Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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siena16
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Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Mittwoch 6. April 2016, 10:18

Guten Tag,
ich frage mich wo berufene Behinderte aufgenommen werden?
Eine Körperliche Einschränkung bedeutet leider oft, dass die Aufnahme verweigert wird
doch es muss doch auch Ausnahmen geben?
Kennt jemand die Schwestern von der Heimsuchung Marines, die sind da offen.
Dort werden auch Mütter aufgenommen, ohne die üblichen Vorbehalte /selbst wenn kirchenrechtlich nichts im Wege steht.)

Würde mich über eure Infos freuen.

Maja
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Maja » Mittwoch 6. April 2016, 17:03

Die Dominikanerinnen-Novizin Sr. M. Monika sitzt im Rollstuhl:
https://www.flickr.com/photos/12777931 ... 843796/

Mehr zu dieser Gemeinschaft u.a. unter:
http://www.op-schreibt.de/
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

siena16
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Mittwoch 6. April 2016, 18:35

Danke, ja die kenne ich.
Meinte aber kontemplative Orden, sorry vergaß es zu erwähnen.
Und dann auch katholische, ihr versteht was ich meine :-)

Coturnix
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Coturnix » Donnerstag 7. April 2016, 12:36

Wie wird denn die Verweigerung der Aufnahme begründet? Dass Behinderte in der Regel nicht in den Pfarrberuf kommen kann ich aus praktischen Gründen verstehen, aber was spricht denn gegen die Aufnahme in ein Kloster?

siena16
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Donnerstag 7. April 2016, 14:23

Oh, das ist doch immer dasselbe. Wenn man eingeschränkt ist, kann man nicht die volle Arbeitsleistung erbringen und das ist erforderlich.

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umusungu
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von umusungu » Donnerstag 7. April 2016, 17:46

siena16 hat geschrieben:Danke, ja die kenne ich.
Meinte aber kontemplative Orden, sorry vergaß es zu erwähnen.
Und dann auch katholische, ihr versteht was ich meine :-)
Die Arenberger Dominikanerinnen sind ein katholischer Orden, was denn sonst?

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Niels
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Niels » Donnerstag 7. April 2016, 20:03

Genauso "katholisch" wie Du? :detektiv: :pfeif:
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

Maja
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Maja » Donnerstag 7. April 2016, 20:46

Sehe ich genauso wie umu: Klar sind die Arenberger Dominikanerinnen ein katholischer Orden, was sonst?
siena16 hat geschrieben:Und dann auch katholische, ihr versteht was ich meine :-)
Da ich annehme, dass weder du, siena16, noch du, Niels, sich anmaßt darüber zu richten, was katholisch ist, gehe ich mal von einem Verschreiber aus; ihr wolltet bestimmt traditionalistisch schreiben.

Hm. Doch was sagt uns das, wenn man in traditionalistischen Klöstern als Mensch mit Ordensberufung wegen der Behinderung abgelehnt wird?
Wie war das doch gleich mit der Barmherzigkeit usw.?
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

siena16
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Donnerstag 7. April 2016, 20:54

Entschuldigt, ich bin neu und mit dem Jargon hier noch nicht vertraut.
Ich unterscheide gewöhnlich zwischen römisch-katholisch und "liberal-?",
wenn ich das nun richtig verstehe, bin ich wohl hier unter "traditionalistisch" einzuordnen, wobei mir der Begriff widerstrebt
und ich nun auch nicht weiß,wie das hier bewertet wird.
Doch das alles führt an meiner Frage vorbei :-)
Jedwede Info zum Anliegen ist also weiter willkommen und rausfinden, wie die Mädels dann so drauf sind, kann/sollte man ja selbst.
Ich danke schon mal :huhu:

taddeo
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von taddeo » Donnerstag 7. April 2016, 21:12

Coturnix hat geschrieben:Wie wird denn die Verweigerung der Aufnahme begründet? Dass Behinderte in der Regel nicht in den Pfarrberuf kommen kann ich aus praktischen Gründen verstehen, aber was spricht denn gegen die Aufnahme in ein Kloster?
Zunächst mal die allgemeine Vorschrift des Kirchenrechts:
Can. 642 — Die Oberen sollen mit aufmerksamer Sorge nur jene zulassen, die, außer dem geforderten Alter, Gesundheit, geeigneten Charakter und genügende Reife haben, um das dem Institut eigene Leben auf sich nehmen zu können; Gesundheit, Charakter und Reife sollen, soweit nötig, durch hinzugezogene Sachverständige bestätigt werden, unbeschadet der Vorschrift des ⇒ can.220.
Das Eigenrecht eines Ordens kann hier Sonderregelungen vorsehen, aber grundsätzlich ist die Frage der körperlichen Gesundheit genauso zu beachten wie bei Klerikern. Freilich ist nicht jede Art von "Behinderung" gleich zu bewerten. Hermannus Contractus (Hermann der Lahme) etwa war trotz seiner Gehbehinderung einer der bedeutendsten Ordensmänner seiner Zeit, oder auch Notker Balbulus (Notker der Stammler), der ein berühmter Dichter war.

siena16
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Donnerstag 7. April 2016, 21:46

Danke, das kenne ich auch alles, darum geht es ja nicht.
Und wenn ein Grund gefunden werden will, findet man auch einen.

Trotzdem gibt es ja vielleicht noch mehr Orden, die explizit auch eingeschränkte Personen aufnimmt?
Der Orden der Heimsuchungsschwestern hat dies ja in seinen Konstitutionen, wie oben schon erwähnt.

:huhu:

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 7. April 2016, 22:14

Von zwei Ordensgemeinschaften habe ich mal gelesen, die es gibt, aber nicht in Deutschland
In Italien gibt es eine Schwesterngemeinschaft, die die eucharistische Anbetung pflegen. Das besondere: Die Schwestern sind blind.
In Frankreich gibt es eine Schwesterngemeinschaft, in denen Auch Frauen mit Down-Syndrom eintreten können. Soviel ich mitbekommen habe, haben die meisten dieser Schwestern das Down-Syndrom.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Marion » Donnerstag 7. April 2016, 22:17

Raphaela hat geschrieben:In Frankreich gibt es eine Schwesterngemeinschaft, in denen Auch Frauen mit Down-Syndrom eintreten können. Soviel ich mitbekommen habe, haben die meisten dieser Schwestern das Down-Syndrom.
http://www.katholisches.info/215/9/11 ... es-lammes/
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von umusungu » Donnerstag 7. April 2016, 22:18

Niels hat geschrieben:Genauso "katholisch" wie Du? :detektiv: :pfeif:
Da die Definitionshoheit über "katholisch" nun nicht bei dir liegt, JA!

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von obsculta » Donnerstag 7. April 2016, 22:29

Es gibt (oder gab?) eine kontemplative Schwesterngemeinschaft in Paris,
die solche Menschen aufnimmt, ausgenommen neurologisch bedingte
Beeinträchtigungen.

Leider kann ich nicht mit mehr Information dienen,
aber ich habe sie von einer Dame, die dort eintreten wollte.

Wenn ich mich richtig erinnere, leben sie nach der Benediktusregel.

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umusungu
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von umusungu » Donnerstag 7. April 2016, 22:30

taddeo hat geschrieben:Zunächst mal die allgemeine Vorschrift des Kirchenrechts:
Can. 642 — Die Oberen sollen mit aufmerksamer Sorge nur jene zulassen, die, außer dem geforderten Alter, Gesundheit, geeigneten Charakter und genügende Reife haben, um das dem Institut eigene Leben auf sich nehmen zu können; Gesundheit, Charakter und Reife sollen, soweit nötig, durch hinzugezogene Sachverständige bestätigt werden, unbeschadet der Vorschrift des ⇒ can.220.
Die von diesem Canon geforderte Gesundheit erfüllen
* Blinde
* Taube
* Sprachbehinderte
* Querschnittgelähmte
* Spastiker
etc ........

Wir sollten uns nichts vormachen: der CIC und auch die Ordenssatzungen gehen immer noch von dem alttestamentarischen "untadeligen" Opfer aus... eine Behinderung ist in diesem Sinne nicht untadelig.

Unsere Kirche ist in vielen Fällen sehr menschenverachtend.........

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Lycobates
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 7. April 2016, 23:05

taddeo hat geschrieben: Das Eigenrecht eines Ordens kann hier Sonderregelungen vorsehen, aber grundsätzlich ist die Frage der körperlichen Gesundheit genauso zu beachten wie bei Klerikern. Freilich ist nicht jede Art von "Behinderung" gleich zu bewerten. Hermannus Contractus (Hermann der Lahme) etwa war trotz seiner Gehbehinderung einer der bedeutendsten Ordensmänner seiner Zeit, oder auch Notker Balbulus (Notker der Stammler), der ein berühmter Dichter war.
Vielleicht muß da bedauert werden, daß die damals noch ehrenwerte S.J. irgendwann Anfang des 20. Jahrhunderts einen gewissen Paulus Josephus Equinovarus vom Noviziat ausgeschlossen hat. Zwar ganz nach dem CIC, quia non decenter propter deformitatem.
Wenn nicht, hätten wir vielleicht einen ganz besonderen Kanzelredner gehabt, und wäre uns anderthalb Jahrzehnt später vielleicht ein "Reichspropagandaminister" erspart geblieben.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von taddeo » Freitag 8. April 2016, 08:12

umusungu hat geschrieben:Wir sollten uns nichts vormachen: der CIC und auch die Ordenssatzungen gehen immer noch von dem alttestamentarischen "untadeligen" Opfer aus... eine Behinderung ist in diesem Sinne nicht untadelig.

Unsere Kirche ist in vielen Fällen sehr menschenverachtend.........
Es wird Dich vielleicht wundern, aber der Hintergrund dieser Vorschrift ist sehr viel profaner.
Es geht ein erster Linie darum, daß eine Ordensgemeinschaft durch "behinderte" Mitglieder nicht über Gebühr belastet werden soll (durch Zeitaufwand, Pflegebedarf, Krankheitskosten etc.), weil das die eigentliche Sendung der Gemeinschaft womöglich behindern würde. Ein Orden ist nicht dafür da, seine Energie vorzugsweise auf die eigenen Mitglieder zu "verschwenden", sondern der Sendung der Kirche zu dienen.
Aber gerade deswegen kann ein Orden natürlich auch von dieser allgemeinen Norm abweichen, denn die "Behinderung" eines Mitglieds kann geradezu ein Charisma sein, das dem Anliegen des Ordens dient. (Das allgemeine Ordensrecht im CIC gilt sowieso in den wenigsten Fällen, weil praktisch jede Ordensgemeinschaft ihr Eigenrecht hat und das als lex specialis den allgemeinen Normen übergeordnet ist.)

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Raphael
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Raphael » Freitag 8. April 2016, 08:25

Lycobates hat geschrieben:Wenn nicht, hätten wir vielleicht einen ganz besonderen Kanzelredner gehabt, und wäre uns anderthalb Jahrzehnt später vielleicht ein "Reichspropagandaminister" erspart geblieben.
Möchte der Herrr Lycobates etwa durch derlei Spekulation eine gewisse Nähe zwischen Kanzelrede einerseits und den Tätigkeiten des Reichspropagandaministeriums andererseits suggerieren? :detektiv:
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Raphael » Freitag 8. April 2016, 09:01

umusungu hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Zunächst mal die allgemeine Vorschrift des Kirchenrechts:
Can. 642 — Die Oberen sollen mit aufmerksamer Sorge nur jene zulassen, die, außer dem geforderten Alter, Gesundheit, geeigneten Charakter und genügende Reife haben, um das dem Institut eigene Leben auf sich nehmen zu können; Gesundheit, Charakter und Reife sollen, soweit nötig, durch hinzugezogene Sachverständige bestätigt werden, unbeschadet der Vorschrift des ⇒ can.220.
Die von diesem Canon geforderte Gesundheit erfüllen
* Blinde
* Taube
* Sprachbehinderte
* Querschnittgelähmte
* Spastiker
etc ........

Wir sollten uns nichts vormachen: der CIC und auch die Ordenssatzungen gehen immer noch von dem alttestamentarischen "untadeligen" Opfer aus... eine Behinderung ist in diesem Sinne nicht untadelig.

Unsere Kirche ist in vielen Fällen sehr menschenverachtend.........
Jau, das hat was! :|

Erst die Auskunft darüber verweigern, was denn nu katholisch sei, und anschließend die Kirche als "in vielen Fällen sehr menschenverachtend" diffamieren. Da muß man wohl Theologie studiert haben, um zu derlei Aussagen zu kommen! :auweia:
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Lycobates » Freitag 8. April 2016, 10:25

Raphael hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Wenn nicht, hätten wir vielleicht einen ganz besonderen Kanzelredner gehabt, und wäre uns anderthalb Jahrzehnt später vielleicht ein "Reichspropagandaminister" erspart geblieben.
Möchte der Herrr Lycobates etwa durch derlei Spekulation eine gewisse Nähe zwischen Kanzelrede einerseits und den Tätigkeiten des Reichspropagandaministeriums andererseits suggerieren? :detektiv:
Polemik interessiert mich nicht.

Da aber der hier nicht von mir Genannte (nomina sunt odiosa) nebst Klumpfuß auch über ein beträchtliches Rednertalent verfügte (das ist objektives Faktum), ist für Unvoreingenommene einsichtig, daß er, falls er Jesuit geworden wäre (hätte werden können) und als Student in München und Heidelberg den Glauben seiner Kindheit und frühen Jugend nicht verloren hätte, wohl einen beeindruckenden Kanzelredner abgegeben hätte. Leider hat er sich aber stattdessen der politischen Rede zugewandt, einer falschen, wie wir wissen. Daher auch die Anführungszeichen.
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Raphael » Freitag 8. April 2016, 10:44

Lycobates hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Wenn nicht, hätten wir vielleicht einen ganz besonderen Kanzelredner gehabt, und wäre uns anderthalb Jahrzehnt später vielleicht ein "Reichspropagandaminister" erspart geblieben.
Möchte der Herrr Lycobates etwa durch derlei Spekulation eine gewisse Nähe zwischen Kanzelrede einerseits und den Tätigkeiten des Reichspropagandaministeriums andererseits suggerieren? :detektiv:
Polemik interessiert mich nicht.
Da entgeht Ihnen aber Wesentliches, denn die eine oder andere theologische Auseinandersetzung innerhalb der Christenheit ist durchaus polemisch geführt worden. :ja:
Lycobates hat geschrieben:Da aber der hier nicht von mir Genannte (nomina sunt odiosa) nebst Klumpfuß auch über ein beträchtliches Rednertalent verfügte (das ist objektives Faktum), ist für Unvoreingenommene einsichtig, daß er, falls er Jesuit geworden wäre (hätte werden können) und als Student in München und Heidelberg den Glauben seiner Kindheit und frühen Jugend nicht verloren hätte, wohl einen beeindruckenden Kanzelredner abgegeben hätte. Leider hat er sich aber stattdessen der politischen Rede zugewandt, einer falschen, wie wir wissen. Daher auch die Anführungszeichen.
Zunächst einmal wäre einem Unvoreingenommenen einsichtig zu machen, daß besagte Person überhaupt beabsichtigte, Jesuit zu werden ..........
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Freitag 8. April 2016, 18:49

Hallo,
danke an alle,die konstruktive Infos gepostet haben. @obsculta Wäre toll, wenn du den Namen wüsstest.

Schade, dass meine Frage nun einigen eine Plattform für ?, ja was denn, bietet :auweia:

Würde mich freuen, wenn es noch einige konkrete Antworten zu meinem Anliegen ergibt. :klatsch:

Oder auch Menschen, die Einschränkungen haben und eine Berufung spüren?

:huhu:

obsculta
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von obsculta » Freitag 8. April 2016, 23:06

Leider kann ich mit keinerlei Information dienen,
deswegen hatte ich auch gezögert, hier zu posten.
Ich weiß das lediglich von einer Dame, zu der ich
keinen Kontakt mehr habe. Jene wollte in den 80ern
dort eintreten und war auch dort. Aber vielleicht hilft
Dir der Hinweis und Du bekommst etwas heraus?

Des weiteren gibt es eine Gemeinschaft,
die vorwiegend Interessentinnen mit Down-Syndrom aufnimmt.
Es gibt also durchaus Möglichkeiten.


LG Obsculta

Maja
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Maja » Sonnabend 9. April 2016, 05:36

"Contrairement aux autres ordres en expansion au début du XVIIe siècle, les femmes âgées, les veuves, les malades et les handicapées peuvent être acceptées."
URL: https://fr.wikipedia.org/wiki/Ordre_de_la_Visitation

"A 2 kilomètres à l'est de Paris, le Monastère Saint-Joseph est la maison mère des Bénédictines de Jésus Crucifié. Elles suivent la Règle de Saint-Benoît, avec quelques adaptations, car leur particularité est d'ouvrir la vie bénédictine à des sœurs atteintes dans leur santé physique (séquelles de maladie, handicap)."
URL: http://lieux-de-retraite.croire.com/dep ... marne.html

Und vielleicht auch von Interesse: Ein Threat in einem französischsprachigen Kirchenforum zu genau deinem Thema:
http://cite-catholique.org/viewtopic.ph ... &start=15
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Raphaela » Sonnabend 9. April 2016, 16:31

Raphael hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Lycobates hat geschrieben:Wenn nicht, hätten wir vielleicht einen ganz besonderen Kanzelredner gehabt, und wäre uns anderthalb Jahrzehnt später vielleicht ein "Reichspropagandaminister" erspart geblieben.
Möchte der Herrr Lycobates etwa durch derlei Spekulation eine gewisse Nähe zwischen Kanzelrede einerseits und den Tätigkeiten des Reichspropagandaministeriums andererseits suggerieren? :detektiv:
Polemik interessiert mich nicht.
Da entgeht Ihnen aber Wesentliches, denn die eine oder andere theologische Auseinandersetzung innerhalb der Christenheit ist durchaus polemisch geführt worden. :ja:
Lycobates hat geschrieben:Da aber der hier nicht von mir Genannte (nomina sunt odiosa) nebst Klumpfuß auch über ein beträchtliches Rednertalent verfügte (das ist objektives Faktum), ist für Unvoreingenommene einsichtig, daß er, falls er Jesuit geworden wäre (hätte werden können) und als Student in München und Heidelberg den Glauben seiner Kindheit und frühen Jugend nicht verloren hätte, wohl einen beeindruckenden Kanzelredner abgegeben hätte. Leider hat er sich aber stattdessen der politischen Rede zugewandt, einer falschen, wie wir wissen. Daher auch die Anführungszeichen.
Zunächst einmal wäre einem Unvoreingenommenen einsichtig zu machen, daß besagte Person überhaupt beabsichtigte, Jesuit zu werden ..........
Raphael und Lyobates: Uns interessiert hier nicht eure Diskussion. Wenn ihr Orden kennt die in der heutigen Zeit(!) Menschen mit Behinderung aufnehmen, dann sagt es, ansonsten lasst eure Postings bleiben.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Sonntag 10. April 2016, 22:36

Vielen Dank für die Informationen bezüglich meines Anliegens.

Und auch danke für das Eingreifen bezüglich der Parallel-Schreiber. Ich rate diesen, doch ein neues Thema dazu zu eröffnen(falls hier erlaubt), dann kann wer möchte sich weiter über Herrn Goebbels informieren. Es ist aber auch verständlich, das es nervt, wenn solche Sachen dann immer planlos in irgendein Thema gepostet werden, dann ausufern und ,mir persönlich, mal wieder aufzeigen, dass auch wir Katholiken(nehme mal an es sind solche hier) zu viel Energie gegen-einander verschwenden. :hmm:


Da die Posts ja stehen bleiben, freue ich mich, wenn noch was nachkommt oder sich gar Interessierte zu Wort melden und man sich austauschen könnte. Deshalb schaue ich immer mal wieder hier rein, versprochen-also nur zu! :ja:

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Lycobates » Sonntag 10. April 2016, 23:07

siena16 hat geschrieben:Vielen Dank für die Informationen bezüglich meines Anliegens.

Und auch danke für das Eingreifen bezüglich der Parallel-Schreiber. Ich rate diesen, doch ein neues Thema dazu zu eröffnen(falls hier erlaubt), dann kann wer möchte sich weiter über Herrn Goebbels informieren. Es ist aber auch verständlich, das es nervt, wenn solche Sachen dann immer planlos in irgendein Thema gepostet werden, dann ausufern und ,mir persönlich, mal wieder aufzeigen, dass auch wir Katholiken(nehme mal an es sind solche hier) zu viel Energie gegen-einander verschwenden. :hmm:


Da die Posts ja stehen bleiben, freue ich mich, wenn noch was nachkommt oder sich gar Interessierte zu Wort melden und man sich austauschen könnte. Deshalb schaue ich immer mal wieder hier rein, versprochen-also nur zu! :ja:
Die beanstandete historische Parallele, die ich bewußt nicht weiter ausführe (und die nur gedacht war als Illustration zur Bemerkung Taddeos, das Eigenrecht eines Ordens könne Sonderregelungen in diesem Punkte vorsehen) habe wohl in erster Linie ich, als Quereinsteiger in diesem Strang, zu verantworten, ich bitte daher um Entschuldigung.
Zum eigentlichen Anliegen dieses Strangs, das ich im übrigen schätze, kann ich leider nichts weiteres bringen.

Ich werde mich bemühen, künftig strikt beim gegebenen Thema zu bleiben, aber es ist manchmal schwer vorauszusehen, wie sich eine Diskussion entwickelt, und es gibt schon mal Erklärbedarf, auch zu nebensächlichen Punkten oder obiter dicta, ohne daß unbedingt ein neuer Strang aufgemacht werden kann oder muß.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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taddeo
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von taddeo » Sonntag 10. April 2016, 23:11

Lycobates hat geschrieben:Ich werde mich bemühen, künftig strikt beim gegebenen Thema zu bleiben, aber es ist manchmal schwer vorauszusehen, wie sich eine Diskussion entwickelt, und es gibt schon mal Erklärbedarf, auch zu nebensächlichen Punkten oder obiter dicta, ohne daß unbedingt ein neuer Strang aufgemacht werden kann oder muß.
Dafür gibt es ja auch noch die Moderatoren, die Stränge bei Bedarf etwas bereinigen bzw. Beiträge verschieben können (und das auch tun).

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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von siena16 » Montag 11. April 2016, 07:44

@Lycobates

Guten Morgen,

genug der Reue ;D

Ich fände einen Austausch darüber, ob das "rechtens", angemessen und/oder in irgendeiner Weise christlich ist, Menschen mit Einschränkungen den Zugang zum Ordenseben zu verwehren auch sehr interessant, nur eben anhand eines neu eröffneten Themas. Es ist zwar ein Randgruppenproblem, aber für den Betroffenen oft ein lebenslanges "Trauma". Ich bin jetzt einfach mal Spontan und eröffne das Thema und freue mich über viele Meinungen. :huhu:

siehe: Inklusion, aber bloss nicht im Ordensleben?

Maja
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Re: Orden, die auch Behinderte aufnehmen?

Beitrag von Maja » Dienstag 9. Oktober 2018, 19:40

Auch bei den SMMP gibt es Schwestern mit Behinderung:

https://smmp.de/2018/10/06/der-auftrag- ... -geschenk/
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

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