Power auf Dauer? Energie für morgen

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overkott
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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Dienstag 1. März 2016, 14:37

Neuer Indikator
Vorschlag für das Rennen E-Auto vs. Benziner vs. Diesel

Da manche Wissenschaftler und Politiker zu sehr auf den Wirkungsgrad und zu wenig auf die Rentabilität achten, sollte als * neuer Indikator * der technische Wirkungsgrad durch den

wirtschaftlichen Wirkungsgrad: η/G

eingeführt werden, um das Preis-Leistungsverhältnis für Energie zu beschreiben.

Beispiel: Wenn der Wirkungsgrad eines E-Autos bei 95 Prozent liegt bei dreifachem Preis und der Wirkungsgrad eines Benziners bei 31 Prozent, dann berechnen wir nicht unbedingt Kraftwerk zu Rad, weil das Äquivalent beim Benziner schwer zu bestimmen ist ( Ölquelle? Raffinerie? Tankstelle? ), sondern simpel den wirtschaftlichen Wirkungsgrad:

Das E-Auto hat bei einem Wirkungsgrad von 95 Prozent und 3,60 Euro für Strom einen wirtschaftlichen Wirkungsgrad von 0,26 und der Benziner bei einem Wirkungsgrad von 31 Prozent und 1,20 Euro für den Liter Benzin bei gleichem Energiegehalt einen wirtschaftlichen Wirkungsgrad von 0,25. E-auto und Benziner sind also beim wirtschaftlichen Wirkungsgrad vergleichbar.

Das Dieselfahrzeug fährt bei einem Wirkungsgrad von 42 Prozent und einem Preis von 94 Cent pro Liter mit einem wirtschaftlichen Wirkungsgrad von 0,44 ( = 44 Prozent ) als erstes über die Ziellinie.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Dienstag 1. März 2016, 21:49

Leider haben die Mineralölkonzerne / Tankstellen aktuell nach Steuer und Versicherung den Dieselvorteil gegenüber einem Benziner halbiert.

Der Unterschied ist nur noch minimal und macht sich nur auf langer Strecke bemerkbar.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Dienstag 1. März 2016, 21:57

Beim E-Auto schraubt der Staat kräftig mit. Hohe Strompreise machen das E-Auto bezahlbar. Denn dafür gibt es Steuernachlass. Ein Trostpflaster für die geringe Reichweite. Beim wirtschaftlichen Wirkungsgrad sind sie ja E mit einem Benziner vergleichbar. Und wenn dann auch noch der Strompreis um 3 Cent gesenkt wird, damit auch die Verbraucher von der "Liberalisierung" des Strommarktes profitieren, dann flitzt das E-Auto davon:

https://www.fibufuchs.de/elektroauto-st ... oerderung/

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Mittwoch 2. März 2016, 08:35

Wie ist das denn jetzt mit dem wirtschaftlichen Wirkungsgrad der Methanisierung des Stromüberschusses?

Wir erinnern uns: η/G

Pumpspeicher: 80/24

Methanisierung: 50/15

Na? Genau. Hier schnell für Cheater:

Pumpspeicher: 3,33

Methansierung: 3,33

Toll. Dieser wirtschaftliche Wirkungsgrad als neuer Indikator. Overkott, gut gemacht, bringt uns echt weiter.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Niels » Mittwoch 2. März 2016, 09:06

overkott hat geschrieben:Wie ist das denn jetzt mit dem wirtschaftlichen Wirkungsgrad der Methanisierung des Stromüberschusses?

Wir erinnern uns: η/G

Pumpspeicher: 80/24

Methanisierung: 50/15

Na? Genau. Hier schnell für Cheater:

Pumpspeicher: 3,33

Methansierung: 3,33

Toll. Dieser wirtschaftliche Wirkungsgrad als neuer Indikator. Overkott, gut gemacht, bringt uns echt weiter.
Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich lese, was ich gepostet habe... ;)
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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Mittwoch 2. März 2016, 12:30

Niels hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Wie ist das denn jetzt mit dem wirtschaftlichen Wirkungsgrad der Methanisierung des Stromüberschusses?

Wir erinnern uns: η/G

Pumpspeicher: 80/24

Methanisierung: 50/15

Na? Genau. Hier schnell für Cheater:

Pumpspeicher: 3,33

Methansierung: 3,33

Toll. Dieser wirtschaftliche Wirkungsgrad als neuer Indikator. Overkott, gut gemacht, bringt uns echt weiter.
Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich lese, was ich gepostet habe... ;)
Denken sie schon oder labern sie noch, Niels?

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Niels » Mittwoch 2. März 2016, 18:04

Bist Du neuerdings auch so ein humorbefreiter Tropf, Ovi? :detektiv:

Für Humorlosigkeit ist übrigens am 1.4. europaweit eine Maut fällig. (EU-Verordnung 4711/0815). Eine Befreiung kann behördlicherseits nur gegeben werden, wenn man nachweislich zum Lachen in den Keller gegangen ist. Eine Garage oder ein Schuppen reichen da nicht aus.
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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Donnerstag 3. März 2016, 11:21

Energieexperten rätseln: Viele Verbraucher schenken Geld den Gasversorgern

Das vorige Jahr startete mit einem Ausblick auf fallende Energiepreise. Die Analyse über die Gründe nehmen wir zur Kenntnis. Was darin nicht gesagt wird, müssen wir uns selber denken.

https://www.bbx.de/oel-und-gas-215-weiter-guenstig/

Tatsächlich haben die Importpreise das Jahr über um 12,7 Prozent nachgegeben.

Entsprechend haben die Importeure kräftig zugelangt und 2,7 Prozent mehr Erdgas eingekauft.

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erdg ... anuar.html

Die 23 Mrd. Kubikmeter Erdgasspeicher dürften gefüllt sein.

Der Import bedeutete auch ein Plus an tatsächlichen und künftigen CO2-Emissionen.

Der Einkauf bedeutet 214,2 Mio. Tonnen Kohlendioxid.

In die Zeit fallender Erdgaspreise fiel auch der Klimagipfel.

Die Importeure kaufen vor allem in Russland, Norwegen und in den Niederlanden ein.

Der Preis für russisches Erdgas ist im Januar gegenüber Dezember um 12,1 Prozent gesunken.

Die Kilowattstunde Methan kostet 1,7 Cent und bei einem Kraftwerks-Wirkungsgrad von 57 Prozent 2,98 Cent.

http://www.indexmundi.com/de/rohstoffpr ... ahrung=eur

Die Gasversorger senken die Preise für Verbraucher um 4,6 Prozent:

https://1-gasvergleich.de/gaspreise/

Eine Ausweitung der Stromkapazitäten ist derzeit nicht sinnvoll. Die Auslastung der installierten Kapazität schwankt zwischen 26 Prozent und 43 Prozent.

Die Umwandlung von Überschussstrom in Methan muss planerisch entsprechend der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des günstigsten Investitionszeitpunkts vorbereitet werden.

5 twh entsprechen 2,5 Mrd. Kubikmeter Erdgas oder 1,5 Prozent der Speicherkapazität des Erdgasnetzes. Die Erdgasspeicher dürften augenblicklich für teures Überschussmethan keine Kapazität frei haben.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Donnerstag 3. März 2016, 16:27

Dürfen wir unseren Beratern trauen?
Oder wie verwursten eigentlich Zeitungen Informationen:

Die Welt wollte es genauer wissen, wie es um die Energiewende bestellt ist, und schaute sich daraufhin den Energiewende-Index an:

https://www.mckinsey.de/energiewendeindex

Die Welt schrieb die Zusammenfassung um und kam zu folgendem Ergebnis:

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/a ... affen.html

Darin behauptet die Welt: Der Stromverbrauch sei gestiegen. Angeblich ganz genau: von 579 auf 597 Terawattstunden. Tatsächlich lag die Stromproduktion mit 559 TWh deutlich darunter:

https://www.energy-charts.de/energy_de.htm

Glaubt man der Welt den gestiegenen Verbrauch, könnte man einen Bedarf vermuten. Schaut man sich die Infografiken an, darf man den Eindruck gewinnen, dass die Verbraucherpreise mit 41 Prozent über dem europäischen Durchschnitt zwar suboptimal sind, aber längst nicht so suboptimal wie die Industriepreise mit 19 Prozent über dem EU-Durchschnitt, zumal Strom intensive Unternehmen nicht viel mehr zahlen mussten als die europäischen Mitbewerber.

Auch könnte man die gesunkene, als "Gesicherte Reservemarge" bezeichnete Überproduktion für bedenklich halten, zumal die Infografiker der Welt die Zielkorridore einfach weggelassen haben, so dass jedes Ergebnis weit über das Ziel hinaus wie ein wünschenswerter Rekord wirkt.

Tatsächlich muss man der Bundesregierung dankbar sein, dass sie die Transportnetze für die Überproduktion noch nicht ausgebaut hat und auch Offshore-Parks vorerst offline lässt. Schaut man sich an, wie weit Solar- und Windstrom über das Ziel hinaus schießen, weiß man, warum.

Alle Hoffnungen ruhen auf einer Novelle des EEG, auf mehr Wettbewerb im Ökostrombereich, so dass nur noch die Unternehmen an den Start gehen, die mit Marktpreisen schwarze Zahlen schreiben und nicht mit Subventionen.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Sonntag 6. März 2016, 11:26

Der WDR macht sich heute in Westpol Gedanken über die Altlasten von RWE. Dabei kommt leider nur die Landesregierung und ihre Lobby zu Wort. Journalistisch fehlt also die andere Seite. Auch die befragte Energiewirtschaftsexpertin müsste eigentlich wissen, dass die Energiewende nicht funktioniert. Dabei geht Nordrhein-Westfalen wirtschaftlich bereits am Stock.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Sonntag 6. März 2016, 18:18

Zielkonflikt: Energiesparen

Weniger Energie verbrauchen, mehr Energie produzieren - wie geht das zusammen? Nicht nur die Energiesparlampe, auch das Ausschalten überflüssiger Stromverbraucher senkt die Grundlast, gleichzeitig erhöhen erneuerbare Energien jedoch das Überangebot an Strom. Geschenkt.

Was ist eigentlich, wenn man das Stromsparen gleich zweimal bezahlt: einmal durch hohe Preise, weil die LED-Lampen so wenig brauchen und so lange halten und zum zweiten Mal durch höhere Strompreise, um die Verluste durch Überkapazitäten auszugleichen?

http://www.ingenieurmagazin.com/haustec ... enken.html

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Caviteño » Freitag 11. März 2016, 08:48

Energiewende - Zwischenbilanz mit Licht und Schatten

Eine Bestandsaufnahme des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Caviteño » Samstag 12. März 2016, 00:11

Atomausstieg? Nein danke

Fünf Jahre nach Fukushima steht D. in der Welt mit seinem Atomausstieg ziemlich allein da.
Mit 31 arbeitsfähigen Reaktoren belegt China in der Liste der Atomstromstaaten Platz fünf. Ganz vorn stehen die Vereinigten Staaten von Amerika mit 99 Anlangen, gefolgt von Frankreich mit 58 Kraftwerken, Japan mit 45 Anlagen und Russland mit 34 Kraftwerken. Auf den folgenden Plätzen kommen Korea (24), Indien (21), Kanada (19) sowie Großbritannien und die Ukraine mit je 15 Anlagen. Die größten Ausbaupläne verfolgen neben China noch Russland (9 Anlagen), Indien (6), Amerika (5) sowie Korea und die Vereinigten Arabischen Emirate mit je 4 im Bau befindlichen Atomkraftwerken.
Sehr durchwachsen ist das Bild in Europa. Deutschland, Belgien und die Schweiz planen den Ausstieg – spätestens bis 2035. Tschechien, Finnland und Ungarn wollen ihre Kapazitäten dagegen ausbauen, wobei sich das neue Kernkraftwerk in Finnland schon um Jahre verzögert hat. Großbritannien hat das Projekt Hinkley Point C aufgelegt. Die französischen und chinesischen Bauherren sollen für Bau und Betrieb einen Zuschuss erhalten. Litauen, Polen und die Türkei gelten als potentielle Newcomer. Frankreich will seinen Atomstromanteil indes bis 2025 von derzeit 75 auf 50 Prozent reduzieren.
(...)
Für viele Staaten ist der deutsche Ausstiegsweg kein akzeptables Szenario. Auch nicht für die Energieagentur IEA. Sie hat ausgerechnet, dass elf Prozent der globalen Stromnachfrage durch Kernenergie gedeckt werden (18 Prozent in den OECD-Staaten). Atomstrom ist demnach die größte Stromerzeugungsquelle, die weitgehend ohne Emission des Klimagases Kohlendioxid (CO2) auskommt. Wolle die Welt tatsächlich weniger CO2 ausstoßen und den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius begrenzen, müsste „die installierte Kapazität bis 2050 von heute 396 auf dann 930 Gigawatt mehr als verdoppelt werden“, schreibt die IEA. Der Anteil des Atomstroms an der Versorgung der Welt würde um die Hälfte auf 17 Prozent steigen.
Nicht nur bei den "Flüchtlingen" hat Merkel das Ziel, D. in eine "Vorbildrolle" zu drängen - in der Hoffnung, das andere Staaten nachziehen. Es dürfte bei der Hoffnung bleiben, denn andere Regierungen können auch rechnen.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Samstag 12. März 2016, 09:30

Caviteño hat geschrieben:Atomausstieg? Nein danke

Fünf Jahre nach Fukushima steht D. in der Welt mit seinem Atomausstieg ziemlich allein da.
Mit 31 arbeitsfähigen Reaktoren belegt China in der Liste der Atomstromstaaten Platz fünf. Ganz vorn stehen die Vereinigten Staaten von Amerika mit 99 Anlangen, gefolgt von Frankreich mit 58 Kraftwerken, Japan mit 45 Anlagen und Russland mit 34 Kraftwerken. Auf den folgenden Plätzen kommen Korea (24), Indien (21), Kanada (19) sowie Großbritannien und die Ukraine mit je 15 Anlagen. Die größten Ausbaupläne verfolgen neben China noch Russland (9 Anlagen), Indien (6), Amerika (5) sowie Korea und die Vereinigten Arabischen Emirate mit je 4 im Bau befindlichen Atomkraftwerken.
Sehr durchwachsen ist das Bild in Europa. Deutschland, Belgien und die Schweiz planen den Ausstieg – spätestens bis 2035. Tschechien, Finnland und Ungarn wollen ihre Kapazitäten dagegen ausbauen, wobei sich das neue Kernkraftwerk in Finnland schon um Jahre verzögert hat. Großbritannien hat das Projekt Hinkley Point C aufgelegt. Die französischen und chinesischen Bauherren sollen für Bau und Betrieb einen Zuschuss erhalten. Litauen, Polen und die Türkei gelten als potentielle Newcomer. Frankreich will seinen Atomstromanteil indes bis 2025 von derzeit 75 auf 50 Prozent reduzieren.
(...)
Für viele Staaten ist der deutsche Ausstiegsweg kein akzeptables Szenario. Auch nicht für die Energieagentur IEA. Sie hat ausgerechnet, dass elf Prozent der globalen Stromnachfrage durch Kernenergie gedeckt werden (18 Prozent in den OECD-Staaten). Atomstrom ist demnach die größte Stromerzeugungsquelle, die weitgehend ohne Emission des Klimagases Kohlendioxid (CO2) auskommt. Wolle die Welt tatsächlich weniger CO2 ausstoßen und den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius begrenzen, müsste „die installierte Kapazität bis 2050 von heute 396 auf dann 930 Gigawatt mehr als verdoppelt werden“, schreibt die IEA. Der Anteil des Atomstroms an der Versorgung der Welt würde um die Hälfte auf 17 Prozent steigen.
Nicht nur bei den "Flüchtlingen" hat Merkel das Ziel, D. in eine "Vorbildrolle" zu drängen - in der Hoffnung, das andere Staaten nachziehen. Es dürfte bei der Hoffnung bleiben, denn andere Regierungen können auch rechnen.
Das Thema Laufzeitverlängerung steht nicht auf der Tagesordnung.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Caviteño » Samstag 12. März 2016, 10:39

overkott hat geschrieben: Das Thema Laufzeitverlängerung steht nicht auf der Tagesordnung.
Es ging in dem Artikel nicht um die Laufzeitverlängerung, sondern um den Alleingang der Bundeskanzlerin bei der sog. "Energiewende". Bezahlen müssen die Verbraucher und ua die Kommunen, die jetzt auf fast wertlosen Aktienpaketen der RWE sitzen.

Aber sie wollte - wie bei ihrer "Flüchtlingspolitik" - eine Vorbildfunktion in Europa wahrnehmen. Beides ging kräftig in die Hose.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Dienstag 15. März 2016, 09:53

Die Stromkonzerne Eon, RWE und eine Betriebsgesellschaft kämpfen derzeit vor dem Bundesverfassungsgericht um eine Entschädigung für das Erlöschen der Betriebserlaubnis für Kernkraftwerke. Sie berufen sich dabei auf das Grundrecht auf Eigentum und die Abwicklung einer Enteignung. Da die Stromkonzerne Eigentümer der Kernkraftwerke bleiben, sind nicht enteignet worden. Die Klage müsste als unbegründet abgewiesen werden.

Dem Gesetzgeber steht es frei, die Betriebserlaubnis von Anlagen und Fahrzeugen nach Einschätzung des Gefahrenpotenzials einseitig zu regeln. Dabei steht es ihm ebenfalls frei, die Bedingungen zu verschärfen und Restlaufzeiten zu reduzieren.

Im öffentlich geregelten Strommarkt bestimmt der Staat den Strompreis und die sich daraus ergebenden Gewinne maßgeblich mit. Die Stromkonzerne haben bei einer Betriebsstilllegung prinzipiell kein Recht auf Abfindung. Auf politischem Weg können sie auf Laufzeitverlängerung drängen.

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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Niels » Donnerstag 5. Januar 2017, 12:54

Windräder umgeknickt - „extrem seltene“ Einzelfälle": https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... aelle.html
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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Niels » Mittwoch 30. Januar 2019, 15:12

"TÜV: Windkraftanlagen sind tickende Zeitbomben": https://www.wp.de/region/sauer-und-sieg ... 22975.html
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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von HeGe » Mittwoch 30. Januar 2019, 15:21

Ich bin vor 2 oder 3 Wochen seit langer Zeit mal wieder die A 44 von Kassel nach Dortmund gefahren. Es war Abend und dunkel. Wenn man dann die Landesgrenze von NRW passiert hat, eröffnet sich einem kurz hinter Marsberg ein Anblick von gefühlt hunderten blinkenden Positionslichtern von Windkraftanlagen. In der Form war das einfach nur erschreckend. Windräder in einzelner Zahl stören mich eigentlich nicht, aber der HSK ist da völlig wahnsinnig bei seiner Genehmigungspraxis.
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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Juergen » Mittwoch 30. Januar 2019, 17:14

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 30. Januar 2019, 15:21
Ich bin vor 2 oder 3 Wochen seit langer Zeit mal wieder die A 44 von Kassel nach Dortmund gefahren. Es war Abend und dunkel. Wenn man dann die Landesgrenze von NRW passiert hat, eröffnet sich einem kurz hinter Marsberg ein Anblick von gefühlt hunderten blinkenden Positionslichtern von Windkraftanlagen. In der Form war das einfach nur erschreckend. Windräder in einzelner Zahl stören mich eigentlich nicht, aber der HSK ist da völlig wahnsinnig bei seiner Genehmigungspraxis.
Dort in der Gegend sind:
Windpark Sintfeld (mit allem was dazu gehört) mit ca. 150 Anlagen; Windpark Asseln mit ca. 85 Anlagen; Richtung Warstein ist dann Windpark Belecke mit 45 Anlagen; bei Radlinghausen (bei Brilon) stehen etwa 40 Anlagen; Windpark Altenau hat rund 35 Anlagen usw. usw.

Alle von Paderborn aus in relativ naher Umgebung. Und es werden immer mehr. :kotz:

(Die Zahlen bei Wikipedia sind nur Anhaltswerte, da ständig gebaut, abgerissen und neu gebaut wird.)
Gruß
Jürgen
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Re: Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von Niels » Donnerstag 31. Januar 2019, 09:30

"Windpark" ist ein toller Euphemismus. :zirkusdirektor:

Ich bin auch jedesmal aufs Neue entsetzt, wenn ich da herfahre.
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