Power auf Dauer? Energie für morgen

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overkott
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Power auf Dauer? Energie für morgen

Beitrag von overkott » Sonntag 14. Februar 2016, 23:28

Anmerkung der Moderation:
Dieses Thema entstand durch Abspaltung von Beiträgen aus dem Strang "Einsteins neue Kleider" im Brauhaus.
Overkott hat es nicht eröffnet.


Eine vermutete Frequenz von Strahlung durch Kraftfeldkollision im All zu messen, ist die eine Sache. Ob es sich dabei um Gravitation handelt, ist eine Definitionsfrage. Handelt es sich um negative Gravitation, kann man kaum von Gravitation sprechen. Denn wer Dunkelheit misst, hat noch kein Licht entdeckt. Es sei denn, man beginnt, Dunkelheit zu relativieren: Jeder weiß, was gemeint ist. Mit diesem Trick der ungenauen Sprache kann man sich auf den Standpunkt stellen: Ich hab's schon immer gemeint.

Ein spannenderes Gravitationsthema ist die Energiegewinnung:

http://www.slimlife.eu/wordpress/212/1 ... kraftwerk/

http://www.rarenergia.com.br/

http://www.isd.immobilien/auftriebskraf ... berechnung

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 10:43

overkott hat geschrieben:Eine vermutete Frequenz von Strahlung durch Kraftfeldkollision im All zu messen, ist die eine Sache. Ob es sich dabei um Gravitation handelt, ist eine Definitionsfrage. Handelt es sich um negative Gravitation, kann man kaum von Gravitation sprechen. Denn wer Dunkelheit misst, hat noch kein Licht entdeckt. Es sei denn, man beginnt, Dunkelheit zu relativieren: Jeder weiß, was gemeint ist. Mit diesem Trick der ungenauen Sprache kann man sich auf den Standpunkt stellen: Ich hab's schon immer gemeint.

Ein spannenderes Gravitationsthema ist die Energiegewinnung:

http://www.slimlife.eu/wordpress/212/1 ... kraftwerk/

http://www.rarenergia.com.br/

http://www.isd.immobilien/auftriebskraf ... berechnung
Wer genau schaut, stellt fest, dass es sich beim Gravitationskraftwerk auch wiederum um negative Gravitation quasi Levitation in From von Auftrieb handelt.

Bei dem Kraftwerk handelt es sich statt eines Schornsteins um eine 5 Meter hohe Säule mit einem Durchmesser von 5 cm. Darin rotieren Auftriebskörper. Sie werden mit Pressluft befüllt. Die Anlage ist so konstruiert, dass die zugeführte Energie für das Befüllen der Körper geringer ist, als die abgegebene Energie durch den Auftrieb. Die 5-Meter-Säule soll ohne Emissionen 35. Kilowattstunden im Jahr liefern und damit den durchschnittlichen Bedarf an Heizung und Strom eines 4-Personen-Haushalts decken. Aufgrund der kontinuierlichen Produktion von Strom gibt es wahrscheinlich Zeiten des Stromüberschusses sowie bei Spitzenbedarf der Unterversorgung.

Außer Förderern:

http://gaia-energy.org/es-ist-soweit-ma ... rgieautark

Gibt es auch Zweifler:

https://www.youtube.com/watch?v=JHDZYjr_-a

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 11:34

Der Zweifler Florian Aigner argumentiert nur theoretisch. Dabei gibt er sich mit einer selbst referenzierenden Gleichung recht. Mit dieser Gleichung zweifelt er jedes Kraftwerk an: nämlich die Tatsache, dass man ein Mehr an Energie gewinnen kann.

Die praktische Frage lautet: Wo soll denn das Mehr an Energie herkommen? Anwort: Zum Beispiel im fossilen Brennstoff aus chemisch gespeicherter Energie, die es exotherm freizusetzen gilt. Zum Beispiel aber auch aus natürlicher Sonneneinstrahlung. Warum also nicht aus natürlichen Auftriebskräften?

Offenbar wird das Auftriebskraftwerk bereits am Markt angeboten. Die Häuserbauer dürften also Quantenphysiker Aigner widerlegt haben.

Es bleibt die Kostenfrage: Haben grüne Energiebegeisterte mal wieder schön gerechnet? Welche Korrosion entsteht in einem mit Luft und Wasser befüllten Rohr? Wie teuer würde der Austausch insbesondere der beweglichen Teilen wie Kette und Rollen im Kraftwerk? Wie hoch sind die Grund- und Betriebskosten also wirklich?

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 12:16

Das Auftriebskraftwerk wird von einer Firma mit Sitz in der Nähe des Flughafens Köln/Bonn vermarktet:

https://www.google.de/maps/place/Rosch+ ... 4e71fd3612

In ihrem Pressebereich spricht die Firma aktuell von der Genehmigung der kroatischen Regulierungsbehörde:

http://rosch-innovations.de/vip_login.php

In Slavonski Brod wird ansonsten in großem Stil wenig umweltfreundlich aus Erdgas Strom erzeugt.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 16:07

Eine intensive Debatte findet sich bei allmystery. Dort sieht man nicht nur, dass schon seit dem 19. Jahrhundert am Auftriebskraftwerk gebastelt wird - was kein Gegenargument sein muss -, aber auch dass Leute sich mit dem Gedanken schwer tun, dass in Millionen Häusern eine Heizung als kleines Kraftwerk gegen ein kleines Kraftwerk als Heizung ausgetauscht wird:

http://www.allmystery.de/themen/gw113123-787

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 16:41

So richtig leise scheint dieses 12-kW Modell noch nicht zu sein:

https://www.youtube.com/watch?v=jNbbNafIUbc

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 18:07

An dieser Stelle ist das aktuelle 15-kW-Modell zu sehen. Es wirkt leiser, weist aber immer noch Maschinenlärm auf. Auch für ein Dreifamilienhaus ist der Platzbedarf dieses autarken Generators groß:

https://www.youtube.com/watch?v=d7XaR5TLqc

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 21:12

Nun kann man Quantenphysiker Aigner entgegen halten, er habe das Beispiel mit dem Wiener Riesenrad sehr stark vereinfacht. Wie wäre es zum Beispiel, wenn beim Riesenrad oben Gäste einsteigen, durch ihr Gewicht und Schwerkraft das Rad in Schwung bringen und unten wieder aussteigen würden, wie ja auch beim Kraftwerk unten Luft eingeblasen wird, die durch Auftrieb zusätzlich Energie aufnimmt und wieder einweicht?

Nun hat der Verein GAIA das eigene Projekt selbst torpediert und der Schweizer Firma mit Niederlassung in Troisdorf/Spich das Entwickeln schwer gemacht:

https://www.youtube.com/watch?feature=p ... utMk#t=66

Nun ist zu verstehen, dass die Schweizer Firma nur noch mit größeren Anlagen experimentiert.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 22:22

Wenn es um Freie Energie geht, winken Physiker nicht selten ab, verweisen auf das Energieerhaltungsgesetz, kommen mit einem flotten Spruch vom Weihnachtsmann und Osterhasen und sichern sich durch diesen emotionalen Trick die Lacher auf ihrer Seite.

Wie aber funktioniert das Perpetuum Mobile, das etwa durch die Flamme eines Streichholzes wenig Energie aufnimmt und als glühender Holzhaufen viel Energie wieder abgibt. Offenbar durch Nachwachsen.

Oder wie funktioniert das Perpetuum Mobile als Gravitationskraftwerk, bei dem seit tausenden Jahren Wasser über Mühlräder in die Tiefe fällt und durch Verdunsten wieder bis zum Himmel aufsteigt?

Nach dem Energieerhaltungsgesetz, dem Weihnachtsmann und Osterhasen kann das doch gar nicht funktionieren.

Nun könnte man die Gravitationskraftwerke auch umdrehen und statt etwas fallen zu lassen etwas aufsteigen lassen. Wie wäre es da zum Beispiel mit einer Art künstlichem Durchzug, der am oberen Ende eine Turbine antreibt?

Und dann gibt es da die Auftriebskraftwerke, bei denen Luftdruck in Tiefdruckgebieten die Luft nach unten drückt, während sie in Eimer geblasen im Wasser lange genug Arbeit verrichtet, während sie wieder nach oben steigt, und durch eine Fahrradkette einen Dynamo antreibt. Sicher kann man diese Dinger noch optimieren: die Rotation des Wassers durch getrennten Aufstieg und Abstieg ebenfalls nutzen, eventuell noch ein Schwungrad anbauen oder mit überschüssiger Energie die Luft vorwärmen, um die Dichte zu reduzieren...

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Montag 15. Februar 2016, 23:33

Was das Auftriebskraftwerk anbelangt, hat man in den Videos gesehen, dass mit dem Strom Wasser erhitzt wurde. Wie wäre es nun, wenn das Wasser nicht extern, sondern intern erhitzt würde, also das Kraftwerk selbst zum Primärkreislauf für Warmwasser würde? Inwieweit ließe sich damit Vereisung verhindern und Frostschutzmittel erübrigen?

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 00:12

Angenommen, es handelt sich beim Auftriebskraftwerk selbst um eine Art Schwungrad oder Getriebe, das quasi endotherm - wie gering auch immer - ständige Energiezufuhr bräuchte, so könnte es doch den Energieverbrauch minimieren. Schließlich kommt man mit der selben Muskelkraft beim Fahrradfahren weiter als beim bloßen Zufußgehen. Wichtig wäre bei diesem Schwungrad dann auf jeden Fall der Dauerbetrieb.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 08:26

Um ein Gravitationskraftwerk zum Laufen zu bringen, muss man grundsätzliche Überlegungen anstellen:

1. Was ist ein Kraftwerk?

Ein Kraftwerk ist ein Energieumwandler, ein Generator oder Motor, der freigesetzte Energie speichert oder gespeicherte Energie freisetzt.

2. Was ist Energie?

Energie ist Fähigkeit. Oder etwas geschwätziger: die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten.

3. Was ist ein Energiespeicher?

Energie kann biologisch, chemisch oder physikalisch gespeichert werden. Außerdem gibt es eine Reihe an biochemischen, biophysikalischen oder physiochemische Mischformen. Stets dienen Energiespeicher dem Aufbau von Unterschieden und entsprechenden Spannungen.

a) Biologische Speicher sind etwa Felder oder Wälder oder die Aufzucht von Arbeitstieren.

b) Chemische Speicher sind Batterien aller Art. Dazu kann auch die Aufarbeitung spaltbaren Materials gehören.

c) Physikalische Speicher sind Talsperren, Gasflaschen, also hydraulische oder pneumatische Anlagen, die sich Gravitation oder Levitation durch Gewicht, Auftrieb, Druck zu Nutze machen. Auch Federn, Schwungräder oder Wärmespeicher können Energie aufnehmen.

4. Was ist ein Energieumwandler?

Ein Energieumwandler nutzt vorhandende Bewegung von Wasser und Wind oder elektrischen Strömen biologischer oder chemischer Art. Er wandelt Bewegung in Strom, Licht, Wärme oder umgekehrt um.

5. Wie lässt sich Energie nutzen?

Freigesetzte Energie ist entweder in starken Erscheinungsformen verfügbar durch Hitze, Heftigkeit, Helligkeit, Schnelligkeit oder in schwachen Formen. Umwandler mäßigen Stärke oder verstärken schwache Formen.

6. Wie lassen sich schwache Formen von Energie nutzen?

Durch Bündelung, also durch Kollektoren. Dies geschieht entweder parallel und gleichzeitig oder in Reihenschaltung über längere Zeit. Schwache Formen erfordern einen hohen Ressourceneinsatz an Fläche oder Ausdehnung in räumlicher oder zeitlicher Hinsicht. Das bedeutet etwa: dass lang angesammelte Energie schnell verbraucht ist.

7. Was bedeutet das für Gravitation und Auftrieb?

Gravitationsenergie wird beispielsweise bei einem Uhrwerk mit Gewichten gespeichert. Man kann freigesetzte Sonnen- oder Windenergie, menschliche oder tierische Arbeit, wenn sie zum "falschen Zeitpunkt" fließt, speichern, in dem man Gewichte hebt über Hebel, Getriebe ( Flaschenzüge ), hydraulisch oder pneumatisch. Oder man speichert sie, indem man Auftriebskörper unter Wasser drückt. Das Auftriebskraftwerk etwa setzt die gespeicherte Energie zum benötigten Zeitpunkt frei.

8. Welche Kraftwerke sind besonders effizient?

Besonders effizient sind die Kraftwerke, die vorhandene Energie und Ressourcen nutzen. Jeder Transport und jedes Speichern von Energie reduziert den Wirkungsgrad. Im Hinblick auf Flächenverbrauch müssen chemische Kraftwerke nicht die effizientesten sein. Man denke zum Beispiel an den Braunkohletagebau. Wo ungenutzte Fläche jedoch ausreichend zur Verfügung steht, etwa in der Wüste, machen breitflächige Sonnenkollektoren Sinn. Ein Auftriebsspeicherkraftwerk findet sich sinnvollerweise an tiefen Seen oder am Meer. Hydraulische Felshubspeicherkraftwerke setzen natürlich entsprechende Felsen voraus, die sich bei Kälte und Hitze wenig ausdehnen sowie wenig erodieren. Das Problem der Endlagerung von Spaltmaterial ließe sich durch eine Optimierung des Recyclings entschärfen.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 09:07

Recycling

Wer Kinder beobachtet, weiß, dass sie häufig sehr Nutzen orientiert sind. Sie kommen in einen Raum, schalten das Licht ein und verlassen den Raum wieder, ohne es auszuschalten. Sie holen Wurst und Käse aus dem Kühlschrank und lassen die Reste nach dem Essen stehen.

So ähnlich läuft das auch in der Wirtschaft. Bedacht wird beim Nutzen häufig die Versorgung und Verarbeitung, während die Entsorgung unbeachtet bleibt. Einsparungen von Wegen bei der Entsorgung werden als Gewinn verbucht.

Was das Recyceln von spaltbarem Material anbelangt, sucht man seit langem nach Endlagerstätten - vermutlich an der falschen Stelle. Wie wäre es zum Beispiel, spaltbares Material nach dem Gebrauch dort wieder hinzubringen, wo es natürlich gelagert hat: in die Minen unter Tage. Man denke da zum Beispiel an McArthur River in Kanada, an Krasnokamensk in Russland, an Olympic Dam in Australien. Wie wäre es also, wenn der Uranhändler den Müll wieder mitnimmt?

Das ist natürlich eine Kosten-/Gewinnfrage.

Was ist eigentlich mit den leeren Öl- und Gaslagern? Inwieweit eignen die sich, um CO2 einzulagern? Wie wäre es also mit einer CO2-Pipeline für den Rücktransport als Auspuff?

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 09:32

Die "Mucki"-Bude der Zukunft

Schon heute zahlen Nutzer eines Fitnessstudios dem Betreiber den Strom. Künftig nutzt der Betreiber die Kraftmaschinen zur Energieerzeugung. Gewichte zum Beispiel betreiben eine pneumatische Anlage. Mit ihr wird ein Kesseldruck aufgebaut. Fahrradergometer, Spinningbikes und Hometrainer haben alle einen Dynamo, dessen Energien gesammelt und in einer Batterie gespeichert werden. Der Nutzer zahlt also, um für den Betreiber Strom zu produzieren. Alternativ kann der Nutzer auch zu Hause in einem persönlichen Fitnesscenter im Hobbykeller Energie gewinnen.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 09:53

Natürlich kann man das Thema Physik im Alltag - Einsteinsche Gravitationswellentheorie - als Energiequelle für neue Ideen auch nutzen, um weiterzudenken.

Dabei kommen wir von der "Muckibude" zum Fahrradladegerät.

Wir schauen uns auf dem Marktplatz um und sehen: Gibt's schon. http://www.amazon.de/fahrrad-handy-lade ... ger%C3%A4t

Wir rechnen:

Ein brauchbares Gerät kostet 25 Euro. Nach wieviel Jahren täglicher Handyladung hat sich das amortisiert? Darf man

MEINUNGSUMFRAGEN

glauben, lohnt sich das Gerät schon nach 3 Monaten. Aber stimmt das wirklich???

Wer mit 1 Euro pro Jahr rechnet, liegt nach einem Focus-Artikel im Mittel.

Das Ladegerät für das Fahrrad macht sich bei täglicher Nutzung also schon nach 25 Jahren bezahlt.

Es sei denn, man will auch auf Tour immer ein geladenes Handy haben und nicht mit übergezogener Kapuze beim Fastfoodhändler unterm Tisch oder auf dem Klo sein Handy laden.

Dann zahlt man aber nicht für den Strom, sondern für das Vermeiden von Stress und Peinlichkeit.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 11:24

In der "Muckibude" der Zukunft

müssen 3 Leute eine Stunde Ergometer fahren, um dem Betreiber das Handy aufzuladen oder

müssen 30 Leute eine Stunde Ergometer fahren, um dem Betreiber das Laptop aufzuladen

Im Schnitt hat ein Fitnessstudio 1.200 Mitglieder und 200 qm Grundfläche. Dafür benötigt der Betreiber 34 LED-Lampen Classic mit 800 Lumen pro 6 qm. Wenn 125 Mitglieder ( gut 10 Prozent ) am Abend gleichzeitig Ergometer mit durchschnittlichem Tempo 15 km/h fahren, kann sich der Betreiber den Beleuchtungsstrom für das Studio sparen.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 12:30

Es werde LED

Kirchen sind nicht selten aus Gründen der Sparsamkeit funzelig beleuchtet. Diese Funzelbeleuchtung ist dann weder gemütlich, noch leserlich. Das Gotteslob liest man dann ohne Brille am besten in Braille.

LED-Birnen könnten Abhilfe schaffen. Da LED inzwischen auch für klassische Sockel erhältlich ist, könnte man bei der verringerten Leistung mehr Licht ins Kirchenschiff bringen.

Alternativ könnte man für die ersten Reihen mit Kirchenbesuchern LED-Leselampen installieren und die Beleuchtung im Hauptschiff abschalten.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von taddeo » Dienstag 16. Februar 2016, 12:44

overkott hat geschrieben:Es werde LED

Kirchen sind nicht selten aus Gründen der Sparsamkeit funzelig beleuchtet. Diese Funzelbeleuchtung ist dann weder gemütlich, noch leserlich. Das Gotteslob liest man dann ohne Brille am besten in Braille.

LED-Birnen könnten Abhilfe schaffen. Da LED inzwischen auch für klassische Sockel erhältlich ist, könnte man bei der verringerten Leistung mehr Licht ins Kirchenschiff bringen.

Alternativ könnte man für die ersten Reihen mit Kirchenbesuchern LED-Leselampen installieren und die Beleuchtung im Hauptschiff abschalten.
LEDs sind in sehr vielen Kirchen technisch völlig ungeeignet und zudem wirtschaftlich unsinnig. Wir hatten diese Diskussion in der Kirchenverwaltung.
Die Anschaffungskosten für LEDs sind wesentlich höher als für Halogen-Glühbirnen. Da das Licht üblicherweise nur wenige Stunden pro Woche brennt, amortisiert sich das bestenfalls über einen extrem langen Zeitraum (in unserem Fall wären es ca. 25 Jahre gewesen). Daß LEDs in diesem Zeitraum schon wieder defekt werden und ausgetauscht werden müssen, ist sehr wahrscheinlich, was die Amortisierung zusätzlich verschlechtert.
Außerdem herrschen gerade in älteren Kirchen viel zu niedrige Temperaturen für einen dauerhaft einwandfreien Betrieb von LEDs. Die wollen am liebsten um die 20 Grad bei trockener Luft und lassen an Leistung und Lebensdauer stark nach, wenn es die meiste Zeit des Jahres hohe Luftfeuchtigkeit und nur zwischen 5 und 15 Grad hat.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 13:06

taddeo hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:Es werde LED

Kirchen sind nicht selten aus Gründen der Sparsamkeit funzelig beleuchtet. Diese Funzelbeleuchtung ist dann weder gemütlich, noch leserlich. Das Gotteslob liest man dann ohne Brille am besten in Braille.

LED-Birnen könnten Abhilfe schaffen. Da LED inzwischen auch für klassische Sockel erhältlich ist, könnte man bei der verringerten Leistung mehr Licht ins Kirchenschiff bringen.

Alternativ könnte man für die ersten Reihen mit Kirchenbesuchern LED-Leselampen installieren und die Beleuchtung im Hauptschiff abschalten.
LEDs sind in sehr vielen Kirchen technisch völlig ungeeignet und zudem wirtschaftlich unsinnig. Wir hatten diese Diskussion in der Kirchenverwaltung.
Die Anschaffungskosten für LEDs sind wesentlich höher als für Halogen-Glühbirnen. Da das Licht üblicherweise nur wenige Stunden pro Woche brennt, amortisiert sich das bestenfalls über einen extrem langen Zeitraum (in unserem Fall wären es ca. 25 Jahre gewesen). Daß LEDs in diesem Zeitraum schon wieder defekt werden und ausgetauscht werden müssen, ist sehr wahrscheinlich, was die Amortisierung zusätzlich verschlechtert.
Außerdem herrschen gerade in älteren Kirchen viel zu niedrige Temperaturen für einen dauerhaft einwandfreien Betrieb von LEDs. Die wollen am liebsten um die 20 Grad bei trockener Luft und lassen an Leistung und Lebensdauer stark nach, wenn es die meiste Zeit des Jahres hohe Luftfeuchtigkeit und nur zwischen 5 und 15 Grad hat.
Dann bieten sich alternativ Leselampen an. Die Atmosphäre der Leselampen ist viel mystischer. Außerdem kann man besser lesen.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 13:15

Auf der Suche nach einem emissionsarmen Energiemix kommt die Wasserwirtschaft verstärkt in den Blick. Und es stellt sich die Frage nach einer Rekultivierung energiewirtschaftlich genutzter Gewässer zum Beispiel an der nordwestlichen Abdachung des Rheinisch-Westfälischen Schiefergebirges. Dort sind zur energetischen Selbstversorgung von Industriebetrieben im 19. Jahrhundert zahllose oberschlächtige Wassermühlen im Betrieb gewesen. Vor allem zur Regulierung des Wasserstandes der schnell fließenden Gewässer zu unterschiedlichen Jahreszeiten wurden großartige Wasserspeicher angelegt. Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung war ein Nebenprodukt. Überschwemmungen gefährdeten die Industriebetriebe nämlich ebenso, wie Niedrigwasser sie lahm legte. Noch heute zeugen einige Teichanlagen von dieser energiewirtschaftlichen Tradition. Zur Rekultivierung der wasserwirtschaftlichen Energiegewinnung kommen modernisierte Turbinen in Frage wie in Obergrafendorf/Österreich oder Schöftland/Schweiz. Dabei steht Rekultivierung stets im Konflikt mit Renaturisierung. Energiegewinnung hat stets einen Preis.

https://www.youtube.com/watch?v=oo_mP18IXMo
Zuletzt geändert von overkott am Dienstag 16. Februar 2016, 13:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von taddeo » Dienstag 16. Februar 2016, 13:16

overkott hat geschrieben:Dann bieten sich alternativ Leselampen an. Die Atmosphäre der Leselampen ist viel mystischer. Außerdem kann man besser lesen.
Ich kenne keine Kirche, in der "Leselampen" ästhetisch anzubringen wären. Mit so modernen Halleluja-Hangars, wo Leselampen die besch****ne Optik auch nicht mehr verschandeln können, habe ich Gottseidank nie was zu tun gehabt.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Dienstag 16. Februar 2016, 22:35

Das besondere an Flüssen des Rheinisch-Westfälischen Schiefergebirges war vor 15 Jahren, dass die Teiche entlang des Flusses wie Perlen an der Schnur aufgereiht waren und ein Mühlrad hinter dem anderen lief.

Durch eine analoge Reihenschaltung ließen sich heute auf dem Gefälle ebenfalls größere Strommengen erzeugen.

Wie aber ist es in langsam fließenden Gewässern? Forscher haben sich darüber bereits Gedanken gemacht. Ein schwimmendes Schaufelrad ist dabei herausgekommen: http://www.focus.de/wissen/technik/erfi ... 671.html

Was wäre nun, wenn man die Schaufeln auf die ganze Flussbreite erweitern würde? Da die Drehzahl von der Fließgeschwindigkeit abhängt, würde sich diese vermutlich nicht erhöhen. Erhöhen aber dürfte sich die Stärke, da ein größerer Druck sich auf eine breitere Fläche verteilt. Nun könnte man diese Stärke durch eine Getriebe in eine höhere Drehzahl umwandeln, um einen Generator mit größerer Leistung zu betreiben.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Mittwoch 17. Februar 2016, 12:21

Die Suche nach der Nutzung negativer Gravitation als Auftriebskraftwerk ist ein interessanter Ansatz. Das Mehr an Energie kommt aus dem Auftrieb. Technisch gesehen stellt sich die Frage nach dem break-even-point, an dem die zusätzlich genutzte Energie die eingesetzte Energie übersteigt. Außerdem stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit.

Interessanter scheint mir dagegen die Suche nach einem Niedertemperaturkraftwerk zu sein. Dieses unterscheidet sich von den gängigen Dampfkraftwerken ( Sonne, Kohle, Öl, Gas, Kernkraft ) durch den Dampfersatz. Beim Niedertemperaturkraftwerk wie es etwa bei Meereswärmekraftwerken erprobt wurde, wird auf Grund der niedrigeren Siedetemperatur Wasserdampf durch Ammoniak, Propan oder Butan ersetzt. Dabei handelt es sich um Kältemittel aus Kühlschränken oder Klimaanlagen. Denn im Grunde ist jedes Kraftwerk ein Wärmetauscher. Da Wärmetauscher eine warme und eine kalte Seite haben, kann man sie wahlweise als Heizung oder Kühlschrank einsetzen. Als Energiequelle für den Niedertemperaturgenerator könnte Solarthermie genutzt werden, Biogas, Industrieabwärme... http://www.b-s-h.de/Stromerzeugung%2au ... waerme.pdf Die Kühlung des Niedertemperaturkraftwerks könnte im Haus für die Kühltechnik ( Kühlschrank, Klimaanlage ) genutzt werden. Gerade in Mitteleuropa mit mäßigem Klima ist Niedertemperaturnutzung offenbar ein Zukunftsthema.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Mittwoch 17. Februar 2016, 13:15

Niedertemperaturkraftwerke gelten nach dieser österreicher Broschüre als interessant vor allem für die Industrie, da Abwärme dort das ganze Jahr über anfällt, S. 22 ff.:

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/f ... waerme.pdf

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Mittwoch 17. Februar 2016, 15:34

Manche mögen sagen: Klar, OCR. Das ist doch diese Texterkennung. Niedertemperaturkraftwerke heißen aber auch ORC-Anlagen. Dabei steht ORC für den oben erwähnten organischen Dampfersatz. Solche Anlagen gibt es nicht nur auf dem Papier, sondern sind bereits realisiert. Hier etwa ist ein Schnitzelkraftwerk der Stadtwerke Bielefeld: https://www.youtube.com/watch?v=mzbfj_gctZg Die ORC-Anlage ist dem Hochtemperaturkraftwerk nachgeschaltet, um auch die Abwärme zu nutzen und den Gesamtwirkungsgrad zu erhöhen. Fraglich ist, ob der nur noch 5 Grad heiße Dampfersatz beim Verlassen der Turbine als Fernwärme genutzt werden kann - wahrscheinlich zum Heizen der Büroräume, immerhin. Die Kühlmöglichkeiten sind noch gar nicht ausgeschöpft. Statt mit Schnitzeln wird in diesem Beispiel einem Biogas-Hochtemperaturkraftwerk eine ORC-Anlage zur Abwärmenutzung nachgeschaltet: https://www.youtube.com/watch?v=EzCiKlgBJM Der Ausdruck Niedertemperatur kommt übrigens nicht von lauwarm, sondern von ein Drittel so heiß wie der 4 bis 6 Grad heiße Wasserdampf der Dampfkraftwerke. Denkbar wäre auch eine solarthermische Anlage, bei der der Dampfersatz schon auf dem Dach erhitzt wird. In diesem Fall hätte das Niedertemperaturkraftwerk einen Wirkungsgrad wie andere Solaranlagen auch und stellte Strom zur Verfügung, wenn die Sonne scheint.

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Mittwoch 17. Februar 2016, 19:07

Lohnt sich eigentlich ein E-Auto, wenn man es mit Strom vom eigenen Dach fährt? Die Solarbranche rechnet mit Kosten für den selbsterzeugten Strom in Höhe von 14 Cent pro Kilowattstunde. Schaut man auf diesen Umrechner: http://www.mein-onlinerechner.com/onlin ... php?pid=4, stellt man fest, dass sich das ab einem Dieselpreis von 1,37 Euro lohnen könnte. Wenn aber eine Solaranlage 4.5 Kilowattstunden im Jahr produziert und ein sparsamer 4-Personen-Haushalt bereits 4.6 Kilowattstunden im Jahr verbraucht - wo soll dann der Strom für das E-Auto herkommen?

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Mittwoch 17. Februar 2016, 19:18

Die Wirtschaftlichkeit von Niedertemperaturkraftwerken ist offenbar gegeben. Hersteller versichern ihren industriellen Kunden die Amortisation nach fünf Jahren bei Betrieb rund um die Uhr. Der Markt ist offenbar groß. Besser als die Hochtemperaturkraftwerke sind die Niedertemperaturturbinen offenbar nicht, können vom Wirkungsgrad jedoch mithalten und scheinen eine optimale Ergänzung. Denn bis zur Hälfte der industriellen Abwärme wird noch nicht genutzt, heißt es. Wie also die Abwärme zu Geld machen, wenn durch Dämmung immer weniger Fernwärme gebraucht wird?

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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Donnerstag 18. Februar 2016, 07:33

CO2-Recycling: Aus Treibhausgas Treibstoff gewinnen

Energievermeidung, Erhöhung von Wirkungsgraden, Umwandlung bisher nicht genutzter Energieformen sind Antworten auf die Energieversorgung der Zukunft.

Eine Herausforderung bisher nicht genutzter Strömungen von Licht, Wind, Wasser liegt darin, dass natürliche Strömungen unregelmäßig vorkommen: an einem ungünstigen Ort, zu einem ungünstigen Zeitpunkt, in ungünstiger Menge.

Just in time ist Energie am wirtschaftlichsten, wenn sie also nach Bedarf umgewandelt und damit erzeugt wird.

Gespeicherte oder transportierte Energie hat den Vorteil, dass zumindest der Zeitpunkt und die Menge gesteuert werden können.

Als effektivster Speicher mit höchster Transportabilität hat sich die chemische Speicherung erwiesen: besonders in fossilen Brennstoffen.

Fossile Brennstoffe bringen jedoch das CO2-Problem mit.

Nachwachsende fossile Brennstoffe binden CO2 wieder. Doch das dauert Monate, wenn nicht Jahre.

Immerhin: Landwirtschaftliche Flächen die wegen Nahrungsmittelüberproduktion brach liegen müssten, bekämen für die Energieproduktion eine neue Funktion.

Wie also könnte man das CO2-Recycling chemisch beschleunigen?

CO2 lässt sich chemisch zu Methanol reduzieren. Die technischen Voraussetzungen für die CO2-Reduktion zu Methanol werden bereits erforscht: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1.1 ... onvenience. Methanol wird E1 beigemischt. Inwieweit kann damit ungenutzte Energie effizient gespeichert werden?

Auch stellt sich die Frage nach dem Einsatz von CO2 bei der Düngung von Böden, Haltbarmachung von Lebensmitteln und der Nutzung von Wüsten durch Klimanlagen.

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overkott
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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Donnerstag 18. Februar 2016, 10:03

Lohnt sich Solarstrom?

Die Gegenfrage lautet: Für wen? Rentabilität ist immer eine Frage der verfügbaren Ressourcen und der komparativen Kosten.

Beispiel: Vor drei Jahren produzierten 8. Winzer auf 12. Hektar Wein. Damit verdiente ein durchschnittlicher Winzer rund 2. Euro im Jahr. Kein Wunder also, dass viele Winzer aufgeben:

http://www.rnz.de/politik/suedwest_arti ... 15973.html

Wieviel könnten sie aber verdienen, wenn sie auf derselben Fläche Strom keltern würden?

Angenommen sie würden in sonnigen Steillagen statt Rebstöcke Solarpanele pflanzen, bei Produktionkosten von 14 Cent 1 Kilowattstunden pro Quadratmeter ernten und die Kilowattstunde zum Marktpreis von 28 Cent ans Dorf verkaufen oder in Autobatterien abfüllen, dann würden sie auf 1,275 Hektar im Jahr statt 2. Euro 178.5 Euro verdienen.

Angenommen die Rechnung ist zu schön, um wahr zu sein, und es bleiben nur 1. Euro übrig...

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overkott
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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Donnerstag 18. Februar 2016, 10:59

Wo also ist der Haken?

Die Solaranlage für 1,275 Hektar würde 1,9 Mio. Euro kosten. Ein Kredit dafür würde monatlich schätzungsweise 13.000 Euro Zins und Tilgung kosten, also 156.000 Euro im Jahr, bleiben von den 178.000 Euro Gewinn 22.000 Euro übrig.

Das ist natürlich nicht mehr als beim Wein, aber vielleicht ist die Wartung von Solarpanelen geringer als die Wartung von Weinstöcken.

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overkott
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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von overkott » Donnerstag 18. Februar 2016, 11:19

Nun wollen wir die Kreditkosten aber auch nicht zweimal rechnen. Wenn diese schon in den 14 Cent Produktionskosten für die Kilowattstunde gemäß Berechnungen des Fraunhofer Instituts enthalten sind, bricht schon wieder die Sonne durch die Wolken.

PascalBlaise
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Re: 3Sat: Des Einsteins neue Kleider

Beitrag von PascalBlaise » Donnerstag 18. Februar 2016, 11:54

overkott hat geschrieben:Nun wollen wir die Kreditkosten aber auch nicht zweimal rechnen. Wenn diese schon in den 14 Cent Produktionskosten für die Kilowattstunde gemäß Berechnungen des Fraunhofer Instituts enthalten sind, bricht schon wieder die Sonne durch die Wolken.
Was ist mit den Leuten, die gerne mal ein Gläschen Wein nach Feierabend trinken?
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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