Die Geistliche Familie “Das Werk”

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
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Petrus
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Petrus » Dienstag 30. Oktober 2018, 19:30

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 18:11
Petrus hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 18:08
stimmt. Wobei der mir leid tut: Er wurde später nackt und getötet an einem italienischen Strand aufgefunden.

(ich gehe davon aus, er hat das selbe Schicksal erlitten wie Rudolph Moshammer).
Moshammer wurde an einem italienischen Strand tot aufgefunden?

:hae?:

ich vermute, Du weißt, was ich meinte.

Um aber den von Dir gewählten Stil aufzugreifen:

oh, sorry - da habe ich echt den Rudolph Moshammer mit Walter Sedlmayr verwechselt!
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Petrus » Dienstag 30. Oktober 2018, 20:26

Madita hat geschrieben:
Samstag 27. Oktober 2018, 19:18
Ansonsten würde ich nicht mal wenn der Aufenthalt gratis wäre, auch nur einen Fuß in den Gästetrakt eines Männerklosters setzen wollen. Männerklöster strahlen für mich die Kälte der Eiszeit aus.
Zunächst: Als Frau darfst Du die Klausur eines Männerklosters nicht betreten. Frauenklöster sind da viel menschlicher, übrigens.

Als ich wieder mal in Kellenried war, befand sich der Computer, an den ich hin mußte, in der Klausur. Was nun tun? Die Frauen von Kellenried haben mich dann zum "Handwerker" erklärt. Weil, Handwerker dürfen/müssen in die Klausur rein. ich, rauf in den zweiten Stock, mit einer Schwester voraus, die die Mitschestern beruhigt hat, am Computer gebastelt, sagt mir eine der Benediktinerinnen "hmmm.." ich bin dann hervorgekrochen unter dem Computer, ich wurde dann vorgestellt der Äbtissin, die wollte wohl einfach mal nachschauen, was der Mann da in der Klausur macht!

und das ist wahr.

link:

http://www.abtei-kellenried.de/
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Siard
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Siard » Dienstag 30. Oktober 2018, 20:31

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 20:26
Zunächst: Als Frau darfst Du die Klausur eines Männerklosters nicht betreten. Frauenklöster sind da viel menschlicher, übrigens.
Zunächst: Niemand, der da nichts zu suchen hat darf eine Klausur betreten.
Und ich kenne Männerklöster, da können Frauen (in allen Ehren) in die Klausur und Frauenklöster, da kommt kein Mann in die Klausur.
Und nun? ;D

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Petrus » Dienstag 30. Oktober 2018, 20:40

Siard hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 20:31

Und ich kenne Männerklöster, da können Frauen (in allen Ehren) in die Klausur
ich auch. da dürfen auch Frauen rein. Wenn sie die Schwester von einem Pater sind. Oder zum Putzen.
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Siard » Dienstag 30. Oktober 2018, 20:48

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 20:40
Siard hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 20:31

Und ich kenne Männerklöster, da können Frauen (in allen Ehren) in die Klausur
ich auch. da dürfen auch Frauen rein. Wenn sie die Schwester von einem Pater sind. Oder zum Putzen.
In den von mir erwähnten Fällen: Weder verwandt, noch zum Putzen.

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 31. Oktober 2018, 04:20

Eine Nonne kommt ganz aufgeregt zur Äbtissin und ruft "Ein Mann ist im Kloster, ein Mann ist im Kloster!"
Sagt die Äbtissin "Woher wollen Sie das wissen ?"
Sagt die Nonne "Auf der Toilette ist die Brille hochgeklappt".
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Petrus » Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:05

den kannte ich schon lange, finde den aber immer noch schön. danke.

ich hätte da noch andere anzubieten - aber das schreibe ich nicht hier. Weil, wir sind hier schließlich ein katholisches Forum.
Maria mit dem Kinde lieb
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Siard » Mittwoch 31. Oktober 2018, 15:23

Hihihihi?

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Raphael » Mittwoch 31. Oktober 2018, 18:33

Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:05
ich hätte da noch andere anzubieten - aber das schreibe ich nicht hier.
Das ist aber höchst rücksichtsvoll von Dir! :roll:
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:05
Weil, wir sind hier schließlich ein katholisches Forum.
Nunja, manchmal mehr, manchmal weniger! :unbeteiligttu:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Donnerstag 1. November 2018, 21:37

Ich habe heute Morgen einen passenden Witz für diesen Thread gehört - im Rahmen einer Gastpredigt in einer freikirchl. Gemeinde. (Videopodcast kann ich nicht wiederfinden)

Ein Mann kommt auf die Polizeiwache und möchte seine Frau vermisst melden. Der Polizist fragt, wie groß seine Frau ist. "Keine Ahnung! Ich habe sie nicht abgemessen." - "Macht nichts. Egal! Ist Ihre Frau schlank - mollig od. eher stärker." "Nun ja, schon irgendwie mollig, aber eigentlich doch eher stärker."
"Welche Augenfarbe hat Ihre Frau?" - "Sie hat ständig wechselnde Haarfarbe. Die färbt sich ständig die Haare um." ---- "Okay! Macht nichts. Also ... Was hat Ihre Frau angehabt, als Sie sie das letzte Mal gesehen haben? Ein Kleid od. Jeans mit Pulli?" "Och, ich glaub es war ein Kleid. Nein, doch nicht, wie mir scheint. Ich denke, sie hat Jeans mit Pulli getragen."
Fehlt sonst noch was? - Ja, mein Auto. Sie ist mit dem Auto weg.
Können Sie Ihr Auto beschreiben. - Ja klar, das war ein BMW …. PS..., (der Mann beginnt extrem detailreich seinen BMW zu beschreiben, mit allen Finessen ausgestattet. Es sprudelt nur so aus ihm heraus.)
Der Polizist am Ende des Protokolls: "Machen Sie sich bitte keine Sorgen. Wir werden Ihr Auto schon finden!"

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Petrus » Freitag 2. November 2018, 11:41

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 18:33
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:05
ich hätte da noch andere anzubieten - aber das schreibe ich nicht hier.
Das ist aber höchst rücksichtsvoll von Dir! :roll:
mun ja - man bemüht sich
Maria mit dem Kinde lieb
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Raphael » Freitag 2. November 2018, 11:43

Petrus hat geschrieben:
Freitag 2. November 2018, 11:41
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 18:33
Petrus hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:05
ich hätte da noch andere anzubieten - aber das schreibe ich nicht hier.
Das ist aber höchst rücksichtsvoll von Dir! :roll:
mun ja - man bemüht sich
Zum Bemühen äußerte sich weiland der adlige Goethe ....................
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Vir Probatus » Samstag 1. Dezember 2018, 07:13

https://www.watson.ch/leben/interview/5 ... reite-sich


"Wenn ich mir Männer und Frauen in der Bibel anschaue, läuft es immer auf diese ganz einfache Ordnung hinaus: Der Mann kann herrschen, aber er kann sich nicht beherrschen. Jedenfalls nicht, wenn er sich einer Frau gegenübersieht."
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Maja » Samstag 1. Dezember 2018, 20:35

Vir Probatus hat geschrieben:
Samstag 1. Dezember 2018, 07:13
https://www.watson.ch/leben/interview/5 ... reite-sich
In dem Text steht, dass Doris Wagner folgenden Brief vom Vatikan erhielt, als sie diesem u.a. wegen der Erfahrung von Mißbrauch im Werk schrieb:

«Hiermit bestätige ich Ihnen den Erhalt Ihres werten Schreibens vom 26. September des Jahres, mit dem Sie dem Heiligen Vater über Erlebnisse in der Gemeinschaft ‹Die Geistliche Familie 'Das Werk'› berichtet haben.
Ihre Ausführungen wurden aufmerksam zur Kenntnis genommen. Seine Heiligkeit hat mich beauftragt, Ihnen für den Ausdruck Ihrer Mitsorge um das Wirken der Kirche in unserer Zeit zu danken.
Papst Franziskus bittet Sie, für ihn und seinen verantwortungsvollen Dienst als Hirte der universalen Kirche zu beten. Er schliesst auch Sie und Ihre Anliegen in sein Gebet ein und erbittet Ihnen und Ihrer Familie von Herzen Gottes Schutz und Geleit für den weiteren Lebensweg.»

Dieses Schreiben gehört wohl eher zu den dunklen Seiten des "Wirkens der Kirche in unserer Zeit". Wie krass! Da schreibt jemand von Mißbrauch - und zurück kommt soetwas wie "Joa, vielen Dank, toll dass Ihnen Kirche wichtig ist, beten Sie doch mal für den Papst, der betet auch für Sie". Puh, in meinen Augen echt peinlich für den Vatikan, verletztend für Doris Wagner - und wohl im Gesamt in meinen Augen eher zum Schaden für "die Kirche", wenn Menschen sich "von der Kirche" als so wenig ernstgenommen erfahren.
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Vir Probatus » Montag 3. Dezember 2018, 04:38

Maja hat geschrieben:
Samstag 1. Dezember 2018, 20:35
Vir Probatus hat geschrieben:
Samstag 1. Dezember 2018, 07:13
https://www.watson.ch/leben/interview/5 ... reite-sich
In dem Text steht, dass Doris Wagner folgenden Brief vom Vatikan erhielt, als sie diesem u.a. wegen der Erfahrung von Mißbrauch im Werk schrieb:

«Hiermit bestätige ich Ihnen den Erhalt Ihres werten Schreibens vom 26. September des Jahres, mit dem Sie dem Heiligen Vater über Erlebnisse in der Gemeinschaft ‹Die Geistliche Familie 'Das Werk'› berichtet haben.
Ihre Ausführungen wurden aufmerksam zur Kenntnis genommen. Seine Heiligkeit hat mich beauftragt, Ihnen für den Ausdruck Ihrer Mitsorge um das Wirken der Kirche in unserer Zeit zu danken.
Papst Franziskus bittet Sie, für ihn und seinen verantwortungsvollen Dienst als Hirte der universalen Kirche zu beten. Er schliesst auch Sie und Ihre Anliegen in sein Gebet ein und erbittet Ihnen und Ihrer Familie von Herzen Gottes Schutz und Geleit für den weiteren Lebensweg.»

Dieses Schreiben gehört wohl eher zu den dunklen Seiten des "Wirkens der Kirche in unserer Zeit". Wie krass! Da schreibt jemand von Mißbrauch - und zurück kommt soetwas wie "Joa, vielen Dank, toll dass Ihnen Kirche wichtig ist, beten Sie doch mal für den Papst, der betet auch für Sie". Puh, in meinen Augen echt peinlich für den Vatikan, verletztend für Doris Wagner - und wohl im Gesamt in meinen Augen eher zum Schaden für "die Kirche", wenn Menschen sich "von der Kirche" als so wenig ernstgenommen erfahren.
So läuft aber doch die "Missbrauchsaufarbeitung": "Wir beten für Sie, danke" Und weil die Bischöfe nicht alleine beten wollen, schufen sie den Gedenktag. Da kann man dann die Schuld auch schön umverteilen.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:15

Madita hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 07:21
Doris Wagner hat zwei Bücher geschrieben?
«Wie bei den Kindermissbrauchsfällen gilt, solange es keine öffentliche, weltweite Empörung gibt, geschieht nichts», sagt Wagner. «Deshalb habe ich zwei Bücher geschrieben. So will ich Druck aufsetzten, die Täter zur Verantwortung ziehen.»
https://www.srf.ch/kultur/film-serien/f ... -ihr-recht
Ich wäre im Traum nicht drauf gekommen, dass es sich NICHT um einen Druckfehler handelt, dass es nur ein einziges "Doris-Wagner-Buch" gibt, keine Ahnung warum. Wohl deshalb, weil ich bis heute nicht verstehen kann, dass eine Kandidatin beim allerersten Besuch nicht sofort die Flucht ergreift, wenn sie die geweihte Schwestern in ihrer Liturgietracht (mit Dornenkrönchen) aufmarschieren sieht. Ich begreif´s einfach nicht. So was Bescheuertes habe ich noch nirgendwo gesehen. Die orthodoxen Bräute und Bräutigame tragen eine Krone bei der Trauung in den Dimensionen einer Kaiserkrone. Ja okay, aber die "Werk-Schwestern" … ein Dornenkrönchen. *kopfschüttel-solange-bis-kopf-runterfällt*
Doris Wagner hat tatsächlich noch ein zweites Buch geschrieben, gemeinsam mit einem Universitätsprofessor (Jurist und Moraltheologe bzw. Moralpsychologe). Es erscheint Ende Jänner 2019. "Spiritueller Missbrauch in der Kath. Kirche".

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Maternus87 » Freitag 21. Dezember 2018, 16:52

Madita hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:15
Ich wäre im Traum nicht drauf gekommen, dass es sich NICHT um einen Druckfehler handelt, dass es nur ein einziges "Doris-Wagner-Buch" gibt, keine Ahnung warum. Wohl deshalb, weil ich bis heute nicht verstehen kann, dass eine Kandidatin beim allerersten Besuch nicht sofort die Flucht ergreift, wenn sie die geweihte Schwestern in ihrer Liturgietracht (mit Dornenkrönchen) aufmarschieren sieht. Ich begreif´s einfach nicht. So was Bescheuertes habe ich noch nirgendwo gesehen. Die orthodoxen Bräute und Bräutigame tragen eine Krone bei der Trauung in den Dimensionen einer Kaiserkrone. Ja okay, aber die "Werk-Schwestern" … ein Dornenkrönchen. *kopfschüttel-solange-bis-kopf-runterfällt*
Dem kann ich nur beipflichten!

Es wirkt von außen wie eine esoterische Sekte ... .

Aber leider haben viele "neuere Gemeinschaften" diese Schlagseite, auch wenn sie sich nicht so extrem aufdrängt, wie bei "Das Werk", das mit diesen Sonderbräuchen bereits den hermetischen Charakter der Gemeinschaft unübersehbar macht. Leider sind eben in der Kirche die Kategorien durcheinander gekommen, und zu viele Weltkleriker fallen auch noch darauf rein, und fördern diese Gemeinschaften wegen vermeintlicher "Orthodoxie".

Madita
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Samstag 22. Dezember 2018, 09:51

@Maternus87
Danke, dass Du mich bei meiner Irritation bzgl. der Gemeinschaftswahl von Doris Wagner unterstützt. In "Sternstunden der Philosophie" hat Frau Wagner-Reisinger erneut über ihre unheilvolle Entscheidung für "Das Werk" gesprochen.
https://www.youtube.com/watch?v=QID9ZUxh-aQ
Minute 22:13: Moderatorin: "Frau Wagner, ordnen Sie doch einmal für uns diese Gemeinschaft ein in dieser gesamten röm.-kath. Landschaft!"
Mein Einwand: Sogar innerhalb der "neuen geistl. Gemeinschaften" ist "Das Werk" das Charisma, dass nicht mal "Szene-Insider" jemals mit einer der "Werk"-Schwestern konfrontiert werden. Ein früherer Vorarlberger Bischof in Feldkirch hatte angeblich "Werk"-Schwestern als Köchinnen. In der Universitätsseelsorge wären die meines Wissens undenkbar. Es würde mich interessieren, wie und wo man Sr. Doris im "Werk" eingesetzt hätte nach Beendigung ihres vom Orden bewilligten Theologiestudiums - falls sie nicht ausgetreten wäre. Viele Fragezeichen !!
Ein Theologiestudium an einer öffentl. anerkannten Fakultät ist irgendwie dann doch wieder kontradiktorisch zum negativen Gesamtbild der Gemeinschaft. Was für ein Risiko, dass die Gehirnwäsche nicht mehr wirkt ! Gab es noch andere Schwestern, die Theologie studieren durften?

Mir hat der lange Artikel in "Stimmen der Zeit" überhaupt nicht gefallen, der anscheinend bereits Auszüge aus dem 2. Buch enthält. Gefallen hat mir nicht, dass die eine oder andere Sex-Missbrauchsepisode so extrem horrormäßig detailreich ausgeführt wurde. Wer die extrem opulente Plattform der frz. Sektenhilfsorganisation AVREF kennt, findet in ihrem 2. Werk als Co-Autor vermutlich gar nichts Neues mehr über die Situation europäischer Ordensfrauen.

Der prominenteste aller kath. Weltkleriker ist mit zweifelhaftem Vorbild bzgl. der Absegnung dieser "Provinz-Sekte" vorangegangen: Papst Benedikt XVI., der deutsche Papst, höchstpersönlich hat diese skurille gemischte Gemeinschaft gerne um sich geschart. Angeblich war er (sehr) wütend über Doris Wagners "Autobiographie". Kein Wunder! Schildert sie doch ihren intendierten Selbstmordversuch 5 Minuten vor einer Papstaudienz.
Seit vielen Jahren dürfen sich Priester des "Werks" darüber freuen, einen sicheren Posten in der Wr. Universitätsseelsorger "quasi per Mandat" ausfüllen zu dürfen. Neben umstrittenen Gemeinschaften wie: Legionäre Christi, Opus Dei, Johannesbrüdern. Was will uns ein ehemaliger Dogmatik-Uni.Prof. aus Fribourg namens Schönborn damit beweisen? Dass für angehende Akademiker Sektenpriester gut genug sind?

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Maja » Sonntag 23. Dezember 2018, 16:41

Madita hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:15
[…] weil ich bis heute nicht verstehen kann, dass eine Kandidatin beim allerersten Besuch nicht sofort die Flucht ergreift, wenn sie die geweihte Schwestern in ihrer Liturgietracht (mit Dornenkrönchen) aufmarschieren sieht. Ich begreif´s einfach nicht. So was Bescheuertes habe ich noch nirgendwo gesehen. Die orthodoxen Bräute und Bräutigame tragen eine Krone bei der Trauung in den Dimensionen einer Kaiserkrone. Ja okay, aber die "Werk-Schwestern" … ein Dornenkrönchen. *kopfschüttel-solange-bis-kopf-runterfällt*
Also hier http://schulschwestern-auerbach.de/mediathek/fotos/ gibt es auch Brautschleier und krön-chenartige Kränz-chen - und vergleichsweise viele Eintritte. Scheint Leute zu geben, die das mögen.
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Montag 24. Dezember 2018, 07:50

Liebe Maja,
warum machst du Dich zur Advokatin einer Gemeinschaft, die nicht nur an der äußersten Peripherie der kath. Ordenslandschaft angesiedelt ist, sondern auch noch eine groteske masochistische Leidenstheologie indoktriniert ?

Zwischen "krönchenartigen Kränzchen" und einer Dornenkrone aus Metall [Punkt] ist meiner bescheidenen Meinung nach ein riesengroßer Unterschied. Außerdem lässt es sich diese "dubiose Kongregation hinter dem Arlberg" nicht nehmen, diese Metalldornenkronen als das zentralste Emblem schlechthin auf der Homepage und in Riesenaufnahme zu präsentieren.
Mich erinnern die Zinken an den tragischen und qualvollen des 14-jährigen David Schneider-Delon, den Sohn von Romy Schneider.
Ja, Doris Wagner hat wohl recht: Die Schwestern mussten ihre "innere und äußere Burg" selbst bewachen. Sehr kräfteraubend, denn dafür hat man im Mittelalter bei einer wehrhaften Burg doch mehrere MÄNNER benötigt.
Schwerstarbeit.

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Montag 24. Dezember 2018, 08:52

Ich erinnere mich sogar vage an die Gesichter der Neuprofessen bei den Auerbach-Schulschwestern aufgrund eines kurzen Youtube-Videos.

Diese Ordensfrauen tragen jedoch diese krönchenartigen Blumenkränze keineswegs JEDESMAL beim feierlichen Stundengebet.

Wohingegen es im "Werk" sehr wohl diese Gepflogenheit gibt:
Das Symbol des „Werkes“ ist eine Dornenkrone, deren Dornen nach oben gerichtet sind.[10] Sie wird als Symbol für die Sühne des geistigen Hochmutes betrachtet, von dem Jesus Christus die Menschen durch sein Leiden erlöst habe.[11] Die weiblichen Mitglieder tragen beim festlichen Stundengebet eine Dornenkrone mit einem weißen Schleier.
aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Geistlich ... _„Das_Werk
Ich insistiere darauf, dass jemand, der das erste Mal das "Kloster" Thalbach besucht und so eine Maskerade miterlebt "beim festlichen Stundengebet" (bzw. Passionsspielen), verstört weglaufen muss. Wenn er es nicht tut, dann hat er vom Erlösungswerk unseres Herrn Jesus Christus absolut nichts begriffen.

Wenige Kilometer vom Kloster Thalbach entfernt schwört man bei den engelwerksnahen Rankweiler Karmelitinnen nach wie vor auf voluminöse Kommunionschleier.

Es gibt auch Mönche, die generell die Verschleierung von Schwestern hinterfragen:
"Wichtig ist nicht, was man auf dem Kopf trägt, sondern das, was man im Kopf hat."
Ich möchte hier auch einen ehemaligen Landeshauptmann von Vorarlberg zitieren, der sich als vernunftbegabter Christ folgendes für seine politischen Schäfchen gewünscht hat:
"Vorarlberg soll sektenfrei sein/werden!"
Ich finde seit vielen vielen Jahren einen katholikenkritischen Ausspruch von Frau Auguste Stein (verstorben an einem 14. September) mega-cool:
"Katholiken sind Menschen, die auf den Knien herumrutschen und den Priestern die Füße küssen."
Auguste Stein könnte im Jahr 2018 glatt als Pressesprecherin für Papst Franziskus fungieren. Eine coole Frau.
11 Kinder. Die jüngste Tochter seit Jahrzehnten ein Vorbild für unzählige Katholikinnen.

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Maja » Montag 24. Dezember 2018, 09:08

Madita hat geschrieben:
Montag 24. Dezember 2018, 07:50
Liebe Maja,
warum machst du Dich zur Advokatin einer Gemeinschaft, die nicht nur an der äußersten Peripherie der kath. Ordenslandschaft angesiedelt ist, sondern auch noch eine groteske masochistische Leidenstheologie indoktriniert ?

Zwischen "krönchenartigen Kränzchen" und einer Dornenkrone aus Metall [Punkt] ist meiner bescheidenen Meinung nach ein riesengroßer Unterschied.
Ich mache mich sicherlich nicht zu einer Advokatin für Das Werk. Ich kenne mich einfach nicht so gut aus wie du in der äußersten Peripherie, mir war nicht klar, dass die Das Werk Krone aus Metalldornen ist usw.

Mein Lebensraum ist eher die Mitte und so passiert es womöglich schnell, dass ich Kränzchen aus der äußeren Peripherie und mir unbekannte Kronen aus der äußersten Peripherie zu nah beieinander wähne.

Und ich finde es wenig angemessen, dass du mir ein Advokatentum unterstellst für eine Peripherie, zu der du offensichtlich (zumindest was das Spezialistenwissen angeht - und wie ich vermute auch durch leidvolle Erfahrungen) eine deutlich größere Nähe hast als ich!
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Montag 24. Dezember 2018, 10:00

Maja hat geschrieben:
Montag 24. Dezember 2018, 09:08
Und ich finde es wenig angemessen, dass du mir ein Advokatentum unterstellst für eine Peripherie, zu der du offensichtlich (zumindest was das Spezialistenwissen angeht - und wie ich vermute auch durch leidvolle Erfahrungen) eine deutlich größere Nähe hast als ich!
Liebe Maja,
"Female Pleasure" läuft in den Kinos. Frau Doris Wagner-Reisinger geht wiederum auf TV-Tournee. Ich bin lediglich eine Filmkritikerin, ein Schreibtischtäterin mit WLAN. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich habe keinerlei Kontakte zu irgendeinem oder irgendeiner Katholikin. Nur zu deiner Information. Ich weiß nicht, wer hinter dem Pseudonym "Maja" steckt und Du weißt nicht, wer ich bin.

Hier ein kleiner Nachsatz zum Thema "Edith Stein - Patronin Europas": Es bringt nichts, sich diese Frau als Vorbild zu nehmen. Ein orthodoxer Priester aus den USA und seine Ehefrau haben zu Edith Stein gebetet und durch deren Fürsprache wurde die kranke Tochter geheilt. Diese Krankenheilung war maßgeblich für die Kanonisierung dieser jüdischen Konvertitin. (mündliche Quelle: Univ.Prof. für Moraltheologie der Universität Fribourg / CH und Bewohner des Dominkanerkonvents in Fribourg; Geburtsort: Saramento/USA)
Soweit zu meiner "Lokalisierbarkeit" links - rechts - oben - unten.

Ich verneige mich tief vor dem Glauben meiner orthodoxen Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt.

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Maternus87 » Montag 24. Dezember 2018, 14:59

Man sollte auspassen, nicht alles in einen Topf zu werfen. Auerbach, das WERK, Thalbach ... das sind drei verschiedene Paar Schuhe!

Auerbach ist sehr orthodox ... was an sich kein negatives Urteil sein sollte. Die Schwierigkeiten scheinen ausgeräumt zu sein.

Ich sehe in den kommenden Jahren große Schwierigkeiten für junge Frauen, die einem Orden beitreten wollen. COR ORANS wird die klassischen Orden in eine große Krise führen. Gemeinschaften wie die Auerbacher Schwestern, die Schwestern vom Kostbaren Blut(Liechtenstein) und andere werden an Attraktivität zunehmen, da Karmel, Benediktinerinnen usw. zum Wagnis werden.

Heute brachte katholisch.de diesen Kommentar von ungewohnter Seite:

Bitterer Ärger zwischen Vatikan und Nonnen
https://www.katholisch.de/aktuelles/sta ... und-nonnen

Madita
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Montag 24. Dezember 2018, 21:49

Maternus87 hat geschrieben:
Montag 24. Dezember 2018, 14:59
Man sollte auspassen, nicht alles in einen Topf zu werfen. Auerbach, das WERK, Thalbach ... das sind drei verschiedene Paar Schuhe!
Das Bregenzer Kloster Thalbach (ehemals Dominikanerinnenkloster) ist übrigens die österreichische Niederlassung vom "Werk".

Danke für die brisanten, äußerst beunruhigenden Infos im Zusammenhang mit dem päpstl. Dokument "Cor Orans". Ich kannte nur die Passage über Internetnutzung. Auch nur aus 2. Hand.
Ich würde mir wünschen, dass seitens der österreichischen Frauenorden-Präsidentin Sr. Beatrix Mayrhofer (Schulschwester) https://www.ordensgemeinschaften.at/pre ... hofer-ssnd in vielerlei Hinsicht mehr Stellungnahmen kommen. Die entsprechende Homepage gibt überhaupt nichts her.

"Der Geist weht, wo er will..." :pfeif:
In Italien gibt es einen Boom für eremitische Berufungen; Menschen, die vielerorts total im Verborgenen oft in der Großstadt als "Teilzeiteremiten" ihrer Berufung nachgehen.
"Rund 1.200 neue Eremiten leben derzeit in Italien..."
Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gese ... y/21063141
Die Kirche will zwar auch diese Berufungen kontrollieren, doch wenn sich Eremiten nicht beim Ortsbischof melden, wie will der verhindern, dass sie sich ihr Einsiedlerleben selbst finanzieren. Die Gottesbeziehung ist nicht abhängig vom Segen des Ortsbischofs.

Die vorige Eremitin in der Schweizer Verenaschlucht ist letztendlich auch wieder in die Stadt gezogen, weil es in der Klause nicht möglich war, ein Einsiedlerleben zu führen.

Madita
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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Montag 24. Dezember 2018, 22:23

Meine 90-jährige Mutter - die mit der Kirche nichts am Hut hat - hat vor einigen Monaten über das Pontifikat von Papst Franziskus prophezeit:

"Gott wird ihn so lange im Amt lassen, bis die Wut über ihn bis ganz nach oben steigt."

Ganz oben ist letztendlich die klausurierte weibliche Nonnenschar weltweit. Papst Franziskus kann nun sicher sein, dass er aufgrund des Gebots der Feindesliebe von diesen kontemplativen Klausurschwestern "geliebt" wird.

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Montag 24. Dezember 2018, 23:21

Eine Karmelitin hat "Cor Orans" als die "Totenglocke des Karmels" bezeichnet.
Dass der Vatikan im Fall einer "blockweisen Strafversetzung" der Priester der Santa Teresa von Avila-Pfarre in Rom rund um einen Homosex-Skandal eines hochrangigen Unbeschuhten Karmeliten (Kurienmitglied) still und stumm geblieben ist, zeigt, wie riesengroß die Ungleichbehandlung beim weiblichen und männlichen Zweig dieses traditionsreichen kontemplativen Ordens ist.
https://katholisches.info/2015/10/09/sc ... al-in-rom/

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Dienstag 25. Dezember 2018, 10:38

Die päpstliche Visitation beim "Werk" hat keinerlei Auflage erteilt bzgl. der systematischen Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im "Werk". Vor Doris Wagner hat bereits die Ex-Schwester Irene Martens mit einem Buch auf Niederländisch den Finger in die Wunde gelegt. Frau 'Wagner selbst hat in der Medienöffentlichkeit weitere Schicksale in den eigenen Reihen nicht erwähnt. Empörend, dass Schwestern gezwungen werden, einem suspendierten Missbrauchspriester des "Werks" den Haushalt zu führen. Kein Aufschrei diesbezüglich!

https://www.goodreads.com/book/show/416 ... an-de-kerk
Der mittlerweile suspendierte Jos Corstjens hat mindestens eine ehemalige Schwester des Werkes mehrfach vergewaltigt, Irene Martens wurde als Schwester des "Werkes" missbraucht und berichtete in ihrem Buch von weiteren missbrauchten Schwestern, die zum Teil bis heute im "Werk" sind. - Wie viele Schwestern des Werkes sind Opfer sexueller Übergriffe geworden?
Dennoch ging Corstjens weiterhin im Werk ein und aus. Das Werk hat sich bis heute nicht offiziell von ihm distanziert, sondern stand bis vor Kurzem noch mit ihm in Kontakt. Schwestern des Werkes übernahmen Dienste in seinem Haushalt. Zuletzt wirkte er in einem Altenheim in Bocholt.
Quelle: daswerk-info.blogspot.com/2016/

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Dienstag 25. Dezember 2018, 11:21

Jeder Fall lässt sich mühelos toppen durch einen noch ärgeren Fall.
Eine Nonne, die nach fast zwei Jahrzehnten ihr Schweigen gebrochen hatte, sagte der AP, dass der Priester, bei dem sie ihre Sünden beichtete, ihr Gewalt angetan habe – mitten im Sakrament.
Die Nonne erklärte desweiteren, dass nur ein Jahr später ein anderer Priester genau das gleiche getan habe. Sie sagte gegenüber AP, dass sie nicht mehr zur Beichte gehen sollte, aus Angst, wieder von Priestern vergewaltigt zu werden
Quelle: derwaechter.org/metoo-hat-nun-auch-den-vatikan-erreicht-waehrend-nonnen-hemmungslosen-sexuellen-missbrauch-durch-priester-anprangern
Was die Exorzisten nicht und nicht glauben wollen:
"Pfefferspray wirkt effizienter gegen den Teufel als Weihwasser."

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 25. Dezember 2018, 11:38

Wenn Tebartz van Elst nicht aus Limburg abgezogen worden wäre, hätten dort Werk-Schwestern die Badewanne geschrubbt. Vorbereitet war alles. Heute werden sie als Domküsterinnen beschäftigt. Früher war das ein guter ind sicherer Arbeitsplatz für normale Männer. Sparzwang wahrscheinlich oder Unterstützung des Werks.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Madita » Dienstag 25. Dezember 2018, 12:02

@Vir probatus
Ich stelle mir die finanzielle Situation des "Werks" nicht allzu rosig vor. Der Altersschnitt bei den ca. 100 Schwestern liegt bei ca. 60 Jahren, d.h. dass in Zukunft auch hohe Kosten für Pflege usw. dazukommen werden. Kein Nachwuchs in Sicht. Fromme Wohltäter werden auch nicht tief in den eigenen Geldsack greifen bei der negativen Presse für das "Werk".

Bei den Schwestern der Gemeinschaft Jerusalem heißt es offiziell, dass sie auf dem freien Arbeitsmarkt eine Teilzeitstelle entsprechend ihrer Ausbildung innehaben. Letztendlich schaut es in der Praxis dann oft doch ganz anders aus und die Schwestern arbeiten als Putzfrau oder in einer Suppenküche - also eigentlich eher auf der Linie der Kl. Schwestern Jesu des Charles de Foucault.

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Re: Die Geistliche Familie “Das Werk”

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 25. Dezember 2018, 13:11

Zu "Cor Orans" habe ich hier was geschrieben:

viewtopic.php?f=11&t=19539

Welche Frau wird unter diesen Bedingungen da eintreten ?
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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