Für mich ein absoluter Schock. Dass die Abtei personell nicht ideal besetzt war, war ja offensichtlich, aber nach der Wahl von Abt Raphael vor einigen Jahren kam es zu einigen Neueintritten, so dass ich eigentlich das Gefühl hatte, dass es dort wieder aufwärts ging. Die finanziellen Probleme und der daraus entstande Rücktritt des Abtes haben der Gemeinschaft aber dann wohl leider auch geistlich den Rest gegeben. Möglicherweise war die Atmosphäre danach so schlecht, dass die neuen Brüder nicht mehr weitermachen wollten.
Leider endet damit die Geschichte der letzten verbliebenen Benediktiner-Abtei in der ED Köln, die für mich auch liturgisch immer ein Anlaufpunkt war. Sehr schade.
Möge Gott auf die Fürsprache des Heiligen Michael, des Heiligen Benedikt und des Heiligen Anno für die restlichen Brüder sorgen.
HeGe hat geschrieben:(...)die für mich auch liturgisch immer ein Anlaufpunkt war.
Das stellte isich für mich anders da.
Ich war nur einmal in einem Gottesdienst auf dem Michaelsberg. Ich wollte vor 2 oder 3 Jahren mal eine "vollständige" Liturgie am Gründonnerstag erleben. Es gab dann zwar auch die ansonsten sehr seltene Fußwaschung, aber spätestens zur Kommunion war es dann vorbei mit dem Vorbild: Kommunion unter beiderlei Gestalten mit "Selbsteintauchen" und parallel dazu "Selbstbedienung" aller Dienste am Kelch auf dem Altar.
HeGe hat geschrieben:(...)die für mich auch liturgisch immer ein Anlaufpunkt war.
Das stellte isich für mich anders da.
Ich war nur einmal in einem Gottesdienst auf dem Michaelsberg. Ich wollte vor 2 oder 3 Jahren mal eine "vollständige" Liturgie am Gründonnerstag erleben. Es gab dann zwar auch die ansonsten sehr seltene Fußwaschung, aber spätestens zur Kommunion war es dann vorbei mit dem Vorbild: Kommunion unter beiderlei Gestalten mit "Selbsteintauchen" und parallel dazu "Selbstbedienung" aller Dienste am Kelch auf dem Altar.
Danach war ich nicht mehr in der Abtei.
Ja, das war selbstverständlich nicht in Ordnung, da hatten wir ja auch schon mal irgendwann drüber gesprochen. Aber heutzutage ist man ja einiges gewöhnt, von daher berichte ich eher vom Gesamteindruck und der hat mir eigentlich immer gut gefallen. Es gab jedenfalls immer Choral in der Messe, immer Weihrauch und auch halbwegs vernünftige Predigten.
Na klar ist das sehr traurig. Wir sprechen nicht nur von Weltenburg und jetzt St. Michaelsberg. Denken wir an die Niederlassungen so vieler Orden, die in diesm Jahr geschlossen wurden. Aber ich sage: die Zeichen derZeit wurden viel zu spät erkannt oder sind noch nicht erkannt worden. Selbst Mariawald, so mutig und löblich der Schritt des Abtes wahr, ist längst nicht "über dem Berg".
Es werden noch viele Ordenshäuser und Abteien geschlossen werden. "Renovation" gab es überall an und in den Gebäuden. Aber das Kloster- und Mönchsleben liegt im argen (selbstverständlich auch in den Frauenorden).
«Unsere Gemeinschaft hat sich in den vergangenen Jahren halbiert, das Durchschnittsalter liegt mittlerweile bei 70 Jahren», sagte der Vorsteher des Kapuziner-Ordens der deutschen Schweiz, Willi Anderau, zu einen Bericht von «20 Minuten». «Gegen diese schmerzliche Schrumpfung wollen wir etwas tun.»
Am Wochenende erschien ein erstes Inserat im Kaderstellenanzeiger «Alpha». Es richtet sich an Banker, Journalisten, Kaufleute, Theologen, Kommunikationsspezialisten und Lehrer. Später werden andere Inserate folgen, die Techniker, Handwerker und Leute aus sozialen Berufen ansprechen sollen.
[...]
In der Schweiz gibt es rund 200 Kapuziner-Mönche, vor 20 Jahren waren es noch doppelt so viele. Wichtige Niederlassungen mussten aufgegeben werden, etwa das Kloster in Stans.
Das Kloster auf dem Siegburger Michaelsberg soll auch nach dem Weggang der Benediktiner als geistliches Zentrum erhalten bleiben. Bei der Suche nach einer neuen Ordensgemeinschaft und den Überlegungen für die zukünftige Nutzung wollen Erzbistum, Landkreis und Gemeinde deshalb zusammenwirken.
[...]
Landrat Kühn und Bürgermeister Huhn zeigten sich bei dem Treffen dankbar dafür, dass Kardinal Meisner die Suche nach einer Ordensgemeinschaft zur Chefsache gemacht hat.
[...]
Der schwere Entschluss der Mönche, ihre Niederlassung aufzugeben, nötige zugleich Respekt ab. ( )
Das Kloster auf dem Siegburger Michaelsberg soll auch nach dem Weggang der Benediktiner als geistliches Zentrum erhalten bleiben. Bei der Suche nach einer neuen Ordensgemeinschaft und den Überlegungen für die zukünftige Nutzung wollen Erzbistum, Landkreis und Gemeinde deshalb zusammenwirken.
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Landrat Kühn und Bürgermeister Huhn zeigten sich bei dem Treffen dankbar dafür, dass Kardinal Meisner die Suche nach einer Ordensgemeinschaft zur Chefsache gemacht hat.
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Der schwere Entschluss der Mönche, ihre Niederlassung aufzugeben, nötige zugleich Respekt ab. ( )
Ooch, da fällt mir schon spontan eine Lösung ein: Tradi-Schwestern fehlen z. B. noch. Benediktinierinnen...
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas." "Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.
Oder, wie ich schon in einem anderen Strang vorgeschlagen habe, die Mönche aus Bellaige sparen sich die Renovierung von Gut Reichenstein und übernehmen statt dessen den Michaelsberg.
The survey was carried out in 2009 but will be launched publicly on Monday. It found there were 8422 religious personnel in Australia compared with 17,029 at the last census in 1976.
These numbers include retired ''religious'', as nuns, brothers and priests attached to an order are known. The median age is 73, and only 8.2 per cent are aged under 50, whereas 26.6 per cent are aged 80 or more.
Darf man angesichts dieser Zahlen auf ein Umdenken hoffen? Keineswegs!
Despite what many would see as an existential crisis, radical reform is not on the agenda for most orders. When asked what effects ageing and the thinning of their ranks were having on plans for the future, 40 congregations out of 109 said they were ''not contemplating change''.
Klosterneuburg ist ohnehin ein sehr internationaler Konvent, in dem auch mehrere US-Amerikaner waren. Daher ist dieser Schritt wohl nur konsequent. Nach dieser Logik müsste zumindest in einigen Jahren ein kleiner Ableger in Skandinavien folgen.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
cantus planus hat geschrieben:Klosterneuburg ist ohnehin ein sehr internationaler Konvent, in dem auch mehrere US-Amerikaner waren. Daher ist dieser Schritt wohl nur konsequent. Nach dieser Logik müsste zumindest in einigen Jahren ein kleiner Ableger in Skandinavien folgen.
zu Klosterneuburg wäre viel zu sagen ich hoffe dort ändert sich die Einstellung zur Tradition durch die jungen Kleriker etwas
Die Bemerkung habe ich mir die ganze Zeit verkniffen. Immerhin war ich ein paar Monate lang in einer Pfarrei, die zum Stift gehörte, aushilfsweise tätig. Was ich da erlebt habe, war mit das Grauenhafteste, was ich überhaupt je erlebt habe.
Aber die jüngeren Chorherren scheinen tatsächlich aus anderem Holz zu sein. Da könnte die Zeit einen Umschwung bringen.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Na, ich denke, wenn sich der Herr Alipius da wohlfühlt, kann es ja so schlimm nicht sein, oder? Der ist ja nun nicht gerade als Gegner der Tradition bekannt.
Berolinensis hat geschrieben:Na, ich denke, wenn sich der Herr Alipius da wohlfühlt, kann es ja so schlimm nicht sein, oder? Der ist ja nun nicht gerade als Gegner der Tradition bekannt.
Glaub mir: ich will jetzt keine Namen nennen, aber was einige der älteren Würdenträger dieses Stifts in ihren Messen so fabrizieren, hätte selbst Pius Parsch die Haare zu Berge stehen lassen. Aber, wie gesagt, die jungen Chorherren sind längst anders geschnitzt. Herr Alipius ist dafür natürlich ein gutes Beispiel.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Das ist doch dann nicht so ungewöhnlich. Selbst in Heiligenkreuz war es ja mit Rücksicht auf die älteren Mönche bislang nicht möglich, zur Zelebration versus Deum überzugehen.
Berolinensis hat geschrieben:Na, ich denke, wenn sich der Herr Alipius da wohlfühlt, kann es ja so schlimm nicht sein, oder? Der ist ja nun nicht gerade als Gegner der Tradition bekannt.
Glaub mir: ich will jetzt keine Namen nennen, aber was einige der älteren Würdenträger dieses Stifts in ihren Messen so fabrizieren, hätte selbst Pius Parsch die Haare zu Berge stehen lassen. Aber, wie gesagt, die jungen Chorherren sind längst anders geschnitzt. Herr Alipius ist dafür natürlich ein gutes Beispiel.
bezeichnender weise wurde jene Kirche eschlossen St. Gertrud, d in der Hw Parsch gewirkt hat Hw H Petrus Shickel machte dort in seinem Sinn weiter es war laut Kloster zu "tridentinisch" ich glaube das sagt alles
Berolinensis hat geschrieben:Das ist doch dann nicht so ungewöhnlich. Selbst in Heiligenkreuz war es ja mit Rücksicht auf die älteren Mönche bislang nicht möglich, zur Zelebration versus Deum überzugehen.
das wird man dort deshalb nicht tun weil man nicht als Vorkonziliar gelten will um keinen Preis
Berolinensis hat geschrieben:Das ist doch dann nicht so ungewöhnlich. Selbst in Heiligenkreuz war es ja mit Rücksicht auf die älteren Mönche bislang nicht möglich, zur Zelebration versus Deum überzugehen.
Berolinensis hat geschrieben:Das ist doch dann nicht so ungewöhnlich. Selbst in Heiligenkreuz war es ja mit Rücksicht auf die älteren Mönche bislang nicht möglich, zur Zelebration versus Deum überzugehen.
das wird man dort deshalb nicht tun weil man nicht als Vorkonziliar gelten will um keinen Preis