Schweinegrippe

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Wollt ihr geimpft werden?

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Robert Ketelhohn
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ja. Man erkennt das am Ringelschwanz.
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Edi
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Edi »

In einem andern Forum habe ich folgendes geschrieben, was ich hier auch mal reinstelle.

Worum es eigentlich gehen müsste, ist das Immunsystem generell zu stärken, sodass man gegen Grippe und auch andere Infektionen einigermassen oder ganz gefeit ist, also nicht nur gegen die unterschiedlichen Stämme, die regelmässig auftauchen und auch mutieren, sondern generell. Das aber ist der Medizinlobby piepegal, denn sie lebt ja von den Krankheiten.
Also:

<"Was mich in dem Zusammenhang auch nachdenklich macht, ist dass der jetzige Chef des Robert-Koch-Instituts Prof. Jörg Hacker, zuvor Leiter des Zentrums für Infektionsforschung der Universität Würzburg, der auch an probiotischen Impfungen und den Zusammenhängen zwischen Immunsytem und Darmflora geforscht hat, nunmehr in seiner neuen Position nichts mehr darüber zu wissen scheint und voll auf die üblichen Impfungen setzt. Dabei wäre es einfach aus physiologischen Colibakterien einen Impfstoff, den man einnehmen kann, also nicht einmal spritzen muss, zu entwickeln. Genau genommen gibt es den ja schon (wenn auch in einer etwas abgewandelten Form) und wer sich ein wenig auskennt, kann ihn sogar auch selber leicht herstellen. Immerhin würde dieser langjährigen Erfahrungen nach viele der saisonalen Grippeerkrankungen verhindern. Ich habe mal einem Hersteller einen Vorschlag gemacht zusätzlich zu seinen Colipräparaten aus diesen einen "Impfstoff", der einzunehmen, also nicht zus spritzen wäre und keine bei Impfungen der üblichen Nebenwirkungen (weil es hier um physiokogische Keime geht), herzustellen und der auch zunächst besser verträglich wäre als sein übliches sonstiges Mittel und dieses sich dadurch später leichter einführen würde, was aber vom Geschäftsführer dieser Firma brüsk und mit unsachlichen Bemerkungen zurückgewiesen wurde.
Dass die Wissenschaftler und auch die Politiker auf immer dieselben Rezepte setzen, weil alle nur Hampelmänner der Pharmalobby sind, zeigt wieder einmal, WER eigentlich auf dem Gebiet unser Land regiert.
Wer genug Geld hat, der kann eben fast alle Menschen kaufen.

http://www.amazon.de/Tanz-mit-dem-Teufe ... 38776641

Das Traurige ist dabei auch, dass die dumme Masse, eher einem Weißkittel glaubt, der oft doch nur daran interessiert ist, dass die Leute möglichst immer wieder krank werden, als jemand, der keinerlei Interessen in dieser Branche vertritt. Ich sehe das u.a auch bei Verwandten, die Arzthelferinnen sind bzw. waren. Die nehmen keinerlei Rat an, wenn es um ihre Kinder und die Verhinderung von Infektionen bei diesen geht.

http://idw-online.de/de/news1137
"Die Darmflora hat nicht nur bei entzüendlichen Erkrankungen oder Funktionsstoerungen des Darms Bedeutung. Sie spielt auch bei Krankheitserscheinungen in anderen Bereichen des Koerpers eine Rolle - diese sei bislang aber unterschaetzt worden, sagt Prof. Hacker. So leiste die Darmflora einen erheblichen Beitrag zum Immunsystem: Die erworbene Immunitaet des Menschen beruhe zu 7 Prozent auf dem Kontakt von Antigenen mit Immunstrukturen im Darm. Das mit der Schleimhaut des Darmes assoziierte Immunsystem wiederum stehe in engem Kontakt mit der Darmflora. Innerhalb des Sammelsuriums von Kleinstlebewesen, die den Darm bevoelkern, nimmt E. coli eine herausragende Stellung ein. Es ist zum Beispiel das erste Bakterium, das nach der Geburt den vorher sterilen Darm besiedelt."<
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Thomas83 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Eine hervorragende Einschätzung von Prof. Grönemeyer zur "alljährlichen Grippeinszenierung": http://de.news.yahoo.com/blog/gesundheit/beitrag/27/3/
:D Der sieht ja sogar noch aus wie Herbert :-)
Kein Wunder, ist sein Bruder.
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

iustus hat geschrieben:P.S.: Weiß einer, ob es noch eine Impfung braucht, wenn man die Schweinegrippe schon hatte? Ist man dann immun?
Dann ist man immun (vorausgesetzt, es kommt keine mutierte Variante in den Umlauf).
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Thomas83 hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Andererseits heisst es, man müsse sich impfen lassen?
Nur wenn Du im medizinischen Bereich tätig bist. Für die anderen ist es freiwillig. Du kannst Dich beim Hausarzt gratis impfen lassen.
In Deutschland gibt es nirgendwo Impfpflicht.
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Lioba
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Lioba »

Es heisst aber u.a. als Argument, die Schweinegrippe könne gefährlicher werden falls sie mutiert- bloss schützt dann denn noch die Impfung?
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Edi
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Edi »

Lioba hat geschrieben:Es heisst aber u.a. als Argument, die Schweinegrippe könne gefährlicher werden falls sie mutiert- bloss schützt dann denn noch die Impfung?
Die Impfung schützt nur gegen den Virusstamm, mit dem geimpft wurde. Zudem schützt sie auch nicht absolut, denn etwa 50 % (falls ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe) der gegen die saisonale Grippe Geimpften erkranken trotzdem an Grippe.
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Marion
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Marion »

Edi hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Es heisst aber u.a. als Argument, die Schweinegrippe könne gefährlicher werden falls sie mutiert- bloss schützt dann denn noch die Impfung?
Die Impfung schützt nur gegen den Virusstamm, mit dem geimpft wurde. Zudem schützt sie auch nicht absolut, denn etwa 50 % (falls ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe) der gegen die saisonale Grippe Geimpften erkranken trotzdem an Grippe.
Das ist viel - viel zu viel!
Weißt de auch wieviel wie oft nicht Geimpfte an Grippe erkranken?
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Edi hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Es heisst aber u.a. als Argument, die Schweinegrippe könne gefährlicher werden falls sie mutiert- bloss schützt dann denn noch die Impfung?
Die Impfung schützt nur gegen den Virusstamm, mit dem geimpft wurde. Zudem schützt sie auch nicht absolut, denn etwa 50 % (falls ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe) der gegen die saisonale Grippe Geimpften erkranken trotzdem an Grippe.
1. die saisonale Grippe ist ein anderer Virustamm.

2. ob sie an der Influenza-Grippe erkranken oder einen grippalen Infekt erleiden, ist dann doch ein epidemiologisch sehr großer Unterschied. Die Behauptung läßt sich nur dann aufrechterhalten, wenn von allen Erkrankten ein Nachweis des Influenza-Virus erfolgt ist (kulturell!).
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iustus
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von iustus »

Edi hat geschrieben: etwa 50 % (falls ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe) der gegen die saisonale Grippe Geimpften erkranken trotzdem an Grippe.
Wolltest Du es vielleicht umgekehrt sagen: 50 % der Erkrankten waren geimpft. Aber auch das bezweifle ich.

iustus
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von iustus »

Lioba hat geschrieben:Es heisst aber u.a. als Argument, die Schweinegrippe könne gefährlicher werden falls sie mutiert- bloss schützt dann denn noch die Impfung?
Das nicht. Aber je mehr Menschen sich impfen lassen um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Schweinegrippe mutiert.

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Edi
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Edi »

Ralf hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:Es heisst aber u.a. als Argument, die Schweinegrippe könne gefährlicher werden falls sie mutiert- bloss schützt dann denn noch die Impfung?
Die Impfung schützt nur gegen den Virusstamm, mit dem geimpft wurde. Zudem schützt sie auch nicht absolut, denn etwa 50 % (falls ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe) der gegen die saisonale Grippe Geimpften erkranken trotzdem an Grippe.
1. die saisonale Grippe ist ein anderer Virustamm.

2. ob sie an der Influenza-Grippe erkranken oder einen grippalen Infekt erleiden, ist dann doch ein epidemiologisch sehr großer Unterschied. Die Behauptung läßt sich nur dann aufrechterhalten, wenn von allen Erkrankten ein Nachweis des Influenza-Virus erfolgt ist (kulturell!).
Das ist richtig, aber warum wird das nicht eruiert?
Man darf dem Impfwesen ruhig auch krtisch gegenüberstehen, vor allem, wenn man weiss, dass das Impfen immer nur gegen gewisse Erreger wirkt, also nicht unspezifisch. Das Immunsystem beginnt ja nicht erst im Inneren des Organismus, sondern schon an den Oberflächen. Das weiss man seit längerem, aber beachtet es nicht.
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Wer beachtet das nicht? Die IgAs der Körperoberfläche und die Barrieren der Haut habe ich schon vor dem Physikum kennengelernt.
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Edi
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Edi »

Ralf hat geschrieben:Wer beachtet das nicht? Die IgAs der Körperoberfläche und die Barrieren der Haut habe ich schon vor dem Physikum kennengelernt.
Kennenlernen und Behandeln sind zweierlei. Ich denke aber dabei mehr an die Schleimhäute, die auch zur Oberfläche gehören, wenn auch im Körper innenliegend und eine ganz bedeutende Funktion im Immunsytem haben. Nicht umsonst spricht man heute vom Mukosaimmunsytem.
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Schleimhäute gehören nicht zur Körperoberfläche, sondern zur innen gelegenen Oberfläche von Organen.

Für unspezifische Immunstimulation gibt es meines Wissens nach keine ausreichende Evidenz (auch wenn sich da viele Anbieter tummeln).
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Edi
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Edi »

Ralf hat geschrieben:Schleimhäute gehören nicht zur Körperoberfläche, sondern zur innen gelegenen Oberfläche von Organen.

Für unspezifische Immunstimulation gibt es meines Wissens nach keine ausreichende Evidenz (auch wenn sich da viele Anbieter tummeln).
Es gibt genug wissenschaftliche Nachweise, z.B. auch einige bei Medline einzusehen; man muss sie nur lesen. Ich besitze einige Drucke aus medizinischen Fachzeitschriften. Der jetzige oben erwähnte Leiter des RKI-Instituts hat am dem Thema mit E.coli auch geforscht. Leider findet man den Link im Netz nicht mehr, den es mal gab.

Von Nissle gibt es den Nachweis eines Typhusantagonismus des Normalcoli schon seit etwa 1920 oder früher.
Ansonsten hat man aus der Erfahrungsheilkunde vieles entwickelt, die wissenschaftliche Nachweise sind erst Jahrzehnte später erbracht worden und werden immer noch erforscht.
Zuletzt geändert von Edi am Donnerstag 29. Oktober 2009, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Christian
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Christian »

Ich bin zur Zeit sehr verunsichert. Meine Lebensgefährtin ist sehr schwer (chronisch) krank und ich weiß jetzt wirklich nicht soll ich mich impfen lassen oder nicht. Wenn ich mir die Stellungnahmen vieler Bekannten anhöre, einige hatten schon als Krankenhauspersonal kontakt mit Schweinegrippepatienten, dann überwiegt die Zahl derer welche sich nicht impfen lassen wollen. Ich selbst befürchte durch den derzeitigen Medienhype (besonders BILD) das ich mich falsch entscheide und unter Umständen die Gesundheit meiner Lebensgefährtin gefährde.

Gruß,

christian
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ad_hoc
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von ad_hoc »

Ich empfehle dieses Video. Dauert etwas, schlecht kann's einem auch werden, aber die vortragende Ärztin ist deutlich - und wird immer deutlicher:
http://vituswilmsen.blogspot.com/29/ ... nsinn.html

Gruß, ad_hoc
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Die Vortragende ist keine Ärztin, sondern Sozialpädagogin, wohnhaft in der Schweiz und bekannte Impfgegnerin:

http://www.esowatch.com/index.php?title ... tek-Dimmer
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Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Christian hat geschrieben:Ich bin zur Zeit sehr verunsichert. Meine Lebensgefährtin ist sehr schwer (chronisch) krank und ich weiß jetzt wirklich nicht soll ich mich impfen lassen oder nicht. Wenn ich mir die Stellungnahmen vieler Bekannten anhöre, einige hatten schon als Krankenhauspersonal kontakt mit Schweinegrippepatienten, dann überwiegt die Zahl derer welche sich nicht impfen lassen wollen. Ich selbst befürchte durch den derzeitigen Medienhype (besonders BILD) das ich mich falsch entscheide und unter Umständen die Gesundheit meiner Lebensgefährtin gefährde.

Gruß,

christian
Dann laß dich impfen, habe ich auch gemacht. Tat was länger weh am Arm (mit Rötung und kleiner Entzündung, Marke Pickel), sonst alles gut. Ich habe mich auch nicht wegen mir impfen lasen.
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Pelikan
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Pelikan »

Maurus hat geschrieben:Der Hype um die so genannte Schweinegrippe steht in keinem Verhältnis zu den bisherigen Auswirkungen. Es ist richtig und wichtig, dass sich Virologen neuer Grippe-Stämme annehmen. Damit hat es sich dann aber auch erstmal. Die Schweinegrippe ist bislang weit weniger gefährlich als die saisonal übliche Grippe.
Das geben die neueren Daten so pauschal nicht her. ScienceNews faßt drei Studien aus Kanada, Mexiko und Australien zusammen, die übereinstimmend ungewöhnlich schwere Komplikationen in der mittleren Altersgruppe beobachtet haben.

Die US-Amerikanische Seuchenschutzbehörde veröffentlicht wöchentliche Berichte zur Grippewelle. Daraus dieses Diagramm, wonach die H1N1-Variante bereits vor dem Winter mehr Opfer unter Kindern gefordert hat als die gesamte letzte Welle der saisonalen Grippe.
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Christ86
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Christ86 »

Lebensgefahr nach Schweinegrippe-Impfung

In Düsseldorf erlitt ein etwa 30-jähriger Mann nach der Impfung einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. In Schweden sind auf 150 000 Impfungen fünf Todesfälle registriert worden.


Glücklicherweise befand sich der Mann zu diesem Zeitpunkt noch in der Arztpraxis und konnte sofort notfallmässig betreut werden. «Bei einem anaphylaktischen Schock hat man ein Zeitfenster von 90 Sekunden, um zu reagieren», sagte der Düsseldorfer Arzt Christian Wittig gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Der Patient habe einen Kreislaufkollaps erlitten, sei aber noch ansprechbar gewesen. Nach einer Notfallbehandlung wurde er in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber zwei Stunden später bereits wieder verlassen.

Fünf Tote auf 150 000 Impfungen

Wittig betonte die Erfahrungen in Schweden - wo früher mit der Impfung begonnen wurde - hätten bereits gezeigt, dass die Impfung nicht risikolos sei. In Schweden seien bei 150 000 Impfungen fünf Todesfälle registriert worden. Dennoch sei die Impfung sinnvoll und notwendig, meinte der Arzt.

Quelle
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

User hat sich vom KG verabschiedet

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Niels
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Niels »

Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Esperanto »

Christian hat geschrieben:Ich bin zur Zeit sehr verunsichert. Meine Lebensgefährtin ist sehr schwer (chronisch) krank und ich weiß jetzt wirklich nicht soll ich mich impfen lassen oder nicht. Wenn ich mir die Stellungnahmen vieler Bekannten anhöre, einige hatten schon als Krankenhauspersonal kontakt mit Schweinegrippepatienten, dann überwiegt die Zahl derer welche sich nicht impfen lassen wollen. Ich selbst befürchte durch den derzeitigen Medienhype (besonders BILD) das ich mich falsch entscheide und unter Umständen die Gesundheit meiner Lebensgefährtin gefährde.

Gruß,

christian


Die Schweinegrippe soll ja viel harmloser als die normale Grippe sein. Da würde ich, auch wenn ich kränklich wäre, lieber auf die Impfung verzichten. Bei vielen sollen die Nebenwirkungen der Impfung ja schlimmer als die Schweinegrippe selber sein. In Schweden soll es 200 Krankenschwestern niedergelegt haben, nachdem sie geimpft wurden.

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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Esperanto »


Ralf
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Christ86 hat geschrieben:
Lebensgefahr nach Schweinegrippe-Impfung

In Düsseldorf erlitt ein etwa 30-jähriger Mann nach der Impfung einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. In Schweden sind auf 150 000 Impfungen fünf Todesfälle registriert worden.


Glücklicherweise befand sich der Mann zu diesem Zeitpunkt noch in der Arztpraxis und konnte sofort notfallmässig betreut werden. «Bei einem anaphylaktischen Schock hat man ein Zeitfenster von 90 Sekunden, um zu reagieren», sagte der Düsseldorfer Arzt Christian Wittig gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Der Patient habe einen Kreislaufkollaps erlitten, sei aber noch ansprechbar gewesen. Nach einer Notfallbehandlung wurde er in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber zwei Stunden später bereits wieder verlassen.

Fünf Tote auf 150 000 Impfungen

Wittig betonte die Erfahrungen in Schweden - wo früher mit der Impfung begonnen wurde - hätten bereits gezeigt, dass die Impfung nicht risikolos sei. In Schweden seien bei 150 000 Impfungen fünf Todesfälle registriert worden. Dennoch sei die Impfung sinnvoll und notwendig, meinte der Arzt.

Quelle
a) in Düsseldorf hatte der Mann eine bislang unbek. Allergie auf Hühnereiweiß - der anaphylaktische Schock hätte als Phase-I-Reaktion bei jeder Impfung passieren können

b) die Sache in Schweden ist in der Tat interessant - aber die Todesfälle bislang nicht eindeutig kausal, sondern nur zeitlich mit der Impfung assoziiert.

Das ist eben das Hauptproblem: nur weil etwas zeitnah auftritt, muß es nicht zwingend was damit zu tun haben. Das heißt auch nicht, daß es nichts damit zu tun hat, aber man muß es belegen.

(Die Geburtenrate in Dtland verläuft bspw. parallel zur Zahl der Störche, das Lieblingsbeispiel der Medizinstatistiker ...)
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von ad_hoc »

Gestern hatte ich ein kurzes Gespräch mit unserem ortsansässigen, sehr tüchtigen und sehr beliebten Arzt. Befragt, was er von der Impfung gegen Schweinegrippe halte, gab er zur Antwort, dass dies nichts für mich sei und für ihn auch nicht. Die Impfstoffe seien nicht ausreichend ausgetestet, es gäbe zu viele Ungereimtheiten und vor allen Dingen sind die möglichen Nebenwirkungen schlimmer als die Auswirkungen der an und für sich harmlosen Schweinegrippe, sofern nicht chronisch kranke Menschen von ihr befallen werden.
Darüber hinaus erklärte er, dass ohne Grund das bislang hochgeachtete Robert-Koch-Institut auf Jahre hinaus seinen guten Ruf dadurch verspielt habe, dass es ohne besondere Notwendigkeit die Schweinegrippe zu einer gefährlichen Pandemie hochstilisierte und die Massenimpfung kategorisch nahelegte, und dies vor dem Hintergrund, dass in Deutschland nur ca. 15 % der Bürger eine solche Impfung anstrebten, dass mit Lügen gearbeitet werde, beispielsweise dadurch, dass in mindestens zwei Todesfällen aufgrund der Schweinegrippe keine chronischen Erkrankungen vorgelegen haben, die dann nachträglich korrigiert werden mußten; auch bei diesen beiden Fällen lagen chronische Vorerkrankungen vor.
Auf eine entsprechende Frage meinerseits gab er an, dass da selbstverständlich sehr viel Geld eine große Rolle gespielt habe. Die Pharmaindustrie hätte ihren Reibach bereits gemacht.
Er selbst würde die Impfung nicht empfehlen, wenn allerdings unbedingt jemand diese Impfung haben wollte, würde er sie auch durchführen. Denn er weiß mit Sicherheit nicht mehr über diese Schweinegrippe, als jeder andere Bürger auch, darunter auch die Ärzte im allgemeinen.

Gruß, ad_hoc
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Ralf »

Generell ist es so, daß in der Tat die WHO Warnstufe 6 (Pandemie) so weichgeklopft wurde, damit endlich auch H1N1 reinpaßt, da waren und sind Interessen der Pharmaindustrie von großem Belang.

Nach derzeitigem Kenntnisstand sind auch die klinischen Verläufe milder als die der saisonalen Grippe (das war aber anfangs nicht abzusehen), insofern ist es fraglich, ob eine Impfung sein muß - muß sie sicher nicht.

Wer auf der sicheren Seite sein will, ggf. häufigeren Kontakt zu chronisch Kranken hat, sollte sich impfen lassen, denke ich. Aber wie gesagt: die Entscheidung kann man niemandem abnehmen. Was das Nebenwirkungsprofil angeht, so halte ich den Hype darum für ebensowenig gerechtfertigt wie den um die Grippe. Schlimmere Nebenwirungen kommen in sehr seltenen Fällen vor. Natürlich schlägt die Staistik mal zu, aber bei jedem ist sie gleich.
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Juergen »

Ich finde es aber schon seltsam, daß man in den letzten Jahre fast nie irgendwas gehört hat, wenn jemand an der saisonalen Grippe gestorben ist - und das sind jedes Jahr mehrere tausend Leute allein in Deutschland.
Aber jeder Krankheitsfall und jeder Todesfall ist es bei der Neuen Grippe wert, in die 20:00Uhr Nachrichten zu kommen.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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Robert Ketelhohn
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Robert Ketelhohn »

ad_hoc hat geschrieben:dass ohne Grund das bislang hochgeachtete Robert-Koch-Institut auf Jahre hinaus seinen guten Ruf dadurch verspielt habe
Den hat es in meinen Augen spätestens mit der Empfehlung zur Windpockenimpfung verspielt.
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civilisation
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von civilisation »

Zusätzliche Einnahmequelle für die Ärzte?

Ich muß mich immer noch (als chronisch Kranker) gegen die saisonale Grippe impfen lassen, was bislang wegen einer hartnäckigen Erkältung nicht möglich war.

Da mein Hausarzt gleichzeitig auch in unserem Ort bestellter Impfarzt für die "Schweinegrippe" ist, wollte ich heute einen Termin vereinbaren, um mir beide Impfungen gleichzeitig "einverleiben" zu lassen.

Das ist nach Angaben der Arzthelferin (telefonisch) nicht möglich. Es muß ein Abstand von mehreren Tagen sein.

Jetzt hat man sich schon aufgeraft, weil man noch einen anderen Termin zwecks einer geweblichen Probeentnahme bei einem anderen Arzt hat, und will sich gleichzeitig immunisieren lassen. - Nicht möglich.

Nun ja ...

Ärzte wollen ja auch verdienen. Und ich bin ja Privatpatient. Doppelter Besuch und dann sogar noch 2 x den 2,3 bzw. 1,8fachen GOÄ-Satz kassieren.

:roll: :pfeif:

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Marion
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Re: Schweinegrippe

Beitrag von Marion »

Etwas was ich absolut nicht verstehen kann ist daß, schwangere Frauen, Kinder und chronisch Kranke sich als erstes (oder auf jeden Fall) impfen lassen sollen.
Ich hab das immer so im Kopf gehabt, daß diese Gruppen besonders empfindlich auf Medikamente reagieren. Also wenn bei irgendjemand die Nebenwirkungungen auch kommen, dann vor allem und sicherer bei denen.
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