Wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

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Petrus
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Wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Petrus » Freitag 16. September 2016, 21:37

hallo zusammen,

ein besseres Unterforum ist mir für diese Frage, die mich beschäftigt, nicht eingefallen.

jemand ne Idee?

(zu mir: ich habe ca. eintausendfünfhundert Beerdigungen hinter mir, die privaten nicht mitgerechnet).

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Sempre
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Sempre » Sonnabend 17. September 2016, 06:38

Ich stelle mir vor, dass der erste Buchstabe auf dem Grabstein, unter dem meine sterblichen Überreste verscharrt werden, ein Großbuchstabe ist.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Dieter
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Dieter » Sonnabend 17. September 2016, 10:58

so schlicht wie möglich.

Einige Male habe ich an einer Beerdigung bei den Quäkern teilgenommen. Es war auf dem Urnenfriedhof am Quäkerhaus in Bad Pyrmont.

Die Urne wurde in die Erde versenkt und die anderen Quäker standen einige Minuten in Stille um das noch offene Grab herum. Dann fassten sich alle an die Hand und die Zeremonie war beendet.

Keine Gebete, keine Gesänge, keine Ansprachen - nur Stille.

Alles sehr würdevoll!

Eine solche Beerdigung würde ich auch gerne haben. Leider bin ich kein Quäker.

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Juergen
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. September 2016, 11:21

Zwei Dinge sind wichtig:
1. Daß ich nicht von User „Petrus“ beerdigt werden, sondern von einem Priester im Anschluß an ein Requiem in der a.o. Form
2. Daß ich nicht auf dem gleichen Friedhof und schon gar nicht neben User „Petrus“ begraben werden.
Dieter hat geschrieben:Eine solche Beerdigung würde ich auch gerne haben. Leider bin ich kein Quäker.
Quäker (Convinced Friend) kannst Du ja noch werden.
Dafür, daß Du keiner bist, hast Du das mit dem allerdings Quäken schon gut drauf.
Gruß
Jürgen

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Lupus » Sonnabend 17. September 2016, 11:25

O, Ihr Grünschnäbel! :blinker:
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!

+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Dieter » Sonnabend 17. September 2016, 11:28

Juergen hat geschrieben:Zwei Dinge sind wichtig:
1. Daß ich nicht von User „Petrus“ beerdigt werden, sondern von einem Priester im Anschluß an ein Requiem in der a.o. Form
2. Daß ich nicht auf dem gleichen Friedhof und schon gar nicht neben User „Petrus“ begraben werden.
Dieter hat geschrieben:Eine solche Beerdigung würde ich auch gerne haben. Leider bin ich kein Quäker.
Quäker (Convinced Friend) kannst Du ja noch werden.
Dafür, daß Du keiner bist, hast Du das mit dem allerdings Quäken schon gut drauf.

Jürgen:

Was ist ein "Quäker (Convinced Friend)"?

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Niels
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Niels » Sonnabend 17. September 2016, 11:31

Ich wünsche entweder ein Choralrequiem oder ein "Orchestralrequiem" mit Mozarts Requiem (Knöchelverzeichnis 626), da ich dieses sehr liebe. Anschließend eine Bestattung nach dem alten Rituale.
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. September 2016, 11:34

Dieter hat geschrieben:Was ist ein "Quäker (Convinced Friend)"?
Die Quäker (Religious Society of Friends) unterscheiden zwischen denen, die von Geburt an Mitglied sind (Birthright Membership) und denen, die durch Konversion Mitglied werden (Member by Convincement). Letztere werden Convinced Friend genannt.
Niels hat geschrieben:Ich wünsche entweder ein Choralrequiem oder ein "Orchestralrequiem" mit Mozarts Requiem (Knöchelverzeichnis 626), da ich dieses sehr liebe…
…machs Dir dabei bequem… leg dich hin…
Gruß
Jürgen

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Petrus » Sonnabend 17. September 2016, 11:36

hallo Juergen,

ich weiß noch nicht genau, wo ich begraben werde. Entweder in Bayreuth auf dem Stadtfriedhof, wo meine Eltern liegen, oder in Helmstadt (Unterfranken), wo die Verwandtschaft meiner Frau zuhause ist.

Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich mich verbrennen lassen will, was ja neuerdings erlaubt ist.

Dies zu Deiner Dispo.

Peter.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Niels » Sonnabend 17. September 2016, 11:42

Juergen hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Ich wünsche entweder ein Choralrequiem oder ein "Orchestralrequiem" mit Mozarts Requiem (Knöchelverzeichnis 626), da ich dieses sehr liebe…
…machs Dir dabei bequem… leg dich hin…
:ikb_hammer:

Noch ist es nicht soweit.
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. September 2016, 11:44

Niels hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Ich wünsche entweder ein Choralrequiem oder ein "Orchestralrequiem" mit Mozarts Requiem (Knöchelverzeichnis 626), da ich dieses sehr liebe…
…machs Dir dabei bequem… leg dich hin…
:ikb_hammer:

Noch ist es nicht soweit.
Richtig.
Aber ich sage immer: Praktisch denken – Särge schenken.
Gruß
Jürgen

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Niels » Sonnabend 17. September 2016, 11:45

Meine Adresse ist Dir bekannt.
:ikb_nopity:
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. September 2016, 11:48

Niels hat geschrieben:Meine Adresse ist Dir bekannt.
:ikb_nopity:
Ja,
der große Geldspeicher in Entenhausen.

Apropos Entenhausen… wie war eigentlich die Kirmes und das Feuerwerk bei Euch in Entenhausen?
Gruß
Jürgen

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Hubertus
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 17. September 2016, 11:50

Niels hat geschrieben:Meine Adresse ist Dir bekannt.
:ikb_nopity:
Mir sogar deine IP-Adresse. :ikb_renske: 8) :unbeteiligttu:


;D
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Dieter » Sonnabend 17. September 2016, 12:00

Die Quäker (Religious Society of Friends) unterscheiden zwischen denen, die von Geburt an Mitglied sind (Birthright Membership) und denen, die durch Konversion Mitglied werden (Member by Convincement). Letztere werden Convinced Friend genannt.

Diesen Ausdruck benutzt im deutschen Sprachraum niemand.

9 von 10 Mitgieder in Deutschland sind aus anderen Kirchen gekommen.

Es gibt den Ausdruck "Freund der Freunde". Diese haben alle Rechte wie die Freunde (Quäker), sind aber formell kein Mitglied.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Dieter » Sonnabend 17. September 2016, 12:03

Niels hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Ich wünsche entweder ein Choralrequiem oder ein "Orchestralrequiem" mit Mozarts Requiem (Knöchelverzeichnis 626), da ich dieses sehr liebe…
…machs Dir dabei bequem… leg dich hin…
:ikb_hammer:

Noch ist es nicht soweit.

Man sollte in guten Tagen, also wenn man gesund und kräftig ist, alles regeln. Das ist dann weniger belastend als wenn man alles bis zum letzten Tag aufschiebt.

Man sollte das Testament machen und sich für einen Friedhof sowie die Art der Bestattung entscheiden.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Juergen » Sonnabend 17. September 2016, 12:08

Dieter hat geschrieben:Man sollte das Testament machen und sich für einen Friedhof sowie die Art der Bestattung entscheiden.
In einem Testament regelt man Erbschaftsangelegenheiten. Teils ist die Testamentseröffnung erst, wenn die Beerdigung schon vorbei ist.

Für die Dinge in Bezug auf die Beerdigung ist eine seperate Bestattungsverfügung sinnvoll.
Vgl. auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Bestattungsverf%C3%BCgung
Sowas gibt es in zwischen als fertiges Formular: http://www.bestattungsplanung.de/images ... rfgung.pdf
Gruß
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Senensis
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Senensis » Sonnabend 17. September 2016, 16:16

So traditionell wie möglich (im kirchlichen Sinn, darf gern schlicht sein). Und ich möchte in geweihter Erde bestattet werden.
Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 20-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern (lachhaft für jemand derart Konservatives wie mich). Schließlich möchte ich nicht nur als Lebende, sondern auch als Tote nicht einfach jemand Fremdes auf mir liegen haben.
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Amanda
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Amanda » Sonnabend 17. September 2016, 16:17

Senensis hat geschrieben:Schließlich möchte ich nicht nur als Lebende, sondern auch als Tote nicht einfach jemand Fremdes auf mir liegen haben.
:kugel:
"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
Gilbert Keith Chesterton

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Niels
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Niels » Sonnabend 17. September 2016, 20:49

Juergen hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Meine Adresse ist Dir bekannt.
:ikb_nopity:
Ja,
der große Geldspeicher in Entenhausen.

Apropos Entenhausen… wie war eigentlich die Kirmes und das Feuerwerk bei Euch in Entenhausen?
Der Geldspeicher ist fast leer, aber die Kirmes und das Feuerwerk waren dem Vernehmen nach ganz nett (war diesmal wegen der Hitze nicht da).
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umusungu
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von umusungu » Sonnabend 17. September 2016, 21:13

Senensis hat geschrieben:Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 20-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern
in Deutschland ist in aller Regel nach spätestens 30 Jahren aber auch Schluss mit der Ruhe.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von taddeo » Sonnabend 17. September 2016, 21:18

umusungu hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 20-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern
in Deutschland ist in aller Regel nach spätestens 30 Jahren aber auch Schluss mit der Ruhe.
Wenn das Grab weiter bezahlt wird, nicht unbedingt. Platz ist mittlerweile auf den meisten Friedhöfen wieder genug, zumindest im ländlichen Raum, so daß eine Neubelegung nicht zwingend ist.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Sascha B. » Sonnabend 17. September 2016, 21:20

Senensis hat geschrieben:So traditionell wie möglich (im kirchlichen Sinn, darf gern schlicht sein). Und ich möchte in geweihter Erde bestattet werden.
Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 20-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern (lachhaft für jemand derart Konservatives wie mich). Schließlich möchte ich nicht nur als Lebende, sondern auch als Tote nicht einfach jemand Fremdes auf mir liegen haben.
Ich denke mal in dem Fall ist es dann egal ob wer auf dir liegt oder nicht. Entweder bist du Erlöst und vor Freude ist es dir egal was mit deinem Grab ist oder du bist Verdammt, dann hast andere Probleme.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von maliems » Sonntag 18. September 2016, 00:02

wie ich beerdigt werden will?

muss mal in den nächsten Jahren ein Testament machen, sonst läuft das dann falsch ab.

Also, da ich als nicht-Sportler und Raucher eher vor Eintritt des Ruhestandes sterbe, muss ich mich erst mal gegen einen ökumenischen Gottesdienst der Schule (bin Lehrer) wehren. Die sollen lieber zum Requiem kommen, das ist besser.

Ansonsten ganz simpel: Gesungenes Requiem im alten Ritus, danach Beerdigung genauso.

Ich hab einen Freund, der bei Beerdigungen bei der Prozession die Psalmen singt. Finde ich zwar absolut genial, würde ich aber nur nach Krankheit und absehbarem Tod verschriftlichen, wenn ich dann echt alles vorplanen würde

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Juergen » Sonntag 18. September 2016, 01:49

taddeo hat geschrieben:
umusungu hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 20-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern
in Deutschland ist in aller Regel nach spätestens 30 Jahren aber auch Schluss mit der Ruhe.
Wenn das Grab weiter bezahlt wird, nicht unbedingt. Platz ist mittlerweile auf den meisten Friedhöfen wieder genug, zumindest im ländlichen Raum, so daß eine Neubelegung nicht zwingend ist.
Die Juden haben es da einfacher. Deren Gräber werden nicht nach XXX Jahren neu belegt.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, daß es bei den Muselmanen ähnlich ist.
Gruß
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Petrus » Sonntag 18. September 2016, 05:42

maliems hat geschrieben:wie ich beerdigt werden will?

muss mal in den nächsten Jahren ein Testament machen, sonst läuft das dann falsch ab.
*seufz*

maliems,

wenn Du eine Bestattungsverfügung in Dein Testament packst, läuft Deine Bestattung garantiert so ab, wie Du Dir das NICHT vorgestellt hast. Dann können die Erbberechtigten, bei der Testamantseröffnung, nur noch sagen: ach - sooo hätte der begraben werden wollen! Testamentseröffnung kommt normalerweise NACH der Bestattung.

Juergen hat das ja schon oben ausführlich geschildert, und praktische Hinweise inkl. Formular dazu verlinkt (danke!).

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Petrus » Sonntag 18. September 2016, 06:11

umusungu hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 2-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern
in Deutschland ist in aller Regel nach spätestens 3 Jahren aber auch Schluss mit der Ruhe.
darauf darf ich Dir, umusungu, mit einem klaren und entschiedenen "jein" antworten. :)

In Deutschland wird die sog. "Ruhefrist" (bis das Grab wieder belegt werden darf) für jeden Friedhof individuell von den zuständigen Behörden festgelegt. Ausschlaggebend ist die Art des Bodens, d. h., ob der Leichnam für die Verwesung länger oder kürzer braucht.
Es gibt auch Firedhöfe mit einer (relativ kurzen) Ruhefrist von fünfzehn Jahren.

Nun kann man ein Reihengrab wählen (nach der Ruhefrist ist dann Schluß, kann die Friedhofverwaltung neu belegen, nach gusto), oder ein Wahlgrab. Die Grabnutzungsfrist Wahlgrab kann der Grabnutzungsberechtigte (im Fall unseres Elterngrabs bin das ich, meine Brüder haben mir gesagt: "mach Du mal, Peter") verlängern, beim Grab meiner Eltern geht das im Zwanzig-Jahres-Takt, und der Grabnutzungsberechtigte kann entscheiden, ob und wer (nach Ablauf der Ruhefrist für den jeweiligen Grabplatz!) in diesem Grab begraben wird.

Noch ein praktischer Tipp: Meinen Vater habe ich "doppeltief" (Grab 2,4 m tief) begraben lassen, und meine Mutter dann nach zwei Monaten (leider) auf 1,8 m darüber (normale Tiefe für Gräber in Deutschland).

Wie die Regelungen in der Schweiz sind, weiß ich nicht. Wen's interessiert, kann ja mal den Peter Wilhelm (der beste Spezialist in allen Fragen rund um die Bestattung) fragen: http://www.bestatterweblog.de (ist keine Werbung jetzt, bei dem kosten solche Fragen nix).
Zuletzt geändert von Petrus am Sonntag 18. September 2016, 06:26, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Petrus » Sonntag 18. September 2016, 06:22

Senensis hat geschrieben: Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 2-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern (lachhaft für jemand derart Konservatives wie mich). Schließlich möchte ich nicht nur als Lebende, sondern auch als Tote nicht einfach jemand Fremdes auf mir liegen haben.
ein bißchen was zum Thema "Schweiz" und gleichzeitig "wie ist das mit Muslimen und Gräbern" (Juergen hatte das erwähnt) habe ich noch gefunden:

https://books.google.de/books?id=Ysl2DO ... iz&f=false

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Christian » Sonntag 18. September 2016, 08:23

Moin,

ich lass mich hier bestatten. Der Entschluss kam mir vor Jahren als meine Lebensgefährtin verstarb und ich halte das für die beste Art der Bestattung (für mich ).

Grüße,

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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Juergen » Sonntag 18. September 2016, 11:13

Gruß
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Senensis » Sonntag 18. September 2016, 18:06

Sascha B. hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:So traditionell wie möglich (im kirchlichen Sinn, darf gern schlicht sein). Und ich möchte in geweihter Erde bestattet werden.
Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 20-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern (lachhaft für jemand derart Konservatives wie mich). Schließlich möchte ich nicht nur als Lebende, sondern auch als Tote nicht einfach jemand Fremdes auf mir liegen haben.
Ich denke mal in dem Fall ist es dann egal ob wer auf dir liegt oder nicht. Entweder bist du Erlöst und vor Freude ist es dir egal was mit deinem Grab ist oder du bist Verdammt, dann hast andere Probleme.
So einfach ist das ja wohl nicht. Wofür verehren wir Katholiken Reliquien, wenn es egal wäre? Und was ist mit der Auferstehung des Fleisches?
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Re: wie stellst Du Dir Deine Beerdigung vor?

Beitrag von Sascha B. » Sonntag 18. September 2016, 18:12

Senensis hat geschrieben:
Sascha B. hat geschrieben:
Senensis hat geschrieben:So traditionell wie möglich (im kirchlichen Sinn, darf gern schlicht sein). Und ich möchte in geweihter Erde bestattet werden.
Und nicht in der Schweiz, weil man da nur 20-25 Jahre Zeit hat, zu vermodern (lachhaft für jemand derart Konservatives wie mich). Schließlich möchte ich nicht nur als Lebende, sondern auch als Tote nicht einfach jemand Fremdes auf mir liegen haben.
Ich denke mal in dem Fall ist es dann egal ob wer auf dir liegt oder nicht. Entweder bist du Erlöst und vor Freude ist es dir egal was mit deinem Grab ist oder du bist Verdammt, dann hast andere Probleme.
So einfach ist das ja wohl nicht. Wofür verehren wir Katholiken Reliquien, wenn es egal wäre? Und was ist mit der Auferstehung des Fleisches?
Die Chance dass einer der Kreuzganguser als Heiliger verehrt wird und man daher Reliquien braucht ist eher gering und ich denke mal die Auferstehung des Fleisches dürfte auch nicht an der Mehrfachbelegung eines Grabes scheitern.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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