Dialekte und Umgangssprache

Sonstiges und drumherum.

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Lioba
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OTs aus "Deutschschule"

Beitrag von Lioba » Freitag 13. August 2010, 10:09

Die nachfolgende Diskussion stammt ursprünglich aus der Deutschschule. Liobas Beitrag bezieht sich auf einen Beitrag von Jürgen zum Dialekt der Sauerländer. -HeGe


Eine Sprache, die ein Zugezogener nie richtig erlernen kann. :neinfreu: Das r und das ch sind auch so eine Sache. Aber fromm sind sie, die Sauerländer!
Hiähr Guoatt, du büss use Tauflucht füör und füör.

@ Jürgen Ich weiss nicht wie es bei euch im Hochsauerland ist, aber für das Märkische gibt es ein "Riägelbauk". Und eine eigene AT - Übersetzung!
http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Ludwigsen

Letztere mit den Illustrationen von Carolsfeld.
Bild
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Re: Wertschätzung der Bibel

Beitrag von Juergen » Freitag 13. August 2010, 11:11

Lioba hat geschrieben:@ Jürgen Ich weiss nicht wie es bei euch im Hochsauerland ist, aber für das Märkische gibt es ein "Riägelbauk". Und eine eigene AT - Übersetzung!
Ich komme nicht aus dem HSK.

Aber DAS "Sauerländer Platt" gibt es nicht, sondern dieser Begriff ist eher ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von verschiedenen Arten.

Zwei Beispiele, die beide anders sind, als das was bei uns gesprochen wird/wurde.
Almer Platt: http://www.sauerlaender-heimatbund.de/h ... -strom.wma
Attendorner Platt: http://www.sauerlaender-heimatbund.de/h ... ehmann.wma
Lioba hat geschrieben:Aber fromm sind sie, die Sauerländer!
...De Lehmann krasset siek am Koppe un saggte: »Heer Düwel, dat wör mi tepasse, owwer siett mool, wu viell Lüe krie iek dann füör et HoltsteIlen?«

De Düwel makere en granterig Gesichte un meinere: »Ich habe kein einziges Wort von Dir verstanden, was sprichst Du überhaupt für ein Kauderwelsch?«
Dai andere Heer, dat harre de Lehmann intüsker rut, was de himmliske Vatter un dai meinere: »Das ist kein Kauderwelsch, wie Du glaubst, das ist Siulerlänner-Platt, was ich so gerne höre«.
»Das Sauerland,« saggte de Düwel, »ist für mich keine günstige Gegend und die, die dieses Plattdeutsch sprechen, meide ich wie das Weihwasser!«
Oe Lehmann kaik diäm Brunen schmacks in et Gesichte un saggte: »Heer Düwel, wann dat sou is, kann iek nit metkummen. Bi'm Füermaken mat Platt küert weren, dat staiht bi uns in en Statuten!«
As de Düwel dat horte, schlaug hai met sinem Bockfaute op de Eere un futt was'e.
:kugel:
Gruß
Jürgen

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Re: Deutschschule

Beitrag von Lioba » Freitag 13. August 2010, 13:01

Köstlich, nachdem ich lange genug hier lebe verstehe ich es sogar einigermassen. Das die Unterschiede sogar von Dorf zu Dorf ( van eem Dorp taum annern oder taut annere?) deutlich zu hören sind habe ich schon bemerkt.
Es gehört aber doch alles noch zum Niederdeutschen? Was mich erstaunt, dass neben ein paar treuen Brauchtumspflegern die Mehrheit der Leute unter 50 kaum Interesse am Dialekt zeigt. Sehr schade, denn zumindest in den Dörfern wurde hier bis in die Fünfziger Jahre Dialekt gesprochen und die Älteren unterhalten sich untereinander noch so. Als ich herzog hoffte ich noch, im Laufe der Zeit das hiesige Platt lernen zu können, hoffnungslos. In meiner Altersklasse verstand es zwar noch jeder, aber es war regelrecht verpönt. Das kenne ich aus keiner anderen Gegend. :nein:
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Re: Deutschschule

Beitrag von Juergen » Freitag 13. August 2010, 13:29

Lioba hat geschrieben:Köstlich, nachdem ich lange genug hier lebe verstehe ich es sogar einigermassen. Das die Unterschiede sogar von Dorf zu Dorf ( van eem Dorp taum annern oder taut annere?) deutlich zu hören sind habe ich schon bemerkt.
Es gehört aber doch alles noch zum Niederdeutschen? Was mich erstaunt, dass neben ein paar treuen Brauchtumspflegern die Mehrheit der Leute unter 50 kaum Interesse am Dialekt zeigt. Sehr schade...
Ja, leider ist das so.

Interessant finde ich auch, daß es z.B. eine klare Grenzlinie gibt, wo das "w" zum "b", während an anderer Stelle das "w" bestehen bleibt.
Bei uns wird z.B. aus den Fragewörtern "wer, wo, was" "bai, boh, bat".
In anderen Städten wird aus dem "was" ein "wat".
Gruß
Jürgen

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Re: Deutschschule

Beitrag von Lioba » Freitag 13. August 2010, 13:38

Wo verläuft diese Grenze?
Was mir auffiel- hier heisst die Pflaume Pruome , bei uns an der Saar gab es die Praume in einigen Dörfern glaube ich Preime, Preimsche.Spontan würde ich das eher mit der Nähe zu Frankreich in Verbindung bringen- prune. Aber da das r auch im Westfälischen zu finden ist, muss es wohl einfach die alte deutsche Form sein. :hmm:
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Re: Deutschschule

Beitrag von Juergen » Freitag 13. August 2010, 14:24

Lioba hat geschrieben:Wo verläuft diese Grenze?
Genaueres findest Du in: Reinhard Pilkmann-Pohl, Plattdeutsches Wörterbuch des kurkölnischen Sauerlandes, 1988
Das gescannte Buch gibt es auf der Homepage des Sauerländer Heimatbundes zum Download:
http://www.sauerlaender-heimatbund.de/P ... erbuch.pdf
Leider sind die Kartenscans sehr schlecht.

Daraus:

Code: Alles auswählen

Folgende Tabelle zeigt die Realisierung der Fragepronomina für einige ausgewählte Orte (in Klammern Kürzel der Altkreise):

ORT        HEIDEN           ALLENDORF     KIRCHRAR.         MEDEBACH        MEERHOF
           (OLP)            (ARN)           (MES)           (BRI)           (BUR)
was?       wat              bat            wat              wat             wat
wer?       woi              bai            wai              wai             wai
wem?       wiämme           biäme          weämme           weamm           wieme
warum?     wärümme          brümme         brümme           berimme         worömme
wo?        wō               bō             bō               boau            wō
wie?       wiu              biu            biu              böau            wou
Unser Platt ist in dem Fall vergleichbar mit dem von Allendorf (Altkreis Arnsberg),
statt biäme haben wir biärme
statt brümme haben wir bairümme oder bairömme
Lioba hat geschrieben:Was mir auffiel- hier heisst die Pflaume Pruome , bei uns an der Saar gab es die Praume in einigen Dörfern glaube ich Preime, Preimsche.Spontan würde ich das eher mit der Nähe zu Frankreich in Verbindung bringen- prune. Aber da das r auch im Westfälischen zu finden ist, muss es wohl einfach die alte deutsche Form sein. :hmm:
Kraike f. gelbe Pflaume, Reneklode. Kraikerte (Bri), Kroike (Els, Kir).

Priume f. Pflaume, Zwetschge. Plöime (Bri), Plīeme (Nie), Pliume (Bes, Eis), Plöüme (Fei, Sma), Prūme (Att, Dro, Olp), Proume (Wen);
Verkleinerungsform: Pruimken; Pruimeken (Bri), Pröimeken (Elp), Prümchen (Att), Prümtīn (Dro), Prümzīen (Olp).
Gruß
Jürgen

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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik » Freitag 13. August 2010, 15:45

Lioba hat geschrieben:(van eem Dorp taum annern oder taut annere?)
Da in den Dialekten der Dativ meist gefallen ist, scheint van een Dorp taut annere wahrscheinlicher. Aber der Ortskundige weiß es wahrscheinlich besser als der Linguist. :breitgrins:
Lioba hat geschrieben:hier heisst die Pflaume Pruome , bei uns an der Saar gab es die Praume in einigen Dörfern glaube ich Preime, Preimsche.Spontan würde ich das eher mit der Nähe zu Frankreich in Verbindung bringen- prune. Aber da das r auch im Westfälischen zu finden ist, muss es wohl einfach die alte deutsche Form sein. :hmm:
Althochdeutsch pflūma, mittelhochdeutsch pflūme, neuhochdeutsch Pflaume. (Die Verschiebung von p zu pf hat das Niederdeutsche nicht mitgemacht.)

Neben der Form mit l gibt’s eine ältere mit r: ahd. pfrūma, mhd. pfrūme und noch frühneuhochdeutsch pfraume. Mittelniederdeutsch und mittelniederländisch ist entsprechend prūme.

Das Wort ist früh entlehnt aus griechisch proúmnē »Pflaumenbaum« bzw. proũmnon (woher auch lateinisches prunus kömmt).

Identisch damit ist Priem für Kautabak (aus der Form pruim im Niederdeutschen und Neuniederländischen).
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Deutschschule

Beitrag von Juergen » Freitag 13. August 2010, 16:38

lifestylekatholik hat geschrieben:
Lioba hat geschrieben:(van eem Dorp taum annern oder taut annere?)
Da in den Dialekten der Dativ meist gefallen ist, scheint van een Dorp taut annere wahrscheinlicher. Aber der Ortskundige weiß es wahrscheinlich besser als der Linguist. :breitgrins:
"Van äim Dorp taum annern" ist richtig. - Zumindest wo ich her komme.
Gruß
Jürgen

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Re: Deutschschule

Beitrag von Juergen » Sonnabend 14. August 2010, 00:28

Hier mal Liedtexte:

Bey dir Opferunge
Bat op uersen Fellen wässet brenge vey taum Opferstäin,
legget op dat witte Linnen Waitenbräut un kloren Weyn.
Un bat süs no es ues äigen, legge vey met Dank do bey,
Här, Diu heäs ues alles giäwen, alles soll niu hören dey.

Goatt, neähm an, ba vey Dey brenget, mak et woahlgefällig Dey.
Wandle bräut un Weyn in Wunner, datt Deyn Fläisk un Blaut et sey.
Häuge vom Altor sik rekket hillge Kruiz taum Hiemel dann
Met deäm laiwen Goarressuehne hanget uese Heärten dran.


Folgendes Lied wird gerne zum Abschluß in der Schützenmesse gesungen.

Taum leßten Seägen
Boawen am Hiemelsrand. Goatt Deyne Seägenshand oapen häls Diu, open häs Diu.
Boawen am Hiemelsrand. Hiemel un Härgoattsland gruißet sik niu, gruißet sik niu.

Beärge im Siuerland boawen am Hieemelsrand, wasset taum Lecht, wasset taum Lecht.
Goatt, Deyne Seägenshand, Weäge im Siuerland, treck in de Höcht', teck in de Höcht'.

Boawen am Hiemelsrand, Goatt Diu, met Deyner Hand, twink al Gebrius, twink all Gebrius
Häime, o Siuerland! Gott, Deyne Seägenshand, help ues no Hius! Help ues no Hius!





Viel Spass beim Üben... :panisch:

Wichtig ist u.a., daß das "r" nicht gerollt wird. Wer das tut, sollte besser nach Siegen oder Wittgenstein auswandern.
Wittgenstein ist dort, wo man die Taxis daran erkennt, daß sie auf der Wetterseite verschiefert sind.

Apropos:
Ist ein Witschi (=Wittgensteiner) im Kölner Dom und zieht sich nackig aus.
Sagt der Kirchenschweizer zu ihm: "Sie können sich hier doch nicht ausziehen!"
Darauf der Witschi: "Wieso, die Figur dort hat doch auch nichts an."
Meint der Kirchenschweizer: "Die ist ja auch aus Marmorstein."
Darauf der Witschi: "Ja und? Ich bin aus Wittgenstein."



So liebe Linguisten.... nun erzählt mir mal was von Anlauten, Ablauten, Umlauten, Komischlauten... :kugel:
Gruß
Jürgen

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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 14. August 2010, 09:28

Juergen hat geschrieben:So liebe Linguisten.... nun erzählt mir mal was von Anlauten, Ablauten, Umlauten, Komischlauten... :kugel:
:hae?:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Lioba » Sonnabend 14. August 2010, 22:56

Bezog sich wohl auf die Diskussionen zwischen Robert und Stylie. Das Sauerland müsste ein wahres Paradies für euch sein , hier gibt es die erstaunlichsten Laute. Da könnte ich jetzt noch schöne Beispiele posten, aber mein Gatte wartet darauf, dass ich nach ihn bei komme. In seinem Heimatort vermeidet man sowohl Genitiv als auch Dativ und schafft die kühnsten grammatischen Konstruktionen um den lokalen Lieblingskasus, nämlich den Akkusativ, einsetzen zu können. Besonders witzig, wenn dies im normalen Umgangsdeutsch geschieht.
Wer wahrhaft kultiviert sein will, pflegt natürlich die Hochsprache samt Dativ.
Lern dem Kind kein Platt, das ist unfein. Woll?
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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Christ86 » Sonnabend 14. August 2010, 23:43

Was es für grässliche Dialekte gibt, da bin ich froh, dass wir Schweizer diese Entwicklung nie mitgemacht haben und noch immer stur bei unserem Gschnorr bleiben :breitgrins:

Am besten wäre es natürlich, wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden, wir würden euch den rechten Dialekt schon beibringen :kugel:
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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 14. August 2010, 23:53

Christ86 hat geschrieben:wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden
Tut ihr doch. In Zürich nämlich. :achselzuck:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Christ86 » Sonnabend 14. August 2010, 23:55

lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden
Tut ihr doch. In Zürich nämlich. :achselzuck:
:dudu:

Wir regieren in Schweizer Landen. Aber du als Bademer - wenn ich das recht in Erinnerung habe - bist sowieso ein annektierter Schweizer - man muss zumindest Baden an die Schweizer abtreten, sodass die Alemannen [=Schweizer] wieder vereint sind :breitgrins:
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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 15. August 2010, 00:04

Christ86 hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden
Tut ihr doch. In Zürich nämlich. :achselzuck:
Wir regieren in Schweizer Landen.
Genau. Sag ich doch.
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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Christ86 » Sonntag 15. August 2010, 00:07

lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden
Tut ihr doch. In Zürich nämlich. :achselzuck:
Wir regieren in Schweizer Landen.
Genau. Sag ich doch.
:hae?:
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Berolinensis » Sonntag 15. August 2010, 00:10

lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden
Tut ihr doch. In Zürich nämlich. :achselzuck:
Sic. Als ob schlappe 350 Jahre staatliche Trennung etwas an der Volkszugehörigkeit ändern könnten... :blinker:

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Christ86 » Sonntag 15. August 2010, 00:14

Berolinensis hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden
Tut ihr doch. In Zürich nämlich. :achselzuck:
Sic. Als ob schlappe 350 Jahre staatliche Trennung etwas an der Volkszugehörigkeit ändern könnten... :blinker:
Meine Volkszugehörigkeit ist schweizerisch. Diese Volkszugehörigkeit exisitiert übrigens seit weit mehr als 350 Jahren :pfeif:

Ganz abzusehen davon, dass wir natürlich die beste unter allen Nationen sind :breitgrins: Eine bessere Nation als die unsere kann es nicht geben :koenig:
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 15. August 2010, 00:19

Christ86 hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:wenn wir Zürcher einige Jahre in den deutschen Landen herrschen würden
Tut ihr doch. In Zürich nämlich. :achselzuck:
Wir regieren in Schweizer Landen.
Genau. Sag ich doch.
:hae?:
Was verstehst du denn nicht? :hae?:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Lioba » Dienstag 17. August 2010, 13:37

Nachklapper zum Niederdeutschen
Wer sich dafür interessiert findet Infos im Net unter "Daunlots".

@Christ68- als Schweizer, wie schätzt du das Werk von Otto Sutermeister ein?
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Niels » Donnerstag 23. Dezember 2010, 10:54

O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 23. Dezember 2010, 11:30

Ich würde es vielleicht eher als "Soziolekt" bezeichnen. :hmm:
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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Nassos » Donnerstag 23. Dezember 2010, 14:09

Ich stelle mir vor, wie zukünftige Heilige in Kiezdeutsch missionieren und deren Ikonen yo-mäßig sein werden. :panisch:
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Raimund J. » Mittwoch 29. Dezember 2010, 18:15

Im Deutschlandradio kam heute Nachmittag ein sehr unterhaltsamer Beitrag über "Meenzerisch":

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... cec565.mp3
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Raimund J. » Donnerstag 30. Dezember 2010, 20:54

Raimund Josef H. hat geschrieben:Im Deutschlandradio kam heute Nachmittag ein sehr unterhaltsamer Beitrag über "Meenzerisch":

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... cec565.mp3
Die "kleine Sprachgeschichte" gibt's auch für Schwäbisch:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... 04738c.mp3
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Re: Dialekte und Umgangssprache

Beitrag von Niels » Montag 25. April 2011, 17:51

O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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Die Wochentage in den Mundarten des Forums

Beitrag von Bernardo » Mittwoch 20. Juli 2011, 14:26

Vielleicht war es mal interessant zu hören, wie die Wochentage in den hier im Forum vertretenen Mundarten lauten.

Hier mal meine Version: :huhu:

Määndi
Zischdi
Mittwoch
Duurschdi
Friddi
Sommschdi
Sunndi

:)
Tertium non datur.

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Re: Die Wochentage in den Mundarten des Forums

Beitrag von cantus planus » Mittwoch 20. Juli 2011, 14:35

Schwyzerdüütsch:

Mänti
Zischti
Mittwuch
Donschti
Friti
Samschti
Sunnti

Platt:

Maundach
Dinsdach
Middwoch
Dunnersdach
Fridach
Sunnaubend (gesprochen ungefähr: -aum'd)
Sunndach
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taddeo
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Re: Die Wochentage in den Mundarten des Forums

Beitrag von taddeo » Mittwoch 20. Juli 2011, 14:46

Dort, wo ich herstamme und sprachlich geprägt wurde (also nicht in Niederbayern, wo ich jetzt lebe, sondern in der mittleren Oberpfalz) heißen die so:

Måunda
Iadda
Micha
Dunnaschda
Freida
Sannsta
Sunnda

(Das "åu" spricht sich etwa wie da englische "ow"; Betonung immer auf dem ersten Laut.)

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Re: Die Wochentage in den Mundarten des Forums

Beitrag von HeGe » Mittwoch 20. Juli 2011, 14:46

Mondaach
Dinsdaach
Meddwoch
Dunnersdaach
Friedaach
Samsdaach
Sundaach
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Die Wochentage in den Mundarten des Forums

Beitrag von taddeo » Mittwoch 20. Juli 2011, 14:49

HeGe hat geschrieben:Mondaach
Dinsdaach
Meddwoch
Dunnersdaach
Friedaach
Samsdaach
Sundaach
Ist das aachener Dialekt? :hmm:

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Re: Die Wochentage in den Mundarten des Forums

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 20. Juli 2011, 14:50

Ick will ja nich störn, abba: D'Woch goht mitt'm Sunntig aa. :breitgrins:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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