Mißbrauchsanschuldigungen

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Juergen
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Juergen » Donnerstag 21. November 2019, 18:07

Da wurde wohl der Bock zum Gärtner gemacht:
Polizei hat geschrieben:POL-PB: Mitarbeiter wegen Verdachts auf den Besitz von Kinderpornographie freigestellt

(mh) Nachdem sich Hinweise gegen einen 34-jährigen Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde Paderborn wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornographie erhärtet haben, hat die Behörde umgehend reagiert. Auf Verfügung von Landrat Manfred Müller wurde der Mann mit sofortiger Wirkung freigestellt. Darüber hinaus hat der Behördenleiter ein sofortiges Betretungsverbot für polizeiliche Diensträume ausgesprochen. Die entsprechenden arbeitsrechtlichen Schritte, die zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen sollen, wurden ebenso eingeleitet.

Der Mann war erst im Juli 2019 als IT-Ermittlungsunterstützer in der Direktion Kriminalität eingestellt worden. Bei der internen Untersuchung hat sich herausgestellt, dass gegen den Mann ein Strafverfahren im Kreis Lippe anhängig ist. Die Ermittlungen liegen bei der für Verfahren gegen Polizeibeschäftigte zuständigen Kriminalhauptstelle in Bielefeld.
Westfalenblatt hat geschrieben:Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Regierungsbeschäftigten
Kinderpornoauswerter der Polizei Paderborn unter Missbrauchsverdacht

Paderborn (WB). Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt nach WESTFALEN-BLATT-Informationen gegen einen Mitarbeiter der Polizei Paderborn. Der 34 Jahre alte Mann ist mit sofortiger Wirkung freigestellt, wie die Polizei mittlerweile bestätigt.

Der Mann ist dort als Auswerter für sogenannte Kinderpornografie beschäftigt und soll selbst entsprechende Fotos angefertigt haben. Tatort soll ein Freibad im Kreis Lippe gewesen sein. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen wurde der Mann erst vor wenigen Monaten im Zuge der landesweiten Aufstockung in Sachen Kinderporno- Ermittlungen eingestellt.
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 21. November 2019, 19:33

Juergen hat geschrieben:
Donnerstag 21. November 2019, 18:07
Da wurde wohl der Bock zum Gärtner gemacht:
Polizei hat geschrieben:POL-PB: Mitarbeiter wegen Verdachts auf den Besitz von Kinderpornographie freigestellt

(mh) Nachdem sich Hinweise gegen einen 34-jährigen Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde Paderborn wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornographie erhärtet haben, hat die Behörde umgehend reagiert. Auf Verfügung von Landrat Manfred Müller wurde der Mann mit sofortiger Wirkung freigestellt. Darüber hinaus hat der Behördenleiter ein sofortiges Betretungsverbot für polizeiliche Diensträume ausgesprochen. Die entsprechenden arbeitsrechtlichen Schritte, die zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen sollen, wurden ebenso eingeleitet.

Der Mann war erst im Juli 2019 als IT-Ermittlungsunterstützer in der Direktion Kriminalität eingestellt worden. Bei der internen Untersuchung hat sich herausgestellt, dass gegen den Mann ein Strafverfahren im Kreis Lippe anhängig ist. Die Ermittlungen liegen bei der für Verfahren gegen Polizeibeschäftigte zuständigen Kriminalhauptstelle in Bielefeld.
Westfalenblatt hat geschrieben:Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Regierungsbeschäftigten
Kinderpornoauswerter der Polizei Paderborn unter Missbrauchsverdacht

Paderborn (WB). Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt nach WESTFALEN-BLATT-Informationen gegen einen Mitarbeiter der Polizei Paderborn. Der 34 Jahre alte Mann ist mit sofortiger Wirkung freigestellt, wie die Polizei mittlerweile bestätigt.

Der Mann ist dort als Auswerter für sogenannte Kinderpornografie beschäftigt und soll selbst entsprechende Fotos angefertigt haben. Tatort soll ein Freibad im Kreis Lippe gewesen sein. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen wurde der Mann erst vor wenigen Monaten im Zuge der landesweiten Aufstockung in Sachen Kinderporno- Ermittlungen eingestellt.
Im Gegensatz zum Bistum Limburg verabschiedet die Polizei diesen Mitarbeiter wenigstens dauerhaft und für alle Aufgaben.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Montag 25. November 2019, 13:44

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Montag 25. November 2019, 13:48

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Juergen » Montag 25. November 2019, 14:05

WDR: Trotz Missbrauchs: Priester blieb Seelsorger

WDR-Kommentar dazu:
Elf Bischöfe wußten davon.

Selbst der heute zuständige Interventionsbeauftragte Oliver Vogt vom Erzbistum Köln zeigte sich fassungslos. Trotz einer Gefängnisstrafe 1972 und einer Gefängnisstrafe 1988 zur Bewährung blieb ein Missbrauchstäter kirchlich unbehelligt und wurde sogar wieder in Gemeinden eingesetzt. Bis 2015. Ein Kommentar.

Auf diesen Kommentar bezieht sich Peter Winnemöller bei kath.net: Jetzt ist die Zeit, Rücktritte zu fordern
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 26. November 2019, 19:40

Juergen hat geschrieben:
Montag 25. November 2019, 14:05
WDR: Trotz Missbrauchs: Priester blieb Seelsorger

WDR-Kommentar dazu:
Elf Bischöfe wußten davon.

Selbst der heute zuständige Interventionsbeauftragte Oliver Vogt vom Erzbistum Köln zeigte sich fassungslos. Trotz einer Gefängnisstrafe 1972 und einer Gefängnisstrafe 1988 zur Bewährung blieb ein Missbrauchstäter kirchlich unbehelligt und wurde sogar wieder in Gemeinden eingesetzt. Bis 2015. Ein Kommentar.

Auf diesen Kommentar bezieht sich Peter Winnemöller bei kath.net: Jetzt ist die Zeit, Rücktritte zu fordern

Aus dem Kommentar von Herrn Winnemöller:
Täter, Vertuscher und deren Helfershelfer mögen sich bewusst sein, dass sie es sind, von denen der Herr in Mt 18,6 sagt, was auf sich hat mit jenen, die den Kleinsten ein Ärgernis sind.
Statt Mühlstein um den Hals versetzt die kirchliche Hierarchie Täter an neue Tatorte, wo sie unbekannt sind und deshalb als "harmlos" gelten.
Daran kann man ablesen, wie die Kirche das Wort Jesu interessiert. Bedauerlich aber wahr.
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Siard » Dienstag 26. November 2019, 20:32

Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 19:40
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
Wo hat er dies getan?

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 27. November 2019, 06:07

Siard hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 20:32
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 19:40
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
Wo hat er dies getan?
Investigative Maßnahmen von Journalisten, die der Kirche im Großen und Ganzen nicht sonderlich wohl gesonnen sind, haben nun diesen Fall an den Tag gebracht.
Genau das Gegenteil ist doch richtig: Diesen Journalisten ist zu danken. Sie meinen es ja nur gut und sind der Kirche in meinen Augen letztlich auch wohlgesonnen. Denn, und das gibt auch Herr Winnemöller zu: Von innen kommt in punkto Aufarbeitung von selbst nichts, es muss von aussen kommen.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Protasius » Mittwoch 27. November 2019, 08:31

Vir Probatus hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 06:07
Siard hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 20:32
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 19:40
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
Wo hat er dies getan?
Investigative Maßnahmen von Journalisten, die der Kirche im Großen und Ganzen nicht sonderlich wohl gesonnen sind, haben nun diesen Fall an den Tag gebracht.
Genau das Gegenteil ist doch richtig: Diesen Journalisten ist zu danken. Sie meinen es ja nur gut und sind der Kirche in meinen Augen letztlich auch wohlgesonnen. Denn, und das gibt auch Herr Winnemöller zu: Von innen kommt in punkto Aufarbeitung von selbst nichts, es muss von aussen kommen.
Es mag der Kirche vllt. im Sinne einer Roßkur guttun, daß diese fürchterlichen Geschehnisse ans Licht kommen und aufgearbeitet werden, aber daß die Journalisten das zum Wohle der Kirche tun, erscheint mir doch arg fantastisch. Wie wohlbekannt sein dürfte, sind die Geschehnisse im
kirchlichen Rahmen zwar besonders schwerwiegend aufgrund der besonderen Vertrauensstellung von Geistlichen und kirchlichen Mitarbeitern; sowohl der in der Öffentlichkeit geschürte Generalverdacht gegen Geistliche wie auch das weitgehende Ignorieren der Vorfälle in anderen Milieux (bspw. Sportvereine, Familien, Schulen) deuten meines Erachtens aber nicht auf eine der Kirche wohlgesonnene Grundmotivation hin.

Der weitaus größte Teil der Geistlichen ist unbescholten, und der weitaus größte Teil der Mißbrauchsfälle geschieht außerhalb des kirchlichen Rahmens. Der sexuelle Mißbrauch an Kindern ist ein Problem, das die Gesellschaft als ganzes betrifft; sich ausschließlich auf die Kirche zu konzentrieren hilft dabei mE nicht.

Ein Aspekt, bei dem ich mir über die Dimensionen außerhalb der Kirche nicht im klaren bin, ist die Vertuschung von Vorfällen. Mir sind zwar Geschichten über bspw. versetzte Lehrer zu Ohren gekommen, aber die Berichterstattung in der Presse ist dazu mW recht dürftig.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Juergen » Mittwoch 27. November 2019, 10:15

Bishop promoted by Pope Francis pledges to return to Argentina to face sex abuse accusations

VATICAN CITY, November 25, 2019 (LifeSiteNews) ― A bishop promoted by Pope Francis and who now stands accused of having assaulted seminarians will appear in an Argentine court on Wednesday to face charges after a prosecutor in Argentina had asked for international assistance in apprehending him.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Mittwoch 27. November 2019, 10:17

Vir Probatus hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 06:07
Siard hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 20:32
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 19:40
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
Wo hat er dies getan?
Investigative Maßnahmen von Journalisten, die der Kirche im Großen und Ganzen nicht sonderlich wohl gesonnen sind, haben nun diesen Fall an den Tag gebracht.
Auch mit viel Phantasie kann ich in dieser Aussage keine "Verteufelung" derjenigen sehen, die das offen gelegt haben, und noch viel weniger eine "Heiligung" der Täter.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Juergen » Mittwoch 27. November 2019, 10:37

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 10:17
Vir Probatus hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 06:07
Siard hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 20:32
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 19:40
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
Wo hat er dies getan?
Investigative Maßnahmen von Journalisten, die der Kirche im Großen und Ganzen nicht sonderlich wohl gesonnen sind, haben nun diesen Fall an den Tag gebracht.
Auch mit viel Phantasie kann ich in dieser Aussage keine "Verteufelung" derjenigen sehen, die das offen gelegt haben, und noch viel weniger eine "Heiligung" der Täter.


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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Siard » Mittwoch 27. November 2019, 11:14

HeGe hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 10:17
Vir Probatus hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 06:07
Siard hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 20:32
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 19:40
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
Wo hat er dies getan?
Investigative Maßnahmen von Journalisten, die der Kirche im Großen und Ganzen nicht sonderlich wohl gesonnen sind, haben nun diesen Fall an den Tag gebracht.
Auch mit viel Phantasie kann ich in dieser Aussage keine "Verteufelung" derjenigen sehen, die das offen gelegt haben, und noch viel weniger eine "Heiligung" der Täter.
Allerdings!

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Ralf » Mittwoch 27. November 2019, 12:01

Vir Probatus hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 06:07
Siard hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 20:32
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 19:40
Und wie in der Causa Limburg hat Herr Winnemöller nichts besseres zu tun, als Täter zu heiligen und die, die das offen legen, zu zu verteufeln.
Wo hat er dies getan?
Investigative Maßnahmen von Journalisten, die der Kirche im Großen und Ganzen nicht sonderlich wohl gesonnen sind, haben nun diesen Fall an den Tag gebracht.
Genau das Gegenteil ist doch richtig: Diesen Journalisten ist zu danken. Sie meinen es ja nur gut und sind der Kirche in meinen Augen letztlich auch wohlgesonnen. Denn, und das gibt auch Herr Winnemöller zu: Von innen kommt in punkto Aufarbeitung von selbst nichts, es muss von aussen kommen.
Den Journalisten ist hier zu danken, das ja. Immer, wenn eine für andere unangenehme Wahrheit ans Licht kommt, ist den Enthüllern zu danken. Die Motivation dahinter ist mir erst einmal schnurz.

Doch aufgrund dieses Satzes zu glauben, Herr Winnemöller (den ich persönlich einigermaßen kenne) würde deswegen "Täter heiligen", könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt liegen.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Mittwoch 27. November 2019, 14:05

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 28. November 2019, 05:15

"Der Herr vertröste Dich"

https://taz.de/Missbrauch-in-der-kathol ... /!5640628/

„Ich fühle mich so müde“
Auf Twitter schrieb Reisinger: „Wie schade. Anstatt schnell, konkret und weitreichend zu handeln, lässt sich die DBK lieber in gewohnter Manier ein kleinstes verbales Zugeständnis nach dem anderen mühsam und nur mit öffentlichem Druck abringen. Danach jedenfalls sieht das aus. Fühle mich gerade so müde …“
Zermürbungstatktik, das ist das, was die Kirche den Opfern "anbietet".
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Siard » Donnerstag 28. November 2019, 13:47

Vir Probatus hat geschrieben:
Donnerstag 28. November 2019, 05:15
Zermürbungstatktik, das ist das, was die Kirche den Opfern "anbietet".
Es ist nicht die Kirche, die dies anbietet.
Ansonsten hast Du mit dieser Aussage fast überall recht.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Ralf » Donnerstag 28. November 2019, 13:52

Bei diesem riesen Skandalon hätten die Laienvertreter wirklich mal großspurig verkünden können, daß die Opfer als Getaufte nicht minder Kirche waren und sind als die Täter.

Interessanterweise hat das nie jemand öffentlichkeitswirksam vorgebracht. Kirche = Kirchenleitung. So schlicht und falsch wie USA = Regierung.

Cui bono?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Niels » Donnerstag 28. November 2019, 13:56

Diabolo?
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Freitag 29. November 2019, 13:54

HeGe hat geschrieben:
Montag 25. November 2019, 13:44
Belgische Caritas setzte pädophilen Priester in Zentralafrika ein
Weitere Informationen zu dem Fall:

http://www.kath.net/news/69891

Daraus:
[...] Pater Carlo Loots, belgischer Provinzvikar und Sprecher der Salesianer von Don Bosco, erklärte gegenüber CNS: „Bischöfe und Orden haben immer ein großes Problem damit, was sie mit denen anfangen sollen, die junge Menschen missbraucht haben. Dafür gibt es keine Todesstrafe. Wir können sie also nicht töten, aber wir können sie auch nicht auf eine einsame Insel schicken. Stattdessen müssen wir nach einer Lösung suchen, und die Philosophie ist, dass solche Menschen eine neue Chance verdienen - aber nicht in demselben Kontext oder in derselben Situation wie zuvor.“

Außerdem stellte Loots fest, dass Bischof Vanbuel zwar über Delfts Hintergrund informiert worden war und sich bereit erklärte, ihn zu beaufsichtigen, doch habe auch der Bischof „eindeutig keine Ahnung davon gehabt, wie ein Pädophiler wirklich funktioniert“. Loots versucht die Verantwortung auch an die Bewährungskommission weiterzugeben, die seines Erachtens nach die Situation hätte klarer erkennen müssen. [...]
:nein:
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Freitag 29. November 2019, 13:55

kath.net hat geschrieben: Irische Missbrauchskommission: Zahl kirchlicher Opfer war überschätzt

Tatsächliche Opferzahl nur ein Viertel so hoch wie 2009 angegeben [...]
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Siard » Freitag 29. November 2019, 17:17

HeGe hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 13:55
kath.net hat geschrieben: Irische Missbrauchskommission: Zahl kirchlicher Opfer war überschätzt

Tatsächliche Opferzahl nur ein Viertel so hoch wie 2009 angegeben [...]
Das ineressiert niemanden mehr, nicht mal die Bischöfe. Das ist wie mit der Million verbrannter Hexen die immer wieder auftaucht, auch da ist bewiesen, daß es nur ein Bruchteil davon war.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Lycobates » Freitag 29. November 2019, 17:31

Siard hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 17:17
HeGe hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 13:55
kath.net hat geschrieben: Irische Missbrauchskommission: Zahl kirchlicher Opfer war überschätzt

Tatsächliche Opferzahl nur ein Viertel so hoch wie 2009 angegeben [...]
Das ineressiert niemanden mehr, nicht mal die Bischöfe. Das ist wie mit der Million verbrannter Hexen die immer wieder auftaucht, auch da ist bewiesen, daß es nur ein Bruchteil davon war.
Ganz zu schweigen von den vielen "tausenden" Todesopfern der schröööcklichen spanischen Inquisition! :breitgrins:
(Nach S. Lenton, The Don Carlos myth behandelte die spanische Inquisition von 1547 bis 1699, also in 152 Jahren, 84.400 Fälle (Denunziationen), davon führten 826 zu einer Verurteilung wegen Häresie. Zum Vergleich: im Tudor’schen England wurden 1542 allein 308 Menschen hingerichtet wegen "Häresie". Es schadet nie, Fakten in historischer Perspektive zu betrachten.)
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Niels » Sonntag 1. Dezember 2019, 12:36

Robert Lemm, mit dem ich persönlich bekannt bin, hat ein gutes Buch dazu geschrieben: https://www.amazon.de/Die-Spanische-Inq ... 3423047003
Nolite timere pusillus grex, quia complacuit Patri vestro dare vobis regnum.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Mittwoch 4. Dezember 2019, 13:45

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Irmgard » Donnerstag 5. Dezember 2019, 15:38

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 17:31
Siard hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 17:17
HeGe hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 13:55
kath.net hat geschrieben: Irische Missbrauchskommission: Zahl kirchlicher Opfer war überschätzt

Tatsächliche Opferzahl nur ein Viertel so hoch wie 2009 angegeben [...]
Das ineressiert niemanden mehr, nicht mal die Bischöfe. Das ist wie mit der Million verbrannter Hexen die immer wieder auftaucht, auch da ist bewiesen, daß es nur ein Bruchteil davon war.
Ganz zu schweigen von den vielen "tausenden" Todesopfern der schröööcklichen spanischen Inquisition! :breitgrins:
(Nach S. Lenton, The Don Carlos myth behandelte die spanische Inquisition von 1547 bis 1699, also in 152 Jahren, 84.400 Fälle (Denunziationen), davon führten 826 zu einer Verurteilung wegen Häresie. Zum Vergleich: im Tudor’schen England wurden 1542 allein 308 Menschen hingerichtet wegen "Häresie". Es schadet nie, Fakten in historischer Perspektive zu betrachten.)
Tja die Fake News, die über die Jahrhunderte so Verbreitung gefunden haben.

Trotzdem: man kann das eine nicht mit dem anderen aufwiegen. Die Missbräuche sind schrecklich und dass die Gesellschaft so etwas zugelassen hat, ist noch schrecklicher. Das muss als Fakt einfach so stehen können.

Gleichzeitig ist gegen Fake News immer und überall vorzugehen. Gerade in der heutigen Zeit, wo sie schnell zu erzeugen und nur schwer auszumachen sind.

Ich finde übrigens, dass die katholische Kirche mittlerweile, was die Aufarbeitung der Missbräuche angeht, auf einem ganz guten Weg ist, auch wenn der schmerzhaft und sehr mühsam ist. Es wäre ganz schade, wenn sie von diesem Weg wieder abkommen würde.

Was mir am und im öffentlichen Diskurs dazu fehlt: das Eingeständnis, dass wir Missbrauch als Gesellschaft lange wenig schlimm fanden, egal, ob der in Familie (der häufigste Ort), in Kirche, Musik, Schule oder Sport stattgefunden hat. Da soll man heute mal nicht so empört tun. Sondern mal schön vor der eigenen Haustür kehren. Immerhin hat die katholische Kirche den Besen jetzt in der Hand, was man von vielen anderen Institution nicht behaupten kann. Der Weg wird noch ein langer sein....

Gruß
Irmgard

CIC_Fan
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 7. Dezember 2019, 14:21

Zur Info
https://rp-online.de/nrw/staedte/goch/p ... d-47658049
ich bezweifle ob die Kirche sich im deutschsprachigen Raum in den nächsten Jahrzehnten davon wieder erholt und wieder das Vertrauen der Leute bekommt

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Montag 9. Dezember 2019, 14:18

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von HeGe » Montag 9. Dezember 2019, 14:32

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Montag 9. Dezember 2019, 17:21

HeGe hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 14:32
Kirche gibt sich neue Regeln zum Umgang mit Missbrauch
Die Rahmenordnung Prävention wird ebenfalls in den Amtsblättern der (Erz-)Diözesen veröffentlicht. Als Adressaten nennt die neue Rahmenordnung ausdrücklich auch die Neuen Geistlichen Gemeinschaften, kirchliche Bewegungen und Initiativen. Diese werden damit verbindlicher als bisher zu Maßnahmen verpflichtet, die dem Missbrauch Schutzbefohlener vorbeugen sollen. Die Prävention entfaltet sich dabei auf mehreren Ebenen. Neben der Vorbeugung geht es darum, Gewalt zu erkennen und zu beenden, das Geschehene aufzuarbeiten und ausreichend Schutz und Hilfe in Form einer Nachsorge anzubieten.
Und damit werden eben immer noch nicht die Orden einbezogen.
Gerade die Ordenspriester haben sich in Ettal und anderen Klöstern und in den von ihnen geführten Schulen und Internaten massiv an Schülern vergangen.

Angeblich fehlt den Bistümern die nötige "Jurisdiktion" über die Orden, das habe ich auf Anfrage schriftlich aus dem EGV Paderborn bekommen.
Komisch: Wenn eine Frau Kurschus in der Benediktinerabtei predigen will, gibt es kein Problem, das den Mönchen zu verbieten.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Ralf
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Ralf » Montag 9. Dezember 2019, 17:31

Vir Probatus hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 17:21
Angeblich fehlt den Bistümern die nötige "Jurisdiktion" über die Orden, das habe ich auf Anfrage schriftlich aus dem EGV Paderborn bekommen.
Komisch: Wenn eine Frau Kurschus in der Benediktinerabtei predigen will, gibt es kein Problem, das den Mönchen zu verbieten.
Pseudoprobatus, die Orden sind exemt. Nur bei der Seelsorge unterliegen sie den Vorschriften des Ordinarius.

Noch Fragen?
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen

Beitrag von Vir Probatus » Montag 9. Dezember 2019, 19:20

Ralf hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 17:31
Vir Probatus hat geschrieben:
Montag 9. Dezember 2019, 17:21
Angeblich fehlt den Bistümern die nötige "Jurisdiktion" über die Orden, das habe ich auf Anfrage schriftlich aus dem EGV Paderborn bekommen.
Komisch: Wenn eine Frau Kurschus in der Benediktinerabtei predigen will, gibt es kein Problem, das den Mönchen zu verbieten.
Pseudoprobatus, die Orden sind exemt. Nur bei der Seelsorge unterliegen sie den Vorschriften des Ordinarius.

Noch Fragen?
Eine tolle Regelung:
So ein Orden darf nach den Vorgaben des Ortsbischofs die religiöse Erziehung der Kinder durchführen.
Für die vom Orden verübten Missbrauchstaten kann der gleiche Ortsbischof den Orden nicht belangen.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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