Jesuiten

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Marion
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Marion » Dienstag 14. September 2010, 16:07

lifestylekatholik hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:...wo findet man denn dann ein gelebtes Christentum, das ohne Aufgabe der menschlichen Nähe und Beibehaltung der Würde der Heiligkeit der Kirche agiert?
Ich hab’s in Berlin z. B. in St. Afra gefunden. Deshalb bin ich ja so bejeistert davon.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Dienstag 14. September 2010, 17:21

Die beiden were ich mir noch in Ruhe ansehen im Laufe der Zeit - aber offenbar bin ich nicht ganz alleine mit meinen Bedenken..
Marion hat geschrieben:(...)

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Bernado
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Bernado » Dienstag 14. September 2010, 17:45

lifestylekatholik hat geschrieben:Wenn du meinst, das sei ja alt, heute baue man anders: Auch der Vorgängerkirchbau von St. Canisius aus den 50ern war eine richtige katholische Kirche. Es bestand keinerlei Notwendigkeit, in den 90ern da so einen Murks hinzuklotzen.
Die einzige Notwendigkeit - und die brannte den guten Patres allerdings sehr auf dem Herzen - lag darin, sich als zeitgeistkompatibel darzustellen und sich an die "Spitze des Fortschritts" zu lügen.

@Stilus: die fehlende Abgrenzung eines Allerheiligsten vom Kirchenraum ist eine Modeerscheinung, der man derzeit in vielen Kirchen begegnet. Dahinter stecken alle möglichen Fehlkonzeptionen und Entstellungen: Der "Mahltisch" soll in die Gemeinden "zurückgeholt" werden, der Priester soll nicht auf einer "überhöhten Bühne" agieren usw. Wenn man sich die zahlreichen Begründungennäher anschaut, haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind soziologisch (und zwar in einer ganz bestimmten Denkrichtung) akzentuiert und nicht theologisch. Es geht darum, daß die Gemeinde sich wohlfühlen soll und das, was da geschieht, als "das Ihre erfahren" soll usw. Das steht völlig quer zum traditionellen jüdisch-chrtistlichen Gottesbild und Gottesdienstverständnis: Moses ging alleine auf den Begr, so wie der Hohepriester alleine ins Allerheiligste ging, denn schreckerregend ist der Ort, an dem die natürliche Welt mit der Übernatur ihres Schöpfers zusammentrifft.

Der christliche Kirchenbau hat das in einigem gemildert und ästhetisch überhöht - das Himmlische Jerusalem und sein irdischer Reflex ist kein Ort des Schreckens, aber einer, dem man sich nur in allerhöchster Ehrfurcht nähert. Der moderne Kirchenbau - da gibt es noch schlimmere als St. Canisius - besteht darauf, die Vertikale und überhaupt alles "Himmlische" in Struktur und Bewegtung ganz herauszulassen - das ist ihm zu metaphysisch, und davon hält er nichts. Stattdessen ist das "Volk Gottes" zur Selbstfeier eingeladen - was haben wir es doch so herrlich weit gebracht.

Man kann die Auswirkungen dieser gebauten "Fehlkatechese" auf das Bewußtsein der Mehrheit der Gläubigen gar nicht kritisch genug sehen.. Kein Wunder, daß der Altar, "auf dem die Versammlung ihre Gaben niederlegt", vielfach in höherem Ansehen steht als der Tabernakel, in dem doch nur die übriggebliebenen Gaben von der letzten Eucharistiefeier aufbewahrt werden. Und die Erinnerung daran, daß die Stufen zum Altar nicht nur die Stufen eines Thrones sind, sondern auch eine Reminiszenz an den Hügel des Kreuzesgalgens von Golgotha, gilt als ausgesprochen geschmacklos.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Dienstag 14. September 2010, 19:19

Bernado hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Wenn du meinst, das sei ja alt, heute baue man anders: Auch der Vorgängerkirchbau von St. Canisius aus den 50ern war eine richtige katholische Kirche. Es bestand keinerlei Notwendigkeit, in den 90ern da so einen Murks hinzuklotzen.
Die einzige Notwendigkeit - und die brannte den guten Patres allerdings sehr auf dem Herzen - lag darin, sich als zeitgeistkompatibel darzustellen und sich an die "Spitze des Fortschritts" zu lügen.
...aber gehört nicht neuer Wein in neue Schläuche? Ist nicht ein (damals architektonisch) avangardistischer Ansatz mglw. notwenig, um an der "Spitze des Fortschritts" zu bleiben? Die Sichtweisen auf Jesus sind derart verschieden - neben denen der GOttessohnschaft - er ist (da das Judentum damals keine Trennung zwischen Politik und Religion kannte)
gewiß Revolutionär - in dem er den Menschen als Gottes Ebenbild an Platz 2 der Rangliste setzt (Mk II.27) und natürlich ist er Philanthrop - was sollte er sonst sein? Und wenn man diese beiden Punkte zusammenfaßt, dann ist Jesus ein philantoper Revolutionär.
Für für seine Zeit (aus der sicht z.B. der Römer) ist er ein jüdischer Avangardist und das Christentum eine jüdische Sekte - die fortschrittlichste jüdische Sekte, wie wir seit der Auferstehung wissen.
In diesem Sinne stand Jesus also an der Spitze destheoligischen Fortschritts -denn er war der Schritt Gottes auf die Menschen zu- aus dieser Definition heraus habe ich Verständnis für seine Gesellschaft, die ihm darin folgen will.
Was mich stört ist diese linkssoziologische Ideologie, die da durchklingt und nach christlich verbrämtem Kommunismus klingen könnte ("Befreiungstheologie") und am Ende zu einem lehrzuchtfreien und herätischen "Priesterum aller Gläubigen" führen könnte mit geradezu baptistischen Auswirkungen {alle geschockten Protestante muß ich bitten zu bedenken, daß wir uns hier im Oratorium befinden - nicht in der Klausnerei (wo ich mich derart nicht äußern würde)} die der Handauflegung und Erwählung der Apostel zuwider läuft und das Priesteramt negiert. Nähe zum Glaubenden darf niemals Säkularisung bedeuten - und kann es nicht: Mt XXV.40 - aber Feierlichkeit darf den Geistlichen nicht vergessenmachen ,daß er immer Pontifex (Brückenbauer) für die Gemeinde zu GOtt ist, daß er das Kreuzesopfer am Altar nachvollzieht und eben nicht Kirchenclown oder "SpontyFlex" ist oder abgehobener Priester einen vom menschen entrückten Kultes sich dünken darf. Das "Durch ihn und mit ihn und in ihm" bezieht sich für mich nicht nur auf Jesus sondern zugleich auch auf seinen vor uns stehenden Stellvertreter in der Konsekration - er stellt sich Christus zur Verfügung und Jesus wird für uns nahbarer und später dann in der Kommunion nah(r)haft ([Punkt]) :umkuck: Ist das Stilus Privathäresie? :umkuck:

Bernado hat geschrieben: @Stilus: die fehlende Abgrenzung eines Allerheiligsten vom Kirchenraum ist eine Modeerscheinung, der man derzeit in vielen Kirchen begegnet. Dahinter stecken alle möglichen Fehlkonzeptionen und Entstellungen: Der "Mahltisch" soll in die Gemeinden "zurückgeholt" werden, der Priester soll nicht auf einer "überhöhten Bühne" agieren usw. Wenn man sich die zahlreichen Begründungennäher anschaut, haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind soziologisch (und zwar in einer ganz bestimmten Denkrichtung) akzentuiert und nicht theologisch. Es geht darum, daß die Gemeinde sich wohlfühlen soll und das, was da geschieht, als "das Ihre erfahren" soll usw. Das steht völlig quer zum traditionellen jüdisch-chrtistlichen Gottesbild und Gottesdienstverständnis: Moses ging alleine auf den Begr, so wie der Hohepriester alleine ins Allerheiligste ging, denn schreckerregend ist der Ort, an dem die natürliche Welt mit der Übernatur ihres Schöpfers zusammentrifft.
...es geht mir nicht um ein kuschliges Wohlfühlen - aber auch nicht um eine menschenferne Abgehobenheit. dazwischen steht Jesus: Er ist GOttessohn und der der hilfreich in unser Leben eingreift: “ Qui sine peccato est vestrum, primus in illam lapidem mittat ”; Joh.VIII.7
Als die Kläger und das "Henkervolk" seine Antwort gehört hatten, gingen sie still fort. Auffällig ist die Gelassenheit, mit der Jesu hier vorgeht und die Einfachheit der Lösung des Problems und diese Lösungen in deieser sind für mich alltäglicher Gottesbeweis.
Der neue Bund heißt für micht wir als Christen sind Gott näher gekommen und haben einen Gutteil des Tempelkultes hinter uns gelassen - nicht alles aber einen Großteil. Die Priester sind im Auftrage gestellt als nicht wie im Alten Bund Mittler zwischen Gott und den Menschen zu dienen, sondern darüber hinausgewachsen - sie wurden mit der Aufgabe betraut "Pasce oves meas." (Joh XXI.18) - das bedeutet sie sollen sie vor den verschiedenen und wandelbaren Gefahren der Welt beschützen und zu guten Weide- und Wasserplätzen führen.
Bernado hat geschrieben: Der christliche Kirchenbau hat das in einigem gemildert und ästhetisch überhöht - das Himmlische Jerusalem und sein irdischer Reflex ist kein Ort des Schreckens, aber einer, dem man sich nur in allerhöchster Ehrfurcht nähert. Der moderne Kirchenbau - da gibt es noch schlimmere als St. Canisius - besteht darauf, die Vertikale und überhaupt alles "Himmlische" in Struktur und Bewegtung ganz herauszulassen - das ist ihm zu metaphysisch, und davon hält er nichts. Stattdessen ist das "Volk Gottes" zur Selbstfeier eingeladen - was haben wir es doch so herrlich weit gebracht. Man kann die Auswirkungen dieser gebauten "Fehlkatechese" auf das Bewußtsein der Mehrheit der Gläubigen gar nicht kritisch genug sehen.. Kein Wunder, daß der Altar, "auf dem die Versammlung ihre Gaben niederlegt", vielfach in höherem Ansehen steht als der Tabernakel, in dem doch nur die übriggebliebenen Gaben von der letzten Eucharistiefeier aufbewahrt werden.
:hae?: Das Tabanakel ist keine "Hostiendeponie"[Punkt] :hae?:
...wir können nicht "Selbstfeier" betreiben - das rüttelt schon am TV ES PETRUS... - aber wir sollten dem Altar näher rücken. Was ich nicht glaube ist, daß eine fehlende Kniebank ein Knieen verhindern kann. Ironischerweise saß ich von der Gemeinde aus gesehen auf meiner Kirchenbank ganz links - vom Altar aus galt: "statuens me in parte dextra" ;D

Widerreden muß ich Dir was die Vertikale angeht - das Licht auf das Tabernakel fällt von oben darauf - mich erinnerte es stark an Mt III.16 aber mglw. bin ich da zuwenig gebildet und zu assoziativ. :bedrippelt:
Bernado hat geschrieben: Und die Erinnerung daran, daß die Stufen zum Altar nicht nur die Stufen eines Thrones sind, sondern auch eine Reminiszenz an den Hügel des Kreuzesgalgens von Golgotha, gilt als ausgesprochen geschmacklos.
Der Thron war bekannt - aber die Assoziation an Golgatha war mir neu und sie gefällt mir* - :erschrocken: geschmacklos :erschrocken: ??? Das wir den Tod aus unswerem leben immerweiter hinausdrängen und außer irgendwelchen Comedyserien über Bestatter und LadyDi-Fanale daran wenig gemahnt ist ja sogar bei mir TV-verweigerer angekommen aber in der Kirche daselbst?

:ikb_shy:
Stilus

*http://www.youtube.com/watch?v=youC7oDf ... re=related

"Johannespassion"
BWV 245 No24. Aria Basso e Coro
Violino I/II, Viola, Organo, Continuo
Textus:
Eilt, ihr angefochtnen Seelen,
Geht aus euren Marterhöhlen,
Eilt - Wohin ? - nach Golgatha!
Nehmet an des Glaubens Flügel,
Flieht - Wohin? - zum Kreuzeshügel,
Eure Wohlfahrt blüht allda!
Uns ist geschenkt sein Heilger Geist
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 14. September 2010, 22:56

Berolinensis hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:Sorry für meine Offenheit.

Aber wenn ich erst seitenweise Pamphlete durchackern muß, um einen irgendwie gearteten Raum als r.-k. Kirche zu identifizieren, dann stellt sich mir die Frage: Was soll das Ganze überhaupt? Denn der Glaube tritt eindeutig in den Hintergrund.

Das fiel mir auch schon bei den diversen Zeitschriften der Jesuiten auf. Mit dem Glauben an Jesus Christus und die von ihm gegründete Kirche hat das Ganze NICHTS mehr zu tun.
"Tust Du mir die Liebe" und gestaltest das etwas differenzierter aus
Mir springt noch die scharfe Vertikale am Ende des Raumes (Altarraum kann man ja nicht guten Gewissens schreiben) ins Auge, die an Dualismus als Prinzip erinnert, zumindest wie eine starke Dichotomie anmutet.

Während Kirchenschiff und Presbyterium eingeebnet gleichgeschaltet wurden. Insofern paßt Kilians Einlassung zur Zeitgemäßheit.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 14. September 2010, 23:10

Stilus hat geschrieben::traurigtaps:

...wo findet man denn dann ein gelebtes Christentum, das ohne Aufgabe der menschlichen Nähe und Beibehaltung der Würde der Heiligkeit der Kirche agiert?
Es muß ja nicht gleich Nähe sein 8) ; Fremde, am christlichen Glauben Interessierte willkommen heißen etc. reicht ja schon.

Aber nicht nur bei den Römern ist das so; selbst bei den Orthodoxen ist es mir aufgefallen: Die (arabischen) Antiochener sind freundlich und offen, aber eben auch (liturgisch) liberal. Die 150%igen der ROKA (russ. Kirche im Exil / Auslandskirche) sind zwar mit höchstem Ernst und Inbrunst dabei, kamen mir aber bisher auch sehr scheu, um nicht zu sagen, abweisend gegenüber Nichtorthodoxen vor.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 14. September 2010, 23:16

Marion hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:...wo findet man denn dann ein gelebtes Christentum, das ohne Aufgabe der menschlichen Nähe und Beibehaltung der Würde der Heiligkeit der Kirche agiert?
Ich hab’s in Berlin z. B. in St. Afra gefunden. Deshalb bin ich ja so bejeistert davon.
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Die Meßdiener mit Pellerine in Rot haben aber große Kapuzen. :staun:

Das kann man ja schon fast archäologistisch nennen. ;D

P.S. Ist es Zufall, daß die Chorhemden der Cantoren "Anglican touch" haben, oder gibt es eine Verbindung des Oratoriums nach England?
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von holzi » Mittwoch 15. September 2010, 07:47

ad-fontes hat geschrieben:Die 150%igen der ROKA (russ. Kirche im Exil / Auslandskirche) sind zwar mit höchstem Ernst und Inbrunst dabei, kamen mir aber bisher auch sehr scheu, um nicht zu sagen, abweisend gegenüber Nichtorthodoxen vor.
Kann ich so nicht bestätigen. So herzlich wie bei den Griechen (@NAssos: :huhu: ) war es zwar nicht, aber ich wurde von einem älteren Herrn begrüßt, der mir auch für Fragen zur Verfügung stand.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Bernado » Mittwoch 15. September 2010, 09:04

ad-fontes hat geschrieben:P.S. Ist es Zufall, daß die Chorhemden der Cantoren "Anglican touch" haben, oder gibt es eine Verbindung des Oratoriums nach England?
Das Institut nennt sich ja nicht zufällig nach Philipp Neri, sondern es hat vieles mit der Idee des Oratoriums gemeinsam. Da liegt es nahe, sich auch hier und da an bestehenden Oratorien zu orientieren - und die nächstgelegenen Vorbilder sind nun mal Oxford und London, wohin auch freundschaftliche Beziehungen bestehen. Da färbt schon mal was ab.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 15. September 2010, 16:34

Bernado hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:P.S. Ist es Zufall, daß die Chorhemden der Cantoren "Anglican touch" haben, oder gibt es eine Verbindung des Oratoriums nach England?
Das Institut nennt sich ja nicht zufällig nach Philipp Neri, sondern es hat vieles mit der Idee des Oratoriums gemeinsam. Da liegt es nahe, sich auch hier und da an bestehenden Oratorien zu orientieren - und die nächstgelegenen Vorbilder sind nun mal Oxford und London, wohin auch freundschaftliche Beziehungen bestehen. Da färbt schon mal was ab.
Ästhetisch etc. finde ich das auch völlig in Ordnung, muß ja nicht alles Einheitsmodell Vaticano (d.i. von Slabbinck) sein.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von ad-fontes » Mittwoch 15. September 2010, 16:36

Ich möchte zum Kircheninnenraum noch anmerken, daß er ein konservatives Element hat:

Die Art der Aufreihung der Stühle; sie folgt (wie lange noch?) dem klassischen Modell, das derzeit allerorten, wenn ich mich so vom Erzbistum München-Freising bis nach Sylt umschaue, durch das Hufeisen oder die Ellipse ersetzt wird.


Der "Volksaltar" ist, wenn auch überflüssig, so doch für mich bislang mas od menos nicht störend bei der privaten Andacht, aber durch die aktuellen Umgestaltungen werden für mich hl. Räume der Anbetung zu bloßen Versammlungsräumen, glaubensfeindlich. Ich meide sie, wenn auch schweren Herzens.

Immer mehr katholische Kirchen in meiner Umgebung sind von dieser zweiten Kulturrevolution betroffen, und ich weiß, daß der entsprechende Referent im GV das forciert. Ein Trauerspiel!
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 09:30

Könnte jemand mal von der Archiketkur absehen und auf die innere Verfassung der Gesellschaft Jesu etwas näher eingehen - bislang gab es ja allgemeine Andeutungen und Hinweise auf Literatur und Kritik an Persönlichkeiten gehabt - nichts konkretes. Könnte da jemand was die Texte angeht (Personen sind fast immer strittig & Blashing verpöhnt*) näher ins Detail gehen?

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 16. September 2010, 09:33

Was möchtest du denn genau wissen? Welche Ämter es im Orden gibt? Die Strukturen der Ordensleitung? Wie die Ordensregierug funktioniert?
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 10:45

cantus planus hat geschrieben:Was möchtest du denn genau wissen? Welche Ämter es im Orden gibt? Die Strukturen der Ordensleitung? Wie die Ordensregierug funktioniert?
...das ist gewiß interessant - aber sich einfach nachzublättern. Oder gibt es da Geheimnisse, die just hier gelüftet werden könnten? Oder begebe ich mich da in die Arme einer nur nominell papsttreuen Gemeinschaft??? :erschrocken:

Nein wirklich näher interessieren würde mich die Frage nach den Zeichen für einen "Modernisierungsbefall" ;) , der hier anklang als Vorwurf des "Avangardismus". Hintergrund: da ich mich für einen Glaubenskurs angemeldet habe, um aufzufrischen was ich vor über 30 Jahren im Reliunterricht, zu Hause in der Kirche und im erzbisch. Konvikt & Gymnasium lernte, praktizierte und nie so recht hinterfragen durfte. Tja und in den 15 Jahren Abstinenz hat mich die Lektüre Deschner, Horst Herrmann, Drewermann, U.R.-H, und Küng nicht wirklich weitergebracht in theologischen Fragen.
Die Lektüre aus der Feder von S.b.G./S.E. Kard. Ratzinger und S.Hl. Papst Benedikt XVI. bringt mich - was das firmum fundamentum angeht - nicht immer dergestalt weiter wie ich es mir wünschen würde, da er eigentlich ab&an "zu tief" einsteigt und etliches voraussetzt, was mich dann immer wieder überascht wie wenig ich weiß, wieviel ich vergas oder wie groß meine Lücken doch sind - wie gewiß einigen in meinen Beiträgen schon auffiel. . . :ikb_shy:
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 16. September 2010, 11:49

Papst Johannes Paul II. hat in einem einmaligen Akt 1981 den Jesuiten-General Pedro Arrupe abgesetzt, und einen Apostolischen Delegaten eingesetzt. Die ordenseigene Zeitschrift muss bis heute von der Glaubenskongregation abgezeichnet werden.

Einen Überblick gibt auch dieser alte Artikel von 1981, natürlich SPIEGEL-typisch eingefärbt: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14343445.html

Es gibt zahllose Details, die anzuführen wären, aber das würde das Forum sprengen...
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Bernado » Donnerstag 16. September 2010, 12:39

Stilus hat geschrieben:Könnte jemand mal von der Archiketkur absehen und auf die innere Verfassung der Gesellschaft Jesu etwas näher eingehen - bislang gab es ja allgemeine Andeutungen und Hinweise auf Literatur und Kritik an Persönlichkeiten gehabt - nichts konkretes.
Ich werde hier keine Textexegese betreiben - dazu fehlt es an Zeit und Motivation

Wenn Du die Tätigkeit jesuitischer Wissenschaftler über einen längeren Zeitraum hinweg aufmerksam beobachtest, kannst Du bei den meisten von ihnen feststellen, daß sie voll in den gegenwärtigen Wissenschaftsbetrieb integriert sind und dessen Voraussetzung angeblicher Voraussetzungslosigkeit verinnerlicht haben. Tatsächlich ist es mir bei der Befassung mit einigen Fachgebieten so gegangen, daß ich erst sehr spät erfahren habe, daß einer der führenden Vertreter Jesuit war - seinen wissenschaftlichen Beiträgen war das nicht im geringsten anzumerken, so "vorurteilsfrei" beteiligte er sich an Diskussionen über Abtreibung, Euthanasie und ähnliche Themen - um nur Prof. Honnefelder als konkretesd Beispiel zu nennen.

Viele Jesuiten sind dem "Progressismus" verfallen, jener merkwürdigen Abart des Modernismus, die immer das, was morgen zu kommen verspricht, als zweifellos besser betrachtet als das, was wir heute von gestern ererbt haben.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 13:49

Bernado hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Könnte jemand mal von der Archiketkur absehen und auf die innere Verfassung der Gesellschaft Jesu etwas näher eingehen - bislang gab es ja allgemeine Andeutungen und Hinweise auf Literatur und Kritik an Persönlichkeiten gehabt - nichts konkretes.
Ich werde hier keine Textexegese betreiben - dazu fehlt es an Zeit und Motivation

Wenn Du die Tätigkeit jesuitischer Wissenschaftler über einen längeren Zeitraum hinweg aufmerksam beobachtest, kannst Du bei den meisten von ihnen feststellen, daß sie voll in den gegenwärtigen Wissenschaftsbetrieb integriert sind und dessen Voraussetzung angeblicher Voraussetzungslosigkeit verinnerlicht haben. Tatsächlich ist es mir bei der Befassung mit einigen Fachgebieten so gegangen, daß ich erst sehr spät erfahren habe, daß einer der führenden Vertreter Jesuit war - seinen wissenschaftlichen Beiträgen war das nicht im geringsten anzumerken, so "vorurteilsfrei" beteiligte er sich an Diskussionen über Abtreibung, Euthanasie und ähnliche Themen - um nur Prof. Honnefelder als konkretesd Beispiel zu nennen.

Viele Jesuiten sind dem "Progressismus" verfallen, jener merkwürdigen Abart des Modernismus, die immer das, was morgen zu kommen verspricht, als zweifellos besser betrachtet als das, was wir heute von gestern ererbt haben.
:erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken:
Jo mei - bimn I do in wos einig'trt'n?
:erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken: :erschrocken:
Na dann werde ich bei dieser Veranstaltung mal erzgenau hinhorchen...
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 13:58

:nein: ...also an der lateinamerikanischen Befreiungstheologie mit dem Liberalismus und Modernismus infiziert... :nein:

:hmm: ...aber offenbar ja nicht völlig verbumfeit!

Ich bin gespannt und werde einiges aus dem Kursus gewiß hier zur Diskussion stellen.

Gibt es eigentliche eine kommentierten kleinen Kathechismus, den ich als additive Vorbereitung lesen könnte (meine kommentierte EÜ hilft mir sehr weiter).
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 16. September 2010, 14:21

Ich empfehle immer diese beiden:

Katechismus der katholischen Lehre des hl. P. Pius X., Petrus-Verlag, Kirchen/Sieg 1977
und
Der römische Katechismus nach dem Beschlusse des Konzils von Trient (Catechismus Romanus), Petrus-Verlag, Kirchen/Sieg 1970

Beide sind beim Sarto-Verlag oder über den Buchhandel erhältlich.
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Gamaliel » Donnerstag 16. September 2010, 14:30

cantus planus hat geschrieben:Ich empfehle immer diese beiden:

Katechismus der katholischen Lehre des hl. P. Pius X., Petrus-Verlag, Kirchen/Sieg 1977
und
Der römische Katechismus nach dem Beschlusse des Konzils von Trient (Catechismus Romanus), Petrus-Verlag, Kirchen/Sieg 1970

Beide sind beim Sarto-Verlag oder über den Buchhandel erhältlich.
Diese Empfehlungen sind natürlich sehr gut. (Eine Übersicht über die Katechismen beim Sarto Verlag siehe hier.)

Als "Zwischenstufe" hinsichtlich Ausführlichkeit, Übersichtlichkeit,... wäre auch der "Katholischer Katechismus von Basel" sehr geeignet.

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 15:05

Danke für die Hinweise :daumen-rauf:
-> OT: Das hier fand ich auf der Suche nach Bestellgelegenheiten,
denn offenbar ist man sich untereinander gar nicht grün: "Lefebvre Sekte" :erschrocken:
http://www.kirchenlehre.com/literat.htm
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Galilei
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Galilei » Donnerstag 16. September 2010, 15:32

Stilus hat geschrieben:Danke für die Hinweise :daumen-rauf:
-> OT: Das hier fand ich auf der Suche nach Bestellgelegenheiten,
denn offenbar ist man sich untereinander gar nicht grün: "Lefebvre Sekte" :erschrocken:
http://www.kirchenlehre.com/literat.htm
Vorsicht, das ist ’ne Sedi-Seite.

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 16. September 2010, 15:34

Ja, von dieser Seite lass bitte die Finger!
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 15:37

Galilei hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Danke für die Hinweise :daumen-rauf:
-> OT: Das hier fand ich auf der Suche nach Bestellgelegenheiten,
denn offenbar ist man sich untereinander gar nicht grün: "Lefebvre Sekte" :erschrocken:
http://www.kirchenlehre.com/literat.htm
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ich kenn Yediritter - aber Sedi???
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 15:38

cantus planus hat geschrieben:Ja, von dieser Seite lass bitte die Finger!
:huhu: ...dort hab ich alle Lieratur empfehlungen hier aus dem Forum geballt untereinander weg gefunden...
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Galilei » Donnerstag 16. September 2010, 15:39

Stilus hat geschrieben:Sedi-Seite

ich kenn Yediritter - aber Sedi???
Sedi = Sedisvakantist = einer, der davon ausgeht, dass der päpstliche Stuhl vakant ist, da sein jetziger Inhaber (und mehrere seiner Vorgänger) Häretiker seien

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 16. September 2010, 15:41

Ja, es ist nicht alles schlecht, und die Literaturempfehlungen sind teilweise sehr gut.
Trotzdem: Finger weg! Ein brauchbarer Beitrag dazu hier: http://www.esowatch.com/ge/index.php?ti ... ann_Lingen
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 15:46

Galilei hat geschrieben:
Stilus hat geschrieben:Sedi-Seite

ich kenn Yediritter - aber Sedi???
Sedi = Sedisvakantist = einer, der davon ausgeht, dass der päpstliche Stuhl vakant ist, da sein jetziger Inhaber (und mehrere seiner Vorgänger) Häretiker seien
Ach Du großer Gott :panisch: :panisch: :panisch: :panisch: - so was wie dieser - wie hieß er noch gleich? Genau

pUpS-Papst Pulverman???

Dann kann ich ja frohsein , das der Bönhase auf dem Video keine Triara trägt??? :auweia:
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 16. September 2010, 15:50

Ja, genau so etwas ist das. :ja:
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Stilus » Donnerstag 16. September 2010, 15:52

cantus planus hat geschrieben:Ja, es ist nicht alles schlecht, und die Literaturempfehlungen sind teilweise sehr gut.
Trotzdem: Finger weg! Ein brauchbarer Beitrag dazu hier: http://www.esowatch.com/ge/index.php?ti ... ann_Lingen
...was für ein [Punkt] Gut daß er weiß, daß er der einzigwahre Katholik auf Erden ist :würg: wenn man auf seiner Unseite so liest, könnte man glauben, er würde auch Jesus von Nazareth exkommuniziren, wenn es ihm in den (Un)Sinn käme!

Kurzggebet: H²dh²!
Herrr hilf den hirnverbrannten Häretikern!
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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von Sempre » Donnerstag 16. September 2010, 17:11

cantus planus hat geschrieben:Ja, es ist nicht alles schlecht, und die Literaturempfehlungen sind teilweise sehr gut.
Trotzdem: Finger weg! Ein brauchbarer Beitrag dazu hier: http://www.esowatch.com/ge/index.php?ti ... ann_Lingen
Vor esowatch.com ist ebenfalls zu warnen. Der dortige Eintrag über Pater Pio macht deutlich, was für ein Trupp dieses Hetzportal betreibt.

Gruß
Sempre
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Si cum Jesuītis, non cum Jesu itis???

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 16. September 2010, 17:35

Natürlich ist auch diese Seite nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Danke für den Hinweis!
Aber der Lingen-Artikel vermittelt einen brauchbaren ersten Eindruck.
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