Papst Franz I. - 1. Akt

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taddeo
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von taddeo »

civilisation hat geschrieben:Und sonst habt ihr keine anderen Probleme?
Hier im Forum momentan nicht, nein ... aber danke der Nachfrage! ;D

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incarnata
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von incarnata »

Ich bin mir gar nicht so sicher,dass es ein schnelles Retour in die hässlichen Siebziger geben wird,da diese Richtung der von Papst Benedikt angebahnten und von Papst Franziskus weiterverfolgten Annäherung an die Orthodoxen zuwiderläuft.Der Rückgang der Anzahl von Spitzenrochettträgern muss ja noch nicht ein
Freigeben von liturgischen Missbräuchen bedeuten.Mir sind barocke Kaseln in barocken Kirchen auch lieber als moderner Gewänderkitsch;wer in schlichten Kirchenräumen der Diaspora oder in finanziell armen Kirchen mit kurzer christlicher Geschichte zelebriert, darf auch ein schlichtes Gewand tragen.Hauptsache ist,dass in der Art der Gewandung wie der Würde des Gottesdienstesdas Lob der Ehre Gottes zum Ausdruck kommt.
Und solange der Papst das Pallium trägt darf er die mozetta ruhig im Schrank lassen.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)

maliems
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von maliems »

iustus hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben: und vor allem: solange der Papst die außerordentliche Form nicht wieder zurücknimmt - was ich für extremst unwahrscheinlich erachte - ist doch alles bestens.
Gar nichts ist bestens. Nötig ist ein Reform der Reform, die jetzt schon im Ansatz steckengeblieben ist.

Die außerordentliche Form wird jetzt wieder für ein Ghetto der Schmuddelkinder, all derer, denen die Zelebration am Hochaltar mit Kommunionausteilung an Kommunionbänken und zumindest in Teilen lateinisch wichtig ist - eben so, dass man erkennt, dass es EIN Ritus ist. Das alles wird in der ordentlichen Form dieses Ritus jetzt wieder massiv zurückgedrängt. Die Hermeneutik des Bruchs feiert fröhliche Urständ.

Liturgisch ist dieses Pontifikat ein Rückschritt und eine Verarmung, die mich sehr, sehr traurig stimmt.
Mir scheint, Du denkst in menschlichen Maßstäben. Insofern halte ich deine Argumentation für stimmig u richtig.

Die ao Form KANN aber dank Pp Benedikt nicht mehr ein Ghetto für Schmuddelkinder werden. Selbst wenn (was ich nicht im harten Sinne glaube, was aber immerhin möglich ist), das aktuelle Pontifikat Stillstand bedeuten würde... NEIN, die Uhr tickt, selbst wenn äußerlicher Stillstand, dann wäre es doch ideale Gelegenheit zu innerem Wachstum-

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Lord Mouton
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Lord Mouton »

Hier noch zur Beruhigung unser ganzen Tradi-Freunde :D

http://www.kath.net/news/4756
:klatsch: :daumen-rauf: :klatsch:

[hoffe, dass das hier noch nirgendwo verlinkt wurde]
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Eremit1994
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Eremit1994 »

Papst Franziskus spendet ca. 40 000 € für Opfer der Flutkatastrophe in Argentinien

Die erste praktische HIlfe von Papa Francisco für Menschen in Not Habe mich sehr gefreut! So wird es sicher weitergehen.

Der Eremit
Wenn einige von Euch, die Ihr jung seid, mir zuhören, dann frage ich Euch: begeistert es Euch nicht, spürt Ihr nicht, dass Gott Euch zu dieser großen Sache ruft: in Euren Händen den Leib Christi zu halten (Papst Franziskus über das Priesteramt

Eremit1994
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Eremit1994 »

Aussage des Erzbischofs von Lima, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne über die Spiritualität u. Mystik des neuen Papstes:

"Er ist ein Mann weniger, einfacher Worte und mit einer tiefen Spiritualität. Wir alle werden langsam seine Fähigkeit zur Kontemplation und seinen fast mystischen Geist entdecken."


Der Eremit
Wenn einige von Euch, die Ihr jung seid, mir zuhören, dann frage ich Euch: begeistert es Euch nicht, spürt Ihr nicht, dass Gott Euch zu dieser großen Sache ruft: in Euren Händen den Leib Christi zu halten (Papst Franziskus über das Priesteramt

Stefan

Re: Papst Franz I.

Beitrag von Stefan »

Eremit1994 hat geschrieben:Papst Franziskus spendet ca. 40 000 € für Opfer der Flutkatastrophe in Argentinien

Die erste praktische HIlfe von Papa Francisco für Menschen in Not Habe mich sehr gefreut! So wird es sicher weitergehen.

Der Eremit
Wessen Geld hat er denn gespendet? Ich dachte, er sei so arm.

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Raphael
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Raphael »

Stefan hat geschrieben:
Eremit1994 hat geschrieben:Papst Franziskus spendet ca. 40 000 € für Opfer der Flutkatastrophe in Argentinien

Die erste praktische HIlfe von Papa Francisco für Menschen in Not Habe mich sehr gefreut! So wird es sicher weitergehen.

Der Eremit
Wessen Geld hat er denn gespendet? Ich dachte, er sei so arm.
Wußtest Du nicht, daß der Papst ein Monatsgehalt von 40.000 € hat? :narr:
Die Wahrheit hat tausend Hindernisse zu überwinden, um unbeschädigt zu Papier zu kommen, und von Papier wieder zu Kopf.
(Georg Christoph Lichtenberg)

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Exilfranke
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Exilfranke »

Wie hält es Papst Franziskus mit der Kollegialität und dem Papstprimat?
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

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Florianklaus
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Florianklaus »

Exilfranke hat geschrieben:Wie hält es Papst Franziskus mit der Kollegialität und dem Papstprimat?
Guckst Du hier: http://www.katholisches.info/213/4/8 ... at-prufen/

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Exilfranke
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Exilfranke »

Na, da freuen sich ja Lehmann und Konsorten sicher schon...
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

iustus
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von iustus »

http://www.katholisches.info/213/4/8 ... it-folgen/

Papst Franzikus ergriff gestern Besitz von seiner Diözese Rom. Die feierliche Zeremonie vollzog sich in der Lateranbasilika, der Kathedrale des Bistums, in dem sich der Bischofsstuhl befindet. Der antike Ritus wurde dabei unerwartet mit neuen Worten zelebriert.
Der Kardinalvikar sagte zum neuen Papst: „Wie der Winzer, der von oben den Weinberg überwacht, bist du in erhöhter Position gesetzt, um das Dir anvertraute Volk zu regieren und zu behüten.“

Gestern hingegen mußte Kardinalvikar Agostino Vallini einen neuen Text vorlesen, daß der Papst von diesem „erwählten Ort in der Liebe allen Kirchen vorsteht und mit entschlossener Sanftheit alle auf den Wegen der Heiligkeit führt“.
:vogel: Das Pastoralgeschwurbel, das wir aus Deutschland kennen.
Er bestätigt die Hoffnungen jener Kreise in der Kirche, die die hierarchische Gliederung der Kirche in einer demokratischen Gesellschaft nur schwer ertragen und ihre innere Unruhe durch ständige Strukturveränderungen zu beruhigen versuchen, und bestätigt die Befürchtungen traditionsverbundener Kreise, die genau die „ewige“ Neuerungssucht satt haben.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Lord Mouton
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Lord Mouton »

Kurz OT:
Florianklaus hat geschrieben:
Exilfranke hat geschrieben:Wie hält es Papst Franziskus mit der Kollegialität und dem Papstprimat?
Guckst Du hier: http://www.katholisches.info/213/4/8 ... at-prufen/
daraus :
Das gilt übrigens auch für die umstrittenen Erklärungen der deutschen, österreichischen und Schweizer Bischofskonferenz, die im Widerspruch zur Enzyklika Humanae vitae von Papst Paul VI. stehen und bis heute nicht revidiert wurden. Die Verantwortung für die Diözese trägt allein der regierende Bischof, nicht die Bischofskonferenz. In der Praxis erkennen die meisten Bischöfe in der Regel die Beschlüsse der Bischofskonferenz an.
Was ist damit gemeint? Humanae Vitae kenn ich im gröbsten, aber inwiefern gibts da entgegengesetzte Erklärungen der Bischofskonferenzen?
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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Protasius
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Protasius »

Lord Mouton hat geschrieben:Kurz OT:
Florianklaus hat geschrieben:
Exilfranke hat geschrieben:Wie hält es Papst Franziskus mit der Kollegialität und dem Papstprimat?
Guckst Du hier: http://www.katholisches.info/213/4/8 ... at-prufen/
daraus :
Das gilt übrigens auch für die umstrittenen Erklärungen der deutschen, österreichischen und Schweizer Bischofskonferenz, die im Widerspruch zur Enzyklika Humanae vitae von Papst Paul VI. stehen und bis heute nicht revidiert wurden. Die Verantwortung für die Diözese trägt allein der regierende Bischof, nicht die Bischofskonferenz. In der Praxis erkennen die meisten Bischöfe in der Regel die Beschlüsse der Bischofskonferenz an.
Was ist damit gemeint? Humanae Vitae kenn ich im gröbsten, aber inwiefern gibts da entgegengesetzte Erklärungen der Bischofskonferenzen?
Die Königsteiner Erklärung.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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umusungu
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von umusungu »

Stefan hat geschrieben:Wessen Geld hat er denn gespendet? Ich dachte, er sei so arm.
für die "Armen im Geiste":
Das Geld stammte von Gläubigen, die dem Papst für humanitäre und karitative Zwecke zur Verfügung gestellt worden waren.

Stefan

Re: Papst Franz I.

Beitrag von Stefan »

umusungu hat geschrieben:
Stefan hat geschrieben:Wessen Geld hat er denn gespendet? Ich dachte, er sei so arm.
für die "Armen im Geiste":
Das Geld stammte von Gläubigen, die dem Papst für humanitäre und karitative Zwecke zur Verfügung gestellt worden waren.
Wenn Du Dich schon selber bei Spiegel-Online schlau machen musst, weil Du es selber nicht weisst, dann gib doch entweder die Quelle an oder korrigier die Fehler im Satzbau:

"Auch Franziskus' Vorgänger hatten mit großzügigen Spenden Opfer von Kriegen und Katastrophen unterstützt: Johannes Paul II. stellte für Not- und Hilfsmaßnahmen in aller Welt mehrere Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammte von Gläubigen, die dem Papst für humanitäre und karitative Zwecke zur Verfügung gestellt worden waren. Benedikt XVI. ließ unter anderen der vom Erdbeben im Jahr 2010 verwüsteten Stadt Port-au-Prince in Haiti Hunderttausende Euro zukommen."

Denn nicht die Gläubigen wurden bereit gestellt, sondern _das_Geld.

Aber trotzdem danke für die Sachinfo.

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umusungu
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von umusungu »

Stefan hat geschrieben:Wenn Du Dich schon selber bei Spiegel-Online schlau machen musst, weil Du es selber nicht weisst, dann gib doch entweder die Quelle an oder korrigier die Fehler im Satzbau:
Du bist ja der absolute Schlaumeier........

Stefan

Re: Papst Franz I.

Beitrag von Stefan »

..... Dafür nüchtern.

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incarnata
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von incarnata »

iustus hat geschrieben:Der Kardinalvikar sagte zum neuen Papst: „Wie der Winzer, der von oben den Weinberg überwacht, bist du in erhöhter Position gesetzt, um das Dir anvertraute Volk zu regieren und zu behüten.“

Gestern hingegen mußte Kardinalvikar Agostino Vallini einen neuen Text vorlesen, daß der Papst von diesem „erwählten Ort in der Liebe allen Kirchen vorsteht und mit entschlossener Sanftheit alle auf den Wegen der Heiligkeit führt“.
Das Geschwurbel versteh ich nicht.was für "Kirchen" ?Ich denke es gibt nur eine heilige katholische und apostolische Kirche,die er zu leiten hat-allenfalls noch orthodoxe Schwesterkirchen.Spielt er mit der Textänderung auf diese an ? Oder liegtś daran,dass es in Argentinien weniger Weinberge und dafür mehr Herden
von Rindviechern gibt,die man mit sanfter Entschlossenheit leiten muss weil sie sonst alles zertrampeln.?
gewisse Parallelen zum Kirchenvolk sind durchaus offensichtlich ! :blinker:
Zuletzt geändert von taddeo am Dienstag 9. April 2013, 23:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatformatierung repariert.
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taddeo
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von taddeo »

incarnata hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Gestern hingegen mußte Kardinalvikar Agostino Vallini einen neuen Text vorlesen, daß der Papst von diesem „erwählten Ort in der Liebe allen Kirchen vorsteht und mit entschlossener Sanftheit alle auf den Wegen der Heiligkeit führt“.
Das Geschwurbel versteh ich nicht.was für "Kirchen" ?Ich denke es gibt nur eine heilige katholische und apostolische Kirche,die er zu leiten hat-allenfalls noch orthodoxe Schwesterkirchen.
Die Erklärung ist viel unspektakulärer, als Du argwöhnst.
Draußen an der Basilika San Giovanni in Laterano stehen die berühmten Worte: "Sacrosancta Lateranensis ecclesia omnium urbis et orbis ecclesiarum mater et caput" - "Die hochheilige Laterankirche, aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises Mutter und Haupt". Damit sind nicht nur die Kirchengebäude weltweit gemeint, sondern vor allem die einzelnen Ortskirchen, denen eben der Papst in der Liebe vorsteht. Falls Papst Franziskus (oder wer auch immer diese neue Formulierung erfunden hat) damit auch noch andere "Kirchen" im Sinn von "Konfessionen" meint, darf er das gerne meinen, wird sich aber schnell die Finger verbrennen. Die werden nämlich nicht das "in der Liebe" hören, sondern nur das "allen Kirchen vorsteht" - und mit einem Aufschrei der Entrüstung reagieren.
Man könnte das ganz einfach mal bei unserm Joseph in der Sakristei ausprobieren. :pfeif:

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Ralf
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Ralf »

taddeo hat geschrieben:Falls Papst Franziskus (oder wer auch immer diese neue Formulierung erfunden hat) damit auch noch andere "Kirchen" im Sinn von "Konfessionen" meint,
Falls Du das Vorstehen "in der Liebe" für eine neue Formulierung hälst, muss ich Dich enttäuschen - die ist von Irenäus von Lyon.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Petrus_Damiani
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Petrus_Damiani »

Lord Mouton hat geschrieben:Hier noch zur Beruhigung unser ganzen Tradi-Freunde :D

http://www.kath.net/news/4756
:klatsch: :daumen-rauf: :klatsch:

[hoffe, dass das hier noch nirgendwo verlinkt wurde]
Hoffen wir, daß Spaemann recht hat. Katholisches.info schreibt ,,Ein Pontifikat und viele Fragen" ( http://www.katholisches.info/213/4/9 ... le-fragen/ ) und ich finde, das trifft es sehr gut. So richtig weiß noch niemand, wie er Papst Franziskus einzuschätzen hat; die bisher getätigten Äusserungen und die hier im Forum veröffentlichten Übersetzungen eines Interviewbuchs mit Franziskus empfand ich als eher positiv. Auf der anderen Seite ist es natürlich verräterisch, daß offenkundig vor allem progressivere Kreise die Wahl des Papstes vorangetrieben haben.
Entscheidend wird sein, was der Papst tut, nicht was er sagt. Hier wird es notwendig sein, einen Prozess der inneren Reinigung durchzuführen, denn sowohl die theologischen Universitäten ( http://www.katholisches.info/213/4/2 ... ranziskus/ ) als auch das ,,real existierende" Leben der Kirche bis hin zu den Bischöfen sind oft durchsetzt von häretischen Sondermeinungen und meilenweit entfernt vom Geist der Väter.

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Exilfranke
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Exilfranke »

Petrus_Damiani hat geschrieben:
Lord Mouton hat geschrieben:Hier noch zur Beruhigung unser ganzen Tradi-Freunde :D

http://www.kath.net/news/4756
:klatsch: :daumen-rauf: :klatsch:

[hoffe, dass das hier noch nirgendwo verlinkt wurde]
Hoffen wir, daß Spaemann recht hat. Katholisches.info schreibt ,,Ein Pontifikat und viele Fragen" ( http://www.katholisches.info/213/4/9 ... le-fragen/ ) und ich finde, das trifft es sehr gut. So richtig weiß noch niemand, wie er Papst Franziskus einzuschätzen hat; die bisher getätigten Äusserungen und die hier im Forum veröffentlichten Übersetzungen eines Interviewbuchs mit Franziskus empfand ich als eher positiv. Auf der anderen Seite ist es natürlich verräterisch, daß offenkundig vor allem progressivere Kreise die Wahl des Papstes vorangetrieben haben.
Entscheidend wird sein, was der Papst tut, nicht was er sagt. Hier wird es notwendig sein, einen Prozess der inneren Reinigung durchzuführen, denn sowohl die theologischen Universitäten ( http://www.katholisches.info/213/4/2 ... ranziskus/ ) als auch das ,,real existierende" Leben der Kirche bis hin zu den Bischöfen sind oft durchsetzt von häretischen Sondermeinungen und meilenweit entfernt vom Geist der Väter.
Was ich mich frage: Gibt es denn keinen Kompromiß, keinen Mittelweg zwischen progressiven und konservativen Kräften innerhalb der Kirche? Einen gemeinsamen Nenner, auf den sich alle einigen können? Wäre das nicht wünschenswerter, als die ständigen Grabenkämpfe zwischen Tradis und Proggis?
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

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Ralf
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Ralf »

Exilfranke hat geschrieben:Was ich mich frage: Gibt es denn keinen Kompromiß, keinen Mittelweg zwischen progressiven und konservativen Kräften innerhalb der Kirche? Einen gemeinsamen Nenner, auf den sich alle einigen können? Wäre das nicht wünschenswerter, als die ständigen Grabenkämpfe zwischen Tradis und Proggis?

Schön wäre es, aber diesen Nennenr sehe ich nicht. Der Glaube(!) ist viel zu unterschiedlich.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

Lilaimmerdieselbe
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Lilaimmerdieselbe »

In der Theorie wohl nicht, in der Praxis kann man hoffen, dass sich auch manches auswächst oder an Bedeutung verliert.

Eremit1994
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Eremit1994 »

Papa Francisco u. Medjugorje:

Ein paar Tage vor seiner Abreise zum Konklave gab K. Bergoglio seine persönliche Zustimmung, dass der Medjugorje-Seher Ivan Dragicevic seine Erscheinung im Luna-Park in Buenos Aires haben u. Zeugnis ablegen durfte. :)

Quelle: Echo v. Medjugorje 310, April 2013
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Mary
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Mary »

taddeo hat geschrieben:Falls Papst Franziskus (oder wer auch immer diese neue Formulierung erfunden hat) damit auch noch andere "Kirchen" im Sinn von "Konfessionen" meint, darf er das gerne meinen, wird sich aber schnell die Finger verbrennen. Die werden nämlich nicht das "in der Liebe" hören, sondern nur das "allen Kirchen vorsteht" - und mit einem Aufschrei der Entrüstung reagieren.
Gegenzeugnis :ja: : Hier ist eine, die schon bei Franciscus allerersten Worten dieses Zitat von Irenäus von Lyon vom "Vorsitz in der Liebe" gehört hat. Ich habe mich tierisch darüber gefreut.
Den Vorsitz der Liebe - nicht aber der Jurisdiktion!! - darf der Patriarch von Rom nämlich gerne haben, falls denn jemals unsere Kirchen wieder in Kommunion kämen.

((Was mich zum Aufschreiben bringt, ist eher deine Rede von den "Kirchen im Sinne von Konfessionen" :D ))

Lg Mary :kussmund:
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

Stefan

Re: Papst Franz I.

Beitrag von Stefan »

Vorsitz der Liebe - ist ein Thema, welches Papst Benedikt XVI immer wieder in den Vordergrund gerückt hat.
Ein Zitat: http://www.kath.net/news/147
Es gibt noch mehr Dokumente im Kontext der Ökumene, insbesondere mit den Orthodoxen, in denen er das so thematisiert hat.
Schön, das Bischof Franz von Rom das aufgreift!

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taddeo
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von taddeo »

Ralf hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Falls Papst Franziskus (oder wer auch immer diese neue Formulierung erfunden hat) damit auch noch andere "Kirchen" im Sinn von "Konfessionen" meint,
Falls Du das Vorstehen "in der Liebe" für eine neue Formulierung hälst, muss ich Dich enttäuschen - die ist von Irenäus von Lyon.
Ach ja? :roll:
Ich meinte natürlich den ganzen flotten Spruch des Kardinalvikars, nicht diese eine Formulierung.

Stefan

Re: Papst Franz I.

Beitrag von Stefan »

Ein Thema, welches im aktuellen Pontifikat sichtbar in den Vordergrund rücken wird, ist die Theologie der Befreiuung.
Bischof Franz von Rom stammt aus dieser Schule; er ist offenbar ein Verehrer von Lucio Gera.
"Theologisch geprägt wurde er dabei u.a. von Lucio Gera, einem der Väter der Theologie der Befreiung, den er seinen Lehrer nennt.[17]" (Papst)

Lucio Gera ist einer der Begründer der Theologie der Befreeiung, die in den 70er und 80er Jahren als katholisches Gegenmodell zum Marxismus entwickelt wurde.
Nachdem dieese weltanschauliche Auseinandersetzung eigentlich beendet sein sollte, stellt sich die Frage nach dem Beweggrund, warum Bischof Franz von Rom
das Thema der "Kirche der Arme" heute, im Jahr 2013, wieder aufgreift. Auf Anhieb erscheint mir dies unverständlich, weil anachronistisch.

Einige Anhaltspunkte könnten sich aus dem Dokument der Glaubenskongregation zur Theologie der Befreiuung ergeben.

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taddeo
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von taddeo »

Mary hat geschrieben:Den Vorsitz der Liebe - nicht aber der Jurisdiktion!! - darf der Patriarch von Rom nämlich gerne haben, falls denn jemals unsere Kirchen wieder in Kommunion kämen.
Gar zu gnädig ... :pfeif: damit dem Patriarchen von Moskau dann doppelt egal sein kann, wer unter ihm irgendwelche Liebesvorsitze innehat? Man pfeift ja schon innerorthodox auf den Vorrang des Patriarchen von Konstantinopel ... Außerdem müßte der "Patriarch von Rom" dazu nicht nur seine Amtspflichten als Papst leugnen, sondern auch ein definiertes Dogma. Das kann ich mir nicht mal von einem Jesuitenpapst vorstellen. Und kein Orthodoxer würde auf die Idee kommen, sowas von einem eigenen Patriarchen zu erwarten, nicht wahr?
((Was mich zum Aufschreiben bringt, ist eher deine Rede von den "Kirchen im Sinne von Konfessionen" :D ))
Irgendwie muß man ja klarstellen, was man sagen will. Und bei "Konfession" weiß halt doch jeder, was gemeint ist.

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Petrus_Damiani
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Re: Papst Franz I.

Beitrag von Petrus_Damiani »

Exilfranke hat geschrieben: Was ich mich frage: Gibt es denn keinen Kompromiß, keinen Mittelweg zwischen progressiven und konservativen Kräften innerhalb der Kirche? Einen gemeinsamen Nenner, auf den sich alle einigen können? Wäre das nicht wünschenswerter, als die ständigen Grabenkämpfe zwischen Tradis und Proggis?
Wie sollte dieser Kompromiß denn aussehen? Die Modernisten leugnen oder verschweigen die Existenz des Teufels, der Hölle; sie leugnen das Sühnopfer und sind bereit jede noch so klare Aussage Christi oder der Bibel auf dem Altar des Zeitgeistes ( ,,dies und das kann man den Menschen heute nicht mehr vermitteln..." ) zu opfern. Es ist im Grunde einfach ein Gegensatz von Theozentrismus und Anthropozentrismus. Die Modernisten haben im Bereich der Kirche, die beauftragt ist, das apostolische Erbe unverfälscht durch die Zeiten zu tragen, überhaupt keine Existenzberechtigung. Daß sie trotzdem in ihr wüten dürfen, ist ein anhaltender Skandal, nicht aber etwas, worüber man verhandeln sollte.

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