Gamer (Computerspieler)

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Trisagion
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Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Ich spiele nun seit knapp 40 Jahren Computerspiele, angefangen mit einem Apple IIe. Hier also mal ein Strang um zu schauen, ob es noch andere Leute im Kreuzgang gibt für die das eines ihrer Hobbies ist. Vielleicht kann man ja auch mal gemeinsam etwas spielen...

Nach Steam sind dies meine zehn meist gespielten Spiele:
  1. Crusader Kings II - 1,499 Stunden
  2. No Man's Sky - 978 Stunden
  3. Europa Universalis IV - 783 Stunden
  4. Stellaris - 766 Stunden
  5. Slay the Spire - 486 Stunden
  6. Mount & Blade II: Bannerlord - 419 Stunden
  7. Team Fortress 2 - 321 Stunden
  8. RimWorld - 276 Stunden
  9. Imperator: Rome - 184 Stunden
  10. Plants vs. Zombies: Game of the Year - 143 Stunden
Allerdings fehlen da viele Spiele die ich sehr gemocht habe, aber halt schneller durch hatte, wie etwa Portal (1 und 2), 7 Billion Humans, Pillars of Eternity, oder halt neuere Spiele wo die Stunden sich noch nicht so summiert haben, wie Dorfromantik. Derzeit spiele ich gerade viel ADOM (Ancient Domains of Mystery), ein Rogue-like. Mein einziger Ausflug in die Welt der MMORPGs war EVE Online, was ich aber nach ca. einem Jahr wieder aufgegeben habe. FPS habe ich zu Studienzeiten viel gespielt - aber jetzt finde ich mich zu langsam, jedenfalls für online Multiplayer... vor kurzem habe ich allerdings noch Chivalry II beta gespielt.

Also, sonst noch Gamer am Start hier? Was spielt ihr so?

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Jakobgutbewohner
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Jakobgutbewohner »

Ich fand es manchmal interessant Computerspiele zu spielen, aber auf solche Stundenzahlen werde ich nicht annähernd kommen. Absolut gesehen spiele ich solche Spiele auch nicht oft. Zuletzt hatte ich in den letzten Jahren mal mit jemandem zusammen versuchsweise ein Multiplayerspiel gespielt, erinnere mich aber gerade nicht einmal mehr an den Namen. Sowas mit Städten aufbauen, einen Staat in sehr grob reduzierter Komplexität leiten.

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Siard
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Siard »

Ja, ich spiele auch. ;D
Allerdings habe ich erst vor 25 Jahren "richtig" angefangen. Es gibt einige Spiele, an die ich mich wehmütig erinnere (z. B. Azrael's Tears, besonders wegen der Atmosphäre, AoE I und II, Diablo I, …).
Portal I und II waren klasse, Half-life I und II mochte ich auch sehr. Und dann natürlich die Thief- und die Elder Scrolls Reihe.
Elder Scrolls Online spiele ich seit ein paar Jahren regelmäßig, mit WoW konnte ich mich aber nicht recht anfreunden, da es zu zeitintensiv ist.
Minecraft "spiele" ich auch, aber das ist ja kein richtiges Game. ;D
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Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Was ist denn so der Kostenfaktor by ESO, und wie schlimm ist das "grinding" (auf Deutsch, ähh, weiß nicht: vielfach wiederholte, langweilige Tätigkeiten um einen höheren Level zu kriegen)?

Ich habe Skyrim auf Steam, aber nie länger als ein paar Stunden gespielt. Teilweise weil mein Computer zu schmalbrüstig war, als ich es 2012 kaufte.

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TeDeum
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von TeDeum »

Ein Apple IIe ist doch der perfekte Start gewesen :-) ... bei mir war's "nur" der gute alte Commodore 64. Wie bei so vielen anderen damals auch. Mangels Spielen anfangs noch "Listings" aus Zeitschriften ins Basic gehämmert :-) die seinerzeit gerade laufende Winterolympiade mit Winter Games nachgespielt oder bei Kaiser ein Reich aufgebaut. An grauen Tag oft zu dritt oder viert mit Freunden davor gesessen, obwohl nur einer gespielt hat. War auch Multiplayer. Irgendwie. :klatsch:

Ansonsten spannend, noch einen Paradox Fan (?) hier zu treffen! Die historischen Strategiespiele mit Tiefe fand ich immer großartig, weil das so etwas wie "Geschichtsbuch spielen" war. Insbesondere die früheren Teile gerne gespielt und auch gemoddet, d.h. Crusader Kings 1, Victoria: An Empire under the Sun, Hearts of Iron 1+2, Europa Universalis II und sogar noch Ur-Teile wie z.B. Svea Rike.

Die neueren Teile (so ab Europa Universalis IV, Hearts of Iron III usw.) wurden mir dann zu generisch ("Die Osmanen kolonisieren Island im Jahr 1505...ernsthaft?) und die Karte sprach mich gar nicht mehr an bzw. alles wirkte so schwerfällig.

Imperator Rome würde mich heute vielleicht reizen und soll nach einigen Updates mittlerweile eine gut spielbare Simulation der Antike geworden sein. Aber ich hörte, die Entwicklung sei mittlerweile wieder eingestellt worden?

Hab gern auch noch Rollenspiele wie Daggerfall, Morrowind, Skyrim & co. gespielt, auch hier wieder gerne mit Total Conversion Mods a la Enderal. Toll zum abschalten und eintauchen in eine andere Welt. Vor zwei Jahren dann auch fasziniert an "Kingdom Come" gesessen. (wer es nicht kennt, in dem Spiel verkörpert man einen Schmiedesohn im mittelalterlichen Böhmen des Jahres 1403 ... ohne Superkräfte und Zauber )

Ansonsten ist die Spielzeit als arbeitender Familienvater mit drei Kindern rar geworden - was auch ok ist, alles zu seiner Zeit im Leben. :-)

Schade finde ich, dass das Christentum praktisch kaum in Games vertreten ist. Außer der obligatorischen Kirche, in der man in Rollenspielen früher seinen Spielstand speicherte ;-) ... hat mich schon als Jugendlicher gestört, dass Geistliche oft nur als Mahner und Verbotsonkel im Bezug auf Spiele hervor taten, statt dem Medium offen gegenüber zu stehen und sogar aktiv zu nutzen (Bildung / Missio). Wenn dann doch mal was mit christlichem Bezug kommt, ist es meist aus der evangelikalen Ecke und relativ plump / für Kinder. Sehr schade!

Gerade eine Engine wie Kingdom Come wäre prädestiniert für eine "christliche" Simulation mittels Total Conversion Mod. Ein Schäfer zur Zeit Christi Geburt? Oder doch lieber die Action-Variante als Verteidiger Wiens 1683?

Also, wann fangen wir an Trisagion? :-D

Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Na, Victoria 3 kommt ja jetzt demnächst, Te Deum, das könnte Dich doch interessieren wenn Du lieber "klassisches" Paradox magst: die Devs haben explizit gesagt, daß es da nicht primär ums Karte einfärben geht.

Die Stundenzahlen sind etwas irreführend. Ich bin ein "Achievement Jäger" (äh, keine Ahnung ob Steam dafür ein deutsches Wort benutzt?). So sind fast alle meine Studen in Imperator Rom einem einzigen Spiel in 2019 geschuldet, diesem "Mare Nostrum" Lauf. Ich habe viel gutes gehört über die Entwicklung seitdem, aber ich habe es nicht wieder angefasst.

Ich bin ein recht guter Programmierer und habe durchaus Ideen für Spiele. Ich habe früher mal an einer MUD mitgewerkelt. Schreiben kann ich auch, und nahezu perfekt auf Englisch. Alleine, mir fehlt es am Künstlerischen: Grafik / Animation und Musik. Und an der Zeit. Ein Total Conversion Mod ist etwas einfacher als ein neues Spiel, aber wirklich nur etwas...

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Siard
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Siard »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 9. Juni 2021, 20:13
Was ist denn so der Kostenfaktor by ESO, und wie schlimm ist das "grinding" (auf Deutsch, ähh, weiß nicht: vielfach wiederholte, langweilige Tätigkeiten um einen höheren Level zu kriegen)?
Die Kosten sind unterschiedlich, man kann sich das Spiel kaufen und das reicht. Es gibt kleine Erweiterungen, die ich persönlich uninteressant finde, da ich in erster Linie solo PvE spiele. Größere Erweiterungen enthalten dann die vorherigen. Man kann auch ein Abo abschließen (knapp 13 €), dann hat man einige praktische Vorteile (größeres Inventar, etc.) und kann die Downloadinhalte spielen. Nett, aber sicher nicht notwendig.
Das Grinding (einen anderen Namen kenne ich auch nicht) finde viel weniger nervig, als bei WoW und anderen Games. Irgendwie hatte ich nur selten das damit verbundene typische Gefühl. ;D
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Siard
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Siard »

TeDeum hat geschrieben:
Donnerstag 10. Juni 2021, 05:46
Hab gern auch noch Rollenspiele wie Daggerfall, Morrowind, Skyrim & co. gespielt, auch hier wieder gerne mit Total Conversion Mods a la Enderal. Toll zum abschalten und eintauchen in eine andere Welt. Vor zwei Jahren dann auch fasziniert an "Kingdom Come" gesessen. (wer es nicht kennt, in dem Spiel verkörpert man einen Schmiedesohn im mittelalterlichen Böhmen des Jahres 1403 ... ohne Superkräfte und Zauber )
Enderal ist eine geniale Mod (wenn auch ziemlich traurig). :ja:
Kingdom Come ist sehr beeindruckend, ziemlich realistisch aber auch nicht unproblematisch in der Darstellung.
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Bruder Donald
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Bruder Donald »

Oh, ja fürs Gaming kann ich mich sehr begeistern. :breitgrins:
Viele meiner Lieblingsspiele wurden schon genannt, aber interessant, wie sich die Vorlieben ähneln:

Age of Empires 2 - Die neue DE spiele ich mit Kollegen aktuell auch noch. Super Arbeit haben sie da gemacht, bin gespannt, wie der 4. Teil wird. Was die Profis in dem Game vollziehen ist einfach krass. Es wurde die Schnelligkeit bei Shootern angesprochen? Sei mal hier schnell! Ich habe ein Team-ELO von 1300, das reicht mir.
Dawn of War 1 + 2 - Mein Einstieg in das Warhammer 40k Universum und seitdem ein totaler Fan. Leider gibt es für diese Lizenz nur selten gute Spiele. DoW2 habe ich seit dem Erscheinen jahrelang kompetitiv wie blöde gespielt, heute auch noch. Mein absolutes Lieblings-RTS-Game.
Space Marine - Das wohl beste Action- oder TPS-Game aus dem Warhammer 40k-Unviersum. Nette Solo-Kampagne und spaßiger Multiplayer.
Total War Medieval 1 - Hach, Massenschlachten und in Unterzahl zahlenmäßig überlegene Heere besiegen. Die Total War -Reihe steht für sich.
Crusader Kings 1 + 2: Der Zweite Teil war wirklich eine sehr gute Verbesserung. Respekt an die Entwickler, mit welcher "Detailliebe" die Welt kreiert haben. Ich habe vor paar Tagen CK2 nur deswegen wieder Installiert, um mir die Lage von Fürstentümern und Provinzen anzugucken. Ohne Witz mit den CK-Teilen habe ich echt so einiges über Geographie gelernt. :breitgrins:
Ich habe immer sehr gern Polen genommen. Die besten Voraussetzungen für kriegerische Expansion nach Osten. ;D Bei meinem letzten Versuch habe ich es nur knapp verpasst das Lech, Czech und Rus-Achievement zu erreichen. :aergerlich: Dazu muss man alle tschechischen, polnischen und russischen Provinzen halten und ein Pan-Slawisches-Reich schaffen. Nächstes mal versuche ich es mit den Kiewer Rus.
Europa Universalis 4: Bei meinem ersten Versuch gleich den Kirchenstaat genommen. In CK2 kann man ja leider nicht den Papst spielen. Danach Mailand/Italien. Seit paar Wochen überlege ich mit Portugal ein Weltreich zu schaffen, oder mit Moskau/Russland den Osten unsicher zu machen und die Tataren vor mir her zu jagen.
Aber egal ob CK oder EU, ich versuche immer das Heilige Land zu befreien. ;D Und in EU4 die Osmanen zurückzutreiben, ein absolutes Muss.
Baldur's Gate 1 + 2 - Mein Einstieg in das CRPG-Genre. Habe mich gefreut, dass in den letzten Jahren neue Games dazu herauskamen.
Icewind Dale 1 - Ein taktischer, kampforientierter Ableger der Baldur's Gate Reihe. Eigentlich ein durschnittliches Game, aber ich habe es wohl schon an die 15 mal durchgespielt und spiele es gerade wieder. Keine Ahnung was mich daran so fesselt, mir macht's aber unheimlich Spaß. Ich muss nur noch ein Achievement erreichen, dann habe ich alle. :klatsch:
Dragon Age Origins - Sehr gute Story und breite Entscheidungsmöglichkeiten, wie man die Geschichte denn erzählen und spielen will.
Pillars of Eternity 1 - Paradox hat viele sehr gute Spiele. Allein ihre DLC-Politik ist nervig und teuer, aber man kriegt wirklich viel dafür.
Thief 2 - Mein absoluter Favorit der Reihe! Ich bin bis heute total begeistert davon, mit welcher Liebe zum Detail die Entwickler da gearbeitet haben. Obwohl graphisch total veraltet, macht die Atmosphäre alles wieder wett.
Dishonored 1 - Es gibt zu wenig gute Schleichspiele, diese gehört aber mMn dazu.
Borderlands 2 - Ich hasse Grinding, aber zum Glück wird hier nicht dazu gezwungen. Und das ganze Setting ist so herrlich absurd und witzig. :D
Witcher 3 - Steht für sich. Eines der besten Spiele aller Zeiten. Mein letzter Spieldurchlauf mit DLCs hat schon allein 120h gedauert...
Battlefield 2 - So viele Stunden darin investiert. Das Spielprinzip hat mich so gefesselt, macht mir am meisten Spaß. Kostenlose Alternative mit gleichem Spielprinzip ist Planetside 2.
Unreal Tournament 2 - Ja, DAS ist schnell! Mir zu schnell. Aber hat damals mit Freunden verdammt viel Spaß gemacht! :ikb_punk:
EA Fußball Manager Reihe - Hab es gerne mit Freunden gespielt. Heute ab und zu noch den 14er. Aber zum Glück sind mittlerweile neue Manager Spiele rausgekommen. Was EA sich da mit dem Manager geleistet hatte, war eh unter aller Sau.
No One Lives Forever 1 - Ein Agenten-Shooter mit der reizenden Agentin Archer. Tolle Story, richtig witzig und eigentlich ein Schleichspiel, aber man kann sich auch wie Rambo durchballern. Ich hoffe, dass irgendwann die Lizenz freigegeben wird und das Spiel auf GOG.com überarbeitet und bereitgestellt wird. Ein Juwel! Eigentlich müssten sie es endlich als Definitiv Edition oder so neu rausbringen.
Lords of the Fallen - Mein erstes und einziges Souls-like. Es ist auch Einsteiger freundlicher. Dark Souls werde ich mir wohl nicht antun, das ist mir zu stressig und zu deprimierend.
Alien Isolation - Horror-Schleichspiel. Immer vor dem Monster aus dem All aufpassen.

Ja, ich mag's eher taktisch, strategisch, auch die Shooter. Aber ab und zu muss es auch einfach mal stupides herumgeballer sein. :ikb_gunsmilie:
Aber was ich wirklich hasse, ist Grinding! Path of Exile an sich ein Superspiel aus dem ARPG, diablo-like-Genre, aber ich kann mich einfach nicht fürs sundenlange grinden begeistern. Ich habe mittlerweile auch nicht mehr so die Zeit zum zocken, daher sind ARPGs eigentlich ja was ganz nettes fürs Nebenher, aber ich kann mich einfach nicht für dieses Genre begeistern. Ich versteh's nicht und das nervt mich.
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Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 10. Juni 2021, 14:58
Ja, ich mag's eher taktisch, strategisch, auch die Shooter. Aber ab und zu muss es auch einfach mal stupides herumgeballer sein. :ikb_gunsmilie:
Probier doch mal Chivalry II (oder Mordhau) als Variante. Halt wild mit Schwert und Hellebarde um sich schlagen, statt zu ballern. Ansonsten sehr ähnlich FPS-mäßig, vielleicht etwas mehr Anspruch an Mauskoordination. Chivalry II ist derzeit EPIC-exklusiv (kotz). Aber EPIC so darauf erpicht Steam Leute abzujagen, daß man da massenhaft gute Spiele umsonst kriegt (ich hab inzwischen über 20 kostenlos bei denen, mit echt guten dabei, Frostpunk, Civ VI, Surviving Mars, ... alles für lau). Chivalry II ist zwar nicht umsonst, aber man kann derzeit den Epic Mega-Sale Gutschein darauf anwenden, was effektiv etwa 30% Preisreduktion für ein brandneues Spiel bedeutet.

Wenn Du weitgehend hirnbefreites Metzeln im Team willst, ist Chivalry II echt ziemlich geil... Ich werde da die nächsten paar Wochen meine Klassen hochleveln. Die haben vier Klassen: Knight, Vanguard, Footman, und Archer, und die haben jeweils verschiede Varianten und Waffen / Zubehör. Wenn man eine Klasse länger spielt, werden diese Optionen freigeschaltet. Ich spiele gerne auch in der Gruppe (kein Teamspeak im Spiel, also Discord), obwohl das bei dem Spiel ehrlich gesagt mehr Unterhaltung nebenher ist. Ich jedenfalls bleibe da normalerweise nicht lange genug am Leben für Absprachen und Taktik... Lirik spielt derzeit viel Chivalry II auf Twitch, wenn Du mal schauen willst.

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Bruder Donald
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Bruder Donald »

Trisagion hat geschrieben:
Donnerstag 10. Juni 2021, 18:05
Probier doch mal Chivalry II (oder Mordhau) als Variante.
Fürs affektive herumgeballer habe ich Borderlands 2. :D

Ich habe vor kurzem ein Video zu Chivalry II gesehen, aber reizen tut es mich nicht. Außerdem habe ich noch so einige Spiele im Archiv, die ich mal durchspielen will... Die regelmäßigen Sales verleiten einen manchmal zum shoppen...
Conqueror's Blade finde ich sehr interessant. Aber das ist auch wieder eher taktisch.
Darksiders (zumindest 1) würde ich auch noch sehr gerne durchgehen.
Hat jemand von euch Crusader Kings 3? Ich habe ja den zweiten Teil sehr gerne gespielt, aber der starke Rollenspielfokus auf die Dynastie empfinde ich langsam als etwas störend, weil es mich zu sehr vom Reichebilden abhält. Es gibt doch nichts ärgerliches, wenn der überragende Thronfolger überraschend stirbt und sein verblödeter Bruder oder minderjähriger Sohn 2-3 Kaiserreiche erben soll. :D
Daneben habe ich noch so einige Spiele auf GOG.com, die ich noch spielen will. Und ich gerade sehe, gibt es dort wieder massig Sales...

Ja, beim Epic-Store wird ja gefühlt jede Woche irgendwelche recht neuen und guten Games einfach verschenkt. Aber ich will eigentlich nur noch bei Steam und GOG bleiben. Zig Gaming-Plattformen installiert zu haben um irgendwelche Spiele zu zocken nervt mich etwas. Eigentlich würde mich auch FarCry 6 interessieren, aber da muss man auch wieder den Client von Ubisoft installieren usw. usf.

Ich kaufe auch seit längerer Zeit nur ältere Spiele im Sale. Es gibt viele neuere, die an sich interessant sind, aber ich jetzt nicht unbedingt für den Vollpreis haben muss. Die einzigen Ausnahmen wären in naher Zukunft wohl FarCry 6 und Age of Empires 4.

Ich sehe gerade, dass ich für Dawn of War 2 knapp über 2000h Spielzeit habe. :glubsch:
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Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Bruder Donald hat geschrieben:
Freitag 11. Juni 2021, 14:48
Außerdem habe ich noch so einige Spiele im Archiv, die ich mal durchspielen will... Die regelmäßigen Sales verleiten einen manchmal zum shoppen...
Echt jetzt? Kann ich absolut nicht nachvollziehen... (Ich habe die "Game Mechanic" Medaille in Steam für mehr als 250 Spiele - wobei das offenbar nur unteres Mittelfeld ist. Siehe hier. Die höchste Ehrung ist die "Game Collector" Medaille für mehr als 25,000 Spiele. :auweia:)
Bruder Donald hat geschrieben:
Freitag 11. Juni 2021, 14:48
Hat jemand von euch Crusader Kings 3? Ich habe ja den zweiten Teil sehr gerne gespielt, aber der starke Rollenspielfokus auf die Dynastie empfinde ich langsam als etwas störend, weil es mich zu sehr vom Reichebilden abhält. Es gibt doch nichts ärgerliches, wenn der überragende Thronfolger überraschend stirbt und sein verblödeter Bruder oder minderjähriger Sohn 2-3 Kaiserreiche erben soll. :D
Ja, habe ich. Aber kaum gespielt bisher... Mir ging bei CK2 auch irgendwann die Luft aus (die Spielstunden sind mehr historisch), und CK3 hat das bisher nicht wiederbelebt. Wobei CK3 technisch gesehen wirklich haushoch überlegen ist, viel "schöner" und durchaus auch praktischer in der Steuerung. Kann man wirklich statt CK2 empfehlen für Neueinsteiger, es gibt m.E. keinen besonderen Grund nicht CK3 statt CK2 zu spielen. Aber für mich haben sie auch zuviel auf das "Geschichte erzählen" abgehoben. Oder um genauer zu sein: "Geschichte erzählen die irrelevant wenn nicht nachgerade störend bzgl. des Machtausbaus ist". Oder vielleicht noch genauer: wenn sie denn etwas anderes als Eroberung als Spielziel wollen, dann hätten sie eben auch dafür mehr "belohnen" müssen. Bei CK2 und CK3 werde ich aber - nach viel hin und her - immer noch primär dafür belohnt wie gut ich in der Landübernahme bin. Am Ende ist alles andere eben doch Beiwerk, und wenn der Neuigkeitsfaktor durch ist wird das eher anstrengend.

Man erkennt ja einen alten CK-Spieler daran, ob er bei dem Wort "gavelkind" (keine Ahnung bzgl. der deutschen Übersetzung,... "Naturalteilung"?) einen nervösen Tick oder Wutausbruch kriegt.

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Bruder Donald
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Bruder Donald »

Trisagion hat geschrieben:
Freitag 11. Juni 2021, 15:26
(Ich habe die "Game Mechanic" Medaille in Steam für mehr als 250 Spiele - wobei das offenbar nur unteres Mittelfeld ist. [...])
Ah ja, ich bin gerade mal "Sammelbeauftragter" mit 50+ Spielen...
Trisagion hat geschrieben:
Freitag 11. Juni 2021, 15:26
Wobei CK3 technisch gesehen wirklich haushoch überlegen ist, viel "schöner" und durchaus auch praktischer in der Steuerung. Kann man wirklich statt CK2 empfehlen für Neueinsteiger, es gibt m.E. keinen besonderen Grund nicht CK3 statt CK2 zu spielen. Aber für mich haben sie auch zuviel auf das "Geschichte erzählen" abgehoben.
Ja, daran hat es mit den älteren Paradox-Games immer gehapert: Kaum vorhandene Erklärung der Spielmechaniken. Das soll sich ja gerade bei CK3 geändert haben, um einsteigerfreundlicher zu sein. Aber was du so schreibst, bewegt mich nicht dazu da mein Geld zu investieren. An sich eine wirklich gute Idee, es dynastiebezogen zu gestalten, aber wenn man eben mehr auf die Expansion seines Reiches aus ist, aber die oft unberechenbare Entwicklung der Charaktere und Loyalitäten können das einem echt ab und zu vermiesen. Auf einmal wollen die Fürsten rebllelieren und dir eine Gavelkind-Erbfolge (wird in der deutschen Version auch so bezeichnet, und ja: einer meiner ersten Amtshandlungen ist dieses Gesetz umzuändern!) reindrücken, oder einen Fürsten aus einer anderen Familie zum Herrscher zu ernennen.
Deshalb bin ich auf EU4 gewechselt, da ist es nicht nicht so unberechenbar. Außer man ist zu gierig, erobert zu viel zu schnell und produziert so viel Aggro, dass die Nachbarn sich gegen einen verbünden und am Ende große Teile nach einem verlorenen Krieg wieder verliert. :aergerlich:

Ich fand das Mittelalter-Setting immer am spannendsten. Und ihr? Was ich auch im Auge hatte war Knights of Honor, aber nie gespielt. Es soll aber in naher Zukunft der zweite Teil kommen.
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Raphael
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Raphael »

Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!
(Kurt Tucholsky)

Petrus
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Petrus »

nun,

zu diesem Thema würde mir auch einiges einfallen.

nun aber habe ich nicht die geringste Lust, dass ein eifriger Moderator auch diesen Beitrag ohne vorherige Ankündigung/Absprache irgendwohin verschiebt.

nun, ich mach jetzt mal "den Jürgen".

für Eure Sandkastenspiele wünsche ich Euch Allen weiterhin viel Spaß.

Petrus.

Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Bruder Donald hat geschrieben:
Samstag 12. Juni 2021, 00:43
Ich fand das Mittelalter-Setting immer am spannendsten. Und ihr? Was ich auch im Auge hatte war Knights of Honor, aber nie gespielt. Es soll aber in naher Zukunft der zweite Teil kommen.
Ich denke bei mir ist das mehr "alles außer die Zeit in der ich lebe", also alles außer 20./21. Jahrhundert. Mittelalter und Zukunft sind dann die häufigsten Zeiten, aber das hat auch mit dem Angebot zu tun. Soviel Spiele die sich z.B. mit der Antike befassen gibt es ja nicht.

Knights of Honor sieht mir ein bißchen wie die Total War Serie aus. Aber ich hab's nicht so mit dem Managen von Truppen in Echtzeit auf dem Spielfeld. Ich bin mehr ein Fan von "turn-based" (Zugweise) statt Echtzeit, wobei Paradox "Zeit kann verlangsamt werden / angehalten werden" auch geht.
Petrus hat geschrieben:
Samstag 12. Juni 2021, 11:49
für Eure Sandkastenspiele wünsche ich Euch Allen weiterhin viel Spaß.
Danke, haben wir. Gezeichnet, Homo Ludens.

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Bruder Donald
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Bruder Donald »

TeDeum hat geschrieben:
Donnerstag 10. Juni 2021, 05:46
Schade finde ich, dass das Christentum praktisch kaum in Games vertreten ist. Außer der obligatorischen Kirche, in der man in Rollenspielen früher seinen Spielstand speicherte ;-) ... hat mich schon als Jugendlicher gestört, dass Geistliche oft nur als Mahner und Verbotsonkel im Bezug auf Spiele hervor taten, statt dem Medium offen gegenüber zu stehen und sogar aktiv zu nutzen (Bildung / Missio). Wenn dann doch mal was mit christlichem Bezug kommt, ist es meist aus der evangelikalen Ecke und relativ plump / für Kinder. Sehr schade!
Ja, Kirche und/oder Christentum/Religion kommen oft negativ weg.
Mit fällt spontan nur ein Spiel ein, wo Religion relativ fair dargestellt wird: Dragon Age Origins. Es ist aber natürlich ein Fantasy-Glaube, der sich aber sichtlich stark am Christentum orientiert. Diese Religion wird mit Licht und Schatten dargestellt, man hat als Spielfigur die Wahl auch religiös zuspielen oder sich wie auch immer zu positionieren (hat aber keinen Einfluss aufs Spielergebnis an sich). Eine NPC-Begleiterin ist auch stark religiös. Da haben sie es gut gemacht, finde ich. Zumindest fair/neutral.
Es gab ja in den letzten Jahren ja auch Spiele mit philosophischen Themen wie Pillars of Eternity oder Bioshock. Wobei bei beiden Religion auch wieder schlecht bzw. die Gläubigen als stumpfe Fanatiker dargestellt werden.
Naja, im Schnitt kommen Christentum/Religion schlecht weg. Nervig.
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Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Bruder Donald hat geschrieben:
Dienstag 15. Juni 2021, 11:31
Naja, im Schnitt kommen Christentum/Religion schlecht weg. Nervig.
Rein spieltechnisch ist es aber auch schwierig, soetwas wie ein funktionierendes Christentum als interessanten Mechanismus einzubauen. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, daß hier ein vermuteter Atheismus / Agnostizismus bei den Spieleentwicklern das Hauptproblem ist.

Meine eigene Denkweise beim Spielen läuft ja auch eher nach dem Motto "oh prima, noch zwei Menschenopfer und ich kriege einen Bonus für meine Elitekrieger... habe ich hier irgendjemand mit hoher Wahrnehmung, den ich als Priester einsetzen kann um die Opfer schneller einzufangen?"

Für die typischerweise antagonistische und mechanistische Welt der Spiele taugt das Christentum eher in einer korrupten Form als Gegner: ein folternder Inquisitor ist soetwas wie ein Nazi-Deutscher, eine einfache Blaupause des Bösen die man ohne große erzählerische Anstrengung dem Spieler als Antagonist entgegenhalten kann. Nicht jedes Ballerspiel wo man Nazis abknallt ist von Deutschenhassern gemacht, und nicht jede Darstellung kaputten Christentums ist atheistische Propaganda.

Selbst wenn man das wirklich wollte, ist es garnicht so einfach echte Religion vernünftig positive einzufangen: zwei "mentale Stärke" Punkte wenn man im Spiel drei Rosenkränze betet? Das wird schnell Karikatur. Am ehesten dürfte das annehmbar in sehr erzählerischen Spielen gehen, aber das sind Nischenprodukte.

Christian
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Christian »

Ich spiele seit 2014 das Spiel Empire Four Kingdom https://de.wikipedia.org/wiki/Goodgame_Empire . Hier spielt man mit Menschen aus aller Welt bildet Allianzen und viele Freundschaften sind dadurch entstanden.

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Bruder Donald
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Bruder Donald »

Trisagion hat geschrieben:
Dienstag 15. Juni 2021, 13:47
Rein spieltechnisch ist es aber auch schwierig, soetwas wie ein funktionierendes Christentum als interessanten Mechanismus einzubauen.
Ja gut, aber mir ging es primär um die Darstellung von Christentum/Religion.

Trisagion hat geschrieben:
Dienstag 15. Juni 2021, 13:47
Für die typischerweise antagonistische und mechanistische Welt der Spiele taugt das Christentum eher in einer korrupten Form als Gegner:
Das prägt dann halt aber. Okay, wäre wohl wissenschaftlich zu untersuchen, inwieweit Spiele auf das Weltbild des Spielers einwirken. Aber wenn man gefühlt im Großteil der Games eine korrupte Version von Religion vorfindet, bestätigt es einen wohlmöglich in einem negativen Bild von Religion. Die Sache ist halt auch, man sollte Wissen, dass Nazis in die Vergangenheit gehören, quasi nicht "real" sind, aber Religion ist halt eben doch real und gegenwärtig.
Trisagion hat geschrieben:
Dienstag 15. Juni 2021, 13:47
Nicht jedes Ballerspiel wo man Nazis abknallt ist von Deutschenhassern gemacht, und nicht jede Darstellung kaputten Christentums ist atheistische Propaganda.
Da habe ich manchmal so meine Zweifel. Bei Pillars of Eternity war das so richtig exemplarisch: Der böse Fundamentalist, die gute Skeptikerin. Die Götter sind ja letzten Endes doch nur von den Menschen geschaffen. Wie geht man mit dieser Erkenntnis als Spielfigur, aber auch Spieler um?
Trisagion hat geschrieben:
Dienstag 15. Juni 2021, 13:47
Selbst wenn man das wirklich wollte, ist es garnicht so einfach echte Religion vernünftig positive einzufangen: zwei "mentale Stärke" Punkte wenn man im Spiel drei Rosenkränze betet?
So gesehen ist es natürlich schwer. Aber wie gesagt, mir geht es primär um die Darstellung. Wenn man durch eine Spielwelt läuft, in der man hauptsächlich negative Charaktere mit religiöser Prägung trifft, statt Figuren die ein positives Bild von Glauben vermitteln, dann ist es halt eben doch enttäuschend.
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 12:24
Die Sache ist halt auch, man sollte Wissen, dass Nazis in die Vergangenheit gehören, quasi nicht "real" sind, aber Religion ist halt eben doch real und gegenwärtig.
Real und gegenwärtig - ob das so stimmt, für die meisten heutigen Spieler? Vielleicht noch in den USA, in Europa eher nicht. Und es sei auch erwähnt, daß Religion in Spielen meist eher "exotisch" ist, also nicht die monotheistische Religion der meisten Spieler selber sondern irgendwas zwischen Schamanismus, Pantheon und Tempelriten.
Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 12:24
Bei Pillars of Eternity war das so richtig exemplarisch: Der böse Fundamentalist, die gute Skeptikerin. Die Götter sind ja letzten Endes doch nur von den Menschen geschaffen. Wie geht man mit dieser Erkenntnis als Spielfigur, aber auch Spieler um?
Selbstverständlich wird gerne auch mal Ideologie in Spiele eingebacken. Aber wenn wir darüber reden, dann auch darüber daß das Übernatürliche absolut überrepräsentiert ist in Spielen. Magie, Zaubersprüche, Manna, Dämonen, Götter, Geister, Untote, Vampire, Elfen, Feen, Portale, Wiedergeburt der Spielfigur, Telekinese, Telepathie, Prophezeiungen, Zaubertränke, magische Objekte,... Nun ist offensichtlich das alles nicht christlichem Dogma entsprechend. Aber es ist gerade für Jüngere ein Ort wo überhaupt mal etwas anderes als eine rein materialistisch-pragmatische Sicht der Dinge vorkommt.
Bruder Donald hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 12:24
So gesehen ist es natürlich schwer. Aber wie gesagt, mir geht es primär um die Darstellung. Wenn man durch eine Spielwelt läuft, in der man hauptsächlich negative Charaktere mit religiöser Prägung trifft, statt Figuren die ein positives Bild von Glauben vermitteln, dann ist es halt eben doch enttäuschend.
Also, in ADOM etwa ist "zu seinem Gott beten" ein wichtiger Mechanismus um die eigene Gesundheit schlagartig wiederherzustellen, und zwar sowohl für allgemeine Verletzungen als auch für Vergiftung und Seuche. Nun wird der jeweilige Gott etwas maulig wenn man das mehr als zwei bis dreimal nacheinander abgreift. Aber flugs ein paar Orks oder andere bereits tote Gegner auf dem Altar geopfert, dann ist der wieder gut gestimmt.

Zählst Du das jetzt als ein "positives Bild vom Glauben vermitteln", oder nicht? Es ist jedenfalls definitiv positiv für den Spieler, und ein essentieller Teil der regulären Spieltaktik seinen Gott bei Laune zu halten. Ein "Atheisten-Lauf" ist deutlich schwieriger. Aber ich nehme an, das zählt nicht so richtig, weil es eben ziemlich mechanistisch ist und auch deutlich mehr mit "vorchristlicher" Religion zu tun hat.

Aber wenn das die Bedingung ist, was bleibt denn noch? Nicht viel. Nehmen wir mal CK2/3. Da ist viel Religion drin, und deutlicher "echter" als bei ADOM, aber ich hätte jetzt Schwierigkeiten zu sagen ob nun zum Guten oder zum Bösen?

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Bruder Donald
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Bruder Donald »

Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 14:12
Nun ist offensichtlich das alles nicht christlichem Dogma entsprechend.
Ja, es ist meistens irgendwas heidnisch-polytheistisches mit viel Magie. Man merkt halt, dass es im Grunde immer eine konstruiertes Religionssystem ist (natürlich oft mit Anlehnungen aus realexistierenden Religionen), dass die Spielwelt erklärt oder zumindest bereichert, aber primär stehen da wohl eher die Spielmechaniken. Klasse Zauberer, Klasse Priester/Kleriker/Druide usw. Spiele sollen natürlich auch in eine andere Welt entführen, mal was abseits vom Alltag zeigen. Und in diesem Sinne sind dann die Spielwelt-Religionen meistens zu verstehen: es ist Fantasy/Phantasie.
Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 14:12
Aber ich nehme an, das zählt nicht so richtig, weil es eben ziemlich mechanistisch ist und auch deutlich mehr mit "vorchristlicher" Religion zu tun hat.
Genau, es ist im Grunde irrelevant. Die Spielmechanik ist wohl bedeutender (kenne das Spiel nicht), und so eine Religion gibt es nicht (mehr?). Ich denke, die meisten würden eine solche Religion auch ablehnen, wo man Menschen opfern muss. Es ist, wie gesagt, Fantasy. Unterhaltung.
Trisagion hat geschrieben:
Mittwoch 16. Juni 2021, 14:12
Aber wenn das die Bedingung ist, was bleibt denn noch? Nicht viel. Nehmen wir mal CK2/3. Da ist viel Religion drin, und deutlicher "echter" als bei ADOM, aber ich hätte jetzt Schwierigkeiten zu sagen ob nun zum Guten oder zum Bösen?
CK spielt halt im Mittelalter und man sollte sich ja dann als Spieler im klaren sein, dass Religion eine gewichtige Rolle gespielt hat, zumal CK eben viel Rollenspiel-Elemente hat und auf gewisse Weise eben eine Mittelalter-Dynastie-Simulation ist. Des weiteren, steht ja mehr der Umgang des Spielers bzw. der Spielfiguren mit dem Religionssystem als Spielmechanik im Fokus, als tatsächliche Religionsinhalte. Man kann ebensogut einen tieffrommen und papsttreuen Gläubigen spielen (der im besten Fall dann zu Heiligen erklärt wird) oder als religionskritischen Zyniker. Hält man zum Papst oder löst man sich als Protestant oder Orthodox und erlangt die Kontrolle über Religion und Kirche in seinem Reich? Entscheidet man in Events fromm oder doch kirchenkritisch? In CK empfinde ich Religion als sehr neutral. Es ist eine Spielmechanik, die ich so oder so nutzen kann. Ob man nun religiös oder eben nicht-religiös spielt kann eben seine Vor- und Nachteile haben. Paradox hat mit CK eben versucht zu vermitteln, dass es im Mittelalter spielt und dazu ebenso Religion/Christentum/Frömmigkeit gehört, wie das Feudalsystem. Ich habe auch manchmal versucht in CK1 und CK2 ohne Vasallen zu spielen, aber da schiebt dir eben das Spielsystem einen Riegel vor. Das Lehnssystem gehört einfach in das Setting dazu, man muss sich als Spieler darauf einlassen. Eine Wertung betreibt Paradox damit ja auch nicht, es war damals eben so, und es ist eine zentrale Mechanik des Spiels. Wenn man eben keine Lust auf unzufriedene Vasallen hat, die einem das Spiel versauen, dann hat man eben andere Paradox-Spiele zur Auswahl um Großreich-Fantasien zu befriedigen. :breitgrins:

Mich stören eher Spiele wie Outlast 1 und 2 oder FarCry5, in dem Religion negativ oder zumindest Religionsvertreter als machthungrige und korrupte Psychopathen dargestellt werden. Dragon Age Origins z. B. zeichnet ein differenzierteres Bild, es gibt solche und solche.
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Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Bruder Donald hat geschrieben:
Donnerstag 17. Juni 2021, 10:46
Mich stören eher Spiele wie Outlast 1 und 2 oder FarCry5, in dem Religion negativ oder zumindest Religionsvertreter als machthungrige und korrupte Psychopathen dargestellt werden. Dragon Age Origins z. B. zeichnet ein differenzierteres Bild, es gibt solche und solche.
Die habe ich jetzt wieder nicht gespielt. Aber wie bereits erwähnt denke ich, daß hier oft schlicht die erzählerische Einfachheit eine Rolle spielt. Jemand der konsequent böse auftritt, oder sich jedenfalls konsequent gegen Dich stellt, braucht irgendeine erzählerische Motivation. Da kann man sich etwas Kompliziertes ausdenken. Aber nicht nur macht das Mühe, es ist auch garnicht einfach unterzubringen. Spieler wollen ja nicht seitenlang Text lesen, und einen komplizierten Charakter in wenigen Kurzszenen aufzubauen ist hohe Kunst. Und wenn es einfach sein soll, dann haben wir halt Sex, Geld, Macht und Religion als "Alleserklärer". Warum macht er dies und das? Er ist religiöser Fanatiker und haßt Dich als Häretiker / Ungläubiger. Fertig. Noch dazu erlaubt ein religiöser Gegner den Grafikern und Musikern interessante Ausrüstung und Umgebung zu schaffen.

Das ist zwar alles unangenehm, aber wenn Geldgier im Spiel ist sehen wir das ja auch nicht unbedingt als Kapitalismuskritik. Ich denke gefährlicher sind in der Tat Spiele, in denen der Spieler quasi hinter die Kulissen der Religion der Spielfigur schaut und sieht, daß das alles Phantasie und Wunschdenken ist, daß die Göttter Konstrukte sind. Das ist übertragbar aus unserer eigene Situation, und vermutlich auch so gemeint. Ich glaube nicht, daß ich ein Spiel kenne, in dem die Spielfigur zu einem echten Glauben kommt, außer vielleicht in einem trivialen Sinne (sie entdeckt daß Magie funktioniert...). Das wäre wohl ein Gegengewicht. Aber ist halt schwierig sich auszudenken, wie man das in ein Spiel reinkriegt so daß es "funktioniert".

Es gibt aber noch ganz andere ideologische Probleme in Spielen. Zum Beispiel sind weibliche Helden derzeit ziemlich Mode, was an sich OK ist. Aber sie sind eben praktisch immer gleich schnell und stark wie ihre männlichen Gegenüber. Die köperliche Verschiedenheit wird optisch gerne ausgenutzt, aber praktisch nie realistisch umgesetzt. Teilweise ist das absurdes Theater. So kann man als weibliche Spielfigure in M&B:Bannerlord etwa schwanger werden (unumgänglich, da die eine Dynastie-Spielmechanik haben). Aber Auswirkungen hat das keine, bis zur Geburt. Also reitet man im gestreckten Gallop (?) als Hochschwangere 1,55 m Frau in voller Rüstung (?) aber ohne sichtbaren Bauch (?) in den Kampf (?), und hackt trotz Pfeilhagel (?) im Nahkampf (?) mit einer zweihändigen Streitaxt (?) ganze Horden (?) riesiger Männer (?) in Stücke. Naja, vielleicht ist das ja gutes Beckenbodentraining.

Dabei wäre es im Prinzip durchaus möglich physische Begrenzungen einzubauen. Spieler optimieren zwar gerne, aber sie haben auch gerne "schwierigere" Spielstufen. Realistisch gesehen muß eine kleine Frau technisch ganz erheblich besser sein als ein großer Mann, wenn sie in den Krieg zieht, und muß auch taktisch viel überlegter spielen. Ich könnte mir prima vorstellen, daß man das als höheren Schwierigkeitsgrad im Spiel hat. Aber derlei darf heutzutage einfach nicht sein.

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TeDeum
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von TeDeum »

Ha, genau den Gedanken hatte ich auch schon. Politische Korrektheit wird oft schon im vorauseilenden Gehorsam umgesetzt, aus Angst vor Shitstorms und negativen Konsequenzen bei den Verkaufszahlen. Gerade bei Letzterem bin ich mir gar nicht so sicher, wenn man es so verargumentiert, wie du es tust. (gut, die Gender Ideologen haben es nicht so mit Logik, die werden trotzdem keifen, muss man halt aushalten ...)

Ich persönlich spiele gern Spiele mit historischem Motiv oder zumindest starkem Bezug. Vor einigen Jahren z.B. kam mit Expeditions: Conquistador (derzeit bei GOG im Angebot) ein schönes Runden-Strategiespiel auf den Markt. Der Versuch war die Zeit der Entdeckung Amerikas nachzuzeichnen ohne weitgehend mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. (auch der Nachfolger, Expeditions Vikings, ist meiner Meinung nach empfehlenswert)

Man könnte durchaus ein christlich inspiriertes Spiel anhand von historischen Gegebenheiten darstellen. Auch im Narrativ von Licht und Schatten, z.B. als Bartolomé de Las Casas gegen profitgierige Sklavenhändler agieren. Alternativ aber auch im fiktionalen Rahmen - etwa wenn man als Held in einer völlig entchristlichten Gesellschaft ums Überleben kämpfen muss?

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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

TeDeum hat geschrieben:
Donnerstag 17. Juni 2021, 14:11
Auch im Narrativ von Licht und Schatten, z.B. als Bartolomé de Las Casas gegen profitgierige Sklavenhändler agieren. Alternativ aber auch im fiktionalen Rahmen - etwa wenn man als Held in einer völlig entchristlichten Gesellschaft ums Überleben kämpfen muss?
Ersteres ja, das kann ich mir als Spielidee vorstellen. Letzteres vielleicht auch eher historisch als futuristisch: wie wäre es etwa mit Christ sein im antiken Rom zur Zeit handfester Christenverfolgung? Schwierigkeit ist aber immer das Spielprinzip, will sagen, was macht man denn nun konkret? In den Katakomben vor Häschern weglaufen? Im Stadium Löwen boxen? Insgeheim Spenden für die Armen sammeln?

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TeDeum
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von TeDeum »

Ich habe gerade etwas darüber nachgedacht. Mir fallen ein paar denkbare Szenarien ein. Am Besten gefiele mir eine Art Wirtschaftssimulation die tages- oder wochenweise mit der Option zur ständigen Pausierung (Paradox style) läuft.

Der Spieler übernimmt als Bischof eine Gemeinde und kämpft gegen die zunehmende Christenverfolgung. Stats wie Anzahl der Gläubigen, Glaubenstiefe, Loyalität, Wohlstand, Märtyrer, persönliches Ansehen usw. geben Auskunft über Erfolg und beeinflussen den Spielverlauf (und werden durch Spielerverhalten beeinflusst).

Die Stats sind mir als Spieler bekannt und der Anreiz soll natürlich darin bestehen, diese kontinuierlich zu verbessern oder den Absturz aufzuhalten.

Die Stats gäben beim scripting relativ viel Freiheiten, da ich events via conditions triggern kann und sich der Spielverlauf nicht jedes Mal gleicht z.B. über 100 Gläubige und 5000 Wohlstand? Baue eine Kirche!

Dabei wird dem Spieler immer wieder auferlegt grundsätzliche Entscheidungen anhand von Einzelfällen zu fällen. (Mann schlägt Frau, Frau schläft dann mit Nachbarn - Bischof, was tun? -> Jede Entscheidung ändert Stats).

Lehrreich wäre es dadurch, dass man zu jeder Entscheidung wahlweise die Entscheidung im historischen Kontext einordnet und die Entscheidungen der Kirche erläutert. ( Damals entschied die Kirche für X, weil man dachte dass, ... ) oder aber die entsprechende Passage aus dem Katechismus leicht verdaulich schildert.

Die Spielmechanik würde ich dabei erstmal von der Technik lösen, denn im Grunde lässt sich das Prinzip als Ein-Mann-Team im Stil von Stardew Valley umsetzen - oder mit einem begabten Team als Total Conversion Mod eines Open World RPGs ...

Klingt das albern?

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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Nun, wenn man das praktisch machen will, gäbe es so einiges zu bedenken.

Erstmal stellt sich die Frage nach der Zeit- und Raumspanne. Ein Managementspiel sieht anders aus, wenn es primär um nationale oder gar globale Belange geht, und um Jahrhunderte Spielzeit, oder um vielleicht Jahrzehnte in einer relative begrenzten Region (etwa "Rom"). Zum Beispiel, große Kirchenentscheide - insbesondere in der Mehrzahl - machen Sinn für eine "große" Simulation, aber nicht für eine "kleine". Wohingegen Detail bzgl. einer Entscheidung über einen fremdgehenden Mann eher zu einer "kleinen" Simulation paßt, aber nicht unbedingt zu einer "großen". (Beide Simulationen können gleich komplex sein, ich meine hier nur ob sie in Raum und Zeit groß oder klein aufgestellt sind.)

Was ich aber vielleicht wichtiger finde, ist das von einer Handelssimulation abzusetzen. Man muß hier denke ich aufpassen, daß das alles nicht zu sehr verwirtschaftlicht. Eben nicht einfach Kirche bauen, wie eine Warenzentrum. Die Frage ist, ob man den religiösen Prozeß spielmechanisch interessant umsetzen kann, und zwar eben irgendwie anders als Geld verdienen, Umsatz und Profit steigern, Kunden anwerben. Ansonsten stellt sich die Frage, warum man nicht gleich bei einer Wirtschaftssimulation bleibt.

In gewissen Sinne denke ich geht es hier um Qualität statt Quantität. Man kann vielleicht gerade eine Spiel daraus machen, ob man mehr in die "Massenproduktion" von Religion einsteigt, oder doch lieber in besondere Heiligkeit.

Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Honey, I joined a cult, demnächst Early Access in Steam.

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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Caviteño »

STAYHOMER
Spielbeschreibung:
In Tokio findet eine große Anti-Lockdown-Bewegung statt. Um eine Cluster-Infektion zu verhindern, ‚desinfizieren‘ Sie alle Anti-Lockdown-Demonstranten. Spazieren Sie durch die Stadt und verwenden Sie den Thermit-Granatwerfer, um Demonstranten zu desinfizieren. Das Zeitlimit beträgt 3 Minuten. Die Erfolgsquote hängt davon ab, wie viele Personen Sie rechtzeitig „desinfiziert“ haben.“
https://www.journalistenwatch.com/2021/ ... owngegner/

Ein normales Ballerspiel? Diesmal werden lockdown-Gegner gejagt und getötet. :traurigtaps:

Trisagion
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Re: Gamer (Computerspieler)

Beitrag von Trisagion »

Ist ein £2.09 Spiel aus der Schundkiste, davon gibt es auf Steam Zigtausende. Meist haben die eher mit Sex zu tun, aber letztlich geht es bei den Spielen nur darum genug Kaufinteresse zu wecken um etwas Geld abzugreifen. Seitdem hervorragende game engines wie Unity weitgehend kostenlos benutzbar sind, kann halt jeder Affe der nur etwas programmieren kann ein Spiel machen. Und seitdem Steam die Zugangsbedingungen auf Durchzug gestellt hat, kann der Affe das Spiel dann auch auf Steam verkaufen. Meist versinkt der neue Schund sang- und klanglos im Meer des bestehenden Schundes (und guter Spiele). Pro Monat stellt Steam um die fünfhundert neue Spiele ein. Aber wie kriegt man Leute dazu doch Geld auf den Tisch zu legen, wenn man es vom Spiel selber her eben niemals in die Verkaufsränge schaffen würde (viele Spiele verkaufen nicht eine einzige Kopie!)? Nun, eine Möglichkeit ist es eben kontroverse Dinge im Spiel zu haben, letztlich das Troll-Prinzip. Du regst Dich darüber auf, andere Leute kaufen genau wegen dieser Aufregung eine Kopie. Was lehrt uns dies alles? Nicht viel, jedefalls nichts neues über den Mensch. Ist es irgendwie ein Problem spezifisch der Computerspiele? Äh, wer das glaubt, hat noch nie irgendwelche soziale Medien im Internet angeschaut...

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