Mißbrauchsanschuldigungen

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taddeo
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von taddeo » Samstag 1. Februar 2020, 18:02

Petrus hat geschrieben:
Samstag 1. Februar 2020, 14:42
danke Dir, taddeo, für diese ""correctio fraterna".
So war es auch gedacht. :huhu:

Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Samstag 1. Februar 2020, 18:44

http://missbrauch-im-bistum-trier.blogs ... -in_7.html

Bistum Trier: Kommentar zu dem, was in den letzten 10 Jahren geschah - und was nicht

Das Missbauchsopfer Claudia Adams hat geschrieben:Ich halte es für abwegig und irreführend, dass die Kirche behauptet, es stünde nicht mehr das Ansehen der Kirche im Vordergrund, sondern das Leid der Opfer. Natürlich geht es der Kirche weiterhin um ihr Ansehen. Warum sonst verweist sie immer wieder darauf, dass man das Ansehen und das Vertrauen der Gläubigen wieder zurückgewinnen wollte? Warum fragt sich die Kirche weiterhin, mit welchen Mitteln ihnen das gelingen könnte?

Dass das Leid der Opfer im Mittelpunkt stünde, behauptet Ackermann inzwischen seit fast 10 Jahren. –
Ich halte es für abwegig und irreführend, dass die Kirche behauptet, es stünde nicht mehr das Ansehen der Kirche im Vordergrund, sondern das Leid der Opfer. Natürlich geht es der Kirche weiterhin um ihr Ansehen. Warum sonst verweist sie immer wieder darauf, dass man das Ansehen und das Vertrauen der Gläubigen wieder zurückgewinnen wollte? Warum fragt sich die Kirche weiterhin, mit welchen Mitteln ihnen das gelingen könnte?
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Ralf
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Ralf » Samstag 1. Februar 2020, 21:43

VP, nur mal so generell, ich kann die ungestillte Wut und den manchmal gefühlten Haß der Opfer sehr gut verstehen (auch der Angehörigen). Ich denke nicht, daß es jemandem hier anders geht (auch ich habe Kinder übrigens).

Mißbrauchsopfer und ihre lauten Unterstützer - die sie zurecht haben und leider bei der Hierarchie nicht finden! - schaden allerdings in ihrem eigenen Anliegen, wenn überall sofort immer einem Kläger oder einer Klägerin gelaubt wird.

Jeder Mensch verdient eine wahrheitssuchende Behandlung, auch wenn man - wie gesagt vollkommen nachvollziehbar - die Aufforderung Jesu in den Wind schießen möchte und einem eher nach :ikb_gun_bandana: zumute ist.

Ich bin in den letzten Monaten zunehmend angewidert von der hiesigen Hierarchie. Der katholische Glaube von der Kirche wird geopfert um des Geldes und des Ansehens willen, die Missbrauchsopfer werden noch einmal geopfert um des Ansehens willen - es ist zum :kotz:
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Petrus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Petrus » Samstag 1. Februar 2020, 21:49

taddeo hat geschrieben:
Samstag 1. Februar 2020, 18:02
Petrus hat geschrieben:
Samstag 1. Februar 2020, 14:42
danke Dir, taddeo, für diese ""correctio fraterna".
So war es auch gedacht. :huhu:
bassd.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 2. Februar 2020, 18:27

Ralf hat geschrieben:
Samstag 1. Februar 2020, 21:43
VP, nur mal so generell, ich kann die ungestillte Wut und den manchmal gefühlten Haß der Opfer sehr gut verstehen (auch der Angehörigen). Ich denke nicht, daß es jemandem hier anders geht (auch ich habe Kinder übrigens).

Mißbrauchsopfer und ihre lauten Unterstützer - die sie zurecht haben und leider bei der Hierarchie nicht finden! - schaden allerdings in ihrem eigenen Anliegen, wenn überall sofort immer einem Kläger oder einer Klägerin gelaubt wird.

Jeder Mensch verdient eine wahrheitssuchende Behandlung, auch wenn man - wie gesagt vollkommen nachvollziehbar - die Aufforderung Jesu in den Wind schießen möchte und einem eher nach :ikb_gun_bandana: zumute ist.

Ich bin in den letzten Monaten zunehmend angewidert von der hiesigen Hierarchie. Der katholische Glaube von der Kirche wird geopfert um des Geldes und des Ansehens willen, die Missbrauchsopfer werden noch einmal geopfert um des Ansehens willen - es ist zum :kotz:
Da kann es nur richtig sein, gelegentlich an die Opfer zu denken.
Die Kirche hat einen ungeheuren Apparat aus Presseleuten installiert, die nichts anderes tun, als die Wahrheit zu vernebeln und jede Äußerung der Opfer bis zur Absurdität weg zu erklären.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Sempre
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Sempre » Sonntag 2. Februar 2020, 18:36

Vir Probatus hat geschrieben:
Sonntag 2. Februar 2020, 18:27
Die Kirche hat einen ungeheuren Apparat aus Presseleuten installiert, die nichts anderes tun, als die Wahrheit zu vernebeln und jede Äußerung der Opfer bis zur Absurdität weg zu erklären.
Und auch eine Turbonebelmaschine wurde installiert namens Synodaler Weg.
Niemals sei gesagt es werde je zugelassen, daß ein zum Leben prädestinierter Mensch sein Leben ohne das Sakrament des Mittlers beendet. (St. Augustin, Gegen Julian, V-4)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Bruder Donald » Sonntag 2. Februar 2020, 18:54

„Letztlich wurde ich einem Kinderschänder ausgeliefert“
Als Marco sechs Jahre alt war, gab ihn das Jugendamt in die Obhut eines vorbestraften Pädophilen. Ein Pädagoge argumentierte, dass das Kind von der „Zuwendung“ des Pflegevaters profitiert habe. Jetzt klagt das Opfer – und die Behörden machen es ihm schwer.

[...]

Als Marco sechs Jahre alt war, gab das Jugendamt ihn zu einem pädophilen, bereits vorbestraften Pflegevater. Kurz darauf kam auch sein Pflegebruder Sven zu Fritz H. Sieben Jahre dauerte der Missbrauch, bis die Jungen in ein Alter kamen, das für H. nicht mehr interessant war. Bleiben mussten sie trotzdem, insgesamt 14 Jahre lang – und zwar auf Anraten des Pädagogen Helmut Kentler. Er argumentierte, dass vernachlässigte Kinder von der Zuwendung von Pädophilen profitieren würden. Der Berliner Senat segnete die Unterbringung von Marco, Sven und weiteren Jungen in den 80er- und 90er-Jahren ab – ein unfassbarer Skandal der Berliner Jugendhilfe.

Hat bestimmt nichts mit der 68er-Denke zu tun... :roll:
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Montag 3. Februar 2020, 20:22

https://www.come-on.de/volmetal/schalks ... gn=webpush

Kinderpornografisches Material soll sowohl auf dem Dienst- als auch auf dem privaten PC des Geistlichen gefunden worden sein.© dpa
Schalksmühle/Halver/Altena - Der Vorwurf gegen einen Pastor der katholischen Halveraner Pfarrei Christus König, der auch in Schalksmühle, Altena und Nachrodt-Wiblingwerde aktiv war, erhärtet sich.

Der katholische Pastor soll im Besitz von kinderpornografischen Schriften gewesen sein – dazu zählen auch Videos und Fotos. Dieser Vorwurf wird nun vom zuständigen Gericht geprüft. Das teilte Bernhard Kuchler, Vorsitzender Richter am Landgericht Hagen, mit. Er ist dort für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
Wieder einmal. Aber angeblich waren die Herrschaften ja alle auf der Schulung.
Wahrscheinlich eine Schulung zum Thema "Wie vertusche ich effektiver"!

Ein älterer Vorfall im gleichen Haus:

https://www.wp.de/staedte/hagen/pfarrer ... 76397.html
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Siard » Dienstag 4. Februar 2020, 10:56

Vir Probatus hat geschrieben:
Montag 3. Februar 2020, 20:22
Ein älterer Vorfall im gleichen Haus:

https://www.wp.de/staedte/hagen/pfarrer ... 76397.html
Was verstehst Du unter dem "gleichen Haus"? Und mit Mißbrauch hat dieser nun gar nichts zu tun.
Superkalifragiliſtiſchexpialigetiſch

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Mittwoch 5. Februar 2020, 13:41

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Donnerstag 6. Februar 2020, 14:04

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Arkangel
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 12:53

@Danke HeGe fürs Posten !

Auslöser für die Aufdeckung dieser Causa "homoerotischer Klimawandel in der Westschweiz" war letztendlich der Aufruf von Papst Franziskus im Dez. 2019, Missbrauch SOFORT zu melden. Rausgekommen ist dabei, dass ein von Papa Emeritus Benedetto zum Bischof erwählter hochintellektueller Dominikaner (Mitglied in 25 [Punkt] hochkarätigen Kommissionen) sich in den Fäden seines eigenen medienwirksamen Vatikan-Netzwerkes verheddert hat. Da kann nur der Heilige Baron von und zu Münchhausen helfen: Lügen, lügen, lügen. Sich beim eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

Den besten Überblick über den komplexen Fall bringt SFR in einem 10-minütigen Video:

https://www.srf.ch/news/schweiz/jugendl ... r-belastet

Es wird auch betont, dass das Missbrauchsopfer, ein derzeit 39-jähriger Universitätsdozent in der Westschweiz, eigentlich Priester hätte werden wollen. Nach dem Missbrauch hätte er aber seinen Glauben total verloren.

Mittlerweile läuft auch eine Klage gegen den zuständigen Bischof Pater Morerod (Diözese Genf - Lausanne - Fribourg). Bischof Kurt Krenn hatte anno dazumal die skandalösen Missstände im Priesterseminar St. Pölten / Österreich als "dumme Bubenstreiche" abgetan, für Bischof Charles Morerod kann man aber nun als Kennmelodie seinen Dreigesang mit seinen episkopalen Spezies im Bischofssitz Fribourg / CH einspielen: (Einer der beiden anderen - der ehemaligen Seelsorger für die Schweizer Garde - war MITBESITZER jenes Chalets im Wallis gemeinsam mit dem suspendierten Paul FROCHAUX, wo jener 17-jährige Organist & Ministrant & Firmpatenkind Frochauxs missbraucht worden war [Punkt])

https://www.youtube.com/watch?v=1gG7YXeyGMg

Charles Morerod ist absolut untragbar für das Bischofsamt. Noch nie hat mich ein Mann mit Bischofsweihe so angewidert wie er. Mir tun alle leid in seiner Diözese, die ihr Herzblut und ihre ganze Existenz dafür einsetzen, dass das wahre Antlitz Jesu Christi entdeckt werden kann, allen voran Daniel Pittet (200x vergewaltigt vom Kapuziner P. Joel ALLAZ OCap., der 24 Opfer produziert hat.) So eine Verarschung.

Zuerst Morerods eigenartige Strategie, den Fall Daniel Pittet aufzuarbeiten,

https://cdn.republik.space/pdf/2018/03/ ... rauchs.pdf

und nun die lächerliche Farce mit dem auf 1 Seite geschrumpften Dossier und sein Mobbing gegenüber dem afrikanischen Diözesanpriester Nicodeme Mekongo:

https://www.nzz.ch/schweiz/missbrauchsv ... ld.1539113
Er - Nicodeme Mekongo - habe in einem Zimmer ohne Türe schlafen müssen, in das Frochaux nachts mehrfach eingedrungen sei und ihn unsittlich berührt habe. In der Pfarrgemeinde habe ein «homoerotisches Klima» geherrscht.
Morerod ist auch durchaus einer, der immer wieder Krokodilstränen verdrückt:
Es existiert ein Antrittsvideo vom 3.11.2011, wo er von einem jungen Journalisten in seinem Bischofssitz darauf angesprochen wird (ab Min. 4:30), wie sehr er von seinen Studenten in Rom vermisst werde (es wird ein Facebook-Eintrag zitiert) … Morerod kriegt augenblicklich wässrige und rote Augen.

https://www.youtube.com/watch?v=RfyKxBeD2gc
Bereits heute [März 2018] sei der Bischof fast häufger in Rom als daheim in Freiburg, wird erzählt.
aus: Michael Rüegg: Der Missbrauch des Missbrauchs. 29.03.2018
https://cdn.republik.space/pdf/2018/03/ ... rauchs.pdf

Morerod hat aber auch Tränchen verdrückt bei der Enthüllung & Einweihung einer gläsernen Gedenktafel für die Missbrauchsopfer in der Kathedrale von Fribourg.

Ich wüsste einen Ort, wo die 3 Singbrüder & Paul Frochaux durch Gebet & Buße ihre Berufung (als GETAUFTE) wiederentdecken könnten: das berühmte Winterchalet im Wallis. - Aber vermutlich wäre diese "Exil-WG in den wallisischen Bergen" gar keine Strafe für diese Burschen, sondern eigentlich das, was ihrer innersten Natur entspricht.
Zuletzt geändert von Arkangel am Samstag 8. Februar 2020, 13:35, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 13:26

Ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich

1.) die Medienkampagne zw. Bischof Morerod und Nicodeme Mekongo nicht kapiere

und

2.) die Medienkampagne zw. Bischof Morerod, dem Kapuzinerorden, Daniel Pittet usw.

https://cdn.republik.space/pdf/2018/03/ ... rauchs.pdf

noch viel, viel weniger kapiere.

Kann da bitte jemand von den hier aktiven Foristen mit Leseverständniskompetenz Licht ins Dunkel bringen? Mir ist derzeit sooo schwindelig im Oberstübchen. Bei mir gehen grade alle Lichter aus. Der SEELENINFARKT.

"kirchl. lancierte Medienkampagnen" - ja das ist das richtige Schlagwort zum 10-jährigen Missbrauchsskandal-Aufarbeitungsjubiläum

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 14:10

Mittlerweile läuft auch eine Klage gegen den zuständigen Bischof Pater Morerod
@Arkangel
Grund für die angedrohte Klage ist der von Bischof Morerod im Radiosender RTS in einem Interview im Dez. 2019 hinausposaunte Name des Opfers (des anonymisierten Universitätsdozenten, der zum Zeitpunkt des Missbrauchs 17-jährig war; in den TV-Nachrichten vom 5.2. wird er anonymisiert "Pierre E." genannt)

Tja! Vielleicht hätte Seine Emminenz auf RTS beim Radiointerview lieber wieder seinen Krokodilstränen freien Lauf lassen sollen. Aber ach ja! … die Tränchen hätte niemand von den Radiohörern SEHEN können.
Manche klerikale Karrieristen wollen v.a. SICHTBAR sein.

Bezüglich des Erpressungsvorwurfs von Bischof Morerod an seinen Diözesanpriester Mekongo (dieser wolle verhindern, dass er nach Kanada strafversetzt werde) stelle ich mir erstmals ernsthaft die Frage, wie man eigentlich so mir-nichts-dir-nichts über Diözesangrenzen und KONTINENTE hinweg, Diözesanpriester versetzen kann. In einem weltweit agierenden Orden ist das weniger auffällig, aber innerhalb einer Diözese....?

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 19:01

Ich habe mich geirrt, weil mir die Abkürzungen Schweizer TV-/Radiosender überhaupt nichts sagen.
RTS ist ein TV-Sender. Ich weiß auch nicht, warum ich felsenfest überzeugt war, dass RTS ein Radiosender sei. Sorry! Mea culpa!
Der TV-Sender hat den Namen des Opfers, der von Bischof Morerod ausgesprochen worden war, angeblich mit einem Piepston unterlegt. Ich habe die Stelle aber nicht entdeckt.

Hier der Link:
https://www.rts.ch/info/regions/fribour ... bourg.html

In dem 2-minütigen Nachrichtenbeitrag kommt die Freundin des Opfers zu Wort, die ihn 2011 ins Bischöfliche Palais zur Konfrontation mit dem Täter begleitet hatte.
In der gleichen Sendung sagte Morerod einen Satz, der ihn nun teuer zu stehen kommen könnte. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre des mutmasslichen Missbrauchsopfers Pierre E. anonymisierten ihn die Medien bisher stets. Im Interview erwähnte Morerod jedoch seinen vollen Namen gut hörbar. RTS hat die entsprechende Passage – der Beitrag ist weiterhin online zugänglich – mittlerweile mit einem Piepston überdeckt. E. reicht dies jedoch nicht, wie er auf Anfrage sagt. Er will in den nächsten Tagen eine Klage gegen den Bischof einreichen, weil dieser das Amtsgeheimnis verletzt habe. Zudem sei schon zuvor Morerod derjenige gewesen, der seinen Namen an die Medien weitergegeben habe, so Pierre E. Bischof Morerod stand am Freitagnachmittag nicht für eine kurzfristige Stellungnahme zur Verfügung.
aus: NZZ 7.2.2020
https://www.nzz.ch/schweiz/missbrauchsv ... ld.1539113
Eine Stellungnahme des Bischofs darf erst nächsten Mittwoch erwartet werden im Rahmen einer sowieso stattfindenden "Missbrauchstagung". Man darf gespannt sein auf weitere originelle Ausreden aus dem Munde von Morerod. Vielleicht wird der Bischof damit argumentieren, dass er halt eben nicht eine Waldorffschule besucht hat, wo man lernt, Namen zu tanzen. :breitgrins:
Zuletzt geändert von Arkangel am Samstag 8. Februar 2020, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 19:32

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 30. Januar 2020, 10:53
Ich bin mir inzwischen unsicher.

Zum einen ist Wolfgang Rothe doch eine etwas sehr exentrische Persönlichkeit. Und hat fünfzehn Jahre geschwiegen.

Zum anderen Frage ich mich, warum Psychopharmaka im Bischofshaus vorrätig waren. Inzwischen habe ich mit einem Priester gesprochen, der Bischof Küng persönlich kennt. Der hält die Version von Wolfgang Rothe nicht für unwahrscheinlich.

Was wirklich war, wird man wohl nie herausfinden.
Der Opus-Dei-Aussteiger Dietmar Scharmitzer hat diese Zwangssedierung Rothes schon seit längerem auf seinem Blog "opusfrei". Erst unlängst hat Dr. Scharmitzer in Berlin sogar den Namen des starken Beruhigungsmittels genannt: Es beginnt mit M.
Hier geht es *** NICHT MEHR *** zum Vortrag Scharmitzers im noblen "Club Berlin" (31.10.2019). Warum hat man das wieder auf "Vimeo" löschen lassen?
Aber immerhin schaut es auf Scharmitzers Blog so aus, als ob der Link funktioniert. Dicke, fette Ankündigung.
https://opusfrei.org/

Mir war - als ich das Video bzw. Audio (ca. 60 min.) anhörte - völlig unklar, warum sowohl Ton als auch Videoaufnahme so extrem schlecht waren, so dass man denken könnte, er sei der Haupt-Whistleblower bei Scientology und werde bei Verlassen des Gebäudes gleich von einem Auftragskiller getötet werden.

Beim Opus-Dei wird extrem viel sediert. Sehr viele Mitglieder werden - laut Scharmitzer - in diese Antidepressiva-Falle getrieben. Deswegen finde ich es absolut symptomatisch, dass das Antidepressivum/Beruhigungsmittel M.... schneller als ein Kinderpflaster in der Hand von DDR. Klaus Küng war. :nuckel: :nuckel: :nuckel:

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Ralf » Samstag 8. Februar 2020, 22:28

Ein Antidepressivum ist eine ganz andere Substanz als ein Sedativum. Das nur nebenbei. Die einen haben mit dem anderen nichts zu tun.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Sempre » Samstag 8. Februar 2020, 22:34

Ralf hat geschrieben:
Samstag 8. Februar 2020, 22:28
Ein Antidepressivum ist eine ganz andere Substanz als ein Sedativum. Das nur nebenbei. Die einen haben mit dem anderen nichts zu tun.
Könntest Du das bitte kurz etwas genauer ausführen? Insbesondere weniger in bezug auf Substanz als auf Wirkungen!? Würde mich interessieren.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 22:46

Bischof Küng hat damals seinem "Opfer" MIRTAZAPIN verabreicht.
"Über Wirkungen und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker !"

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 22:50

Ich habe mit Küng - als ich noch klein und naiv war - über etwas Spirituelles sprechen wollen. Der Typ ist ein knallharter Pragmatiker, wie mir scheint. Seit damals habe ich den Eindruck, dass es im Opus Dei um alles geht, nur nicht um genuin spirituelle Inhalte. Aber trotzdem … ich war damals froh, dass er mit mir in der Fremde meine Muttersprache geteilt hat.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 22:53

:ikb_rip: In dieser "Klaus-Küng-Causa" sollte man m.M. nach aber auch jenes unter mysteriösen Umständen verstorbenen St. Pöltener Seminaristen (Steinkellner) gedenken, der ertrunken aus einem Gewässer gefischt worden ist. Steinkellner hatte zuvor angekündigt, dass er etwas aufdecken wolle.

"Wo kein Kläger, da kein Richter!"

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 23:15

Arkangel hat geschrieben:
Samstag 8. Februar 2020, 22:46
Bischof Küng hat damals seinem "Opfer" MIRTAZAPIN verabreicht.
Ich erinnere mich vage, dass eine minimale Dosis von M. verabreicht wurde. Also quasi als Schlafmittel. Aber ich kann mich auch täuschen.

Grundsätzlich herrscht Rezeptpflicht. In Orden, Kongregationen hat man da aber einen lockereren Umgang, wie in vielen Missbrauchs"berichten" nachzulesen ist.

Arkangel
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Samstag 8. Februar 2020, 23:38

Die Chancen stehen schlecht, dass Raphael Bonelli ein Video drehen wird zum heißen Thema: "Let´s talk About Mirtazapin", obwohl …
… neuerdings geht er auf Publikums-Email-anfragen ein (falls er die nicht selber fingiert).

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 9. Februar 2020, 12:28

Ich hoffe sehr Mgr Küng klagt Hw Dr Rothe

Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Montag 10. Februar 2020, 06:44

https://www.youtube.com/watch?v=vCABgAVXw8c

"Salbungsvoll und von oben herab."
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Montag 10. Februar 2020, 06:54

Bischof Morerod wird am 12.2. - einen Tag nach dem Weltgebetstag für die Kranken - um 17.30 Uhr eine Stellungnahme abgeben müssen. Titel der Veranstaltung "Morerod en toute transperance".
In diesem 2-minütigen Video kommen die 3 Gründungsmitglieder von "Groupe sapec" (seit 2010) & Missbrauchsopfer pädophiler Priester zu Wort:
Marie-Jo Aeby schildert, dass sie vom Priester in ihrem eigenen Zimmer in ihrem eigenen Bett missbraucht worden sei. Daraufhin war es ihr nicht mehr möglich, im selben Bett je wieder zu schlafen. Sie hat deshalb auf dem Fußboden geschlafen. [Punkt]
https://abus-sexuels.cath.ch/1-les-victimes/
Die Missbrauchsanschuldigungen der Morerod-Opposition (Pfr. Mekongo, Pfarre Neuenburg) gehen noch weiter. Mekongo verdächtigt einen Priester des Bistums, der zwischendurch in Paris als "Schwulen-Heiler" für die Gruppe "Märtyrer der Keuschheit" Konversionstherapien durchgeführt haben soll, vor seiner Pariser Ära einen Ministranten auf seinem Zimmer im Pfarrhaus missbraucht zu haben. Mekongo habe einen sehr starken Schweißgeruch nachher wahrgenommen. Er habe sehr lange lüften müssen.

https://www.blick.ch/news/nach-paedophi ... 40159.html

In einem anderen Artikel wird auch ein Youtube-Video genannt, in dem jener Schwulen-Heiler auftritt.

Es liegt auch seit einiger Zeit eine Evaluierung der Priesterseminare des Bistums vor, die seitens der Westschweizer Opfervereinigung "Groupe Sapec" durchgeführt und an den Bischof weitergegeben worden ist. Die Reaktion seitens des Bischofs war "not amused", wo doch eh alles so perfekt ist in seinem Seminar (v.a. mit dem suspendierten Paul Fauchaux in der Seminarleitung !!)
Zuletzt geändert von Arkangel am Montag 10. Februar 2020, 07:53, insgesamt 8-mal geändert.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Montag 10. Februar 2020, 07:12

Vir Probatus hat geschrieben:
Montag 10. Februar 2020, 06:44
https://www.youtube.com/watch?v=vCABgAVXw8c

"Salbungsvoll und von oben herab."
Meine letzten face-to-face Begegnungen mit eifrig praktizierenden Katholik_innen (einer davon frisch geweiht) bewiesen mir, dass die ihren Glaubenseifer dadurch zementieren, dass sie frech fordern, die Kirche bzw. die Orden mögen die Missbrauchsfälle intern regeln. Immer dieses Schmutzwäsche-Waschen mittels der Medien … Seither möchte ich mit gar niemandem mehr in Kirchen sprechen, v.a. nicht mit Beichtpriestern, denen der Sauerstoffmangel in den Räumlichkeiten arg zusetzt, wie mir scheint.

Verdrängung als Schutz vor Glaubensabfall

Ehrlich gesagt fühle ich mich sexuell belästigt bzw. in meiner Gottesbeziehung kontaminiert durch die ständig NOTWENDIGE Berichterstattung über sexuellen Missbrauch in der Kath. Kirche.

Es ist eine wahre Pandemie.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Montag 10. Februar 2020, 07:34

Stell dir vor es ist Bischofsmesse und keiner geht hin.

Ich persönlich vermag es nicht, mit einem Bischof oder Kardinal oder einem Papst gemeinsam eine Messe zu feiern. Da besteht so viel Gesprächs- und Handlungsbedarf, dass man den Beginn der Messe ständig verschieben müsste.

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Protasius
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Protasius » Montag 10. Februar 2020, 07:48

Arkangel hat geschrieben:
Montag 10. Februar 2020, 07:12
Vir Probatus hat geschrieben:
Montag 10. Februar 2020, 06:44
https://www.youtube.com/watch?v=vCABgAVXw8c

"Salbungsvoll und von oben herab."
Meine letzten face-to-face Begegnungen mit eifrig praktizierenden Katholik_innen (einer davon frisch geweiht) bewiesen mir, dass die ihren Glaubenseifer dadurch zementieren, dass sie frech fordern, die Kirche bzw. die Orden mögen die Missbrauchsfälle intern regeln. Immer dieses Schmutzwäsche-Waschen mittels der Medien … Seither möchte ich mit gar niemandem mehr in Kirchen sprechen, v.a. nicht mit Beichtpriestern, denen der Sauerstoffmangel in den Räumlichkeiten arg zusetzt, wie mir scheint.

Verdrängung als Schutz vor Glaubensabfall

Ehrlich gesagt fühle ich mich sexuell belästigt bzw. in meiner Gottesbeziehung kontaminiert durch die ständig NOTWENDIGE Berichterstattung über sexuellen Missbrauch in der Kath. Kirche.

Es ist eine wahre Pandemie.
Wenn du nicht mit praktizierenden Katholiken reden willst, warum kommst du dann in dieses Forum? Der weitaus größte Teil der Nutzerschaft besteht aus solchen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Arkangel
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Montag 10. Februar 2020, 08:07

Protasius hat geschrieben:
Montag 10. Februar 2020, 07:48
Wenn du nicht mit praktizierenden Katholiken reden willst, warum kommst du dann in dieses Forum? Der weitaus größte Teil der Nutzerschaft besteht aus solchen.
Danke für die Correctio fraterna!

Werde noch vor Anbruch der Fastenzeit in mich gehen, um zu meditieren, worauf genau sich deine Kritik bzgl. meines Posts bezieht. Vielleicht ist das Post zu lang, die Frequenz der Posts zu hoch …
Who knows ?!

Arkangel
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Montag 10. Februar 2020, 08:36

Die Magie der 1. Seite

Im Fall "Pierre E." haben Mutter & Sohn zeitnah gehandelt (der Sohn, der jahrelang gar keine Gesprächsbasis zu seiner Mutter gefunden hat, öffnet sich ihr wenige Monate nach dem Missbrauch im Chalet). Die Mutter schreibt dem Täter. Der Täter schreibt seinen Antwortbrief jedoch an den Sohn [Punkt] … und schickt der Mutter lediglich eine Kopie der 1. Seite des mehrseitigen Briefes, den er eigentlich an den Sohn richtet.

2001 kommt es im Bischofshaus zur Konfrontation - 4 Personen anwesend: Opfer mit Freundin, Täter mit moderierender Person. Dossier: mehrseitig

2011: Das mehrseitige Dossier wird dem neuen Bischof (Msgr. Morerod) des Bistums nachweislich übergeben

2012: Der Täter wird vom Bischof in eine prestigereiche Position befördert: Dompfarrer der Kathedrale

12/2019: Ein 2. Opfer meldet sich. sex. Belästigung zw. 2008-2012 durch den Täter. Der Bischof vermutet einen privaten Rachefeldzug und Widerstand gegen seine Autorität (Opfer Nr. 2 gehört eigentlich nach Kanada!)

01/2020: Der Bischof "kann" nur die 1. Seite des Dossiers finden (ein Untersuchungsausschuss soll klären, warum es im Archiv so schlampig zugeht [Punkt] - kein Witz), als Opfer Nr. 1 auch an die Öffentlichkeit geht. Auf der 1. Seite steht aber nichts Aufschlussreiches, nicht einmal der Anlass des Gesprächs.

Der Bischof bricht das Amtsgeheimnis durch die Preisgabe des Klarnamens von Opfer 1 bei RTS. Opfer Nr. 1 will den Bischof klagen.

Fazit: Das Saubermann-Image des Bischofs ist "beschädigt", was sehr "dumm" (O-Ton Morerod) ist. Morerods Logik ist, dass er - wenn er vom Missbrauchsfall "Paul F. / Pierre E. im Chalet" gewusst hätte, doch niemals Paul F. in die Kathedrale befördert hätte. Das wäre doch - mit seinen Worten - sehr dumm.

Bischof Morerod hat sich aber durchaus im Dienst der Opfer sehr verdient gemacht, immer seine Kooperationsbereichtschaft usw. unter Beweis gestellt. Hier ein Fallbeispiel:
Auf der Homepage der Westschweizer Opferinitiative "Groupe Sapec" sind Valerio Maj, ein Missbrauchsopfer (und dessen Gattin) voll des Lobes für Bischof Morerod, der ihnen in seinem Kampf um Gerechtigkeit sehr geholfen habe. https://abus-sexuels.cath.ch/1-les-victimes/
Allerdings gehörte der Täter zu einer italienischen Kongregation! Der Missbrauch passierte in Bergamo/Italien.
Das Opfer ist (lediglich) seit 35 Jahren in der Nähe von Fribourg wohnhaft.

Ehrlich gesagt verstehe ich da die Zuständigkeit von Bischof Morerod nicht so ganz. Instinktiv würde ich sagen, dass er da nicht seine Kontakte zur Kirche in Italien spielen lassen muss.

Andererseits liegt die Strategie Morerods auf der Hand: In der Causa "Don M. / Valerio Maj" war Morerod ja nicht gezwungen, gegen einen seiner Freunde (Paul F.) mit der Autorität seines Bischofsamtes vorzugehen.

Aber auch auf der Homepage von "Groupe Sapec" hat es Morerod geschafft, mit seiner "Magie der 1. Seite" alle zu verzaubern: Valerio Maj scheint auf Seite 1 der Missbrauchsopfer-Zeugenberichte auf.
Zuletzt geändert von Arkangel am Montag 10. Februar 2020, 09:17, insgesamt 1-mal geändert.

Arkangel
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Arkangel » Montag 10. Februar 2020, 09:15

Die große Kirchenlehrerin Teresa von Avila bringt es auf den Punkt in jener Anekdote, wo sie angeblich auf einer beschwerlichen Reise vom Pferd runtergefallen ist und direkt in eine schmutzige Schlammpfütze:
"Herr, wenn du so deine Freunde behandelst, dann brauchst du dich nicht darüber zu wundern, dass du so wenige Freunde hast."
Teresa von Avila
Selig, die nicht mit Morerod befreundet sind.

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