Die folgenden Beiträge stammen ursprünglich aus dem Scriptorium. Niels, Mod.
Jesus hat nicht den Versuch unternommen, die Welt als vernünftig zu beweisen. Ihm ging es um die Beziehung zum Vater im Himmel und zu den Menschen auf Erden. Seine Lehre war: Vergebung, Versöhnung und Frieden.
Zu verstehen ist seine Lehre aus seiner Biografie. Jesus kam aus kleinen Verhältnissen. Er war der einzige Sohn einer Handwerkerfamilie. Die Umstände seiner Kindheit und Jugend waren turbulent. Seine Mutter war schon als junges Mädchen schwanger geworden. Sie nahm ihren Sohn als Gottes Geschenk an. Trotz der schwierigen Umstände nahm sie ihr Mann zur Frau. Flucht und Heimkehr prägten seine Kindheit. Jesus wuchs im frommen und liberalen Glauben seiner Eltern auf. Sie erzählten ihm vom Vater im Himmel. Auch nahmen sie an einer Wallfahrt teil. In Jerusalem blieb Jesus fasziniert im Tempel. Er nahm an Weisheit zu und fand Gefallen bei Gott und der Welt. Er verlor seinen Vater.
Zu dieser Zeit lehrte Johannes in der Wüste. Er rief die Leute zur Umkehr und einem neuen Leben auf. Zeichen der Umkehr wurde die Taufe. Dabei wurden die Sünden symbolisch abgewaschen. Auch Jesus ließ sich taufen und ging selbst in die Wüste. Dort lebten Menschen in Grabhöhlen. Sie glaubten an böse Geister. Jesus verfiel diesem Glauben nicht. Für ihn begann ein neues Leben. Er zog durch das Land und verkündete die Botschaft vom neuen Leben im Staat Gottes.
Jesus selbst hatte über Gottes Gesetz nachgedacht. Er erkannte darin das Prinzip der Nächstenliebe. Jeder sollte die anderen lieben wie sich selbst. Das war der Weg zur ausgleichenden Gerechtigkeit, zum Frieden, zum Leben. Wer ihn geht, findet zu Gott, zum Nächsten, zu sich selbst. Im Zweifel muss jeder selbst entscheiden. Streit sollen die Menschen unter sich ausmachen. Als ultima ratio kommt das Gericht. Damit erregte Jesus große Aufmerksamkeit. Schüler schlossen sich ihm an. Ihr gemeinschaftliches Gebet wurde das Vaterunser.
Ihr Vaterbild entsprach der Schöpfungsgeschichte: Gott erlaubte fast alles. Sein Sohn Adam sollte nur nicht an den Baum der Erkenntnis und den Baum des Lebens gehen. Doch Adam blieb dem Vater nicht treu. Er aß vom Baum der Erkenntnis. Da sah er die Welt mit anderen Augen. Er verlor das Paradies und die Freundschaft des Vaters.
Doch Umkehr ist möglich: durch Vergebung, durch ein neues Leben nach Gottes Gebot der Nächstenliebe, durch die Gemeinschaft der Gläubigen. Christus lebt in ihnen und sie leben in Christus. Sie sind das Zeichen der Gegenwart. Im Vaterunser und entsprechenden Leben sind sie selber Söhne und Töchter Gottes.
Im Geist Jesu lassen sie sich taufen, brechen das Brot in der Eucharistie, erneuern die Vergebung in der Beichte und Firmung, feiern die Hochzeiten des Lebens in Ehe und Priesterweihe, trocknen Tränen durch die Krankensalbung.
Ob das vernünftig ist und wer dazugehören will, entscheidet jeder selbst.
Vergebung, Versöhnung und Frieden
Re: Antimodernisteneid und "natürliches Licht der Vernunft"
Das hört sich an wie ne Psychanalyse von nem Geisteskranken heutzutage. "Aus dem ist nix geworden weil sein Urgroßvater mal ne Flasche Schnaps gesoffen hat und er in jungen Jahren mal vom Wickeltisch gefallen ist".overkott hat geschrieben:Zu verstehen ist seine Lehre aus seiner Biografie. Jesus kam aus kleinen Verhältnissen. Er war der einzige Sohn einer Handwerkerfamilie. Die Umstände seiner Kindheit und Jugend waren turbulent. Seine Mutter war schon als junges Mädchen schwanger geworden. Sie nahm ihren Sohn als Gottes Geschenk an. Trotz der schwierigen Umstände nahm sie ihr Mann zur Frau. Flucht und Heimkehr prägten seine Kindheit. Jesus wuchs im frommen und liberalen Glauben seiner Eltern auf. Sie erzählten ihm vom Vater im Himmel. Auch nahmen sie an einer Wallfahrt teil. In Jerusalem blieb Jesus fasziniert im Tempel. Er nahm an Weisheit zu und fand Gefallen bei Gott und der Welt. Er verlor seinen Vater.
Merkst du eigentlich wirklich nicht wie respektlos du über unseren Herrn sprichst?
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Antimodernisteneid und "natürliches Licht der Vernunft"
@Overkott:
Ihrem vorstehenden Posting kann ich weitgehend zustimmen. Nur was Ihre Interpretatoin der Adamslegende betrifft, sehe ich diese als symbolische Schilderung eines (wohl notwendig in jedem Menschenleben durchlebten) Prozesses, der zum Verlust des "Kindheitsparadieses" durch das Eintreten in das "Alter der Erkenntnis", und nicht etwa als einen zu bedauernden Fehler, den es jetzt gälte durch vernunftferne Gläubigkeit wieder "auszubügeln".
Besonders gefällt mir Ihr Schlußsatz:
Ihrem vorstehenden Posting kann ich weitgehend zustimmen. Nur was Ihre Interpretatoin der Adamslegende betrifft, sehe ich diese als symbolische Schilderung eines (wohl notwendig in jedem Menschenleben durchlebten) Prozesses, der zum Verlust des "Kindheitsparadieses" durch das Eintreten in das "Alter der Erkenntnis", und nicht etwa als einen zu bedauernden Fehler, den es jetzt gälte durch vernunftferne Gläubigkeit wieder "auszubügeln".
Besonders gefällt mir Ihr Schlußsatz:
Da könnte ich direkt "Amen" darauf antworten. Denn so ist es tatsächlich ...Ob das vernünftig ist und wer dazugehören will, entscheidet jeder selbst.
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Raphael
Re: Antimodernisteneid und "natürliches Licht der Vernunft"
Meiner Ansicht nach muß man aufpassen, daß sich nicht über den Umweg der thomistischen Theologie der hellenistische Monismus in die christliche (näherhin: katholische) Theologie einschleicht. Dadurch, daß der Aquinat den Aristotelianismus gleichsam theologisch hoffähig gemacht hatte, bestand ja die Gefahr, gleichzeitig das zum Scheitern verurteilte Gottesbild der griechischen Philosophen zu importieren.overkott hat geschrieben:Jesus hat nicht den Versuch unternommen, die Welt als vernünftig zu beweisen.
Er selber ist IMHO dieser Gefahr nicht erlegen, seine Epigonen sind da schon gefährdeter.
Bei letzterem bin ich mir nicht so ganz sicher: Wenn der HERR ruft, ist Macht des Rufes manchmal stärker als die eigene Entscheidung.overkott hat geschrieben:Ob das vernünftig ist und wer dazugehören will, entscheidet jeder selbst.
Die Heiligen der katholischen Kirche legen hierfür ein beredtes Zeugnis ab!
Re: Vergebung, Versöhnung und Frieden
Jesus war wie ein Student.overkott hat geschrieben:Zu verstehen ist seine Lehre aus seiner Biografie. Jesus kam aus kleinen Verhältnissen....
Er hat mit 30 Jahre noch bei seinen Eltern gelebt, und wenn er was tat, war's ein Wunder.
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Raphaela
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Re: Vergebung, Versöhnung und Frieden
Overkott, was willst du damit eigentlich aussagen? Die Botschaft die (leider!) bei mir ankommt: Jesus war ganz Mensch und zwar nur Menschoverkott hat geschrieben:Jesus selbst hatte über Gottes Gesetz nachgedacht. Er erkannte darin das Prinzip der Nächstenliebe. Jeder sollte die anderen lieben wie sich selbst. Das war der Weg zur ausgleichenden Gerechtigkeit, zum Frieden, zum Leben. Wer ihn geht, findet zu Gott, zum Nächsten, zu sich selbst. Im Zweifel muss jeder selbst entscheiden. Streit sollen die Menschen unter sich ausmachen. Als ultima ratio kommt das Gericht. Damit erregte Jesus große Aufmerksamkeit. Schüler schlossen sich ihm an. Ihr gemeinschaftliches Gebet wurde das Vaterunser.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!
Re: Vergebung, Versöhnung und Frieden
Ja. Man kann kaum übersehen, dass overkott in mindestens jedem zweiten seiner Beiträge das und nur das betonen will.Raphaela hat geschrieben:Overkott, was willst du damit eigentlich aussagen? Die Botschaft die (leider!) bei mir ankommt: Jesus war ganz Mensch und zwar nur Mensch
Gruß
Sempre
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
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Quomodo facta est meretrix civitas fidelis (Is 1:21)
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Quomodo facta est meretrix civitas fidelis (Is 1:21)
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Raphael
Re: Vergebung, Versöhnung und Frieden
Die Botschaft, die ovi geben wollte war eine mit hintergründiger Natur, denn sein Posting stammte eigentlich aus einem Thread, in dem sich sempre und meine Wenigkeit nicht darüber einig werden konnten, wie sich denn das Verhältnis von Glaube und dem "natürlichen Licht der Vernunft" in dieser Welt so ausgestaltet.Raphaela hat geschrieben:Overkott, was willst du damit eigentlich aussagen? Die Botschaft die (leider!) bei mir ankommt: Jesus war ganz Mensch und zwar nur Menschoverkott hat geschrieben:Jesus selbst hatte über Gottes Gesetz nachgedacht. Er erkannte darin das Prinzip der Nächstenliebe. Jeder sollte die anderen lieben wie sich selbst. Das war der Weg zur ausgleichenden Gerechtigkeit, zum Frieden, zum Leben. Wer ihn geht, findet zu Gott, zum Nächsten, zu sich selbst. Im Zweifel muss jeder selbst entscheiden. Streit sollen die Menschen unter sich ausmachen. Als ultima ratio kommt das Gericht. Damit erregte Jesus große Aufmerksamkeit. Schüler schlossen sich ihm an. Ihr gemeinschaftliches Gebet wurde das Vaterunser.
Man verstehe also ovi hier bitte als den "unparteiischen Dritten", der die Auseinandersetzung mithilfe einer paradoxen Intervention zu entspannen suchte.