Papst Franz I. - 3. Akt

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CIC_Fan
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 10. Juni 2014, 18:28

gott bewahre

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Gallus
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Gallus » Dienstag 10. Juni 2014, 18:31

Nachtwächter hat geschrieben:Gänswein? Die Heidi Klum des Vatikans?
Und wer sind Sie? Der Fips Asmussen des Kreuzgangs?

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Exilfranke
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Exilfranke » Dienstag 10. Juni 2014, 18:32

Nachtwächter hat geschrieben:Gänswein? Die Heidi Klum des Vatikans? Was habt ihr alle immer mit Gänswein? Bloß weil er konservativ ist? Qualifiziert ihn das zu irgend etwas?
Konservativ im Vergleich zu wem?
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

CIC_Fan
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 10. Juni 2014, 18:36

Exilfranke hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:
Exilfranke hat geschrieben:Ich würde fast vermuten, dass wir dieses Jahrhundert nochmal einen deutschen Papst sehen werden.
Und wer sollte das sein, Deiner Meinung nach? :hmm:
Bin mir ziemlich sicher, dass Gänswein nach dem Ableben Benedikts (ad multos annos) das Kardinalsrot bekommt und dann in absehbarer Zeit auch als papbile gelten könnte.
das ist auszuschließen jeder der bisher Präfekt des päpstlichen Hauses bleibt das sehr lange bekommt dann das Kardinalat kurz vor dem Ruhestand warum sollte daß bei Gänswein anders sein

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Zarahfication
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Zarahfication » Dienstag 10. Juni 2014, 18:50

Exilfranke hat geschrieben:
Ecce Homo hat geschrieben:
Exilfranke hat geschrieben:Ich würde fast vermuten, dass wir dieses Jahrhundert nochmal einen deutschen Papst sehen werden.
Und wer sollte das sein, Deiner Meinung nach? :hmm:
Bin mir ziemlich sicher, dass Gänswein nach dem Ableben Benedikts (ad multos annos) das Kardinalsrot bekommt und dann in absehbarer Zeit auch als papbile gelten könnte.
Bitte beim Glauben keine Deutschtümelei wir sind hier nicht bei der Volksmusik. Die katholische Kirche hatte fast 2000 Jahre durchweg keine deutschen Päpste UND KEINE DER Kirchenväter war deutsch. Der heilige Apostel Petrus war soweit ich weiß auch kein Deutscher. Am deutschen Wesen wird die Kirche ganz bestimmt nicht genesen [Punkt] Deutsche Theologen habe die Katholische Kirche schon immer protestantieren wollen und das Zweite Vatikanische Konzil ist auch sehr von den deutschen Kardinälen und Theologen beeinflusst worden

Nur weil Papst Franziskus zufälligerweise Argentinier und Papst Benedikt Deutscher ist, kann man jetzt nicht Rechtgläubigkeit, Traditionalismus an der Nationalität festmachen.

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Athanasius0570
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Athanasius0570 » Dienstag 10. Juni 2014, 18:53

Zarahfication hat geschrieben:Die katholische Kirche hatte fast 2000 Jahre durchweg keine deutschen Päpste
Was meinst du denn damit? Das Benedikt XVI. der erste gewesen wäre??
In una fide nil officit ecclesiae consuetudo diversa. Gregorius Magnus Papa.

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Pit
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 18:55

Und weil man es nicht an der Nationalität festmachen kann,wer Papst wird oder werden soll,habe ich diesbezüglich eine klare Meinung:
Überlassen wir diese Entscheidung dem Heiligen Geist und dem Konklave--und zwar in dieser Reihenfolge.
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 18:57

Athanasius0570 hat geschrieben:
Zarahfication hat geschrieben:Die katholische Kirche hatte fast 2000 Jahre durchweg keine deutschen Päpste
Was meinst du denn damit? Das Benedikt XVI. der erste gewesen wäre??
Dann müsste - um die Frage beantworten zu können - erstmal geklärt werden,wer denn Deutscher ist oder anders gefragt:
Seitt wann gibt es Deutsche?
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Nachtwächter » Dienstag 10. Juni 2014, 19:01

Exilfranke hat geschrieben:
Nachtwächter hat geschrieben:Gänswein? Die Heidi Klum des Vatikans? Was habt ihr alle immer mit Gänswein? Bloß weil er konservativ ist? Qualifiziert ihn das zu irgend etwas?
Konservativ im Vergleich zu wem?
Weiß ich nicht. Es ging doch darum: du willst Gänswein als Papst ( :freude: ) sehen, ich halte ihn für eine absolute Niete.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 19:02

[quote="Nachtwächter"
..., ich halte ihn für eine absolute Niete.[/quote]

Du hälst ihn für eine absolute Niete in Bezug auf was?
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koukol
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von koukol » Dienstag 10. Juni 2014, 19:03

Nachtwächter hat geschrieben: ... ich halte ihn für eine absolute Niete.
Was ist denn bitteschön vom derzeitigen Papst zu halten?

Ich meine ja nur, wenn Sie schon mit derartigen Ausdrücken wie "absolute Niete" umsichwerfen.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Athanasius0570 » Dienstag 10. Juni 2014, 19:08

Pit hat geschrieben:
Athanasius0570 hat geschrieben:
Zarahfication hat geschrieben:Die katholische Kirche hatte fast 2000 Jahre durchweg keine deutschen Päpste
Was meinst du denn damit? Das Benedikt XVI. der erste gewesen wäre??
Dann müsste - um die Frage beantworten zu können - erstmal geklärt werden,wer denn Deutscher ist oder anders gefragt:
Seitt wann gibt es Deutsche?
Da gebe ich dir ganz recht.
In una fide nil officit ecclesiae consuetudo diversa. Gregorius Magnus Papa.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 19:12

Athanasius,wir sind heute schnell dabei in mehr oder weniger nationalen Schemata zu denken,aber das ist recht neu.
Karl der Grosse hätte sich nie als Franzosen betrachtet,König Richard II- genannt Löwenherz - hätte verdutzt geguckt,wenn ihm jemand gesagt hätte,er sei König der Engländer usw.
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Nachtwächter » Dienstag 10. Juni 2014, 19:12

Pit hat geschrieben:[quote="Nachtwächter"
..., ich halte ihn für eine absolute Niete.
Du hälst ihn für eine absolute Niete in Bezug auf was?[/quote]
In intellektueller wie menschlicher Hinsicht gleichermaßen. Daß er mir unangenehm ist, mag noch mein Problem sein. Aber hör ihm doch mal zu! Alles, was er sagt, klingt auswendig gelernt. Ich habe noch nie etwas von ihm gehört, was ihn greifbar machen würde.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 19:16

Nachtwächter hat geschrieben: In intellektueller wie menschlicher Hinsicht gleichermaßen.
Aber hör ihm doch mal zu! Alles, was er sagt, klingt auswendig gelernt.
kurzgefasst:
Du hast den Eindruck er sei eine intellektuelle Niete.
Hm,das ist lediglich eine persönliche Vermutung,mehr nicht.
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Nachtwächter » Dienstag 10. Juni 2014, 19:18

Pit hat geschrieben:
Nachtwächter hat geschrieben: In intellektueller wie menschlicher Hinsicht gleichermaßen.
Aber hör ihm doch mal zu! Alles, was er sagt, klingt auswendig gelernt.
kurzgefasst:
Du hast den Eindruck er sei eine intellektuelle Niete.
Hm,das ist lediglich eine persönliche Vermutung,mehr nicht.
Genau. Hab ich was anderes behauptet?

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Pit
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 19:20

Nö,aber ich könnte keine (!) Aussage von ihm nennen,die für mich darauf hindeuten würde,dass er eine intelletuelle Niete ist.
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Zarahfication » Dienstag 10. Juni 2014, 19:36

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Bevor ich Hamed Abdel-Samad für seriös halte, probiere ich es doch mit radio vatikan.

Ja schön den Kopf in den Sand stecken. Jetzt das Spielchen- mit der falschen Übersetzung Missverständnis-und der Iman- meinte Y wenn er X sagte anfangen, damit die heile Welt -Luftblase bloß nicht zerplatzt.

Hamad Abdel- Samad ist Araber und Muttersprachler.Bevor ich den Papst und den Vatikan in Bezug auf den Islam für seriös halte probiere ich es lieber mit den Koran. Das Märchen des Papstes und des Vatikans vom im Kern friedlichen Islam will ich nicht schlucken.

Freilich ist es christlich mit jeden Frieden halten zu wollen, den Frieden zu erstreben und zu fördern aber nicht auf Kosten des Glaubens und nicht unter Irreführung von Gläubigen. Der Versuch des Papstes Frieden im Heiligen Land stiften zu wollen ehrt ihn jedoch. Auch als Kritiker sollten man Papst Franziskus nur das beste wünschen und keine Schadenfreude aufkommen lassen, wenn es ihm nicht gut geht.

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Gallus
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Gallus » Dienstag 10. Juni 2014, 19:38

Nachtwächter hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Du hälst ihn für eine absolute Niete in Bezug auf was?
In intellektueller wie menschlicher Hinsicht gleichermaßen.
Gehen Sie mal lieber die Nacht bewachen, die in Ihrem Schädel herrscht.

Didymus
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Didymus » Dienstag 10. Juni 2014, 19:39

Zarahfication hat geschrieben:
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:Bevor ich Hamed Abdel-Samad für seriös halte, probiere ich es doch mit radio vatikan.

Ja schön den Kopf in den Sand stecken. Jetzt das Spielchen- mit der falschen Übersetzung Missverständnis-und der Iman- meinte Y wenn er X sagte anfangen, damit die heile Welt -Luftblase bloß nicht zerplatzt.

Hamad Abdel- Samad ist Araber und Muttersprachler.Bevor ich den Papst und den Vatikan in Bezug auf den Islam für seriös halte probiere ich es lieber mit den Koran. Das Märchen des Papstes und des Vatikans vom im Kern friedlichen Islam will ich nicht schlucken.

Freilich ist es christlich mit jeden Frieden halten zu wollen, den Frieden zu erstreben und zu fördern aber nicht auf Kosten des Glaubens und nicht unter Irreführung von Gläubigen. Der Versuch des Papstes Frieden im Heiligen Land stiften zu wollen ehrt ihn jedoch. Auch als Kritiker sollten man Papst Franziskus nur das beste wünschen und keine Schadenfreude aufkommen lassen, wenn es ihm nicht gut geht.
:klatsch: :klatsch: :klatsch:

Danke für diese Worte. Kann mich jedem Satz anschließen.

(Wobei es wirklich schön wäre, eine authentische Übersetzung zu sehen.)

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von koukol » Dienstag 10. Juni 2014, 19:41

Warum legt der Vatikan nicht einfach den originalen arabischen Text vor, den der mohammedanische Religionsdiener da vorgetragen hat?

Aber nein, da fängt der Herr Hagenkord wieder mal seine Rumeierei an (siehe Blog von RV).

Stattdessen nur eine englischsprachige "Übersetzung". Eine gesunde Skepsis ist angebracht, man kennt ja Radio Vatikan.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Exilfranke » Dienstag 10. Juni 2014, 20:14

An den Vorwürfen scheint mehr dran zu sein, als von offizieller Seite eingeräumt:

http://www.kath.net/news/46328

:daumen-runter:
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von koukol » Dienstag 10. Juni 2014, 20:30

Bei aller Brisanz um dieses Thema "Koransure im Vatikan" kann ich mir folgende Anmerkung nicht verkneifen:

Der Herr Hesemann scheint irgendwie ein Universaltalent zu sein: UFOloge - "Kirchen"historiker - Islamkenner.

Eigentlich muß man bei Herrn Hesemann recht vorsichtig sein, angesichts des Spektrums, das er da in und um sich vereint.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 10. Juni 2014, 20:47

Als Orientalist ist er mir jedenfalls noch nicht aufgefallen.

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Exilfranke » Dienstag 10. Juni 2014, 20:56

Die UFO-Episode ist mir beim Hesemann auch immer sauer aufgestoßen. Hat er sich dazu einmal geäußert?
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 21:16

koukol hat geschrieben: Der Herr Hesemann scheint irgendwie ein Universaltalent zu sein: UFOloge - "Kirchen"historiker - Islamkenner.
Nun,ob Herr Hesemann Islamkenner ist kann ich nicht beurteilen,Ufologe ist er nicht und von den Büchern,die er damals zu dem Thema schrieb,hat er sich meines Wissens distanziert.
Was die Kirchengeschichte betrifft hat er einige sehr lesenswerte Bücher geschrieben.
Er ist übrigens Journalist und hat nie behauptet Historiker zu sein.
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Clemens
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Clemens » Dienstag 10. Juni 2014, 21:52

Pit hat geschrieben:Athanasius,wir sind heute schnell dabei in mehr oder weniger nationalen Schemata zu denken,aber das ist recht neu.
Karl der Grosse hätte sich nie als Franzosen betrachtet,König Richard II- genannt Löwenherz - hätte verdutzt geguckt,wenn ihm jemand gesagt hätte,er sei König der Engländer usw.
Aber Bruno v. Egisheim, Suitger v.Morsleben, Viktor v.Dollnstein und Poppo v.Brixen, um nur ein paar schnell aus dem Gedächtnis zu rufen, dürften sich wohl durchaus als Deutsche verstanden haben.

(Und Richard Löwenherz hielt sich bestimmt für den König von England. Von was denn sonst?
Aber Charlemagne war natürlich kein Franzose, sondern Franke!)

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Protasius » Dienstag 10. Juni 2014, 22:10

Clemens hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Athanasius,wir sind heute schnell dabei in mehr oder weniger nationalen Schemata zu denken,aber das ist recht neu.
Karl der Grosse hätte sich nie als Franzosen betrachtet,König Richard II- genannt Löwenherz - hätte verdutzt geguckt,wenn ihm jemand gesagt hätte,er sei König der Engländer usw.
Aber Bruno v. Egisheim, Suitger v.Morsleben, Viktor v.Dollnstein und Poppo v.Brixen, um nur ein paar schnell aus dem Gedächtnis zu rufen, dürften sich wohl durchaus als Deutsche verstanden haben.

(Und Richard Löwenherz hielt sich bestimmt für den König von England. Von was denn sonst?
Aber Charlemagne war natürlich kein Franzose, sondern Franke!)
Wobei diese Herren unter ihren Papstnamen Gregor V., Clemens II., Damasus II., hl. Leo IX., Viktor II. und Stephan IX. bekannter sein dürften als unter ihrem Geburtsnamen. Wenn man das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zum Maßstab nimmt, gibt es sogar noch einen weiteren deutschen Papst vor Benedikt XVI., den in Utrecht geborenen Hadrian VI., der der letzte Papst war, der seinen Geburtsnamen (Adriaan) als Papst beibehielt.

Es gab in den letzten 2000 Jahren Kirchengeschichte also mindestens acht deutsche Päpste (wenn man nicht den Ostgoten Bonifatius II. sogar noch dazu zählt).
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 22:12

Clemens hat geschrieben: (Und Richard Löwenherz hielt sich bestimmt für den König von England. Von was denn sonst?
Aber Charlemagne war natürlich kein Franzose, sondern Franke!)
Was Richard betrifft hast Du vollkommen Recht,ich meinte auch König Arthus,falls er lebte und dachte wohl - als ich tippte - an Richard.
Arthus war - wenn er denn überhaupt König war - König der Britannier,darauf beruht ja auch der Gag bei "Ritter der Kokosnuss".
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Pit » Dienstag 10. Juni 2014, 22:15

Protasius,es war nur das "Heilige Römische Reich"."Deutscher Nation" ist dazugedichtet worden als es das "Heilige Römische Reich" nicht mehr gab.
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von Didymus » Dienstag 10. Juni 2014, 22:31

Protasius hat geschrieben:
Clemens hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Athanasius,wir sind heute schnell dabei in mehr oder weniger nationalen Schemata zu denken,aber das ist recht neu.
Karl der Grosse hätte sich nie als Franzosen betrachtet,König Richard II- genannt Löwenherz - hätte verdutzt geguckt,wenn ihm jemand gesagt hätte,er sei König der Engländer usw.
Aber Bruno v. Egisheim, Suitger v.Morsleben, Viktor v.Dollnstein und Poppo v.Brixen, um nur ein paar schnell aus dem Gedächtnis zu rufen, dürften sich wohl durchaus als Deutsche verstanden haben.

(Und Richard Löwenherz hielt sich bestimmt für den König von England. Von was denn sonst?
Aber Charlemagne war natürlich kein Franzose, sondern Franke!)
Wobei diese Herren unter ihren Papstnamen Gregor V., Clemens II., Damasus II., hl. Leo IX., Viktor II. und Stephan IX. bekannter sein dürften als unter ihrem Geburtsnamen. Wenn man das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zum Maßstab nimmt, gibt es sogar noch einen weiteren deutschen Papst vor Benedikt XVI., den in Utrecht geborenen Hadrian VI., der der letzte Papst war, der seinen Geburtsnamen (Adriaan) als Papst beibehielt.

Es gab in den letzten 2000 Jahren Kirchengeschichte also mindestens acht deutsche Päpste (wenn man nicht den Ostgoten Bonifatius II. sogar noch dazu zählt).
Und mit Ausnahme des letzten deutschen Papstes sahen die Römer sie alle als ausländische Eindringlinge und Barbaren aus dem Norden. Beliebt waren die Fremden in ihrer Bischofsstadt nicht.

PigRace
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Re: Papst Franz I. - 3. Akt

Beitrag von PigRace » Mittwoch 11. Juni 2014, 08:57

Hi taddeo,

darf ich Dir Fragen zu zwei Stellen Deines Beitrags stellen?
taddeo hat geschrieben:
Sarandanon hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Laß Allah weg, den würde ich da keinesfalls mit einrechnen,
Ich möchte jetzt nicht Gefahr laufen, dass wir total OT gehen. Aber warum meinst Du, dass (muslimische) Allah nicht identisch mit der Person unseres Vaters ist? Und ist das dann die offizielle Meinung aus rk Sicht?
(Ich hatte da schrifltiche Äußerungen des 2VK anders verstanden)
Ich bin kein Experte für die Religionsgeschichte des Islam und des Orients, das vorweg.
Aber soweit mir bekannt ist, handelt es sich bei jenem "Allah", den Mohammed bzw. der Islam als den "einzigen Gott" "gekapert" hatten, keineswegs um jenen Gott der Juden und Jesu Christi, den auch wir Christen als Vater anrufen, um den Gott des Alten Testaments - sondern um eine in Medina (?, das weiß ich nicht mehr genau) verehrte arabische Stammesgottheit, die genau ins Schema von Mohammeds "Offenbarungen" paßte. Er nahm also, was er schon vorfand und was schon verehrt wurde, und strickte darum herum seine Lehre.
Daß das II. Vaticanum das anders darstellt, ist mir bekannt (wie auch nicht). Aber genau dieser Text des Konzils ist erstens "nur" eine Erklärung, also von vornherein kein als dogmatisch verbindlich aufzufassender Text, und zweitens hat selbst ein Konzil keinerlei Kompetenz, sich zu außerkirchlichen Fragen wie der Gottesvorstellung fremder Religionen irgendwie autoritativ zu äußern. Wenn die Religionswissenschaft nachweisen kann, daß der Islam selbst seinen Gott NICHT in Kontinuität mit Jahwe verstanden hat bzw. versteht, dann muß das auch die Kirche zur Kenntnis nehmen, und dann kann selbst ein Konzil einem Irrtum aufsitzen in seiner Einschätzung einer nichtkirchlichen Angelegenheit.
In verschiedenen Schattierungen heißt es immer mal wieder (z.B. Müller an die Adresse der Puisbrüder) , daß man kein Katholik sein könne, wenn man nicht das V2 vorbehaltlos anerkennt.

Auch Du hast am 20.05.14 geschrieben: "'Das II. Vatikanische Konzil' sind zunächst nur dessen offizielle Texte. Die sind uneingeschränkt Äußerungen des höchsten Lehramtes."

Und nun Deine obige "Kritik"(?) an den Texten selbst des V2 (nicht deren Umsetzung wohlgemerkt - die ist, wie Du mir erläutert hast, ein Kapitel für sich).

Wie weißt Du für Dich, ob Du zu einer solchen Kritik an den Texten selbst berechtigt bist?
Und wenn Du diese Stellen kritisierst, dürftest Du dann alle Texte des V2 kritisieren? Oder nur Dekrete und Erklärungen, aber keine Konstitutionen?

taddeo hat geschrieben:Zudem muß man in diesem konkreten Fall schon sehr genau auch den authentischen Text von "Nostra aetate" berücksichtigen. Im Deutschen heißt die fragliche Stelle, nach Rahner/Vorgrimlers Konzilskompendium und ebenso auf der Vatikan-Homepage:
... die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten ..., den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat.
Dabei beruft sich das Konzil u. a. auf einen Brief von Papst Gregor VII. (1073-1085). Aber nur, weil der Islam einen einzigen Gott anbetet, der Himmel und Erde geschaffen hat, der sich den Menschen offenbart hat, und weil man sich auf Abraham beruft, das alles macht noch keine Identität zwischen diesem Allah und Jahwe aus - das sind religionsgeschichtlich Versatzstücke, die auch anders zu erklären sind, auch wenn aus christlicher Sicht eine entsprechende Deutung recht verlockend ist, schon aus politischem Interesse. - Das lateinische Original des Konzilstextes hingegen ist weniger interpretativ:
... Muslimos .. qui unicum Deum adorant, ...
Das kann man im Deutschen mit oder ohne bestimmten Artikel wiedergeben, also "die einen einzigen Gott anbeten" oder "die den einzigen Gott ...". Letztlich sagt dieser Satz nur das eine konkret aus, daß die Kirche mit Hochachtung auf die Moslems blickt, weil sie Monotheisten sind - nicht mehr und nicht weniger. Daß die Konzilsväter, einer etwas dürftigen kirchlichen Tradition folgend, diesen Allah dann gleich noch mit dem Gott Jesu Christi gleichsetzen, ist wohl mehr dem damaligen Zeitgeist geschuldet als wirklicher religionswissenschaftlicher Reflexion.
Wie können wir "Normalos" wissen, welche Übersetzung ins deutsche (die offizielle oder die mögliche) richtig ist? Denn wenn die lateinische Version die "richtigste" aller Ausgaben ist, dann müßte man wissen, wie es der lateinische Leser verstehen soll. Oder soll der Leser des lateinischen Textes über einen Cross-Check in der deutschen Übersetzung zu seiner finalen Schlußfolgerung kommen wie die Stellen im lateinischen genau "gemeint" waren?

Ganz herzlichen Dank für eine Antwort! :)

PigRace

Edit: Ein Gänsefüßchen vergessen, um taddeos Zitat abzuschließen...
Zuletzt geändert von PigRace am Mittwoch 11. Juni 2014, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.

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