Mißbrauchsanschuldigungen II

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CIC_Fan
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 17. November 2018, 14:47


Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 17. November 2018, 21:54

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 17. November 2018, 14:47
Zur Info
https://www.kathpress.at/goto/meldung/1 ... ve-oeffnen
Das die Reichweite des Herrn Ackermann an seinen engen Bistumsgrenzen endet wird doch seit 8 Jahren ständig bewiesen. Insoweit würde ich da nichts erwarten. Der gute Mann tut in der Presse immer so, als habe er Befugnisse oder Kompetenzen die für seine Kollegen irgendwie bindend seien.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 18. November 2018, 09:26

es bräuchte schlicht eine mit höchster päpstlicher Autorität ausgesprochene verbindlich ausgesprochene Regelung

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Amigo
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Amigo » Montag 19. November 2018, 12:46

Zwar darf man das Mißbrauchsproblem in der katholischen Kirche weder kleinreden noch beschönigen, aber es ist interessant und zumindest für mich auch irgendwie erleichternd, mal wieder Fakten dazu zu lesen, dass das Problem nicht spezifisch "katholisch" (also auch nicht dem Zölibat etc. geschuldet) und auch nicht spezifisch "klerikal" oder überhaupt "religiös" zu verorten ist, sonder (leider?) universell. Ich hab dazu ja auch schon einiges an Zahlenmaterial hier gepostet, aber manchmal ist ein Text hilfreicher als Zahlen...

https://www.catholic.com/magazine/onlin ... ic-problem

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Niels
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Niels » Montag 19. November 2018, 13:32

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 18. November 2018, 09:26
es bräuchte schlicht eine mit höchster päpstlicher Autorität ausgesprochene verbindlich ausgesprochene Regelung
Was ist "höchste päpstliche Autorität"? Warum sollte diese auch noch "verbindlich" sein"? Das ist dann irgendwie Pleonasmus.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Montag 19. November 2018, 13:39

Amigo hat geschrieben:
Montag 19. November 2018, 12:46
Ich hab dazu ja auch schon einiges an Zahlenmaterial hier gepostet
danke, Amigo.

wie hoch könnte, nach dem von Dir geposteten Zahlenmaterial, der Anteil der tief homosexuell empfindenden Priesteramtskandidaten in Deutschland sein, derzeit?

--

persönliche Anmerkung:

zwei meiner damaligen Mitseminaristen sind an AIDS gestorben. Auch deshalb interessiert mich die Sache.

so.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Amigo » Montag 19. November 2018, 15:36

Petrus hat geschrieben:
Montag 19. November 2018, 13:39
wie hoch könnte, nach dem von Dir geposteten Zahlenmaterial, der Anteil der tief homosexuell empfindenden Priesteramtskandidaten in Deutschland sein, derzeit?
Ich habe bislang nur Daten von Mißbrauchsfällen gesichtet und ausgewertet; diese Frage hier geht in eine ganz andere Richtung. (Noch dazu war der Großteil des verfügbaren Datenmaterials aus den USA, in Deutschland geht die Untersuchungsmaschine ja erst richtig los...)

Unabhängig davon habe ich etwas in die von dir angesprochene Richtung recherchiert. Einschlägige Quellen (zB J. Wolf, "Gay Priests", D. Cozzens "The Changing Face of the Priesthood") sind zwar nicht spezifisch für Deutschland, aber wenn man davon ausgeht, dass die Priesterseminare in den "reichen Ländern westlicher Prägung" (also USA und große Teile Europas) diesbezüglich vergleichbar sind, dann sind wohl um die 40-50% der Seminaristen homosexuell orientiert. Die Schätzungen (abzüglich Ausreißern in beide Richtungen) dazu variieren generell zwischen 15-60%, also extrem breit, fast schon aussagelos; allerdings halte ich die Schätzungen von persönlich Betroffenen (also homosexuell empfindenden Seminaristen und Priestern) für zuverlässiger, und die liegen eher im oberen Bereich (40-50%). Einzelne meinen sogar, dass das in jüngeren Jahrgängen noch zugenommen hat und in Richtung 70% geht. Jedenfalls sind homosexuell empfindende Männer im Priesterseminar um ca. den Faktor 10 häufiger anzutreffen als in der allgemeinen Bevölkerung.

Zwar wäre hier zu ergänzen, dass nicht notwendigerweise alle auch sexuell aktiv sind - dazu gibts mW keine Zahlen. Sehr wohl aber gibt es brauchbare Abschätzungen, denen zufolge nur ca. die Hälfte der Priester (nicht Seminaristen) den Zölibat strikt einhalten. Das sind dann zwar heterosexuelle ebenso wie homosexuelle (und was es sonst noch so gibt), aber wenn man diese jeweils recht vagen Zahlen in Beziehung setzt, ergibt sich durchaus ein plausibles Bild: Etwa die Hälfte der Seminaristen ist homosexuell empfindend, und die etwa die Hälfte jener davon, die dann zu Priestern geweiht werden, leben nicht enthaltsam.

Das ist wie gesagt nur eine grobe Abschätzung aus verfügbaren Zahlen.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Montag 19. November 2018, 16:04

jou.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Mittwoch 21. November 2018, 14:10

Madita hat geschrieben:
Mittwoch 7. November 2018, 19:39
Missbrauchsfall von Oberharmersbach (Diözese Freiburg)

Pfarrer Bonaventura Gerner, derzeitiger Pfarrer u.a. von Oberharmersbach hat m.M. nach zu Recht gefordert, dass der ehemalige Erzbischof von Freiburg, Zollitsch, seinen Ruhestand quasi in "stabilitas locis" verbringen möge. In der FAZ hat Zollitsch zwar 2010 sein "mea culpa" gesprochen, aber wie es halt auch in der Beichte so ist: eine entsprechende Bußauflage wäre "nett" (immerhin 60 Missbrauchopfer, die auf das Konto von einem einzigen Priester gehen). Für den amtierenden Erzbischof Burger "null-problemo" (Zitat: "Alf" - US-Sitcom in meiner Jugendzeit) und "aus-schluss-basta" mit der Herumdiskutiererei bzgl. Reise- und Vortragslust eines alten em. Erzbischofs.
www.faz.net/aktuell/politik/inland/miss ... 10871.html
kath.net hat geschrieben: Zollitsch: Das Ausmaß der Taten sei ihm erst später bewusst geworden

Die Kirche sei seinerzeit nicht in der Lage gewesen , die Missbrauchstaten als „Verbrechen“ zu benennen. [...]
Klar, "die Kirche" ist natürlich schuld, dass Bischof Zollitsch keine Maßnahmen ergreifen konnte. :roll:
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Mittwoch 21. November 2018, 14:12

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 21. November 2018, 15:17

Gut die Klage gegen den Vatikan wird wirkungslos bleiben aber die Bischofskonferenz das kann sehr interessant werden

Siard
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Siard » Mittwoch 21. November 2018, 17:36

CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 15:17
Gut die Klage gegen den Vatikan wird wirkungslos bleiben aber die Bischofskonferenz das kann sehr interessant werden
Da könntest Du falsch liegen, da Franz direkt in die Maßnahmen der Bischofskonferenz eingegriffen hat. Dies hat die Argumentation, daß die römische Kirche kein Weltkonzern mit Zentrale in Rom ist, hinweggefegt.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 22. November 2018, 08:12

das wäre ja bestens

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 22. November 2018, 17:30

Interview von Maike Hickson/LifeSiteNews

Kardinal Müller über die Missbrauchskrise und ihre Verbindung zur Homosexualität unter Priestern

Daraus:
Es ist Teil der Krise, dass man die wahren Ursachen nicht sehen will und durch Propagandaphrasen der Homo-Lobby vertuscht. Unzucht mit Jugendlichen und Erwachsenen ist eine Todsünde, die keine Macht der Welt für moralisch neutral erklären kann.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Siard » Donnerstag 22. November 2018, 19:59

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:30
Interview von Maike Hickson/LifeSiteNews

Kardinal Müller über die Missbrauchskrise und ihre Verbindung zur Homosexualität unter Priestern

Daraus:
Es ist Teil der Krise, dass man die wahren Ursachen nicht sehen will und durch Propagandaphrasen der Homo-Lobby vertuscht. Unzucht mit Jugendlichen und Erwachsenen ist eine Todsünde, die keine Macht der Welt für moralisch neutral erklären kann.
Unzucht ist es auch, wenn es Heteros tun.
Für mich ist diese Argumentation auch Vertuschung.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Protasius » Donnerstag 22. November 2018, 20:36

Siard hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 19:59
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:30
Interview von Maike Hickson/LifeSiteNews

Kardinal Müller über die Missbrauchskrise und ihre Verbindung zur Homosexualität unter Priestern

Daraus:
Es ist Teil der Krise, dass man die wahren Ursachen nicht sehen will und durch Propagandaphrasen der Homo-Lobby vertuscht. Unzucht mit Jugendlichen und Erwachsenen ist eine Todsünde, die keine Macht der Welt für moralisch neutral erklären kann.
Unzucht ist es auch, wenn es Heteros tun.
Für mich ist diese Argumentation auch Vertuschung.
Wenn man das ganze Interview liest, stellt man fest, daß er heterosexuelle Unzucht ebenfalls mehrfach und eindeutig benennt und klar sagt, daß die Sexualität ihren Platz in der Ehe hat, jede sexuelle Verbindung außerhalb der Ehe Unzucht ist, und daß dies insbesondere auch im Falle der widernatürlichen Unzucht gilt. Von Vertuschung kann also keine Rede sein.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Siard » Donnerstag 22. November 2018, 23:17

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 20:36
Siard hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 19:59
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:30
Interview von Maike Hickson/LifeSiteNews

Kardinal Müller über die Missbrauchskrise und ihre Verbindung zur Homosexualität unter Priestern

Daraus:
Es ist Teil der Krise, dass man die wahren Ursachen nicht sehen will und durch Propagandaphrasen der Homo-Lobby vertuscht. Unzucht mit Jugendlichen und Erwachsenen ist eine Todsünde, die keine Macht der Welt für moralisch neutral erklären kann.
Unzucht ist es auch, wenn es Heteros tun.
Für mich ist diese Argumentation auch Vertuschung.
Wenn man das ganze Interview liest, stellt man fest, daß er heterosexuelle Unzucht ebenfalls mehrfach und eindeutig benennt und klar sagt, daß die Sexualität ihren Platz in der Ehe hat, jede sexuelle Verbindung außerhalb der Ehe Unzucht ist, und daß dies insbesondere auch im Falle der widernatürlichen Unzucht gilt. Von Vertuschung kann also keine Rede sein.
Dann ist die Überschrift jedenfalls Propaganda. :angewidert:
Ich will es nicht mehr lesen, zuviel ekelhaftes ist mir unter solchen Überschriften schon begegnet.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Freitag 23. November 2018, 15:59

kath.net hat geschrieben: Frankreich: Bewährungsstrafe wegen Vertuschung für Ruhestands-Bischof

Diözesanpriester zu Gefängnis verurteilt, er hatte drei männliche Jugendliche unsittlich berührt – Bewährungsstrafe für emeritierten Bischof von Orléans, der auf den Brief eines Opfers nicht reagiert hatte [...]
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Freitag 23. November 2018, 16:05

Presseamt des Hl. Stuhls hat geschrieben: The Holy Father has designated as members of the organizing committee for the meeting on the protection of minors in the Church, to be held in the Vatican from 21 to 24 February 2019: Cardinal Blase J. Cupich, Archbishop of Chicago (USA); Cardinal Oswald Gracias, Archbishop of Bombay (India) and President of the Bishops’ Conference of India; the Most Reverend Charles Scicluna, Archbishop of Malta and Adjunct Secretary of the Congregation for the Doctrine of the Faith; and the Reverend Hans Zollner, S.J., President of the Centre for the Protection of Minors at the Pontifical Gregorian University and a member of the Pontifical Commission for the Protection of Minors, whom he has named contact person for the committee.

Taking part in the meeting, at which His Holiness will be present, will be the Heads of the Oriental Catholic Churches; the Superiors of the Secretariat of State; the Prefects of the Congregations for the Doctrine of the Faith, for the Oriental Churches, for Bishops, for the Evangelization of Peoples, for the Clergy, for Institutes of Consecrated Life and for Societies of Apostolic Life, and of the Dicastery for Laity, the Family and Life; the Presidents of the Episcopal Conferences; and representatives of the Union of Superiors General and of the International Union of Superiors General.

Involved in the preparatory work for the meeting will be, among others, Dr Gabriella Gambino, Undersecretary for the Section for Life, and Dr Linda Ghisoni, Undersecretary for the Section for the Lay Faithful, of the Dicastery for the Laity, Family and Life; the Pontifical Commission for the Protection of Minors and some victims of abuse by members of the clergy.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 24. November 2018, 11:34

Man darf gespannt sein was da rauskommt

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Montag 26. November 2018, 14:18

kath.net hat geschrieben: Vatikan hebt Suspendierung eines Priesters auf

„Basler Zeitung“: „Die Opfer sind fassungslos“ – Glaubenskongregation: Der 84-jährige missbrauchsverdächtige Priester sei zu alt für diese Strafe zu verjährten Vorgängen [...]
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Montag 26. November 2018, 15:06

Was soll das heißen "zu alt" für die Suspension

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Mittwoch 28. November 2018, 10:22

CIC_Fan hat geschrieben:
Montag 26. November 2018, 15:06
Was soll das heißen "zu alt" für die Suspension
[Sarkasmus]das ist ganz einfach zu verstehen: wer älter als Wir ist, wird nicht suspendiert.[/Sarkasmus]

ach ja, und noch was Neues/Altes:
"Pädophiler Priester versetzt - neuer Missbrauch"

bittschön:
http://www.spiegel.de/panorama/missbrau ... 40753.html
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 28. November 2018, 10:59


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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Donnerstag 29. November 2018, 13:58

Das zweite Mitglied des von Papst Franz ernannten Organisationskomitees wird der Vertuschung von Missbrauchsfällen beschuldigt:

Massiver Vertuschungsvorwurf an indischem Kardinal Gracias
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Donnerstag 29. November 2018, 14:02

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Montag 3. Dezember 2018, 05:01

https://www.katholisch.de/aktuelles/akt ... attfindet
Wuckelt: Wenn beispielsweise Kleriker die Menschen im Beichtstuhl ausfragen, wie genau sie gegen das sechste Gebot verstoßen haben, dann ist das geistlicher Missbrauch. Unter dem Deckmantel der Vergebung Gottes wird gefragt, wie es im Ehebett zugeht oder wie sich jemand selbst sexuell befriedigt hat. Ich kenne einige Leute, die das bestätigen und wirklich so ihre Beichte erlebt haben und bis in die kleinsten Details abgefragt wurden. Was soll das? Ich frage mich, ob sich dadurch manche Geistliche aufgegeilt haben.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Siard » Montag 3. Dezember 2018, 07:11

Das glaube ich gerne, aber umgekehrt erzählen manche Beichtende dem Beichtvater viel mehr, als er hören muß oder will. Auch dies kann geistlicher Mißbrauch sein – diesmal durch die andere Seite.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Montag 3. Dezember 2018, 14:19

kath.net hat geschrieben: US-Erzdiözese: Insolvenzverfahren wegen Missbrauchsfällen

Die Erzdiözese Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico möchte wegen zahlreicher Forderungen von Missbrauchsopfern Insolvenz anmelden. [...]
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Lycobates » Montag 3. Dezember 2018, 14:29

Vir Probatus hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 05:01
https://www.katholisch.de/aktuelles/akt ... attfindet
Wuckelt: Wenn beispielsweise Kleriker die Menschen im Beichtstuhl ausfragen, wie genau sie gegen das sechste Gebot verstoßen haben, dann ist das geistlicher Missbrauch. Unter dem Deckmantel der Vergebung Gottes wird gefragt, wie es im Ehebett zugeht oder wie sich jemand selbst sexuell befriedigt hat. Ich kenne einige Leute, die das bestätigen und wirklich so ihre Beichte erlebt haben und bis in die kleinsten Details abgefragt wurden. Was soll das? Ich frage mich, ob sich dadurch manche Geistliche aufgegeilt haben.
Man darf und kann doch davon ausgehen, daß ein ordentlicher Beichtvater mit dem Kirchenrecht bekannt ist, und auch danach handelt. :aergerlich:
CIC 1917 / 888 §2. Caveat omnino ne complicis nomen inquirat, ne curiosis aut inutilibus quaestionibus, maxime circa sextum Decalogi praeceptum, quemquam detineat, et praesertim ne iuniores de iis quae ignorant imprudenter interroget.
Fett von mir.

Allerdings muß der Priester den Pönitenten über Umstände und Anzahl der Sünden fragen, wenn dies der Pönitent nicht von sich aus angibt, sofern diese Umstände Art und Schwere des Vergehens ändern können.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Amigo » Dienstag 4. Dezember 2018, 11:50

Amigo hat geschrieben:
Donnerstag 15. November 2018, 16:11
Vielleicht nicht ganz fair, dies hier in diesem Thread zu posten, aber möglicherweise doch relevant, um ein vollständigeres Bild von den Dramatis personæ zu bekommen...

Vigano wurde gerade gerichtlich verurteilt, die Erträge aus dem gemeinsamen Familienbesitz mit seinem Bruder Lorenzo zu teilen; es geht um Millionen.

https://www.lastampa.it/2018/11/15/vati ... agina.html
Dazu gibts jetzt eine Gegendarstellung von Vigano, die man der Fairness halber auch zur Kenntnis nehmen muss (sofern einen die Sache überhaupt interessiert, denn inhaltlich hat diese Geschichte ja nichts mit dem Mißbrauch in der Kirche zu tun, sondern ist eine familieninterne Angelegenheit, die durch das Gerichtsverfahren zur Unzeit ans Tageslicht gekommen ist.)

Im Wesentlichen sagt er darin: Das Gerichtsverfahren wurde von seinem Bruder angezettelt - der, so wird impliziert, nach einem Unfall nicht mehr ganz zurechnungsfähig sei und deshalb ohne Anlass Mißtrauen und Streit in die vormals augezeichnete Beziehung der Brüder einbrachte -, obwohl eine außergerichtliche Einigung im Raum stand, und der Bruder wollte viel mehr Geld, während das Gerichtsurteil nur ca. jene Zahlung enthielt, die ohnehin außergerichtlich vereinbart worden wäre.

https://www.lifesitenews.com/news/break ... atest-atte

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Dienstag 4. Dezember 2018, 13:46

Lycobates hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 14:29
Man darf und kann doch davon ausgehen, daß ein ordentlicher Beichtvater mit dem Kirchenrecht bekannt ist, und auch danach handelt.
ja, Lycobates. Da hast Du recht.

nun,
bunt ist das Leben, grau alle Theorie.

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