Adventskalender

Sonstiges und drumherum.
Petra
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Adventskalender

Beitrag von Petra »

Zum Sonntag, dem ersten Advent am 30. November

Passend zum Tagesevangelium (Mk 13, 35-37):

Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Wachet auf!

Eigentlich sollte es die Fassung von Nicolai sein, die wir so gerne schmettern (Gotteslob 110), aber dazu gibt es kein Video mit Gesang auf Deutsch. Daher Bachs Wachet auf.

Und: Pater Karl Wallner aus Heiligenkreuz im Gespräch über den Advent (29 Minuten, aber sehr kurzweilig. )

Euch allen einen besinnlichen ersten Advent.

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Peregrin
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Re: Adventskalender

Beitrag von Peregrin »

Petra hat geschrieben: Pater Karl Wallner aus Heiligenkreuz im Gespräch über den Advent (29 Minuten, aber sehr kurzweilig. )
Den könnte man öfter ins Fernsehen lassen.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

sofaklecks
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Früher

Beitrag von sofaklecks »

Wenn ich früher am ersten Advent mit meinem Pfarrer nach der Frühmesse in das Pfarrhaus zum Frühstück kam, empfing uns im warmen Wohnzimmer ein adventlich geschmückter Tisch mit der brennenden ersten Kerze, Kaffee- und Kuchenduft und ebendiese Kantate 140 (mit Karl Richter), die die Haushälterin (Gott hab beide selig) im Plattenspieler gestartet hatte, sobald sie mein Auto kommen hörte.

Ich kann diese Kantate nicht hören, ohne Tränen in die Augen zu kriegen, ich rührseliger alter Esel. Immer verbindet sich damit die Zeit des Advents und des nahenden Weihnachtsfests.

sofaklecks

Petra
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Beitrag von Petra »

Schön, wenn es dir gefallen hat, Sofaklecks.

Heute habe ich leider den Nicolai-Version nicht singen können. War nicht im Angebot. Dafür toller Chorgesang. - Aber Advent ist ja noch lang.

Petra
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Beitrag von Petra »

Erster Tag im Dezember

Heute etwas neues geistliches Lied, wie es in Südamerika so klingt. Interpretiert von Pater Marcelo Rossi und dem brasilianischen Popstar Belo.
Noites Traiçoeiras (Komponist: Padre Reginaldo Manzotti)

Text im Original (Link)



Versuch einer Übersetzung:

Gott ist hier, in diesem Augenblick,
seine Anwesenheit im Leben ist Realität.
Überlasst Ihm euer Leben und die Probleme
Sprecht mit Gott, Er wird helfen.

Gott hat euch hierher gebracht,
zur Linderung eurer Leiden.
Er ist der Urheber des Glaubens,
von Anfang bis Ende
ist Er dabei in allen Schmerzen.

Refrain:
Und selbst wenn es schwierige Nächte gibt,
in denen das Kreuz schwer ist,
dann wird Christus bei dir sein.
Und die Welt kann zum Weinen bringen,
aber Gott will, dass du lächelst.


Was auch immer euer Problem ist,
Sprecht mit Gott, Er wird helfen,
Nach dem Schmerz kommt die Freude
Denn Gott ist die Liebe, Er lässt nicht leiden.


Refrain:
Und selbst wenn es schwierige Nächte gibt,
in denen das Kreuz schwer ist,
dann wird Christus bei dir sein.
Und die Welt kann zum Weinen bringen,
aber Gott will, dass du lächelst.


Vielleicht gefällt nicht allen hier die Musik, die Darbietung oder der Text (letzteres liegt wahrscheinlich an der Übersetzung). Aber die Geschmäcker sind verschieden und in Brasilien ist dieses Lied beliebter als Bachs Kantaten. Was selbstverständlich nichts über die Qualität aussagt. ;)



@Overkott: Zu deiner Frage an der Pforte: Gepredigt wurde über den Advent, der eigentlich eine Fastenzeit ist. Und über die Todsünden, zum Beispiel über den Stolz. Und das "Aufwachen" bedeute, man solle sich seiner Sünden bewusst werden und Taten der Liebe einüben.

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc »

Der Titel, Verräterische Nächte, hat dem ersten Anschein nach nicht viel mit dem Text des Liedes zu tun.
Aber natürlich ist es ein nettes Lied.
Und weil der Popstar eindeutig besser singt als der Pater, kommt mir in den Sinn, dass der berufliche und öffentliche Schwerpunkt des Paters eigentlich woanders sein sollte.

Übrigens habe ich mir die Bach-Kantate 140 mit Karl Richter (dem vermutlich einzig wahren Bach-Interpreten) angehört. Sie ist eindeutig aussagekräftiger, beeindruckender, stilvoller und würdevoller als irgendeine modern-gestylte religiöse Schlagermusik.
Und das wissen auch die Brasilianer zu schätzen, sofern sie, was bildungstechnisch nicht überall in Brasilien möglich und üblich ist, darum wissen.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

...wieder naht eine Tür heran... :)

Zweiter Tag im Dezember

Da kann ich nur sagen: "Bereite dich, Zion!" (selbstverständlich Bach - ) ; hier ist noch eine reine mp3-Version davon... :)

Was tun wir, um uns auf seine Ankunft vorzubereiten?

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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

3. Tag im Dezember

Tagesgebet
Herr, uns er Gott, bereite durch das Wirken deiner Gnade unser Herz, damit wir bei der Ankunft deines Sohnes würdig sind, am himmlichen Gastmahl teilzunehmen und aus seiner Hand die Speise des ewigen Lebens zu empfangen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christzus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Fürchten wir uns nicht in der Zwischenzeit, da wir auch Ihn harren, denn Er hat seinen Engeln befohlen über Dir, dass sie Dich behüten auf allen Deinen Wegen...

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sofaklecks
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Toller Kalender

Beitrag von sofaklecks »

Ich habe von meinem Pfarrer dieses Jahr den Adventskalender der Aktion "Andere Zeiten" bekommen. Ganz toll gemacht. Neben besinnlichen Texten (Von Canetti: Immer wenn das Telefon nicht klingelt, weiss ich, es ist für mich) und natürlich vielen Stellen aus der Bibel findet sich dort ein Gedicht, wie man sich zu verhalten hat im Falle der Kränkung eines Schafes:

Gesetzt den Fall...

Gesetzt den Fall, ihr habt ein Schaf gekränkt -
("Gesetzt den Fall" heisst "nehmen wir mal an") -,
gesetzt den Fall es hat den Kopf gesenkt
und ist euch böse - ja, was dann?

Dann solltet ihr dem Schaf was Liebes sagen,
ihr könnt ihm auch dabei den Rücken streicheln,
ihr dürft nicht "Na? Warum so sauer?" fragen,
ihr müsst dem Schaf mit Freundlichkeiten schmeicheln.

Sagt mir jetzt nicht: "Ich wohn doch in der Stadt,
wo soll ich da um Himmelswillen Schafe kränken?"
Ich gebe zu, dass das was für sich hat,
doch bitte ich euch trotzdem zu bedenken:

Ein gutes Wort ist nie verschenkt,
nicht nur bei Schafen, sondern überall.
Auch trefft ihr Schafe öfter, als ihr denkt.
Nicht nur auf Wiesen. Und nicht nur im Stall.

(Na wo denn noch?)

Robert Gernhardt


sofaklecks

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Leguan
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Beitrag von Leguan »

Um diese musikalische Abfolge mal etwas aufzumischen gibt es von mir zum 4. Dezember ein gänzlich verwerfliches Computerspiel.
Die Musik hat allerdings auch was...

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overkott
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Beitrag von overkott »

O wie nett.

Petra
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Beitrag von Petra »

Allen Barbaras alles Gute zum Namenstag. Bild



Für den 5. Dezember:

O Heiland reiß die Himmel auf

Text: Wortlaut (Wiki)




Paddy Kelly wird morgen 31 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch. :)
Letztes Jahr sprach er mit Bruder Paulus Terwitte über sein Interesse am geweihten Leben, Link auf das Interview. (Lourdes war für beide Herren sehr wichtig, erfährt man.) - Die B-Zeitung hatte im Sommer ja die reinsten Horrorstorys verbreitet über die Gemeinschaft, in der er seit einigen Jahren lebt.

Eine Runde Kelly Family für alle, die damit umgehen können (das heißt: wer schon vor dem Anklicken weiß, dass es ihm nicht gefallen wird, hört einfach nochmal den Gesang oben oder liest woanders weiter) Santa Maria prega per noi (Heilige Maria, bitte für uns)

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

6. Tag im Dezember

Nicht ganz musikalisch - nichts zum Hören, aber zum Singen... ;)
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Natürlich darf dann da auch der zum Essen nicht fehlen - der RICHTIGE!

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Selbstverständlich gilt hier - wie eigentlich überall bei Kirchens:
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

7. Tag im Dezember:
Bild
Die Geschichte vom kleinen Stern

Am Himmel strahlte ein kleiner Stern und träumte vor sich hin. Neben ihm nahmen seine drei großen Sternenbrüder stolz ihren Platz am Firmament ein. Der kleine Stern aber fühlte sich zu klein und unbedeutend, um stolz zu sein, und noch dazu war er sich gar nicht sicher, ob er überhaupt einen Platz am Firmament einnehmen wollte. In seine Träume mischten sich immer öfter Fragen: „Weshalb bin ich überhaupt hier? Was ist der Sinn meines Sternendaseins unter tausenden von anderen Sternen?“

Doch so sehr er auch grübelte, er fand keine Antwort.

Schließlich beschloss er, seine Sternenbrüder zu fragen: „Was ist der Sinn meines Daseins? Wozu soll ich leuchten?“

Die großen Sterne sahen ihn verblüfft an. „Du stellst Fragen, kleiner Bruder,“ sagte schließlich der älteste Bruder. „Du bist ein Stern! Du leuchtest! Was soll der Unsinn! Du solltest besser deine Zeit damit verbringen, deine Pflicht zu tun, statt dumme Fragen zu stellen!“ Kopfschüttelnd wandte er sich ab und ging seiner Arbeit nach.

Der kleine Stern war nicht zufrieden. Was sollte das denn heißen: „Du bist ein Stern!“? Das war doch keine Antwort auf seine Frage!

Er zog sich in seine Ecke des Himmels zurück und dachte noch fester nach, damit er alleine die Antwort finden würde.

Nur – er fand sie nicht. Und so kam es, dass der kleine Stern mit der Zeit immer unleidlicher und unzufriedener wurde.

Seine großen Brüder betrachteten den Kleinen zuerst verwundert, dann mit wachsendem Ärger. Wieso wollte er nicht auf sie hören, die großen, weisen Sterne, die seit Jahrtausenden ihren Dienst am Himmel taten, ohne zu murren oder zu fragen? Für einen unbedeutenden kleinen Stern, der dumme Fragen im Kopf hatte, statt einfach zu leuchten, hatten sie kein Verständnis. Und so waren sie auch nicht weiter betrübt, als der kleine Stern eines Tages plötzlich verschwunden war.

Er hatte einen Kometen getroffen und war ihm gefolgt. Der lange leuchtende Schweif imponierte dem kleinen Stern ebenso sehr wie die Geschwindigkeit, mit der der Komet seine Bahn durchs Weltall zog. „Ich bin auf dem Weg zur Erde,“ erklärte der Komet. „Die Erde ist ein ganz besonderer Platz im Weltall! Ich komme immer mal wieder dort vorbei und meist warten die Menschen schon seit Jahren auf meine Ankunft! Ich bin immer ein Bote großer Ereignisse dort unten bei den Menschen! Warum kommst du nicht mit? Auf der Erde kannst du alles mögliche finden – vielleicht auch einen Sinn für dein Sternendasein!“

Auf die Erde!

Der kleine Stern war begeistert! Vielleicht würde auch er dort etwas wirklich Sinnvolles tun können, so wie der Komet, der ihm auf dem langen Weg zur Erde eine ziemlich komplizierte Geschichte aus seiner Vergangenheit erzählte, von Hirten, Engeln und einem Kind, das in einem Stall geboren worden war.

Der kleine Stern verstand nicht alles davon, aber er verstand, dass der Komet dabei eine ganz entscheidende Rolle gespielt hatte, nicht nur für die Hirten, sondern auch für Könige und weise Sterndeuter. Er dachte sich: Wenn ich sogar zu den Menschen auf die Erde herunter komme, dann bin ich sicher noch viel wichtiger als der Komet! Dann werde ich eine sinnvolle Aufgabe bekommen und endlich erfahren, wozu das alles gut ist!

Kurz vor dem Mond verabschiedete sich der kleine Stern vom Kometen und stieg zur Erde ab, um einen König oder einen Gelehrten zu finden.

Doch wie schnell wurden all seine Hoffnungen enttäuscht! Die Gelehrten beschäftigten sich nur mit dem großen Kometen, der am Himmel erschienen war – der kleine Stern war ihnen zu langweilig.

Und Könige, die bereit gewesen wären, einem Stern zu folgen – die gab es gar nicht mehr auf der Erde!

Enttäuscht und traurig zog der kleine Stern von einer Stadt in die nächste. Die Wissenschaft brauchte ihn nicht; die Menschen, die heute Länder regierten, waren keine Könige und glaubten nicht mehr an Sterndeutung....

Am Abend fand er sich alleine in einer fremden Stadt, und als er zum Himmel aufsah wurde ihm bewusst, wie schwach sein Licht war im Vergleich zu all den anderen großen, hellen Sternen dort oben!

Da auf einmal bemerkte er, dass er gar nicht alleine war in den dunklen Straßen: er hörte das Weinen eines Kindes.

Der kleine Stern bog um eine Ecke und blieb erschrocken stehen: an eine Hauswand gelehnt, mit ein paar Zeitungen zugedeckt, kauerte ein Mädchen, das sich an einem kleinen Feuer wärmte. Tränen liefen über sein schmutziges Gesicht. Der kleine Stern verspürte Mitleid und trat näher heran.

Das Mädchen hob den Kopf und so, als würde es den Stern gar nicht wahrnehmen, sagte es:“ Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal in einem Bett geschlafen habe. Zu essen finde ich auch kaum etwas. Die Leute übersehen mich einfach, wenn ich sie um etwas bitte! Ich kann nichts dafür, dass meine Mutter mich im Stich gelassen hat, dass ich kein Zuhause mehr habe!“ Das Mädchen hob seinen Kopf und sah zum Himmel hinauf: „Wenigstens die Sterne sind nachts bei mir – dann bin ich nicht ganz alleine. Aber ich hatte einen eigenen Stern da droben, der steht jetzt nicht mehr am Himmel! Ich habe meinen Stern verloren, den kleinen Stern, der genauso unbedeutend war wie ich. Sogar der hat mich verlassen.“ Und wieder begann es zu weinen.

Der kleine Stern war überrascht und erschrocken – da gab es jemanden, der sich auf ihn verlassen hatte! Jemandem, dem er – ohne es zu wissen, geholfen hatte.

Dass er bei Gelehrten und Königen keine große und sinnvolle Aufgabe hatte übernehmen können, spielte plötzlich keine Rolle mehr für den kleinen Stern: dieses Mädchen hatte ihn viel nötiger als alle wichtigen und bedeutenden Menschen zusammen!

So schnell er konnte, kehrte er an seinen Platz am Himmel zurück.

Die Sternenbrüder waren überrascht, dass er so bald zurück gekommen war und fragten: „Hast du den Sinn deines Sternendaseins denn jetzt gefunden?

Der kleine Stern überlegte, bevor er antwortete: „Nein, das habe ich nicht. Aber ich habe jemanden gefunden, für den ich einen Sinn mache; jemanden, der mein kleines Licht braucht. Das genügt mir!“

Und er begann so hell zu leuchten, wie er nur konnte, einem Menschen auf der Erde Trost und Hoffnung zu geben.

Anita Kilger, sehr frei nach C.K.
Und natürlich - passend zur Geschichte - die ultimative Anleitung, Weihnachtssterne zu basteln:

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Petra
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Beitrag von Petra »

Für den 8. Dezember, dem Hochfest Mariens


von Herrn Grieg: Ave Maris Stella (Sei gegrüßt, du lichter Meeresstern)

Ave maris stella,
Dei Mater alma
Atque semper Virgo
Felix caeli porta.
Solve vincla reis,
Profer lumen caecis,
Mala nostra pelle,
Bona cuncta posce.

Vitam praesta puram
Iter para tutum,
Ut videntes Iesum,
Semper collaetemur.
Sit laus Deo Patri,
Summo Christo decus,
Spiritui Sancto
Honor, tribus unus.
Amen


Sei gegrüßt, du lichter Meeresstern, Gottes hohe Mutter, Jungfrau, die der Höchste sich erwählt, sel’ges Tor des Himmels. In das Dunkel unsrer Sündenschuld bringe Licht den Blinden, laß uns Sünder nicht verloren sein, bitt’ für uns um Gnade. Führe sicher unsern Weg ans Ziel, lenke unsre Schritte, daß wir einst mit dir in Freude schaun Christus, unsern König. Gott dem Vater Lob und Herrlichkeit, ew’ger Ruhm dem Sohne, Dank und Lobpreis Gott dem Heil’gen Geist: Ehre dem Dreieinen. Amen.

Petra
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Beitrag von Petra »

Für Dienstag, den 9. Dezember


Comfort ye my people aus Händels Messias. Link


Text:
Comfort ye, comfort ye my people, saith your God.
Speak ye comfortably to Jerusalem, and cry unto her, that her warfare is accomplished, that her iniquity is pardoned.
The voice of him that crieth in the wilderness; prepare ye the way of the Lord; make straight in the desert a highway for our God.
(Isaiah 40: 1-3)
 
Ev'ry valley shall be exalted, and ev'ry moutain and hill made low; the crooked straight and the rough places plain.
(Isaiah 40: 4)
 
Auf deutsch:

Tröstet, tröstet mein Volk, / spricht euer Gott.
Redet Jerusalem zu Herzen / und verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, / dass ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten / von der Hand des Herrn / für all ihre Sünden.
Eine Stimme ruft: / Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße / für unseren Gott!
Jedes Tal soll sich heben, / jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, / und was hüglig ist, werde eben.
(Jesaja 40, 1-4)

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

10. Tag im Dezember

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Der "Engel zum 10. Dezember":
Bild
Siehe auch die Erklärungen hier: http://www.onlinekunst.de/engel/10_engel_bild.html
Cherubin

Wer bist du, die in meines Herzens Tiefen,
Die nie der Liebe Sonnenblick durchstrahlt,
Mit unbekannter Zaubermacht gegriffen?
Wer bist du, süße, reizende Gestalt?
Gefühle, die im Grund der Seele schliefen,
Hast du geweckt mit magischer Gewalt,
Gefesselt ist mein ganzes, tiefstes Wesen,
Und Kraft und Wille fehlt, das Band zu lösen!

Seh ich der Glieder zarte Fülle prangen,
Entstellt durchs schöngeschmückte Knabenkleid,
Das süße Rot der schamgefärbten Wangen,
Die blöde, knabenhafte Schüchternheit,
Das dunkle, erst erwachende Verlangen,
Das brennend wünscht und zu begehren scheut,
Den Flammenblick, scheu in den Grund gegraben:
So scheinst du mir der reizendste der Knaben!

Doch seh ich dieses Busens Wallen wieder,
Verräterisch durchs neid'sche Kleid gebläht,
Des Nackens Silber, gleich des Schwans Gefieder,
Vom reichen, seidnen Lockenhaar umweht,
Hör ich den hellen Klang der Zauberlieder,
Und was ein jeder Sinn noch leis' erspäht,
Horch ich des Herzens ahnungsvollen Tönen:
So nenn ich dich die Krone aller Schönen.

Schlicht diesen Streit von kämpfenden Gefühlen,
Bezähme dieses siedend heiße Blut,
Laß meinen Blick in diesen Reizen wühlen,
Laß mich der Lippen fieberische Glut
In dieses Busens regen Wellen kühlen;
Und meiner Küsse räuberische Flut
Soll das Geheimnis dir im Sturm entreißen,
Welch ein Geschlecht du würdigst, sein zu heißen.

Franz Grillparzer (1791-1872)
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Petra
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Beitrag von Petra »

Für Donnerstag, den 11. Dezember

Driving home for Christmas

Text in Englisch: Link

Text in Deutsch: Link

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Kantorin
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Beitrag von Kantorin »

Liebe Ecce Homo, liebe Petra,

vielen Dank für eure Adventskalenderbeiträge!!
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

Petra
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Beitrag von Petra »

Für Freitag, den 12. Dezember


von asderrix entdeckt und dort (Link) vorgestellt.


Hier beide Teile zusammen:
6000 Punkte, Teil 1
6000 Punkte, Teil 2

(Beim zweiten Teil hat die tube bei mir kurze Aussetzer, aber durchhalten lohnt sich.)


*empfindsamen Seelchen wird empfohlen, bei Teil 2 Taschentücher bereit zu halten* 8)

Petra
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Beitrag von Petra »

Am 13. Dezember wird der Heiligen Luzia gedacht.

Luzia hat im dritten Jahrhundert in Italien gelebt. Einer Legende nach soll sie den Christen in den Katakomben Lebensmittel gebracht haben. Um dafür beide Hände frei zu haben, hat sie auf dem Kopf einen Kranz mit Kerzen getragen. Daran erinnert in Schweden der Brauch der Lichtträgerinnen.

Santa Lucia


Text in Schwedisch:

Sankta Lucia, ljusklara hägring,
sprid i vår vinternatt glans av din fägring.
Drömmar med vingesus under oss sia,
tänd dina vita ljus, Sankta Lucia.

Kom i din vita skrud, huld med din maning.
Skänk oss, du julens brud, julfröjders aning.
Drömmar med vingesus, under oss sia,
tänd dina vita ljus, Sankta Lucia.

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Kantorin
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Beitrag von Kantorin »

Für den 15. Dezember:

Wie soll ich dich empfangen
und wie begegn ich dir,
o aller Welt Verlangen,
o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze
mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze,
mir kund und wissend sei.

Dein Zion streut dir Palmen
und grüne Zweige hin,
und ich will dir in Psalmen
ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen
in stetem Lob und Preis
und deinem Namen dienen,
so gut es kann und weiß.

- Paul Gerhardt - (EG 11, 1. + 2. Strophe)

Dieses Lied ist heute der Hymnus des Abendlobs im "Te Deum".

Hier kann man es mit einer anderen bekannten Melodie anhören:
Wie soll ich dich empfangen
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

Petra
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Beitrag von Petra »

Für Dienstag, den 16. Dezember

Nach Musik, Texten, Spielen heute mal Tanz:

Matt tanzt

Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

Mittwoch, 17. Dezember

Die Augen aufheben zu IHM!
O Weisheit, Du bist aus dem Munde des Allerhöchsten hervorgegangen, umfassest alles von einem Ende zum andern und ordnest es machtvoll und sanft. Komm, uns den Weg der Klugheit zu lehren.
:)
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Ecce Homo
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Beitrag von Ecce Homo »

18. Tag im Dezember
O Herr und Fürst des Hauses Israel, Du bist dem Moses in den Flammen des brennenden Dornbusches erschienen und hast ihm auf Sinai das Gesetz gegeben. Komm, strecke Deinen Arm aus, uns zu erlösen.
"Maria durch ein Dornwald ging" - gesungen von den "Prinzen"... :)

OK, hier die "richtige" Version, gesungen von den Thomanern)
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Leguan
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Beitrag von Leguan »

Für den Quatemberfreitag im Advent:
Sicut Cervus desiderat ad fontes aquarum, sicut desiderat anima mea ad te, Deus.
Wie ein Hirsch lechzt nach der Wasser Quellen, so lechzt meine Seele nach dir, O Gott.

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Kantorin
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Beitrag von Kantorin »

Freitag, 19. Dezember:

O Radix Jesse,
qui stas in signum populorum,
super quem continebunt reges os suum,
quem gentes deprecabuntur:
veni ad liberandum nos,
jam noli tardare.

Gregorianik-Fans dürfen einstimmen:

Bild

O Wurzel Jesse,
gesetzt zum Zeichen für die Völker.
Vor dir verstummen die Mächtigen,
dich rufen die Völker.
Komm, o Herr, und erlöse uns;
zögere nicht länger. (GL 772,3)

Bild

Es ist ein Ros entsprungen
aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art,
und hat ein Blümlein bracht
mitten im kalten Winter
wohl zu der halben Nacht.

Das Blümlein, das ich meine,
davon Jesaja sagt,
hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd;
aus Gottes ewgem Rat
hat sie ein Kind geboren,
welches uns selig macht.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß;
mit seinem hellen Scheine
vertreibt's die Finsternis.
Wahr' Mensch und wahrer Gott,
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod.

O Jesu, bis zum Scheiden
aus diesem Jammertal
lass dein Hilf uns geleiten
hin in den Freudensaal,
in deines Vaters Reich,
da wir dich ewig loben;
o Gott, uns das verleih! (EG 30)


Wer das Lied sehr mag, darf HIER auf keinen Fall mit der Maustaste klicken!
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

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Kantorin
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Beitrag von Kantorin »

Während ich noch an dem Beitrag bastelte, war Leguan aktiv... Seine Musik ist eindeutig die bessere :mrgreen:
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

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Leguan
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Beitrag von Leguan »

Kantorin hat geschrieben:Wer das Lied sehr mag, darf HIER auf keinen Fall mit der Maustaste klicken!
Ich hätte eine Version zu bieten, gesungen von FSSP-Seminaristen, Redemptoristen und Karmelitern.

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Kantorin
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Beitrag von Kantorin »

Samstag, 20. Dezember:

O Schlüssel Davids, Zepter des Hauses Israel -
du öffnest und niemand kann schließen:
O komm und öffne den Kerker der Finsternis und die Fessel des Todes!

Bild

O Heiland, reiß die Himmel auf,
herab, herab vom Himmel lauf.
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
reiß ab, wo Schloss und Riegel für.

(GL 105 + EG 7)
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

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Re: Adventskalender

Beitrag von Kantorin »

Sonntag, 21. Dezember:

O ORIENS,
splendor lucis aeternae,
et sol justitiae:
veni, et illumina
sedentes in tenebris,
et umbra mortis.

Bild

O Morgenstern,
Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
O komm und erleuchte,
die da sitzen in Finsternis
und im Schatten des Todes!


O komm, o komm, du Morgenstern,
lass uns dich schauen, unsern Herrn.
Vertreib das Dunkel unserer Nacht
durch deines klaren Lichtes Pracht.

O komm, du Sohn aus Davids Stamm,
du Friedensbringer, Osterlamm.
Von Schuld und Knechtschaft mach uns frei
und von des Bösen Tyrannei.

Freut euch, freut euch,
der Herr ist nah.
Freut euch und singt Halleluja.


(EG 19)
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

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Kantorin
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Re: Adventskalender

Beitrag von Kantorin »

Montag, 22. Dezember:

O Rex Gentium,
et desideratus earum,
lapisque angularis,
qui facis utraque unum:
veni, et salva hominem,
quem de limo formasti.

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O König aller Völker,
ihrer Erwartungen Sehnsucht;
Schlussstein,
der den Bau zusammenhält:
O komm und errette den Menschen,
den du aus Erde gebildet.

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Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt.
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich an Rat.

(GL 107 + EG 1)


Heute beginnt in der jüdischen Gemeinde das Lichterfest Chanukka.
(HIER eine weiter Info-Quelle)

Ein TIPP für diejenigen, die noch Weihnachtsgeschenke für ihre Lieben suchen... :kiss:
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen. (Psalm 59)

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