Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

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Marcus, der mit dem C
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Freitag 6. Juli 2018, 15:28

Einvernehmen war auch die Verteidigung von:

https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Meiwes
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 6. Juli 2018, 15:43

wenn ich das richtig in Erinnerung habe wurde vom Gericht das Opfer als testierunfähig eingestuft daher konnte es nicht einvernehmlich sein und es gab eine Verurteilung wegen totschlags die nächste Instanz hob das Urteil auf es kam zur neuverhandlung dann wurde er wegen Mordes verurteilt
also es konnte kein Einvernehmen vorliegen

Gracchus
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 16:24

HeGe hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 14:42
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 14:38
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 15:11
Der Hinweis sollte auch mehr dazu führen, daß Du Dir 'mal Gedanken darüber machst, was Du mit Deinem Todeswunsch Deinen Mitmenschen antust. Gemeinhin hat der Mensch eine Tötungshemmung gegenüber seinen eigenen Artgenossen.
Die "Tötungshemmung" wurde nachdrücklich in den KZ`en und u.v.a. in der Eroberung Jerusalems im 1. Kreuzzug dokumentiert. :)
Und das sind deine Maßstäbe? :vogel:
Nöö. Das ist ein Argument dafür, dass die "Tötungshemmung" auch beim homo sapiens micht gerade stark entwickelt ist.

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Juergen
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Juergen » Freitag 6. Juli 2018, 16:27

Grund­sätz­lich ist die Fra­ge zu stel­len, ob je­mand, der den To­des­wunsch äu­ßert, noch bei kla­rem Ver­stand ist, um über­haupt ei­ne sol­che Ent­schei­dung frei zu tref­fen?

Der To­des­wunsch ist m.E. nie­mals ei­ne freie Ent­schei­dung. Das spie­len an­de­re Din­ge rein, die die freie Ent­schei­dungs­fin­dung be­ein­flus­sen, wie z.B. Sch­mer­zen, Ein­sam­keit, das Ge­fühl der Hil­f­lo­sig­keit usw. usw.

Zum Bei­spiel spie­len bei 50% der Selbst­töt­un­gen in Deutsch­land De­pres­sio­nen ei­ne Rol­le. Soll man die Leu­te auch noch un­ter­stüt­z­en und sich „ein­ver­nehm­lich“ ab­murk­sen?

Das oben verlink­te Bei­spiel von Wal­ter Jens zeigt zu­dem, was man von so­ge­nann­ten Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen zu hal­ten hat.


Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 16:24
HeGe hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 14:42
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 14:38
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 15:11
Der Hinweis sollte auch mehr dazu führen, daß Du Dir 'mal Gedanken darüber machst, was Du mit Deinem Todeswunsch Deinen Mitmenschen antust. Gemeinhin hat der Mensch eine Tötungshemmung gegenüber seinen eigenen Artgenossen.
Die "Tötungshemmung" wurde nachdrücklich in den KZ`en und u.v.a. in der Eroberung Jerusalems im 1. Kreuzzug dokumentiert. :)
Und das sind deine Maßstäbe? :vogel:
Nöö. Das ist ein Argument dafür, dass die "Tötungshemmung" auch beim homo sapiens micht gerade stark entwickelt ist.
Die Töt­ungs­hem­mung ist um­so schwächer aus­ge­prägt, je wei­ter das Op­fer emo­tio­nal vom Tät­er ent­fernt ist. Wird das Op­fer gar als Feind an­ge­se­hen, ist sie kaum noch oder gar nicht mehr vor­han­den.
Das Töt­en aus der Fer­ne ist zu­dem ein­fa­cher als das Töt­en ei­ne di­rek­ten Ge­gen­ü­ber. Der „sau­be­re Krieg“, in dem Droh­nen ziel­genau die töd­li­che Fracht ab­lie­fern, sind emo­tio­nal für die da­r­an be­tei­lig­ten Sol­da­ten et­was ganz an­de­res, als den aus der Feind mit ei­ge­ner Hand zu töt­en.
Gruß
Jürgen

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 16:36

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 20:48
Btw. China ist in vieler Hinsicht zum Vorbild geworden. 1989 war das zum Glück noch anders.
China ist heute sicherlich kein Vorbild für die allermeisten Westeuropäer. Aber Maos China war `mal ein Vorbild für viele meiner Altersgenossen, den 68`ern, und die "Mao-Bibel" galt einigen 68`rn als quasi heiliges Buch. Ich habe diese Vorstellungen zu keiner Zeit geteilt.

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Raphael » Freitag 6. Juli 2018, 16:57

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 16:36
Siard hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 20:48
Btw. China ist in vieler Hinsicht zum Vorbild geworden. 1989 war das zum Glück noch anders.
China ist heute sicherlich kein Vorbild für die allermeisten Westeuropäer. Aber Maos China war `mal ein Vorbild für viele meiner Altersgenossen, den 68`ern, und die "Mao-Bibel" galt einigen 68`rn als quasi heiliges Buch. Ich habe diese Vorstellungen zu keiner Zeit geteilt.
Was natürlich einer gewissen "Komik" nicht entbehrt, weil Deine Absichten bei dem hier in Rede stehenden Thema ziemlich genau dem entsprechen, was ein Mao seinem Volk verordnen wollte! :/
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 17:12

offertorium hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 21:53
Gracchus hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 17:47
Verlangt ein Mündiger die eigene Tötung unter präzise beschriebenen Umständen oder, so er noch kann, mündlich unter nicht von seinem Tod profitierenden Zeugen, so ist das die Entscheidung des einzigen Eigentümers seines Lebens. Und diese ist zu respektieren.
Welche Umstände verlangen dem Menschen Mündigkeit und welche sprechen sie ihm ab? Ist ein krankheitsbedingtes Leiden, das mit Ausweglosigkeit und einer durch die Symptomatik verursachten depressiven Stimmung etwas, das den Menschen aus Deiner Sicht mündig genug macht?
Wie prüfst Du, ob Zeugen nicht profitieren? Wie sind Geldflüsse nachzuverfolgen? Und wenn sich nach dem Ableben desjenigen herausstellt, dass Geld von den eigentlichen Erben geflossen ist, wie gibst Du dem Menschen sein Leben wieder zurück?
Was ist mit den schwer erkrankten Menschen, die nicht Deinen präzise beschriebenen Umständen entsprechen, haben die dann nicht das gleiche Recht?
Wenn Du meinst, dass ohne die klar definierten Umstände ein Risiko besteht, dass jemand nicht wirklich sterben will, woher nimmst Du dann die Sicherheit, dass auch in anderen Situationen dieses Risiko quasi ausgeschlossen werden kann?
Was machst Du mit den Menschen, die einst die klar definierten Umstände unterschrieben haben, aber während ihrer späteren schweren Krankheit einen Lebenswillen entwickeln, weil sie auf einmal doch Hoffnung sehen, dies aber nicht mehr aufgrund ihres Zustandes nicht mehr artikulieren können? Sterbehilfe, weil dann eh kein Einwand mehr kommen kann?
Mündig ist, wer volljährig ist und nicht einem Vormund unterstellt ist. Und der ist auch Eigentümer seines Lebens, der einzige Eigentümer. Tritt ein Umstand ein, der das Leben des Mündigen für ihn selbst nicht mehr lebenswert erscheinen lässt, steht es ihm frei, sein Leben selbst zu beenden. Will er Vorsorge treffen für den Fall, dass er nicht mehr in der Lage ist, sein Leben selbst zu beenden (extreme Demenz z.B,), so sollte das Gesetz aktive Sterbehilfe nicht unter Strafe stellen, schon aus Achtung vor der Willensentscheidung des einzigen Eigentümers seines Lebens. Sollte in Einzelfällen begründeter Verdacht entstehen, dass der Betreffende seine ehemalige Entscheidung nicht mehr gelten lassen würde, so sollte geprüft werden, ob deutliche Belege für diese Willensänderung vorhanden sind. Findet man solche Belege nicht, sollte dem testamentarisch (via Patientenverfügung) deklarierten Willen entsprochen werden.
offertorium hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 21:53
Das ist insofern interessant, dass Du zuvor mit der Naturwissenschaft argumentiertest, nun aber den Beginn des Lebens ganz subjektivistisch mit Deiner "Überzeugung" begründest?
Wer schützt eigentlich die Menschen davor, dass ihnen subjektivistisch auf Basis einer Überzeugung das Lebensrecht abgesprochen wird, unabhängig von der Lebensphase, in der sie sich befinden?
Du bist überzeugt davon, dass Leben vor der Geburt getötet werden darf; Du bist überzeugt davon, dass Leben während einer Krankheit beendet werden darf; wer sagt, dass Du nicht irgendwann zu dem Schluss kommst, dass noch andere Umstände des Lebens ausreichend und präzise genug definiert wurden, um Leben als etwas unwertes zu betrachten, das entfernt werden darf?
Wer schützt teils noch minderjährige Frauen vor den Folgen einer ungewünschten Geburt?

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Siard » Freitag 6. Juli 2018, 17:19

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 16:36
China ist heute sicherlich kein Vorbild für die allermeisten Westeuropäer.
Für die Bundesrepublik-Regierung allerdings schon, wie gleich mehrere Maßnahmen der letzten Zeit zeigen.
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:12
Wer schützt teils noch minderjährige Frauen vor den Folgen einer ungewünschten Geburt?
Aufklärung?
Welche Folgen meinst Du?
Wer schützt die Kinder vor den Folgen unerwünschter oder unfähiger Eltern?

Warum befürwortest Du das Zerfetzen von Kindern im Mutterleib?

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 17:27

offertorium hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 22:00
Gracchus hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 14:26
Ich würde z.B. dann nicht mehr leben wollen, wenn ich in dem Maße dement würde, dass ich meine Frau und meine Töchter nicht mehr erkenne.
Woher weißt Du, dass Du dann nicht mehr leben willst?
Das kann ich Dir aus der Praxis sagen: es kann Dir passieren, dass Du Dich im Zustand einer Demenz nicht mehr daran erinnern kannst, dass Du aufgrund einer Überzeugung irgendwann meintest, dann nicht mehr leben zu wollen; und trotz Vergesslichkeit Dein Leben für den Augenblick genießt. Also Sterbehilfe? Und was tust Du Deiner Frau und Deinen Töchtern an, die nicht glücklich über Deine Krankheit sind, aber sich noch freuen, dass Du trotz Demenz körperlich so fit bist, dass Du Deinen Tag aktiv verbringen kannst - vielleicht im Garten der betreuten Pflege. Willst Du denen das antun? Und wie meinst Du, wirst Du den Arzt sehen, der Dir die Sterbe"hilfe" geben will, wo Du Dich gar nicht mehr daran erinnern kannst, dass Du selbst diesen Todeszeitpunkt ausgesucht hast?
Wie soll man eigentlich einem Arzt vertrauen können, von dem man weiß, dass er nebenher noch Sterbehilfe leistet?
Nun ich bin 75 Jahre und kenne mich demnach schon seit ein paar Tagen :) . Und ich ziehe die Ewigkeit ohne Bewusstsein einem Leben in lebenslang andauernder Qual oder in starker Demenz vor, auch in dem Wissen, dass der Tod irgendwann jeden von uns ereilt. Ich hoffe schließlich nicht auf ein ewiges Leben in Freude und fürchte auch nicht Fegefeuer oder Hölle ob meiner von christlicher oder sonst welcher Religion zur Sünde deklarierten Taten.

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Juergen » Freitag 6. Juli 2018, 17:34

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:27
Nun ich bin 75 Jahre und kenne mich demnach schon seit ein paar Tagen :) . Und ich ziehe die Ewigkeit ohne Bewusstsein einem Leben in lebenslang andauernder Qual oder in starker Demenz vor, auch in dem Wissen, dass der Tod irgendwann jeden von uns ereilt. Ich hoffe schließlich nicht auf ein ewiges Leben in Freude und fürchte auch nicht Fegefeuer oder Hölle ob meiner von christlicher oder sonst welcher Religion zur Sünde deklarierten Taten.
Nach Deinem Tode wirst Du ganz schön überrascht und dumm aus der Wäsche gucken. :P
Gruß
Jürgen

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Raphael » Freitag 6. Juli 2018, 17:49

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:27
Nun ich bin 75 Jahre und kenne mich demnach schon seit ein paar Tagen :) . Und ich ziehe die Ewigkeit ohne Bewusstsein einem Leben in lebenslang andauernder Qual oder in starker Demenz vor, auch in dem Wissen, dass der Tod irgendwann jeden von uns ereilt. Ich hoffe schließlich nicht auf ein ewiges Leben in Freude und fürchte auch nicht Fegefeuer oder Hölle ob meiner von christlicher oder sonst welcher Religion zur Sünde deklarierten Taten.
Nunja, wenn jeder an sich selber denkt ist an alle gedacht, nicht wahr? :roll:

Wenn Du jedoch 'mal über den Tellerrand Deiner eigenen Subjektivität hinausschaust, wirst Du sehen, daß die von Dir vorgeschlagenen Regeln auch für andere gelten sollen. Und die sind vielleicht nicht so selbstbestimmt und stark wie Du, sondern eher beeinflußbar und möglicherweise der Willkür von Erben ausgesetzt. Was ist mit denen? :detektiv:
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 18:29

Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:34
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:27
Nun ich bin 75 Jahre und kenne mich demnach schon seit ein paar Tagen :) . Und ich ziehe die Ewigkeit ohne Bewusstsein einem Leben in lebenslang andauernder Qual oder in starker Demenz vor, auch in dem Wissen, dass der Tod irgendwann jeden von uns ereilt. Ich hoffe schließlich nicht auf ein ewiges Leben in Freude und fürchte auch nicht Fegefeuer oder Hölle ob meiner von christlicher oder sonst welcher Religion zur Sünde deklarierten Taten.
Nach Deinem Tode wirst Du ganz schön überrascht und dumm aus der Wäsche gucken. :P
Warum? Weil ich weder in`s islamische Paradies noch in den christlichen Himmel noch in das Walhalla der germanischen Vorfahren ... komme? Ach so, ich vergaß, im Walhalla war ich schon. Das ist ein recht gutes Hotel in Osnabrück. :)

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 18:35

Siard hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:19
Warum befürwortest Du das Zerfetzen von Kindern im Mutterleib?
Ich befürworte die Entfernung eines Fötus aus dem Mutterleib, der auch bei bester Hilfe außerhalb des Leibes der Mutter nicht lebensfähig ist, wenn die Mutter das wünscht.

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Juergen » Freitag 6. Juli 2018, 18:50

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:35
Siard hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:19
Warum befürwortest Du das Zerfetzen von Kindern im Mutterleib?
Ich befürworte die Entfernung eines Fötus aus dem Mutterleib, der auch bei bester Hilfe außerhalb des Leibes der Mutter nicht lebensfähig ist, wenn die Mutter das wünscht.
Man könnte z.B. auch die Entfernung Deines Gehirns befürworten, das auch bei bester Hi­lfe außer­halb Deines Leibes nicht lebensfähig ist.
Gruß
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von offertorium » Freitag 6. Juli 2018, 19:03

Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:50
Man könnte z.B. auch die Entfernung Deines Gehirns befürworten, das auch bei bester Hi­lfe außer­halb Deines Leibes nicht lebensfähig ist.
:kugel: :kugel: :kugel: :kugel: :kugel: :kugel: :kugel:

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Raphael » Freitag 6. Juli 2018, 19:08

offertorium hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 19:03
Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:50
Man könnte z.B. auch die Entfernung Deines Gehirns befürworten, das auch bei bester Hi­lfe außer­halb Deines Leibes nicht lebensfähig ist.
:kugel: :kugel: :kugel: :kugel: :kugel: :kugel: :kugel:
In der Tat: Das bringt es auf den Punkt! :daumen-rauf:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 19:53

Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:50
Man könnte z.B. auch die Entfernung Deines Gehirns befürworten, das auch bei bester Hi­lfe außer­halb Deines Leibes nicht lebensfähig ist. [/font][/blocksatz]
Dieser Ausdruck erstaunt mich jetzt nicht besonders. Ich weiß ja, wes Geistes Kind das schrieb. ;D

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Siard » Freitag 6. Juli 2018, 21:21

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:29
… noch in das Walhalla der germanischen Vorfahren ... komme?
Dahin wirst Du ziemlich sicher nicht kommen können, da Dir die Voraussetzungen fehlen.
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:35
Siard hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:19
Warum befürwortest Du das Zerfetzen von Kindern im Mutterleib?
Ich befürworte die Entfernung eines Fötus aus dem Mutterleib, der auch bei bester Hilfe außerhalb des Leibes der Mutter nicht lebensfähig ist, wenn die Mutter das wünscht.
Warum schönst Du den Vorgang der Kindestötung im Mutterleib.

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 23:03

Siard hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 21:21
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:29
… noch in das Walhalla der germanischen Vorfahren ... komme?
Dahin wirst Du ziemlich sicher nicht kommen können, da Dir die Voraussetzungen fehlen.
Ooch, da hätte ich schon die Voraussetzung dazu. Die Walküren können zweifelsfrei erkennen, dass ich Narben von vorn habe, wenn auch keine Wunden aus eine Schlacht, aber immerhin sowas Ähnliches, nämlich durch von OP-Messern verursachte Narben. ;D Nur sehne ich mich weder nach Mett aus einer unversiegbaren Quelle noch nach den 72 Jungfrauen des 7. islamischen Himmels noch nach ständigen Jubilieren im christlichen Himmel (naja, ich weiß, dass es für Letzteres auch andere Vorstellungen gibt :), aber irrealistisch sind alle religiöse Vorstellungen über das Jenseits!).
Siard hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 21:21
Warum schönst Du den Vorgang der Kindestötung im Mutterleib.
Weil es noch kein selbstständiges Leben ist und weil ich die Entscheidung von Frauen, die einen für sie sehr schweren Entschluss fassen müssen, achte!
Zuletzt geändert von Gracchus am Freitag 6. Juli 2018, 23:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Hanspeter » Freitag 6. Juli 2018, 23:10

Deine Hypothesen sind kein Grund, das Geschehen eingeräumt Abtreibung sprachlich zu verharmlosen. Aber das kennt man ja aus der deutschen Geschichte zur Genüge.....

Im übrigen ist Deine Prämisse, daß es sich beim Kind im Mutterleib nicht um menschliches Leben handelt, naturwissenschaftlich widerlegt. Von daher erübrigt sich zu diesem Thema jede weitere Diskussion mit Dir.

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Gracchus » Freitag 6. Juli 2018, 23:29

Hanspeter hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 23:10
Deine Hypothesen sind kein Grund, das Geschehen eingeräumt Abtreibung sprachlich zu verharmlosen. Aber das kennt man ja aus der deutschen Geschichte zur Genüge.....

Im übrigen ist Deine Prämisse, daß es sich beim Kind im Mutterleib nicht um menschliches Leben handelt, naturwissenschaftlich widerlegt. Von daher erübrigt sich zu diesem Thema jede weitere Diskussion mit Dir.
Du kannst davon halten, was Du willst. Die Fristenregelung wurde nach demokratischen Spielregeln beschossen. Die RKK konnte sich auch im Hinblick auf Abtreibung noch nicht `mal in den kath. dominierten Ländern Italien, Spanien, Portugal und, wie wir gerade sahen, Irland durchsetzen. Warum sollte ausgerechnet D eine Ausnahme sein?

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Siard » Freitag 6. Juli 2018, 23:59

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 23:29
Du kannst davon halten, was Du willst. Die Fristenregelung wurde nach demokratischen Spielregeln beschossen.
Wenn also nach demokratischen Spielregeln beschlossen wird alle Menschen im Koma oder alle Dementen zu töten wäre das Deiner Meinung nach ok?

Und bitte geh auf Fragen und Kritik ein, bevor Du andere Schauplätze ansteuerst.

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Raphael » Sonnabend 7. Juli 2018, 07:11

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 23:29
Die Fristenregelung wurde nach demokratischen Spielregeln beschossen.
Wenn sie denn 'mal beschossen worden wäre! :pfeif:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:11

Juergen hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 16:27
Grund­sätz­lich ist die Fra­ge zu stel­len, ob je­mand, der den To­des­wunsch äu­ßert, noch bei kla­rem Ver­stand ist, um über­haupt ei­ne sol­che Ent­schei­dung frei zu tref­fen?

Der To­des­wunsch ist m.E. nie­mals ei­ne freie Ent­schei­dung. Das spie­len an­de­re Din­ge rein, die die freie Ent­schei­dungs­fin­dung be­ein­flus­sen, wie z.B. Sch­mer­zen, Ein­sam­keit, das Ge­fühl der Hil­f­lo­sig­keit usw. usw.

Zum Bei­spiel spie­len bei 50% der Selbst­töt­un­gen in Deutsch­land De­pres­sio­nen ei­ne Rol­le. Soll man die Leu­te auch noch un­ter­stüt­z­en und sich „ein­ver­nehm­lich“ ab­murk­sen?

Das oben verlink­te Bei­spiel von Wal­ter Jens zeigt zu­dem, was man von so­ge­nann­ten Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen zu hal­ten hat.


Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 16:24
HeGe hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 14:42
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 14:38
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 5. Juli 2018, 15:11
Der Hinweis sollte auch mehr dazu führen, daß Du Dir 'mal Gedanken darüber machst, was Du mit Deinem Todeswunsch Deinen Mitmenschen antust. Gemeinhin hat der Mensch eine Tötungshemmung gegenüber seinen eigenen Artgenossen.
Die "Tötungshemmung" wurde nachdrücklich in den KZ`en und u.v.a. in der Eroberung Jerusalems im 1. Kreuzzug dokumentiert. :)
Und das sind deine Maßstäbe? :vogel:
Nöö. Das ist ein Argument dafür, dass die "Tötungshemmung" auch beim homo sapiens micht gerade stark entwickelt ist.
Die Töt­ungs­hem­mung ist um­so schwächer aus­ge­prägt, je wei­ter das Op­fer emo­tio­nal vom Tät­er ent­fernt ist. Wird das Op­fer gar als Feind an­ge­se­hen, ist sie kaum noch oder gar nicht mehr vor­han­den.
Das Töt­en aus der Fer­ne ist zu­dem ein­fa­cher als das Töt­en ei­ne di­rek­ten Ge­gen­ü­ber. Der „sau­be­re Krieg“, in dem Droh­nen ziel­genau die töd­li­che Fracht ab­lie­fern, sind emo­tio­nal für die da­r­an be­tei­lig­ten Sol­da­ten et­was ganz an­de­res, als den aus der Feind mit ei­ge­ner Hand zu töt­en.
Denkst Du daß jeder der nicht mehr leben nicht klar denken und entscheiden kann?

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:15

Raphael hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:49
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:27
Nun ich bin 75 Jahre und kenne mich demnach schon seit ein paar Tagen :) . Und ich ziehe die Ewigkeit ohne Bewusstsein einem Leben in lebenslang andauernder Qual oder in starker Demenz vor, auch in dem Wissen, dass der Tod irgendwann jeden von uns ereilt. Ich hoffe schließlich nicht auf ein ewiges Leben in Freude und fürchte auch nicht Fegefeuer oder Hölle ob meiner von christlicher oder sonst welcher Religion zur Sünde deklarierten Taten.
Nunja, wenn jeder an sich selber denkt ist an alle gedacht, nicht wahr? :roll:

Wenn Du jedoch 'mal über den Tellerrand Deiner eigenen Subjektivität hinausschaust, wirst Du sehen, daß die von Dir vorgeschlagenen Regeln auch für andere gelten sollen. Und die sind vielleicht nicht so selbstbestimmt und stark wie Du, sondern eher beeinflußbar und möglicherweise der Willkür von Erben ausgesetzt. Was ist mit denen? :detektiv:
warum sollte das eine Rolle spielen ? man kann da entsprechende Vorkehrung treffen es hat jauch nicht jeder einen Sachwalter nur weil es Menschen gibt die nicht geschäftsfähig sind

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:18

Siard hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 21:21
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:29
… noch in das Walhalla der germanischen Vorfahren ... komme?
Dahin wirst Du ziemlich sicher nicht kommen können, da Dir die Voraussetzungen fehlen.
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 18:35
Siard hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 17:19
Warum befürwortest Du das Zerfetzen von Kindern im Mutterleib?
Ich befürworte die Entfernung eines Fötus aus dem Mutterleib, der auch bei bester Hilfe außerhalb des Leibes der Mutter nicht lebensfähig ist, wenn die Mutter das wünscht.
Warum schönst Du den Vorgang der Kindestötung im Mutterleib.
diese diskussion zeigt sehr schön daß es in der Frage keine allgemeine Ethik gibt daher regelt die Frage eben der Gestzgeber

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Raphael
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Raphael » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:26

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 08:18
diese diskussion zeigt sehr schön daß es in der Frage keine allgemeine Ethik gibt daher regelt die Frage eben der Gestzgeber
Damit man dann das, was der Gesetzgeber - wie auch immer der legitimiert sein mag - festgelegt hat, in subjektivistischer Überheblichkeit vom Tische wischen kann? :detektiv:

Ich darf in Erinnerung rufen, daß von Gracchus die Prämisse aufgestellt worden ist:
Mein Leben gehört nur mir! :auweia:

Wenn mein Leben nur mir gehört, dann darf darüber auch kein Gesetzgeber verfügen .........
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von asderrix » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:37

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 23:29
Die Fristenregelung wurde nach demokratischen Spielregeln beschossen. Die RKK konnte sich auch im Hinblick auf Abtreibung noch nicht `mal in den kath. dominierten Ländern Italien, Spanien, Portugal und, wie wir gerade sahen, Irland durchsetzen. Warum sollte ausgerechnet D eine Ausnahme sein?
Demokratie ist ja eine feine Sache, aber ich muss dann immer an den Titel eines Buches denken:
"Wer der Herde folgt sieht nur Arschlöcher"
Die Masse muss nicht automatisch recht haben und sehr oft ist es so, dass es nicht die Masse ist, sondern nur die am lautesten brüllende Gruppe.
So würde ich die Entscheidung zu Fristenlösung, Homoehe usw. einordnen.
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:47

Raphael hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 08:26
CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 08:18
diese diskussion zeigt sehr schön daß es in der Frage keine allgemeine Ethik gibt daher regelt die Frage eben der Gestzgeber
Damit man dann das, was der Gesetzgeber - wie auch immer der legitimiert sein mag - festgelegt hat, in subjektivistischer Überheblichkeit vom Tische wischen kann? :detektiv:

Ich darf in Erinnerung rufen, daß von Gracchus die Prämisse aufgestellt worden ist:
Mein Leben gehört nur mir! :auweia:

Wenn mein Leben nur mir gehört, dann darf darüber auch kein Gesetzgeber verfügen .........
der Gesetzgeber muß es regeln da wie der Ausdruck Sterbehilfe schon sagt auch aktiv mindestens eine weitere person beteiligt ist

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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:48

asderrix hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 08:37
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 23:29
Die Fristenregelung wurde nach demokratischen Spielregeln beschossen. Die RKK konnte sich auch im Hinblick auf Abtreibung noch nicht `mal in den kath. dominierten Ländern Italien, Spanien, Portugal und, wie wir gerade sahen, Irland durchsetzen. Warum sollte ausgerechnet D eine Ausnahme sein?
Demokratie ist ja eine feine Sache, aber ich muss dann immer an den Titel eines Buches denken:
"Wer der Herde folgt sieht nur Arschlöcher"
Die Masse muss nicht automatisch recht haben und sehr oft ist es so, dass es nicht die Masse ist, sondern nur die am lautesten brüllende Gruppe.
So würde ich die Entscheidung zu Fristenlösung, Homoehe usw. einordnen.
was wäre die alternative zur Demokratie

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Raphael
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Raphael » Sonnabend 7. Juli 2018, 08:53

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 08:47
Raphael hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 08:26
CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 7. Juli 2018, 08:18
diese diskussion zeigt sehr schön daß es in der Frage keine allgemeine Ethik gibt daher regelt die Frage eben der Gestzgeber
Damit man dann das, was der Gesetzgeber - wie auch immer der legitimiert sein mag - festgelegt hat, in subjektivistischer Überheblichkeit vom Tische wischen kann? :detektiv:

Ich darf in Erinnerung rufen, daß von Gracchus die Prämisse aufgestellt worden ist:
Mein Leben gehört nur mir! :auweia:

Wenn mein Leben nur mir gehört, dann darf darüber auch kein Gesetzgeber verfügen .........
der Gesetzgeber muß es regeln da wie der Ausdruck Sterbehilfe schon sagt auch aktiv mindestens eine weitere person beteiligt ist
Dieser "Hinweis" löst in keinster Weise die angesprochene Problematik! :daumen-runter:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Hanspeter
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Re: Aktive Sterbehilfe - ja oder nein?

Beitrag von Hanspeter » Sonnabend 7. Juli 2018, 09:03

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 23:29
Hanspeter hat geschrieben:
Freitag 6. Juli 2018, 23:10
Deine Hypothesen sind kein Grund, das Geschehen eingeräumt Abtreibung sprachlich zu verharmlosen. Aber das kennt man ja aus der deutschen Geschichte zur Genüge.....

Im übrigen ist Deine Prämisse, daß es sich beim Kind im Mutterleib nicht um menschliches Leben handelt, naturwissenschaftlich widerlegt. Von daher erübrigt sich zu diesem Thema jede weitere Diskussion mit Dir.
Du kannst davon halten, was Du willst. Die Fristenregelung wurde nach demokratischen Spielregeln beschossen. Die RKK konnte sich auch im Hinblick auf Abtreibung noch nicht `mal in den kath. dominierten Ländern Italien, Spanien, Portugal und, wie wir gerade sahen, Irland durchsetzen. Warum sollte ausgerechnet D eine Ausnahme sein?
Dir ist schon klar, in welche Tradition Du Dich mit Deinem Rechtspositivismus stellst?

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