"Marsch für das Leben"

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Protasius
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Protasius » Montag 12. September 2016, 14:49

Amanda hat geschrieben:Das war eine rein rethorische Frage.
Allein die kommunistisch anmutende Bezeichnung "Zentralkomitee" sagt doch alles.
Zur Ehrenrettung muß gesagt werden, daß das ZdK älter ist als die gleichnamigen Gremien bei kommunistischen Parteien. Das ZdK gründete sich im selben Jahr, in dem das kommunistische Manifest veröffentlicht wurde. Das ZK der KPdSU entstand erst 1903, die KPD, SED, KPdVRCH und KPV sind alle Jahrzehnte später entstanden.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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martin v. tours
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von martin v. tours » Montag 12. September 2016, 17:08

Nachdem das Zk der KPsSU und ähnlich Organisationen schon im Orkus der Geschichte verschwunden sind, besteht ja, was das ZdK betrifft noch Hoffnung 8)
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von ar26 » Dienstag 13. September 2016, 08:10

Ich hab mal ne praktische Frage an die Runde. Ich plane gerade meine Anreise. Es gibt eine Verbindung, mit der ich 13:07 am Hauptbahnhof wäre und damit 13:15 am Reichtstag. Der Marsch soll ja 13:00 losgehen. Ist diese Verspätung ein Problem oder dauert das eh noch ne halbe Stunde bis alle losgehen?
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Dieter » Dienstag 13. September 2016, 10:30

ar26 hat geschrieben:Ich hab mal ne praktische Frage an die Runde. Ich plane gerade meine Anreise. Es gibt eine Verbindung, mit der ich 13:07 am Hauptbahnhof wäre und damit 13:15 am Reichtstag. Der Marsch soll ja 13:00 losgehen. Ist diese Verspätung ein Problem oder dauert das eh noch ne halbe Stunde bis alle losgehen?

Nach meinen Erfahrungen bei solchen und ähnlichen Großveranstaltungen in Berlin wird es sicher bis zu 1 Stunde dauern, bis sich die Demo in Bewegung setzt.

Um 13.15 Uhr dürften noch Reden gehalten werden. In jedem Fall wird eine "akademische Viertelstunde" eingehalten, denn die Teilnehmer kommen ja aus ganz Deutschland.

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von PascalBlaise » Donnerstag 15. September 2016, 21:41

Marx bedankt sich:
http://kath.net/news/56729
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Niels » Freitag 16. September 2016, 08:46

Ich kann leider wegen eines ungeplanten Wasserschadens (ich weiß, besser als ein Dachschaden... ) nicht nach Berlin kommen.
"Übrigens: Wussten Sie schon, dass der Walfisch das kleinste lebende Säugetier sein könnte, wenn er nur nicht so groß wäre?"
(Loriot)

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Niels » Freitag 16. September 2016, 08:49

PascalBlaise hat geschrieben:Marx bedankt sich:
http://kath.net/news/56729
Eine nette Geste.
Noch besser wäre es freilich, wenn S. Eminenz die Veranstaltung mit seiner Anwesenheit beehrte.
"Übrigens: Wussten Sie schon, dass der Walfisch das kleinste lebende Säugetier sein könnte, wenn er nur nicht so groß wäre?"
(Loriot)

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Amanda » Freitag 16. September 2016, 09:00

"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
sie wartet, bis der letzte Tick seinen letzten Sommer gehabt hat."
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Juergen » Freitag 16. September 2016, 09:40

Um welchen Bericht von Radio Vatican geht es?

Ich finde dort nur den: http://de.radiovaticana.va/news/216/9 ... 9C/1258387

Doch der eignet sich m.E. kaum für solchen Wind.
Gruß
Jürgen

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Amanda » Freitag 16. September 2016, 09:49

Ich denke, es geht darum, dass Radio Vatikan die Angaben in diesem Artikel ungeprüft übernommen hat.
Während für Christen wie Parzany grundsätzlich alle Menschen gleich, und selbst Moslems zu missionieren sind, wendet sich der völkische Flügel der AfD gegen zu viel Fremde. So beschwört Höcke immer wieder das Ende des „deutschen Volkes“ durch „Multikulturalisierung“. Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD, will den Begriff „völkisch“ rehabilitieren und Beatrix von Storch nutzt auch gern mal den völkischen Kampfbegriff des „Bevölkerungsaustauschs“, wenn sie twittert.

Unter dem Banner des Schutzes für das ungeborene Leben werden diese Differenzen allerdings gern vergessen.
Ja und? Was soll dieser Satz?
Soll man jetzt auch noch darauf verzichten, gemeinsam mit jemand anders für ein berechtigtes Anliegen einzutreten, nur weil die politische Einfärbung des Kombattanten nicht genehm ist?
Zuletzt geändert von Hubertus am Freitag 16. September 2016, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Amanda » Sonnabend 17. September 2016, 18:12

"Die Kirche scheint immer der Zeit hinterher zu sein,
obwohl sie doch in Wirklichkeit jenseits der Zeit ist;
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Sarandanon » Sonnabend 17. September 2016, 19:55

Niemand könnte Dir verbieten, das zu tun, Amanda. Allerdings finde ich es traurig, dass eben durch Instrumentalisierung durch eine politische Gruppierung dieses Thema in eine gewisse politische Ecke geschoben wird. Das wird dem Zweck nicht gerecht, verschiebt den eigentlichen Hintergrund ins Profane und beinah Schmuddelige und das ist unheimlich schade.
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Amanda » Sonnabend 17. September 2016, 20:00

Sarandanon hat geschrieben:Niemand könnte Dir verbieten, das zu tun, Amanda. Allerdings finde ich es traurig, dass eben durch Instrumentalisierung durch eine politische Gruppierung dieses Thema in eine gewisse politische Ecke geschoben wird. Das wird dem Zweck nicht gerecht, verschiebt den eigentlichen Hintergrund ins Profane und beinah Schmuddelige und das ist unheimlich schade.
Ja, das stimmt natürlich. :(
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Edi » Sonnabend 17. September 2016, 22:43

Was gilt jetzt? Was ist das Gemeinsame beim Lebensrecht, 5 % ?

"Landesbischof July tritt für Lebensrecht ein
Gleichzeitig warnt July davor, die eigene Auffassung absolut zu setzen, sondern stattdessen das Gemeinsame zu sehen und miteinander im Gespräch zu bleiben. Demonstration und Gegendemonstration wünscht er einen friedlichen Verlauf. "

http://www.elk-wue.de/news/169216-lan ... recht-ein/
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von ar26 » Sonnabend 17. September 2016, 22:57

Entschuldigung, aber sich auf diese Diskussion einzulassen ist Unsinn. Ich war heute in Berlin und habe am Marsch teilgenommen. Den einzigen parteipolitischen Bezug, den ich feststellen konnte, waren die Ansprachen des CDU-Abgeordneten Hüppe und der CDL-Vorsitzenden. Erzbischof Kochs kurze Ansprache war leicht migrationsenthusiastisch geprägt, was ich ein bisschen deplaziert fand, denn es gehört nicht zum Thema. Daß auch ein Migrant nach Gottes Ebenbild geschaffen ist und daher Menschenwürde besitzt, dürfte jeder der Teilnehmer so akzeptiert haben.

Der Kern des Widerstandes von Radio Vatikan u.a. ist doch, daß sich die Zeiten geändert haben und Konservative aus den Mühlen der Bonner Konsensrepublik herauskommen, deren Kompromisse am Ende stets linkslastig waren. Die AfD ist ein Teil hiervon. Einige der Teilnehmer, die ich persönlich kenne, sind Sympathisanten oder Mitglieder der AfD, haben aber keine Parteipropaganda betrieben. Der Preis für diese Freiheit ist natürlich, daß gewisse kirchliche Kreise nun nicht mehr so als handzahme Interessengruppen gehätschelt werden, die man doch immer so schön einbinden konnte. Jedenfalls scheinen Radio Vatikan oder die Evangelische Kirche dies zu befürchten.

PS: Ein sehr aufbauendes Bild waren die vielen katholischen Priester, die ich sah, Soutanen- und Anzugträger (mit Kragen natürlich) gemeinschaftlich miteinander. Der Distriktobere der FSSPX (glaub ich jedenfalls) lief in meiner Nähe, ins Gespräch vertieft mit einem Priester, der zwar Priesterkragen und Hemd nebst Jackett trug, aber auch eine Jeanshose.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Amanda » Sonntag 18. September 2016, 10:01

ar26 hat geschrieben:PS: Ein sehr aufbauendes Bild waren die vielen katholischen Priester, die ich sah, Soutanen- und Anzugträger (mit Kragen natürlich) gemeinschaftlich miteinander. Der Distriktobere der FSSPX (glaub ich jedenfalls) lief in meiner Nähe, ins Gespräch vertieft mit einem Priester, der zwar Priesterkragen und Hemd nebst Jackett trug, aber auch eine Jeanshose.
Ja, Pater Firmin Udressy sucht gern das Gespräch und ist sehr aufgeschlossen. Ein sympathischer Mensch und Priester, dem ich leider noch nicht persönlich begegnen durfte.
Die hohe Präsenz von Priestern jedweder Couleur ist ermutigend, und auch die (deutschen) Bischöfe werden mit den Jahren hoffentlich zahlreicher auflaufen. Immerhin waren dieses Jahr bereits fünf dabei.
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Hubertus
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Hubertus » Sonntag 18. September 2016, 12:11

Sarandanon hat geschrieben:Niemand könnte Dir verbieten, das zu tun, Amanda. Allerdings finde ich es traurig, dass eben durch Instrumentalisierung durch eine politische Gruppierung dieses Thema in eine gewisse politische Ecke geschoben wird. Das wird dem Zweck nicht gerecht, verschiebt den eigentlichen Hintergrund ins Profane und beinah Schmuddelige und das ist unheimlich schade.
Wenn ich die verlinkten Art. recht verstanden habe, ist lediglich
Quelle hat geschrieben:in der ersten Reihe der Teilnehmer auch die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch dabei[gewesen]. Vor dem Marsch hatte es auf Twitter und in Internetforen die Kritik gegeben, die Kirche könne durch einen gemeinsamen Auftritt zum Wahlhelfer für die AfD werden.


Oder gab es auch AfD-Fahnen und -banner auf der Demo? Wenn nicht, bleibt festzuhalten, daß jeder das gleiche Recht hat, an einer Demonstration gegen dieses menschenverachtende und zum Himmel schreiende Unrecht zu protestieren. Oder intrumentalisieren die anwesenden Unions-Vertreter die Demonstration für die CDU/CSU? Die Rechnung "die AfD ist pöse, darum ist alles, wo die AfD mitmacht, auch pöse" geht jedenfalls doppelt nicht auf.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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ar26
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von ar26 » Sonntag 18. September 2016, 12:24

Hubertus hat geschrieben:Wenn ich die verlinkten Art. recht verstanden habe, ist lediglich
Quelle hat geschrieben:
in der ersten Reihe der Teilnehmer auch die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch dabei[gewesen]. Vor dem Marsch hatte es auf Twitter und in Internetforen die Kritik gegeben, die Kirche könne durch einen gemeinsamen Auftritt zum Wahlhelfer für die AfD werden.

Oder gab es auch AfD-Fahnen und -banner auf der Demo? Wenn nicht, bleibt festzuhalten, daß jeder das gleiche Recht hat, an einer Demonstration gegen dieses menschenverachtende und zum Himmel schreiende Unrecht zu protestieren. Oder intrumentalisieren die anwesenden Unions-Vertreter die Demonstration für die CDU/CSU? Die Rechnung "die AfD ist pöse, darum ist alles, wo die AfD mitmacht, auch pöse" geht jedenfalls doppelt nicht auf.
Nein. Wie ich bereits schrieb: es gab überhaupt keine parteipolitischen Bezüge mit Ausnahme des Auftritts des CDU-Abgeordneten Hüppe und der CDL-Vorsitzenden Löhr, keine Fahnen, keine Banner irgendeiner Partei. Ich bin zwar relativ weit hinten gelaufen, so daß ich nicht den ganzen Marsch im Blick hatte, bin mir aber auch sicher, daß derartiges seitens des vorzüglichen Ordnerdienstes auch unterbunden worden wäre. Charakteristisch für den Marsch war das Tragen der weißen Holzkreuze - Katholiken hatten dort oft noch ihre Rosenkränze herumgebunden - und bestimmter Schilder mit lebensrechtlichen Aussagen. Der Marsch war so konzipiert, daß jeder glaubenstreue Katholik hier hätte mitlaufen können. Ich rechne es Erzbischof Koch hoch an, daß er dies genauso sieht und hoffe, daß er durchhält und nächstes Jahr genauso wie möglichst viele Kreugänger dabei ist :huhu: .

PS: Wer den Marsch in die parteipolitische Ecke zieht, besorgt das Geschäft des Teufels und der Feinde des ungeborenen Lebens :!:
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Amanda
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Amanda » Sonntag 18. September 2016, 12:29

ar26 hat geschrieben:Wer den Marsch in die parteipolitische Ecke zieht, besorgt das Geschäft des Teufels und der Feinde des ungeborenen Lebens :!:
:daumen-rauf: ...das sehe ich genauso.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Sarandanon » Sonntag 18. September 2016, 12:38

Hubertus hat geschrieben:Oder gab es auch AfD-Fahnen und -banner auf der Demo? Wenn nicht, bleibt festzuhalten, daß jeder das gleiche Recht hat, an einer Demonstration gegen dieses menschenverachtende und zum Himmel schreiende Unrecht zu protestieren. Oder intrumentalisieren die anwesenden Unions-Vertreter die Demonstration für die CDU/CSU? Die Rechnung "die AfD ist pöse, darum ist alles, wo die AfD mitmacht, auch pöse" geht jedenfalls doppelt nicht auf.
Naja, prinzipiell habe ich es nicht allein auf die afD gemünzt. Auch Gruppierungen, die gegen den Lebensschutz sind, instrumentalisieren und schieben eben jenen damit auch in die Schmuddelecke - in diesem Fall über die Krücke "afD". Und die mittelrechten Gruppen, die gerade noch für den Lebensschutz sind, instrumentalisieren über die afD, weil sie denen das Image noch ein wenig verschlechtern wollen. Und genau darum gehts ja: Wir (und nicht nur wir) diskutieren doch schon um Teilnahme politischer Gruppen, also ist die Rechnung von Gegnern + Instrumentalisierern doch aufgegangen.

Und jetzt frage ich Euch: Wen interessiert dabei denn noch der Lebensschutz bzgl. dieser Demo?
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von ar26 » Sonntag 18. September 2016, 13:23

Lieber Sarandanon,

nimm es mir bitte nicht übel, aber ich muss hier noch mal deutlich werden. Du zwingst dem Forum hier eine Diskussion über einen angeblichen Zusammenhang zwischen der AfD und dem Marsch für das Leben auf. Viele andere geben zu bedenken, daß der Marsch für jeden sichtbar nicht parteipolitisch intendiert und offen für alle Menschen ist, die gegen das Töten eines unschuldigen Menschen sind. Du antwortest, ja aber weil Beatrix von Storch dabei ist, besteht der Zusammenhang. Ich antworte, wer dieser Argumentation auf den Leim geht, der besorgt das Geschäft des Feindes. Jenem Feind, der sagt, Du darfst zwar persönlich im stillen Kämmerlein gegen Abtreibung sein, wehe Dir aber, wenn Du ernsthaft versuchst, etwas dagegen zu tun.
Sarandanon hat geschrieben:Und jetzt frage ich Euch: Wen interessiert dabei denn noch der Lebensschutz bzgl. dieser Demo?
Jeden, der daran teilgenommen hat und viele mehr.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Raphael » Montag 19. September 2016, 07:13

@ ar26

Vielen Dank für die klaren Ansagen, die ich Wort für Wort unterstreichen möchte und unterschreiben könnte. :klatsch:

Eine kleine Ergänzung noch: Hubert Hüppe wurde weniger als Parteipolitiker vorgestellt, sondern vielmehr als ehemaliger Behindertenbeauftragter der Bundesregierung und Mechthild Löhr, hat kein einziges parteipolitisches Wort verloren, sondern nur auf die zukünftigen Aufgaben der Lebensrechtsbewegung beim Thema assistierter Suizid et al. verwiesen.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Raphael » Montag 19. September 2016, 07:21

Sarandanon hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:Oder gab es auch AfD-Fahnen und -banner auf der Demo? Wenn nicht, bleibt festzuhalten, daß jeder das gleiche Recht hat, an einer Demonstration gegen dieses menschenverachtende und zum Himmel schreiende Unrecht zu protestieren. Oder intrumentalisieren die anwesenden Unions-Vertreter die Demonstration für die CDU/CSU? Die Rechnung "die AfD ist pöse, darum ist alles, wo die AfD mitmacht, auch pöse" geht jedenfalls doppelt nicht auf.
Naja, prinzipiell habe ich es nicht allein auf die afD gemünzt. Auch Gruppierungen, die gegen den Lebensschutz sind, instrumentalisieren und schieben eben jenen damit auch in die Schmuddelecke - in diesem Fall über die Krücke "afD". Und die mittelrechten Gruppen, die gerade noch für den Lebensschutz sind, instrumentalisieren über die afD, weil sie denen das Image noch ein wenig verschlechtern wollen. Und genau darum gehts ja: Wir (und nicht nur wir) diskutieren doch schon um Teilnahme politischer Gruppen, also ist die Rechnung von Gegnern + Instrumentalisierern doch aufgegangen.

Und jetzt frage ich Euch: Wen interessiert dabei denn noch der Lebensschutz bzgl. dieser Demo?
In meiner Jugendzeit war in der katholischen Jugend ein Lied von Franz Josef Degenhardt en vogue. Es hieß: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!
In den Verlinkungen findest Du die Hintergründe und Aussageabsichten diese Liedes. Es ist ausgesprochen spannend zu sehen - um es ganz höflich auszudrücken -, wie weit sich die Linke von ihren damaligen Idealen entfernt hat. Denn nun meint sie definieren zu können, wer denn Schmuddelkind sei und wer nicht. :patsch:
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Raphael » Montag 19. September 2016, 07:25

Amanda hat geschrieben:Alles gut gegangen in Berlin!
Meiner Schätzung nach lag die Teilnehmerzahl eher noch ein bißchen höher als die verlinkten 7.500. :ja:
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Juergen » Montag 19. September 2016, 15:15

Martin Lohmann auf Facebook hat geschrieben:Wo leben wir eigentlich?! Vor- und nachher versuchen "geneigte" Kreise und Medien, den Berliner Erzbischof unter Druck zu setzen, weil er am Marsch für das Leben teilnimmt bzw teilnahm. Eigentlich etwas ganz Normales, für Christen sowieso: für das Leben zu sein. Und dann muss sich der Erzbischof allen Ernstes immer wieder "rechtfertigen", weil ja auch eine bekannte Politikerin einer Partei mitgeht!

Wieso und warum muss man sich als …
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Sarandanon » Montag 19. September 2016, 18:36

ar26 hat geschrieben:Lieber Sarandanon,

nimm es mir bitte nicht übel, aber ich muss hier noch mal deutlich werden. Du zwingst dem Forum hier eine Diskussion über einen angeblichen Zusammenhang zwischen der AfD und dem Marsch für das Leben auf.

Warum sollte ich Dir das übel nehmen? Es war nicht meine Absicht, diese Diskussion aufzuzwingen, sondern lediglich daraufhinzuweisen, dass genau dieser Umstand von Politik und Medien in diese Demo hineininterpretiert wird. Und das lässt sich nunmal nicht leugnen.
ar26 hat geschrieben:Viele andere geben zu bedenken, daß der Marsch für jeden sichtbar nicht parteipolitisch intendiert und offen für alle Menschen ist, die gegen das Töten eines unschuldigen Menschen sind. Du antwortest, ja aber weil Beatrix von Storch dabei ist, besteht der Zusammenhang.
Ich habe diese Dame gar nicht erwähnt. Ich habe auch nicht behauptet, weil der eine oder andere Politiker dabei war, besteht der Zusammenhang. Der Zusammenhang wurde bereits zuvor von Medien hergestellt, so dass der eigentliche Zweck dieser Veranstaltung in den Hintergrund geriet. Den politschen Gruppen ist eine solche Bereichterstattung darüber hinaus doch nur recht, da ist man wieder im Mittelpunkt. Darin besteht die Instrumentalisierung, ob das nun mit Vorsatz geschah oder nicht.
ar26 hat geschrieben:Ich antworte, wer dieser Argumentation auf den Leim geht, der besorgt das Geschäft des Feindes. Jenem Feind, der sagt, Du darfst zwar persönlich im stillen Kämmerlein gegen Abtreibung sein, wehe Dir aber, wenn Du ernsthaft versuchst, etwas dagegen zu tun.
Dieser Leim wurde sorgfältig angrührt und großflächig bei Uninformierten und Fanatikern der unbedingten persönlichen Freiheit verteilt. Jeder Teilnehmer mag bestimmt genau gewusst haben, wofür und warum er demonstriert hat. Der große Teil der Ahnungslosen allerdings nahmen nur noch wahr, dass irgendwelche Reaktionäre und Rechte für Einschränkung von Frauenrechten auf die Straße geht und die afD voran marschiert.
ar26 hat geschrieben:
Sarandanon hat geschrieben:Und jetzt frage ich Euch: Wen interessiert dabei denn noch der Lebensschutz bzgl. dieser Demo?
Jeden, der daran teilgenommen hat und viele mehr.
Ja, bestimmt. Ich meinte allerdings eher im Zuge der medialen Verarbeitung und Verbreitung unter die desinformierte/-orientierte Öffentlichkeit.

Ich hoffe mein Standpunkt ist nun etwas klarer geworden.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Sarandanon » Montag 19. September 2016, 18:48

Raphael hat geschrieben:In meiner Jugendzeit war in der katholischen Jugend ein Lied von Franz Josef Degenhardt en vogue. Es hieß: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!
In den Verlinkungen findest Du die Hintergründe und Aussageabsichten diese Liedes. Es ist ausgesprochen spannend zu sehen - um es ganz höflich auszudrücken -, wie weit sich die Linke von ihren damaligen Idealen entfernt hat. Denn nun meint sie definieren zu können, wer denn Schmuddelkind sei und wer nicht. :patsch:
Ja, ist mir bekannt. Aber den Namen hab ich schon ewig nicht mehr gehört/gelesen. Allerdings definieren nicht allein nur die Linken, wer denn nun ein Schmuddelkind sei. Das geht durch alle Schichten.
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Raphael » Montag 19. September 2016, 21:50

Sarandanon hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:In meiner Jugendzeit war in der katholischen Jugend ein Lied von Franz Josef Degenhardt en vogue. Es hieß: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!
In den Verlinkungen findest Du die Hintergründe und Aussageabsichten diese Liedes. Es ist ausgesprochen spannend zu sehen - um es ganz höflich auszudrücken -, wie weit sich die Linke von ihren damaligen Idealen entfernt hat. Denn nun meint sie definieren zu können, wer denn Schmuddelkind sei und wer nicht. :patsch:
Ja, ist mir bekannt. Aber den Namen hab ich schon ewig nicht mehr gehört/gelesen. Allerdings definieren nicht allein nur die Linken, wer denn nun ein Schmuddelkind sei. Das geht durch alle Schichten.
Interessant, was Du so alles zu wissen meinst. :roll:
Kennst Du die Geschichte von Bernard Nathanson? :detektiv:
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Sarandanon » Dienstag 20. September 2016, 05:33

Vom Saulus zum Paulus. Er hat die Kurve bekommen. Meinen Respekt dafür.

Wieso meine? Ich kann beobachten, wie Menschen aus allen Schichten meinen, sie wären etwas Besseres. Ist doch nichts Neues.
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Raphael » Dienstag 20. September 2016, 06:46

Sarandanon hat geschrieben:Wieso meine? Ich kann beobachten, wie Menschen aus allen Schichten meinen, sie wären etwas Besseres. Ist doch nichts Neues.
Und mit einer solchen schwachbrüstigen Rechtfertigung versuchst Du hier im Thread, der Lebensrechtsbewegung verbal ans Bein zu pinkeln? :hmm:
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Juergen » Dienstag 20. September 2016, 12:36

Gruß
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Re: "Marsch für das Leben"

Beitrag von Sarandanon » Dienstag 20. September 2016, 16:26

Raphael hat geschrieben:Und mit einer solchen schwachbrüstigen Rechtfertigung versuchst Du hier im Thread, der Lebensrechtsbewegung verbal ans Bein zu pinkeln? :hmm:
:hae?:

Ich möchte niemandem ans Bein pinkeln und schon gar nicht der Lebensrechtsbewegung. Wie kommst Du auf die schräge Idee?
Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verlässt.
(Augustinus Aurelius)

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