Nachrichten aus den Bistümern V

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taddeo
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von taddeo » Freitag 16. August 2019, 14:38

CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 14:31
HeGe hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 13:55
CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 13:36
es gibt eine Reform der DBK
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... mmenarbeit
Eher des VDD, nicht der DBK.

Beim Lesen dieses Artikels hört man ja eher das Wiehern eines Amtsschimmels, als das Brausen des Heiligen Geistes... :unbeteiligttu:
dann hab ich das falsch verstanden in Österreich gibts nur die BK
In Österreich hat die Bischofskonferenz selber den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, und ist dadurch eine juristische Person, die Rechtsfähigkeit auch für den staatlichen Bereich besitzt.
In Deutschland ist das anders, die DBK hat keine staatlich anerkannte Rechtsfähigkeit. Deshalb gibt es als juristische Person mit dem Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts seit 1968 den "Verband der Diözesen Deutschlands".

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Libertas Ecclesiae
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 19. August 2019, 12:49

Es gibt nicht selten falsche Erinnerungen an angeblich vorkonziliare Verhältnisse in Gottesdienst und Liturgie. Hier ein Beispiel:

Trauriger Anlass mit unqualifizierter Bemerkung abgetan
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Lycobates
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Lycobates » Montag 19. August 2019, 12:53

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Montag 19. August 2019, 12:49
Es gibt nicht selten falsche Erinnerungen an angeblich vorkonziliare Verhältnisse in Gottesdienst und Liturgie. Hier ein Beispiel:

Trauriger Anlass mit unqualifizierter Bemerkung abgetan
Quos vult perdere Jupiter dementat!
:achselzuck:
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Juergen
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Donnerstag 22. August 2019, 11:33

Neues aus dem Bistum Essen:
Mindestgebot von 99.000 Euro für profaniertes Gotteshaus
Katholische Kirche in Altena kommt unter den Hammer

Ungewöhnliche Auktion: Die profanierte Kirche St. Paulus im nordrhein-westfälischen Altena kommt unter den Hammer. Dies sei „ein letzter Versuch“, sich von dem Gotteshaus zu trennen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des zuständigen Kirchenvorstandes von St. Matthäus in Altena, Dietmar Flusche, dem Internetportal „domradio.de“. Über einen Makler sei es bislang nicht gelungen, die Kirche der 2005 aufgelösten Pfarrei samt dem Pfarrhaus und einem weiteren Nebengebäude zu veräußern.

Spielhalle und Bordell sind ausgeschlossen
Gruß
Jürgen
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Benedikt
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Benedikt » Donnerstag 22. August 2019, 15:59

Bei der künftigen Nutzung sei der Betrieb von Spielhallen, Bordellen oder sonstigen Einrichtungen des Rotlichtmilieus ausgeschlossen. Auch eine Überlassung der Grundstücke und Gebäude an nicht-christliche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sei nicht zulässig.
Wie soll das denn gehen? Man kann vielleicht in den Kaufvertrag einen Passus schreiben, dass dem Käufer entsprechende Nutzung untersagt. Aber der Käufer kann das Gebäude ja weiterverkaufen und man kann wohl schwerlich eine bestimmte Nutzung ad infinitum verbieten. Sollen sie die Kirche halt abreißen oder selbst eine andere Nutzung suchen.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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HeGe
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von HeGe » Montag 26. August 2019, 14:01

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Benedikt
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Benedikt » Montag 26. August 2019, 14:13

HeGe hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 14:01
Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot :(
Es ist aber alles in Ordnung in unserer Autogesellschaft: Der Zweck möglichst schnell an jede x-beliebige Stelle unseres Landes zu kommen, heiligt natürlich die Mittel, nämlich das aktive Töten (wenn auch meist ungewollt) anderer Menschen. Die Autos werden immer weiter hochgerüstet, Radfahrer und Fußgänger werden, nachdem sie erst von der Straße vertrieben wurden, auf ihren eigenen Wegen umgenietet, ein nicht unbedeutender Anteil der Autofahrer immer abgebrühter (oder wie hier seniler, oft auch beides zusammen).
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Juergen
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Montag 26. August 2019, 14:30

Benedikt hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 14:13
HeGe hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 14:01
Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot :(
Es ist aber alles in Ordnung in unserer Autogesellschaft: Der Zweck möglichst schnell an jede x-beliebige Stelle unseres Landes zu kommen, heiligt natürlich die Mittel, nämlich das aktive Töten (wenn auch meist ungewollt) anderer Menschen. Die Autos werden immer weiter hochgerüstet, Radfahrer und Fußgänger werden, nachdem sie erst von der Straße vertrieben wurden, auf ihren eigenen Wegen umgenietet, ein nicht unbedeutender Anteil der Autofahrer immer abgebrühter (oder wie hier seniler, oft auch beides zusammen).
Die Polizei weiß noch nicht, ob es sich um einen Fahrfehler oder einen technischen Defekt gehandelt hat.
Schön, daß Du mehr weißt.
Gruß
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Edi
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Edi » Montag 26. August 2019, 15:20

Benedikt hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 14:13
HeGe hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 14:01
Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot :(
Es ist aber alles in Ordnung in unserer Autogesellschaft: Der Zweck möglichst schnell an jede x-beliebige Stelle unseres Landes zu kommen, heiligt natürlich die Mittel, nämlich das aktive Töten (wenn auch meist ungewollt) anderer Menschen. Die Autos werden immer weiter hochgerüstet, Radfahrer und Fußgänger werden, nachdem sie erst von der Straße vertrieben wurden, auf ihren eigenen Wegen umgenietet, ein nicht unbedeutender Anteil der Autofahrer immer abgebrühter (oder wie hier seniler, oft auch beides zusammen).
Es gibt auch genug Fußgänger, meist sind es ältere, die meinen sie hätten beim Überqueren einer Strasse immer die Vorfahrt und gehen dann schräg über die Strasse, damit es möglichst lange dauert und schauen weder nach rechts noch nach links. Wenn man da als Fahrer nicht genug aufpasst, fährt man schnell jemand an und wird dann wohl auch meist als der Schuldige angesehen. Also nicht nur Autofahrer können rücksichtlos sein, auch wenn die freilich im Auto geschützter sind.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Vir Probatus » Montag 26. August 2019, 15:42

HeGe hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 14:01
Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot :(
Ein Auto rast nie. Das ist "Framing". Rasen kann nur der Fahrzeugführer.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von HeGe » Montag 26. August 2019, 15:43

Vir Probatus hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 15:42
HeGe hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 14:01
Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot :(
Ein Auto rast nie. Das ist "Framing". Rasen kann nur der Fahrzeugführer.
Wenn es ein technischer Defekt am Fahrzeug war, könnte man u.U. schon sagen, dass das Auto gerast ist.
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holzi
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von holzi » Montag 26. August 2019, 17:02

HeGe hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 15:43
Wenn es ein technischer Defekt am Fahrzeug war, könnte man u.U. schon sagen, dass das Auto gerast ist.
Ein technischer Defekt ist aber so unwahrscheinlich, dass man ruhig vom Regelfall des menschlichen Verschuldens ausgehen kann. Wie viele Fälle eines technischen Versagens beim Auto als Unfallgrund hast du mitbekommen? Ich vermute, das ist im Promillebereich.
Und auch wenn sich der Tesla auf Autopilot unter den Lastzug schmeißt, ist nicht die Technik schuld, sondern der Idiot, der hinterm Steuer saß und schlief. Das ist eine glatte Fehlbedienung, für vollautonomes Fahren ist diese Technik schlicht (noch) nicht gemacht.
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Benedikt
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Benedikt » Montag 26. August 2019, 21:37

holzi hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 17:02
Ein technischer Defekt ist aber so unwahrscheinlich, dass man ruhig vom Regelfall des menschlichen Verschuldens ausgehen kann.
Das Verschulden ist hier nicht nur beim 90-Jährigen Autofahrer zu suchen, sondern auch beim Gesetzgeber, der es 90-Jährigen erlaubt, ohne regelmäßige ärztliche Kontrolle ein Fahrzeug zu führen.
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holzi
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von holzi » Montag 26. August 2019, 21:47

Benedikt hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 21:37
holzi hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 17:02
Ein technischer Defekt ist aber so unwahrscheinlich, dass man ruhig vom Regelfall des menschlichen Verschuldens ausgehen kann.
Das Verschulden ist hier nicht nur beim 90-Jährigen Autofahrer zu suchen, sondern auch beim Gesetzgeber, der es 90-Jährigen erlaubt, ohne regelmäßige ärztliche Kontrolle ein Fahrzeug zu führen.
Ich kenne einige 25-jährige, auf die das genauso zutrifft...
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 27. August 2019, 08:38

Benedikt hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 21:37
holzi hat geschrieben:
Montag 26. August 2019, 17:02
Ein technischer Defekt ist aber so unwahrscheinlich, dass man ruhig vom Regelfall des menschlichen Verschuldens ausgehen kann.
Das Verschulden ist hier nicht nur beim 90-Jährigen Autofahrer zu suchen, sondern auch beim Gesetzgeber, der es 90-Jährigen erlaubt, ohne regelmäßige ärztliche Kontrolle ein Fahrzeug zu führen.
jugendliche bauen mehr Unfälle

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Benedikt
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Benedikt » Dienstag 27. August 2019, 12:57

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 27. August 2019, 08:38
jugendliche bauen mehr Unfälle
Das liegt natürlich an der mangelnden Fahrpraxis und bei männlichen Jugendlichen an zu hoher Risikobereitschaft/Selbstüberschätzung. Bei ersterem kann man nichts dran ändern. Tatsächlich ist aber die Einführung einer psychologischen Eignungsprüfung vor Vergabe des Führerscheins dringend geboten.
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martin v. tours
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von martin v. tours » Mittwoch 28. August 2019, 06:55

Jawolll
Und dann bitte noch einen Psycho-Test für Fahrradfahrer, Hundebesitzer, E-Scooter-Fahrer......
Hab ich jemanden vergessen??
Hauptsache, regeln, steuern, verbieten, notfalls eine Steuer drauf erheben...
irgendwie SEHR deutsch.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 28. August 2019, 09:54

was spricht dagegen zu regeln wie die Leute sich aufführen müßte viel mehr geregelt werden

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Siard
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Siard » Mittwoch 28. August 2019, 16:09

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 09:54
was spricht dagegen zu regeln wie die Leute sich aufführen müßte viel mehr geregelt werden
Dagegen spricht, daß es dann nur genau nach dem Buchstaben geht, auch wenn es sinnlos wird.
Die Kathedrale des BGB war nicht besonders sinnvoll für das Rechtsempfinden, weil jeder … geregelt wurde.
Und auch weiterhin geregelt werden muß.

Wichtiger als Regelungen wäre es, wieder auf die sogenannte "Kinderstube" zu setzen – dann löst sich das Problem in großen Teilen.

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martin v. tours
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von martin v. tours » Mittwoch 28. August 2019, 18:32

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 09:54
was spricht dagegen zu regeln wie die Leute sich aufführen müßte viel mehr geregelt werden
Das Problem sind nicht die "Regeln" sondern wer sie macht.Klar hättest DU nichts gegen mehr Regeln, aber natürlich nach deinem Gusto.
>Stell dir einfach mal vor, ICH mache die Regeln . Die wären vermutlich etwas anders. Ob dir das dann Passt?
Unter den Kommunisten gab es Regeln unter den Nazis auch.
Eine regellose Gesellschaft ist undenkbar und auch nicht wünschenswert. Ich bin eben ein Verfechter des möglichst schlanken Staates (den gibt es momentan ohnehin nicht). Staat regel das nötigste und lass mich ansonsten in Ruhe !

Und Siard muss ich auch Recht geben. Mir ist klar das "gläubig sein" nicht automatisch bessere Menschen macht, aber der weitgehende Glaubensverlust hat nicht unbedingt zur Verbesserung der Umgangsformen beigetragen.
Und so gute spießige alte Tugenden werden auch nicht mehr erlernt.
Aber der Großteil der unter 50igjährigen ist doch mehr oder weniger geprägt durch die 68er Revolution.
Die Verbindung dieser völlig frei erzogenen "Tanz deinen Namen"- Wonneproppen mit den "Hey Alda, isch figg deine Mudda" Zuwanderern bildet eben dieses liebenswerte Konglomerat das wir alle so schätzen.
Schöne neue Welt !
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Benedikt » Mittwoch 28. August 2019, 21:17

Früher war doch viel mehr geregelt als heute. Aber es waren meist informelle Regeln. Diese sind heutzutage weggefallen und werden sukzessive durch kodifizierte Regeln ersetzt. Das mag man nicht gut finden, aber ich sehe da keine Alternative. Viele Menschen haben doch gar keine Kinderstube mehr.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 29. August 2019, 09:44

martin v. tours hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 18:32
CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 09:54
was spricht dagegen zu regeln wie die Leute sich aufführen müßte viel mehr geregelt werden
Das Problem sind nicht die "Regeln" sondern wer sie macht.Klar hättest DU nichts gegen mehr Regeln, aber natürlich nach deinem Gusto.
>Stell dir einfach mal vor, ICH mache die Regeln . Die wären vermutlich etwas anders. Ob dir das dann Passt?
Unter den Kommunisten gab es Regeln unter den Nazis auch.
Eine regellose Gesellschaft ist undenkbar und auch nicht wünschenswert. Ich bin eben ein Verfechter des möglichst schlanken Staates (den gibt es momentan ohnehin nicht). Staat regel das nötigste und lass mich ansonsten in Ruhe !

Und Siard muss ich auch Recht geben. Mir ist klar das "gläubig sein" nicht automatisch bessere Menschen macht, aber der weitgehende Glaubensverlust hat nicht unbedingt zur Verbesserung der Umgangsformen beigetragen.
Und so gute spießige alte Tugenden werden auch nicht mehr erlernt.
Aber der Großteil der unter 50igjährigen ist doch mehr oder weniger geprägt durch die 68er Revolution.
Die Verbindung dieser völlig frei erzogenen "Tanz deinen Namen"- Wonneproppen mit den "Hey Alda, isch figg deine Mudda" Zuwanderern bildet eben dieses liebenswerte Konglomerat das wir alle so schätzen.
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solange die Regeln nach dem Regeln einer parlamentarischen Demokratie zustande kommen sind sie zu akzeptieren punkt

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Siard » Donnerstag 29. August 2019, 11:22

Benedikt hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 21:17
Früher war doch viel mehr geregelt als heute. Aber es waren meist informelle Regeln. Diese sind heutzutage weggefallen und werden sukzessive durch kodifizierte Regeln ersetzt. Das mag man nicht gut finden, aber ich sehe da keine Alternative. Viele Menschen haben doch gar keine Kinderstube mehr.
Ich sehe in der Kodifizierung eher das Problem, nicht die Lösung.

Das eindrücklichste Beispiel ist für mich gewesen, daß ein Student wegen Betrugs bei der Prüfung durchfiel.
Dieser klagte daraufhin und bekam Recht, da Betrug bei der Prüfung (noch) nicht ausdrücklich verboten war.

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von HeGe » Freitag 30. August 2019, 11:18

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 29. August 2019, 09:44
solange die Regeln nach dem Regeln einer parlamentarischen Demokratie zustande kommen sind sie zu akzeptieren punkt

So wie die Nürnberger Rassengesetze meinst du? :vogel: Auch einer Demokratie müssen Grenzen gesetzt werden.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Hanspeter » Freitag 30. August 2019, 11:21

HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:18
CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 29. August 2019, 09:44
solange die Regeln nach dem Regeln einer parlamentarischen Demokratie zustande kommen sind sie zu akzeptieren punkt

So wie die Nürnberger Rassengesetze meinst du? :vogel: Auch einer Demokratie müssen Grenzen gesetzt werden.
Deutschland war 1935 noch eine parlamentarische Demokratie? Steile These!

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von HeGe » Freitag 30. August 2019, 11:30

Hanspeter hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:21
HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:18
CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 29. August 2019, 09:44
solange die Regeln nach dem Regeln einer parlamentarischen Demokratie zustande kommen sind sie zu akzeptieren punkt

So wie die Nürnberger Rassengesetze meinst du? :vogel: Auch einer Demokratie müssen Grenzen gesetzt werden.
Deutschland war 1935 noch eine parlamentarische Demokratie? Steile These!

Eine völlig richtige Frage, die du aber nur stellen darfst, wenn du nicht CIC_Fans Prämisse akzeptierst. Natürlich war das objektiv betrachtet keine parlamentarische Demokratie mehr. Formell gab es aber noch einen Reichstag, einen Reichskanzler, einen Reichspräsidenten, etc. Wer war also berechtigt festzustellen, dass es keine Demokratie mehr war? Ein reiner Rechtspositivismus, wie ihn CIC_Fan hier vertritt, kann das nicht, dafür bedarf es absoluter, übergesetzlicher Normen und Werte, wie ich sie als Katholik selbstverständlich vertrete. Eine reine Demokratie, wo alleine und immer der Wille der Mehrheit absolutes Gesetz ist, ist kein unbedingt erstrebenswertes Ziel. Irgendwo muss auch ein Minderheitenschutz bestehen.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Bruder Donald » Freitag 30. August 2019, 11:42

HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:30
Natürlich war das objektiv betrachtet keine parlamentarische Demokratie mehr. Formell gab es aber noch einen Reichstag, einen Reichskanzler, einen Reichspräsidenten, etc. Wer war also berechtigt festzustellen, dass es keine Demokratie mehr war?
Wikipedia hat geschrieben:Der deutsche Reichstag war von 1933 bis 1945 ein Scheinparlament während der nationalsozialistischen Diktatur. Nach der letzten Reichstagswahl, an der mehr als eine Partei teilnahm, verabschiedete der neue Reichstag unter Adolf Hitler am 24. März 1933 das Ermächtigungsgesetz. Damit trat er seine Gesetzgebungskompetenzen faktisch an die Reichsregierung (Kabinett Hitler) ab. Ab Juli desselben Jahres bildete die NSDAP die einzige Fraktion. Reichstagspräsident war Hermann Göring. Mit dem Anschluss Österreichs wurde das Scheinparlament in Berlin 1938 in Großdeutscher Reichstag umbenannt. Mangels wesentlicher parlamentarischer Kompetenzen sowie wegen des regelmäßigen Singens der Nationalhymne wurde er mitunter spöttisch der „teuerste Gesangsverein Deutschlands“ genannt.
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von HeGe » Freitag 30. August 2019, 11:51

Bruder Donald hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:42
HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:30
Natürlich war das objektiv betrachtet keine parlamentarische Demokratie mehr. Formell gab es aber noch einen Reichstag, einen Reichskanzler, einen Reichspräsidenten, etc. Wer war also berechtigt festzustellen, dass es keine Demokratie mehr war?
Wikipedia hat geschrieben:Der deutsche Reichstag war von 1933 bis 1945 ein Scheinparlament während der nationalsozialistischen Diktatur. Nach der letzten Reichstagswahl, an der mehr als eine Partei teilnahm, verabschiedete der neue Reichstag unter Adolf Hitler am 24. März 1933 das Ermächtigungsgesetz. Damit trat er seine Gesetzgebungskompetenzen faktisch an die Reichsregierung (Kabinett Hitler) ab. Ab Juli desselben Jahres bildete die NSDAP die einzige Fraktion. Reichstagspräsident war Hermann Göring. Mit dem Anschluss Österreichs wurde das Scheinparlament in Berlin 1938 in Großdeutscher Reichstag umbenannt. Mangels wesentlicher parlamentarischer Kompetenzen sowie wegen des regelmäßigen Singens der Nationalhymne wurde er mitunter spöttisch der „teuerste Gesangsverein Deutschlands“ genannt.

Das ist mir doch alles bekannt, unterstützt aber doch meine Fragestellung. :roll: Hitler ist damals eben nicht wie bei irgendeinem Militärputsch ins Parlament marschiert, hat dieses aufgelöst, alle Abgeordneten erschossen und sich zum Führer gekrönt. Sondern er hat sich zumindest formell und dem Anschein nach erst einer Wahl gestellt und sich dann von einem Parlament mit entsprechenden Vollmachten ausstatten lassen. Prima facie eine demokratische Verfahrensweise. Dass das alles in Wirklichkeit eine Farce-Veranstaltung war, bestreitet hier doch keiner, nur frage ich CIC_Fan, wie und an welcher Stelle er hier einhakt, um zu sagen, dass sei jetzt keine Demokratie mehr, der man folgen muss. Bei Wikipedia nachlesen konnte man das damals noch nicht.

Aber dann lösen wir das Ganze meinetwegen von historischen Gegebenheiten, die für die Beantwortung der Frage eigentlich auch irrelevant sind, und ich frage hypothetisch: nehmen wir an, Partei XYZ stellt sich ordnungsgemäß zur Wahl, erringt formell völlig ordnungsgemäß die absolute Mehrheit und beschließt als Erstes ein Gesetz, dass die Ermordung bspw. aller Behinderten vorsieht. Jeder vernünftige Mensch sieht das als Unrecht an und wird dem Widerstand leisten. Nach der These von CIC_Fan dürfte ich das aber nicht, daher meine Gretchenfrage.
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von RomanesEuntDomus » Freitag 30. August 2019, 12:18

martin v. tours hat geschrieben:
Mittwoch 28. August 2019, 18:32
... Aber der Großteil der unter 50igjährigen ist doch mehr oder weniger geprägt durch die 68er Revolution. ...
Die damals aktiven 68er sind inzwischen mindestens 70 Jahre alt. Unser Kirchenchor ist voll mit den Leuten, manche schaffen es nicht immer auf die Empore, und bei den Proben pfeifen die Hörgeräte. Da bin ich mit Abstand der Jüngste, obwohl mich die Kinder auf der Straße schon manchmal mit "Opa" anreden.

Bei den Generationen danach konnte man oft auffällig betonte Gegenbewegungen zu den 68ern beobachten, sehr deutlich zu sehen z.B. bei der Jugendkultur der sogenannten "Popper", das sind die heute etwa 45- bis 55-Jährigen: schon als Jugendliche betont gepflegte Umgangsformen, das Zimmer immer aufgeräumt, Markenkleidung bis zum Snobismus usw.

Dann kam die Aktenköfferchenwelle. Wer schon als Jugendlicher nichts konnte und sich eigentlich auch für nichts interessierte, aber trotzdem gerne wichtig sein und Karriere machen wollte, besorgte sich Lackschuhe, ein Streberjäckchen und ein schwarzes Aktenköfferchen und studierte z.B. BWL. Heute erkennt man so langsam, dass es ein Problem mit den Leuten in den Führungsetagen gibt:

https://www.businessinsider.de/die-meis ... ten-2017-5
Forscher haben herausgefunden, welches Studienfach die meisten Psychopathen wählen

... ergab, dass Psychopathen mit höherer Wahrscheinlichkeit Wirtschaftswissenschaften als Studienfach wählen.
Die Wissenschaftler untersuchten, welche Studiengänge die meisten Psychopathen hervorbringen. Dabei legten sie ihren Fokus auf die sogenannte „Dunkle Triade“. Sie bezeichnet die Persönlichkeitsmerkmale Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie und ihre Zusammenhänge. ...
Und was genau hat das jetzt alles mit den 68ern zu tun?

CIC_Fan
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 30. August 2019, 12:36

HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:18
CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 29. August 2019, 09:44
solange die Regeln nach dem Regeln einer parlamentarischen Demokratie zustande kommen sind sie zu akzeptieren punkt

So wie die Nürnberger Rassengesetze meinst du? :vogel: Auch einer Demokratie müssen Grenzen gesetzt werden.
nein den das Parlament nach November 1933 war kein demokratisches Mehr

CIC_Fan
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 30. August 2019, 12:39

HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:51
Bruder Donald hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:42
HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:30
Natürlich war das objektiv betrachtet keine parlamentarische Demokratie mehr. Formell gab es aber noch einen Reichstag, einen Reichskanzler, einen Reichspräsidenten, etc. Wer war also berechtigt festzustellen, dass es keine Demokratie mehr war?
Wikipedia hat geschrieben:Der deutsche Reichstag war von 1933 bis 1945 ein Scheinparlament während der nationalsozialistischen Diktatur. Nach der letzten Reichstagswahl, an der mehr als eine Partei teilnahm, verabschiedete der neue Reichstag unter Adolf Hitler am 24. März 1933 das Ermächtigungsgesetz. Damit trat er seine Gesetzgebungskompetenzen faktisch an die Reichsregierung (Kabinett Hitler) ab. Ab Juli desselben Jahres bildete die NSDAP die einzige Fraktion. Reichstagspräsident war Hermann Göring. Mit dem Anschluss Österreichs wurde das Scheinparlament in Berlin 1938 in Großdeutscher Reichstag umbenannt. Mangels wesentlicher parlamentarischer Kompetenzen sowie wegen des regelmäßigen Singens der Nationalhymne wurde er mitunter spöttisch der „teuerste Gesangsverein Deutschlands“ genannt.

Das ist mir doch alles bekannt, unterstützt aber doch meine Fragestellung. :roll: Hitler ist damals eben nicht wie bei irgendeinem Militärputsch ins Parlament marschiert, hat dieses aufgelöst, alle Abgeordneten erschossen und sich zum Führer gekrönt. Sondern er hat sich zumindest formell und dem Anschein nach erst einer Wahl gestellt und sich dann von einem Parlament mit entsprechenden Vollmachten ausstatten lassen. Prima facie eine demokratische Verfahrensweise. Dass das alles in Wirklichkeit eine Farce-Veranstaltung war, bestreitet hier doch keiner, nur frage ich CIC_Fan, wie und an welcher Stelle er hier einhakt, um zu sagen, dass sei jetzt keine Demokratie mehr, der man folgen muss. Bei Wikipedia nachlesen konnte man das damals noch nicht.

Aber dann lösen wir das Ganze meinetwegen von historischen Gegebenheiten, die für die Beantwortung der Frage eigentlich auch irrelevant sind, und ich frage hypothetisch: nehmen wir an, Partei XYZ stellt sich ordnungsgemäß zur Wahl, erringt formell völlig ordnungsgemäß die absolute Mehrheit und beschließt als Erstes ein Gesetz, dass die Ermordung bspw. aller Behinderten vorsieht. Jeder vernünftige Mensch sieht das als Unrecht an und wird dem Widerstand leisten. Nach der These von CIC_Fan dürfte ich das aber nicht, daher meine Gretchenfrage.
Has Hitler Regime hat seine Legitimation verloren mit den undemokratischen Wahlen vom November 1933 das ist doch logisch

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Bruder Donald
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Bruder Donald » Freitag 30. August 2019, 13:17

HeGe hat geschrieben:
Freitag 30. August 2019, 11:51
Das ist mir doch alles bekannt, unterstützt aber doch meine Fragestellung.
Mein Beitrag war auch in diesem Sinne gemeint. :blinker:
Prüft alles und behaltet das Gute! (1. Thess 5,21)

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