Der Nekrolog

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Hubertus
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 14. Juli 2011, 17:31

HeGe hat geschrieben:Leo Kirch ist tot.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/m ... -1.112248
Ich hab' ihn einmal getroffen - bei der Sonntagsmesse im Münchner Dom.

R.I.P.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Niels
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Niels » Donnerstag 14. Juli 2011, 17:39

incarnata hat geschrieben: reg Dich nicht auf Vulpi-solange es kein IMam ist,der da betet.
http://www.kath.net/detail.php?id=32325
Der Großmufti von Sarajevo, Reisu-l-Ulema Mustafa Ceric, trug in arabischer und englischer Sprache ein Gebet vor, das von seinem Amtsvorgänger vor 1 Jahren für Kaiser Franz Joseph geschrieben worden war.
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von incarnata » Donnerstag 14. Juli 2011, 22:59

Niels hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben: reg Dich nicht auf Vulpi-solange es kein IMam ist,der da betet.
http://www.kath.net/detail.php?id=32325
Der Großmufti von Sarajevo, Reisu-l-Ulema Mustafa Ceric, trug in arabischer und englischer Sprache ein Gebet vor, das von seinem Amtsvorgänger vor 1 Jahren für Kaiser Franz Joseph geschrieben worden war.
Ausserhalb des Requiems darf beten,wer will.Auch am Sarge von Papst Johannes Paul II und Mutter Theresa haben Andersgläubige gebetet.Dies hat deren christliches Zeugnis nicht verdunkelt-im Gegenteil.Wenn der Großmufti für das Eintreten Habsburgs für ein freies Bosnien-Herzegowina auf diese Weise dankt-dann kann man ihn daran erinnern,sollten einmal wieder Christen in diesem Land von Muslimen verfolgt werden !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Niels » Sonnabend 16. Juli 2011, 11:07

Dreimal dürft Ihr raten, wer die ORF-Übertragung kommentiert... ein berühmt-berüchtigter Pastoraltheologe. :roll:
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von HeGe » Sonnabend 16. Juli 2011, 11:31

Niels hat geschrieben:Dreimal dürft Ihr raten, wer die ORF-Übertragung kommentiert... ein berühmt-berüchtigter Pastoraltheologe. :roll:
Nein! :auweia:

Gut, dass wir hier ORF eh nicht gucken dürfen.
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 16. Juli 2011, 11:35

Ich habe ORF nicht einmal gesehen, als ich noch in Österreich lebte. Das Programm ist unerträglich, und ein Beweis dafür, dass man öffentlich-rechtliches Fernsehen tatsächlich noch schlechter produzieren kann, als in Deutschland.
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von civilisation » Sonnabend 16. Juli 2011, 11:38

Und auch der Fabertoni hatte schon seinen Auftritt:

http://iptv.orf.at/stories/26938/

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von HeGe » Sonnabend 16. Juli 2011, 12:54

Wer sich das Requiem übrigens hier in Deutschland doch ansehen will: 3Sat überträgt ab 13.1 Uhr live.

http://www.3sat.de/page/?source=/specia ... index.html
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 16. Juli 2011, 13:09

cantus planus hat geschrieben:Ich habe ORF nicht einmal gesehen, als ich noch in Österreich lebte. Das Programm ist unerträglich, und ein Beweis dafür, dass man öffentlich-rechtliches Fernsehen tatsächlich noch schlechter produzieren kann, als in Deutschland.
Jeder Österreicher weiss doch das ORF die Abkürzung für Österreichischer Rotfunk ist.
Da gilt nur:
Nicht aufregen
Schnauze halten
Gebühren zahlen
:narr:
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Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von HeGe » Sonnabend 16. Juli 2011, 18:58

Nun, ich habe mir das Requiem angesehen und ich glaube ernsthaft sagen zu können, dass ein Zeremoniell ähnlichen Prunkes wohl nicht mehr so schnell, möglicherweise sogar nie mehr wieder stattfinden wird. Hier lebte wirklich die alte Monarchie noch einmal auf.

Die Übertragung selber ist natürlich ein anderes Thema. Mir pochten schon die Adern an den Schläfen, als sich vor der Messe die Nomenklatur buckelnd entschuldigte, dass sie es wagt, überhaupt an der Zeremonie teilzunehmen. Das überall nur von "Otto Habsburg" die Rede war, war der nächste Punkt. Den Vogel hat aber dann erwartungsgemäß Herr Zudröhner mit seinen Kommentaren abgeschossen, die ich nachher irgendwann durch Stummschaltung ausgeschaltet habe, weil mir die Reinigung meines Teppichs von meinem Mittagessen doch zu aufwendig erschien. Alleine seine völlig zusammenhangslosen und unaufgeforderten Äußerungen zur tridentinischen Messe, sein Gequatsche von einer angeblichen Gewaltneigung aller Religionen und seine ständigen unnötigen Bezüge auf andere Religionen waren wieder ein Höhepunkt aller Verfehlungen der nachkonziliären Kirche.

Ansonsten war die Messe für mich auch ein Anlass über das zwiespältige Wirken der Habsburger in den vergangenen Jahrhunderten nachzudenken. Sicher haben die Habsburger viel für die Kirche getan und kaum ein Adelsgeschlecht dürfte wohl bedeutender im Reich gewesen sein. Sollte der Fall eintreten, wären die Habsburger als Kaiser sicher auch erste Wahl. Andererseits gab es aber auch Schattenseiten. So konnte der Erzketzer unter den Habsburgern seine Häresien verkünden, Joseph II. hat die Kirche enteignet und 1806 hat ein Habsburger feige das Reich aufgelöst. Wahrlich keine Ruhmesblätter.
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 16. Juli 2011, 21:24

Was Hw. Zulehner qualifiziert, eine solche Messe zu kommentieren, erschließt sich mir ohnehin nicht.
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von taddeo » Sonnabend 16. Juli 2011, 21:38

cantus planus hat geschrieben:Was Hw. Zulehner qualifiziert, eine solche Messe zu kommentieren, erschließt sich mir ohnehin nicht.
Beim Otto läßt man das "von" weg, aber der Paul darf sein "Zu-" behalten. Das ist mal wieder typisch Ösis. Inkonsequent bis dorthinaus. :aergerlich: ;D

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 16. Juli 2011, 21:39

taddeo hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Was Hw. Zulehner qualifiziert, eine solche Messe zu kommentieren, erschließt sich mir ohnehin nicht.
Beim Otto läßt man das "von" weg, aber der Paul darf sein "Zu-" behalten. Das ist mal wieder typisch Ösis. Inkonsequent bis dorthinaus. :aergerlich: ;D
Dem Zulehner spendiere ich sogar ein Hochwürden, weil ich weiss, wie sehr ihn das ärgert. :breitgrins:
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von civilisation » Sonnabend 16. Juli 2011, 21:56

offtopic

Nun laßt den armen Hochw. Herrn Zulehner doch mal seine Ruhe. Er ist soch doch in allen Dingen, die er schon seit Jahren verkündet, sicher, daß er im Vollbesitze der Unfehlbarkeit ist.



/offtopic

P.S.: Leider gibt es in seinem Metier viele unfehlbare Typen, was eigentlich schon ein Widerspruch in sich ist.

Edit: 22.04 Uhr - Bild verkleinert.
Zuletzt geändert von civilisation am Sonnabend 16. Juli 2011, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von taddeo » Sonnabend 16. Juli 2011, 21:58

civilisation hat geschrieben:Nun laßt den armen Hochw. Herrn Zulehner doch mal seine Ruhe.
Meinst Du, es rentiert sich noch, daß wir diese Zulehner-OTs aus dem Nekrolog rausnehmen und vielleicht in einen neuen Strang packen "Zulehner und andere Unfehlbare"?
Oder sollen wir es vorsichtshalber gleich hier lassen? :hmm:

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 16. Juli 2011, 22:00

Es kömmt mir gerade so vor, als hätten wir Zulehner ohnehin schon einmal einen eigenen Strang gewidmet. :hmm:
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von civilisation » Sonnabend 16. Juli 2011, 22:04

Man wird mich hier in diesem Forum schon richtig einschätzen, denn ich will nicht hinter jeden Satz ein Emoticon setzen.

Aber ob die werte Moderation jetzt die OT hier im Nekrolog stehenläßt oder gleich in den Paulchen-Strang verschiebt, überlasse ich eurem Urteil. Aber denkt dran: Zulehner ist erst im 71. Lebensjahr. Der kann sicher noch viel Unfrieden, Unruhe etc. anstiften bzw. anstellen.

:hmm:

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Melody » Sonntag 17. Juli 2011, 13:50

Keine "prominente" Person, aber ich möchte trotzdem sagen, dass in der vergangenen Nacht Pfr. Joachim Zimmermann im Alter von 81 (oder 83? hab es nicht genau verstanden) Jahren friedlich eingeschlafen sein soll.

Er war langjähriger Zelebrant der altrituellen Gemeinde in Düsseldorf, bis diese Aufgabe 2006 von der Petrusbruderschaft übernommen wurde.

R.I.P.
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Niels
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Niels » Sonntag 17. Juli 2011, 18:31

Melody hat geschrieben:Keine "prominente" Person, aber ich möchte trotzdem sagen, dass in der vergangenen Nacht Pfr. Joachim Zimmermann im Alter von 81 (oder 83? hab es nicht genau verstanden) Jahren friedlich eingeschlafen sein soll.

Er war langjähriger Zelebrant der altrituellen Gemeinde in Düsseldorf, bis diese Aufgabe 2006 von der Petrusbruderschaft übernommen wurde.

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von civilisation » Montag 18. Juli 2011, 22:48

Originalaufnahme der Pummerin am 16.7.211 anl. des Requiems für Otto von Habsburg:

http://www.youtube.com/watch?v=6Zuvz2ERKhg

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Yeti
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Yeti » Donnerstag 21. Juli 2011, 17:10

Raphael hat geschrieben:
dpa hat geschrieben:Otto von Habsburg, der älteste Sohn des letzten regierenden Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn, ist tot. Er starb am Montagmorgen im Alter von 98 Jahren in seinem Haus in Pöcking am Starnberger See. «Er ist friedlich eingeschlafen», sagte eine Mitarbeiterin der Nachrichtenagentur dpa. Otto von Habsburg war auch langjähriger Europaabgeordneter und Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union.
R.I.P.
Er ruhe in Frieden.

Übrigens ist die noch fortzuführende Liste seiner (im wesentlichen) Anspruchstitel nicht nur imposant, sondern auch politisch höchst brisant:

Seine kaiserliche und königliche Apostolische Majestät Otto I.
von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich,
König von Ungarn und Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawo-
nien, Galizien und Lodomerien, Illyrien, Lombardo-Venetien;
König von Jerusalem
etc.;
Erzherzog von Oesterreich;
Grossherzog von Toskana und Krakau;
Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyr, Kärnten, Krain und der Bukowina;
Grossfürst von Siebenbürgen, Markgraf von Mähren
;
Herzog von Ober- und Niederschlesien, von Modena, Parma, Pia-
cenza und Guastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara;
Gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz und Gradiska;
Fürst von Trient und Brixen;
Markgraf von Ober- und Niederlausitz und Istrien;
Graf von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg etc.;
Herr von Triest, von Cattaro und auf der windischen Mark;
Großwojwod der Wojwodschaft Serbien


Und in allem kommt es mir vor, als ob das damalige K. u. K.-österreichisch-ungarische Kaiserreich ein sehr friedliches Leben führte und so gar kein "Völkergefängnis" war, als welches es die kommunistische "Geschichtswissenschaft" später bezeichnete, allen voran die wahren Völkergefängnisse Sowjetunion und Jugoslawien.
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Niels » Donnerstag 21. Juli 2011, 17:15

Yeti hat geschrieben: Und in allem kommt es mir vor, als ob das damalige K. u. K.-österreichisch-ungarische Kaiserreich ein sehr friedliches Leben führte und so gar kein "Völkergefängnis" war, als welches es die kommunistische "Geschichtswissenschaft" später bezeichnete, allen voran die wahren Völkergefängnisse Sowjetunion und Jugoslawien.
:ja:
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von taddeo » Donnerstag 21. Juli 2011, 19:58

"König von Böhmen" - einer meiner Opas ist als deutscher Böhme noch ins K. u. K. Militär eingerückt.

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Yeti » Donnerstag 21. Juli 2011, 20:25

taddeo hat geschrieben:"König von Böhmen" - einer meiner Opas ist als deutscher Böhme noch ins K. u. K. Militär eingerückt.
Wo - wenn man fragen darf? Mein Opa hatte nicht dieses Glück, er hatte beim tschechoslowakischen Militär in der Kaserne in Iglau als Teil der deutschsprachigen Minderheit (Nordböhmen, Fulnek bei Neutitschein) seinen tschechischen Kameraden die Stiefel zu putzen.
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Maurus » Donnerstag 21. Juli 2011, 20:30

Kazimierz Kardinal Świątek, Erzbischof von Minsk bis 2006. Da war er schon fast 92. Mit 96 Jahren war er sozusagen der Consenior des Kollegiums. R.I.P.

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von taddeo » Donnerstag 21. Juli 2011, 20:39

Yeti hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:"König von Böhmen" - einer meiner Opas ist als deutscher Böhme noch ins K. u. K. Militär eingerückt.
Wo - wenn man fragen darf? Mein Opa hatte nicht dieses Glück, er hatte beim tschechoslowakischen Militär in der Kaserne in Iglau als Teil der deutschsprachigen Minderheit (Nordböhmen, Fulnek bei Neutitschein) seinen tschechischen Kameraden die Stiefel zu putzen.
1915, k. u. k. Infanterieregiment 91 in Budweis. Er stammte aus der Nähe von Kuschwarda in Südböhmen (Nähe Freyung auf bayerischer Seite).

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von HeGe » Donnerstag 21. Juli 2011, 22:29

taddeo hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:"König von Böhmen" - einer meiner Opas ist als deutscher Böhme noch ins K. u. K. Militär eingerückt.
Wo - wenn man fragen darf? Mein Opa hatte nicht dieses Glück, er hatte beim tschechoslowakischen Militär in der Kaserne in Iglau als Teil der deutschsprachigen Minderheit (Nordböhmen, Fulnek bei Neutitschein) seinen tschechischen Kameraden die Stiefel zu putzen.
1915, k. u. k. Infanterieregiment 91 in Budweis. Er stammte aus der Nähe von Kuschwarda in Südböhmen (Nähe Freyung auf bayerischer Seite).
Böhmen, da war er ja in guter Gesellschaft. Manch "böhmischer Gefreiter" hat es ja später immerhin auch noch zu was gebracht. :umkuck:
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Niels » Donnerstag 21. Juli 2011, 22:37

Dass ein Staatenloser sogar Regierungschef werden konnte, ist ein gelungenes Bespiel für Integration... :narr: :pfeif: :tuete:
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
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dass Hand und Mund zu jeder Stund'
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Re: Der Nekrolog

Beitrag von taddeo » Donnerstag 21. Juli 2011, 22:48

HeGe hat geschrieben:Böhmen, da war er ja in guter Gesellschaft. Manch "böhmischer Gefreiter" hat es ja später immerhin auch noch zu was gebracht. :umkuck:
Es gibt halt "Gesellschaft", die kann man sich nicht aussuchen.
Dank dieses Gefreiten wurde die Familie vertrieben, während der Vater schon zum zweitenmal in seinem Leben in Kriegsgefangenschaft war. "Zu was gebracht" hat er es danach nie mehr, außer zu einem äußerst bescheidenen und harten Leben.

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von Maurus » Donnerstag 21. Juli 2011, 22:51

"Der Nekrolog" :regel: ;)

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von taddeo » Donnerstag 21. Juli 2011, 22:52

Maurus hat geschrieben:"Der Nekrolog" :regel: ;)
Wir reden ausschließlich von Toten. Paßt doch? :achselzuck: ;D

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Re: Der Nekrolog

Beitrag von obsculta » Freitag 22. Juli 2011, 00:00

taddeo hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:"Der Nekrolog" :regel: ;)
Wir reden ausschließlich von Toten. Paßt doch? :achselzuck: ;D

Paßt absolut!

Dank dieses Gefreiten habe ich meinen Großvater väterlicherseits nie kennengelernt.

Ich kenne nur sein Grab.

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