Sehet, daß er Arbeiter aussendet....

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Petra
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Beitrag von Petra » Sonntag 10. April 2005, 00:39

Prof. Barbara Hallensleben, Theologin des Vatikans

Foto: http://www.jesus.ch/www/lfiles/img/article/16066.jpg

Prof. Dr. Barbara Hallensleben wurde 1957 in Deutschland geboren und ist Theologin. Sie lehrt seit 1994 an der Universität Freiburg (Fribourg, Schweiz) als Professorin für dogmatische Theologie. Schwerpunkte ihrer Forschung sind Ekklesiologie, Sakramentenlehre und orthodoxe Theologie. Sie gehört dem Direktorium des Fribourger Universitätsinstituts für Ökumenische Studien an.

2004 wurde sie als Laientheologin in die Internationale Theologenkommission berufen. Der Kommission gehören 30 Theologen vieler Nationen und Kulturkreise an, sie berät den Past und die Glaubenskongragation.


Quellen:
http://www.dioezese-linz.at/redaktion/i ... le_ID=2570
http://www.unifr.ch/spc/UF/mars04/doss11.php

Prof. Hallensleben über die Beziehung zur orthodoxen Kirche:
http://www.livenet.ch/www/index.php/D/a ... 189/19989/
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Petra
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Beitrag von Petra » Donnerstag 14. April 2005, 21:38

Pater Bertram Wick, Kosmetik aus Ekuador

Foto: http://www.coloncheline.ch/assets/image ... 1_sm02.jpg

Schon als Kind wollte Bertram Wick aus Waldkirch (Schweiz) Missionar werden, nachdem er eine Priester aus Ozeanien gehört hatte. Aber erst mit 25 begann er das Theologiestudium. Nach Studienaufenthalten in Rom und Innsbruck wurde er 1991 zum Priester geweiht.

Seit 14 Jahren lebt der 49-Jährige im verarmten Westen Ecuadors, mitten in einer wüstenähnlichen Leere. Um den Hunger der Menschen zu bekämpfen, baute der Bauernsohn zuerst Broccoli, Kohl, Gurken, Tomaten an. Ohne Erfolg.

Erst die Idee, Aloe Vera zu kultivieren, eine „Erste Hilfe Pflanze“, brachte die Wende. Heute bestellen 45 Bauernfamilien ihre Äcker mit der Heilpflanze. Studenten finanzieren sich damit ihr Studium. Auch eine Schule wurde durch den Ertrag möglich. Pater Bertram Wick und sein Team aus sechs Missionaren arbeiten mit.

>>Pater Bertram Wicks Gemeinde in Ecuador umfasst 1000 Quadratkilometer und 20 Dörfer. Kaum eine der kinderreichen Familien hat genügend zu essen. [..] Die Stürme verwüsteten 1997 auch die Pfarrei. «Fast vier Monate waren wir von der Aussenwelt abgeschnitten. Strassen gab es keine mehr», erinnert sich der Priester.<<

Quelle und ganzer Artikel (im Netz nicht mehr verfügbar):
http://www.tagblatt.ch/index.jsp?artike ... len/region
Noch’n Link:
http://www.coloncheline.ch/html/body_projekt.html
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Petra
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Beitrag von Petra » Sonntag 1. Mai 2005, 22:26

Gregor Böckermann, soziale Gerechtigkeit und Globalisierung

Foto: http://stiftung-zivilcourage.de/images/ ... ermann.jpg


>>Gregor Böckermann ist kein Freund der Diplomatie. "Reiche Menschen sind schlechte Menschen", sagt der katholische Ordensmann und: "Eine Bank zu überfallen ist nicht so schlimm wie eine zu gründen."
Der 64-jährige Gregor Böckermann ist Emsländer. Als er in Wesuwe zum Priester geweiht wurde, wollte er in Afrika Menschen zum Christentum bekehren. Heute ist seine Mission eine andere. Er will unsere Gesellschaft davon überzeugen, dass der Kapitalismus ungerecht und unchristlich ist. Banken, die dafür sorgen, dass wenige immer reicher und viele immer ärmer werden, bekämpft er besonders.<<

Quelle und ganzer Artikel: http://www.neue-oz.de/_archiv/noz_print ... 56301.html

>>Mit einer Protestaktion vor der Deutschen Bank in Frankfurt hat die Initiative Ordensleute für den Frieden gegen Krieg und Aufrüstung protestiert. Rund 25 Aktivisten kippten gestern 3,5 Tonnen Sand vor die Einfahrt der Bank-Zentrale und veranstalteten eine Sitzblockade. Die Polizei trug die Demonstranten einzeln weg. Die Aktion stand unter dem Motto „Sand im Getriebe – Hoffnung für die Armen“. Sie sollte nach Angaben des Ordenspaters Gregor Böckermann darauf aufmerksam machen, dass das Geldinstitut indirekt Rüstung, Krieg und Terror mitfinanziere. Wegen seines früheren Eindringens in die Frankfurter US-Militärbasis erhielt der Priester aus dem Orden der Weißen Väter einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu zehn Euro. Aus Protest gegen den Irak-Krieg hatte er am Karfreitag den Zaun des Militärgeländes durchschnitten. Böckermann wird den Strafbefehl nach eigenen Angaben vermutlich nicht annehmen. In diesem Fall droht ihm eine Haftstrafe.<<

Quelle und ganzer Artikel: http://www.vaticanradio.org/tedesco/ted ... .06.03.htm

Biographie: http://bocs.hu/chp/konf04/boeckermann9_04.htm
Längeres Interview mit Gregor Böckermann:http://www.laks.de/public/aktiv/interv-boeckermann.html
Noch’n Link:http://www.phil.uni-sb.de/projekte/impr ... 10301.html
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Beitrag von Linus » Montag 2. Mai 2005, 09:37

Dorothy Day, Sozialismus
und Christentum
DAY, Dorothy, Journalistin, in frühen Jahren radikale Anhängerin des Kommunismus, später Vertreterin eines christlichen Sozialismus, Gründerin des Catholic Worker Movement in den USA, Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin; * 8. November 1897 in Brooklyn, New York; † 29. November 1980 in New York. - Dorothy war nach zwei älteren Brüdern, Donald und Sam, die erste Tochter von Grace Satterlee Day und John Day. Später erhielt Dorothy mit Della noch eine jüngere Schwester und mit John, dem Nesthäkchen der Familie, noch einen dritten Bruder. Als Dorothy sechs Jahre alt war, erhielt ihr Vater, ein recht bekannter Sportjournalist, eine Anstellung bei einer Zeitungsredaktion in San Francisco. So zog Familie Day 1903 nach Oakland, Kalifornien. Nach drei guten und für die Familie angenehmen Jahren verlor John Day allerdings seine Arbeit, als das große Erdbeben in San Francisco auch den Zeitungsverlag zerstörte, in dem er tätig war. - Das Erdbeben von 1906 und die in selbstloser Weise obdachlos gewordenen Menschen helfende Mutter blieben Dorothy ein Leben lang in Erinnerung. Noch im selben Jahr zog die Familie dann nach Chicago, wo sie im (sozial schwachen) Süden der Stadt eine Mietwohnung bezog. Für den arbeitslosen Vater und seine Familie bedeutete dies ein sozialer Abstieg. Es war hier Chicago, wo die protestantisch erzogene Dorothy über eine Freundin erstmals näheren Kontakt mit der katholischen Kirche bekam. - Als John Day zum Editor des Sportteils einer Chicagoer Zeitung geworden war, zog die Familie in ein komfortables Haus in den wohlhabenden Norden der Stadt. Hier begann Dorothy Bücher zu lesen, die ihren Geist anregten und ihr Gewissen formten. Upton Sinclair's Novelle The Jungle inspirierte Dorothy zu langen Wanderungen in der armen Nachbarschaft von Chicago's South Side. Das war der Beginn ihrer ein Leben lang anhaltenden Nähe zu den Menschen und Wohnquartieren, welche die meisten lieber meiden. Dorothy hatte ein Auge für die kleinen Schönheiten inmitten der tristen Stadtfluchten. Bunte Haustüren, Geranien- und Tomatenpflanzen auf Balkonen und der Duft der Backstuben und Kneipen waren ihr Schönheit genug. Die belesene und kluge Dorothy gewann prompt ein Stipendium, das sie 1914 an die University of Illinois führte. Doch Dorothy war eine unwillige Studentin. Sie wandte sich in ihrem Denken mehr und mehr einer radikalen sozialen Richtung zu. Sie mied das Zusammenleben auf dem Campus und versuchte, soweit es ging, sich ihren Unterhalt selbst zu erarbeiten, um nicht vom Geld des Vaters abhängig zu sein. Zwei Jahre später stieg sie aus dem College aus und zog nach New York, wo sie eine Anstellung als Reporterin bei The Call, New Yorks einziger sozialistischer Tageszeitung, erhielt. Sie berichtete über Versammlungen und Demonstrationen, sie interviewte vom Butler und Arbeiterfunktionär bis hin zum Revolutionär die unterschiedlichsten Menschen. Als nächstes arbeitete Dorothy dann für das Magazin The Masses, welches gegen den Eintritt der USA in den I. Weltkrieg agierte. Im September 1917 kündigte die Post dem Magazin die Beförderungsverträge auf. Bundesbeamte durchsuchten die Redaktion, beschlagnahmten umfangreiches Material sowie die gesamte Korrespondenz. Fünf leitende Zeitungs- angestellte wurden der Anstiftung zum öffentlichen Aufruhr angeklagt. Im November 1917 wurde auch Dorothy inhaftiert, weil sie mit vierzig anderen Frauen vor dem Weißen Haus in Washington D.C. gegen den Ausschluß der Frauen vom Wahlrecht demonstrierte. Weil die inhaftierten Frauenrechtlerinnen in einem Arbeitshaus wahrhaft erniedrigend behandelt wurden, traten sie in den Hungerstreik. Schließlich wurden sie auf Geheiß des Präsidenten freigelassen. Zurück in New York spürte Dorothy, daß Journalismus eine zu dürftige Antwort auf eine Welt im Krieg war. So nahm sie im Frühjahr 1918 in Brooklyn an Ausbildungskursen für Krankenschwestern teil. - Dorothy Day war bis zuletzt der Überzeugung, daß sich im Lauf ihres Lebens kaum etwas an den sozialen Verhältnissen des Landes geändert hat. Und doch hat sie sich niemals mit einer Partei identifiziert oder zur Erreichung einer sozialen Änderung in Parteiprogramme einspannen lassen. - Ihre religiöse Entwicklung verlief dagegen wesentlich langsamer und nicht so geradlinig. Als Kind besuchte sie die Gottesdienste der Episkopalkirche. Als junge Journalistin in New York besuchte sie manchmal noch zu nächtlicher Stunde die katholische St. Joseph's Kirche in der Sixth Avenue, um zu beten oder still zu werden. Der katholische Gottesdienst gefiel Dorothy zunehmend. Auch wenn sie kaum etwas über die katholische Lehre wußte, die Spiritualität und Frömmigkeit faszinierte sie. Und sie sah in der katholischen Kirche mehr und mehr die Kirche der Emigranten und die Kirche der Armen. Als sie 1922 in Chicago als Reporterin arbeitete, teilte sie ihre Wohnung mit drei jungen Frauen, die jeden Sonntag die Messe besuchten und täglich Gebetszeiten pflegten. Für Dorothy war bald klar, daß "worship, adoration, thanksgiving, supplication ... the noblest acts" waren, zu denen wir Menschen in unserem Leben fähig sind. Ihr nächster Job führte Dorothy zu einer Zeitung nach New Orleans. Dort lebte sie nahe der katholischen St. Louis Cathedral, wo sie oft die abendlichen Segnungsgottesdienste besuchte. Zurück in New York kaufte sich Dorothy 1924 mit dem Erlös aus dem Verkauf der Filmrechte für eine Novelle ein kleines Cottage auf Staten Island. Auch begann sie eine vier Jahre währende "Ehe ohne Trauschein" mit dem englischen Botaniker Forster Batterham, den sie durch Freunde in Manhattan kennenlernte. Batterham war ein Anarchist und gegen Heirat und Religion eingestellt. In einer Welt voll solcher Grausamkeit fand er es für sich unmöglich, an einen Gott zu glauben. Zu dieser Zeit war Dorothy´s Glaube an Gott jedoch unerschütterlich und es machte sie traurig, daß Batterham Gottes Gegenwart in der natürlichen Welt, die er doch erforschte, nicht spüren konnte. "How can there be no God," fragte sie, "when there are all these beautiful things?" Ihre unterschiedliche Einstellung zu Glaube und Religion führten denn auch bald zu Streitigkeiten. - 1926 wurde Dorothy schwanger, und dies veränderte ihr Leben. Sie war einige Jahre zuvor nach einer Liebesaffaire mit einem Journalisten schon einmal schwanger gewesen. Doch endete die Schwangerschaft damals in der größten Tragödie ihres Lebens: in der Abtreibung. Dorothy verarbeite die seelischen Probleme später in der Novelle The Eleventh Virgin. Umso glücklicher war sie über diese Schwangerschaft. Sie war für sie ein Wunder des Lebens. Batterham wollte allerdings nicht daran denken, ein Kind in diese gewalttätige Welt zu entlassen. Am 3. März 1927 wurde Tamar Theresa Day geboren. Dorothy Day glaubte, daß sie nichts besseres für ihre Tochter tun konnte, als sie in der katholischen Kirche zu taufen. In ihrer Autobiography schreibt sie: "I did not want my child to flounder as I had often floundered. I wanted to believe, and I wanted my child to believe, and if belonging to a Church would give her so inestimable a grace as faith in God, and the companionable love of the Saints, then the thing to do was to have her baptized a Catholic." - Nach Tamars Taufe brach sie mit Batterham und am 28. Dezember 1927 wurde Dorothy selbst in die katholische Kirche aufgenommen. Es begann nun eine Periode in ihrem Leben, in der sie versuchte einen Weg zu finden ihren Glauben und ihre radikalen sozialen Wertvorstellungen zusammenzuführen. - Im Winter 1932 reiste Dorothy nach Washington D.C., um für die Magazine Commonweal und America vom Hungermarsch zu berichten. Sie sah die endlose Reihe von Demonstranten, welche mit ihren Transparenten und Schildern nach mehr Jobs, nach Arbeitslosenversicherung und Alterspensionen, nach einem Arbeitsverbot für Kinder sowie nach einem Gesundheitssystem und Wohnungsbauprogrammen verlangten. Was Dorothy veranlaßte, sich im Hintergrund zu halten, war die Tatsache, daß sie katholisch war und der Marsch von Kommunisten organsiert wurde, die nicht allein dem Kapitalismus, sondern auch der Religion den Kampf angesagt hatten. Der Tag des Hungermarsches war der 8. Dezember, das Fest der Erwählung Mariens. - Nachdem sie den Marsch beobachtet hatte, besuchte Dorothy den Shrine of the Immaculate Conception, wo sie (wie sie in ihrer Autobiographie schreibt) ihre inneren Qualen ins Gebet faßte: "I offered up a special prayer, a prayer which came with tears and anguish, that some way would open up for me to use what talents I possessed for my fellow workers, for the poor." - Am nächsten Tag war sie zurück in New York, wo sie Peter Maurin, einen französischen Emigranten traf. Maurin war früher ein Christian Brother, der 1908 Frankreich verlassen hatte, um in Kanada zu leben. Doch wenige Jahre später übersiedelte er in die USA. Als er Dorothy traf, war er Mädchen für alles in einem katholischen Jungencamp im Norden von New York, der von der Hand in den Mund lebte. Sein einziger Luxus war der Zugang zur Bibliothek des Kaplans und das kleine Taschengeld, das er gelegentlich von diesem erhielt. Während seiner Wanderjahre fand Maurin zu einem franziskanischen Lebensstil, der Armut als Berufung ansah. Sein zölibatärer Lebensstil gab ihm die notwendige Zeit für Studium und Gebet. Gespeist aus beiden reifte in ihm die Vorstellung einer biblisch orientierten Sozialordnung, die mehr Gerechtigkeit in die Gesellschaft bringen könnte. Als ein begnadeter Lehrer fand er zahlreiche Zuhörer für seine Ideen, so auch George Shuster, Herausgeber des Commonweal Magazine, der ihm Dorothy´s Adresse gab. Schon nach ihrem ersten Treffen sagte Dorothy, daß sie in Maurin die Antwort auf ihre Gebete erhalten habe. Er könne ihr dabei helfen, ihre wahre Berufung zu finden. Maurin empfahl Dorothy, eine Schriftenreihe zu publizieren, welche der breiten Öffentlichkeit die katholische Soziallehre darstellte. Die Soziallehre der Kirche könne die solide Grundlage zu einer friedlichen Transformation der Gesellschaft sein. Dorothy nahm die Idee gerne auf. Die Paulist Press erklärte sich bereit 2500 Exemplare von Dorothy´s neuer Schriftenreihe zu drucken. Ihre Küche wurde zum Redaktionsbüro. Die Schriften selbst verkaufte sie für einen Penny das Stück, damit auch die ärmsten Kreise sie kaufen konnten. Am 1. Mai 1933 wurden auf New York´s Union Square die ersten Exemplare des The Catholic Worker verkauft. Nur wenige Schriften dieser Art hatten nach ihrer Erstausgabe einen so durchschlagenden Erfolg. Was Dorothy nie zu träumen gewagt hätte, bis zum Dezember 1933 wurden bereits monatlich 100.000 Exemplare verkauft. Die Leser fanden im The Catholic Worker eine einmalige Stimme. Die Zeitschrift brachte die Unzufriedenheit mit der sozialen Ordnung zum Ausdruck. Sie nahm Partei für die Labor Unions und entwarf Visionen, welche Urbanisierung und Industrialisierung kritisch anfragte. Sie war nicht allein radikal, sondern vor allem auch religiös und forderte die Leser auch zu persönlicher Weltverantwortung heraus. - Während des ersten halben Jahres seines Erscheinens war der The Catholic Worker nur eine Zeitung. Mit Einbruch des Winters klopften aber Wohnungslose an Dorothy´s Tür und Maurin's Essays in der Zeitung riefen zur Erneuerung der alten christlichen Praxis der Gastfreundschaft gegenüber wohnsitzlosen Menschen auf. Auf diese Art konnten Christen Antwort auf Jesu Worte geben: "Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen" (Mt 25, 35). Auf diese Weise widersprach Maurin der Vorstellung, daß Christen nur für ihre Freunde sorgen, Fremde jedoch der unpersönlichen Fürsorge sogenannter charitable agencies überlassen sollten. Jedes Haus sollte seinen "Christ Room" und jede Pfarrei ein Haus der Gastfreundschaft haben, bereit für die Armen und Kleinen, die "Ambassadors of God." Umgeben von der Not der Menschen in ihrer Umgebung und aufgrund der Ausstrahlung ihrer Ideen auf die Leser des The Catholic Worker, war eigentlich klar, daß es nicht lange dauern konnte, bis die Herausgeber der Zeitung ihre Prinzipien in die Praxis umsetzen sollten. Dorothy's Wohnung wurde der Same für viele zukünftige "Houses of hospitality." Noch im selben Winter wurde ein Appartement mit Platz für zehn Frauen und eines für ebenso viele Männer angemietet. Dann folgte ein Haus in Greenwich Village. 1936 zog die Gemeinschaft in zwei Häuser in Chinatown, aber immer war zu wenig Platz für die Zahl der Hilfesuchenden. Zumeist waren es Männer, die anklopften, von denen Dorothy schrieb, es seien "grey men, the color of lifeless trees and bushes and winter soil, who had in them as yet none of the green of hope, the rising sap of faith." Viele, die zu Dorothy kamen waren überrascht, daß keiner beim Catholic Worker damit begann sie ändern zu wollen. Allein ein Kruzifix an der Wand erinnerte alle Kommenden unmißverständlich an die Gegenwart des christlichen Glaubens an diesem Ort. Und die Mitarbeiter erhielten nur Kost und Logie sowie ein gelegentliches Taschengeld. - Der Catholic Worker wurde zu einer nationalen Bewegung. 1936 gab es dreiunddreißig Catholic Worker Houses verteilt im ganzen Land. Und aufgrund wirtschaftlicher Depression gab es zahllose Menschen, die sie brauchten. Mancher Vorwurf wurde laut, denn es gab Leute, die Dorothy vorwarfen, sie sammle die Taugenichtse der Gesellschaft um sich, anstatt den ungewollt bedürftig gewordenen Menschen zu helfen. Als einmal ein Sozialarbeiter Dorothy fragte, wie lange es denn den "clients" erlaubt sei in den Häusern zu bleiben, antwortete Dorothy mit einem scharfen Blick: "We let them stay forever. They live with us, they die with us, and we give them a Christian burial. We pray for them after they are dead. Once they are taken in, they become members of the family. Or rather they always were members of the family. They are our brothers and sisters in Christ." Einige rechtfertigten ihre Vorwürfe an Dorothy mit dem biblischen Hinweis, daß schließlich auch Jesus gesagt habe, es werde allezeit Arme um uns herum geben (Joh 12,8). Solche Einwände konterte Dorothy mit dem Hinweis, daß dies zwar richtig sei, aber wir nicht damit zufrieden sein dürften, daß es so viele Arme sind. Und schließlich ist die bestehende Gesellschaftsstruktur "our making and by our consent, not God's, and we must do what we can to change it. We are urging revolutionary change." - Die Catholic Worker experimentierten auch mit landwirtschaftlichen Kommunen. 1935 wurde ein Haus mit Garten auf Staten Island gemietet. Bald darauf kam Mary Farm in Easton, Pennsylvania, in den Besitz der Gemeinschaft. Eine andere Farm wurde im Norden New Yorks nahe Newburgh erworben. Als Maryfarm Retreat House war es für ein längeres Leben als alle anderen bestimmt. Später kam noch für kurze Zeit die Maurin Peter Farm auf Staten Island dazu, welche dann zuerst nach Tivoli und dann nach Marlborough im Hudson Valley verlegt wurde. Dorothy erkannte mit der Zeit, daß es weniger die Berufung der Catholic Worker war, landwirtschaftliche Mustergemeinschaften zu gründen, als vielmehr für ländliche Houses of Hospitality zu sorgen. So gab die Gemeinschaft ihre Farmen zumeist wieder auf. - Was Dorothy den meisten Ärger einbrachte, war ihr ausgesprochener Pazifismus. Dieser war für sie das Herzstück des Evangeliums. Sie nahm Jesu Satz wahrlich wörtlich: "Stecke dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." (Mt 26, 52). Über viele Jahrhunderte war die katholische Kirche selbst in Kriege verwickelt. Päpste segneten Armeen und predigten Kreuzzüge. Im 13. Jh. hatte Franz von Assisi den Weg des Pazifismus wieder zu beleben versucht. Aber im 20. Jh. war es für Katholiken eher ungewohnt seinen Weg der völligen Gewaltlosigkeit einzuschlagen. The Catholic Worker's erster Ausdruck von Pazifismus wurde 1935 veröffentlicht. Es handelte sich dabei um den Dialog zwischen einem Patrioten und Christus, worin der Patriot Jesu Lehre als nobel aber unpraktikabel verwarf. Wenig Leser waren durch solche Artikel beunruhigt, bis zum Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs 1936. Die Faschisten unter General Franco präsentierten sich als Verteidiger des katholischen Glaubens. Nahezu jeder katholische Bischof und jedes katholische Blatt in den USA stellte sich hinter Franco. Allein The Catholic Worker lehnte es ab, Partei zu ergreifen und verlor nahezu zwei Drittel seiner Leser. Jenen, die Franco unterstützten, empfahl Dorothy früh, lieber einmal einen Blick auf dessen geistigen Verwandten und Kriegshelfer Hitler zu werfen und auf die beunruhigenden Ereignisse in Deutschland. Dorothy brachte ihre Angst und Sorge um die Juden zum Ausdruck und war später unter den Gründern des Committee of Catholics to Fight Anti-Semitism. Selbst nach Japans Angriff auf Pearl Harbor und Amerikas Kriegseintritt verkündete Dorothy, daß ihre Zeitschrift den pazifistischen Kurs beibehalten werde: "We will print the words of Christ who is with us always", schrieb sie und: "Our manifesto is the Sermon on the Mount." Opposition gegen Krieg, fügte sie noch hinzu, heiße keineswegs Sympathie für Amerika´s Feinde zu hegen. "We love our country.... We have been the only country in the world where men and women of all nations have taken refuge from oppression." Dorothy vertrat aber den Standpunkt, daß es zuerst die Aufgabe des Catholic Worker Movement sei, die Werke der Barmherzigkeit zu unterstützen und nicht die Werke des Krieges. Sie wurde nicht müde ihre Freunde und Förderer zu bitten "to care for the sick and the wounded, to the growing of food for the hungry, to the continuance of all our works of mercy in our houses and on our farms." Nicht alle Gemeinschaften folgten Dorothy. In den Monaten nach Amerikas Kriegseintritt schlossen fünfzehn Houses of Hospitality. Aber Dorothy's Sicht hatte auch Erfolg. Jede Ausgabe von The Catholic Worker erneuerte ihr Verständnis von einem christlichen Leben. Und viele junge Männer identifizierten sich mit Dorothy. Sie verbrachten den Krieg dann in der Regel im Gefängnis oder in Arbeitslagern. Einige leisteten waffenlosen Militärdienst als Sanitäter und Ärzte. Als der II. Weltkrieg 1945 endete, folgten ihm doch bald neue, kleinere Kriege, in welche die USA verwickelt waren, und vor allem der sogenannte Kalte Krieg. - Eines der Rituale im Leben der New York Catholic Worker community welches in den späten 1950ern entstand, war die Weigerung an der staatlich verordneten jährlichen Zivilverteidigungsübung teilzunehmen. In dieser jährlichen Übung für den nuklearen Ernstfall sah Dorothy nur den Versuch, einen Atomkrieg als überlebbar und gewinnbar darzustellen, um damit Milliarden von Dollars für Militärausgaben zu rechtfertigen. Als am 15. Juni 1955 die Sirenen ertönten, saß Dorothy inmitten einer kleinen Gruppe vor dem Rathaus. Ein Plakat verriet die Motivation zu dieser Aktion: "In the name of Jesus, who is God, who is Love, we will not obey this order to pretend, to evacuate, to hide. We will not be drilled into fear. We do not have faith in God if we depend upon the Atom Bomb." Dorothy beschrieb damals ihren zivilen Ungehorsam als Akt der Sühne für Amerikas Gebrauch der Atombomben in Hieroshima und Nagasaki 1945. Im ersten Jahr wurden die Dissidenten getadelt. Im folgenden Jahr wurden Dorothy und andere Friedensaktivisten für dreißig Tage inhaftiert, ebenso im darauffolgenden Jahr. 1958 setzte ein anderer Richter die Strafe aus. 1959 war Dorthy dann wieder im Gefängnis, diesmal nur für fünf Tage. Dann kam das Jahr 1960, als statt einer Handvoll Menschen schon fünfhundert im City Hall Park auftauchten. Die Polizei verhaftete einige, Dorothy war nicht unter den mutwillig ausgewählten. 1961 wuchs die Zahl der Demonstranten auf zweitausend an, von denen vierzig verhaftet wurden. Auch diesmal war Dorothy ausgenommen. Nach diesem Jahr wurden die Übungen für den nuklearen Ernstfall in New York ausgesetzt. - Ein anderes Betätigungsfeld der Catholic Worker war der Einsatz für die Menschen- und Bürgerrechte sowie die Gleichberechtigung der Schwarzen. Wie so oft wollte Dorothy Menschen besuchen, die dazu ein besonderes Beispiel setzten und fuhr deshalb 1957 nach Koinonia, einer christlichen landwirtschaftlichen Gemeinschaft im Süden Georgias, in welcher Schwarze und Weiße friedlich miteinander zusammenlebten. Als Dorothy dort eintraf, wurde die Gemeinschaft gerade angegriffen. Eines der Gemeinschaftshäuser war von Ku Klux Klan Anhängern mit Maschinengewehren beschossen worden und es wurden auf Äckern der Gemeinschaft brennende Kreuze errichtet. Dorothy bestand damals darauf die nächtlichen Wachposten zu besuchen und auch selbst Wachdienst zu leisten. Dabei entging sie nur knapp einer auf sie abgefeuerten Gewehrkugel. - Ihre Verantwortung für die Kirche führte Dorothy auch zum Zweiten Vatikanischen Konzil nach Rom. 1963 war Dorothy eine der fünfzig "Mothers for Peace", die nach Rom kamen, um Papst Johannes XXIII. für seine Enzyklika Pacem in Terris zu danken. Dem Tode nahe konnte Johannes XXIII. die Frauen nicht privat empfangen, doch bei der letzten öffentlichen Audienz bat er sie, ihre Arbeit fortzusetzen. 1965 kehrte Dorothy nach Rom zurück, um mit einem Fasten ihre Hoffnung auszudrücken, daß das Konzil im Kontext von Frieden und Völkerverständigung ein klares Statement zum Satz Jesu "Steck dein Schwert in die Scheide!" (Mt 26, 52) abgeben würde. Dorothy sah ihr Fasten als "Scherflein der armen Witwe" (Mk 12, 41-44) an, um die Bischöfe in ihrer Aufgabe zu unterstützen, mit klarer Stimme in die moderne Welt hineinzusprechen. Die Fastenden hatten im Dezember 1965 Grund zur Freude, als das Konzil die Konstitution über die Kirche in der Welt von heute Gaudium et Spes verabschiedete. Die Konzilsväter nennen darin alle Kriegshandlungen, die auf die Zerstörung ganzer Städte und weiter Gebiete und ihrer Bevölkerung unterschiedslos abstellen, ein Verbrechen gegen Gott und die Menschlichkeit, welche fest und entschieden zu verwerfen seien. (GS 80) Das Konzil wendete sich gegen jede Form blinden Gehorsams und betonte somit die Gewissensentscheidung des einzelnen Menschen (GS 79). Auch rief es die Staaten dazu auf , rechtliche Möglichkeiten für Kriegsdienstverweigerer zu schaffen (GS 79). Verbrechen gegen Gott und die Menschen, wie sie das Konzil in Gaudium et Spes verurteilte, waren für Dorothy Tagesbefehle der amerikanischen Militärs, die 1965 und in den folgenden Jahren anordneten Regionen in Vietnam mit intensivem Bombardement zu belegen. Viele junge Catholic Workers gingen während des Vietnamkrieges dafür ins Gefängnis, weil sie sich der Einberufung widersetzten, während andere alternative Dienste leisteten. Nahezu jeder innerhalb der Catholic Worker Communities nahm an Protesten teil und viele wanderten wegen zivilen Ungehorsams ins Gefängnis. Wahrscheinlich gab es niemals zuvor eine Zeitung, von deren Mitarbeitern so viele wegen Gewissensentscheidungen verurteilt worden sind wie vom Catholic Worker. Dorothy selbst war zuletzt 1973 im Gefängnis, weil sie an einer verbotenen Streikpostenkette teilgenommen hatte, um Cesar Chavez und die United Farm Workers in Kalifornien zu unterstützen. Sie war damals bereits 76 Jahre alt. - Dorothy lebte lange genug, um auch Ehrungen für ihre Bemühungen zu erfahren. 1967 machte sie ihren letzten Besuch in Rom, um am internationalen Laienkongreß teilzunehmen. Dort waren sie und ein Astronaut die einzigen Amerikaner, welche die Kommunion aus der Hand von Papst Paul VI. empfingen. Zu ihrem 75. Geburtstag widmete ihr das Magazin der Jesuiten eine Spezialausgabe, in der sie Dorothy als die Person bezeichneten, welche in den vergangenen vierzig Jahren am besten "the aspiration and action of the American Catholic community" verkörperte. Und die Notre Dame University ehrte sie mit ihrer Laetare Medaille, um ihr für ihr "comforting the afflicted and afflicting the comfortable" zu danken. Unter denen, die Dorothy besuchten, als sie nicht mehr reisen konnte, war auch Mutter Theresa von Kalkutta, die ihr das Kreuz ans Kleid heftete, welches sonst nur von den Mitgliedern der Missionary Sisters of Charity getragen wurde, die die ewigen Gelübde abgelegt hatten. - Schon lange vor ihrem Tod am 29. November 1980 wurde Dorothy von vielen als Heilige betrachtet. Keine ihrer Worte sind besser bekannt, als ihre schlagfertige Antwort auf solche Bestrebungen sie heilig zusprechen: "Don't call me a saint. I don't want to be dismissed so easily." Dessen ungeachtet steht sie, die das Erbe vieler Heiligen bewahrt hat, nun selbst auf der Kandidatenliste für eine Heiligsprechung. Dorothy sagte einst selbst im Blick auf ihr Leben: "If I have achieved anything in my life, it is because I have not been embarrassed to talk about God." Ihre prophetische Stimme ist trotz ihres Todes bis heute nicht verstummt. [...]

Quelle:http://www.bautz.de/bbkl/d/day_d.shtml
Bild
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Stefan
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Beitrag von Stefan » Freitag 26. August 2005, 21:52

Eine beeindruckende Fotostrecke:

Fotos aus dem Leben Gläubiger Katholiken

Mein Favorit:

Bild

Auch als Buch erhältlich:

24 Stunden im Leben der katholischen Kirche
Gebundenes Buch, 320 Seiten, 23,5x28, ISBN: 3-453-12032-9, durchgehend vierfarbig
34,90 [D] / SFr 59,80
Heyne-Verlag
Erscheinungstermin: August 2005 Titel ist lieferbar

Stefan
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Beitrag von Stefan » Freitag 26. August 2005, 22:08

(Ob Petra wohl heimlich ein Buch herausgegeben hat 8) :?: )

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Beitrag von Juergen » Sonntag 4. September 2005, 10:52

Der Titel heißt zwar "Seht wie er Arbeiter aussendet", doch möchte ich hier auch die Gelegenheit nutzen jene vorzustellen, die eher in die Kategorie passen "Seht wie er künftige Arbeiter beruft!"

Die neuen "Leoniner", also jene jungen (oder nicht mehr ganz jungen) Menschen, sie sich auf den Weg zum Priestertum machen.

:jump:
Gruß
Jürgen
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Petra
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Beitrag von Petra » Mittwoch 2. November 2005, 11:27

Jean Vanier und die Arche

Foto: http://www.larchearnprior.com/photos/ernie.jpg

Jean Vanier, geb. 1928 in Toronto, Kanada, wurde mit 20 Offizier auf einem Flugzeugträger. Ein Jahr später beschloss er in Paris in einer Kommunität zu leben, die von dem Dominikanerpater Thomas Philippe gegründet worden war. Dort studierte er Philosophie und kath. Theologie. Nach seiner Promotion unterrichtete er an der Uni Toronto. Bis 1963.
Im Dezember 1963 besuchte Jean Vanier, Père Thomas Philippe, welcher durch die Pariser Jahre für ihn zu einem Freund und geistlichen Begleiter geworden ist, in Trosly, wo dieser die Aufgabe des Hausgeistlichen in einem Heim namens „Val Fleuri“ für geistig behinderte Männer übernommen hatte. Jean Vanier kam durch diesen Besuch zum ersten Mal in Kontakt mit einer ihm bis dahin vollkommen unbekannten Welt. Wie es ihm dabei erging, beschreibt er folgendermaßen:
Jean Vanier hat geschrieben:„Ich war sehr erstaunt von dieser ersten Begegnung. Ich spürte den Urschrei, der aus ihren zerbrochenen Körpern, ihrem Herzen und ihrem Geist hervorbrach: „Liebst du mich? Bin ich liebenswert? Habe ich überhaupt einen Wert? Warum bin ich verlassen worden? “ (Heile 90) … „Alles in ihnen schrie nach Begegnung. Ihr ganzer Körper, ihr ganzes Dasein war ein einziger Mangel an Freundschaft und Gefühlen“(Heilende Gem. 7)
Durch Anregung seitens Père Thomas und nach dem Besuch mehrerer Behinderteneinrichtungen in Frankreich, entschließt sich Jean Vanier, seine Lehrtätigkeit aufzugeben und ein kleines Haus in Trosly zu kaufen.

Am 4. August 1964 zieht Jean Vanier mit Raphael und Pilippe, zwei Männern mit einer geistigen Behinderung, in dieses Haus in Trosly ein und gründen somit die erste Gemeinschaft der „Arche“.
Gedacht war seitens Jean Vaniers, aus seiner Vision und der in der Folge gegründeten Lebensgemeinschaft, keine weitere Institution werden zu lassen. Es sollten Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, eine Art familiärer Lebensgemeinschaft „mit prophetischen Charakter“ gegeben werden.

Wenige Monate nach Gründung der Gemeinschaft kam es zu einem Ereignis, welches grundlegend zur zukünftigen Entwicklung der Arche beitrug. Fast die gesamte Belegschaft des „Val Fleuri“ kündigte und Jean Vanier erklärte sich dazu bereit, die Leitung des Heimes mit 32 geistig behinderten Männern zu übernehmen. Dieser Schritt erforderte weitgehende Veränderungen, welche sich von der eigentlichen Idee entfernten. Zum einen nahm die Arche nun mehr die Art einer offiziellen Institution an, was eine ganz andere staatliche Zusammenarbeit erforderte. Zum anderen hatte die Arche durch das „Val Fleuri“ einen starken Zuwachs bekommen. Jean Vaniers Anliegen blieb aber gleich, den behinderten Menschen weiterhin einen überschaubaren Lebensrahmen zu bieten. Es wurden also immer, sobald die Gelegenheit bestand, kleine Häuser gekauft, in die einigen Assistenten mit einigen behinderten Menschen einzogen und eine neue Hausgemeinschaft gründeten.

Seit 1964 lebt Jean Vanier nun in Trosly, einem kleinen Dorf nordöstlich von Paris, in einer der von ihm ins Leben gerufenen Archegemeinschaften. 1982, wurde seine Alleinverantwortung, über die sich schnell ausbreitende Archebewegung, von einem Gremium abgelöst. Jean Vanier ist, über seine Aufgaben in der Arche hinaus, zusätzlich in der Arbeit mit anderen Randgruppen sowie in Vortrags- und Exerzitienarbeit, engagiert.

(Der Großteil der verarbeiteten Informationen stammt aus dem Auszug aus einer Diplomarbeit von Ruth Joseph)
Die Arche in Deutschland hat geschrieben:In den Gemeinschaften der Arche leben Menschen mit und ohne geistiger Behinderung zusammen. Viele Menschen mit Behinderung haben keine Familie – oder keine, die ihnen die Begleitung geben kann, die sie brauchen. Und manche haben die schmerzhafte Erfahrung gemacht, dass ihre Familie den Kontakt zu ihnen abgebrochen hat. Sie haben oft mehrere Einrichtungen erlebt und suchen einen Ort, wo sie zu Hause sein können. So ein Ort möchte die Arche sein.
Auch für unsere nichtbehinderten Mitglieder, die sogenannte Assistentinnen und Assistenten, die mit den behinderten Gemeinschaftsmitgliedern zusammen wohnen, möchte die Arche ein Zuhause sein – egal, ob sie in der Arche ein freiwilliges Jahr machen oder sich dafür entscheiden, auf Dauer in der Arche zu leben.
Quellen:
http://www.eirene.org/frankreich-temp/n ... kreich.19/
http://www.arche-deutschland.de/index2.html - Arche in Deutschland
Noch’n Link:
http://www.kath.de/bistum/limburg/texte ... rt02_5.htm
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Petra
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Beitrag von Petra » Freitag 4. November 2005, 14:51

Maria Luise Thurmair, Kirchenlied-Dichterin

Foto: http://www.christliches-chiemgau.de/bilder/mtt.jpg

Am 24.10.2005 starb 93-jährig Maria Luise Thurmair in München.
In Bozen (Südtirol) geboren, promovierte sie in Innsbruck in Philosophie und heiratete den Dichter Georg Thurmair. Nach dem Krieg zogen sie mit ihren 6 Kindern nach München.
Seit der Innsbrucker Zeit arbeitete Maria Luise Thurmair an Gesangsbüchern mit und war an der Erstellung des „Gotteslob“ maßgeblich beteiligt. Der Papst verlieh ihr den Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“.
DBK hat geschrieben: Als "Dienerin am liturgischen Gesang" sei sie stets hinter ihrem Werk zurückgetreten, hob Kardinal Lehmann hervor. "Gerade diese gläubige Demut ist es, die ihren geistlichen Dichtungen überzeitliche Größe verleiht." Die tief gehende Sprache ihrer Liedtexte offenbare nicht nur eine theologisch und philosophisch gebildete Frau, sondern auch eine glaubwürdige Dichterpersönlichkeit, welche die Botschaften ihrer Lieder selbst existentiell durchlebt habe.

Quelle: http://dbk.de/ Meldung vom 28.10.05
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Petra
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Beitrag von Petra » Sonntag 13. November 2005, 21:16

Dana Rosemary Scallon – Sängerin, Politikerin, Lebensschützerin

Foto: http://www.banbloodsports.com/awimages/2003-06.jpg

Als 18-jährige gewann Dana Scallon 1970 den Eurovision Song Contest (Gron Pri De La Schongssong) mit dem Lied All Kinds Of Everything. Später sang sie religiöse Lieder, z.B. Totus Tuus beim Besuch von Papst Johannes Paul II. in ihrer Heimat Irland 1979. In den 80zigern lebte sie mit ihrem Ehemann in den USA, sie kehrten 1997 zurück. Seither ist sie politisch tätig, 1999 wurde sie für eine Amtszeit ins Europäische Parlament gewählt. Sie tritt für Familienwerte ein und ist eine engagierte Lebensschützerin.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dana_(S%C3%A4ngerin)

Noch’n Link: http://www.livenet.ch/www/index.php/D/article/193/6344/
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Petra
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Beitrag von Petra » Samstag 19. November 2005, 10:34

Bischof Oscar Romero

Foto:http://www.stcuthbertscolinton.org.uk/w ... age001.gif


Oscar Arnulfo Romero Galdámez wurde am 15. August 1917 in Ciudad Barrios, einer Kleinstadt im nördlichen Bergland der Provinz San Miguel, El Salvador, geboren. Mit 13 Jahren tritt er in San Miguel in das "Kleine Seminar" ein, bevor er vier Jahre später ins Priesterseminar nach San Salvador wechselt. Wegen der Armut der Familie muss er durch Ferien- und Freizeitarbeit als Schreiner seine Studienkosten weitgehend selbst verdienen.

1939 schickt ihn sein Bischof nach Rom, um an der Gregoriana das Theologiestudium zu vollenden. Am 4. April 1942 empfängt er in Rom die Priesterweihe und kehrt am 15. August 1943 wegen der Wirren des Zweiten Weltkrieges nach El Salvador zurück. Er wird zunächst Pfarrer in Anamorós und bald Privatsekretär des Bischofs von San Miguel. 1966 wird er zum Sekretär der Bischofskonferenz von El Salvador ernannt.

Beim Volk ist er wegen seiner Bescheidenheit und Glaubwürdigkeit sehr beliebt. Wegen seiner Strenge gegen sich selbst und seiner Treue zu Rom ist er bei seinen Mitbrüdern im Priester- und Bischofsamt umstritten. Bei der Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe in Medellín (1968), als "progressive" Bischöfe die vorrangige Option der Kirche für die Armen formulierten, gilt er als "Konservativer". Im April 1970 wird er zum Weihbischof von San Salvador ernannt, vier Jahre später zum Bischof von Santiago de María.

Als Erzbischof Chávez 1977 aus Altersgründen von seinem Amt zurücktritt, fordert die Regierung in El Salvador einen Nachfolger, der in gutem Einvernehmen mit den Herrschenden sein Amt ausüben würde. In Bischof Romero glaubt das Regime den rechten Kandidaten gefunden zu haben. Am 3. Februar 1977 wird in Rom seine Ernennung zum Erzbischof von San Salvador bekannt gegeben.

Sechs Tage nach seiner Amtsübernahme erlebt Romero ein Massaker an Menschen, die auf dem Platz der Freiheit gegen den Wahlbetrug der Regierung protestieren. Tage später wird ein Priester entführt und gefoltert. Das Haus seiner Laienmitarbeiter wird dem Erdboden gleichgemacht. Am 12. März 1977 fällt sein Freund, der Jesuitenpater Rutilio Grande, mit seinem 14-jährigen Ministranten und dem 65-jährigen Katecheten einem Mordanschlag zum Opfer. "Diene Deinem Vaterland - töte einen Priester!" heißt es in Aufrufen der Machthaber und ihrer Schützlinge in den Todesschwadronen.Oscar Romero stellt sich der Herausforderung und fordert von der Regierung die unverzügliche Untersuchung der Vorfälle. Als nichts geschieht, ruft er zu Demonstrationen gegen den Ausnahmezustand auf und lässt alle katholischen Schulen für drei Tage schließen.

Oscar Romero bleiben nur drei Jahre Zeit als Erzbischof von San Salvador. Am Montag, dem 24. März 1980, wird er in der Kapelle des Krankenhauses der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung während einer Messfeier am Altar stehend ermordet. (Text von DBK/Adveniat. Stark gekürzt)

Quelle und ganzer Artikel:http://dbk.de/initiativen/verfolgte_chr ... omero.html
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Beitrag von Petra » Sonntag 27. November 2005, 12:43

P.Thomas Astan, Schauspieler und Salesianer

Foto: http://www.erzbistumberlin.de/images/Astan2.jpg

Der studierte Germanist und Kunsthistoriker, ausgebildete Schauspieler und Regisseur Thomas Astan war an Theatern und im Fernsehen ein vielbeschäftigter Mann. Besonders für Derrick und Tatort wurde er gerne für die zwielichtigen Typen genommen. Mit 40 orientierte er sich neu, studiert in Rom Theologie, wurde Priester und ist seit 1999 u.a. Künstlerseelsorger in Berlin. Er engagiert sich für die „Straßenkinder in Berlin“ und für Straßenkinder in Südamerika.
strassenkinder.at hat geschrieben:Dieter Kronzucker besucht Don Bosco Projekte in Lateinamerika Reportagen über Arbeit der Salesianer Don Boscos auf N24 "Campo Cielo" - Feld des Himmels, heißt das Elendsquartier am Rande von Tegucigalpa. Tausende von Waisenkindern vegetieren hier in den Abfallbergen der Hauptstadt von Honduras. In Campo Cielo kämpfen die Salesianer Don Boscos gegen die Verelendung der Jugend, meist ist es ein hoffnungsloser Kampf. "Talita Kumi" oder zu Deutsch "Steh auf Mädchen", nennt sich ein Dorfprojekt im Hinterland von Guatemala, das von den Patres des Ordens der Salesianer Don Boscos ins Leben gerufen wurde. Dabei werden Mädchen aus mittellosen oder zerrütteten Familien aus der Ausweglosigkeit des Elends befreit und an die Solidargemeinschaft herangeführt. Mit Erfolg: Inzwischen zählt Talita Kumi 154 Gemeinden. "Albergue" ist eine Sozialstation der Salesianer Don Boscos mitten in Mexiko-Stadt. Sie soll den Straßenkindern, die in den Schächten der U-Bahn hausen, eine Zuflucht bieten. Aber es ist schwer das Zutrauen der verwahrlosten Jugendlichen zu finden. "Jedes Kind, das wir dem Untergrund entwinden können, ist wie ein Sieg über die Dunkelheit", so P. Thomas Astan.
(Zitat aus dem ersten Link unten)



Quellen:

http://www.strassenkinder.at/cgi-bin/db ... b=0&so=rev
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/14 ... 930344.asp
http://www.erzbistumberlin.de/3614.htm
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Petra
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Beitrag von Petra » Sonntag 4. Dezember 2005, 12:46

Prof. Hubert Wolf und die verbotenen Bücher

Foto: http://www.dfg.de/aktuelles_presse/prei ... s/wolf.jpg

Hubert Wolf, 1959 geboren in Wörth auf der schwäbischen Alb, studierte kath.Theologie in Tübingen und München, 1985 Priesterweihe und dann wurde er erst mal als Kaplan in die Provinz geschickt. Dort fand er Unterlagen über einen Inquisitionsprozess und fragte 1988 mal eben bei Kardinal Ratzinger an, ob er Einblicke in die Archive der Inquisition haben könne. Abgelehnt! So musste er ohne diese Hilfe auskommen, schrieb über den Prozess seine Promotion und habilitierte mit Ausnahmeregelung ein Jahr später zum Kirchenhistoriker.
Ulrich Schnabel hat geschrieben: Nicht ganz so selbstverständlich, dass der Bischof die Doktorarbeit nach Rom schickt – und Kardinal Ratzinger davon so beeindruckt ist, dass er Hubert Wolf nun tatsächlich als erstem Wissenschaftler Zugang zu den jahrhundertelang verschlossenen Archiven des Vatikans gewährt. So fährt der Historiker 1992 in einem wackligen Aufzug in den Keller unter dem Palazzo del Sant’ Ufficio und beginnt bei trübem Licht mit der Entdeckungsreise in den bis dato unbekannten Kontinent der vatikanischen Buchzensur. Als Erstes prüft er seine eigene Doktorarbeit nach (»Bis auf eine Sache, die ich nicht wissen konnte, war alles richtig.«) und wendet sich dann anderen Fällen zu. [..]
Als Papst Johannes Paul II. schließlich 1998 die geheimen Archive öffnet, ist Wolf anderen Historikern weit voraus. Er und seine Arbeitsgruppe haben sich inzwischen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: »Wir wollen sämtliche Fälle der katholischen Buchzensur aus 450 Jahren inventarisieren – Bücher, Gutachten, sämtliche Mitarbeiter des Index und der Inquisition mit Kurzbiografie und Bibliografie.
(Aus dem Artikel der Zeit, Link und ganzer Artikel s.u.)

Seit 2000 ist Hubert Wolf u.a. Direktor des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Münster, Mitherausgeber der Zeitschrift „Saeculum“, Mitglied der Kommission für Zeitgeschichte und des wissenschaftlichen Beirats des Archivs der Glaubenskongregation, Leiter des DFG-Projekts „Römische Inquisition und Indexkongregation“. 2003 erhielt er den höchstdotierten deutschen Förderpreis, den Leibniz-Preis und 2004 den Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbands für »die beste Vermittlung von Wissenschaft in die Öffentlichkeit«.



Quellen:

http://zeus.zeit.de/text/2004/40/P-Wolf
DFG-Projekt ”Römische Inquisition und Indexkongregation”: http://www.buchzensur.de/
Buchveröffentlichungen: http://www.hr-online.de/website/radio/h ... nt_5294212
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Beitrag von Petra » Samstag 10. Dezember 2005, 22:16

Schwester Sophie Boudri, Waisenmutter in Bethlehem

Foto: http://www.mi-lorenteggio.com/images/te ... GA4077.JPG


Schwester Sophie Boudri stammt aus dem Libanon und gehört dem Orden der Töchter der Nächstenliebe an. Sie leitet das Waisenhaus „La Crèche“ in Bethlehem, in dem bevorzugt uneheliche Kinder aus Palästina aufgenommen werden, die von den Familien ausgestoßen werden, um sich keiner Schande wegen einer schwanger gewordenen Tochter auszusetzen. Das Waisenhaus wird von Bethlehempilgern finanziert, die dort Unterkunft finden.

Schwester Sophie sagte: Der Mensch leidet grausam in sich selbst. Wir Christen sind im Heiligen Land nicht sehr geschätzt. Aber ich glaube, nur mit intensiver Liebe können wir die Botschaft weitergeben und etwas für dieses leidgeprüfte Land tun. Unsere Waffe ist Liebe, und die Liebe ist alles.

Quelle: http://www.zenit.org. Artikel vom 14.5.2002
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Beitrag von Petra » Freitag 23. Dezember 2005, 08:13

Pater Anselm Grün, Mönch und Autor

Foto: http://www.planet-wissen.de/pics/IEPics ... rlaub1.jpg

Pater Dr. Anselm Grün OSB (Benediktiner) ist der meistgelesene deutschsprachige Autor christlicher Bücher.

1945 in Franken geboren und in München aufgewachsen trat er mit 19 in die Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg ein. Er studierte Theologie, Philosophie und Betriebswirtschaft und ist seit 1977 der wirtschaftliche Leiter (Cellarar) der Abtei, verantwortlich für ca. 300 Mitarbeiter in über 20 Berieben.

Seine Bücher wurden über 8 Millionen mal verkauft und in 30 Sprachen übersetzt.

Quellen:
Homepage: http://www.anselm-gruen.de/
Link: http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel, ... ,,,,,.html
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Beitrag von Petra » Freitag 23. Dezember 2005, 08:18

Madeleine Delbrêl, Mystikerin der Straße

Bild

>>Madeleine Delbrêl wurde geboren am 24.10. 1904 in Mussidan (in der Dordogne, Südfrankreich). Mit 16 Jahren beginnt sie in Paris ihr Studium der Philosophie, Geschichte und Kunst. Bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr ist sie intellektuelle Atheistin.

Im Jahre 1924 erlebt sie ihre Bekehrung. Von 1933 an beginnt sie in Ivry, einem Pariser Vorort, zu arbeiten. Ivry ist eine marxistische Stadt, eine Hochburg der Kommunisten. Unter härtesten Lebensbedingungen, in einem »Labyrinth des Nicht-glauben-Könnens« ist sie im Sozialdienst tätig. Ohne alle Berührungsängste teilt sie das Leben der »kleinen Leute von der Straße«. Sie gründete und lebte in einer kleinen Gemeinschaft.

In besonderer Weise fühlt sie sich den atheistischen Kommunisten verbunden. »Es hat sich ergeben«, so sagte sie einmal, »daß die Kommunisten meine Nächsten sind... sie sind meine Nächsten geworden, ich hatte keine Wahl«. In der Jahren 1939-1944 mit all den Kriegswehen in Frankreich steht D. an vorderster Front im Sozialdienst. Als im Jahre 1941 die französischen Bischöfe das Priesterseminar »Mission de France« gründeten, mit dem Ziel, Priester für die innere Mission im geistlich-geistig verwahrlosten Frankreich auszubilden, »gehört sie zu den wenigen Ratgebern«. (Kl. Armbruster). Die Mission ist und bleibt ihre größte Sorge. Vor allem nach dem Erscheinen von »Christ in einer marxistischen Stadt« wird sie immer wieder zu Vorträgen eingeladen. Hans Urs von Balthasar spricht von ihr als »einer der bedeutendsten Frauen unseres Jahrhunderts«.

Madeleine Delbrêl starb 1964 in Ivry.<< (Artikel von bautz.de, gekürzt)

Quelle:
http://www.bautz.de/bbkl/d/delbrel_m.shtml

Homepage (französisch): http://www.madeleine-delbrel.net/

Artikel aus „Die Tagespost“:
http://www.die-tagespost.de/Archiv/tite ... sp?ID=1124
http://www.die-tagespost.de/Archiv/tite ... sp?ID=2756

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Beitrag von Petra » Sonntag 1. Januar 2006, 01:04

Pater Kieran Creagh C.P., Aids in Südafrika

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Pater Creagh wurde1962 in Belfast (Nordirland) geboren und arbeitete einige Jahre als Bankangestellter, bevor er 1993 als Mitglied der Passionisten zum Priester geweiht wurde. Diese Entscheidung führte ihn erst nach Botswana und danach, vor 7 Jahren, für ein anvisiertes halbes Jahr in ein Township außerhalb von Pretoria. Dort sind bis zu 40 % der jungen Erwachsenen mit HIV infiziert. (In ganz Südafrika gibt es 5 Millionen Menschen mit HIV.) „Es gab jeden Tag zwei, drei, vier Beerdigungen. Jemand wurde von der Polizei erschossen, ein anderer bei einem Raubüberfall. Aber das große Problem war Aids.“ Pater Creagh blieb. Nach 6 Jahren beschloss er ein Hospiz zu bauen. Seine Familie und Freunde organisierten dafür Spenden. Seit einem Jahr leitet er das Leratong Hospiz in Atteridgeville (Leratong bedeutet: wo es Liebe gibt) und sah im ersten Jahr mehr als 140 Menschen sterben. 2004 stellte sich Pater Creagh zur Verfügung, mit einem Impfstoff zur Vorbeugung gegen Aids getestet zu werden, obwohl er den Virus nicht hat. 2004 wurde er ausgezeichnet als „Internationaler Ire 2004“.

Quellen:
http://homepage.eircom.net/~passionist/ ... creagh.htm
http://www.bbc.co.uk/pressoffice/pressr ... ober.shtml
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Beitrag von Petra » Mittwoch 4. Januar 2006, 20:32

Annalena Tonelli in Somalia

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>>Am 5.10.2003 wurde die aus Italien stammende katholische Ärztin und Laienmissionarin Annalena Tonelli in ihrem Heim in Borama (Somalia) ermordet.

Annalena Tonelli lebte über 30 Jahre in Somalia. Sie gründet dort mehrere Krankenhäuser und Pflegeheime, ein Waisenhaus, engagierte sich insbesondere in der Bekämpfung der Tuberkulose in Somalia, bemühte sich um die medizinische Aus- und Weiterbildung im Lande, gründete eine Schule für taubstumme und körperlich behinderte Kinder. 2002 wurde sie von Carlo Azeglio Ciampi, dem italienischen Präsidenten, mit dem Ehrentitel eines «Commendatore della Repubblica Italiana» ausgezeichnet; letzten April erhielt sie für ihre Arbeit zur Linderung der Not von Flüchtlingen den Nansen Refugee Award (Somaliland Times: Congratulations to Miss Annalena for the Nansen Refugee Award) verliehen. Die Nachricht von ihrer Ermordung hat in Somalia Bestürzung hervorgerufen. Der Präsident des Landes, Dahir Riyalew Kahin, verurteilte das Verbrechen und versprach, dass die Täter gefasst und bestraft würden. Annalena Tonelli beschrieb er als «a great hero».<<

Quelle: http://domine.blogspot.com/2003_10_01_d ... chive.html
(Artikel vom 7.10.2003. Dort unter dem gleichen Datum auch ein Selbstzeugnis von Annalena Tonelli, verfasst für den International Volunteer Day 2002 im Vatikan)

Zeugnisse von Mitschwestern: http://www.fides.org/deu/martirologio/g ... html#test7

Artikel von Davide Malacaria:
http://www.30giorni.it/te/articolo.asp?id=6021

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Beitrag von Petra » Samstag 4. Februar 2006, 11:17

Pater Florian von Bayern, Prinz in der Mission

Foto: http://www.missionsprokura.de/bilder/pr ... omaden.jpg

Pater Florian OSB (geb. 1957) ist ein Enkel des letzten bayrischen Königs. Er ist Benediktiner und zog im Januar 2002 von St. Ottilien nach Afrika an die Missionsfront, in ein Gebiet Nord-Kenias an der äthiopischen Grenze. Dort leben die Menschen als Nomaden und Halbnomaden, Stammesgegensätze bestimmen das Miteinander. - Die Einheimischen hatten den Ortsbischof nach einer Missionsstation gefragt. Pater Florian was als Erster gekommen und lebte unter einfachsten Bedingungen. 2004 waren es schon 5 Stationsangehörige.

(Zur Entwicklung der kleinen Station siehe die Links in der Quelle. PDF-Formate)

Quelle:http://www.missionsprokura.de/projekte.html
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Beitrag von Petra » Sonntag 5. Februar 2006, 12:33

Dietrich Bonhoeffer (4.2.1906 – 9.4.1945)

Billige Gnade heißt Gnade als Schleuderware, verschleuderte Vergebung, verschleuderter Trost, verschleudertes Sakrament; Gnade als unerschöpfliche Vorratskammer der Kirche, aus der mit leichtfertigen Händen bedenkenlos und grenzenlos ausgeschüttet wird; Gnade ohne Preis, ohne Kosten. Das sei ja gerade das Wesen der Gnade, dass die Rechnung im Voraus für alle Zeit beglichen ist. Auf die gezahlte Rechnung hin ist alles umsonst zu haben. [..]

Teure Gnade ist der verborgene Schatz im Acker, um dessentwillen der Mensch hingeht und mit Freuden alles verkauft, was er hatte;[..]

Teure Gnade ist Menschwerdung Gottes. [..]

Quelle und ganzer Text: http://paxetbonum.de/index.php/2004/02/ ... onhoeffer/



Von guten Mächten

1. Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Quelle und alle Strophen: http://www.ekd.de/bonhoeffer/texte.html



Biographie: http://www.ekd.de/bonhoeffer/biographie.html
Biographie mit vielen Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer
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Beitrag von Petra » Samstag 11. Februar 2006, 14:58

Hanna und Walter Hümmer und die Christusbruderschaft, ein evangelischer Orden

Foto: http://www.christusbruderschaft.de/images/anfang01.jpg

>>Pfarrer Walter (1910 - 1972) und Hanna (1911 - 1977) Hümmer sind die Gründer der Communität Christusbruderschaft. In ihrer Verlobungszeit begegnen sie der Oxford Gruppenbewegung und lernen dort einen christlichen Lebensstil kennen, der von der Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes im Alltag geprägt ist.

Am 1. Juni 1937 beginnt der Dienst des jungen Pfarrerehepaares in Schwarzenbach an der Saale, einem oberfränkischen Industriestädtchen. Die Bevölkerung damals, größtenteils Arbeiter, sind der Kirche noch entfremdet. Hümmers beten Jahre hindurch täglich um einen geistlichen Aufbruch. Nach einigen Jahren, vor allem während des Krieges, beginnen Frauen und Männer, Mädchen und Jungen nach Gott zu fragen. Es geschieht eine große Bewegung in der Gemeinde, die hinführt zur Communität: Eine kleine Gruppe von jungen Frauen und Männern fragen nach dem Willen Gottes für ihr eigenes Leben in einem intensiven Prozess des Betens und Hörens auf Gott. Karfreitag 1948 schenkt Gott ihnen die Gewissheit, als eine evangelische Ordensgemeinschaft zusammen zu gehören. Die Erfahrung des Kreuzes Christi prägt die Gründungsstunde und prägt die Spiritualität der Communität. Kreuz, Dornenkranz und das Herz sind die Zeichen der Gemeinschaft.

Am 1. Januar 1949 beginnt in der Schwarzenbacher Kirche in einem Abendmahlsgottesdienst das gemeinsame Leben der Communität. 1949 siedelt sie nach Selbitz um. Hier ist heute das Zentrum der Communität.

Zur Communität gehören heute 120 Schwestern, 7 Brüder, 78 Tertiären.
Nach mehr als 450jähriger protestantischer Klostervergessenheit entstehen während und nach dem 2. Weltkrieg, unabhängig voneinander evangelische Orden und Kommunitäten. Schließen sich Menschen in der Kirche zum gemeinsamen Leben zusammen, tun sie dies mit dem Auftrag, eine bestimmte Wahrheit des Evangeliums in ihrer Weise sichtbar zu machen. Gemeinsam ist allen ein Leben in der Nachfolge Christi nach den alten Mönchsregeln, den sogenannten 'Evangelischen Räten': Armut, Keuschheit und Gehorsam. Sie leben den Alltag im Rhythmus von Gebet und Arbeit. Damit reihen sie sich ein in die Ordenstradition der einen christlichen Kirche.<<



Quelle: http://www.christusbruderschaft.de/

Bild

Nächsten Dienstag, 14.2., ist mal wieder Valentinstag *mitZaunpfahlwink*
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Beitrag von Linus » Samstag 11. Februar 2006, 16:42

Petra hat geschrieben: Nächsten Dienstag, 14.2., ist mal wieder Valentinstag *mitZaunpfahlwink*
Und? ein ganz normaler Gedenktag eines Heiligen - der auch gaanz normal begangen wird. Deswegen muß man nicht gleich mit dem Zaunpfahl winken. :hmm:

Linus, sich wundernd über Petras Hobby [Zaunpfahlwinken]
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Beitrag von Raphael » Sonntag 12. Februar 2006, 09:09

Linus hat geschrieben:
Petra hat geschrieben: Nächsten Dienstag, 14.2., ist mal wieder Valentinstag *mitZaunpfahlwink*
Und? ein ganz normaler Gedenktag eines Heiligen - der auch gaanz normal begangen wird. Deswegen muß man nicht gleich mit dem Zaunpfahl winken. :hmm:

Linus, sich wundernd über Petras Hobby [Zaunpfahlwinken]
Andere gehen zum Bodybuilding in die "Muckybude" .......... :D :D :D
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Beitrag von Petra » Sonntag 12. Februar 2006, 14:09

Es muss nicht immer ein Zaunpfahl sein.....

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Beitrag von Linus » Sonntag 12. Februar 2006, 20:45

Petra hat geschrieben:Es muss nicht immer ein Zaunpfahl sein.....

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Vergiss es - wenn du in der nichtolympischen Sportart "Nudelholzing" gegen mich antrreten willst - ich weiß dass ich gewinne - mein Lehrmeister, meine Frau ist gelernte Köchin.... :mrgreen: :D
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Beitrag von Petra » Freitag 24. Februar 2006, 16:17

Mutter Angelica und EWTN

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Rita Frances Rizzo wurde 1923 in Canton, Ohio, geboren. Als sie 6 Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden, sie blieb bei der Mutter. 1944 trat sie den Franziskanerclarissinnen in Cleveland bei und nahm den Namen Schwester Mary Angelica an. 1973 gab sie ein Buch über den kath. Glauben heraus.

1978 brachte sie der Besuch eines Fernsehstudios in Chicago auf die Idee per TV zu missionieren. Im selben Jahr begann sie mit der Fernseharbeit und hatte die Idee zu einem eigenen Sender. 1981 erhielt sie die vatikanische Erlaubnis und eine Lizenz für Satellitensendungen. EWTN (Eternal Word Television Network) wurde in Birmingham, Alabama, gegründet und startete am 15.8.1981 mit vier Stunden Sendzeit täglich.

Mutter Angelica wurde USA-weit bekannt durch ihre langjährige Sendung „Mother Angelica Live“, der ersten christlichen Live-Sendung, bei der Zuschauer anrufen konnten.

>>Mutter Angelica hat ihren Sender mit starkem Glauben, 200 Dollar und viel Überzeugungskraft begonnen. Inzwischen erreicht der aus Spenden finanzierte Sender mit seinem englischen und spanischen 24-Stundenprogramm weltweit mehr als 70 Millionen Haushalte in 80 Ländern.<<
(Andere Quellen berichten von 110 Ländern.)

>>Seit Oktober 2000 werden die ersten deutschsprachigen Sendungen per Satellit ausgestrahlt. Programme und Sendereihen werden kontinuierlich produziert. Im Rahmen seines 24-Stunden-Programms sendet EWTN mittlerweile 1-2 Stunden täglich in deutscher Sprache. <<


Quellen und mehr Infos:

EWTN (deutsch) : http://www.ewtn.de/
EWTN (englisch): http://www.ewtn.com
http://www.biener-media.de/us-ewtn.html
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pierre10
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Re: Sehet, daß er Arbeiter aussendet....

Beitrag von pierre10 » Sonntag 26. Februar 2006, 15:30

Petra hat geschrieben:Schwester Emmanuelle, die Mutter der Müllmenschen von Kairo
Soeur Emmanuelle war vor Jahren in einer Direktschaltung aus Kairo im französischen Fernsehen. Der Moderator meinte zum Ende des Gesprächs: Soeur Emmanuelle, sie unterrichten dort auf den Müllbergen kleine Muslime, sprechen sie mit ihnen über Jesus?
Darauf S.E. : Lassen Sie mich mit den Religionen zufrieden, Religionen trennen.

Beeindruckend.

Pierre
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Petra
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Beitrag von Petra » Sonntag 26. Februar 2006, 21:13

Bemerkenswerte Aussage..... :hmm:

Da gibt es mehrere Möglichkeiten, wie es dazu kam:
Vielleicht eine politisch-diplomatische Antwort. Sr. Emmanuelle will niemanden auf den Gedanken bringen, ihr Hauptanliegen sei die Mission. Im Jemen sollen die Schwestern Mutter Teresas nur helfen dürfen, weil sie versprochen haben, keine Konvertiten zu produzieren. – Vielleicht auch einfach nur die Erkenntnis ihrer Arbeit und der ägyptischen Realität. Sie haben dort gelegentlich mit Konflikten zwischen Kopten und Muslimen zu tun, die nicht gewaltfrei bleiben. - Oder sie hat tatsächlich nur den Dienst am Nächsten im Sinn, wie die Missionaries of Charity. Mutter Teresa hat ihren Patienten bestimmt auch nicht erst eine flammende Rede über das Christentum gehalten, bevor sie half. Und danach hat sie bestimmt von niemandem als "Bezahlung" verlangt, sich Predigten anzuhören.

Petra
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Beitrag von Petra » Montag 27. Februar 2006, 20:52

Justo Gallego und die Kathedrale von Mejorada del Campo

Fotos: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html

Justo Gallego begann vor über 40 Jahren eine Kathedrale zu bauen. Allein. Seit damals arbeitet der über 80 Jährige in dem Dorf Mejorada del Campo vor den Toren Madrids. Die Kirche ist mittlerweile 35 Meter hoch, gut 50 Meter ist das Kirchenschiff lang und es gibt 12 Türme. Es gibt keine Genehmigung, keine Baupläne, keinen Architekten.

Vor 50 Jahren wollte Justo Gallego Priester werden. Er erkrankte aber an Tuberkulose und zum Dank für seine Rettung begann er mit der Kirche, die der spanischen Heiligen Pilar gewidmet ist. (Infos aus einem Artikel von Ralph Schulze, Mejorada del Campo)

Quelle und ganzer Artikel (Nachtrag: Leider nicht mehr online):
http://www.tagblatt.ch/index.jsp?artike ... schauplatz

Noch'n Link mit Fotos: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www. ... index.html
Zuletzt geändert von Petra am Dienstag 5. September 2006, 19:35, insgesamt 4-mal geändert.

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HeGe
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Beitrag von HeGe » Dienstag 28. Februar 2006, 10:04

Habe ich mal einen Fernsehbericht drüber gesehen.

Sehr beeindruckend... :ja:
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Gerlinde
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Beitrag von Gerlinde » Montag 20. März 2006, 16:39

Pater Erich Lennartz SJ

Bild

Pater Lennartz hat in Aachen die "Werkwochen" ins Leben gerufen. Inzwischen ist daraus eine richtig große Sache geworden:
Die Bleiberger Fabrik

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Beitrag von Petra » Samstag 25. März 2006, 22:26

Sabine Ball und Dresdens Straßenkinder

Foto: http://www.vmec.de/t3/typo3temp/16259ec01d.jpg

Sabine Ball aus Königsberg (geboren 1926) führte ihr Lebensweg über Dresden in die USA 1949. Sie heiratete einen Millionär und wurde Mutter, aber die Ehe scheiterte. Sie suchte Sinn bei der Hippi-Bewegung und in buddhistischen Klöstern, bis sie Anfang der Siebziger Christin wurde. 1993 kehrte sie nach Dresden zurück und gründete den gemeinnützigen Verein „Stoffwechsel“, der sich um Straßenkinder, heimatlose Jugendliche und Punks kümmert.

Quellen:
http://www.lordsparty.de/historie/sabineball.htm
http://www.stoffwechsel.org/
http://www.jesus.ch/index.php/D/article ... ihr_Leben/
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