Nachrichten aus den Bistümern V

Fragen, Antworten, Nachrichten.
CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 17. Oktober 2018, 10:00

früher war die Meldung frei ich habe auch kein Kathpress Abo
es geht um eine neue Art freikirchlicher Mission die von der kath freundlich gesehen wird sag ich jetzt mal

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 17. Oktober 2018, 10:32

ich bin gespannt ob der Papst die Bilduungskongregation blamiert oder ob das Verfahren "positiv" abgeschlossen wird
https://www.sankt-georgen.de/button-men ... ig-sj-241/

Benutzeravatar
Torsten
Beiträge: 6487
Registriert: Dienstag 17. Februar 2004, 02:23

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Torsten » Mittwoch 17. Oktober 2018, 15:39

Raphaela hat geschrieben:
Mittwoch 17. Oktober 2018, 09:53
CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 11:54
katholische Kirche und Freikirchen rücken in Wien enger zusammen
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... uptbahnhof
Bitte um Auskunft, um was es denn genau geht! Ich weigere mich, in einem Forum anmelden zu müssen, um einfach mal (absolut selten) mitlesen zu können.
https://www.katholisch.at/aktuelles/201 ... um-in-wien

Siard
Beiträge: 5405
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Siard » Mittwoch 17. Oktober 2018, 15:48

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 17. Oktober 2018, 08:49
Siard hat geschrieben:
Dienstag 16. Oktober 2018, 22:11
Mehr Platz zum Spielen. :breitgrins:
das erleichtert es den Priestermangel in den lateinischen Pfarren minimal entgegenzuwirken
Wie denn?
Das ginge nur, wenn den byzantinischen Priester reihenweise Sondergenehmigungen ausgestellt würden.
Und ob diese das überhaupt wollen …?

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 17. Oktober 2018, 16:03

das geht ohne probleme praktisch hat jeder unierte priester in unseren breiten einen Indult für den lat Ritus
und wenn der Priester das will kann er natürlich in eine lat Pfarre als Aushilfe Kaplan tätig werden wenn es sein Ordinarius und der der lateinischen Diözese erlaubt
natürlich kann kein priester dazu gezwungen werden
bisher funktioniert das ganz gut die Priester und ihre Familien werden dankbar aufgenommen

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 6903
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von holzi » Mittwoch 17. Oktober 2018, 22:45

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 17. Oktober 2018, 16:03
bisher funktioniert das ganz gut die Priester und ihre Familien werden dankbar aufgenommen
Das habe ich gesehen. In Wien Favoriten ist ein Ukrainer Hauspräses im Kolpinghaus Gemeinsam Leben (Kennst du das evtl?) und auch Pfarrvikar in der Gemeinde.
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 18. Oktober 2018, 08:15

ja da öfter behindertenpolitische Veranstaltungen im kolpinghaus sind

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 6903
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von holzi » Freitag 19. Oktober 2018, 12:28

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 18. Oktober 2018, 08:15
ja da öfter behindertenpolitische Veranstaltungen im kolpinghaus sind
Dann sag bei Gelegenheit dem Dr. Schwegl einen schönen Gruß. Wir waren vor ziemlich genau zwei Jahren mit einer Gruppe von Kolping aus Brasilien dort in Haus!
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 19. Oktober 2018, 12:36

ich schreibs auf bin wahrscheinlich kurz vor Ostern wieder dort

Benutzeravatar
holzi
Beiträge: 6903
Registriert: Montag 28. November 2005, 15:00
Wohnort: Regensburg

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von holzi » Freitag 19. Oktober 2018, 15:57

CIC_Fan hat geschrieben:
Freitag 19. Oktober 2018, 12:36
ich schreibs auf bin wahrscheinlich kurz vor Ostern wieder dort
ich bin in drei Wochen in Wien, werde aber außer Schwechat und die Bahnhöfe nicht viel sehen.
Diese Nachricht wurde CO²-neutral, umweltfreundlich, aus wiederverwerteten Buchstaben von weggeworfenen E-Mails geschrieben und ist digital voll abbaubar.

Siard
Beiträge: 5405
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Siard » Samstag 20. Oktober 2018, 11:57

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 17. Oktober 2018, 16:03
das geht ohne probleme praktisch hat jeder unierte priester in unseren breiten einen Indult für den lat Ritus
und wenn der Priester das will kann er natürlich in eine lat Pfarre als Aushilfe Kaplan tätig werden wenn es sein Ordinarius und der der lateinischen Diözese erlaubt
natürlich kann kein priester dazu gezwungen werden
bisher funktioniert das ganz gut die Priester und ihre Familien werden dankbar aufgenommen
Finanziell ist es natürlich interessanter für die Lateiner zu arbeiten.
Aber meiner Erfahrung nach ist es eben nicht so einfach, wie Du es darstellst.

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 21. Oktober 2018, 07:55

jetzt wird es eben viel einfacher weil Eminenz jetzt eben auch der Ordinarius ist jedenfalls ist ein Problem völlig ausgeblieben daß befürchtet wurde nämlich daß die Gläubigen in den Pfarreien Probleme mit verheirateten Priestern haben würden

Siard
Beiträge: 5405
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Siard » Sonntag 21. Oktober 2018, 15:43

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 07:55
jetzt wird es eben viel einfacher weil Eminenz jetzt eben auch der Ordinarius ist jedenfalls ist ein Problem völlig ausgeblieben daß befürchtet wurde nämlich daß die Gläubigen in den Pfarreien Probleme mit verheirateten Priestern haben würden
Ordinarius für die meisten war er schon.

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 08:20

Der Bischof von Eichstätt kritisiert öffentlich seine Diözesan Verwaltung wegen Vertuschungen und Kumpaneien
https://www.sueddeutsche.de/bayern/eich ... -1.4180050

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 10:16

Zur Zeit sind anscheinend alle innerkirchlichen Richtungen sauer hier eine prominente Stimme aus dem Bistum Essen
https://www.waz.de/staedte/essen/essene ... 08537.html

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23278
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Niels » Dienstag 23. Oktober 2018, 10:27

Also können auch Laienapparate Fehler machen. Bezahlen tut dann wer? :maske: :zirkusdirektor:
Surrexit Christus spes mea

CIC_Fan
Beiträge: 9221
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 10:30

Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:27
Also können auch Laienapparate Fehler machen. Bezahlen tut dann wer? :maske: :zirkusdirektor:
nun an führenden Stellen sitzen doch in Ordinariaten meist Kleriker oder?

Benutzeravatar
HeGe
Moderator
Beiträge: 14004
Registriert: Montag 6. Oktober 2003, 18:56
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von HeGe » Dienstag 23. Oktober 2018, 11:11

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 08:20
Der Bischof von Eichstätt kritisiert öffentlich seine Diözesan Verwaltung wegen Vertuschungen und Kumpaneien
https://www.sueddeutsche.de/bayern/eich ... -1.4180050
Dass Herr Drobinski hier wieder einen Konflikt "Konservative" gegen "Reformer" aufmachen will, gibt hier Gelegenheit zu zeigen, dass dieses Schubladendenken häufig falsch ist. Theologisch und liturgisch dürfte Bischof Hanke sicher zu den sog. konservativen Bischöfen im deutschen Episkopat gehören, während die im Artikel als "konservativ" bezeichneten Reformgegner sonst wohl eher typische Vertreter der deutschen Konzilsgeneration sein werden. Aber das nur am Rande.

Inhaltlich ist Bischof Hanke in jedem Fall dahingehend zuzustimmen, dass auch ein Ordinariat nicht ohne Mitarbeiter mit Sachverstand arbeiten kann und sollte. Priester haben das nicht von Hause aus, so dass man nun entweder die Wahl hat, die Priester in diese Richtung aus- oder fortzubilden oder sich Laien ins Haus zu holen, die die Aufgaben übernehmen. Gegen letzteres sprechen m.E. wenig Argumente. Eine Garantie für finanziell fehlerlose Geschäfte ist das aber nicht. Wenn ich alleine hier bei uns in der Umgebung mal die Finanzaffären auf kommunaler Ebene in den letzten Jahren betrachte, weiß ich nicht, ob man das zwingend als klerikales Problem sehen muss. Auch in Privatunternehmen oder auch Banken werden Fehlinvestitionen getätigt. Und, wenn ich da mal wieder den Vergleich zur öffentlichen Verwaltung ziehe, auch dort sind die Verwaltungschefs und Führungsbeamte, also diejenigen, die die Kontrolle ausüben sollen, häufig Personen ohne fachliche Ausbildung, sondern sind aus politischen Gründen in die Ämter gekommen. Aus Kostengründen wird dann auch noch darauf verzichtet, Wirtschaftsprüfer mit der Kontrolle der Verwaltung zu beauftragen, sondern das sollen ehrenamtliche Rechnungsprüfungsausschüsse nebenbei am Feierabend machen. Manchmal wundert man sich, dass nicht noch mehr schiefgeht...
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23278
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Niels » Dienstag 23. Oktober 2018, 11:31

Ein Problem ist wohl auch, wenn man die Letztverantwortung für einen bestehenden Apparat mit Mitarbeitern übernimmt, die man nicht selbst ausgesucht hat.
Surrexit Christus spes mea

Benutzeravatar
HeGe
Moderator
Beiträge: 14004
Registriert: Montag 6. Oktober 2003, 18:56
Wohnort: Erzbistum Köln

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von HeGe » Dienstag 23. Oktober 2018, 11:37

Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 11:31
Ein Problem ist wohl auch, wenn man die Letztverantwortung für einen bestehenden Apparat mit Mitarbeitern übernimmt, die man nicht selbst ausgesucht hat.
Klar, aber auch das ist ja in der Politik nicht anders. Da werden nach Wahlen auch maximal einige höhere Beamte ausgetauscht, was dann in der Regel auch noch auf Kritik stößt, da das viel Geld kostet. Der Bischof tauscht nach Amtsantritt meist den Generalvikar aus, aber stell dir mal vor, was los wäre, wenn der das gesamte Generalvikariat nach seiner Amtsübernahme feuern würde. Damit muss mal also im Zweifel erst einmal leben und da sehe ich auch wenig Möglichkeiten, hieran in der Praxis etwas zu ändern.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23278
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Niels » Dienstag 23. Oktober 2018, 11:44

Richtig. Leider.
Aber das weiß ich, bevor ich irgendein "Amt" annehme...
Surrexit Christus spes mea

Juergen
Beiträge: 23479
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43
Kontaktdaten:

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Dienstag 23. Oktober 2018, 14:00

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:16
Zur Zeit sind anscheinend alle innerkirchlichen Richtungen sauer hier eine prominente Stimme aus dem Bistum Essen
https://www.waz.de/staedte/essen/essene ... 08537.html
Daraus:
Tritt Björn Enno Hermans aber nun tatsächlich aus? Das nun doch nicht…
Logisch, daß er nicht austritt.
„Unter 'm Krumstab ist gut leben!“ – Das wußte schon unser Omma.

Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23278
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Niels » Dienstag 23. Oktober 2018, 15:25

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 14:00
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:16
Zur Zeit sind anscheinend alle innerkirchlichen Richtungen sauer hier eine prominente Stimme aus dem Bistum Essen
https://www.waz.de/staedte/essen/essene ... 08537.html
Daraus:
Tritt Björn Enno Hermans aber nun tatsächlich aus? Das nun doch nicht…
Logisch, daß er nicht austritt.
„Unter 'm Krumstab ist gut leben!“ – Das wußte schon unser Omma.

Eben.

"Prominent" halte ich für leicht übertrieben.
Surrexit Christus spes mea

Siard
Beiträge: 5405
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Siard » Dienstag 23. Oktober 2018, 16:10

HeGe hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 11:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 08:20
Der Bischof von Eichstätt kritisiert öffentlich seine Diözesan Verwaltung wegen Vertuschungen und Kumpaneien
https://www.sueddeutsche.de/bayern/eich ... -1.4180050
Dass Herr Drobinski hier wieder einen Konflikt "Konservative" gegen "Reformer" aufmachen will, gibt hier Gelegenheit zu zeigen, dass dieses Schubladendenken häufig falsch ist. Theologisch und liturgisch dürfte Bischof Hanke sicher zu den sog. konservativen Bischöfen im deutschen Episkopat gehören, während die im Artikel als "konservativ" bezeichneten Reformgegner sonst wohl eher typische Vertreter der deutschen Konzilsgeneration sein werden. Aber das nur am Rande.

Inhaltlich ist Bischof Hanke in jedem Fall dahingehend zuzustimmen, dass auch ein Ordinariat nicht ohne Mitarbeiter mit Sachverstand arbeiten kann und sollte. Priester haben das nicht von Hause aus, so dass man nun entweder die Wahl hat, die Priester in diese Richtung aus- oder fortzubilden oder sich Laien ins Haus zu holen, die die Aufgaben übernehmen. Gegen letzteres sprechen m.E. wenig Argumente. Eine Garantie für finanziell fehlerlose Geschäfte ist das aber nicht. Wenn ich alleine hier bei uns in der Umgebung mal die Finanzaffären auf kommunaler Ebene in den letzten Jahren betrachte, weiß ich nicht, ob man das zwingend als klerikales Problem sehen muss. Auch in Privatunternehmen oder auch Banken werden Fehlinvestitionen getätigt. Und, wenn ich da mal wieder den Vergleich zur öffentlichen Verwaltung ziehe, auch dort sind die Verwaltungschefs und Führungsbeamte, also diejenigen, die die Kontrolle ausüben sollen, häufig Personen ohne fachliche Ausbildung, sondern sind aus politischen Gründen in die Ämter gekommen. Aus Kostengründen wird dann auch noch darauf verzichtet, Wirtschaftsprüfer mit der Kontrolle der Verwaltung zu beauftragen, sondern das sollen ehrenamtliche Rechnungsprüfungsausschüsse nebenbei am Feierabend machen. Manchmal wundert man sich, dass nicht noch mehr schiefgeht...
Ich frage mich immer, wie das Generalvikariat einer bestimmten dt. Diözese vor dem Konzil mit einer einstelligen Zahl von Mitarbeitern und Räumen auskommen konnte.
Was hat sich Entscheidendes geändert, daß man heute ein Vielfaches davon braucht?

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 13979
Registriert: Samstag 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Oktober 2018, 16:14

Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 15:25
Juergen hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 14:00
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:16
Zur Zeit sind anscheinend alle innerkirchlichen Richtungen sauer hier eine prominente Stimme aus dem Bistum Essen
https://www.waz.de/staedte/essen/essene ... 08537.html
Daraus:
Tritt Björn Enno Hermans aber nun tatsächlich aus? Das nun doch nicht…
Logisch, daß er nicht austritt.
„Unter 'm Krumstab ist gut leben!“ – Das wußte schon unser Omma.

Eben.

"Prominent" halte ich für leicht übertrieben.
Nunja, Jesus als Supa-Dupa-Revolutionär is' nur auch nicht mehr das allerneueste Sujet! :ikb_sleep1:
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

Benutzeravatar
Lycobates
Beiträge: 1934
Registriert: Mittwoch 12. Juni 2013, 23:12

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Lycobates » Dienstag 23. Oktober 2018, 16:17

Siard hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 16:10
HeGe hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 11:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 08:20
Der Bischof von Eichstätt kritisiert öffentlich seine Diözesan Verwaltung wegen Vertuschungen und Kumpaneien
https://www.sueddeutsche.de/bayern/eich ... -1.4180050
Dass Herr Drobinski hier wieder einen Konflikt "Konservative" gegen "Reformer" aufmachen will, gibt hier Gelegenheit zu zeigen, dass dieses Schubladendenken häufig falsch ist. Theologisch und liturgisch dürfte Bischof Hanke sicher zu den sog. konservativen Bischöfen im deutschen Episkopat gehören, während die im Artikel als "konservativ" bezeichneten Reformgegner sonst wohl eher typische Vertreter der deutschen Konzilsgeneration sein werden. Aber das nur am Rande.

Inhaltlich ist Bischof Hanke in jedem Fall dahingehend zuzustimmen, dass auch ein Ordinariat nicht ohne Mitarbeiter mit Sachverstand arbeiten kann und sollte. Priester haben das nicht von Hause aus, so dass man nun entweder die Wahl hat, die Priester in diese Richtung aus- oder fortzubilden oder sich Laien ins Haus zu holen, die die Aufgaben übernehmen. Gegen letzteres sprechen m.E. wenig Argumente. Eine Garantie für finanziell fehlerlose Geschäfte ist das aber nicht. Wenn ich alleine hier bei uns in der Umgebung mal die Finanzaffären auf kommunaler Ebene in den letzten Jahren betrachte, weiß ich nicht, ob man das zwingend als klerikales Problem sehen muss. Auch in Privatunternehmen oder auch Banken werden Fehlinvestitionen getätigt. Und, wenn ich da mal wieder den Vergleich zur öffentlichen Verwaltung ziehe, auch dort sind die Verwaltungschefs und Führungsbeamte, also diejenigen, die die Kontrolle ausüben sollen, häufig Personen ohne fachliche Ausbildung, sondern sind aus politischen Gründen in die Ämter gekommen. Aus Kostengründen wird dann auch noch darauf verzichtet, Wirtschaftsprüfer mit der Kontrolle der Verwaltung zu beauftragen, sondern das sollen ehrenamtliche Rechnungsprüfungsausschüsse nebenbei am Feierabend machen. Manchmal wundert man sich, dass nicht noch mehr schiefgeht...
Ich frage mich immer, wie das Generalvikariat einer bestimmten dt. Diözese vor dem Konzil mit einer einstelligen Zahl von Mitarbeitern und Räumen auskommen konnte.
Was hat sich Entscheidendes geändert, daß man heute ein Vielfaches davon braucht?
Der Schwafelindex ist stark gestiegen.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

Benutzeravatar
Protasius
Moderator
Beiträge: 5798
Registriert: Samstag 19. Juni 2010, 19:13

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Protasius » Dienstag 23. Oktober 2018, 17:04

Siard hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 16:10
HeGe hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 11:11
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 08:20
Der Bischof von Eichstätt kritisiert öffentlich seine Diözesan Verwaltung wegen Vertuschungen und Kumpaneien
https://www.sueddeutsche.de/bayern/eich ... -1.4180050
Dass Herr Drobinski hier wieder einen Konflikt "Konservative" gegen "Reformer" aufmachen will, gibt hier Gelegenheit zu zeigen, dass dieses Schubladendenken häufig falsch ist. Theologisch und liturgisch dürfte Bischof Hanke sicher zu den sog. konservativen Bischöfen im deutschen Episkopat gehören, während die im Artikel als "konservativ" bezeichneten Reformgegner sonst wohl eher typische Vertreter der deutschen Konzilsgeneration sein werden. Aber das nur am Rande.

Inhaltlich ist Bischof Hanke in jedem Fall dahingehend zuzustimmen, dass auch ein Ordinariat nicht ohne Mitarbeiter mit Sachverstand arbeiten kann und sollte. Priester haben das nicht von Hause aus, so dass man nun entweder die Wahl hat, die Priester in diese Richtung aus- oder fortzubilden oder sich Laien ins Haus zu holen, die die Aufgaben übernehmen. Gegen letzteres sprechen m.E. wenig Argumente. Eine Garantie für finanziell fehlerlose Geschäfte ist das aber nicht. Wenn ich alleine hier bei uns in der Umgebung mal die Finanzaffären auf kommunaler Ebene in den letzten Jahren betrachte, weiß ich nicht, ob man das zwingend als klerikales Problem sehen muss. Auch in Privatunternehmen oder auch Banken werden Fehlinvestitionen getätigt. Und, wenn ich da mal wieder den Vergleich zur öffentlichen Verwaltung ziehe, auch dort sind die Verwaltungschefs und Führungsbeamte, also diejenigen, die die Kontrolle ausüben sollen, häufig Personen ohne fachliche Ausbildung, sondern sind aus politischen Gründen in die Ämter gekommen. Aus Kostengründen wird dann auch noch darauf verzichtet, Wirtschaftsprüfer mit der Kontrolle der Verwaltung zu beauftragen, sondern das sollen ehrenamtliche Rechnungsprüfungsausschüsse nebenbei am Feierabend machen. Manchmal wundert man sich, dass nicht noch mehr schiefgeht...
Ich frage mich immer, wie das Generalvikariat einer bestimmten dt. Diözese vor dem Konzil mit einer einstelligen Zahl von Mitarbeitern und Räumen auskommen konnte.
Was hat sich Entscheidendes geändert, daß man heute ein Vielfaches davon braucht?
Ich weiß nicht, welche Diözese gar mit einstelligen Zahlen auskam, aber die Zahlen sind in der Tat gewaltig angestiegen. Bspw. in Aachen gab es bei der Gründung des Bistums 1930 ganze 17 hauptamtliche Mitarbeiter; 1970 hatte die Kurie unter dem alten Bischof Pohlschneider (1954–1974) 75 Mitarbeiter, und sieben Jahre später bereits 520 Mitarbeiter unter dem neuen Bischof Hemmerle (1975-1994). (Die Zahlen stammen aus Arnolds, Die schleichende Abkehr von Rom, Patrimonium-Verlag 2014. Aktuelle Zahlen unter Bischof Dieser habe ich auf die Schnelle nicht finden können; bei XING wird das Bistum in die Klasse von 200–500 Beschäftigten geführt; derzeit hat selbst das deutlich größere Erzbistum Münster gut 400 Beschäftige im Erzbischöflichen Generalvikariat.)
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

Juergen
Beiträge: 23479
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43
Kontaktdaten:

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Dienstag 23. Oktober 2018, 17:43

Siard hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 16:10
Ich frage mich immer, wie das Generalvikariat einer bestimmten dt. Diözese vor dem Konzil mit einer einstelligen Zahl von Mitarbeitern und Räumen auskommen konnte.
Was hat sich Entscheidendes geändert, daß man heute ein Vielfaches davon braucht?
Die Frage ist durchaus berechtigt, selbst dann wenn der Ausdruck „einstellige Zahlen“ nicht passt. So wenige waren es sicher nie.

In letzter Zeit stelle ich aber in der Tat fest, daß zusätzliche Stellen geschaffen werden/wurden.
z.B.:
Die Erzbischöfe hatte schon immer einen Sekretär.
Nun bekommt aber auch der Generalvikar einen persönlichen Referenten. Der Dompropst hat vor ein paar Jahren einen solchen Referenten bekommen.
Die Vorgänger sind jeweils ohne einen solchen ausgekommen.

Auch der Bistumsapparat wird durch neue geschaffene Abteilungen/Stabstellen/o.ä. weiter aufgebläht.

Naja… wenn's hilft. Geld genug ist dafür ja vorhanden.
Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Marcus, der mit dem C
Beiträge: 234
Registriert: Sonntag 26. April 2015, 15:02
Wohnort: Sanctae Romanae Ecclesiae Specialis Vera Filia

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Marcus, der mit dem C » Dienstag 23. Oktober 2018, 18:16

Eine gewisse Steigerung finde ich durchaus positiv, ich meine im Bereich Personalabrechnung und Finanzbuchhaltung/Rendantur. Sicher gab es früher gute Leute, die in den Pfarreien das für Gottes Lohn gemacht haben, aber es barg auch eine große Gefahr, daß manches nicht den gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen gemäß gehandhabt wurde, wenn der lokal Verantwortliche den Sinn der Vorschrift nicht einsehen wollte. Hier gibt es sogar meines Erachtens noch Nachholbedarf was den Bereich Controlling/Revision betrifft. (Möglicherweise gewollt)

Was meines Erachtens unnötigerweise aufgebläht wurde ist der Bereich der theologische Arbeitspapiere produziert, siehe hier auch die Mitarbeiter der Dt. Bischofskonferenz, die Papiere mit dem Logo der Bischofskonferenz herausgeben, wo die wenigen glaubenstreuen Bischöfe sich verwundert die Augen reiben, was ohne vorherige Absprache und Genehmigung in ihrem Namen für ein Schmarrn veröffentlicht wird.
"Das katholische Modell ist ja seit 2000 Jahren am Scheitern und daher dringend ablösungsbedürftig"

Juergen
Beiträge: 23479
Registriert: Mittwoch 1. Oktober 2003, 21:43
Kontaktdaten:

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Dienstag 23. Oktober 2018, 18:21

Marcus, der mit dem C hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 18:16
Eine gewisse Steigerung finde ich durchaus positiv, ich meine im Bereich Personalabrechnung und Finanzbuchhaltung/Rendantur. Sicher gab es früher gute Leute, die in den Pfarreien das für Gottes Lohn gemacht haben, aber es barg auch eine große Gefahr, daß manches nicht den gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen gemäß gehandhabt wurde, wenn der lokal Verantwortliche den Sinn der Vorschrift nicht einsehen wollte. Hier gibt es sogar meines Erachtens noch Nachholbedarf was den Bereich Controlling/Revision betrifft. (Möglicherweise gewollt)
In dem Bereich sehe ich derzeit eher eine Personaleinsparung. Früher gab es in jeder Pfarrei einen (ehrenamtlichen) Rendanten. Inzwischen wurden vielerorts die Pfarreien zusammengelegt und die Buchhaltung wird zentral (von wenigen Mitarbeitern) im Gemeindeverband erledigt.
Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Siard
Beiträge: 5405
Registriert: Dienstag 25. August 2009, 22:31
Wohnort: Die Allzeit Getreue

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Siard » Dienstag 23. Oktober 2018, 20:00

Juergen hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 17:43
Die Frage ist durchaus berechtigt, selbst dann wenn der Ausdruck „einstellige Zahlen“ nicht passt. So wenige waren es sicher nie.
Nun ja, der Bischof, der es mir erzählt hat war schon älter. R.I.P.

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 23278
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Niels » Dienstag 23. Oktober 2018, 20:13

D.?
Surrexit Christus spes mea

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema