Zukunft der Franziskaner
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Ralf
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Ralf
Zukunft der Franziskaner
Der heilige Franziskus wollte weder einen Orden gründen, noch wollte er einen Orden besitzen. Als er in den Orden eintrat, wurden es nicht einfach immer weniger. Es gab keinen einzigen Franziskaner. Franziskus war allein. Er war der erste. Was also ist ein Franziskaner? Ein Franziskaner ist jemand, der sich von Gott ansprechen lässt, der im Geist neu geboren wird und Bruder Jesus wird: der mit den Lachenden lacht, mit den Trauernden trauert, mit den Armen arm ist, der Frieden stiftet. Gottes- und Nächstenliebe werden ihm zur Regel. Mehr Regel gibt es nicht. Auch bullierte und nicht bullierte Regeln besagen nicht mehr. Jesus ist kein Esoteriker. Und Franziskus ist sein Schüler. Seine Lehre von Gott ist vernünftig. Gott ist der Gute. Tu Gutes und lebe danach. Für immer. Die Welt ist dein Kloster. Tritt ein.
- cantus planus
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- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Re: Zukunft der Franziskaner
Aha. Das ist ja alles nicht verkehrt, auch wenn es reichlich schwärmerisch ausgedrückt ist.
Dennoch wäre Franziskus nie auf die Idee gekommen, sich außerhalb der Kirche zu stellen. Große Teile des Ordens sind da aber auf dem besten Weg und machen nicht einmal einen Hehl daraus.
Der seraphische Vater dürfte sehr betrübt sein, wenn er heute auf seinen Orden schaut.
Dennoch wäre Franziskus nie auf die Idee gekommen, sich außerhalb der Kirche zu stellen. Große Teile des Ordens sind da aber auf dem besten Weg und machen nicht einmal einen Hehl daraus.
Der seraphische Vater dürfte sehr betrübt sein, wenn er heute auf seinen Orden schaut.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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Re: Zukunft der Franziskaner
overkott hat geschrieben:Es gab keinen einzigen Franziskaner. Franziskus war allein.
Ist doch klar. heißt der Orden ja "Franz is kaner".
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
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Re: Zukunft der Franziskaner
Franziskus war der Meinung wie Bonaventura auch, dass Christus das Zentrum der Kirche ist. Wer sich an Christus hält, ist mitten in der Kirche. Das kann für jeden einzelnen eine etwas andere Berufung bedeuten. Für den einen bedeutet das, beten und Brot brechen, für einen anderen Krankenpflege, für einen dritten Lehrtätigkeit, für einen vierten alles zu seiner Zeit. Wichtig ist, dass die Franziskaner immer einen guten Papst, zumindest aber einen Kardinal wie Hugo an ihrer Seite haben.cantus planus hat geschrieben:Aha. Das ist ja alles nicht verkehrt, auch wenn es reichlich schwärmerisch ausgedrückt ist.
Dennoch wäre Franziskus nie auf die Idee gekommen, sich außerhalb der Kirche zu stellen. Große Teile des Ordens sind da aber auf dem besten Weg und machen nicht einmal einen Hehl daraus.
Der seraphische Vater dürfte sehr betrübt sein, wenn er heute auf seinen Orden schaut.
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Ralf
Re: Zukunft der Franziskaner
Für einen Gründer nicht ungewöhnlich.overkott hat geschrieben:Es gab keinen einzigen Franziskaner. Franziskus war allein. Er war der erste.
(Auch danach gab es erstmal keine Franziskaner, sondern Minderbrüder.)
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Ralf
Re: Zukunft der Franziskaner
Auch das liegt an jedem Bruder selbst. Wer eine heile katholische Welt sucht - findet sich nicht nur im Orden nichtcantus planus hat geschrieben:Dennoch wäre Franziskus nie auf die Idee gekommen, sich außerhalb der Kirche zu stellen. Große Teile des Ordens sind da aber auf dem besten Weg und machen nicht einmal einen Hehl daraus.
Der seraphische Vater dürfte sehr betrübt sein, wenn er heute auf seinen Orden schaut.
Re: Zukunft der Franziskaner
@Ralf
Verletzt denn die Ordensleitung ihre Pflichten nicht, wenn sie das zulässt?
Verletzt denn die Ordensleitung ihre Pflichten nicht, wenn sie das zulässt?
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
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Quomodo facta est meretrix civitas fidelis (Is 1:21)
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Ralf
Re: Zukunft der Franziskaner
Das mag sein, aber ich bin nicht der Richter meines Bruders (Jakobusbrief). Außerdem hat Franziskus in seinem "Brief an einen Minister" diesen dazu aufgefordert nicht zu wollen, daß seine Brüder bessere Christen seien. Vielmehr solle der Minister (Oberer bei den Minderbrüdern) jegliche Art von Ärger, die ihn von der Beschauung Gottes fernhält, als Gnadenakt Gottes sehen.
Re: Zukunft der Franziskaner
Einen Mißstand festzustellen ist etwas völlig anderes als über jemanden zu richten. (Richter ist der Herr und niemand sonst.)
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Zukunft der Franziskaner
Ralf hat geschrieben:Vielmehr solle der Minister (Oberer bei den Minderbrüdern) jegliche Art von Ärger, die ihn von der Beschauung Gottes fernhält, als Gnadenakt Gottes sehen.
Re: Zukunft der Franziskaner
Das ist nichts anderes als ein besondereres Wort, das einer bestimmten Person in einer bestimmten Situation gegeben wird, hat also keine allgemeine Bedeutung und ist gleich gar nicht gegen das Feststellen bestimmer Mißstände und deren Abstellung gemeint. Der heilige Franz hat doch selber manche Mißstände in seinem Orden gerügt.Deo iuvante hat geschrieben:Ralf hat geschrieben:Vielmehr solle der Minister (Oberer bei den Minderbrüdern) jegliche Art von Ärger, die ihn von der Beschauung Gottes fernhält, als Gnadenakt Gottes sehen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.
Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.
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Ralf
Re: Zukunft der Franziskaner
Stimmt, genau deswegen wurde dieser Brief an einen Minister auch immer wieder kopiert und unter den Minderbrüdern weitergegeben. Die hatten eben alle keine Ahnung.Edi hat geschrieben:Das ist nichts anderes als ein besondereres Wort, das einer bestimmten Person in einer bestimmten Situation gegeben wird, hat also keine allgemeine Bedeutung und ist gleich gar nicht gegen das Feststellen bestimmer Mißstände und deren Abstellung gemeint. Der heilige Franz hat doch selber manche Mißstände in seinem Orden gerügt.Deo iuvante hat geschrieben:Ralf hat geschrieben:Vielmehr solle der Minister (Oberer bei den Minderbrüdern) jegliche Art von Ärger, die ihn von der Beschauung Gottes fernhält, als Gnadenakt Gottes sehen.
Edi, wenn Du Franz nicht verstehst ist das okay so. Aber versuch Dich dann nicht als sein Exeget.
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Ralf
Re: Zukunft der Franziskaner
Krass, 'ne?Deo iuvante hat geschrieben:Ralf hat geschrieben:Vielmehr solle der Minister (Oberer bei den Minderbrüdern) jegliche Art von Ärger, die ihn von der Beschauung Gottes fernhält, als Gnadenakt Gottes sehen.
Gott ist laut Franz vielleicht auch gerade da zu finden, wo man ihn nicht nur nicht sucht, sondern wo man meint, von ihm getrennter zu sein.
Re: Zukunft der Franziskaner
Das passt ja zu meinem Einwand. Der heilige Franz hat die Verantwortung abgegeben, weil sich andere nicht mehr nach seinen Richtlinien gerichtet haben.overkott hat geschrieben:http://www.focus.de/wissen/bildung/theo ... 93100.html
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Ralf
Re: Zukunft der Franziskaner
Das sagt aber nichts über die Zukunft der Franziskaner heute aus.
Wie die gesamte Kirche betreffend spielt der Norden des Planeten da allerdings keine Hauptrolle mehr.
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