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kugelförmige Auferweckung?

Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2003, 22:59
von Dr. Dirk
Bei den Anathematismen gegen Origenes der Synode von Konstantinopel 543 heißt es u.a.:

5. Wer sagt oder daran festhält, bei der Auferstehung würden die Leiber der Menschen kugelförmig auferweckt, und nicht bekennt, daß wir aufrecht erweckt werden, der sei mit dem Anathema belegt. Quelle

Kann mir jemand sagen, wie so eine kugelförmige Auferweckung aussehen soll und warum es wichtig ist, diese zu verdammen? Wie kommt man überhaupt auf so eine Idee? :roll:

Gottes Segen,
Dirk

Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2003, 23:30
von Robert Ketelhohn
Das ist die christlich-platonisch verpanschte Sauce des Origenes, wie der alte Christenfeind Porphyrius zu Recht festgestellt hat. Kugel wegen der Idealgestalt des Kugelkörpers. Aber ich muß morgen sehr früh raus. Muß ins Bett. Erinner mich später noch mal dran.

Verfasst: Mittwoch 10. Dezember 2003, 13:56
von Dr. Dirk
Dann ist die Kugelform also die Idealform für den Körper. Da werden sich einige Leute aber freuen, dass sie diesem Ideal schon sehr nahe gekommen sind. :D

Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2003, 10:45
von Edith
Dirk hat geschrieben:Dann ist die Kugelform also die Idealform für den Körper. Da werden sich einige Leute aber freuen, dass sie diesem Ideal schon sehr nahe gekommen sind. :D
Ich kann Euch nur sagen:

ich BIN auferstanden ! :freude: :freude: :D :D :D :D

Verfasst: Freitag 12. Dezember 2003, 00:37
von Robert Ketelhohn
Alleluja.

Verfasst: Freitag 12. Dezember 2003, 07:53
von Edith
Ketelhohn hat geschrieben:Alleluja.
Idee für einen neuen Aufkleber:


Ostern - eine runde Sache !

:D

Verfasst: Samstag 9. Juli 2005, 01:22
von asderrix
Robert Ketelhohn hat geschrieben: Erinner mich später noch mal dran.
Hab mal in alten Themen gewühlt und will hiermit Dirk daran erinnern, das er doch Robert mal erinnern soll.

LG
Asder

Verfasst: Samstag 9. Juli 2005, 15:29
von Robert Ketelhohn
Ob die Kugelgeschichte tatsächlich Origenes selbst zuzuschreiben ist oder erst den Origenisten des fünften oder sechsten Jahrhunderts, ist umstritten. Ein Originaltext ist nicht überliefert. Derartiges könnte in De principiis gestanden haben und vom Übersetzer Rufin, der bekanntlich den Text auf Orthodoxie hin zu glätten versucht hat, getilgt worden sein. So etwa Koetschau, dagegen Karpp und Görgemanns.