Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

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CIC_Fan
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 9. August 2016, 17:09

taddeo hat geschrieben:Eine Taufe durch (nichtgeweihte) "Beauftragte" ist auch heute nicht möglich, das weißt Du ganz genau. (Von der Nottaufe mal abgesehen, natürlich.) :aergerlich:
das sind die Momente wo ich unendlich dankbar bin keine Berührung mit der nachkonziliaren Kirche zu haben von gelegentlicher passiver Teilnahme an Beerdigungen Hochzeiten ect ich sitze dann immer hinten und bete das brevier oder den Rosenkranz
dazu eine kleine Anekdote
vor Jahren eine Sog"Auferstehungsmesse" für einen alten Herrn ich bete hinten still meinen Rosenkranz beim sog Friedensgruß stürmen 2 Damen auf mich zu um mir unbedigt die Hand zu schütteln ich in Opernlautstärke daß vorne sogar der geistliche Herr erschrocken ist:"Geben Sie ihre Finder da weg Sie sind aufdringlich"

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Lycobates
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Lycobates » Dienstag 9. August 2016, 18:29

taddeo hat geschrieben:Die mit den fünf Frauen wurde mir gestellt, aber ich kannte sie schon. Mit den fünf Priestern ist sie fast noch besser, aber heutzutage findet man das mit Frauen wohl kurioser.
Vier Priester hätten u.U. auch gereicht. Ist ja Mangelware :breitgrins:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von ad-fontes » Samstag 13. August 2016, 00:34

Auch in den orthodoxen Kirchen immer mal wieder Thema:

https://ryanphunter.wordpress.com/tag/c ... ter-vassa/
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Lycobates » Samstag 13. August 2016, 01:29

CIC_Fan hat geschrieben: das sind die Momente wo ich unendlich dankbar bin keine Berührung mit der nachkonziliaren Kirche zu haben
Das ist klar, wer dort noch hingeht, tut es sich doch nur selber an.
CIC_Fan hat geschrieben: ich in Opernlautstärke
Wirklich?
Basso-baritono?
Guardate queste femmine, Guardate cosa son! ...
Son streghe che incantano
Per farci penar
Sirene che cantano
Per farci affogar
Civette che allettano
Per trarci le piume
Comete che brillano
Per toglierci il lume
Son rose spinose
Son volpi vezzose
Son orse benigne
Colombe maligne
Maestre d’inganni
Amiche d’affanni
Che fingono, mentono
Amore non senton
Non senton pietà
...
Il resto no dico
Già ognuno lo sa
Father Cekada, in seinem neuen Buch "Work of Human Hands. A Theological Critique of the Mass of Paul VI", nennt ihresgleichen "Mrs. Gauleiter".
Unübersetzbar und köstlich.
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von CIC_Fan » Samstag 13. August 2016, 14:31

ich werde das in meinen Wortschatz aufnehmen

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von ad-fontes » Montag 22. August 2016, 22:38

Fundstück aus dem Netz (Anglikanerinnen?):

Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Niels » Dienstag 23. August 2016, 01:04

Falscher Strang. :regel:
Die Dame (ist das ein Familienfoto?) trägt eine Kasel und keine Dalmatik. :tante:
Aber keinen Manipel. :ikb_sweatdrop:
Surrexit Christus spes mea

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Lycobates » Dienstag 23. August 2016, 10:58

Niels hat geschrieben:Falscher Strang. :regel:
Die Dame (ist das ein Familienfoto?) trägt eine Kasel und keine Dalmatik. :tante:
Aber keinen Manipel. :ikb_sweatdrop:
und keine Tonsur :breitgrins:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. August 2016, 13:06

trotzdem ein schönes Bild

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Niels » Dienstag 23. August 2016, 15:09

Wie es aussieht, trägt sie aber die Stola gekreuzt.
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 23. August 2016, 17:06

Lycobates hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Falscher Strang. :regel:
Die Dame (ist das ein Familienfoto?) trägt eine Kasel und keine Dalmatik. :tante:
Aber keinen Manipel. :ikb_sweatdrop:
und keine Tonsur :breitgrins:
Kasel in Bassgeigenform, um genau zu sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kasel_(Gewand)
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Niels » Dienstag 23. August 2016, 18:07

Eine schöne sogar.
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Schwenkelpott » Mittwoch 14. Dezember 2016, 22:52

https://www.domradio.de/themen/kirche-u ... uer-frauen
Dromradio.de hat geschrieben: Neuer Vorstoß

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende und ZdK-Mitglied Julia Klöckner hat die Diakonenweihe für Frauen in der katholischen Kirche gefordert. "Das könnte wieder mehr Menschen für die Kirche begeistern", sagte Klöckner.
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
H. Bone, Cantate! 1847

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von overkott » Donnerstag 15. Dezember 2016, 10:20

Schwenkelpott hat geschrieben:https://www.domradio.de/themen/kirche-u ... uer-frauen
Dromradio.de hat geschrieben: Neuer Vorstoß

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende und ZdK-Mitglied Julia Klöckner hat die Diakonenweihe für Frauen in der katholischen Kirche gefordert. "Das könnte wieder mehr Menschen für die Kirche begeistern", sagte Klöckner.
Eine CDU-Vorsitzende sollte keinen Schei erzählen, sonst begeistern sich mehr Menschen für die AfD, zum Beispiel.

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von HeGe » Montag 27. März 2017, 14:41

Bischof Fürst wirbt für das "Diakonat" von Frauen:

http://de.radiovaticana.va/news/2017/03 ... it/1301464

Die Bezeichnung des Frauendiakonats als "Zeichen der Zeit" ist bereits eine ausreichende Begründung für dessen Ablehnung.
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von martin v. tours » Montag 27. März 2017, 18:18

Wenn dem Modernisten die "Zeichen der Zeit" so wichtig sind, warum trägt er dann noch so altbackene Klamotten?
Wie wäre es mit einer lila Baseball-Mütze oder Jogginghosen im Rapper-Style. Zusammen mit schwarzen Adiletten sollte das doch die Zeitgeistklientel
"in ihrer Lebenswirklichkeit abholen".
;D :tuete:
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von taddeo » Mittwoch 29. März 2017, 20:26

Stellungnahme von Bischof Rudolf Voderholzer zur jüngsten Debatte um den „Diakonat der Frau“
Eine Gemeindereferentin, eine Pastoralreferentin, eine Theologieprofessorin, eine Ordinariatsrätin, eine Leiterin des Diözesanmuseums oder des Diözesanarchives, geschweige denn eine Äbtissin oder Generaloberin einer Schwesternkongregation haben unvergleichlich größere Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten, als eine „Diakonisse“ im historischen Sinn. Was die Empfänger des dreigestuften sakramentalen Dienstamtes in der Kirche betrifft, so hält sich die katholische Kirche (wie auch die Orthodoxie) in der Treue zu ihrem biblischen und frühkirchlichen Ursprung nicht für berechtigt, von der Praxis Jesu abzuweichen, dafür nur Männer auszuwählen, die in ihrem Dienst Christus den Bräutigam der Kirche sakramental vergegenwärtigen. Dass die Frage in Bezug auf den Diakonat von der Kirche noch nicht ebenso endgültig geklärt wurde, wie in Bezug auf das Presbyterat, hängt damit zusammen, dass die frühkirchliche Lehre vom einen sakramentalen Amt in den drei Stufen von Bischof, Presbyter und Diakon, die schon das Konzil von Trient bekräftigt und das Zweite Vatikanischen Konzil erneuert und vertieft gelehrt hat, noch nicht überall in ihrer ganzen Tragweite erfasst ist.

Für den Katholischen Deutschen Frauenbund gibt es meines Erachtens sehr viel wichtigere und wahrhaft politische Zielsetzungen: (...)

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umusungu
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von umusungu » Mittwoch 29. März 2017, 22:49

von der Praxis Jesu abzuweichen, dafür nur Männer auszuwählen, die in ihrem Dienst Christus den Bräutigam der Kirche sakramental vergegenwärtigen.
Wir feiern am 26.12. Stephanus als den ersten Diakon .. er wurde aber nicht von Jesus Christus in sein Amt eingesetzt oder berufen.
Die Apg belegt eindeutig, das der Diakonat aus den Notwendigkeiteen der Gemeinde erstanden ist. Die Entscheidung zum Diakonat war eine Entscheidung "auf der Höhe der Zeit". Die konkrete Situation wurde als Anruf Gottes verstanden zu handeln.

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taddeo
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von taddeo » Donnerstag 30. März 2017, 08:17

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 29. März 2017, 22:49
von der Praxis Jesu abzuweichen, dafür nur Männer auszuwählen, die in ihrem Dienst Christus den Bräutigam der Kirche sakramental vergegenwärtigen.
Wir feiern am 26.12. Stephanus als den ersten Diakon .. er wurde aber nicht von Jesus Christus in sein Amt eingesetzt oder berufen.
Die Apg belegt eindeutig, das der Diakonat aus den Notwendigkeiteen der Gemeinde erstanden ist. Die Entscheidung zum Diakonat war eine Entscheidung "auf der Höhe der Zeit". Die konkrete Situation wurde als Anruf Gottes verstanden zu handeln.
Bischof Voderholzer spricht ausdrücklich vom "dreigestuften sakramentalen Dienstamt in der Kirche", das auf die Praxis Jesu zurückgehe - nicht nur vom Diakon. Jesus hat ja auch nicht explizit "Bischöfe" eingesetzt, und trotzdem ist dieses Amt auf seine divina institutio zurückzuführen.

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 28. Juli 2017, 15:38

Die Debatte geht weiter der Name der Dogmatik Professorien ist sehr passend

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... treitfrage

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von HeGe » Montag 11. Dezember 2017, 17:20

Radio Vatikan hat geschrieben: Kongress zu Frauen in Kirchenämtern

Über Dienste und Ämter für Frauen in christlichen Kirchen haben sich vergangene Woche in Osnabrück Theologinnen, Kirchenrechtlerinnen, Seelsorgerinnen und Verbandsangehörige ausgetauscht. An dem ökumenischen Kongress „Frauen in kirchlichen Ämtern“ nahm auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode teil, der zugleich Vorsitzender der Frauen-Unterkommission der deutschen Bischofskonferenz ist. [...]
Eine lustige Truppe. :nuckel: Und wer bislang dachte, Jesus sei ein Mann gewesen, kann sich hier eines Besseren belehren lassen:
[...] „Die erste Voraussetzung des Arguments ,Jesus war ein Mann, darum Punkt Punkt Punkt´ ist, dass jedem Menschen ein Wesen eingeschrieben ist, eine bestimmte Natur, die ihn oder sie definiert, und dass zu diesem Wesen auch die geschlechtliche Natur gehört, also männlich-weiblich, und dass in Jesus Gott nicht nur Mensch, sondern Mann geworden sei aufgrund der Annahme einer Menschennatur und damit auch der geschlechtlichen Natur. Das kann man hinterfragen, weil diese ganze Definition eines menschlichen Wesens heute philosophisch und theologisch in der Anthropologie alles andere als selbstverständlich ist. Es gibt alternative anthropologische Konzepte, die eben gerade nicht mehr sagen, dass der Mensch durch eine ewige, unveränderliche Substanz bestimmt ist, die ihn oder sie ausmacht. Das gilt dann natürlich auch für den Menschen Jesus aus Nazareth. Insofern kurz zusammengefasst: allein im Blick auf diese Aussage, wesensmäßig ist das definiert, ist es unerheblich, ob Jesus ein Mann war oder nicht.“ [...]
Dem Argument, dass auch Frauen Jesus repräsentieren können, hat Bischof Bode natürlich sofort vehement widersprochen: *Beitrag kann gewisse Spuren von Sarkasmus enthalten*
[...] Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode kann dem im Kern zustimmen. „Ich denke, dass die Repräsentation Christi nicht allein durch einen Mann gegeben sein kann, denn jeder Gläubige repräsentiert Christus. Jeder kann Christus so in sich aufnehmen, wie Paulus sagt, nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ [...]
Wer solche Hirten hat... :nein:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von CIC_Fan » Montag 11. Dezember 2017, 17:27

was ist an der konkreten Aussage von Mgr Bode falsch was er sagt stimmt es bleibt nur was hat das für Konsequenzen ?

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von HeGe » Donnerstag 4. Januar 2018, 14:25

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Petrus » Freitag 5. Januar 2018, 08:10

taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 30. März 2017, 08:17
Jesus hat ja auch nicht explizit "Bischöfe" eingesetzt, und trotzdem ist dieses Amt auf seine divina institutio zurückzuführen.
ich nerv mal wieder bisschen: Jesus konnte gar keine Bischöfe einsetzen, da es zu Lebzeiten Jesu noch keine Christen gab (und Jesus war selbst ja auch kein Christ).

Petrus
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Petrus » Freitag 5. Januar 2018, 09:16

grundsätzlich, zum Thema dieses threads.

Alle, die sich (undifferenziert?) zum sog. "dreigestuften" oder "dreistufigen" Amt noch äußern, haben wohl neuere Entwicklungen in der Kirche (röm.-kath. Konfession) nicht mitbekommen oder nur überflogen.

Also: Bisher war es so, dass Bischof, Priester und Diakon "in persona Christi" handelten. Das ist ich nerv mal wieder bisschen: seit der Ergänzung des Kirchenrechts, vulgo "Codex Iuris Canonici" genannt", nicht mehr so.

Derzeit aktuell handelt der Diakon nicht mehr "in persona Christi".

(Einschub, meine persönliche Meinung: Vatikan möchte sich rechtzeitig vorbereiten auf das befürchtete Diakonat der Frau. Wenn man Frauen zum Diakon weiht, könnten diese Frauen ja sonst dann "durchmarschieren").

Interessant für mich die Begründung: Damit das Kirchenrecht dem "Katechismus der Katholischen Kirche" angepaßt werde.

Damit steht nun der "Katechismus der Katholischen" Kirche über dem Kirchenrecht, als verbindliches Dokument des Lehramts.

nuja.

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Petrus » Freitag 5. Januar 2018, 09:22

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 9. August 2016, 17:09

dazu eine kleine Anekdote
vor Jahren eine Sog"Auferstehungsmesse" für einen alten Herrn ich bete hinten still meinen Rosenkranz beim sog Friedensgruß stürmen 2 Damen auf mich zu um mir unbedigt die Hand zu schütteln ich in Opernlautstärke daß vorne sogar der geistliche Herr erschrocken ist:"Geben Sie ihre Finder da weg Sie sind aufdringlich"
eine andere Anekdote auch noch, dazu.

Sonntagsmesse auf dem Dorf. Bayern. Zum Friedensgruß reicht ein Bauer pflichtgemäß seinem Bank-Nachbarn die Hand. Dialog:

"Der Friede sei mit Dir."
"wos - gehst scho?"

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von HeGe » Freitag 5. Januar 2018, 14:32

Petrus hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 08:10
taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 30. März 2017, 08:17
Jesus hat ja auch nicht explizit "Bischöfe" eingesetzt, und trotzdem ist dieses Amt auf seine divina institutio zurückzuführen.
ich nerv mal wieder bisschen: Jesus konnte gar keine Bischöfe einsetzen, da es zu Lebzeiten Jesu noch keine Christen gab (und Jesus war selbst ja auch kein Christ).
Unsinn.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Petrus » Samstag 6. Januar 2018, 06:18

HeGe hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 14:32
Petrus hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 08:10
taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 30. März 2017, 08:17
Jesus hat ja auch nicht explizit "Bischöfe" eingesetzt, und trotzdem ist dieses Amt auf seine divina institutio zurückzuführen.
ich nerv mal wieder bisschen: Jesus konnte gar keine Bischöfe einsetzen, da es zu Lebzeiten Jesu noch keine Christen gab (und Jesus war selbst ja auch kein Christ).
Unsinn.
ich nerv mal wieder bisschen:
ich halte meine Position nicht für Unsinn (sonst würde ich sie ja nicht vertreten :)).

Also: Der Beginn der Kirche wird allgemein festgelegt auf Pfingsten. Also gab es vorher keine Kirche, und somit auch keine Christen. Wo liege ich hier falsch?

Gegenrede ist gerne willkommen.

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Raphael
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Raphael » Samstag 6. Januar 2018, 06:37

Petrus hat geschrieben:
Samstag 6. Januar 2018, 06:18
HeGe hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 14:32
Petrus hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 08:10
taddeo hat geschrieben:
Donnerstag 30. März 2017, 08:17
Jesus hat ja auch nicht explizit "Bischöfe" eingesetzt, und trotzdem ist dieses Amt auf seine divina institutio zurückzuführen.
ich nerv mal wieder bisschen: Jesus konnte gar keine Bischöfe einsetzen, da es zu Lebzeiten Jesu noch keine Christen gab (und Jesus war selbst ja auch kein Christ).
Unsinn.
ich nerv mal wieder bisschen:
ich halte meine Position nicht für Unsinn (sonst würde ich sie ja nicht vertreten :)).

Also: Der Beginn der Kirche wird allgemein festgelegt auf Pfingsten. Also gab es vorher keine Kirche, und somit auch keine Christen. Wo liege ich hier falsch?

Gegenrede ist gerne willkommen.
Pfingsten ist die Geburtsstunde der äußerlichen Institution »Kirche«! :ja:
In ihrer überzeitlichen Dimension existierte sie jedoch schon vor Pfingsten; daher sind auch die Erzväter des AT oder bspw. Johannes der Täufer Kirchenglieder ohne tatsächlich getauft worden zu sein.
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Petrus » Samstag 6. Januar 2018, 08:31

danke.

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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Petrus_Agellus » Montag 14. Januar 2019, 23:19

Petrus hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 09:16
Also: Bisher war es so, dass Bischof, Priester und Diakon "in persona Christi" handelten. Das ist ich nerv mal wieder bisschen: seit der Ergänzung des Kirchenrechts, vulgo "Codex Iuris Canonici" genannt", nicht mehr so.

Derzeit aktuell handelt der Diakon nicht mehr "in persona Christi".
Dazu ist mir heute der Kommentar Winnemöllers auf kath.net zum Thema Frauendiakonat ins Auge gestochen - er äußert darin, dass die Kirche "keine Vollmacht" zu dieser Weihe habe. Ich möchte wirklich hier keiner Agenda fröhnen, aber Ordinatio Sacerdotalis bezieht sich ja ausdrücklich nur auf die Priesterweihe für Frauen und Benedikt XVI. hat mit Omnium in mentem wie erwähnt den CIC dahingehend geändert, dass nur noch Priester und Bischöfe in persona Christi capitis handeln (benediktinische Änderungen kursiv):

„Can. 1008 – Durch das Sakrament der Weihe werden kraft göttlicher Weisung aus dem Kreis der Gläubigen einige mittels eines untilgbaren Prägemals, mit dem sie gezeichnet werden, zu geistlichen Amtsträgern bestellt; sie werden ja dazu geweiht und bestimmt, entsprechend ihrer jeweiligen Weihestufe unter einem neuen und besonderen Titel dem Volk Gottes zu dienen.

Can. 1009 – § 1. Die Weihen sind Episkopat, Presbyterat und Diakonat.
§ 2. Sie werden erteilt durch die Handauflegung und das Weihegebet, welches die liturgischen Bücher für die einzelnen Weihestufen vorschreiben.
§ 3. Die die Bischofsweihe oder die Priesterweihe empfangen haben, erhalten die Sendung und die Vollmacht, in der Person Christi, des Hauptes, zu handeln; die Diakone hingegen die Kraft, dem Volk Gottes in der Diakonie der Liturgie, des Wortes und der Liebe zu dienen.“

Angesichts dieser Quellenlage ist das Thema Diakonat zumindest deutlich weniger entschieden als die von Johannes Paul II. ja endgültig formulierte Frage nach dem Frauenpriestertum.

Juergen
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Re: Presse: "Rom erwägt Zulassung von Frauen zum Diakonat"

Beitrag von Juergen » Dienstag 15. Januar 2019, 13:10

Petrus_Agellus hat geschrieben:
Montag 14. Januar 2019, 23:19
Angesichts dieser Quellenlage ist das Thema Diakonat zumindest deutlich weniger entschieden als die von Johannes Paul II. ja endgültig formulierte Frage nach dem Frauenpriestertum.
Diese seltsame Schlußfolgerung verstehe ich nicht. Das muß ich auch nicht verstehe, da es nicht sinnvoll ist, Unsinn verstehen zu wollen.
Gruß
Jürgen
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