HeGe hat geschrieben:Nun ja, Papst Benedikt ist ja auch je nach Publikation alles zwischen eindeutig schwul und seit Jahren liiert mit so einer Musikprofessorin.
Es ist schon erstaunlich, über was sich manche Leute Gedanken machen.
HeGe hat geschrieben:Nun ja, Papst Benedikt ist ja auch je nach Publikation alles zwischen eindeutig schwul und seit Jahren liiert mit so einer Musikprofessorin.
Es ist schon erstaunlich, über was sich manche Leute Gedanken machen.
Hatte ich Benedikt XVI. erwähnt?
Mit "manche Leute" habe ich nicht explizit dich gemeint. Einen großen Unterschied in deinen Behauptungen und den von mir genannten sehe ich aber auch nicht.
Was viele Katholiken bei dieser Art von tiefflieger-Angriffen sauer reagieren läßt, ist der Umstand, daß im Hintergrund meistens mitschwingt: Sie stellen strenge Gebote auf und halten sich selbst nicht dran - also sind die Gebote falsch.
Das ist doppelt und dreifach falsch. Erstens weiß jeder Katholik, daß jeder Mensch sündhaft ist (er wußte es zumindest bis zu einigen Verirrungen der neueren Theologie). Auch Päpste begehen Sünden, der eine diese, der andere jene. Wir Papsttreuen werden vielleicht nicht so gerne darauf angesprochen - im Prinzip sollten wir überhaupt nicht von anderer Leute "Sünden" reden (von ihren Irrlehren schon) - aber die Mitteilung, Papst A habe ein Landgut an sich gerissen, Papst B eine Mätresse gehabt, Nummer C sei vor Stolz fast aus der Sedia Gestatoria gekippt usw. kann uns nicht wirklich überraschen.
Was dagegen wirklich überraschend ist - der Gedanke wurde hier ja auch schon einmal kurz angetippt - ist die Tatsache, daß noch nie in der Geschichte von inzwischen an 2000 Jahren ein Papst (oder ein Bischof und anderer Prälat) es unternommen hat, seine offenkundigen Sünden zur Norm zu erklären oder sonstwie zu legaliseren (z.B. wie Henry VIII.). Es gibt eine gute Reihe von Päpsten, denen sittliche Verfehlungen oder gemeine Verbrechen vorgeworfen werden - keiner davon hat jemals in der Lehre etwas geäußert, was nachher wieder aufgehoben hätte werden müssen.
Das erklärt auf der einen Seite die Wut, mit der manche Leute den Verfehlungen von kirchlichen Würdenträgern nachspüren - und bringt diese Angriffe gleichzeitig um jede tiefere Wirkung.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Amandus2 hat geschrieben:Warum macht Gott ganz und gar unwürdige Männer wie bestimmte Päpste des Mittelalters zu seinen Vertretern?
Ein Pontifikat ist wenn überhaupt, dann nur im Rückblick zu bewerten. Die "unwürdigen Männer" (wie Du sie nennst), waren vielleicht keine Heiligen, aber dafür oft politisch sehr erfolgreich.
Man könnte fast die Regel aufstellen: ein politisch starker Papst war oft kein Heiliger und ein heiligmäßiger Papst war politisch oft nicht erfolgreich. --- Ist auch irgendwie logisch: wer den politisch aufmüpfigen Kaisern und Königen immer nur mit Milde und Güte begegnet, kann ihnen schwerlich die Pistole auf die Brust setzen.
Gruß Jürgen
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Amandus2 hat geschrieben:Eine ganz naive Frage eines Nichtkatholiken:
Der Papst ist doch -nach katholischem Verständnis- der Stellvertreter Gottes.
Warum macht Gott ganz und gar unwürdige Männer wie bestimmte Päpste des Mittelalters zu seinen Vertretern?
"Das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott."
Amandus2 hat geschrieben:Warum macht Gott ganz und gar unwürdige Männer wie bestimmte Päpste des Mittelalters zu seinen Vertretern?
Ein Pontifikat ist wenn überhaupt, dann nur im Rückblick zu bewerten. Die "unwürdigen Männer" (wie Du sie nennst), waren vielleicht keine Heiligen, aber dafür oft politisch sehr erfolgreich.
Man könnte fast die Regel aufstellen: ein politisch starker Papst war oft kein Heiliger und ein heiligmäßiger Papst war politisch oft nicht erfolgreich. --- Ist auch irgendwie logisch: wer den politisch aufmüpfigen Kaisern und Königen immer nur mit Milde und Güte begegnet, kann ihnen schwerlich die Pistole auf die Brust setzen.
ach, du meinst, Gott sucht seine Stellvertreter danach aus, ob sie anderen die Pistole auf die Brust setzen können?
Amandus2 hat geschrieben:ach, du meinst, Gott sucht seine Stellvertreter danach aus, ob sie anderen die Pistole auf die Brust setzen können?
Ok, dann habe ich verstanden!
Ich habe den Eindruck, dir ging’s mehr um die Bezeichnung »Stellvertreter Gottes« (die der Papst so ja gar nicht führt) in deinem wenig informierten Kampf gegen die Kirche. Das ist dann allerdings bereits ein Ladenhüter.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Amandus2 hat geschrieben:ach, du meinst, Gott sucht seine Stellvertreter danach aus, ob sie anderen die Pistole auf die Brust setzen können?
Ok, dann habe ich verstanden!
Ich habe den Eindruck, dir ging’s mehr um die Bezeichnung »Stellvertreter Gottes« (die der Papst so ja gar nicht führt) in deinem wenig informierten Kampf gegen die Kirche. Das ist dann allerdings bereits ein Ladenhüter.
wo ist für Katholiken in diesem Zusammenhang der Unterschied zwischen "Gott" und "Christus", da sie doch das Filioque ablehnen?
Ja, nee. Ist klar. Am Besten hörst du jetzt mal auf zu rauchen, legst dich ins Bett und versuchst es morgen nochmal. Bis dahin mache ich diesen Strang dicht. Auch auf die Gefahr hin, damit dein Weltbild zu bestätigen. Diese Diskussion ist mittlerweile so hanebüchend daneben, dass wir uns das nicht weiter antun müssen.
cantus planus, Mod.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Amandus2 hat geschrieben:wo ist für Katholiken in diesem Zusammenhang der Unterschied zwischen "Gott" und "Christus", da sie doch das Filioque ablehnen?
cantus planus hat geschrieben:Am Besten hörst du jetzt mal auf zu rauchen, legst dich ins Bett und versuchst es morgen nochmal.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.