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Re: Der Nekrolog

Verfasst: Dienstag 28. Juni 2016, 14:33
von Lycobates
28 VI 1914 - 2016

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"Iuncti coniugio fatis iunguntur eisdem"
Ein schöner Hexameter

R.I.P.

Re: Der Nekrolog

Verfasst: Dienstag 23. August 2016, 13:02
von Lycobates
Heute starb in Rom, 1957, man wäre geneigt zu sagen felix opportunitate mortis, der große Gelehrte Kardinal Giovanni Mercati, 90 Jahre alt.
Er wurde in seiner Titelkirche San Giorgio in Velabro beigesetzt, dort ruht auch sein Bruder Angelo, ebenfalls Priester, und Historiker.

R.I.P.

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Re: Der Nekrolog

Verfasst: Mittwoch 7. Dezember 2016, 13:00
von Lycobates
Ich hole mal das Kalenderblatt aus der Versenkung.

Heute nach unserem Kalender, am 7. Dezember 43 v.Chr., starb auf dem Strand von Formiae, nahe seiner Villa, auf der (vergeblichen) Flucht vor seinen Häschern, der römische Redner, Politiker und Philosoph Marcus Tullius Cicero.

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Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Sonnabend 6. Mai 2017, 11:25
von Hubertus

Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Dienstag 18. Juli 2017, 14:54
von Lycobates
Heute vor 200 Jahren starb Miss Austen, vielleicht die beste, ansprechendste und liebenswürdigste unter den Prosaisten der englischen Sprache.

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Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Dienstag 8. August 2017, 23:51
von Lycobates
Heute starb, vor eintausend neunhundert Jahren, Marcus Ulpius Traianus, in Zilizien, in einem epichorischen (wie die Kollegen sagen) Kaff im Osten des Reiches, wo wenigstens leidlich Griechisch gesprochen wurde. Ein Trost.

Ein guter Kaiser, der nach dem Schrecken Domitian den Laden einigermaßen dezent zusammen gehalten hatte, was letztendlich auch uns genützt hat.
Papst Gregor der Große hat ihn gelobt, Dante auch.
(Er schrieb zu den Christen an den jüngeren Plinius: sine auctore vero propositi libelli in nullo crimine locum habere debent).

Nun gut, wie die Römer sagten: sit terra ei levis.

Die heutigen Märtyrer Cyriakus, Largus und Smaragdus (so möchte man heißen) waren noch in Gottes Plan.

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Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Mittwoch 9. August 2017, 08:32
von Pirmin
„Wer die Wahrheit sucht,
der sucht Gott,
ob es ihm klar ist oder nicht.“
(Edith Stein)

Im Gedenken an den 75. Todestag der Heiligen Edith Stein, * 12. Oktober 1891 in Breslau, † 9. August 1942 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
Edith Stein rief: „Achtung“ und ließ ein kleines Zettelchen (Größe vielleicht 6 mal 8 cm) herausfallen, das flatternd am hohen Bahnsteig vorbei neben die Schiene fiel. Ich stellte mich hart an die Bahnsteinkante, behielt den Zettel im Auge und ließ den Zug, den langen Zug mit seinen wohl 50 Wagen – immer schneller werdend – vorbeirollen. Der Fahrdienstleiter schaute dem wegfahrenden Zug nach, bis der letzte Wagen über die Weichen war und ging in seine Stube. Jetzt sprang ich in die Schienenanlage und hob den Zettel auf, […].
Anmerkungen: Der „James Bond" von Schifferstadt war Pfarrer i. R. Ferdinand Meckes (Rodalben). Der Zettel ist laut einem Speyerer Bistumsarchivar im Karmel Maria vom Frieden in Köln verbrannt.

Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Montag 9. Oktober 2017, 18:52
von Lycobates
Da heute noch niemand darauf hingewiesen hat.

9.10.1958
R.I.P.

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Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Mittwoch 13. Dezember 2017, 12:39
von Lycobates
Am heutigen Tage gedenken wir zweier Bischöfe, die beide in ihrer Art eine wichtige Rolle im Nachkonzilsdebakel gespielt haben.

Es jährt sich am Luziatag zum 34. Mal der Heimgang des Apostolischen Vikars von Vĩnh Long und Titularbischofs von Saesina, Exz. Pierre-Martin Ngô Đình Thục (1984), sowie zum 44. Mal der Heimgang des Apostolischen Präfekten von Yungchow (Lingling) und Titularbischofs von Terenuthis (im Nildelta), Exz. Blasius (Sigibald) Kurz O.F.M. (1973).

Ein Gebet für ihre Seelen!

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Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Mittwoch 13. Dezember 2017, 13:18
von CIC_Fan
die beiden sind am gleichen Tag gestorben?
der guten Erzbischof hat dinge getan die nicht gerade geschickt waren, aber das waren wenigsten konsequente Herren nicht wie die Jammerlappen Burke und Schneider

Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Sonnabend 20. Januar 2018, 01:20
von Lycobates
Am heutigen 20. Januar jährt sich zum 47. Male der Obitus in Domino des Monsignore Antonio Bacci, eines der hervorragendsten und gewinnendsten Lateiner des 20. Jh., von 1931 bis 1960 segretario per i brevi ai principi in der Kurie, und nach 1969 eines mutigen Verteidigers des überlieferten Meßopfers gegen den montinischen Überfall.
Sein vierfach aufgelegtes Lexicon eorum vocabulorum quae difficilius Latine redduntur, zuletzt 1963, bleibt wertvoll.
Der zweite Band seiner Varia Latinitatis scripta ist eine ciceronianische Goldgrube, ein pabulum animae.

R.I.P.

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Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Sonnabend 27. Januar 2018, 23:59
von Lycobates
Bevor der Tag untergeht, heute ist, war, auch noch Kaisers Geburtstag (1859).
Mein preußischer Großvater hat ihn immer gefeiert.

https://www.youtube.com/watch?v=784KEIiga40
Nicht Roß, nicht Reisige sichern die steile Höh, wo Fürsten stehn.
Wie wahr!

Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Freitag 9. Februar 2018, 12:14
von Lycobates
Heute vor 140 Jahren, 9. 2. 1878, starb im Vatikan Papst Pius IX.

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Evviva il Papa Re! :blinker:


Dazu ein Privatum:
Zwei Jahre alt wurde an diesem Tag eine meiner Urgroßmütter, die einzige, die ich noch persönlich gekannt habe, sie war am 9. 2. 1876 geboren und starb 98 Jahre später. 1878 war sie zu klein, um sich des großen Pius zu entsinnen, der Papst ihrer Erinnerung war Leo.
Durch sie bin ich mit einem Handschlag, wie man sagt (obwohl ich nie gewagt hätte, meine Urgroßmutter per Handschlag zu begrüßen), mit der Französischen Revolution und dem Ende des Ancien Régime, jedenfalls dort, wo sie lebte, verbunden.
Das hat es in sich, wenn Geschichte palpabel ist.


R.I.P.

Re: Das Kalenderblatt

Verfasst: Donnerstag 7. Juni 2018, 11:48
von Lycobates
Heute vor 45 Jahren, am 7. Juni 1973, starb in seinem Kloster, wo er seit 1928 gelebt und geforscht hatte, dem unvergleichlichen San Esteban in Salamanca, wo ich etliche Jahre später schöne und lehrreiche Stunden verbringen durfte, Pater Vicente (Taufname: Ponciano) Beltrán de Heredia O.P.

Einige Lebensdaten:
Geboren am 19. 11. 1885 in Audícana/Álava, Baskenland.
Novize mit 15 Jahren in Corias (Asturias). Profeß 1901.
Priesterweihe 1909.
Nacheinander tätig in Manacor (als Organist), Madrid (Redakteur der Zeitschrift La Ciencia Tomista), seit 1928 im Kloster in Salamanca.
Begründet 1930 die berühmte Reihe Biblioteca de Teólogos Españoles
(darin u.a. maßgebliche Studien von seiner Hand zu seinen Ordensgenossen Francisco de Vitoria, Domingo Báñez, Domingo de Soto, sowie zur Geschichte der Universität und der Dominikaner in Salamanca)
Professur 1940 an der wiedererrichteten Universidad Pontificia (la Ponti, wie die Studenten sagen) dortselbst.
Interessant seine Antrittsvorlesung zum akademischen Jahr 1941-1942: Controversia "De certitudine gratiae" entre Domingo de Soto y Ambrosio Catarino, 29 Seiten.

Er ruht in seinem, heute durch das Neue Pfingsten dem Tod geweihten, und teils schon zum Luxushotel umfunktionierten Kloster.

R.I.P.

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