Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
azs
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Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von azs »

Salvete :huhu:,

meine Frage: Wie steht es um die Benediktinerklöster im deutschsprachigen Raum? Ich würde gern einmal in einem Benediktinerkloster mitleben, weiß aber nicht so recht wo ich hingehen könnte. Von vielen hört man sehr liberale Sachen, aber ich habe natürlich keinen Komplett-Überblick. Gibt es noch ein Benediktinerklöster, welche noch eine schöne und würdige Liturgie feiern und im Klosterleben gut-katholisch sind (ich meine damit aber keine Traditionalisten oder FSSPX)? Vielleicht auch ein Kloster, welches keine Probleme mit beiden Formen des Ritus hat? Maria Laach gefällt mir von der Klosteranlage natürlich sehr, aber ein Freund von mir sagte, dass es da auch eher liberal zugeht...stimmt das?

Liebe Grüße

PS: Keine Missionsbenediktiner-Vorschläge bitte ;). Meine wirklich benediktisches Leben.
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PaceVeritas
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von PaceVeritas »

Hallo,

aus eigener Erfahrung kenne ich leider kein Benediktinerkloster näher. Als recht ungefährlich bezüglich modernistischen Anwandlungen schätze ich Kloster Weltenburg ein. Evtl. auch Niederaltaich? Doch streng monastisches Leben und Hl. Messe in der ao. Form dürften in unseren Breitengraden schwer zu finden sein - in Österreich, der Schweiz, Südtirol sieht es wohl ähnlich aus. Leider ...

Viele Grüße
PV
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taddeo
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von taddeo »

PaceVeritas hat geschrieben:Hallo,

aus eigener Erfahrung kenne ich leider kein Benediktinerkloster näher. Recht ungefährlich bezüglich modernistischen Anwandlungen schätze ich Kloster Weltenburg ein. Evtl. auch Niederaltaich? Doch streng monastisches Leben und Hl. Messe in der ao. Form dürften in unseren Breitengraden schwer zu finden sein - in Österreich, der Schweiz, Südtirol sieht es wohl ähnlich aus. Leider ...

Viele Grüße
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Niederaltaich und Weltenburg sind beide nicht ausgesprochen "modernistisch", aber auch alles anderes als besonders "traditionell". Zudem leiden beide unter sehr kleinen Konventen, was das monastische Leben nicht eben erleichtert.

Noch am "konservativsten" würde ich Plankstetten einschätzen. Was ich von dort an Liturgie kannte (noch zu Abt Gregors Zeiten), war zumindest recht gediegen. Andere Benediktinerklöster kenne ich nicht persönlich.

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PaceVeritas
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von PaceVeritas »

taddeo hat geschrieben:
PaceVeritas hat geschrieben:Hallo,

aus eigener Erfahrung kenne ich leider kein Benediktinerkloster näher. Recht ungefährlich bezüglich modernistischen Anwandlungen schätze ich Kloster Weltenburg ein. Evtl. auch Niederaltaich? Doch streng monastisches Leben und Hl. Messe in der ao. Form dürften in unseren Breitengraden schwer zu finden sein - in Österreich, der Schweiz, Südtirol sieht es wohl ähnlich aus. Leider ...

Viele Grüße
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Niederaltaich und Weltenburg sind beide nicht ausgesprochen "modernistisch", aber auch alles anderes als besonders "traditionell". Zudem leiden beide unter sehr kleinen Konventen, was das monastische Leben nicht eben erleichtert.

Noch am "konservativsten" würde ich Plankstetten einschätzen. Was ich von dort an Liturgie kannte (noch zu Abt Gregors Zeiten), war zumindest recht gediegen. Andere Benediktinerklöster kenne ich nicht persönlich.
Vielen Dank für die Erläuterung!
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iustus
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von iustus »

PaceVeritas hat geschrieben: Als recht ungefährlich bezüglich modernistischen Anwandlungen schätze ich Kloster Weltenburg ein. Evtl. auch Niederaltaich?
Kann ich vom Hörensagen bestätigen. In Weltenburg sollte es Dir gefallen.

http://www.urbanplus.com/weltenburg/index.html


Niederaltaich ist ein Kloster mit zwei Riten. Ein Teil der Mönche lebt im römischen, ein Teil im byzantinischen Ritus.

http://www.abtei-niederaltaich.de

iustus
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von iustus »

Hallo azs,

dürften es auch Zisterzienser sein?

Eine Passage, die ich vor wenigen Tagen in diesem Buch http://www.amazon.de/Chant-Leben-f%C3%B ... 362922332 las:
Frater Nikodemus zog mal auf Probe in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach ein (...): "Hat mir gut gefallen dort. Das waren tolle Leute!" - "Und warum sind Sie dann nicht dort geblieben?" - "Weil sie mich wieder weggeschickt haben. Es war so: Die Gespräche mit den Mönchen halfen mir nach und nach, das Profil meiner Berufung klar zu sehen. Und da gab es einen einzigen Punkt, der nicht richtig in Deckung zu bringen war. Ich hatte und habe eine starke Beziehung zu Maria. ´Dann gehen Sie zu den Zisterziensern, das sind reformierte Benediktiner, aber die sind mehr marianisch!` sagte mir der Benediktinerpater, der mich damals begleitete. Ich machte mich im Internet kundig. Bochum-Stiepel, sah ich da. Ich schrieb dorthin und erhielt bald darauf Post: `Kommen Sie am 24. Juli`. Der 24. Juli war mein Namenstag."

azs
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von azs »

Danke für die Tips! Ich frage mich auch manchmal, ob die Zisterzienser einfach deshalb keine Option für mich zu sein scheinen, weil ich sie von klein auf kenne und mir schon als so "normal" vorkommen :D. Was ist denn das Problem einer Marienfrömmigkeit bei den Benediktinern? Kann man ja auch persönlich leben?

Und wie ist das mit den Zisterziensern in Deutschland? Haben die auch einen Haufen Pfarren? In Heiligenkreuz bzw. allgemein Österreich ist das ja so.
Zuletzt geändert von azs am Freitag 25. Februar 2011, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.
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azs
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von azs »

Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, Weltenburg so nah am Wasser zu bauen? Da ist ja die Zerstörung schon vorprogrammiert^^.
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Pit
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Pit »

azs hat geschrieben:Salvete :huhu:,

meine Frage: Wie steht es um die Benediktinerklöster im deutschsprachigen Raum? Ich würde gern einmal in einem Benediktinerkloster mitleben, weiß aber nicht so recht wo ich hingehen könnte. ...

Liebe Grüße

PS: Keine Missionsbenediktiner-Vorschläge bitte ;). Meine wirklich benediktisches Leben.
Sagt Dir das Kloster Gerleve etwas?
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azs
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von azs »

Die?

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Pit
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Pit »

azs hat geschrieben:Die?

Genau die!
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azs
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von azs »

Nein, sagt mir nix. ;)
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taddeo
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von taddeo »

azs hat geschrieben:Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, Weltenburg so nah am Wasser zu bauen? Da ist ja die Zerstörung schon vorprogrammiert^^.
„Bernhardus valles, montes Benedictus amabat, / oppida Franciscus, magnas Ignatius urbes.“
„Bernhard liebte die Täler, Benedikt die Berge; Franziskus die Ortschaften, Ignatius die großen Städte.“
Eigentlich sind Benediktinerklöster sehr oft auf Hügeln oder Bergen angesiedelt, das stimmt.
Die erste Besiedelung Weltenburgs war auch tatsächlich auf dem Frauenberg oberhalb des heutigen Klosters, wo schon in vorbenediktinischer Zeit die erste Kirche errichtet worden sein dürfte und zwar auf einem heidnischen Minerva- bzw. Apollotempel, weil dort schon die Römer ein Lager hatten. Und davor gibt es archäologische Zeugnisse aus der Frühbronze-, Urnenfelder- und Frühlatènezeit auf dem Frauenberg.
Warum das Kloster nicht selber auch auf dem Berg gebaut wurde, sondern unten an der Donau, weiß ich nicht. Möglicherweise deshalb, weil genau da unten eine wichtige Straßenverbindung lag:
Frollein Vicky Pedia hat geschrieben:Schon im Jahre 45 n. Chr. lag bei Weltenburg auf dem Südufer der Donau der Anfang einer römischen Grenz- und Militärstraße, die der Donau stromaufwärts folgend bis zum Kastell Hüfingen bei Donaueschingen führte. Diese von Historikern „Donausüd“ genannte Straße war lange Zeit eine der beiden wichtigsten Ost-West-Verbindungen nördlich der Alpen.

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Philothea
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Philothea »

Grüß Gott, ich bin neu im Forum; habe mich angemeldet, weil über die Abtei Weltenburg diskutiert wird, wo ich mehr oder weniger regelmäßig zur Einkehr bin.

Das wunderbare an Weltenburg ist es, daß es - soweit ich es beurteilen kann - eines der wenigen unideologisch römisch-katholischen Refugien in Deutschland ist. Einfach fromm und unverkrampft. Von der Laudes bis zur abendlichen Anbetung mit anschließendem Rosenkranzgebet braucht man - anders als in der Heimatpfarre - nicht zu fürchten, als konservativ oder überfromm zu gelten.

Die Liturgie ist, im novus ordo gefeiert, ausgesprochen würdig, Mundkommunion - anders als daheim - eine Selbstverständlichkeit.

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HeGe
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von HeGe »

Willkommen im Forum! :huhu:
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Peti
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Peti »

Philothea hat geschrieben: Einfach fromm und unverkrampft.
Kann ich nur bestätigen. Hab mit meiner Familie in der Nähe des Klosters schon Urlaub gemacht und war auch schon als Gast einige Tage im Kloster Weltenburg.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Yeti
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Yeti »

Pit hat geschrieben:
azs hat geschrieben:Die?

Genau die!
Das ist das Heimatkloster von Elmar Salmann OSB, z.Zt. Professor für Philosophie und Systematische Theologie in Sant'Anselmo auf dem Aventin in Rom.
#gottmensch statt #gutmensch

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Melody
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Melody »

Ich hab keinen passenden Thread gefunden, also nehme ich jetzt diesen hier.

Früher im regelmäßigen Sommerurlaub in Oberbayern bin ich mit meiner Mama auch immer einen Tag auf der Fraueninsel gewesen. Ich denke, das war der einzige Ort neben Altötting, wo ich überhaupt ansatzweise mit katholischer Kirche in Berührung kam.

Während meine Mama auf einer Parkbank saß, hab ich immer viel Zeit in der Kirche verbracht. Ich hab mir staunend die Votivtäfelchen angeschaut, ich hab eine Bitte (die sich leider nie erfüllt hat) in das Buch eingetragen, und dort war es auch, wo ich mich mit 17 Jahren zum ersten Mal auf so eine Gebetsbank gekniet habe...

Ich habe die Kirche mit der Seligen Irmengard und überhaupt die ganze Insel geliebt, und das nicht nur wegen der Chiemseerenke, der Lebkuchen und des Klosterlikörs...

Aber als Katholik bin ich dort noch nie gewesen. Schon vor Jahren dachte ich darüber nach, dass ich dort gerne mal zur Einkehr hingehen würde, aber während man natürlich durchaus nach Vereinbarung für sich selbst ein paar stille Tage dort verbringen kann, so hat aber leider das offizielle "Erwachsenenbildungsprogramm" absolut nichts mit katholischer Kirche zu tun (oder nur sehr wenig).
Ich habe gerade noch mal hineingeschaut. Man kann ayurvedisch kochen lernen, Tai-Chi oder Qigong, einmal im Monat gibt es sogar einen "Tanztag" mit griechischen Tänzen(!) :breitgrins: , es gibt Coaching, Malen und allgemein "Meditation", aber sowas richtig echt "Katholisches" gibt es im Programm irgendwie nicht.

Und das finde ich sehr traurig.
Warum ist das eigentlich so???
Warum gibt es dort nicht beispielsweise ignatianische Exerzitien oder überhaupt Exerzitien?
Gut, es gibt einen Kontemplationskurs.
Aber die Masse des offiziellen Programms hat mit katholischen Inhalten zunächst mal nichts zu tun, und es heißt auch im Vorwort:
"Durch die Öffnung unseres Klosters für die Erwachsenenbildung halten wir an einem zentralen Grundsatz des benediktinischen Lebens fest, der bereitwilligen Aufnahme von stets willkommenen Gästen.
Da uns der Dialog mit anderen Weltreligionen wichtig ist, finden auch Nicht-Christen bei uns Raum."


Das ist alles schön und gut, aber ich finde es halt schade, da mir dieser Ort immer wichtig war und ich ihn gerne noch mal als Katholikin besucht hätte, aber bei der Entfernung fahre ich da nicht für irgendwas "Weltliches" hin... *seufz* :(


Weiß eigentlich irgendwer von Euch, wie die Hl. Messen dort sind???
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civilisation
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von civilisation »

Wie ich gerade sehe, haben die Benediktinerinnen von Frauenwörth auch ihre "alte" Nonnentracht aufgegeben und sind "offener" (warum überhaupt noch einen Schleier?) geworden.

Bild

:roll:

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Melody
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Melody »

Wieso, wie sah die alte Nonnentracht denn aus?
Also okay, diese komischen unbequemen Hauben oder so wöllte ich heute auch nicht mehr tragen, das find ich jetzt nicht so schlimm?!
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civilisation
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von civilisation »

Ok - ich will das jetzt nicht dogmatisieren. Denn eine Tracht macht noch keine/-n Mönch oder Nonne aus.

Aber eine schrittweise "Öffnung" läßt sich doch nicht ganz ausschließen.

Übrigens: So sehen für mich "echte" Benediktinerinnen aus (hier ein Beispiel aus Eibingen, allerdings gehören die zur Beuroner Kongregation, die Frauenwörther Benediktinerinnen zur Bayerischen Kongregation):


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HeGe
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von HeGe »

civilisation hat geschrieben:Übrigens: So sehen für mich "echte" Benediktinerinnen aus (hier ein Beispiel aus Eibingen, allerdings gehören die zur Beuroner Kongregation, die Frauenwörther Benediktinerinnen zur Bayerischen Kongregation):

:klatsch: :daumen-rauf:
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Melody
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Melody »

Mmmmh.
Okay, stimmt, die Haare sollten ganz bedeckt sein.
So stelle ich mir eine Nonne eigentlich auch vor.
Aber auf Deinem Foto wirkt es mir trotzdem noch irgendwie zu "unbequem"...

Außerdem höre ich so schon manchmal nicht gut, und wenn dann auch noch die Ohren zugedeckt sind?! :hae?:
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civilisation
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von civilisation »

In einem Film (ich meine es war "Zeugin der Anklage") sagte der Richter, es se bei all dem Schwachfug, der heute geredet wird, manchmal gut, nicht alles mitzukriegen.

8) Nur mal so am Rande und leicht o.t.

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Niels
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Niels »

Zu Recht. Manches möchte man auch lieber vergessen (Bilder der Südtstadtpfarrer z.B.). Wie sagt Agent K in "Men in Black": "Ich war im Schlund einer interstellaren Schabe, Kleiner. Noch eine Erinnerung, auf die ich nicht scharf bin." 8)
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PaceVeritas
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von PaceVeritas »

Melody hat geschrieben:Man kann ayurvedisch kochen lernen, Tai-Chi oder Qigong, (...) aber sowas richtig echt "Katholisches" gibt es im Programm irgendwie nicht.

Und das finde ich sehr traurig.
Warum ist das eigentlich so???
Das ist wirklich sehr schade!
In einer Merian-Ausgabe war mal ein Artikel über diese Abtei drin.
Demnach hatten die Schwestern frühers eine Schule, die dann in den 80ern (?) aufgrund sinkender Schülerinnenzahlen geschlossen wurde.
Dann habe die Äbtissin der Sr. Ökonomin den Auftrag gegeben, das Haus wieder „vollzukriegen“. Das hat man dann, koste es was es wolle, wohl auch geschafft ...

(Wenn ich das Heft zur Hand habe, kann ich den Wortlaut des Artikels noch nachtragen)
» Sic enim dilexit Deus mundum ... «
(Joh. 3,16)
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felice
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von felice »

noch kurz zu der Schleierfrage.... :) also mir hat schon so manche Schwester erzählt, dass der "kleine Schleier" unbequemer sei als der "feierliche", da er auf die Ohren drücke und beim "feierlichen" drückt nichts... Zudem tragen, zumindest bei den Zisterzienserinnen, die Schwestern zum arbeiten ja häufig einen "kleinen" Schleier zu einem leichten Gewand aus Jeansfarbigem Stoff...

In Frauenwörth gibt es aber, soviel ich weiss, die Möglichkeit zu wählen zwischen den beiden Schleierformen...

(aber die Aussage von Civilisation möchte ich unterstützen: Der Habit macht nicht die Nonne/den Mönch aus... Er ist wichtig, klar, aber nicht entscheidend)

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cantus planus
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von cantus planus »

Interessant. Da habe ich schon mehrfach das glatte Gegenteil gehört, wonach der kleine Schleier angenehmer sei.

Ich kann das allerdings sowieso nicht beurteilen. Ich trage keinen Schleier. :breitgrins:
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Senensis
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von Senensis »

Also das kommt sicherlich auf die Bauart des "großen" Schleiers an. Der "kleine" ist vermutlich immer gleich bequem resp. unbequem, denn er ist ja auf etwas wie einen Haarreif montiert, und ein solcher übt bekanntlich naturgemäß einen leichten Druck aus. Ein "großer" Schleier kann enger oder weiter geschnitten sein und da bestehen wohl gewisse Unterschiede in der Komfortabilität. Ich habe auch schon Nonnen gehört, die den "großen" Schleier als recht angenehm, und zwar auch im Sommer, bezeichnet haben.
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PaceVeritas
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von PaceVeritas »

Ein paar unterschiedliche Formen:

Diese Schleierart wirkt eher ungemütlich (finde ich): http://3.bp.blogspot.com/-fBxPNadYCo4/T ... %2Bnun.JPG
Bei diesem muss man wohl mit den Nadeln aufpassen: http://2.bp.blogspot.com/-xKqmaBHoye/T ... il%2Bi.JPG
Dieser geschlossene Schleier scheint aber ohne Nadeln auszukommen: http://1.bp.blogspot.com/-y7sZKoZd1y4/T ... ilgrim.JPG

(Bilder, wie immer, von orbis catholicus)
» Sic enim dilexit Deus mundum ... «
(Joh. 3,16)
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pathfinder
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von pathfinder »

Beuron ist auch noch einen Besuch wert. M.E. sehr gediegene NOM-Gottesdienste. Soweit ich mich erinnern kann wurden die Werktagsmessen versus dominum zelebriert. Auch auf die gregorianischen Choräle wird dort noch viel Wert gelegt.
Leider ist das Kloster auch ein Anzugspunkt, ich weiß nich wie es da bei anderen aussieht, für allerlei komische und psychisch gestörte Gestalten. Da kann abends schon mal was los sein.
Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.
(Edith Stein)
Der beste Ökumenismus ist der römisch-katholische Konvertitenunterricht.

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cantus planus
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Re: Benediktiner im deutschsprachigen Raum

Beitrag von cantus planus »

pathfinder hat geschrieben:Leider ist das Kloster auch ein Anzugspunkt, ich weiß nich wie es da bei anderen aussieht, für allerlei komische und psychisch gestörte Gestalten. Da kann abends schon mal was los sein.
:hae?:

Wie darf man das verstehen?
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