Drewermann

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otto
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Drewermann

Beitrag von otto » Sonntag 20. Juni 2004, 12:01

Das Thema wurde abgetrennt aus "Katholikentag und Medienberichterstattung. Otto hat es nicht eröffnet.
Ulm (AP) Nachwuchssorgen, leere Kassen und ein allgemeiner Glaubwürdigkeitsverlust der Institution - der katholischen Kirche in Deutschland geht es nicht gut. Und in diese Krise hinein melden sich immer wieder - und verstärkt auf dem derzeit laufenden 95. Katholikentag in Ulm - Kritiker zu Wort, die radikale Reformen fordern. Sie reichen von der Aufhebung des Zölibats, ökumenischen Abendmahlsfeiern bis hin zu einer Wahl des Papstes durch alle Gläubigen.

[...]

Und Drewermann, der Anfang der 90er Jahre nach massiver Kritik an der katholischen Kirche von seinem Priesteramt suspendiert wurde und die Lehrerlaubnis entzogen bekam, geht noch weiter: «Was spricht dagegen, dass wir den Papst selber wählen?», fragte er. «Wir müssen die katholische Kirche überwinden, um Christen zu werden. Womöglich müssen wir sogar das Christentum überwinden, um zu Gott zu kommen.»
Quelle: «Der Leidensdruck ist sehr gross»

Sind die Veranstalter und die Verantwortlichen von allen guten Geistern verlassen? Diesen "Brandstiftern" ein derart großes und medienwirksames Podium zu bieten, oder ist das eine bewusste Provokation wider des wahren Glaubens?
"Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." Matthäus 16,24

Petra
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Re: Jetzt schlägt es 13!

Beitrag von Petra » Sonntag 20. Juni 2004, 12:15

otto hat geschrieben:... Drewermann.... «Wir müssen die katholische Kirche überwinden, um Christen zu werden. Womöglich müssen wir sogar das Christentum überwinden, um zu Gott zu kommen.»

Sind die Veranstalter und die Verantwortlichen von allen guten Geistern verlassen? Diesen "Brandstiftern" ein derart großes und medienwirksames Podium zu bieten, oder ist das eine bewusste Provokation wider des wahren Glaubens?
Lieber Otto,

falls Drewermann das wirklich gesagt und auch so gemeint hat, zuzutrauen wär's ihm, dann ist es doch in Ordnung, dass er seine Fragen in der Öffentlichkeit stellen kann. Gerade auch auf einem Katholikentag. Würde man ihm kirchlicherseits jede Meinungsäußerung unterbinden, dann käme wieder von Kirchengegnern der Vorwurf, die Kirche legt ihren Gläubigen Maulkörbe an. Wenn Drewermann obiges vor einem großem gläubigen Publikum sagt, dann diskretitiert er sich doch selbst? Dann verstehen die Nichttheologen doch sofort, warum er Lehrerlaubnis und "Priesterrechte" entzogen bekommen hat?

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Juergen
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Beitrag von Juergen » Sonntag 20. Juni 2004, 12:23

Lt. Tagespost hat er gesagt:
DieTagespost Nr.73 hat geschrieben:..."Schauen Sie nicht länger auf die Priester, werden Sie selber priesterlich", sagte Drewermann denn auch bei einer seiner vielen appellativ geprägten Antworten, die ihm tosenden Beifall bescherten. "Schauen Sie nicht länger auf die Kirche, werden Sie selber kirchlich. Schauen Sie nicht länger auf die Religion, sondern werden Sie selbst innerlich religiös." Oder: "Wir müssen die katholische Kirche hinter uns lassen, um Christen zu werden, und das Christentum, um Gott zu begegnen." Denn: "Der Priestermangel ist eine Chance zur Veränderung. Die Kirche braucht keine Beamte, sondern Menschen. Nichts spricht dagegen, Gemeindevorsteher ebenso wie den Papst zu wählen." Im Sinne eines "Priestertums von unten", ohne "erhobenen Zeigefinger". Die Zugangsbedingungen zum Priestertum wie Zölibats- und Gehorsamspflicht seinen skandalös.
...
Gruß
Jürgen

Engele
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Beitrag von Engele » Sonntag 20. Juni 2004, 15:45

Juergen hat geschrieben:Lt. Tagespost hat er gesagt:
DieTagespost Nr.73 hat geschrieben:... die ihm tosenden Beifall bescherten.
...
Falsch

Jojo
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Beitrag von Jojo » Sonntag 20. Juni 2004, 17:15

Wir sollten Eugen Drewermann, der doch allen so sehr aus dem Herzen spricht, zum nächsten Papst machen!
Was wäre das eine spritzige und dynamische neue Kirche! So voller Elan!

:mrgreen:

Ich glaub, kaufe dann aber schon mal ne Kiste Antidepressiva! :kratz:

Petra
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Beitrag von Petra » Sonntag 20. Juni 2004, 17:28

Juergen hat geschrieben: Dazu nochmals "Die Tagespost", weil's so nett geschrieben ist :mrgreen:
Er kann es immer noch: mit weinerlichem Timbre die Kirche geißeln, die "Amtsmagie", die feigen Bischöfe und den autoritären Papst; mit schneidender Sanftmut die Schönheit des Lebens preisen, die Blumen, den therapeutischen Jesus, die Innerlichkeit der Seele; plötzlich umschalten auf Erschütterung und Anklage, Literaturzitat oder Spott und während er dies tut, sitzt er starr auf dem Podium des mit weit über zweitausend Zuhörern völlig überfüllten Saales im "Congress Centrum Ulm", mit Hemd und Pullover eher bieder bekleidet, und blickt mit der suggestiven Lebendigkeit einer Wachsfigur herunter ins Publikum. Getragen und geleitet von der unnahbar wirkenden Präzision der eigenen rhetorischen Mechanik und einer Aura, die einen Hauch zu ätherisch, zu maskenhaft wirkt, als dass man sie für wahr nehmen könnte. ...
Wobei man bemerken kann, dass Spott eine Methode ist, die auch von katholischen Medienleuten eingesetzt wird. ... Naja, hat ja auch niemand nie nicht das Gegenteil behauptet. :roll:

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Juergen
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Beitrag von Juergen » Sonntag 20. Juni 2004, 18:03

Noch was "nettes":
Auf einer Podiumsdiskussion plädierte der vom Vatikan 1979 gemaßregelte Priester dafür, Gemeindepfarrer auf Zeit zu wählen und auch abzuwählen. „Und was spräche dagegen, den Papst auf Zeit zu wählen, etwa für fünf Jahre?“, fragte Drewermann.

(Quelle1, Quelle2)
:kratz:
Gruß
Jürgen

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Edi
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Beitrag von Edi » Sonntag 20. Juni 2004, 19:11

Jojo hat geschrieben:Wir sollten Eugen Drewermann, der doch allen so sehr aus dem Herzen spricht, zum nächsten Papst machen!
Was wäre das eine spritzige und dynamische neue Kirche! So voller Elan!

:mrgreen:

Ich glaub, kaufe dann aber schon mal ne Kiste Antidepressiva! :kratz:
Da wird aber eine einzige Kiste nicht reichen. Drewermann sieht ja bald schon wie seine Totenmaske aus. Hat eigentlich jemand den XXX schon einmal lächeln sehen? Dieser XXX glaubt doch alles andere, nur nicht an Jesus. Scheinbar hat sich das bei den Verantwortlichen des Katholikentags noch nicht herumgesprochen, wohl aber seit Jahren schon bei ev. Theologieprofessoren, die das in einer theologischen Fachschrift auch berichtet haben.

Beleidigungen entfernt. Petra
Zuletzt geändert von Edi am Sonntag 20. Juni 2004, 19:17, insgesamt 3-mal geändert.

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 20. Juni 2004, 22:29

Drewermann ist ein XXXX. Das, was am Ende vom einem Satanisten übrigbleibt. Mehr Worte sollte man darüber nicht verlieren.

Beleidigung gelöscht. Petra
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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cathol01
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Beitrag von cathol01 » Sonntag 20. Juni 2004, 22:44

Der Thread-Titel passt eigentlich ganz gut: Stammtischgerede.
"Das Wahre ist nicht sicherer als das Wahrscheinliche."
(Diogenes Laërcius)

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Montag 21. Juni 2004, 08:27

cathol01 hat geschrieben:Der Thread-Titel passt eigentlich ganz gut: Stammtischgerede.
Drewermann sieht das bestimmt nicht negativ - Hauptsache, es wird überhaupt noch über ihn geredet :mrgreen:

Mal was anderes - statt sich über Drewermann aufzuregen (der ja leider Gottes auch ein Mensch ist, der einem durch seine unfreiwillige Komik das Lästern nahezu anträgt), wäre es viel gescheiter, einen Blick auf die Anhängerschaft (bzw. Mitläuferschaft) zu werfen. Es gehören ja immer zwei Seiten zu solchen Phänomenen. Drewermann hätte sich nie zum selbsternannten Märtyrer hochstilisieren können, wenn nicht ein enormes positives Echo auf seine Thesen erfolgt wäre und wenn er nicht als Person von so vielen sympathisch gefunden worden wäre. Drewermann, Küngs und Jägers fallen nicht einfach vom Himmel - sie gedeihen in einem günstigen Umfeld.
Die schärfste und ironischste Abhandlung über Drewermann habe ich mal von einem evangelischen Theologen gelesen (leider weiß ich den Buchtitel nicht mehr). Auch dieser hatte sich eingehendst mit dem Gefolge von Drewermann beschäftigt.
M.E. wirkt der Mann auf bestimmte Personengruppen anziehend, weil er ihnen völlig integer, ungefährlich und anrührend erscheint und weil er gegen die Kirche herzieht. Die Leute mögen das, darum unterstützen sie ihn. Trotz findet zu Trotz, würde ich sagen.

Ich war jedenfalls erstaunt, dass er wieder auftauchte ...ich dachte, die Zeit seiner Berühmtheit wäre vorbei und es würde kein Hahn mehr nach ihm krähen. So kann man sich täuschen...

Geronimo

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Knecht Ruprecht
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Re: Drewermann-Stammtisch

Beitrag von Knecht Ruprecht » Montag 21. Juni 2004, 08:40

otto hat geschrieben:Das Thema wurde abgetrennt aus "Katholikentag und Medienberichterstattung. Otto hat es nicht eröffnet.
Ulm (AP) Nachwuchssorgen, leere Kassen und ein allgemeiner Glaubwürdigkeitsverlust der Institution - der katholischen Kirche in Deutschland geht es nicht gut. Und in diese Krise hinein melden sich immer wieder - und verstärkt auf dem derzeit laufenden 95. Katholikentag in Ulm - Kritiker zu Wort, die radikale Reformen fordern. Sie reichen von der Aufhebung des Zölibats, ökumenischen Abendmahlsfeiern bis hin zu einer Wahl des Papstes durch alle Gläubigen.

[...]

Und Drewermann, der Anfang der 90er Jahre nach massiver Kritik an der katholischen Kirche von seinem Priesteramt suspendiert wurde und die Lehrerlaubnis entzogen bekam, geht noch weiter: «Was spricht dagegen, dass wir den Papst selber wählen?», fragte er. «Wir müssen die katholische Kirche überwinden, um Christen zu werden. Womöglich müssen wir sogar das Christentum überwinden, um zu Gott zu kommen.»
Quelle: «Der Leidensdruck ist sehr gross»

Sind die Veranstalter und die Verantwortlichen von allen guten Geistern verlassen? Diesen "Brandstiftern" ein derart großes und medienwirksames Podium zu bieten, oder ist das eine bewusste Provokation wider des wahren Glaubens?
ich kenne diesen menschen gar nicht, und was hat dieser mensch, der wohl nicht zur katholischen gemeinschaft gehört, im katholischen bereich verloren? hier ist doch kein platz, auf dem sich über jeden hans und franz unterhalten wird. ;)

Edith
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Beitrag von Edith » Montag 21. Juni 2004, 09:06

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Drewermann ist ein XXX. Das, was am Ende vom einem Satanisten übrigbleibt. Mehr Worte sollte man darüber nicht verlieren.
Beleidigung gelöscht.
Robert...... :roll: tz tz tz.....

Peter
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Beitrag von Peter » Montag 21. Juni 2004, 09:36

Lieber Geronimo,

Eugen Drewermann hat nach wie vor ein großes Publikum. Vor einigen Monaten hielt er einen Vortrag in einer Schule, die – sagen wir – einen Steinwurf von unsrerer Wohnung entfernt liegt.

Es gelang im wirklich offensichtlich mühelos, die turnhallengroße Aula zu füllen. — Ich war leider zu spät, hätte ich doch gerne gehört, was er zum Thema (der tiefenpsychologischen Auslegung des Märchens «Die kleine Meerjungfrau» von Hans Christian Andersen) vorzutragen hatte.

(Naja. Vielleicht ist es doch eher ein Kanonenschuss als einen Steinwurf …)

Cicero
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Beitrag von Cicero » Montag 21. Juni 2004, 09:56

Peter hat geschrieben: Es gelang im wirklich offensichtlich mühelos, die turnhallengroße Aula zu füllen.
Sein Fanclub reist ihm hinterher...

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Montag 21. Juni 2004, 10:27

Cicero hat geschrieben:
Peter hat geschrieben: Es gelang im wirklich offensichtlich mühelos, die turnhallengroße Aula zu füllen.
Sein Fanclub reist ihm hinterher...
auf die bevölkerung bezogen viel zu wenige. wenn es in deutschland 30% katholiken gibt, dann hat dieser mensch ein potentail von 70% der menschen in deutschland. gut, die moslems abgezogen, weil die interessiert die rk-kirche wohl so wenig wie mich die evangelische. dann bekommt der aus seinen 70%-x der deutschen bevölkerung viel weniger anhänger, als die kirche mit ihren 30% anteilen in der bevölkerung. also ist das doch ziemnlich peinlich, aus einem mehr als doppelt so großem potential nur eine schule zu füllen.

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Montag 21. Juni 2004, 10:44

Peter hat geschrieben:Lieber Geronimo,

Eugen Drewermann hat nach wie vor ein großes Publikum. Vor einigen Monaten hielt er einen Vortrag in einer Schule, die – sagen wir – einen Steinwurf von unsrerer Wohnung entfernt liegt.

Es gelang im wirklich offensichtlich mühelos, die turnhallengroße Aula zu füllen. — Ich war leider zu spät, hätte ich doch gerne gehört, was er zum Thema (der tiefenpsychologischen Auslegung des Märchens «Die kleine Meerjungfrau» von Hans Christian Andersen) vorzutragen hatte.

(Naja. Vielleicht ist es doch eher ein Kanonenschuss als einen Steinwurf …)
Ja, ich habe mich täuschen lassen. Grund: die früheren Drewermann-Fans in meiner Familie sind verstummt. Dem einen waren die Bücher zu umfangreich ( :mrgreen: ), dem anderen ging irgendwann auf, dass es sich bei den Inhalten mehr oder weniger um hohle Luft handelt. Da wiegte ich mich in Sicherheit ... :mrgreen:

Ich muss allerdings gestehen, dass ich den damaligen Drewermann-Hype in meiner Familie damit angeheizt habe, dass ich meiner Mutter zwei Bücher von ihm zum Geburtstag schenkte ... :mrgreen:

Geronimo

Petra
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Beitrag von Petra » Montag 21. Juni 2004, 14:16

cathol01 hat geschrieben:Der Thread-Titel passt eigentlich ganz gut: Stammtischgerede.
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cathol01
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Beitrag von cathol01 » Montag 21. Juni 2004, 15:50

Kordian hat geschrieben:auf die bevölkerung bezogen viel zu wenige. wenn es in deutschland 30% katholiken gibt, dann hat dieser mensch ein potentail von 70% der menschen in deutschland. gut, die moslems abgezogen, weil die interessiert die rk-kirche wohl so wenig wie mich die evangelische. dann bekommt der aus seinen 70%-x der deutschen bevölkerung viel weniger anhänger, als die kirche mit ihren 30% anteilen in der bevölkerung. also ist das doch ziemnlich peinlich, aus einem mehr als doppelt so großem potential nur eine schule zu füllen.
Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung, Kordian??
"Das Wahre ist nicht sicherer als das Wahrscheinliche."
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otto
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Beitrag von otto » Montag 21. Juni 2004, 16:20

Der Thread-Titel passt eigentlich ganz gut: Stammtischgerede. :kratz:
"Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." Matthäus 16,24

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otto
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Beitrag von otto » Montag 21. Juni 2004, 16:24

Warum schafft es dieser Drewermann immer wieder in den Titel?
Ich wollte keinen Drewermann Stammtisch eröffnen, andere eben schon.
Meine Kritik ging gegen den Veranstalter und gegen die Verantwortlichen.
"Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." Matthäus 16,24

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Ulrich
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Beitrag von Ulrich » Montag 21. Juni 2004, 16:45

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Drewermann ist ein XXX. Das, was am Ende vom einem Satanisten übrigbleibt. Mehr Worte sollte man darüber nicht verlieren.
Beleidigung gelöscht.
" Vade retro Satanas ! " - könnte [Punkt] man noch anfügen.

Ich hoffe damit nicht wieder gegen einen allgemein beliebteren Sprachgebrauch verstossen zu haben ( huhu Micha ).

Ich gebe zu, es klingt sehr fundamentalistisch vorkonziliar.

" Am 30. Juni 1972 stellte Paul VI. in seiner Predigt fest: -"Der Rauch Satans ist in den Tempel Gottes eingedrungen". Damit war die Voraussage des leonischen Exorzismus in Erfüllung gegangen, denn, wie die Wolke die Anwesenheit des Geistes Gottes bedeutet, so der Rauch die des bösen Geistes (Exod 24,16 - Num 9,15 -3.Kon 8,10 - Matt 17,5). "

Es scheint, dass es einen Mangel an guten Rauchmeldern gibt.

mfg
Ulrich

Jojo
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Beitrag von Jojo » Montag 21. Juni 2004, 17:16

otto hat geschrieben:Warum schafft es dieser Drewermann immer wieder in den Titel?
Ich wollte keinen Drewermann Stammtisch eröffnen, andere eben schon.
Meine Kritik ging gegen den Veranstalter und gegen die Verantwortlichen.
Das ist der Bhagwan-Effekt: Es gibt gewisse talentierte Leute, die bestimmte Sehnsüchte, Hoffnungen und Glücksvorstellungen in anderen Menschen derart zum schwingen bringen, dass einerseits eine gewisse Kollektivblindheit der Anhänger resultiert (bzgl. der Authentizität des Predigers), andererseits gewisse Autoimmunisierungsprozese ablaufen, die rationaler Kritik nicht mehr zugänglich sind.

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Ulrich
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Beitrag von Ulrich » Montag 21. Juni 2004, 19:43

otto hat geschrieben:Warum schafft es dieser Drewermann immer wieder in den Titel?
Ich wollte keinen Drewermann Stammtisch eröffnen, andere eben schon.
Meine Kritik ging gegen den Veranstalter und gegen die Verantwortlichen.

Ein Admin aus einem anderen Forum hat es sehr treffend formuliert und unter anderem das Thema Drewermann und Katholikentag " rezeptorisch " verarbeitet, welches ich hier stark verkürzt zitierend wiedergebe ...

" Und statt das "Salz der Erde" hat man den Menschen die "Gülle von irgendwo" angeboten. "

Das ganze Rezept findet ihr hier ...

http://66.246.34.238/wbboard/thread.php ... &page=5#85

Ich liebe diese Sprache :mrgreen:

Dr. Dirk
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Drewermann ist aus der Kirche ausgetreten

Beitrag von Dr. Dirk » Mittwoch 14. Dezember 2005, 11:09


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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz » Mittwoch 14. Dezember 2005, 11:20

"ein Geschenk der Freiheit an mich selber"
Hätte er sich die nicht schon früher schenken können?
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
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Beitrag von Nietenolaf » Mittwoch 14. Dezember 2005, 12:27

Nein, denn er wirkte ja als Pontifex:
"Ich habe geglaubt, ich könnte in der katholischen Kirche Interpretationsbrücken schaffen..."

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Beitrag von FioreGraz » Mittwoch 14. Dezember 2005, 12:29

Nietenolaf hat geschrieben:Nein, denn er wirkte ja als Pontifex:
"Ich habe geglaubt, ich könnte in der katholischen Kirche Interpretationsbrücken schaffen..."
aber höchstens als Pntifex Minimus oder asbsurdius
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Mittwoch 14. Dezember 2005, 13:59

Ich kannte diesen Menschen deutscher Herkunft gar nicht. Bis ich im deutschsprachigen Internet "katholische" Foren entdeckte. Ohnehin, waren mir Menschen, die ein Problem mit der Kirche haben und gleichzeitig Mitglied dieser sind, fremd bis zu diesem Zeitpunkt. Für mich spielt es auch keine Rolle, ob ein Mensch der Krieg gegen die Kirche führt nun Mitglied dieser ist oder seinen Krieg von außerhalb führt. Für mich sind die gleich schlecht.
Peinlich finde ich jedoch seine Abneigung gegen was auch immer öffentlich kund zu tun wenn nicht zu "feiern". Ich mag kein Bier, dennoch seh ich mich nicht genötigt, Krieg gegen Bier zu führen oder öffentlich zu feiern, daß ich kein Bier mag. Auch sehe ich mich nicht genötigt, einer Bierorganisation beizutreten, weil ich kein Bier mag und in dieser Organisation innerorganisationellen Krieg gegen Bier zu führen. Auf der anderen Seite fühle ich mich genauso wenig genötigt, einer Antibier-Organisation beizutreten.

http://www.the-ocean.com/misc/images/nomam.jpg :mrgreen:

Jedoch denke ich, daß dieser Mensch den falschen Zeitpunkt gewählt hat. Ich denke, fernsehtechnisch wäre es geschickter, seinen Austritt paar Wochen früher anzukündigen, da war die Kirche mehr im fernsehtechnischen Fokus als jetzt 14.12.2005. Vor paar Wochen gäbe es eventuell eine Sondersendung. WJT - Papst - Homosexuelle und als Höhepunkt Drewermanns Austritt.

Ich kann mich allerdings an eine WDR-Sondersendung am Vormittag erinnern, als Steffi Graf aus der EKD austrat. Kontext war wohl der gleichzeitige drohende Konkurs der EKD in dieser Region bei Steffis Austritt.

Laut dieser Datenquelle ist Steffi Graf aus der Katholischen Kirche ausgetreten und das auch noch in der freiburger Region. http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/23 ... 70723.html Das eröffnet jedoch eine neue Fragestellung. Was hat der WDR mit Freiburg zu tun?

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Beitrag von Edi » Mittwoch 14. Dezember 2005, 15:26

Der Spinner glaubt doch ohnehin nicht an das Opfer Jesu und sieht alle Religionen als gleichwertig an. Von daher war sein Austritt längst überfällig.

Er selber gehört psychiatrisch behandelt.
Zuletzt geändert von Edi am Mittwoch 14. Dezember 2005, 15:34, insgesamt 2-mal geändert.

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Knecht Ruprecht
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Beitrag von Knecht Ruprecht » Mittwoch 14. Dezember 2005, 15:27

Er kann jetzt seine eigene Kirche gründen und eine Ökumene mit der Katholischen Kirche fordern bzw. der EKD beitreten und deren Infrastruktur nutzen.

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Beitrag von Edi » Mittwoch 14. Dezember 2005, 15:33

Knecht Ruprecht hat geschrieben:Er kann jetzt seine eigene Kirche gründen und eine Ökumene mit der Katholischen Kirche fordern bzw. der EKD beitreten und deren Infrastruktur nutzen.
Ob die EKD den will? Vor Jahren hat schon ein ev. Theologieprof. belegt, dass Drewermann nicht an das Opfer des Herrn glaubt.

Soweit ich weiß, ist er inzwischen Buddhist.

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