Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.
Jacques de Jesus
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Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Jacques de Jesus »

Hallo werte Forum Benützer,

ich habe diesen Monat 06/2018 ein Versprechen/Privates Gelübde oder Keuschheitsgelübde genannt für (vorerst) 1 Jahr in der Kirche im Beisein Zeugen Pfarrer + geistliche Begleitung Ordensschwester in Österreich abgelegt. Habe lange gesucht nach "meiner" Form wo ich mich beheimaten kann. Für Ordenleute, Jungfrauenweihe gibt es dann Vereinigungen, darum suche ich auf diesem Weg nach Leuten die ein Versprechen in dieser Form s.o.(also keine Wahlfahrt etc) bzw.ewiges Versprechen abgelegt haben. Wie geht es Euch damit? Habt ihr Kontakt zu anderen, oder seid ihr dann eher zusätzlich in 3.Orden o.ähn. beigetreten? Ich würde mich über Antworten sehr freuen. Die es nicht betrifft aber jemand kennen natürlich gerne weitersagen. Danke

Petrus
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Petrus »

guten Abend, "Jacques de Jesus",

ich habe davon eher wenig Ahnung.

aber, das Wichtigste zuerst: Willkommen im Forum!

Jacques de Jesus
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Jacques de Jesus »

Danke Dir. Habe schon manches interessantes hier gelesen auch u.a. zur Jungfrauenweihe. Ich bin übrigens F, fast 50 und aus Österreich. (Bernadette war leider als Nickname schon vergeben, daher mein Lieblingskarmelit).

Rechtlich habe ich zum Versprechen etwas unter Can 1092 gefunden, klingt so als wenn man keine Dispens braucht, oder es vom Kirchenrecht eingebunden wäre. Der Juristische Sprachjargon ist nicht so leicht.

Maja
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Maja »

Jacques de Jesus hat geschrieben:
Sonntag 1. Juli 2018, 20:27
Rechtlich habe ich zum Versprechen etwas unter Can 1092 gefunden, klingt so als wenn man keine Dispens braucht, oder es vom Kirchenrecht eingebunden wäre. Der Juristische Sprachjargon ist nicht so leicht.
"Can. 1092 — Die Schwägerschaft in der geraden Linie verungültigt die Ehe in allen Graden."
[http://www.codex-iuris-canonici.de/buch4.htm#c1092]

:hmm:
"Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12

Jacques de Jesus
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Jacques de Jesus »

Ich habe natürlich Can. 1191 bis 1198 gemeint, wo etwas zu Gelübden steht. Danke doch für den verbesserten Hinweis Maja :) immer schön wenn Leute behilflich sind.

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Protasius
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Protasius »

Maja hat geschrieben:
Montag 2. Juli 2018, 20:48
Jacques de Jesus hat geschrieben:
Sonntag 1. Juli 2018, 20:27
Rechtlich habe ich zum Versprechen etwas unter Can 1092 gefunden, klingt so als wenn man keine Dispens braucht, oder es vom Kirchenrecht eingebunden wäre. Der Juristische Sprachjargon ist nicht so leicht.
"Can. 1092 — Die Schwägerschaft in der geraden Linie verungültigt die Ehe in allen Graden."
[http://www.codex-iuris-canonici.de/buch4.htm#c1092]

:hmm:
Möglicherweise ist can. 1196 gemeint, in dem es um Dispens von Gelübden geht, also die Frage geregelt wird, wer von einem Gelübde entbinden kann. In diesem Fall handelt es sich mE (taddeo als Kanonist ist da beschlagener) um ein privates Gelübde, von dem ggf. der Pfarrer entbinden kann. Aber der Eingangsbeitrag klang so, als gehe es zunächst mal gar nicht darum das Gelübde loszuwerden, sondern das Leben mit einem Keuschheitsgelübde zu erproben.

Nachtrag: Ah, richtig vermutet.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Jacques de Jesus
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Jacques de Jesus »

Und zwei weitere Frage dazu interessiert mich.
1.Ein Priester wird geweiht es ist ein Sakrament, eine Jungfrau hat eine Weihe es ist eine Sakramentale, Ordensleute werden geweiht ....
Warum ist wenn man ein Versprechen/Gelübde mit Inhalt Ehelosigkeit/Keuschheitsgelübde bzw. und wenn man dazu noch Gehorsam/(Hinhören auf Gott) und Armut (einfacher Lebenstil/ Teilen) auf "ewigkeit"/unbegrenzte Dauer ablegt, dieses dann keine Sakramentale etc, sondern "nur" eine Sache zwischen Gott und einem.

Man gibt sich da ja auch ganz Gott hin bzw. ist bereit seinen Auftrag/Berufung in der Kirche zu leben.

Hat jemand dazu einen Gedanken?
2. Bei Jungfrauenweihe und Priester werden (glaube ich) Ehelosigkeit gelobt aber nicht die 3 Gelübde wie in Orden, ist das richtig, oder? Wenn doch alle 3. Gelübde abgelegt werden, wie lebt ihr Priester und Jungfrauen dann speziell Armut und Gehorsam ohne Ordensregel?
Hab mir ja ein Jahr gegeben, damit ich das besser erfassen kann, was es für mich bedeutet und wie ich das umsetzen kann in meinem Leben.

Danke :) Danke :huhu: (und muß meine ersten Smilies üben, lol)

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Siard
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Siard »

Jacques de Jesus hat geschrieben:
Sonntag 8. Juli 2018, 21:27
Ordensleute werden geweiht ....
Für den lateinischen Ritus ist mir dies neu.

Außerdem: bist Du sicher, daß das Versprechen keine Sakramentalie ist?
Ἄξιόν ἐστι τὸ ἀρνίον τὸ ἐσφαγμένον λαβεῖν τὴν δύναμιν καὶ τὸν πλοῦτον καὶ σοφίαν καὶ ἰσχὺν καὶ τιμὴν καὶ δόξαν καὶ εὐλογίαν.

Karmelblume
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Karmelblume »

Hallo Jaques de Jesus,
ich habe Gott auch ein solches privates Versprechen gegeben und in ähnlicher Form. Wir können gern in einen vertieften Austausch gehen. Schreib mir einfach ein PN, wenn Du magst.
LG

Jacques de Jesus
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Jacques de Jesus »

Hallo liebe Foris,
nun war ich lange nicht in diesem Forum, wollte mich aber zu meinem Beitrag vor einem Jahr melden. Ich habe nun nach dem ersten Jahr mit dem "kleinen Versprechen/Privatgelübde" im Herbst 2019 ein ewiges Versprechen nach den evangelischen Räten abgelegt. Keuschheit/Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam.
Ich bin dazu nicht in einem Orden beigetreten, sondern wohne weiterhin alleine. Das Gelübde habe ich in meiner Kirche in Graz abgelegt. Das es diese Möglichkeit gibt wurde mir von Ordensschwestern mitgeteilt.
Ich bin also keine Ordensfrau oder Geweihte Jungfrau, sondern eine Frau mit Privatgelübde.

Und was kann ich sagen es war sehr schön die Feier inmitten des Gottesdienstes habe ich das abgelegt vor meiner Gemeinde und ich bin sehr froh endlich bei mir angekommen zu sein. Und finde es schön das es auch diesen Weg mit Gott gibt.

Mit herzlichen Grüßen
Jacques de Jesus
(Frau, 50, Ö)

Stefan

Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Stefan »

Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen :)

Jacques de Jesus
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Jacques de Jesus »

Danke Stefan. Es ist ja damit der erste Schritt getan, ich hoffe ich fülle meine Berufung gut. Lg Jacques

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Vinzenz Ferrer
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Jacques de Jesus hat geschrieben:
Sonntag 12. Januar 2020, 19:17
Und was kann ich sagen es war sehr schön die Feier inmitten des Gottesdienstes habe ich das abgelegt vor meiner Gemeinde und ich bin sehr froh endlich bei mir angekommen zu sein. Und finde es schön das es auch diesen Weg mit Gott gibt.
Sehr schön! Es freut mich, dass dich der Herr so reich mit Gnaden beschenkt hat.
Ich wünsche dir Gottes Segen für deinen Weg.
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

Petrus
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Petrus »

Petrus hat geschrieben:
Freitag 29. Juni 2018, 23:10
guten Abend, "Jacques de Jesus",

ich habe davon eher wenig Ahnung.

aber, das Wichtigste zuerst: Willkommen im Forum!

willkommen zurück!

und danke Dir für das "update" (wie sagt man das auf deutsch?)

Petrus.

Ralf
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Re: Versprechen/ Keuschheitsgelübde

Beitrag von Ralf »

Petrus hat geschrieben:
Dienstag 14. Januar 2020, 11:37
und danke Dir für das "update" (wie sagt man das auf deutsch?)
Aktualisierung, die
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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