativ anders ist dies z.B. in den USA, wo, wie so oft angeführt, angeblich jeder seinen persönlichen Psychotherapeuten habe, der Hinweis auf entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten also nicht unter dem Vorzeichen des "da hat jemand einen an der Klatsche" verstanden wird.

Was ich meinte, ist, dass (wie auch der Mißbrauchsskandal zeigt) in den vergangenen Jahrzehnten u.a. Priester ihre Stellung missbraucht haben, um die Grenzen anderer zu übertreten und zu verletzen. Und das mitunter gerade unter dem Deckmäntelchen dass dies in irgendeiner Weise heilsnotwendig oder was auch immer sei. Und Menschen haben aufgrund des Klerikalismus, weil es doch eben der Herr Pfarrer ist, weil er doch vielleicht - gemäß Vorstellungen von vorm 2. Vatikanum - Gott irgendwie näher, auserkorener oder was auch immer sei, Missbrauch zugelassen. Bzw. wurden missbraucht, weil sie Angst hatten, weil sie sich nicht trauten zu widersprechen oder sie Gewalt erfuhren und sich nicht wehren konnten. Weil die Umgebung eine Atmosphäre erzeugte, die vielleicht auch gar nicht zugelassen hätte, dass man sagt: "Ja was geht Sie denn das an, Herr Pfarrer?"

Irgendwo hier ist ein Witz verlinkt, wo der Pfarrer in der Beichte nachfragt, mit wem der Beichtende "unzüchtig" im Bett gelandet ist. Mir stellt sich da die Frage, wozu Herr Pfarrer das denn wissen muss? Und mir erzählte mal jemand, dass er in der Beichte gefragt worden sei, wie denn der Geschlechtsverkehr genau verlaufen sei. Was geht denn das irgendwen an? DAS ist in meinen Augen absolut grenzüberschreitend und da stellt sich mir die Frage, ob nicht der Pfarrer zum Sünder wird, wenn er hier so grenzverletzend wird.

Keine Ahnung, Baerenbude, was es bei dir war. Und ich finde es gut, dass du nichts dazu schreiben willst und damit deine Intimsphäre schützt.

Was ich sagen wollte mit meinem Hinweis auf Psychotherapie ist, dass Psychotherapie ein neutraler Ort sein kann, der ermöglicht, über erfahrene Verletzungen zu sprechen.
Natürlich gibt es auch gute Seelsorgende. Und gute Literatur. Ich weiß ja nicht genau, worum es bei dir geht, doch ich finde die Bücher von Doris Wagner hilfreich, um mehr über die Mechanismen von Klerikalismus und Missbrauch zu verstehen. Oder "Wenn vergeben schwerfällt" von Hans Schaller. Oder das ein oder andere Werk von Wunibald Müller.

[Und: Noch der Vollständigkeit halber: Nicht jeder Psychotherapeut ist Psychiater - und andersherum. In der Regel machen Psychologen eine mehrjährige Ausbildung zum Psychotherapeuten. Mediziner können sich auch zum Psychotherapeuten ausbilden lassen. Der große Unterschied ist, dass erstere, psychologische Psychotherapeuten, keine Medikamente verschreiben können, letztere, ärztliche Psychotherapeuten, schon. Wobei Psychopharmaka tatsächlich meistens von Psychiatern verschrieben werden (sollten), die jedoch bei weitem nicht immer auch eine psychotherapeutische Qualifikation haben. - So viel mal zu den groben Grundzügen dieser Thematik.]
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von Maternus87 » Montag 22. April 2019, 17:45

Baerenbude hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 17:19
Also wenn's der Priester versemmelt, dann muss man eben zum Psychiater - oder wie jetzt?
Ich bin nicht im Bilde, um was es geht, braucht auch gar nicht. Aber da es offenbar um Wesentliches geht, ist ein guter, katholischer, verheirateter Psychiater evtl. zumindest ein Gesprächspartner. Da geht es erstmal auch nicht um Therapie, sondern um Sondierung. Eine Sondierung, die man in der Kirche derzeit nur randständig erhalten könnte. Der Laden hat derart abgewirtschaftet, dass man nur mauert.

Grundsätzlich: In der Kirche gibt es zu nicht mehr, wirklich NICHT einen sachorientierten Angang zu erwarten ... Das sollte man sich sehr klar machen, bei allen Vorgängen, die man beklagt - oder vielleicht gar begrüßt. Das muss anders werden. Aber es ist ja sachorientiert Rat zu geben.

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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von Raphaela » Montag 22. April 2019, 21:20

Baerenbude hat geschrieben:
Freitag 12. April 2019, 00:32

Zunächst einmal ist es nicht klar, was hier überhaupt passiert ist - es kann um etwas ganz anderes gehen - ist auch egal! Falls es um eine Heirat gehen sollte, kann ich nur sagen: es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist - ich finde, der Zölibat gehört abgeschafft - meine Meinung! Die darf ich auch haben, denn wir leben in einer Demokratie, in der jeder seine Meinung frei äußern darf!

Was mich allerdings besonders ärgert: Der Klerus stellt immens hohe Moralansprüche an mich, jedes noch so intime Detail (!) aus meinem Privatleben, das niemanden etwas angeht, ist von detektivischem Interesse und muss gebeichtet werden, also habe ich genauso das Recht (!) , penetrant und detektivtisch zu fragen, und hohe Moralansprüche an den Klerus zu stellen! Jeder sollte erst vor seiner eigenen Tür kehren, bevor er mich maßregelt und mit Steinen wirft und nach Splittern in meinem Auge sucht. Man muss sich des unbedingten Vorbildcharakters bewusst sein, wenn man (ein Mensch) mir eine Buße auferlegen will. Wir leben schließlich nicht mehr im Mittelalter!

Vergebung kann man nur durch Gott erlangen!
Aaaah! Jemand, der das Alte Testament kennt, aber anscheinend nicht alles aus den Evangelien! Da ist sehr deutlich davon die Rede, dass es Menschen gibt, die um des Himmelreiches Willens ehelos leben.

Dann: Es ist schon eine Frechheit, über den Klerus im Allgemeinen zu urteilen und öffentlich Detektiv spielen zu wollen
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Priester wirklich jede Kleinigkeit, oder wörtlich "jedes noch so intime Detail" aus dem Privatleben wissen will


Meine Vermutung: Du hast sehr, sehr wenig Kontakt zur Kirche und kennst dich daher heutzutage nicht mehr aus. Daher aufhören mit dem Urteilen!
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von Raphaela » Montag 22. April 2019, 21:25

Baerenbude hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 00:31

Gelingt mir übrigens trotz aller "Detektivarbeit" und trotz meiner Bereitschaft zur Metakommunikation keine Klärung, trete ich aus der katholischen Kirche aus!
Wer wegen eines Menschen aus der Kirche austritt, der war dort auch niemals beheimatet.
Außerdem geht es in der Kirche um Gott und nicht um einen Menschen. - Mir scheint, du hast ganz viel nicht verstanden.
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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von taddeo » Montag 22. April 2019, 22:52

Raphaela hat geschrieben:
Montag 22. April 2019, 21:25
Außerdem geht es in der Kirche um Gott und nicht um einen Menschen. - Mir scheint, du hast ganz viel nicht verstanden.
Ich dachte immer, in der Kirche gehe es in erster Linie um den Gott, der Mensch geworden ist ... aber ich gehör wohl auch zu denen, die ganz viel nicht verstanden haben. :pfeif:

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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von Siard » Dienstag 23. April 2019, 00:02

Baerenbude hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 00:22
Der Fortgang eines Paters wird natürlich verschwiegen - würde ja unangenehme Fragen nach sich ziehen.
Wo wurde der Fortgang welchen Paters verschwiegen?

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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. April 2019, 08:43

Neuigkeiten aus dem Stift Heiligenkreuz
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... -gaenswein

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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 26. April 2019, 10:18


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Re: Ordens- und Klosternachrichten II

Beitrag von HeGe » Freitag 17. Mai 2019, 13:59

Domradio hat geschrieben: Toilettendienst, Tränen und "Tierfutter"

Nachkriegsdeutschland suchte händeringend Fachkräfte. Neben vielen Gastarbeitern kamen 800 junge Inderinnen, die später in Klöstern ausgebildet wurden. Ein vom Erzbistum Köln unterstützter Film erzählt ihre Geschichte. [...]
Der Film ist hier zu finden:

https://vimeo.com/297556818/48fa020e53
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