Mißbrauchsanschuldigungen II

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Amigo
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Amigo » Montag 22. Oktober 2018, 09:19

Niels hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 08:55
"Während der Katholizismus weltweit von Missbrauchsskandalen erschüttert wird, gerät aus dem Blick: Auch der Protestantismus hat eine Missbrauchs- und Vertuschungsgeschichte aufzuarbeiten, die kaum weniger schockierend ist": https://www.zeit.de/2018/43/evangelisch ... farbeitung
(...) Bislang lautet die evangelische Lesart jedoch: Klerikalismus und unterdrückte Sexualität gibt es im Protestantismus nicht, ergo ist er besser gegen Missbrauch geschützt. Ein Trugschluss, meint Kerstin Claus. Auch hier sei die Zahl der Opfer groß, die der Täter auch. (...)
Das ist nicht verwunderlich, darf aber klarerweise nicht zur Ablenkung oder Verharmlosung des Problems verwendet werden. Allenfalls wäre ein Austausch zu gesetzten Maßnahmen und deren Wirksamkeit interessant.

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Peti
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Peti » Montag 22. Oktober 2018, 09:20

Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Niels
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Niels » Montag 22. Oktober 2018, 14:06

Immer diese Audiobeiträge, die ja bestimmt gut gemacht und gemeint sind. Geschriebenes gefällt mir aber weitaus besser, da ich ein schneller Leser bin.
Bild
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Petrus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Dienstag 23. Oktober 2018, 05:55

Niels hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 14:06
Immer diese Audiobeiträge, die ja bestimmt gut gemacht und gemeint sind. Geschriebenes gefällt mir aber weitaus besser, da ich ein schneller Leser bin.
Bild
dito. Ich klicke eigentlich nie Audiobeiträge an - wenn ich mir was wünschen dürfte, dann eine kurze Zusammenfassung, textmäßig.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Dienstag 23. Oktober 2018, 06:27

allmählich geht mir diese Betroffenheitslyrik von Bischöfen (inkl. Papst) sowas von auf den Sack.

ja, das ist ja furchtbar, das ist ja schrecklich, das ist ja furchtbar, da muß sich was ändern …

Bei den deutschen Bischöfen scheint es nun eine neue Methode zu geben: Die bösen Vorgänger waren schuld.

Man wußte das gar nicht :achselzuck:

Als ob die Methode "Vertuschen, verschweigen, versetzen" nicht schon längst bekannt gewesen wäre.

Das Spiel "Unschuldslamm".
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Siard » Dienstag 23. Oktober 2018, 06:36

Mir schon lange. :unbeteiligttu:
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 23. Oktober 2018, 06:44

Niels hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 14:06
Immer diese Audiobeiträge, die ja bestimmt gut gemacht und gemeint sind. Geschriebenes gefällt mir aber weitaus besser, da ich ein schneller Leser bin.
Bild
Die Aussage, warum Gegenstand der Studie nicht auch die Bischöfe sind, ist zweifellos wichtig.
Dieses ständige "Über alles Erhaben sein" ist nun mal Teil des Problems.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 08:01

Siard hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 06:36
Mir schon lange. :unbeteiligttu:
das Problem ist der Zugang der Ruf der Kirche ist das wichtigste

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Niels
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Niels » Dienstag 23. Oktober 2018, 10:29

Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 06:44
Die Aussage, warum Gegenstand der Studie nicht auch die Bischöfe sind, ist zweifellos wichtig.
Dieses ständige "Über alles Erhaben sein" ist nun mal Teil des Problems.
Da hast Du recht. Vermutlich ein nicht geringes.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Oktober 2018, 10:47

Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:29
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 06:44
Die Aussage, warum Gegenstand der Studie nicht auch die Bischöfe sind, ist zweifellos wichtig.
Dieses ständige "Über alles Erhaben sein" ist nun mal Teil des Problems.
Da hast Du recht. Vermutlich ein nicht geringes.
Es ist kein Teil der katholischen Lehre, daß Mitglieder des Episkopats "über alles Erhaben" sind! :doktor:
Mit Weisheit wird der Umgang mit der Klugheit bezeichnet!

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 10:54

tja aber es ist Praxis und die Zentrierung auf den Bischof fördert das

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Oktober 2018, 10:58

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:54
tja aber es ist Praxis
Nö! :neinfreu:
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:54
und die Zentrierung auf den Bischof fördert das
:nuckel:
Mit Weisheit wird der Umgang mit der Klugheit bezeichnet!

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Niels » Dienstag 23. Oktober 2018, 11:33

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:47
Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:29
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 06:44
Die Aussage, warum Gegenstand der Studie nicht auch die Bischöfe sind, ist zweifellos wichtig.
Dieses ständige "Über alles Erhaben sein" ist nun mal Teil des Problems.
Da hast Du recht. Vermutlich ein nicht geringes.
Es ist kein Teil der katholischen Lehre, daß Mitglieder des Episkopats "über alles Erhaben" sind! :doktor:
Aber manche gebären sich so. Leider.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Oktober 2018, 12:01

Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 11:33
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:47
Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:29
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 06:44
Die Aussage, warum Gegenstand der Studie nicht auch die Bischöfe sind, ist zweifellos wichtig.
Dieses ständige "Über alles Erhaben sein" ist nun mal Teil des Problems.
Da hast Du recht. Vermutlich ein nicht geringes.
Es ist kein Teil der katholischen Lehre, daß Mitglieder des Episkopats "über alles Erhaben" sind! :doktor:
Aber manche gebären sich so. Leider.
Abusus non tollit usum!

Dies gilt auch ganz allgemein hier im Mißbrauchthread ........................
Mit Weisheit wird der Umgang mit der Klugheit bezeichnet!

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 12:16

das ändert nichts daran nur die Auswirkung ist eine andere

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Raphael » Dienstag 23. Oktober 2018, 12:41

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 12:16
das ändert nichts daran nur die Auswirkung ist eine andere
Natürlich ändert das was! 8)

Standesdünkel wird in der katholischen Lehre, präziser in der Moraltheologie, verworfen; wie etliches Andere auch. Mithin weiß derjenige, der ein an der Morallehre geschultes Gewissen sein eigen nennt, einerseits, was gut und richtig ist, und andererseits, was schlecht und falsch ist.
Darüber hinaus weiß er, daß moralisch schlechte Handlungen nicht immer äußerlich sichtbare (konkrete) Folgen nach sich ziehen. Letzteres ändert jedoch nix, aber auch gar nix, an der moralischen Qualität der zuvor erfolgten moralischen Handlung.

Das Komplizierte an der Moral ist, daß es manchmal den schlechten Leuten gut und den guten Leuten schlecht geht. Aber wem sag ich das ........................
Mit Weisheit wird der Umgang mit der Klugheit bezeichnet!

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 23. Oktober 2018, 16:26

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 12:41
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 12:16
das ändert nichts daran nur die Auswirkung ist eine andere
Natürlich ändert das was! 8)

Standesdünkel wird in der katholischen Lehre, präziser in der Moraltheologie, verworfen; wie etliches Andere auch. Mithin weiß derjenige, der ein an der Morallehre geschultes Gewissen sein eigen nennt, einerseits, was gut und richtig ist, und andererseits, was schlecht und falsch ist.
Darüber hinaus weiß er, daß moralisch schlechte Handlungen nicht immer äußerlich sichtbare (konkrete) Folgen nach sich ziehen. Letzteres ändert jedoch nix, aber auch gar nix, an der moralischen Qualität der zuvor erfolgten moralischen Handlung.

Das Komplizierte an der Moral ist, daß es manchmal den schlechten Leuten gut und den guten Leuten schlecht geht. Aber wem sag ich das ........................
ein solches Verhalten hier im Kreuzgang hat eine andere Auswirkung als das Verhalten eines Diözesanbischofs
rein praktisch
die moral theologische Auswirkung habe ich nicht gemeint da mich diese nicht interessiert daher werde ich zu deiner Äußerung so weit sie die Moraltheologie betrifft nichts sagen

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 24. Oktober 2018, 06:11

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:47
Niels hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 10:29
Vir Probatus hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 06:44
Die Aussage, warum Gegenstand der Studie nicht auch die Bischöfe sind, ist zweifellos wichtig.
Dieses ständige "Über alles Erhaben sein" ist nun mal Teil des Problems.
Da hast Du recht. Vermutlich ein nicht geringes.
Es ist kein Teil der katholischen Lehre, daß Mitglieder des Episkopats "über alles Erhaben" sind! :doktor:
Aber exakt so verhalten sie sich und mittlerweile geht dieses Gehabe bis zum Wort-Gottes-Feier-Leiter.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Raphael » Mittwoch 24. Oktober 2018, 06:25

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 16:26
ein solches Verhalten hier im Kreuzgang hat eine andere Auswirkung als das Verhalten eines Diözesanbischofs
rein praktisch
die moral theologische Auswirkung habe ich nicht gemeint da mich diese nicht interessiert daher werde ich zu deiner Äußerung so weit sie die Moraltheologie betrifft nichts sagen
Wenn Du Dich mit Äußerlichkeiten beschäftigen willst, bist Du hier im Kreuzgang an der falschen Adresse! :unbeteiligttu:

Das gälte aber auch für die Beschäftigung mit anderen Hochreligionen wie dem Islam, dem Judentum et al. ..........................

Eine Beschäftigung mit Religionen ohne Interesse an deren inneren Zusammenhängen ist völlig gaga! :patsch:
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Mittwoch 24. Oktober 2018, 14:38

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 25. Oktober 2018, 11:37


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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 27. Oktober 2018, 08:55


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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 27. Oktober 2018, 19:57

https://www.domradio.de/themen/ethik-un ... vXFyJkNhJY


Irgendwann muss es mal Konequenzen geben. Die Herren Bischöfe und Generalvikare werden die ganze Angelegenheit
erst dann ernst nehmen, wenn gegen sie Geldstrafen oder bedingte Freiheitsstrafen verhängt werden.
Solange das nicht der Fall ist, glauben die Herren, es aussitzen zu können.
Die Missbrauchsstudie ist dadurch gekennzeichnet, daß hier wiederum die Kirche selektiv anonymisierte Fälle nach eigenem Gusto weiter gegeben hat. Das hat mit Offenheit und Wille zur Aufklärung rein gar nichts zu tun.
Im Gegenteil: Der Verdacht weiterer Vertuschung liegt auf der Hand.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Sonntag 28. Oktober 2018, 12:08

danke, für diesen link.

nun.
das könnte noch spannend werden - ob die Generalstaatsanwaltschaft München einen Durchsuchungsbeschluß erhalten wird? für diesen Tresor? in dem dieses "Rote Buch" wohl liegen soll?

bittschön:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mi ... -1.1036419
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 28. Oktober 2018, 17:57

Petrus hat geschrieben:
Sonntag 28. Oktober 2018, 12:08
danke, für diesen link.

nun.
das könnte noch spannend werden - ob die Generalstaatsanwaltschaft München einen Durchsuchungsbeschluß erhalten wird? für diesen Tresor? in dem dieses "Rote Buch" wohl liegen soll?

bittschön:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mi ... -1.1036419
Selbst wenn Marx dieses Exemplar verbrennen sollte, wird ihm das wohl nichts nützen.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Sonntag 28. Oktober 2018, 18:32

nun,

ich hatte kurz überlegt, ob ich den Münchner Generalstaatsanwalt über die Existenz des "Roten Buches" informieren sollte. ich habe es bleiben lassen. Die wissen sicher schon Bescheid. Nicht über alles, aber über vieles.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von HeGe » Montag 29. Oktober 2018, 17:01

General-Anzeiger Bonn hat geschrieben: Erzbistum Köln meldet Fälle von sexuellem Missbrauch

[...] Es gehe um Vorkommnisse aus den 1970er und 1980er Jahren. Die jetzt erfolgten Meldungen basierten auf neuen Informationen von Betroffenen oder auf Erkenntnissen der internen Akten-Aufarbeitung. [...]
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Juergen » Montag 29. Oktober 2018, 18:17

Originalmeldung - kam heute per E-Mail rein:
Pressestelle Erzbistum Köln hat geschrieben:Erzbistum meldet Vorwürfe sexuellen Missbrauchs mehreren Staatsanwaltschaften
Erzbistum Köln – Missbrauch – Aufklärung

Köln. Das Erzbistum Köln hat am 29. Oktober in vier Fällen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Informationen an die Staatsanwaltschaften Bonn, Düsseldorf und Koblenz übersandt. Bei den weitergegebenen Informationen geht es um mutmaßliche Taten aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Die jetzt erfolgten Meldungen basieren auf neuen Informationen von Betroffenen bzw. auf Erkenntnissen der internen Akten-Aufarbeitung.

Bei den Beschuldigten handelt es sich in diesen Fällen um Priester aus dem Erzbistum Köln, bei denen bereits Sanktionen ausgesprochen und kirchenrechtliche Verfahren in die Wege geleitet wurden. Alle Beschuldigten sind aktuell nicht im Dienst und ihnen ist die öffentliche Ausübung des priesterlichen Dienstes untersagt.

Generalvikar Dr. Markus Hofmann sagte dazu: „Alle Erkenntnisse, so auch diese neuen Erkenntnisse, werden an die Staatsanwaltschaft weitergeben. So gehen wir konsequent und transparent den Weg weiter, den unser Erzbischof festgelegt hat.“ Derzeit werden weitere Akten systematisch erfasst und überprüft, so Hofmann. Unabhängig davon werden diese Fälle alle auch noch einmal in der angekündigten unabhängigen Untersuchung geprüft und bewertet. (pek181029)
Gruß
Jürgen

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Lycobates » Montag 29. Oktober 2018, 18:55

Juergen hat geschrieben:
Montag 29. Oktober 2018, 18:17
Originalmeldung - kam heute per E-Mail rein:
Pressestelle Erzbistum Köln hat geschrieben:Erzbistum meldet Vorwürfe sexuellen Missbrauchs mehreren Staatsanwaltschaften
Erzbistum Köln – Missbrauch – Aufklärung

Köln. Das Erzbistum Köln hat am 29. Oktober in vier Fällen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Informationen an die Staatsanwaltschaften Bonn, Düsseldorf und Koblenz übersandt. Bei den weitergegebenen Informationen geht es um mutmaßliche Taten aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Die jetzt erfolgten Meldungen basieren auf neuen Informationen von Betroffenen bzw. auf Erkenntnissen der internen Akten-Aufarbeitung.

Bei den Beschuldigten handelt es sich in diesen Fällen um Priester aus dem Erzbistum Köln, bei denen bereits Sanktionen ausgesprochen und kirchenrechtliche Verfahren in die Wege geleitet wurden. Alle Beschuldigten sind aktuell nicht im Dienst und ihnen ist die öffentliche Ausübung des priesterlichen Dienstes untersagt.

Generalvikar Dr. Markus Hofmann sagte dazu: „Alle Erkenntnisse, so auch diese neuen Erkenntnisse, werden an die Staatsanwaltschaft weitergeben. So gehen wir konsequent und transparent den Weg weiter, den unser Erzbischof festgelegt hat.“ Derzeit werden weitere Akten systematisch erfasst und überprüft, so Hofmann. Unabhängig davon werden diese Fälle alle auch noch einmal in der angekündigten unabhängigen Untersuchung geprüft und bewertet. (pek181029)
Was wäre denn hier die Verjährungsfrist?
Kirchenrechtlich beträgt das tempus utile ad actionem criminalem proponendam, für qualifizierte Delikte Geweihter gegen das 6. Gebot nach Kan. 2359§2 (1917), fünf Jahre.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Juergen » Montag 29. Oktober 2018, 19:10

M.W. beginnt die Verjährung staatlicherseits erst, wenn das Opfer volljährig ist. Wie lange die Frist ist, weiß ich nicht. War da nicht mal im Gespräch die Verjährung ganz abzuschaffen?
:hmm:
Gruß
Jürgen

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 30. Oktober 2018, 07:57

Lycobates hat geschrieben:
Montag 29. Oktober 2018, 18:55
Juergen hat geschrieben:
Montag 29. Oktober 2018, 18:17
Originalmeldung - kam heute per E-Mail rein:
Pressestelle Erzbistum Köln hat geschrieben:Erzbistum meldet Vorwürfe sexuellen Missbrauchs mehreren Staatsanwaltschaften
Erzbistum Köln – Missbrauch – Aufklärung

Köln. Das Erzbistum Köln hat am 29. Oktober in vier Fällen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Informationen an die Staatsanwaltschaften Bonn, Düsseldorf und Koblenz übersandt. Bei den weitergegebenen Informationen geht es um mutmaßliche Taten aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Die jetzt erfolgten Meldungen basieren auf neuen Informationen von Betroffenen bzw. auf Erkenntnissen der internen Akten-Aufarbeitung.

Bei den Beschuldigten handelt es sich in diesen Fällen um Priester aus dem Erzbistum Köln, bei denen bereits Sanktionen ausgesprochen und kirchenrechtliche Verfahren in die Wege geleitet wurden. Alle Beschuldigten sind aktuell nicht im Dienst und ihnen ist die öffentliche Ausübung des priesterlichen Dienstes untersagt.

Generalvikar Dr. Markus Hofmann sagte dazu: „Alle Erkenntnisse, so auch diese neuen Erkenntnisse, werden an die Staatsanwaltschaft weitergeben. So gehen wir konsequent und transparent den Weg weiter, den unser Erzbischof festgelegt hat.“ Derzeit werden weitere Akten systematisch erfasst und überprüft, so Hofmann. Unabhängig davon werden diese Fälle alle auch noch einmal in der angekündigten unabhängigen Untersuchung geprüft und bewertet. (pek181029)


Was wäre denn hier die Verjährungsfrist?
Kirchenrechtlich beträgt das tempus utile ad actionem criminalem proponendam, für qualifizierte Delikte Geweihter gegen das 6. Gebot nach Kan. 2359§2 (1917), fünf Jahre.
Die Staatsanwaltschaft wird entscheiden was im CIC steht entscheidend sind nur die staatlichen Justizbehörden

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen II

Beitrag von Petrus » Dienstag 30. Oktober 2018, 08:52

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