Kann es Kontakte geben zur sogen. Anderswelt?

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pierre10
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Kann es Kontakte geben zur sogen. Anderswelt?

Beitrag von pierre10 » Sonntag 15. Juli 2007, 15:02

In unserer Welt gibt es unzählige Menschen, die behaupten, zu Verstorbenen, zu Engeln und anderen Geistwesen zur sogen. Anderswelt Kontakte zu haben. Medien, Wahrsager ..... sind wohl oft Scharlatane um anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Da aber meist ein Fünkchen Wahrheit bei aller Schau ist, so die Frage: Gibt es diese Anderswelt und kann Mensch Kontakte haben?

Vielleicht sind so auch Genialitäten wie Mozart usw. zu erklären, der in ganz jungen Jahren ungewöhnliche Fähigkeiten besaß.

Pierre
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Pit
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Re: Kann es Kontakte geben zur sogen. Anderswelt?

Beitrag von Pit » Sonntag 15. Juli 2007, 15:09

Können Menschen Kontakt mit Engeln aufnehmen?
Wenn Gott - der auch Schöpfer der Engel (Angelos=Bote) ist - es möchte: Ja !
Es sei denn, Joseph - Ziehvater Jesu, Abraham und andere hätten sich nur getäuscht.
Ob Kontakte zu Verstorbenen möglich sind? Ja, zumindest aus römisch-katholischer Überzeugung, anderenfalls wäre jede Heiligenverehrung Ketzerei.

Gruß, Pit
Pierre hat geschrieben:In unserer Welt gibt es unzählige Menschen, die behaupten, zu Verstorbenen, zu Engeln und anderen Geistwesen zur sogen. Anderswelt Kontakte zu haben.
....
Gibt es diese Anderswelt und kann Mensch Kontakte haben?
...
Pierre
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sofaklecks
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Gnade

Beitrag von sofaklecks » Sonntag 15. Juli 2007, 17:09

Ich bin davon überzeugt, dass Gott es Geistwesen aus Gnade gestattet, mit den Menschen in Kontakt zu treten. Ich hab alio loco von den Erscheinungen einer Mannheimer Frau berichtet, die zur Wiederentdeckung einer Schutzmantelmadonna im Neckartal geführt hat. Meine Mutter (Gott hab sie selig) hat das miterlebt und die stand auf beiden Füssen fest im Leben.

Aber eben nicht umgekehrt. Wir können einen solchen Kontakt nicht erzwingen.

Auch Menschen mit dem sogenannten "zweiten Gesicht" habe ich kennengelernt. Und verweise immer auf die Schilderungen Goethes, der berichtet, dass sein Grossvater diese Gabe hatte.

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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Sonntag 15. Juli 2007, 17:24

Das es solche Kontakte geben kann, davon bin ich überzeugt, allerdings gibt es - soweit ich weiss - ein paar Bibelstellen die davor warnen solche "Kontakte" zu suchen. Diesseitige und jenseitige Welt sollen im großen und ganzen getrennt bleiben. Andere Sachen aus dem sog. esoterischen Bereich wird es wohl auch geben (warum sollte man es ausschliessen, möglich ist alles), wobei ich damit eigentlich kaum beschäftige. Aber Berichte über Nahtoderlebnisse haben schon eine gewisse Faszination.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Linus
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Beitrag von Linus » Montag 16. Juli 2007, 08:08

Raimund Josef H. hat geschrieben:Das es solche Kontakte geben kann, davon bin ich überzeugt, allerdings gibt es - soweit ich weiss - ein paar Bibelstellen die davor warnen solche "Kontakte" zu suchen. Diesseitige und jenseitige Welt sollen im großen und ganzen getrennt bleiben. Andere Sachen aus dem sog. esoterischen Bereich wird es wohl auch geben (warum sollte man es ausschliessen, möglich ist alles), wobei ich damit eigentlich kaum beschäftige. Aber Berichte über Nahtoderlebnisse haben schon eine gewisse Faszination.
Aber eine Anrufung dses eigenen SAchutzengels oder der Erzengel wird doch noch erlaubt sein?
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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. » Montag 16. Juli 2007, 09:02

Linus hat geschrieben: Aber eine Anrufung dses eigenen SAchutzengels oder der Erzengel wird doch noch erlaubt sein?
Selbstverständlich.

Siehe hierzu auch folgenden Link:
Es gibt also einen klaren qualitativen Unterschied zwischen der okkulten Handlung und der Anrufung der Heiligen: Im einen will sich der Mensch stolz Zugang zu Informationen verschaffen, die vor ihm verborgen sind. Er umgeht also die von Gott gesetzte Ordnung und handelt gegen dessen Willen. Im anderen nimmt de Mensch demütig Zuflucht zu einer geliebten Person, damit diese bei Gott Fürsprache einlege. Hier spielt sich also alles innerhalb der von Gott gewollten "Gemeinschaft der Heiligen" ab, die sich ja auch schon in diesem Leben einsetzen, miteinander zur christlichen Vollendung zu gelangen. In diesem Kontext ist auch Mt 17,1-9 zu verstehen, wo Jesus selbst auf dem Berg der Verklärung mit den propheten Mose und Elija redet.
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pierre10
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Beitrag von pierre10 » Montag 16. Juli 2007, 15:12

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Linus hat geschrieben: Aber eine Anrufung dses eigenen SAchutzengels oder der Erzengel wird doch noch erlaubt sein?
Selbstverständlich.

Siehe hierzu auch folgenden Link:
Es gibt also einen klaren qualitativen Unterschied zwischen der okkulten Handlung und der Anrufung der Heiligen: Im einen will sich der Mensch stolz Zugang zu Informationen verschaffen, die vor ihm verborgen sind. Er umgeht also die von Gott gesetzte Ordnung und handelt gegen dessen Willen. Im anderen nimmt de Mensch demütig Zuflucht zu einer geliebten Person, damit diese bei Gott Fürsprache einlege. Hier spielt sich also alles innerhalb der von Gott gewollten "Gemeinschaft der Heiligen" ab, die sich ja auch schon in diesem Leben einsetzen, miteinander zur christlichen Vollendung zu gelangen. In diesem Kontext ist auch Mt 17,1-9 zu verstehen, wo Jesus selbst auf dem Berg der Verklärung mit den propheten Mose und Elija redet.
Wirkt auf mich etwas spitzfindig. Kann es so sein, dass nur die von der Kirche anerkannten Geistwesen angerufen werden dürfen???

Und gibt es andere?

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ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Montag 16. Juli 2007, 22:20

Pierre hat geschrieben:
Wirkt auf mich etwas spitzfindig. Kann es so sein, dass nur die von der Kirche anerkannten Geistwesen angerufen werden dürfen???

Und gibt es andere?

Pierre
WAS meinst Du?
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pierre10
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Beitrag von pierre10 » Dienstag 17. Juli 2007, 10:18

ad_hoc hat geschrieben:Pierre hat geschrieben:
Wirkt auf mich etwas spitzfindig. Kann es so sein, dass nur die von der Kirche anerkannten Geistwesen angerufen werden dürfen???

Und gibt es andere?

Pierre
WAS meinst Du?
Zitat: Es gibt also einen klaren qualitativen Unterschied zwischen der okkulten Handlung und der Anrufung der Heiligen:

ist die Anrufung eines Heiligen auch eine okkulte Handlung, oder wann ist eine Anrufung eine okkulte Handlung?
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ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Dienstag 17. Juli 2007, 13:58

Hallo Pierre

Du hast geschrieben:
....ist die Anrufung eines Heiligen auch eine okkulte Handlung, oder wann ist eine Anrufung eine okkulte Handlung?
Du weißt es doch! Warum also provozierst Du?
Oder kennst Du nicht die Unterscheidung der Geister?
Würdest Du die Anerkennung und die Möglichkeit der Anrufung eines anonymisierten Gottes, um scheinbar allen Gottesvorstellungen gerecht zu werden, als okkult bezeichnen?
Und wenn wir schon mal dabei sind:
Was verstehst Du unter Kult? Was verstehst Du unter Okkultismus?

Gruß, ad_hoc
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Esperanto
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Beitrag von Esperanto » Dienstag 17. Juli 2007, 23:47

Pierre hat geschrieben:
ad_hoc hat geschrieben:Pierre hat geschrieben:
Wirkt auf mich etwas spitzfindig. Kann es so sein, dass nur die von der Kirche anerkannten Geistwesen angerufen werden dürfen???

Und gibt es andere?

Pierre
WAS meinst Du?
Zitat: Es gibt also einen klaren qualitativen Unterschied zwischen der okkulten Handlung und der Anrufung der Heiligen:

ist die Anrufung eines Heiligen auch eine okkulte Handlung, oder wann ist eine Anrufung eine okkulte Handlung?

Die jüdische Bibel ist - hochmoralisch wie sie ist - extrem gegen allen Aberglauben eingestellt, wir dürfen also keine Wahrsagegeister anrufen, weil sich dann böse Geister melden, die uns nur von Gott wegführen. Kartenlegen und fast die ganze Esoterik ist also Todsünde und Gott ein Greuel.

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Beitrag von pierre10 » Mittwoch 18. Juli 2007, 09:45

Esperanto hat geschrieben: Die jüdische Bibel ist - hochmoralisch wie sie ist - extrem gegen allen Aberglauben eingestellt, wir dürfen also keine Wahrsagegeister anrufen, weil sich dann böse Geister melden, die uns nur von Gott wegführen. Kartenlegen und fast die ganze Esoterik ist also Todsünde und Gott ein Greuel.


Das ist die wesentliche Frage: Was ist böse? was ist gut?

Gibt es böse Geister und gute Geister und warum?


Pierre, der hier vielleicht dumm fragt, aber genau das ist das Thema.
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ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 18. Juli 2007, 12:13

Pierre hat geschrieben:

Pierre, der hier vielleicht dumm fragt, aber genau das ist das Thema.
Ist es das wirklich? Sollte Pierre, der nicht ausschließt, dumme Fragen zu stellen, tatsächlich das Thema sein?
:roll:
Gruß, ad_hoc
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Vielleicht

Beitrag von sofaklecks » Mittwoch 18. Juli 2007, 13:24

Pierre,

vielleicht erleichtert dir unsere Diskussion über das Wesen der Engel die Antwort.

Wenn ich über Geistwesen nachgrüble, beginne ich bei den Engeln, deren Existenz in allen monotheistischen Religionen anerkannt ist.

Ihre Entscheidung treffen sie nur einmal zu Beginn ihrer Existenz, haben wir dort gelernt. Treffen sie sie für das Böse, werden sie zu Gehilfen des Satans.

An Trolle, Elfen, Windgeister oder was immer glaube ich nicht.

sofaklecks

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Linus
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Re: Vielleicht

Beitrag von Linus » Mittwoch 18. Juli 2007, 14:26

sofaklecks hat geschrieben: An Trolle, Elfen, Windgeister oder was immer glaube ich nicht.
Ich schon. Aber immer wenns am schönsten ist, bekomm ich einen Rippenstoß von meiner Frau:"Bua du schnarchst z'laut" :mrgreen:
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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 » Mittwoch 18. Juli 2007, 14:34

Ich empfehle Dir das nur noch antiquarisch verfügbare Buch

Klimsch, Msgr. Dr. Robert: Leben die Toten? Sind Verstorbene zurückgekommen?, 7. verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Verlag Styria, Graz-Leipzig-Wien, 1937.

Das österreichische Original stammt aus 1931, ich besitze eine niederländische Version aus März 1940.

Es hat mir die Augen geöffnet und viele unerklärbare Erscheinungen aus dem paranormalen und New-Age-Bereich erklärt und in katholischem Sinne beurteilt. Schluss: Es gibt tatsächlich diese Polter- und andere Geister und die Medien des Spiritismus täuschen nicht alle, jedoch sind all diese Entitäten fast ohne Ausnahme böse Geister die Verwirrung sähen wollen.

Wirkliche Erscheinungen von Seelen aus dem Fegfeuer und dem Himmel gibt es natürlich auch. In der neugotischen irischen Kirche vom Hl. Herzen in Rom:

Il museo delle anime del Purgatorio a Roma (Via lungotevere prati, 18).

Kleines Museum, sehr kleine intime Pfarrkirche, aber herrliche Relikte, u.a. Missalien mit eingebrannten Fingerabdrucken usw.

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pierre10
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Beitrag von pierre10 » Mittwoch 18. Juli 2007, 16:48

Meine Version zu diesem Thema:

Ich denke, dass es auf der anderen Seite keinen bösen Geister gibt, einfach weil es dort die ach so menschliche Seite des Gut und Böse gar nicht geben kann. Allerdings scheint es verstörte Energien zu geben, von Menschen. die verstorben sind, deren Geistfom es aber (noch) nicht wahr genommen hat.

Dass Religionen gerne mit negativen Geistwesen drohen, gehört in das Kapitel: Wie kann ich über Menschen Macht bekommen.

Wir haben, so meine ich, viel größere Fähigkeiten in diese Welt geistig einzutauchen, aber durch Erziehung und Vorurteile werden diese Möglichkeiten kaum genutzt.

Ich habe da so meine eigenen Erfahrungen.
Zu Sofas Gedanken:
Ob es Trolle und Co. gibt, kann ich nicht sagen, in den nordischen Ländern gelten sie als Mittler zwischen Mensch und Geistwesen. Dagegen sollen Elfen tatkräftige Wesen sein.


Pierre
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Esperanto
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Beitrag von Esperanto » Mittwoch 18. Juli 2007, 20:54

Pierre hat geschrieben:
Esperanto hat geschrieben: Die jüdische Bibel ist - hochmoralisch wie sie ist - extrem gegen allen Aberglauben eingestellt, wir dürfen also keine Wahrsagegeister anrufen, weil sich dann böse Geister melden, die uns nur von Gott wegführen. Kartenlegen und fast die ganze Esoterik ist also Todsünde und Gott ein Greuel.


Das ist die wesentliche Frage: Was ist böse? was ist gut?

Gibt es böse Geister und gute Geister und warum?


Pierre, der hier vielleicht dumm fragt, aber genau das ist das Thema.

Gut ist was vollkommen, dem Gemeinwohl nützlich, nicht verlogen und schön ist. Das Böse sucht dagegen den eigenen Vorteil.

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Beitrag von Esperanto » Mittwoch 18. Juli 2007, 20:57

Pierre hat geschrieben:Meine Version zu diesem Thema:

Ich denke, dass es auf der anderen Seite keinen bösen Geister gibt, einfach weil es dort die ach so menschliche Seite des Gut und Böse gar nicht geben kann. Allerdings scheint es verstörte Energien zu geben, von Menschen. die verstorben sind, deren Geistfom es aber (noch) nicht wahr genommen hat.

Dass Religionen gerne mit negativen Geistwesen drohen, gehört in das Kapitel: Wie kann ich über Menschen Macht bekommen.

Wir haben, so meine ich, viel größere Fähigkeiten in diese Welt geistig einzutauchen, aber durch Erziehung und Vorurteile werden diese Möglichkeiten kaum genutzt.

Ich habe da so meine eigenen Erfahrungen.
Zu Sofas Gedanken:
Ob es Trolle und Co. gibt, kann ich nicht sagen, in den nordischen Ländern gelten sie als Mittler zwischen Mensch und Geistwesen. Dagegen sollen Elfen tatkräftige Wesen sein.


Pierre

Also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein paar Engel durch Stolz gesündigt haben. Eine Sünde ist eine Imperfektion, ein Mangel an Gutem, während Gott Wahrheit & Liebe in Person ist, also die Perfektion selbst. Und das sind heute die bösen Geister, deren Wirken wir ja auch feststellen können, wenn nicht ganz voreingenommen sind.

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Re: Vielleicht

Beitrag von Esperanto » Mittwoch 18. Juli 2007, 21:02

sofaklecks hat geschrieben:Pierre,

vielleicht erleichtert dir unsere Diskussion über das Wesen der Engel die Antwort.

Wenn ich über Geistwesen nachgrüble, beginne ich bei den Engeln, deren Existenz in allen monotheistischen Religionen anerkannt ist.

Ihre Entscheidung treffen sie nur einmal zu Beginn ihrer Existenz, haben wir dort gelernt. Treffen sie sie für das Böse, werden sie zu Gehilfen des Satans.

An Trolle, Elfen, Windgeister oder was immer glaube ich nicht.

sofaklecks

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Geistwesen je nach Kulturkreis verschiedene Gestalten annehmen, also bei Esoterikern oder den alten Germanen die Gestalt von Trollen und Elfen, in der palästinensischen Wüste dagegen die von Teufeln und Engeln. Irgendwie müssen sie sich ja sichtbar machen. Auch grüne Männchen aus dem All können wohl Dämonen sein.

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 18. Juli 2007, 22:46

Wenn ein solches, zumindest etwas fragwürdiges, Thema von jemandem eingestellt wird, der vor allem wegen seiner Motivationen von Zeit zu Zeit hinterfragt werden sollte, dann ist es notwendig, dass sich irgendjemand bereit findet, zumindest auf eindeutige Art und Weise die katholische Sicht zu einem solchen Thema einzustellen.
Ansonsten würde ich vorschlagen, sich doch gleich ein entsprechendes Forum zu suchen, in dem derartige minderbemittelte Auslegungen und Meinungen behandelt werden. Solche Foren gibt es genügend im www.

Aber, es soll auch von mir eine Aussage zum Thema kommen. Es gibt nach katholischer Auffassung mehrere Möglichkeiten eines solchen Einbruchs aus der Ewigkeit in unsere Welt.
Das sind, je nach göttlicher Zulassung, die Erscheinungen von Heiligen und Engeln, Arme Seelen, die sich unter besonderen Voraussetzungen bestimmten Personen zeigen und etwas erbitten dürfen, und es sind auch Dämonen, die sich unter verschiedenen Gestalten und Personen in irreführender Art und Weise manifestieren können.

Es ist mit Sicherheit kein Thema, um sich darüber unnötigerweise auszulassen oder in inkompetenter Weise darüber zu diskutieren.

Gruß, ad_hoc
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pierre10
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Beitrag von pierre10 » Donnerstag 19. Juli 2007, 10:09

Esperanto hat geschrieben: Gut ist was vollkommen, dem Gemeinwohl nützlich, nicht verlogen und schön ist. Das Böse sucht dagegen den eigenen Vorteil.
Dann kann es das Gute beim Menschen nicht geben.

Pierre
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Baerchen
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Beitrag von Baerchen » Donnerstag 19. Juli 2007, 10:37

Pierre hat geschrieben:
Esperanto hat geschrieben: Gut ist was vollkommen, dem Gemeinwohl nützlich, nicht verlogen und schön ist. Das Böse sucht dagegen den eigenen Vorteil.
Dann kann es das Gute beim Menschen nicht geben.

Pierre
Gibt es auch nicht. Alles, was der Mensch macht und tut ist böse.
--> Römer 3,9-20 (zum Beispiel)
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 19. Juli 2007, 12:59

Baerchen hat geschrieben:Gibt es auch nicht. Alles, was der Mensch macht und tut, ist böse.
Daß ist eine häretische Auffassung. Dank der zuvorkommenden
Gnade (und nur dank ihrer) kann der Mensch sehr wohl Gutes tun
und sogar Verdienste erwerben.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Beitrag von ad_hoc » Donnerstag 19. Juli 2007, 18:02

Esperanto hat, leider, geschrieben:
Gut ist was vollkommen, dem Gemeinwohl nützlich, nicht verlogen und schön ist. Das Böse sucht dagegen den eigenen Vorteil.
Man sieht mal wieder, welche Fehlschlüsse aus einer falschen Aussage, die darüber hinaus von den Interpreten nicht mal überprüft wurde, abgeleitet werden, entweder aufgrund einer falschen Annahme, oder um die falsche Aussage in irreführender Absicht zu erweitern.

Gruß, ad_hoc
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Baerchen
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Überhaupt keine Ketzerei

Beitrag von Baerchen » Donnerstag 19. Juli 2007, 19:25

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Baerchen hat geschrieben:Gibt es auch nicht. Alles, was der Mensch macht und tut, ist böse.
Daß ist eine häretische Auffassung. Dank der zuvorkommenden
Gnade (und nur dank ihrer) kann der Mensch sehr wohl Gutes tun
und sogar Verdienste erwerben.
jaaaaaaa, ich hab mal wieder die katholische Auffassung nicht mit berücksichtigt.

Aber das Getane so gen. Gute bzw. die Verdienste werden dem Urteil Gottes standhalten müssen.

(siehe auch Matth. 15,11)
SOLI DEO GLORIA - GOTT ALLEIN DIE EHRE!

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Beitrag von Esperanto » Donnerstag 19. Juli 2007, 23:48

Pierre hat geschrieben:
Esperanto hat geschrieben: Gut ist was vollkommen, dem Gemeinwohl nützlich, nicht verlogen und schön ist. Das Böse sucht dagegen den eigenen Vorteil.
Dann kann es das Gute beim Menschen nicht geben.

Pierre
Deswegen müssen wir Menschen beten, beten und nochmals beten, um göttliche Liebe zu bekommen. Ein Restgutes ist ja in der Welt aber sowieso noch vorhanden, gottseidank.

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Beitrag von pierre10 » Freitag 20. Juli 2007, 10:01

Da bin ich ganz anderer Ansicht. Mensch kann sich auf unterschiedlichste Art verhalten, je nach Situation und Betrachter sind seine Aktionen unterschiedlich bewertet. So kann es keine Objektivität geben, also auch nicht klare Abgrenzung zwischen Gut und Böse.

Pierre
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Beitrag von Esperanto » Sonnabend 21. Juli 2007, 00:47

Pierre hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Ansicht. Mensch kann sich auf unterschiedlichste Art verhalten, je nach Situation und Betrachter sind seine Aktionen unterschiedlich bewertet. So kann es keine Objektivität geben, also auch nicht klare Abgrenzung zwischen Gut und Böse.

Pierre

Sicher ist es für uns Menschen oft schwierig, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Aber Gott kann das entscheiden.

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Beitrag von Nietenolaf » Sonnabend 21. Juli 2007, 08:15

Pierre hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Ansicht. Mensch kann sich auf unterschiedlichste Art verhalten, je nach Situation und Betrachter sind seine Aktionen unterschiedlich bewertet. So kann es keine Objektivität geben, also auch nicht klare Abgrenzung zwischen Gut und Böse.
Eigentlich ist diese Ansicht ein Rückfall in die Urzeit. Selbst die Heiden* wußten Objektivität zu definieren, indem sie von der Natur des Menschen ausgingen. Objektivität erreicht man nicht, indem man sagt, "jedem das seine". Auf diese Weise begibt man sich stattdessen quasi zurück auf den Baum, zu den nicht vernunftbegabten Wesen.

* Die Griechen, z.B. die Stoiker.

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Beitrag von Linus » Sonnabend 21. Juli 2007, 10:49

Nietenolaf hat geschrieben:
Pierre hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Ansicht. Mensch kann sich auf unterschiedlichste Art verhalten, je nach Situation und Betrachter sind seine Aktionen unterschiedlich bewertet. So kann es keine Objektivität geben, also auch nicht klare Abgrenzung zwischen Gut und Böse.
Eigentlich ist diese Ansicht ein Rückfall in die Urzeit. Selbst die Heiden* wußten Objektivität zu definieren, indem sie von der Natur des Menschen ausgingen. Objektivität erreicht man nicht, indem man sagt, "jedem das seine". Auf diese Weise begibt man sich stattdessen quasi zurück auf den Baum, zu den nicht vernunftbegabten Wesen.

* Die Griechen, z.B. die Stoiker.
Wie war das noch mit dem "Tempel der Vernunft"? :D
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pierre10
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Beitrag von pierre10 » Sonnabend 21. Juli 2007, 11:20

Esperanto hat geschrieben:
Pierre hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Ansicht. Mensch kann sich auf unterschiedlichste Art verhalten, je nach Situation und Betrachter sind seine Aktionen unterschiedlich bewertet. So kann es keine Objektivität geben, also auch nicht klare Abgrenzung zwischen Gut und Böse.

Pierre

Sicher ist es für uns Menschen oft schwierig, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Aber Gott kann das entscheiden.
Das habe ich nicht bestritten, nur der Mensch kann es nicht, auch wenn er so tut als ob.....

Und da wir keinen direkten Zugang zu Gott haben, können wir auch nicht wissen, wie er unser Verhalten einschätzt.
Ob es ein Rückfall ist, sei dahin gestellt. Rückfall vielleicht besser als Illusion.
Pierre
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